Donnerstag, 21. Oktober 2021

Engstler will die Titelentscheidung in Hockenheim

 Hochspannung in der ADAC TCR Germany

  •     Vorletztes Rennwochenende der Saison: Kann Engstler den Titel perfekt machen?
  •     Verfolger Fugel und Scalvini geben sich noch nicht geschlagen
  •     Mike Halder kehrt als Teamchef zurück - zwei Gäste ergänzen das Starterfeld

Luca Engstler will in Hockenheim den Titel hohlen
Foto: Jens Hawrda


Luca Engstler peilt die vorzeitige Titelentscheidung an, ein alter Bekannter kehrt in die ADAC TCR Germany zurück und zwei Starter ergänzen das Feld: Bei der vorletzten Station der ADAC TCR Germany an diesem Wochenende auf dem Hockenheimring (22. bis 24. Oktober) ist Hochspannung garantiert. „Das Ziel ist ganz klar, die Meisterschaft schon jetzt zu entscheiden“, kündigt Tabellenführer Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) an. 68 Punkte Vorsprung hat der Hyundai i30 N TCR-Fahrer aktuell vor Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) – Engstler muss Hockenheim mit mindestens 71 Punkten Vorsprung verlassen, um rechnerisch nicht mehr abzufangen zu sein. Maximal sind an einem Wochenende 70 Zähler zu holen (Zwei Pole Positions, zwei Siege). Beide Rennen sind am Samstag um 12.50 Uhr sowie am Sonntag ab 13.20 Uhr live bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen, NITRO zeigt Highlights am Sonntag ab 17.55 Uhr.

„Hockenheim ist eine Strecke, die mir großen Spaß macht. Jetzt gilt der volle Fokus dem Wochenende, ich muss mich auf mich konzentrieren, aber selbstverständlich spielen viele Faktoren eine Rolle“, sagt Engstler. Sein ärgster Verfolger Dominik Fugel weiß um die Schwere der Aufgabe – geschlagen geben will sich der 24-Jährige aber längst noch nicht. „Das letzte Rennwochenende auf dem Sachsenring hat uns als Team sehr gutgetan“, sagt er mit Blick auf die zwei Siege bei seinem Heimspiel Anfang Oktober: „Jetzt möchten wir natürlich auch in Hockenheim vorne dabei sein. Ich bin guter Dinge, dass uns das gelingt.“

Auch Eric Scalvini (26, Italien, Wimmer Werk Motorsport) hat mit einem Rückstand von 81 Zählern Chancen auf den Titel – und er hat bereits bewiesen, dass er mit seinem Cupra Leon Competición TCR auf dem Hockenheimring schnell unterwegs ist. Beim ADAC Racing Weekend Mitte September auf der Highspeedstrecke in Baden-Württemberg holte der Italiener einen Sieg und einen zweiten Platz. Entsprechend optimistisch geht Wimmer Werk Motorsport die Rückkehr an die Stätte des Erfolgs an. „Ich erwarte mir, dass wir diesmal wieder ganz vorne bei der Musik dabei sind“, sagt Teamchef Felix Wimmer: „Ich denke, dass Eric die Topleute rund um den Weltklassepiloten Luca Engstler wieder voll fordern kann.“

Vorne mitmischen möchte auch Rückkehrer Mike Halder. Der frühere Vizemeister greift zwar nicht selbst auf der Strecke an, dafür gibt es nun sein Comeback als Teamchef von Halder Motorsport. Am Steuer des Honda Civic TCR wird Szymon Ladniak (18, Polen) sitzen, der damit bereits mit dem dritten unterschiedlichen TCR-Wagen an den Start geht. Nachdem sein VW Golf GTI TCR beim Rennwochenende auf dem Lausitzring beschädigt wurde, war er zu Beginn des Monats auf dem Sachsenring im Cupra unterwegs – nun folgt der Wechsel zu Honda.

