Sonntag, 11. Juni 2023

Arjun Maini mit neuer Qualifying-Bestmarke und Pole-Position

Arjun Maini im Mercedes-AMG GT3 Evo holt die Pole für`s Sonntagsrennen am Hockenheimring
Foto: ADAC-Motorsport

Es war die perfekte Runde für Arjun Maini (Haupt Racing Team) auf dem Hockenheimring. Der Inder unterbot den Qualifyingrekord des ADAC GT Masters vom Vortag mit 1:36,961 Minuten deutlich und freute sich über seine erste Pole-Position. „Mega! Das Team hat mir eine echte Rakete hingestellt. Bei meinen Aufwärmrunden habe ich sehr darauf geachtet, die Pirelli-Reifen auf Temperatur zu bringen. Anschließend hat auf der Runde einfach alles gepasst. Vor allem die Balance des Autos war hervorragend. Ich bin sehr happy“, sagte der Pole-Setter. Maini schaffte für sich und seinen Teamkollegen Petru Umbrarescu (RO) die perfekte Ausgangslage für das zweite Saisonrennen. Platz zwei belegte Elias Seppänen (FIN) von Landgraf Motorsport in einem weiteren Mercedes-AMG GT3 Evo.

Auf dem ehemaligen Formel-1-Kurs herrschten mit Sonnenschein und Temperaturen von 23 Grad Celsius am Sonntagmorgen optimale Bedingungen. In den Schlussminuten der 20-minütigen Session entwickelte sich ein wahrer Krimi. Nach einem Versuch des Zweitplatzierten Seppänen musste Maini nochmals um seine Pole-Position bangen. Letztlich fehlte Seppänen allerdings eine Zehntelsekunde auf den Schnellsten. Den dritten Platz sicherte sich Sven Müller (Bingen) im Porsche 911 GT3 R vom Team Joos by RACEmotion (+0,127 Sekunden). Vierter wurde Lamborghini-Werksfahrer Marco Mapelli (GRT Grasser-Racing-Team) aus Italien (+0,343 Sekunden). Die Top Fünf komplettierte Jaxon Evans (NZ/Huber Racing): Dem Sieger des ersten Saisonrennens fehlten mit seinem Porsche 911 GT3 R rund vier Zehntelsekunden auf die Bestzeit.

Quelle: adac-motorsport

Drei Mercedes-AMG GT3 starten auf dem Hockenheimring ins ADAC GT Masters 2023

  • Internationale Deutsche GT-Meisterschaft beginnt am Wochenende in Hockenheim
  • Mercedes-AMG geht Saison 2023 als Titelverteidiger in der Fahrermeisterschaft an
  • Haupt Racing Team und Landgraf Motorsport melden zusammen drei Mercedes-AMG GT3

Drei Mercedes-AMG GT3 starten auf dem Hockenheimring ins ADAC GT Masters 2023
Foto: Mercedes-Motorsport

Das Motorsportjahr 2023 nimmt immer mehr Fahrt auf. Zwei einstündige Wertungsläufe auf dem Hockenheimring eröffnen am 10. und 11. Juni die inzwischen 17. Saison des ADAC GT Masters. Die auch als Internationale Deutsche GT-Meisterschaft bekannte Sprintserie, die im Gegensatz zur DTM einen Fahrerwechsel zur Rennhälfte vorschreibt, genießt bei Kundensportteams weltweit hohes Ansehen. Im vergangenen Jahr sicherte sich Performance Driver Raffaele Marciello (SUI) vom MANN-FILTER Team LANDGRAF vorzeitig die Fahrermeisterschaft. Und auch sonst konnte sich die Saisonbilanz der Customer Racing Teams sehen lassen: Insgesamt gewannen sie mit dem Mercedes-AMG GT3 sechs der 14 Rennen.

