Freitag, 4. Juli 2025

DTM: Lamborghini mit Pep: Jordan Pepper startet stark ins Norisring-Wochenende

Der Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps mit dem Grasser Racing Team hat Jordan Pepper (ZA) beflügelt. Der Lamborghini-Pilot fuhr am Freitag auf dem Norisring mit 48,857 Sekunden die schnellste Trainingsrunde und unterbot als einziger Fahrer die 49-Sekunden-Schallmauer.

Jordan Pepper legt vor
Foto: Jens Hawrda

„Nach meinem Sieg beim 24-Stunden-Rennen in Spa gehe ich mit viel Rückenwind in das Norisring-Wochenende. Zuletzt bin ich hier vor elf Jahren im VW Scirocco Cup gefahren und habe sogar die Pole-Position geholt. Der Norisring ist einzigartig, ich mag diese engen und riskanten Situationen entlang der Mauern, bei denen man extrem fokussiert sein muss“, sagte der Südafrikaner vom TGI Team Lamborghini by GRT nach dem Auftakt zum vierten DTM-Stopp.

Gilles Magnus (B) sorgte im Aston Martin Vantage GT3 von Comtoyou Racing für die Überraschung des Tages: Mit einem Rückstand von nur 0,161 Sekunden belegte der DTM-Neueinsteiger nach den beiden Trainingseinheiten Platz zwei. Ebenfalls stark präsentierte sich Thierry Vermeulen (NL), der den Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing auf Position drei steuerte. Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (A) wurde im Neunelfer von Manthey EMA Vierter.

Die fünftbeste Zeit gelang Maximilian Paul (Dresden) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von Paul Motorsport. Der 25-Jährige hatte mit 49,468 Sekunden die Top-Marke im ersten Freien Training gesetzt, das wesentlich langsamer als die zweite Session am Nachmittag war. „Der Norisring ist eine coole Strecke, aber als Stadtkurs sehr speziell“, sagte Paul und erklärte: „Es gibt viele Bodenwellen, harte Bremszonen und starke Rotationen in den langsamen Kurven. Da braucht man Feingefühl und ein passendes Setup. Ich freue mich auf das Wochenende. Hier ist die Atmosphäre mit den vielen Fans einmalig, das sollte jeder mal erleben.“

Die Fahrer starteten wesentlich aggressiver in das zweite Freie Training am Freitagnachmittag als in die Vormittags-Session. Auf dem 2,162 Kilometer langen Stadtkurs in Nürnberg wurde die 50-Sekunden-Marke schon nach wenigen Runden geknackt. Acht Minuten vor Schluss erzielte Pepper die Bestzeit und war einen Umlauf später mit 48,898 Sekunden nur unwesentlich langsamer. Magnus und Vermeulen sicherten sich kurz vor Ende des zweiten Freien Trainings Platz zwei und drei, Paul machte die Top-Fünf in der letzten Sekunde klar.

Die Qualifyings werden am Norisring wegen des großen Starterfeldes in zwei Gruppen ausgetragen. Auf Basis der Zeiten in den beiden Trainings-Sessions legen die Fahrer auf den ungeraden Plätzen am Samstag ab 9:15 Uhr vor. Die Piloten auf den geraden Positionen folgen um 9:40 Uhr. Am Sonntag gehen die Gruppen in umgekehrter Reihenfolge auf die 20-minütige Zeitenjagd.

Qualifying-Gruppe 1

Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT)

Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing)

Maximilian Paul (D/Paul Motorsport)

Arjun Maini (IND/HRT Ford Performance)

Ricardo Feller (CH/Land-Motorsport)

René Rast (D/Schubert Motorsport)

Timo Glock (D/Dörr Motorsport)

Luca Engstler (D/TGI Team Lamborghini by GRT)

Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward Racing)

Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter)

Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport)

Morris Schuring (NL/Manthey Junior Team)


Qualifying-Gruppe 2

Gilles Magnus (B/Comtoyou Racing)

Thomas Preining (A/Manthey EMA)

Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing)

Nicolas Baert (B/Comtoyou Racing)

Nicki Thiim (DK/Abt Sportsline)

Mirko Bortolotti (I/Abt Sportsline)

Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf)

Tom Kalender (D/Mercedes-AMG Team Landgraf)

Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA)

Ben Dörr (D/Dörr Motorsport)

Fabio Scherer (CH/HRT Ford Performance)

Ben Green (GB/Emil Frey Racing)