Sportlich bleibt der Anspruch, „das Maximum herauszuholen und das bestmögliche Ergebnis einzufahren“, bekräftigt Mike Halder. Die Vorbereitungen laufen bereits auf vollen Touren. „Ich habe viel Erfahrung mit dem Honda generell, aber auch mit den Reifen von Yokohama“, so Halder: „Ich möchte Szymon natürlich so gut es geht unterstützen und meine Erfahrungen mit ihm teilen. Wo wir stehen, werden die Trainings genauer zeigen.“

In der Honda Junior Challenge möchte Nico Gruber (20, Österreich, Hyundai Team Engstler) den letzten Schritt zum Titel machen und dem Hyundai Team Engstler damit den bereits zweiten Erfolg in diesem Jahr bescheren. Auf dem Sachsenring hatte Roland Hertner (62, Heilbronn) bereits die Meisterschaft in der Trophy-Wertung perfekt gemacht. Auch in der Teamwertung führen die Engstlers, sie könnten an diesem Wochenende somit den Sieg in allen Klassen deutlich näherkommen.

Aus Spanien stößt zudem bei dieser Veranstaltung das RC2 Junior Team dazu, die Gaststarter Ruben Fernández Gil (43, Spanien) und Sergio Lopez Bolotin (Venezuela) werden am Steuer der Cupra Leon Competición sitzen.

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Vettel startet in der ADAC GT4 Germany

  •  Debüt von Fabian Vettel in der ADAC GT4 Germany in Hockenheim
  •  Ohne Lenksäule unterwegs: Vettel fährt mit Space Drive
  •  Im Porsche 718 Cayman teilt er sich das Steuer mit Tim Heinemann

Fabian Vettel beim ADAC GT_Masters in Most 2019
Foto: Jens Hawrda


Prominenter Neuzugang im Rekordfeld der ADAC GT4 Germany am Wochenende (22. bis 24. Oktober) in Hockenheim: Fabian Vettel (22, Heppenheim) startet erstmals in der Serie im Rahmen der Deutschen GT-Meisterschaft und teilt sich einen Porsche 718 Cayman mit Tim Heinemann (23, Fichtenberg). Der Bruder des vierfachen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel ist in Hockenheim in einem Porsche ohne Lenksäule unterwegs: Das Fahrzeug ist mit dem Space Drive-System von Schaeffler Paravan ausgestattet und kommt ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Lenkgetriebe aus. Zuschauer können Vettel in Hockenheim anfeuern: Sowohl auf den Tribünen als auch im Fahrerlager sind Fans herzlich willkommen. Tickets gibt es für ADAC Mitglieder auf adac.de/motorsport bereits ab 22,50 Euro (Nicht-Mitglieder 25 Euro), Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag live bei TVNOW und auf adac.de/motorsport übertragen. Der Fernsehsender NITRO zeigt am Sonntag ab 17.55 Uhr die Highlights im Free-TV.

In Hockenheim stellt sich Vettel harter Konkurrenz: Mit mehr als 30 Sportwagen von acht Marken ist das Feld so stark besetzt wie nie zuvor: „Meine Vorfreude ist groß, endlich wieder im Cockpit zu sitzen. Der Hockenheimring und die GT4 Germany sind eine großartige Kombination und Herausforderung“, blickt Vettel auf den Gaststart voraus. „Ich durfte Steer-by-Wire bereits testen. Bereits nach wenigen Lenkbewegungen hatte ich volles Vertrauen, da alles so weitergegeben wurde, wie ich es wollte.“

Für Vettel ist der Start in der ADAC GT4 Germany eine Rückkehr auf die ADAC Motorsport-Plattform. Bereits 2019 war er in einem Mercedes-AMG GT3 im ADAC GT Masters unterwegs und konnte in dem starken Feld auch auf das Podium fahren. Dass der von W&S Motorsport eingesetzte Porsche mit dem Space Drive-System schnell ist, stellte Teamkollege Heinemann zuletzt auf dem Sachsenring unter Beweis, als er die Pole-Position gewann und das Sonntagsrennen lange anführte. Heinemann wird im Badischen viele Kilometer sammeln, da er zusätzlich sein Debüt in der Deutschen GT-Meisterschaft gibt und dort einen Aston Martin Vantage GT3 pilotiert.

