Samstag, 31. August 2024

Mirko Bortolotti über engen Titelkampf: „In der DTM gibt es keine Garantien“

  • Lamborghini-Pilot von SSR Performance liegt nur sieben Punkte hinter Kelvin van der Linde
  • Bortolotti möchte zurück an die DTM-Spitze: „Fahren top vorbereitet an den Sachsenring“

Mirko Bortolotti
Foto: Jens Hawrda

Vier Podiumsplätze, zwischenzeitlich Tabellenführer und aktuell nur sieben Punkte von der Tabellenspitze entfernt: Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti mischt im Titelrennen der DTM voll mit. Eine Situation, die der Italiener von SSR Performance bestens kennt. „Ich bin das dritte Jahr in Folge konstant vorne dabei“, sagt Bortolotti. Diese Saison soll es für ihn mit der DTM-Krone endlich klappen. Die nächste Runde im Meisterschaftskampf steigt vom 6. bis 8. September auf dem Sachsenring. An die Traditionsstrecke in Hohenstein-Ernstthal reist Bortolotti mit besten Erinnerungen – vergangenes Jahr holte der 34-Jährige dort einen seiner drei Saisonsiege, dieses Jahr möchte er sich die Tabellenführung von Audi-Pilot Kelvin van der Linde (ZA/Abt Sportsline) zurückholen.

Den bisherigen Saisonverlauf bewertet der Tabellenzweite positiv. „Mir bedeutet es viel, auch dieses Jahr in der DTM vorne mitzufahren und mich auf höchstem Niveau mit den Besten zu messen“, sagt Bortolotti. Dass er in der laufenden Saison noch kein DTM-Rennen gewinnen konnte, nimmt er gelassen hin. „Am Ende zählen die Punkte. Wie du die holst, ist eigentlich ziemlich egal. Vergangenes Jahr hatte ich die meisten Siege im Feld“, führt Bortolotti an und verweist damit auf seine starke Bilanz aus 2023, als er im Duell mit Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (A/Manthey EMA) den DTM-Titel knapp verpasste.

Vor allem im Qualifying zeigt Bortolotti dieses Jahr, dass er den Speed für ganz vorne hat. Neben seiner Pole-Position in Oschersleben platzierte er seinen Lamborghini Huracán GT3 Evo2 vier weitere Male in der ersten Startreihe. Damit liegt der Wahl-Wiener zumindest im Zeittraining voll auf Titelkurs – 13 Punkte im Qualifying sind Bestwert. Eine Qualität, die am Sachsenring besonders wichtig werden könnte. „Im Rennen ist es sehr schwer, zu überholen“, sagt Bortolotti über die verwinkelte Strecke mit großen Höhenunterschieden und blinden Kuppen. „Für die Pole-Position brauchst du eine nahezu perfekte Runde. Im Qualifying dort alles auf den Punkt zu bekommen, wird nicht leicht.“

Wie man am Sachsenring gewinnt, weiß Bortolotti aus vergangener Saison. Damals feierte die Lamborghini-Speerspitze einen Start-Ziel-Sieg. „Letztes Jahr lief es gut, aber in der DTM gibt es keine Garantien. Du kannst an einem Tag stark sein, kurz darauf bist du im Niemandsland“, stellt Bortolotti fest. Trotzdem blickt er selbstbewusst auf das Rennwochenende in Sachsen: „Wir sind auf einem hohen Niveau unterwegs, voll fokussiert und fahren top vorbereitet an den Sachsenring. Natürlich gibt es immer auch Dinge zu verbessern. Aber wenn ich die verrate, würde ich der Konkurrenz mögliche Schwachstellen nennen.“ Ansagen macht Bortolotti lieber in sportlicher Form auf der Rennstrecke – die nächste soll am Sachsenring folgen.


Freitag, 30. August 2024

IDM: Die Eifel ruft zum Comeback mit Brisanz

Foto: Jens Hawrda

Nach fünf Jahren Pause gibt die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) am kommenden Wochenende ihr Comeback auf dem Nürburgring. Gleichzeitig werden in der Eifel die Weichen für den Endspurt in der höchsten deutschen Motorradrennserie gestellt. Gewinnt Ilya Mikhalchik hier vielleicht sogar vorzeitig den Titel in der Top-Klasse Superbike oder kann Florian Alt die Entscheidung bis zum Finale Mitte September auf dem Hockenheimring vertagen? In insgesamt drei Prädikatsklassen wird Rennsport auf höchstem Level zelebriert. Diverse Cups runden das Programm vom 30. August bis zum 1. September 2024 am Fuße der Nürburg ab.