Rennkalender umfasst sechs Veranstaltungen in Deutschland und Österreich

Für die Saison 2023 sind zwei Wertungsläufe weniger vorgesehen. Nach dem Auftakt in Hockenheim geht es für die Teams weiter zum Norisring (8./9. Juli), eine Woche später zum Nürburgring (15./16. Juli) und im Anschluss an die Sommerpause zum Sachsenring (9./10. September). Es folgt mit dem fünften Rennwochenende auf dem Red Bull Ring (23./24. September) der einzige Halt außerhalb Deutschlands, bevor auf dem Hockenheimring (21./22. Oktober) das Saisonfinale steigt. Vier der sechs Veranstaltungen werden im Rahmen der DTM ausgetragen.

Mercedes-AMG Customer Racing wird von drei Mercedes-AMG GT3 repräsentiert

Um sportliche Überschneidungen der beiden Serien zu vermeiden, hat der ADAC im Winter die Ausrichtung des ADAC GT Masters verändert. 2023 muss jedes Fahrzeug mit mindestens einem Fahrer mit der FIA-Einstufung Silber oder Bronze besetzt werden. Titelverteidiger und Platin-Driver Raffaele Marciello tritt deshalb nicht mehr für Landgraf Motorsport an. Im Mercedes-AMG GT3 #84 nehmen dafür Salman Owega (GER) und Elias Seppänen (FIN) Platz. Der 18-jährige Owega absolvierte nach einigen Gaststarts 2021 im vergangenen Jahr seine erste volle Saison in der "Liga der Supersportwagen" und erreichte unter anderem einen vierten Platz am Sachsenring. Der nur ein Jahr ältere Seppänen fuhr bereits 2022 für das MANN-FILTER Team LANDGRAF. Sein bestes Ergebnis war ebenfalls ein vierter Platz. Die beiden Nachwuchspiloten möchten nun gemeinsam den nächsten Schritt machen und zusammen ihre ersten Podestplätze feiern.

Das Haupt Racing Team gibt 2023 mit zwei Mercedes-AMG GT3 sein Debüt im ADAC GT Masters. In der #2 wechseln sich Mercedes-AMG Junior Driver Ralf Aron (EST) und Alain Valente (SUI) ab. Wie für das Team, ist es auch für die beiden Piloten die erste Saison in der prestigeträchtigen GT3-Serie. Das zweite Fahrzeug mit der Startnummer 3 teilen sich vorerst Arjun Maini (IND) und Razvan Umbrarescu (ROU). Mercedes-AMG Junior Driver Arjun Maini ist als langjähriger DTM-Pilot ein geübter Sprintfahrer. Der routinierte Umbrarescu gehörte viele Jahre lang zum Teilnehmerfeld der GT World Challenge Europe und soll seine Erfahrung nun beim Seriendebüt des Haupt Racing Teams einbringen.

Samstag, 10. Juni 2023

Sieg im ersten ADAC GT Masters-Rennen: Huber Racing jubelt in Hockenheim

  • Rang eins für Huber Racing bei Premiere im ADAC GT Masters
  • Spannung bis zum Schluss: Filipino Eduardo Coseteng fährt mit Ben Green auf Rang zwei
  • BMW-Fahrer Coseteng siegt bei seinem Debüt in der Pirelli Junior-Wertung

Der Neuseeländer Jaxon Evans überquerte mit seinem Porsche 911 GT3 R als Erster die Ziellinie
Foto: ADAC-Motorsport

Spannender hätte der Auftakt in die 17. Saison des ADAC GT Masters kaum sein können. Der Neuseeländer Jaxon Evans und Tim Zimmermann aus Langenargen jubelten nach einem actionreichen Rennen über den Sieg am Hockenheimring. Das Porsche-Duo bescherte Teamchef Christoph Huber beim Debüt in der Serie den ersten Erfolg und holte auch den ersten Sieg des 911 GT3 R der Modellreihe 992 bei seinem Premiereneinsatz in der Serie. Evans strahlte im Anschluss beim Interview: „Ich bin überglücklich, dass ich unseren ersten Sieg im ADAC GT Masters feiern kann. Die Schlussphase war sehr wild und geprägt von vielen Duellen. Durch das entscheidende Überholmanöver konnte ich das alles hinter mir lassen und dem Sieg entgegenfahren. Tim hat im ersten Rennabschnitt eine gute Vorarbeit geleistet und die Reifen geschont, dadurch konnte ich am Ende nochmal voll angreifen.“ Eduardo Coseteng (Philippinen) und Ben Green (Großbritannien/beide Schubert Motorsport) im BMW M4 GT3 und Jannes Fittje/Nico Menzel (beide Huber Motorsport) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R komplettierten das Podium.