Roland Arnold, CEO der Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG: „Nach den Erfolgen am Sachsenring freuen wir uns auch an diesem ADAC GT4 Germany Wochenende wieder mit einer hochkarätigen Fahrerpaarung an den Start gehen zu können. Der GT4 ist ein deutlich seriennäheres Fahrzeug als der GT3 und ein wichtiger Baustein in unserem Entwicklungsprogramm „from Track to Road“. Die gewonnenen Kenntnisse in der Saison konnten wir bereits optimal umsetzen und so wichtige Daten für die weitere Entwicklung des Systems sowie auch mit Blick auf das autonome Fahren generieren. Wir betrachten die Entwicklung in diesem Bereich ganzheitlich.“

W&S Motorsport setzt auf dem Hockenheimring erstmals einen zweiten Porsche ein, der von Luca Arnold (18/Pfronstetten-Aichelau) und Lokalmatador Marvin Dienst (24/Lampertheim) gesteuert wird. „Mit einer solch starken Besatzung reisen wir selbstbewusst nach Hockenheim und hoffen, dass wir top Resultate erzielen werden. Dass wir es können, haben wir beim letzten Gaststart sicherlich mit der Pole-Position und zahlreichen Führungskilometern in der heiß umkämpften Serie bewiesen“, erklärt Teamchef Daniel Schellhaas.

DTM 2022 - Ticketvorverkauf startet

DTM 2022 mit überarbeiteter, familienfreundlicher Preisstruktur und sensationellen Early-Bird-Rabatten

  •     Tickets für Portimão, Lausitzring, Nürburgring, Red Bull Ring und Hockenheim
  •     Exklusive Erlebnisse: Paddock und Pitwalk zu günstigen Tarifen hinzubuchbar
  •     DTM für die ganze Familie: Flatrate für Kinder und Jugendliche
  •     Early-Bird-Angebote: All-Inclusive-Pakete zum Hammerpreis im Oktober

Die DTM 2022 hautnah erleben - auf der Tribüne, im Fahrerlager und beim Pitwalk © DTM


Die DTM hautnah! Wie einzigartig das Erlebnis der spektakulären GT-Rennwagen und Weltklassepiloten von den Tribünen sowie im Fahrerlager und beim Pitwalk ist, haben die hoch spannenden Rennen der abgelaufenen Saison deutlich gemacht. Die fulminante Fortsetzung folgt 2022. Ab sofort startet der Vorverkauf für die kommende Saison. Tickets für die DTM gibt es künftig zum unschlagbaren Grundpreis, und die exklusiven Erlebnisse Paddock-Zugang und Pitwalk können zum günstigen Tarif hinzugebucht werden. So hat der Fan zu jeder Zeit maximale Flexibilität und Sicherheit.

Die DTM wird noch familienfreundlicher: Bei fast allen Rennen werden mit der neuen Jugend-Flatrate für alle Tage und Kategorien Familien deutlich entlastet. Heißt: Zum sehr günstigen Preis – in der Regel 10 Euro – kommen Jugendliche bis 14 Jahre zur DTM, Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt und erleben das abwechslungsreiche Programm inklusive DTM Trophy, DTM Classic und Markenpokal-Rennen – vom Fan Village-Erlebnis inklusive Bühnenprogramm ganz abgesehen. Für den Vorverkaufsstart gelten besondere Early-Bird-Angebote. Für einige Veranstaltungen werden bis Ende Oktober sogar besonders günstige All-Inclusive-Pakete zum Hammerpreis angeboten, die nochmals bis zu 30% günstiger sind. Der Weg zu den Tickets ist ganz einfach: Der DTM-Ticket-Shop (tickets.dtm.com) ist nur einen Klick entfernt, alternativ genügt ein Anruf bei der DTM-Ticket-Hotline (01806 991166). Vielfältige Informationen und aktuelle News rund um die DTM liefert die Website DTM.com.