Quelle: dtm.com


IDM Sportbike: Rammerstorfer auf starkem Comeback-Kurs

Luis Rammersdorfer, Triumph Daytona 660 #13
Foto: Jens Hawrda

Nach einer fünfwöchigen Zwangspause wegen eines Schlüsselbeinbruchs, den er sich im Training vor dem Rennwochenende in Schleiz zugezogen hatte, ist der Österreicher Luis Rammerstorfer vom Team Freudenberg RoRa-Paligo Racing in Oschersleben wieder fit und startbereit. „Ich fühle mich wieder richtig gut und habe keine Schmerzen mehr“, berichtet Rammerstorfer erleichtert, der sowohl die IDM-Rennen in Schleiz als auch in Most auslassen musste.

Bereits in den freien Trainings am Freitag bewies er, dass er wieder so stark wie zu Beginn der Saison ist: Mit Rang drei im ersten und Platz eins im zweiten Training setzte der 17-Jährige ein deutliches Ausrufezeichen. „Die Pause scheint mich nicht zurückgeworfen zu haben“, so Rammerstorfer optimistisch.

Nun richtet sich der Blick gespannt auf die Qualifyings am Samstag. Sollte er das Level halten können, wäre ein Startplatz in der ersten Reihe durchaus möglich.

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann


IDM Sportbike: Hertrampf-Team wechselt kurzfristig Fahrwerk

Neues Fahrwerk für Oliver Svendson
Foto: Jens Hawrda

Das Triumph Germany Racing Team geht in der laufenden IDM-Saison in der Sportbike-Klasse nicht nur personell, sondern nun auch technisch neue Wege. In der kurzen Pause zwischen dem Rennwochenende in Most vor zwei Wochen und dem anstehenden in Oschersleben, hat das Team einen grundlegenden Fahrwerkswechsel an der Triumph Daytona 660 vorgenommen.

Obwohl das bisherige K-Tech-Fahrwerk gute Ergebnisse lieferte, entschied sich das Team rund um die Fahrer Oliver Svendsen und Anton Södergren für einen kurzfristigen Umstieg auf Komponenten von Öhlins. „Wir haben mit Öhlins einfach mehr Möglichkeiten, Änderungen vorzunehmen – es gibt mehr verfügbare Teile und feinere Einstelloptionen“, erklärt Teamchef Dennis Hertrampf. Ein entscheidender Faktor für den Wechsel war zudem der neue Crew Chief Lothar Kraus, der seit über 35 Jahren mit Öhlins arbeitet. „Lothar hat ein enormes Wissen, das uns viel Potenzial für präzise Abstimmungen gibt“, so Hertrampf weiter.

Da es so kurzfristig keine Gelegenheit gab, die neuen Teile am Fahrwerk vor dem Oschersleben-Wochenende zu testen, kam das neue Material erstmals in den freien Trainings am Freitag zum Einsatz. Trotz der Umstellung zeigte sich Oliver Svendsen bereits nach den ersten Trainings zufrieden. „Wir brauchen natürlich noch etwas Zeit, aber ich bin zuversichtlich. Mit Lothars Unterstützung kommen wir schnell auf das nächste Level“, sagte der 21-jährige Däne und aktuell Gesamtführende in der IDM-Sportbike. In FP1 und FP2 bestätigte Svendsen seine Aussage mit den Plätzen eins und zwei. Teamkollege Anton Södergren fuhr auf Rang sieben.

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann


1.Freies Training IDM Superbike Oschersleben

Florian Alt (Honda) Schnellster im 1. Freien Training
Foto: Jens Hawrda

Das erste Freie Training der IDM Superbike in Oschersleben ist beendet. Wie erwartet kam es zum Schlagabtausch zwischen Florian Alt (Honda) und Lucas Tulovic (Ducati), Vorerst hatte Florian Alt die Nase vorn.

Hier die Ergebnisse des 1. Freien Trainings IDM Superbike in Oschersleben (Top-Ten)

1. Florian Alt (Honda CBR 1000 RR-R Fireblade)

2. Lucas Tulovic (Ducati Panigale V4 R)

3. Toni Finsterbusch (BMW M 1000 RR)

4. Hannes Soomer (BMW M 1000 RR)

5. Leandro Mercado (BMW M 1000 RR)

6. Kevin Orgis (BME M 1000 RR)

7. Lorenzo Zanetti (Ducati Panifale V4 R)

8. Jan-Ole Jähnig (BMW M 1000 RR)

9. Twan Smits (Yamaha YZF-R1)

10. Somar Görbe (BMW M 1000 RR)


Prototype Cup Germany geht in die zweite Saisonhälfte

  • Danny Soufi / Pavel Lefterov kommen als Halbzeitmeister nach Nürnberg
  • Valentino Catalano fährt mit neuem Partner Oscar Tunjo auf Sieg
  • Beide Rennen werden im Livestream übertragen

