Mittwoch, 10. April 2024

Erste Runden in der DTM 2024: Güven feiert gelungenen Einstand bei Manthey EMA

  • Porsche-Pilot Schnellster am ersten Testtag beim DTM-Auftakt in Hockenheim
  • Markenkollege und Titelverteidiger Thomas Preining belegt Platz zwei
  • Clemens Schmid gelingt als Fünfter starkes DTM-Debüt von Dörr Motorsport
In Hockenheim bereiten sich die DTM-Stars auf die neue Saison vor
Foto: ADAC-Motorsport

Erfolgreicher Einstand für Ayhancan Güven (TR) bei seinem neuen Team Manthey EMA. Der 25-Jährige war beim DTM-Auftakt in Hockenheim am ersten von zwei Testtagen mit 1:37,414 Minuten schnellster Pilot. Güven erzielte die Bestzeit am späten Dienstagnachmittag in der zweiten Session, die wesentlich schneller als das erste Kräftemessen zweieinhalb Stunden zuvor war. „Ich habe die tolle Möglichkeit, in meinem neuen Team Manthey EMA zusammen mit Titelverteidiger Thomas Preining starten zu können, was allerdings bei einem solchen Top-Fahrer auch einen gewissen Druck erzeugt. Die Tagesbestzeit heute gibt allen ein gutes Gefühl, besser wäre es, die in einem Qualifying zu erzielen. Ich wollte mich an mein neues Team und das Auto gewöhnen und das hat gut geklappt“, erklärte Güven.

Titelverteidiger Thomas Preining (A) belegte mit einem Rückstand von 0,122 Sekunden auf seinen Teamkollegen Platz zwei und bewies damit, dass er und sein Rennstall bestens für die bevorstehende Saison gerüstet sind. Der Champion fasste zusammen: „Es war ein super erster Tag und es ist einfach schön, wieder mit einem DTM-Auto zu fahren. Wir haben viele Testpunkte erfüllt und morgen noch einiges vor uns. Klar ist, dass der Start in Oschersleben wichtiger ist. Aber es ist immer gut, wenn es läuft und man vorn dabei ist.“

Die Top-Drei des ersten Testtages komplettierte Audi-Pilot Kelvin van der Linde (ZA) von Abt Sportsline, der neben Güven und Preining als einziger Fahrer die 1:38,000-Minuten-Marke knacken konnte. Thierry Vermeulen (NL) gelang im Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing die viertbeste Zeit. Clemens Schmid (A) sorgte im McLaren 720S GT3 Evo als Fünfter für ein starkes DTM-Debüt seines Teams Dörr Motorsport. „Es war eine positive Überraschung“, freute sich Schmid. „Wir hätten nie gedacht, dass es auf Anhieb so gut funktioniert. Wir konnten zudem viele Vergleichsdaten sammeln und werden morgen weitere Dinge wie verschiedene Sturzwerte, Dämpfer und Federn ausprobieren. Aber am ersten Tag mit einem neuen Team und einem neuen Auto so schnell zu sein – mehr kann man sich nicht wünschen.“

Die erste Session hatte René Rast (Bregenz) von Schubert Motorsport am Dienstagmittag für sich entschieden. Bei kühlen Temperaturen von knapp elf Grad umrundete der BMW-Pilot den 4,574 Kilometer langen Kurs mit 1:38,396 Minuten am schnellsten. „Ich habe seit dem Hockenheim-Finale nicht mehr im DTM-Auto gesessen, mich aber von Anfang an wohl gefühlt und war sehr zufrieden mit dem ersten Testtag. Mit jetzt drei Autos und dem aufgestockten Personal hat Schubert Motorsport eine etwas veränderte Struktur. Heute gab es den Grundschliff, morgen folgt der Feinschliff. Wichtig ist es, auch einen Test erfolgreich zu beenden und dann mit einem guten Gefühl zum Auftakt nach Oschersleben zu fahren“, erklärte der dreifache DTM-Meister. Der Österreicher Preining belegte auch bei dieser Testeinheit im Porsche 911 GT3 Rang zwei, Dritter wurde sein Landsmann Lucas Auer (A) vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter. Auf den Plätzen vier und fünf folgten mit Vizemeister Mirko Bortolotti (I) und seinem neuen Teamkollegen Nicki Thiim (DK) die Lamborghini-Piloten von SSR Performance.