Mit dem Start des Vorverkaufs werden Tickets für die DTM-Rennwochenenden auf den Rennstrecken Portimão in Portugal (29. April-1. Mai), DEKRA Lausitzring Turn 1 (20.-22. Mai), Nürburgring (26.-28. August), Red Bull Ring in Österreich (23.-25. September) und Hockenheimring (7.-9. Oktober) verfügbar sein. Karten für Norisring (1.-3. Juli) und Spa-Francorchamps in Belgien (9.-11. September) kommen zu einem späteren Zeitpunkt in den Verkauf. Der Vorverkauf für die weiteren, noch nicht bestätigten Events startet ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt.

All-Inclusive-Pakete bis 31. Oktober bis zu 30 Prozent günstiger und absolut familienfreundlich

Ein echter Hammer für jeden DTM-Fan sind die All-Inclusive-Pakete bei einigen Rennen, die es so nur noch im Oktober zu reservieren gibt: Bis zu 30 Prozent beträgt die Vergünstigung. Neben dem Wochenendticket, das grundsätzlich immer auch den Freitag beinhaltet, ist der Zugang zum Paddock und Pitwalk bereits inklusive. Und als Weihnachtsbonus gibt es das Ganze als wertiges Fanticket mit DTM-Lanyard. Das Paket ist in ausgewählten Kategorien bereits ab 59 Euro und für Jugendliche (7 bis einschließlich 14 Jahre) als Flatrate bereits ab 7,50 Euro erhältlich.

Immer noch bis zu 20 Prozent Vergünstigung bescheren die Early-Bird-Angebote, bei denen Paddock und Pitwalk Zugang sowie das Fan-Ticket mit DTM-Lanyard jeweils zugebucht werden können. Die bei nahezu allen Rennen gültige Flatrate für Jugendliche (7 bis einschließlich 14 Jahre) kostet als Early-Bird-Ticket lediglich 8 Euro, ganz egal ob für einen Tag oder direkt alle drei Tage.

Kinder unter 7 Jahren haben in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person freien Eintritt.
 

Der vorläufige Rennkalender der DTM 2022:

1.     Autódromo Internacional do Algarve (POR), 29. April - 01. Mai 2022
2.     DEKRA Lausitzring Turn 1 (GER), 20.-22. Mai 2022
3.     TBA Europa, 03.-05. Juni 2022
4.     TBA Europa , 17.-19. Juni 2022
5.     Norisring (GER), 01.-03. Juli 2022
6.     Nürburgring (GER), 26.-28. August 2022
7.     Circuit de Spa-Francorchamps (BEL), 09.-11. September 2022
8.     Red Bull Ring (AUT), 23.-25. September 2022
9.     Hockenheimring (GER), 07.-09. Oktober 2022*

* vorbehaltlich Termin-Bestätigung

Dienstag, 19. Oktober 2021

Zakspeed setzt auch 2022 auf das ADAC GT Masters

  •     Traditionsteam bleibt fester Bestandteil des ADAC GT Masters
  •     Rennstall setzt auch 2022 zwei Mercedes-AMG GT3 Evo ein
  •     Zwei Mercedes-AMG GT4 sind zudem in der ADAC GT4 Germany geplant

Zakspeed auch 2022 im ADAC GT-Masters
Foto: Jens Hawrda


Einer der erfolgreichsten und renommiertesten Rennställe Deutschlands ist auch 2022 fester Bestandteil des ADAC GT Masters: Das Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing wird auch im kommenden Jahr mit zwei Mercedes-AMG GT3 Evo an der Serie teilnehmen und auch weiterhin zwei Mercedes-AMG GT4 in der ADAC GT4 Germany einsetzen. Vor dem vorletzten Rennwochenende der Deutschen GT-Meisterschaft am Wochenende in Hockenheim (22.–24. Oktober) liegt Zakspeed noch aussichtsreich im Titelrennen: Nach zwei Siegen in den letzten drei Rennen sind Igor Waliłko (24/PL) und Ex-Champion Jules Gounon (26/F) Tabellenfünfte.