Kann Florian Alt (Honda) aus Engelskirchen noch etwas gegen den Titelgewinn von Ilya Mikhalchik (BMW) unternehmen? Nach dem verhängnisvollen Sturz des Deutschen in Assen, bei dem er sich schwer an der Hand verletzte, trennen ihn in der Tabelle 58 Punkte vom Ukrainer, der in den Niederlanden beide Rennen gewann. „Die Meisterschaft ist für uns so gut wie verloren“, macht sich Alt, der den Titel verteidigen will, jetzt nichts vor, „aber ich möchte nicht einfach aufgeben. Wir haben immer das Maximum gegeben und das will ich bis zum Schluss so fortführen.“ Seine verletzte Hand mit tiefen Fleischwunden wird aller zwei Tage medizinisch versorgt. Florian Alt ist auf der Honda der einzige Fahrer im Feld, der es ernsthaft mit der BMW-Armada aufnehmen kann, von der er in der Gesamtwertung eingekesselt ist. Vor ihm hat der dreifache Champion Ilya Mikhalchik seine  Hand zum vierten Titel ausstreckt, den er auf dem Nürburgring vorzeitig holen kann. Hinter Alt hat sich Patrick Hobelsberger (BMW) positioniert. Lorenzo Zanetti (Ducati), Leandro Mercado (Kawasaki) und Maximilian Kofler (Yamaha) vertreten auf den Rängen fünf, neun und elf die weiteren Marken in der Topklasse, in der die Motorräder mehr als 200 PS haben und über 300 km/h schnell sind. Zwei Rennen werden auf dem 3,629 Kilometer langen Nürburgring ausgetragen, der zu den meist befahrenen Rennstrecken der Welt gehört. Der Asphalt ist top und die Strecke bietet auch im Regen Grip, was bei den Wetterkapriolen in der Region durchaus Sinn macht. Aber Entwarnung: Die Prognosen stehen auf ein sonniges Wochenende.

In der etwas kleineren IDM Supersport spiegelt sich die Markenvielfalt gleich an der Spitze des international besetzten Feldes wieder. Andreas Kofler (Yamaha) aus Österreich kommt als Tabellen-Erster nach Rheinland-Pfalz, gefolgt vom Belgier Luca de Vleeschauwer (Triumph) und dem Polen Daniel Blin (Ducati). Vierter ist Lennox Lehmann (Yamaha), Sechster Dirk Geiger (Honda). Es herrscht viel Bewegung in der Klasse, in der es zwischen Sieg und Niederlage oft um Tausendstelsekunden geht. Kofler hat schon gemerkt, dass er sich trotz seines 35,5-Punkte-Vorsprungs im Hinblick auf den Titelgewinn nicht in Sicherheit wiegen kann. Ein kleiner Fehler und der Traum kann vorbei sein.

Dass der Titel in der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 an einen Fahrer aus dem Freudenberg KTM-PALIGO Racing Team geht, daran geht kein Weg vorbei. Mit Oliver Svendsen, Ruben Bijman und Philipp Tonn haben die Teamchefs Michael und Carsten Freudenberg aus dem sächsischen Bischofswerda geballt ihre Talente mobilisiert. Es fragt sich nur, wer von ihnen wird am Schluss der Erste sein. Und wie spontan funkt der Niederländer Dylan Czarkowski auf Yamaha in den Rennen dazwischen? Er gibt den Rennen mit seiner Hartnäckigkeit eine besondere Würze und schnappte den KTM-Jungs erst vor zwei Wochen einen Podiumsplatz weg.