Am Mittwoch stehen noch zwei Test-Sessions mit insgesamt 4:40 Stunden Fahrzeit auf dem Programm. In einer Pressekonferenz sind ADAC Motorsportchef Thomas Voss, der aktuelle DTM-Champion Preining und Lamborghini-Werksfahrer Bortolotti am Mittwoch ab 12:30 Uhr live auf dem eigenen YouTube-Kanal @DTM sowie ran.de zu sehen.


Freitag, 5. April 2024

DTM und GT-Masters Testtage in Hockenheim

  •  Hockenheimring ist Bühne der DTM Test- und Medientage
  •  Für Preining und Manthey EMA startet die Mission Titelverteidigung
  •  Zuschauer erleben auch das ADAC GT Masters und die ADAC GT4 Germany

Foto: Jens Hawrda

In der kommenden Woche kehrt die DTM endlich zurück auf die Rennstrecke. Bei den offiziellen Test- und Medientagen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg kommt es vom 9. bis 11. April zur ersten Kraftprobe der Saison. Vier Sessions mit über sechs Stunden Fahrzeit sind auf dem Traditionskurs südlich von Mannheim angesetzt – beste Voraussetzungen für die Teams, reichlich Testrunden zu absolvieren und wertvolle Daten für die anstehenden 16 Meisterschaftsläufe zu sammeln. Fans können bei der Generalprobe vor der Saison zum 40-jährigen DTM-Jubiläum hautnah dabei sein und erleben dort auch die Testaktivitäten des ADAC GT Masters sowie der ADAC GT4 Germany.

Thomas Preining (A) ist sowohl in Hockenheim als auch an den darauffolgenden acht Rennwochenenden der Gejagte. Der Porsche-Werksfahrer sowie sein Team Manthey EMA treten dieses Jahr als Titelverteidiger der Fahrer- und Teamwertung an. Neben Preining kämpft eine namhafte GT3-Elite rund um Vizemeister Mirko Bortolotti (I), Lucas Auer (A), Ricardo Feller (CH) sowie die drei Champions René Rast (Bregenz), Sheldon van der Linde (ZA) und Marco Wittmann (Fürth) um die diesjährige DTM-Krone.

Beim ersten Kräftemessen der Saison 2024 feiern zwei Teams ihre DTM-Premiere: Paul Motorsport und Dörr Motorsport geben dieses Jahr ihr Debüt in der populären Rennserie. Während Paul Motorsport auf einen Lamborghini Huracán GT3 Evo2 mit Maximilian Paul (Dresden) am Steuer vertraut, bringt Dörr Motorsport zwei McLaren 720S GT3 Evo an die Startlinie.

Für Besucher des Tests sind das Fahrerlager und die Innentribüne C geöffnet, Tagestickets gibt es für acht Euro im Welcome Center des Hockenheimrings. Kostenlose Parkmöglichkeiten stehen im Bereich der Südtribüne zur Verfügung.

Sonntag, 24. März 2024

DTM 2024: RoboMarkets, Schaeffler und Shell auch in dieser Saison starke Partner auf den BMW M4 GT3

Wenn die drei DTM-Champions René Rast (GER), Sheldon van der Linde (RSA) und Marco Wittmann (GER) Ende April mit Schubert Motorsport in die DTM-Saison 2024 starten, sind auch die langjährigen BMW M Motorsport Partner RoboMarkets, Schaeffler und Shell wieder mit an Bord. Diese drei Partner werden weiterhin die Designs der drei BMW M4 GT3 prägen.

Wittmann, die Startnummer 11 und das grüne Design von Schaeffler, diese erfolgreiche Kombination ist den DTM-Fans seit Langem vertraut und wird auch in dieser Saison auf den Rennstrecken der DTM zu sehen sein. Van der Linde tritt im #31 BMW M4 GT3 wie bereits in den Vorjahren in den klassischen Farben von Shell an. Rast geht in seine zweite DTM-Saison als BMW M Werksfahrer und sein #33 BMW M4 GT3 trägt wie bereits im Vorjahr das blaue Design von RoboMarkets.