„Es ist schön, schon vor dem Saisonende die Pläne für das kommende Jahr bekannt geben zu können. Wir sind bereits 2009 erstmals im ADAC GT Masters gestartet und freuen uns, dass die Serie weiterhin fester Bestandteil unseres GT-Programms ist“, sagt Teamchef Peter Zakowski. „In diesem Rahmen bleiben wir natürlich auch der ADAC GT4 Germany erhalten.“

Formel 1, Deutsche Rennsport-Meisterschaft, IMSA-Serie in den USA, FIA GT, DTM, V8-Star, STW und ADAC GT Masters: Die Liste der Rennserien, an der das 1968 gegründete Team schon teilgenommen hat, ist mehr als beeindruckend. 22 Titel und knapp 500 Rennsiege hat der Traditionstrennstall aus Niederzissen, der zwischen 1985 und 1989 auch in der Formel 1 startete, bisher eingefahren. Im ADAC GT Masters setzt der Rennstall seit 2014 auf Fahrzeuge von Mercedes-AMG, bereits im Folgejahr holte Zakspeed mit Sebastian Asch und Luca Ludwig den Fahrertitel.

Neben dem ADAC GT Masters wird Zakspeed auch wieder in der ADAC GT4 Germany antreten und weiterhin zwei Mercedes-AMG GT4 an den Start bringen. Vor den letzten beiden Saisonläufen liegen dort Jan Marschalkowski (18/Inning) und Théo Nouet (18/F) nach drei Saisonsiegen auf dem zweiten Gesamtrang. Nouet führt zudem klar in der Junior-Wertung. Daneben wird der Rennstall seine Aktivitäten auf europäischer Ebene mit einem Programm in der GT4 European Series ausbauen.

Wer die insgesamt vier Mercedes-AMG in den beiden ADAC Rennserien im Jahr 2022 pilotieren wird, gibt Zakspeed zu einem späteren Zeitpunkt bekannt.


Montag, 18. Oktober 2021

Heißer Titelkampf: Endspurt der Deutschen GT-Meisterschaft in Hockenheim

  •  Audi-Duo Feller und Mies mit zwei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze
  •  Comeback von Aston Martin im ADAC GT Masters
  •  Fans auf den Tribünen und im Fahrerlager willkommen

Foto: Jens Hawrda


Knapper geht es kaum: Gerade einmal zwei Punkte beträgt in der Deutschen GT-Meisterschaft vor dem vorletzten Rennwochenende der Saison der Vorsprung der Tabellenführer Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (31/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport). In Hockenheim am kommenden Wochenende (22.–24. Oktober) spitzt sich der Titelkampf weiter zu. Die Fans können sich auf ein packendes Rennwochenende freuen, bei dem auch erstmals wieder Aston Martin mit dem Vantage GT3 am Start ist und noch mehr Abwechslung in das knapp 30 Supersportwagen große Feld bringt. Fans können die Rennen auf den Tribünen und im offenen und fanfreundlichen Fahrerlager verfolgen. Tickets für das Rennwochenende gibt es online im Vorverkauf unter adac.de/motorsport. Das Tagesticket kostet für ADAC Mitglieder ab 22,50 Euro (für Nicht-Mitglieder 25 Euro), Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag ab 16 Uhr live bei NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos und ohne Registrierung bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