Foto: Jens Hawrda

Auf dem Norisring beginnt für den Prototype Cup Germany am kommenden Wochenende (4. – 6. Juli) die zweite Saisonhälfte. In den ersten sechs Läufen des Jahres haben Danny Soufi (21/USA) und Pavel Lefterov (27/BUL, beide Konrad Motorsport) die meisten Punkte gesammelt. Doch sie haben insbesondere mit den beiden Nachwuchspiloten Maksymilian Angelard (17/POL) und Mattis Pluschkell (20/Elmenhorst, beide BWT Mücke Motorsport) starke Verfolger und auch Sven Barth (44/Eberbach) / Maxim Dirickx (21/BEL, beide Aust Motorsport) haben sich als Gesamt-Dritte in Stellung gebracht. Auf dem Kanal youtube.com/adacmotorsports werden am kommenden Wochenende beide Qualifyings und beide Rennen im kostenlosen Livestream übertragen.

Der Prototype Cup Germany tritt zum zweiten Mal in seiner Geschichte auf dem Norisring an. Der erste Auftritt war 2023 und von den aktuellen Teilnehmern kann nur Oscar Tunjo (29/COL, Badischer Motorsport Club) auf einen Podestplatz zurückblicken. Der Kolumbianer sicherte sich damals gemeinsam mit Julien Apothéloz einen dritten Rang und tritt nun zusammen mit dem amtierenden Meister Valentino Catalano (19/Westheim, Badischer Motorsport Club) an. Catalano war vor zwei Jahren ebenfalls dabei und glänzte mit einer Pole Position in seinem Qualifying. Im Rennen schied er zusammen mit seinem damalige Partner Robin Rogalski jedoch aus. Auch deshalb sagt er nun: „Ich habe noch eine Rechnung offen mit dem Norisring und hoffe, die nun zu begleichen. Ich fahre sehr gerne in Nürnberg, habe mich dort auf Anhieb wohl gefühlt. Und es ist natürlich toll, dass ich mit Oscar zusammenfahren kann.“ Catalano hat in dieser Saison zwei der drei Rennwochenenden im Prototype Cup Germany absolviert und konnte als Alleinstarter in Hockenheim einen Lauf gewinnen. Tunjo bestritt ebenfalls zwei der drei Rennwochenenden, hat im Gegensatz zu Catalano einen Podestbesuch bisher aber verpasst.

Deutlich erfolgreicher waren Danny Soufi und Pavel Lefterov, die Konrad-Piloten sammelten bis zum jetzigen Zeitpunkt drei Triumphe. Vor allem auf dem Dekra Lausitzring konnten sie mit zwei Siegen überzeugen. Ebenfalls begeistern konnten in der Lausitz Sven Barth und Maxim Dirickx, die im ersten Lauf erstmals in ihrer Karriere im Prototype Cup Germany auf das Podium kletterten und diesen zweiten Platz einen Tag später direkt wiederholten.

In Nürnberg wird auch das Duo Jacob Erlbacher (24/Böblingen) / Jérémy Siffert (22/SUI, beide Gebhardt Intralogistics Motorsport) wieder mit von der Partie sein. Beide traten schon in Hockenheim an, wo Siffert sein Debüt in der deutschen LMP3-Serie feierte. Damals steuerten sie ein Ginetta-Chassis, in Nürnberg werden sie einen Duqueine pilotieren. Siffert ist Enkel der Schweizer Rennsport-Legende Jo Siffert und steht erst am Beginn seiner eigenen Karriere im Motorsport.

Am kommenden Wochenende werden laut aktueller Vorhersage sommerlich warme Temperaturen erwartet. „Im Cockpit werden es bestimmt 80 Grad Celsius und eine Klimaanlage haben wir nicht“, erzählt Catalano. „Ich komme aber damit klar, denn ich trainiere viel und habe mich über die Jahre auch daran gewöhnt. Deshalb spielt es bei mir persönlich keine so große Rolle mehr. Für Fahrer, die neu in der LMP3 sind, wird es aber sicher anstrengend werden; man muss sich körperlich schon darauf vorbereiten, um die Renndistanz gut zu schaffen.“