BMW M4 GT3 #11 Marco Wittmann
Bild: BMW-Motorsport

Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW M4 GT3): „Ich freue mich sehr, dass ich nach so vielen Jahren weiterhin mit Schaeffler und in der ‚Green Machine‘ in der DTM an den Start gehen kann. Schaeffler bewegt so viel, sowohl an als auch abseits der Rennstrecke. Wir haben eine sehr starke Bindung aufgebaut, auch zu den Fans. Allein die Präsenz von Schaeffler an der Rennstrecke, durch die Hospitality und die vielen Aktionen, zeigt deren Commitment zum Motorsport, was auch für mich und BMW M Motorsport sehr schön ist. Diese Partnerschaft bedeutet mir sehr viel. Daher freue ich mich, wieder mit Schaeffler an den Start zu gehen, und hoffe auf ein erfolgreiches gemeinsames Jahr. Ich persönlich finde auch das neue Design der ‚Green Machine‘ extrem cool und kann es kaum erwarten, mit dem Auto auf die Strecke zu gehen.“

BMW M4 GT3 #31 Sheldon van der Linde
Bild: BMW-Motorsport

Sheldon van der Linde (#31 Shell BMW M4 GT3): „Ich freue mich sehr, dass meine Partnerschaft mit Shell in der DTM nun bereits in unser fünftes gemeinsames Jahr geht. Es ist in der DTM ein Markenzeichen von mir geworden, in einem gelb-roten Auto für Shell an den Start zu gehen. Daher bin ich unglaublich stolz darauf, diese erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen, und hoffentlich können wir das, was wir 2022 gemeinsam erreicht haben, wiederholen!“

BMW M4 GT3 # 33 Renè Rast
Bild: BMW-Motorsport

René Rast (#33 RoboMarkets BMW M4 GT3): „Es ist klasse, dass die BMW M Motorsport Partner uns in der DTM unterstützen. Dieser Support ist sehr wichtig. 2023 war meine erste gemeinsame Saison mit RoboMarkets, und zu den tollen Momenten des Jahres gehörten natürlich der Sieg am Red Bull Ring, die weiteren Podiumsplätze und die Polepositions. Wir haben im Titelkampf ein Wort mitgeredet, und das ist eine starke Basis für meine zweite Saison im RoboMarkets BMW M4 GT3. Wir werden alles dafür tun, uns mit den entsprechenden Erfolgen für den Support zu bedanken!“

Mittwoch, 20. März 2024

Sieben Marken in der DTM: Dörr Motorsport debütiert mit McLaren

  •  Dörr Motorsport tritt mit zwei McLaren 720S GT3 Evo in der DTM an
  •  Mehrjähriges Projekt für die DTM
  •  Rainer Dörr: „Wir betreten die große Bühne des internationalen Motorsports“

Die DTM startet mit sieben Herstellern in die neue Saison
Foto: ADAC-Motorsport


Starker Neuzugang für die DTM: Dörr Motorsport bringt zwei McLaren 720S GT3 Evo in die DTM und sorgt dafür, dass das hochklassige DTM-Feld in der Saison 2024 sieben Marken umfasst. In den beiden britischen Supersportwagen gehen DTM-Neueinsteiger Ben Dörr (Butzbach) und der Österreicher Clemens Schmid auf Punktejagd. Erstmals in der DTM-Geschichte, die sich am 11. März zum 40. Mal jährt, ist die Kultmarke McLaren bei allen DTM-Rennen am Start. Zum ersten Kräftemessen der beiden Dörr-McLaren mit der Konkurrenz kommt es beim DTM-Saisonstart vom 26. bis 28. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Tickets für die DTM sind online unter dtm.com bereits ab 39 Euro erhältlich, Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

„Wir sind voller Vorfreude, die größte Herausforderung in der Geschichte von Dörr Motorsport anzugehen. Mit unserem Debüt in der DTM betreten wir die große Bühne des internationalen Motorsports und stellen uns der starken Konkurrenz. Daher freue ich mich ganz besonders, dass uns die erfahrenen Experten von Project 1 mit ihrem Wissen unterstützen werden. Im ersten Jahr liegt der Fokus auf der Ermittlung von Daten und Erkenntnissen, um uns für das Folgejahr bestmöglich vorzubereiten“, sagt Teamchef Rainer Dörr, dessen Team in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert und nach fünf Jahren in der ADAC GT4 Germany nun in die DTM aufsteigt. Dörrs Sohn Ben wechselt gemeinsam mit dem Team in die DTM. „In der größten Rennserie Deutschlands zu fahren, ist eine unglaubliche Ehre und Chance für mich. Ich bin mir sicher, dass wir ein aufregendes Jahr vor uns haben“, erklärt der 19-jährige Rookie.