Die Region wird vom kommenden Freitag bis Sonntag pünktlich um 08:30 Uhr mit den ersten Sessions auf dem Nürburgring geweckt. Dann geht es Schlag auf Schlag. Die IDM-Klassen wechseln sich ohne Pause mit diversen Cup-Klassen ab, die haarscharf zur Sache gehen. Es gibt kaum Zeit zum Luft holen. Und nicht vergessen: Am Sonntag, dem 1. September 2024, findet um 12:50 Uhr der begehrte IDM Fan Walk statt, bei dem von den Fahrern persönliche Autogramme geschrieben werden und Zeit für ein Selfie mit ihnen ist. Die IDM ist und bleibt trotz des extrem hohen sportlichen Levels eine Serie zum Anfassen. 




Die Tabellenführer schlagen zurück: Seppänen mit neuer Rekordrunde in Spa

Elias Seppänen, Mercedes #1
Foto: Jens Hawrda

Elias Seppänen vom Team Landgraf Motorsport ist perfekt in die zweite Saisonhälfte des ADAC GT Masters gestartet: Auf dem Circuit de Spa-Francorchamps erzielte er in 2:15,923 Minuten nicht nur die Bestzeit, sondern unterbot auch den von Bernd Schneider im Jahr 2015 in der Serie aufgestellten Qualifying-Rekord um 2,581 Sekunden. „Ich bin mega happy über meine zweite Pole-Position in dieser Saison. Es war eine klasse Runde und das Auto lief einfach super. Beim Start am Samstag gilt es vor allem, sauber aus der La Source zu kommen, um viel Schwung mit auf die Gerade zu bringen“, sagte Seppänen nach dem Qualifying, der sich den Mercedes-AMG GT3 mit seinem Teamkollegen Tom Kalender (Hamm/Sieg) teilt. 

Am Freitagnachmittag begaben sich die Piloten des ADAC GT Masters bei trockenen Bedingungen in ihr Zeittraining für den siebten Meisterschaftslauf. Zu Beginn wechselten sich Sandro Holzem (Polch/Land Motorsport) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 und der Aston Martin-Pilot Chandler Hull (USA/Walkenhorst Motorsport) an der Spitze ab. Zur Mitte des Qualifyings gelang es Simon Connor Prim (Großschirma) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von Paul Motorsport, die Rekordrunde aus der Saison 2015 erstmals zu toppen. Im weiteren Verlauf verbesserten sich die Zeiten an der Spitze mehrmals und die Spannung stieg. Letztendlich war es der Vorjahresmeister Seppänen, der die beste Runde erwischte und das Endurance-Rennen von der Pole bestreitet. Rang zwei ging an den Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing, den die beiden Schweizer Alain Valente und Jean-Luc D`Auria pilotieren. Die Top-3 komplettierten Benjamin Hites (Chile) und Tim Zimmermann (Langenargen) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 vom Grasser Racing Team. Der zweite Mercedes-AMG GT3 von Jannes Fittje (Langenhain) und Finn Wiebelhaus (Obertshausen/beide Haupt Racing Team) platzierte sich auf der vierten Position vor dem Schweizer Alexander Fach und Alexander Schwarzer (DEU) im Porsche 911 GT3 R von Fach Auto Tech. 

Am morgigen Samstag findet im ADAC GT Masters zum zweiten Mal ein Endurance-Rennen über 80 Minuten statt. Der Start auf dem belgischen Kultkurs erfolgt um 11:05 Uhr.

Quelle: ADAC-Motorsport

Dienstag, 27. August 2024

Startklar für die zweite Hälfte: ADAC GT Masters feiert Comeback in Spa-Francorchamps

  • ADAC GT Masters kehrt nach neun Jahren zurück zum belgischen Formel-1-Kurs
  • Dreikampf in der Meisterschaft: Mercedes-AMG und BMW geben den Ton an
  • Sprint- und Endurance-Format garantiert auch beim vierten Stopp beste Unterhaltung

Foto: Jens Hawrda

Das ADAC GT Masters startet vom 30. August bis 1. September auf der legendären belgischen Rennstrecke von Spa-Francorchamps in die zweite Saisonhälfte. Vor allem die aktuellen Top-Fahrer von Mercedes-AMG und BMW wollen in Spa-Francorchamps ihre Titelambitionen unterstreichen. Dazu zählen unter anderem die aktuellen Tabellenführer Elias Seppänen (FIN) und Tom Kalender (Hamm/Sieg) von Landgraf Motorsport. „Unsere Position in der Fahrerwertung könnte nicht besser sein und das soll sich auch in Spa nicht ändern. Wir wollen wieder vorne angreifen, möglichst viele Punkte mitnehmen und unsere Platzierung festigen“, sagt Kalender. Für zusätzliche Spannung sorgt das neue Sprint- und Endurance-Format, das nach der erfolgreichen Premiere auf dem Nürburgring in Belgien seine Fortsetzung findet. Zudem verstärkt die Mannschaft von PROsport Racing das Teilnehmerfeld mit zwei Aston Martin Vantage GT3.