Bei Sonnenschein und Außentemperaturen von 29 Grad Celsius gingen die Piloten aus 15 Nationen auf dem 4,574 Kilometer langen Kurs in der Schwetzinger Hardt erstmals 2023 an den Start. Die Zuschauer auf den Tribünen des „Festival of Dreams“ sahen von Beginn an ein packendes Rennen. Pole-Setter Benjamin Hites behielt im Cockpit seines Lamborghini Huracán GT3 Evo2 einen kühlen Kopf und bog als Führender in die erste Kurve ein. Allerdings steuerte der Chilene nach einem Reifenschaden vorzeitig die Box an, die Chancen auf den Sieg waren dahin. Kim-Luis Schramm profitierte von dieser Situation und sammelte anschließend die ersten Führungskilometer für die Neueinsteiger von FK Performance Motorsport. Sein Teamkollege Igor Walilko lag nach dem Pflichtboxenstopp im BMW M4 GT3 des Bremer Rennstalls weiterhin auf Rang eins.

Eine Safety-Car-Phase in Runde 24 brachte nochmals zusätzliche Spannung. Nach dem Re-Start machten die Piloten weiterhin beste Werbung für das ADAC GT Masters und sorgten für eine unterhaltsame Schlussphase. Der Zweitplatzierte Evans überholte nach der Wiederaufnahme des Rennens mit seinem Porsche 911 GT3 R den bis dato Führenden Walilko und fuhr anschließend auf Rang eins über die Ziellinie. Das zweitplatzierte Schubert-Duo Eduardo Coseteng und Ben Green glänzte mit einer starken Aufholjagd. Coseteng ging von Rang acht in das einstündige Rennen und übergab beim Boxenstopp das Steuer auf Platz fünf. Green, zweifacher ADAC GT Masters-Rennsieger, knüpfte nahtlos an die Leistung an und setzte eine erfolgreiche Attacke nach der anderen. „Großes Kompliment an Eduardo, er zeigte ein starkes Debüt. Im Schlussspurt habe ich die ganze Power unseres BMW M4 GT3 genutzt und konnte dadurch nach den Kurven den Vorteil ausspielen. Ich bin sehr happy mit dem Ergebnis. Platz zwei ist ein super Saisonstart für das Team“, sagte der Zweitplatzierte Green.

Über den ersten Podiums-Erfolg mit Platz drei freute sich Huber Motorsport bei der Premiere im ADAC GT Masters. Die beiden Deutschen Jannes Fittje und Nico Menzel arbeiteten sich über 35 Runden von Startplatz fünf nach vorn. „Die Safety-Car-Phase spielte uns nicht in die Karten, dadurch mussten wir nochmal hart um unseren Platz kämpfen. In den letzten Runden ging es richtig heiß her. Ich habe dann auf der Außenseite des Motodroms meine Chance zum Überholen genutzt. Für das komplette Team war das definitiv ein Einstand nach Maß“, fasste Porsche-Pilot Menzel zusammen. Schramm und Walilko ordneten sich nach dem turbulenten Finale auf dem vierten Platz ein. Finn Gehrsitz und Sven Müller (Team Joos by RACEmotion) stellten den dritten Porsche 911 GT3 R unter den Top Fünf ab.