Mit Clemens Schmid erhält die McLaren-Equipe Verstärkung mit viel GT-Erfahrung. Seit 2015 ist der Österreicher durchgehend im nationalen und internationalen GT-Sport aktiv, nach zwei Jahren mit Lamborghini in der DTM wechselt er nun zu McLaren: „Wieder an der DTM teilzunehmen und das mit so einem außergewöhnlichen Fahrzeug und Team wie es Dörr Motorsport mit McLaren anbietet, erfüllt mich mit Stolz. Solch ein Projekt von Anfang an mitzuentwickeln und voranzutreiben, ist eine seltene und kostbare Gelegenheit“, beschreibt der Tiroler sein Programm. Weiter ergänzt er: „Mit diesem Paket und dem jetzt schon spürbaren Teamgeist werden wir auch in unserer ersten DTM-Saison das ein oder andere Ausrufezeichen setzen.“

Sonntag, 10. März 2024

Comeback für Fach Auto Tech – Neues Aufgebot für Engstler Motorsport

  • Fach Auto Tech mit Porsche zurück im ADAC GT Masters
  • Liqui Moly Team Engstler setzt weiter auf Audi und vertraut auf neues Fahrer-Duo

Fach Auto Tech startet im traditionellen Design
Foto: ADAC-Motorsport

Das ADAC GT Masters 2024 bekommt starken Zuwachs: Fach Auto Tech kehrt in die Serie zurück, die ehemaligen Champions vom Liqui Moly Team Engstler starten auch in diesem Jahr wieder in der Serie. Fach Auto Tech aus der Schweiz ist nach elf Jahren wieder zurück im ADAC GT Masters und setzt auf einen Porsche 911 GT3 R. Engstler setzt auf ein bewährtes Fahrzeug: Die Mannschaft aus dem Allgäu vertraut weiterhin auf den Audi R8 LMS GT3 Evo2. Das ADAC GT Masters startet vom 26. bis 28. April in der Motorsport Arena Oschersleben gemeinsam mit der DTM in die Saison 2024.

Alexander Fach und Alexander Schwarzer (beide Schweiz) bilden das Fahrerduo von Fach Auto Tech. Der Junior Alexander Fach erlernte sein Handwerk vor allem im Porsche Carrera Cup Deutschland, der seit einigen Jahren im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters unterwegs ist. Für Fach ist der Aufstieg in die populäre GT3-Serie ein wichtiger Schritt: „Ich freue mich sehr auf die kommende Saison. Mein Teamkollege und ich verstehen uns hervorragend und haben großen Respekt voreinander. Für uns ist es besonders von Bedeutung, dass wir als Team gut zusammenarbeiten.“ Neu auf der ADAC-Plattform ist sein Fahrerkollege, der im Vorjahr mit seinem aktuellen Team im Porsche-Markenpokal in der Schweiz an den Start ging. Fach Auto Tech aus dem Kanton Schwyz fuhr erstmals in der Saison 2011 im ADAC GT Masters und bejubelte mit Swen Dolenc im darauffolgenden Jahr die Fahrer-Meisterschaft in der Pirelli-Trophy-Wertung.

Mit Jonas Karklys aus Litauen und Pablo Schumm aus Heilbronn ergibt sich beim Liqui Moly Team Engstler Motorsport eine Mischung aus Erfahrung und Nachwuchs. Für Schumm ist der Auftakt in Oschersleben auch gleichzeitig das erste GT3-Rennen. Zuvor sammelte er wichtige Erkenntnisse mit einem Lamborghini Huracán Super Trofeo in einer nationalen Meisterschaft. Karklys war bereits in der vergangenen Saison im ADAC GT Masters für die Allgäuer Mannschaft sowie für das litauische Team NordPass by Juta Racing im Einsatz und kennt die ADAC-Plattform zudem aus der ADAC TCR Germany. „In meiner zweiten Saison mit einem GT3-Auto fokussiere ich mich darauf, meine Fähigkeiten weiter auszubauen. Es ist immer ein Vergnügen, in das ADAC-Fahrerfeld zurückzukehren. Man trifft stets auf ein sehr professionelles und hochklassiges Umfeld“, sagt Karklys.