Nach neun Jahren feiert das ADAC GT Masters sein Comeback auf dem Circuit de Spa-Francorchamps. Für die traditionsreiche GT3-Serie ist es der bislang dritte Auftritt auf dem 7,004 Kilometer langen Kultkurs in den Ardennen. Die Strecke ist bei den Motorsportfans äußerst beliebt. In der Vergangenheit war sie nicht nur Schauplatz für viele spannende Rennen, sondern versprüht mit den umliegenden Ardennen-Wäldern sowie den Auf- und Ab-Passagen einen ähnlichen Charme wie die Nürburgring-Nordschleife. Auch die Fahrer geraten bei den weltbekannten Kurvennamen Eau Rouge, Raidillon, Les Combes oder La Source ins Schwärmen. So auch Tim Zimmermann (Langenargen) vom Grasser-Racing-Team, der sich zusammen mit dem Chilenen Benjamin Hites einen Lamborghini Huracán GT3 Evo2 teilt: „Spa ist eine großartige Rennstrecke, die aufgrund ihrer Charakteristik ideal zu den GT-Fahrzeugen und demnach auch perfekt zum ADAC GT Masters passt. Ich freue mich sehr auf das Event, bei dem wir auch endlich den ersten Saisonsieg einfahren wollen.“

Als das ADAC GT Masters 2015 zuletzt auf der Ardennen-Achterbahn zu Gast war, siegten ein BMW Z4 GT3 und ein Mercedes-Benz SLS AMG GT3. Ein ähnliches Bild ergibt sich derweil auch in der laufenden Saison: Aktuell bestimmen die beiden deutschen Premiumhersteller das Tempo an der Spitze. Nach dem Doppelerfolg von David Schumacher (Salzburg) und Salman Owega (Köln) am Nürburgring bahnt sich ein Dreikampf in der Meisterschaft an. In der Eifel verkürzten die beiden Mercedes-AMG-Piloten vom Haupt Racing Team den Abstand auf die Führenden von 42 auf 23 Punkte und befinden sich nun als Drittplatzierte mitten im Titelrennen. „Ich bin bislang noch nie in Spa unterwegs gewesen, umso größer ist die Vorfreude auf das Wochenende. Der Kurs hat einiges zu bieten und sollte unserem Fahrzeug gut liegen. Ich bin sehr gespannt und gebe mit David wieder Vollgas“, sagt Owega. In Lauerstellung stehen zudem Maxime Oosten (NL) und Leon Köhler (Erlenbach am Main/beide FK Performance Motorsport), die in ihrem BMW M4 GT3 gerade einmal neun Zähler Rückstand auf die Halbzeitmeister Seppänen und Kalender im Mercedes-AMG GT3 von Landgraf Motorsport aufweisen.

In Spa meldet sich PROsport Racing im ADAC GT Masters zurück. Zuletzt war das Team aus Wiesemscheid in der Nähe des Nürburgrings 2021 in der Serie aktiv, dieses Jahr verstärkt der Rennstall das Teilnehmerfeld beim vierten Saisonstopp. In einem der beiden Aston Martins wechseln sich Hugo Sasse (Aschersleben) und der Österreicher Raphael Rennhofer ab. Den zweiten Vantage GT3 pilotieren Hendrik Still (Kempenich) und Jamie Day aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. „Wir sind sehr dankbar, dass sich der ADAC um unsere Rückkehr bemüht hat und freuen uns nun auf den ersten Einsatz. Unser Fahreraufgebot kombiniert Erfahrung mit jungen Talenten. Ich bin mir sicher, dass wir mit dieser Mischung unsere Fähigkeiten unter Beweis stellen können“, erklärt Teameigner Christoph Esser.