Die Favoriten

Der Vorsprung der Tabellenführer Feller/Mies schmolz zuletzt kräftig zusammen. Die Tabellenzweiten Luca Stolz (26/Brachbach) und Maro Engel (36/Monte Carlo, beide Mercedes-AMG Team Toksport WRT) liegen inzwischen fast gleichauf mit dem Audi-Duo. Nach fünf zweiten Plätzen in den vergangenen sechs Rennen haben die beiden Mercedes-AMG-Werksfahrer den lang ersehnten Sieg und die Tabellenführung im Visier. Keine einfache Aufgabe, denn der Mercedes-AMG GT3 ist in Hockenheim im ADAC GT Masters noch ohne Sieg. Audi kann hingegen auf eine andere Bilanz zurückblicken, mit acht Siegen ist Audi dort die erfolgreichste Marke. Mit Saisonsieg Nummer drei haben Titelverteidiger und Vorjahres-Hockenheimsieger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) sowie Ex-Meister Mathieu Jaminet (26/F) im Porsche 911 GT3 R von SSR Performance zuletzt ihre Titelambitionen untermauert. Mercedes-AMG hat mit den auf den Gesamträngen vier und fünf liegenden Raffaele Marciello (26/I)/Maximilian Buhk (28/Hamburg, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) und Igor Waliłko (24/PL)/Jules Gounon (26/F, beide Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing) noch zwei weitere schnelle Teams im Titelrennen. Hoffnungen auf den Sieg in Hockenheim machen sich die Lamborghini-Werksfahrer und Tabellensechsten Mirko Bortolotti (31/I) und Albert Costa Balboa (31/E, beide GRT Grasser Racing Team). Dem Huracán GT3 liegt die Strecke, dort fuhr Lamborghini im Jahr 2019 den vorerst letzten Sieg im ADAC GT Masters ein.

Die Strecke

Hockenheim ist Highspeed und im ADAC GT Masters Garant für spannende Rennen. Der ehemalige Formel-1-Kurs ist die längste und die zweitschnellste Strecke im Kalender. Vor der engen Spitzkehre nach der Parabolika steht der Tacho bei 270 km/h, dem höchsten Topspeed der gesamten Saison. Da halten Fahrer und Fans nicht nur in der Startrunde die Luft an.

Die Lokalmatadore

Markus Winkelhock steht wohl in der wichtigsten Woche seines Lebens: Am Sonntag gewann er zusammen mit den Ex-Champions Christopher Haase und Patric Niederhauser für Audi die 8 Stunden von Indianapolis. Noch wichtiger dürfte für den ehemaligen Formel-1-Fahrer aber ein Termin in dieser Woche vor seinem Heimspiel sein, denn seine Partnerin erwartet den ersten gemeinsamen Nachwuchs. Im ADAC GT Masters tritt er dann am Wochenende mit Florian Spengler (33/Ellwangen) im R8 LMS von Car Collection Motorsport an. Die beiden Schwaben präsentierten sich zuletzt bereits stark und fuhren am Sachsenring zum besten Saisonergebnis. Auf ein Heimspiel freut sich auch Porsche-Fahrer David Jahn (30, Team Joos Sportwagentechnik), 2016 Sieger auf dem 4,574 Kilometer langen Kurs, aus dem nahe gelegenen Speyer. Audi-Sport-Pilot Dennis Marschall (25/Eggenstein) tritt in Baden genauso auf heimischem Terrain an wie sein Rennstall Rutronik Racing aus Remchingen. Ebenfalls auf ein Fahrzeug mit vier Ringen setzt Serienneuling und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Luca-Sandro Trefz (19/Wüstenrot, Montaplast by Land-Motorsport). Ein Heimrennen ist Hockenheim auch für Callaway Competition aus Leingarten bei Heilbronn, die den US-Dampfhammer C7 GT3-R in Hockenheim entwickelt haben. Einmal gewonnen hat bei seinem Heimspiel bisher das Küs Team Bernhard von Sportwagen-Star Timo Bernhard, das unter anderem mit Titelverteidiger und Vorjahressieger Christian Engelhart (34/Starnberg) antritt.