Benjamin Hites stellt neuen Qualifyingrekord auf

Das war ein ganz dickes Ausrufezeichen von Benjamin Hites. Mit 1:37,358 Minuten markierte der Chilene im Qualifying beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters eine neue Rekordrunde in Hockenheim und unterbot die sechs Jahre alte Bestmarke von Philipp Eng. Gleichzeitig freute sich der 24-Jährige über den Gewinn des Pirelli Pole Position Award. 

„Das Qualifying hat extrem viel Spaß gemacht, ich habe es genossen. Meine Pirelli-Reifen konnte ich ins optimale Temperaturfenster bringen. Dass ich den Pokal für die schnellste Runde mit nach Chile nehmen darf, macht mich sehr stolz. In Hockenheim ist das Überholen ziemlich schwierig, umso wichtiger ist die Pole-Position“, sagte der ADAC GT Masters-Debütant. Damit startet Hites gemeinsam mit Lamborghini-Werksfahrer Marco Mapelli von Rang eins. Tim Zimmermann komplettiert für das Porsche-Team Huber Racing die erste Startreihe. 

Bei strahlend blauem Himmel sowie einer Asphalttemperatur von rund 32 Grad um 9 Uhr morgens gingen die Piloten erstmals in der Saison 2023 auf Zeitenjagd. Es entwickelte sich ein spannender Kampf um die besten Startplätze für den ersten Lauf beim „Festival of Dreams“. Diesen entschied das GRT Grasser-Racing-Team letztlich für sich. In der Schlussphase der 20-minütigen Session musste der Pole-Setter allerdings nochmal zittern. Zimmermann fehlten mit seinem Porsche 911 GT3 R lediglich 0,022 Sekunden auf die Bestzeit. Die zweite Startreihe besetzten zwei Mercedes-AMG-Teams. Im Marken-Duell behielt Salman Owega (Landgraf Motorsport) die Oberhand und schlug Alain Valente (Haupt Racing Team). Jannes Fittje von Huber Motorsport fuhr mit einer halben Sekunde Rückstand auf den fünften Platz. 

Quelle: adac-motorsport.de

Freitag, 9. Juni 2023

Elias Seppänen eröffnet Saison mit Tagesbestzeit

Elias Seppänen (FIN) / Landgraf Motorsport / Mercedes-AMG GT3 Evo
Foto: ADAC-Motorsport

Perfekter ADAC GT Masters-Saisonstart für den Finnen Elias Seppänen. Der Pilot von Landgraf Motorsport fuhr am Freitag auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg mit 1:37,995 Minuten die schnellste Runde im Freien Training. Mit Huber Racing und dem Team Joos by RACEmotion beendeten zwei Porsche-Teams unter den Top Drei den ersten Tag. Jaxon Evans (+0,200 Sekunden) setzte sich im Marken-Duell gegen Sven Müller durch (+0,293 Sekunden). 

Bei sommerlichen Bedingungen mit bis zu 28 Grad Celsius startete das ADAC GT Masters mit Fahrern aus 15 Nationen beim „Festival of Dreams“ in die neue Saison. Zwei Trainingssessions standen auf dem Programm. Seppänen markierte schon am Vormittag mit seinem Mercedes-AMG GT3 Evo die Bestzeit. „Am Nachmittag war es rund sechs Grad Celsius wärmer als am Morgen. Dadurch bauen die Reifen schneller ab und ich konnte die Zeit nicht mehr verbessern. Das Momentum ist jetzt auf der Seite unseres Teams, das wollen wir für den Rest des Wochenendes nutzen. Es stärkt mein Selbstvertrauen, dass ich der schnellste Pilot war“, sagte Seppänen. 

Hinter Landgraf, Huber und Joos reihte sich FK Performance Motorsport auf Platz vier ein (+0,322 Sekunden). Der Rennstall aus Bremen feiert 2023 mit einem BMW M4 GT3 und den Piloten Kim-Luis Schramm und Igor Walilko seine Premiere im ADAC GT Masters. Fünfter wurde Ben Green (1:39,350 Minuten) für Schubert Motorsport.

Quelle: adac-motorsport.de