Freitag, 23. August 2024

DTM Nürburgring: Dritter Saisonsieg für Schubert Motorsport – Sheldon van der Linde triumphiert

Sheldon van der Linde holt am Nürburgring seinen ersten Saisonsieg
Foto: BMW-Motorsport

Sheldon van der Linde (RSA) hat zum Abschluss des fünften DTM-Rennwochenendes auf dem Nürburgring (GER) seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Im #31 Shell BMW M4 GT3 überquerte der DTM-Champion von 2022 zum ersten Mal seit dem Norisring 2023 als Erster die Ziellinie. Sein Teamkollege Marco Wittmann (GER) fuhr im #11 Schaeffler BMW M4 GT3 als Dritter ebenfalls aufs Podium. Dank der beiden Podestplätze eroberte die Mannschaft von Torsten Schubert Platz eins in der Teamwertung zurück.

Bei van der Linde war die Erleichterung über seinen Triumph groß, nachdem er am Samstag nicht über Position 13 hinausgekommen war. Von Startplatz acht kam der Südafrikaner bereits in der Startphase auf Platz drei nach vorn, überholte dann Ricardo Feller (SUI, Audi) im Kampf um Platz zwei und profitierte später von einem Dreher des bis dahin führenden Maro Engel (GER, Mercedes). Engel kollidierte mit van der Lindes Teamkollege René Rast (GER). Rast kam mit kalten Reifen aus der Box, rutschte beim Anbremsen von Kurve eins mit seinem #33 RoboMarkets BMW M4 GT3 geradeaus und traf den einlenkenden Mercedes. Eine gebrochene Felge und eine Strafe für den Unfall warfen Rast bis auf Platz 17 zurück. Im Samstagsrennen war er Elfter geworden.

Ein starkes Wochenende erlebte Wittmann. Am Samstag kam er mit den regnerischen Bedingungen besser zurecht als seine Teamkollegen und wurde Sechster. Im Sonntagsrennen startete er als Dritter und brachte dieselbe Position ins Ziel – sein zweiter Podestplatz des Jahres nach dem Sieg in Zandvoort (NED). Die Crew um Wittmann absolvierte zudem mit 6,351 Sekunden den schnellsten Boxenstopp im Sonntagsrennen.

In der Fahrerwertung liegen van der Linde, Rast und Wittmann nach zehn von 16 Rennen auf den Plätzen vier, fünf und acht. In der Teamwertung liegt Schubert Motorsport mit nun 242 Punkten und 19 Zählern Vorsprung an der Spitze.

Stimmen der BMW-Piloten zum Rennwochenende an Nürburgring

Sheldon van der Linde (#31 Shell BMW M4 GT3): „Ich bin sehr glücklich und erleichtert, nach so langer Zeit wieder einen DTM-Sieg eingefahren zu haben. Ich war schon am Norisring dicht dran, doch dann hat mir das Wetter in den letzten Runden einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mein Bruder Kelvin hat das Samstagsrennen gewonnen. Für uns beide ist das also ein ganz spezielles Wochenende, das die gesamte Familie stolz macht. Für mich ist das einer meiner besten Siege in der DTM.“

Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW M4 GT3): „Ich bin happy mit diesem Wochenende. Am Samstag lief es mit Platz sechs im Regen schon sehr gut. Das hat sich am Sonntag mit Platz drei im Qualifying und im Rennen fortgesetzt. Zusammen mit dem Sieg für Sheldon war das natürlich ein herausragendes Teamergebnis, über das ich mich sehr freue. Das Sonntagsrennen war von vielen Zweikämpfen geprägt. Leider hatte ich nicht ganz die Balance im Auto, um den Sieg angreifen zu können. Daher bin ich mit Platz drei wirklich zufrieden.“

René Rast (#33 RoboMarkets BMW M4 GT3): „Das ist mit Blick auf die Meisterschaft ein ganz bitteres Wochenende. Nachdem ich am Samstag als Elfter nur wenige Punkte sammeln konnte, war unsere Pace am Sonntag sehr gut. Ich denke, ich hätte im Kampf um das Podium ein Wort mitreden können. Leider kam es dann zu der Kollision. Das war unnötig und wirft mich in der Fahrerwertung deutlich zurück. Trotzdem kämpfe ich natürlich weiter.“