Die Fans

Für die Fans gibt es in Hockenheim auf den Tribünen und im offenen, fanfreundlichen Fahrerlager ein volles Programm: Audi zeigt den neuen R8 LMS evo II und den TCR-Rennwagen RS 3 LMS für die Saison 2022, BMW stellt seinen neuen M4 GT3 aus und Toyota, die erstmals in der ADAC GT4 Germany antreten, zeigt den GR Supra GT4. Ein Pflichtprogramm für die Fans sind die „Meet the Drivers“-Autogrammstunde (Samstag, 11.50 Uhr) sowie die populären Pitwalks (Samstag, 11.10 Uhr und Sonntag, 10.50 Uhr). Während der Open Pitlane am Samstagabend (ab 17.45 Uhr) können die Zuschauer das Online-Magazin „PS on Air – Der Ravenol ADAC GT Masters-Talk“ live verfolgen (20 Uhr). Spannende Einblicke in die Boxengasse ermöglicht die eBay Box, aus der am Sonntag zudem die neueste Folge von „ADAC GT Masters Backstage“ gesendet wird. Spektakuläre Aussichten auf die Rennstrecke ermöglicht der rund neun Meter hohe eBay Tower. Ein Anlaufpunkt für ADAC Mitglieder im Fahrerlager ist die ADAC Vorteilswelt Lounge. Dort erhalten Clubmitglieder kostenlos Kaffee von Vorteilsweltpartner Eni, können ihr Handy aufladen oder im kostenlosen WLAN surfen. Zudem gibt es Informationen über das umfangreiche Angebot der ADAC Vorteilswelt.

Das Rahmenprogramm

Spektakulär ist das Rahmenprogramm in Hockenheim: Die ADAC GT4 Germany startet mit einem Rekordfeld und 33 Fahrzeugen von acht Marken – und auch in der ADAC TCR Germany gibt es Zuwachs und ein attraktives Feld von rund 20 Tourenwagen. Die Nachwuchstalente der ADAC Formel 4 sorgen stets für viel Action und eine Titelentscheidung fällt bereits im Porsche Carrera Cup Deutschland: Der Markenpokal trägt in Hockenheim sein Finale aus.

Stimmen vor dem Rennwochenende

Ricardo Feller (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS): 

„Unsere Titelchancen sind auf jeden Fall da, aber es wird nicht einfach. Mein persönliches Ziel ist es, in Hockenheim zweimal in die Top 5 zu fahren und solide Punkte zu sammeln. Die Strecke liegt dem Audi gut, die R8 waren dort in der Vergangenheit immer ganz gut. Ich habe jedoch ein wenig Kopfschmerzen wegen der Mercedes-AMG, denn diese schätze ich dort sehr stark ein. Da die Strecke nicht weit von der Schweiz entfernt ist, sind dort immer viele Freunde, Gäste und auch die Familie vor Ort. Das motiviert mich zusätzlich. Ich reise deswegen immer sehr gerne zum ADAC GT Masters-Lauf in Hockenheim.“

Luca Stolz (Mercedes-AMG-Team Toksport WRT, Mercedes-AMG GT3 Evo): 

„Wir wurden von vielen im Titelkampf schon abgeschrieben und jetzt sind wir wieder Tabellenzweite. Aber wir schauen immer noch von Rennen zu Rennen, dass wir gut performen und die Qualifyings stimmen. Wir wollen wieder um das Podium fahren, auch wenn hier nicht das beste Pflaster für Mercedes-AMG ist. Porsche ist dort meistens stark, Audi ist immer gut vertreten und die Corvette wird sich in Bestform zeigen. Aber es kann alles passieren. Wenn es ein nasses Rennen wird, werden die Karten sowieso neu gemischt. Ich hoffe, dass viele Fans kommen. Dann wird es ein gutes Wochenende.“

Albert Costa Balboa (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3 Evo): 

„Nach unserem Pech und meinem Fehler beim Start zum zweiten Rennen am Sachsenring wird es für uns im Titelkampf nicht einfach. Aber nichts ist unmöglich, denn es werden noch insgesamt 112 Punkte vergeben und unser Rückstand beträgt 31 Zähler. Wir geben nicht auf. Hockenheim ist ein guter Kurs für uns. Wir hatten schon im vergangenen Jahr dort ein gutes Auto, in diesem Jahr sollte es noch besser sein. Ich bin sehr motiviert und möchte Mirko und dem Team etwas zurückgeben, um unsere Titelchancen bis zum Finale zu wahren. Ich mag Hockenheim, die Strecke ist großartig und es kommen immer viele Fans.“