Sonntag, 16. Februar 2020

Turbulenter Tag für Audi bei der Formel E in Mexiko

  • Daniel Abt wenige Stunden nach schwerem Trainingsunfall wieder im Cockpit
  • Lucas di Grassi fährt von Startplatz 15 auf Rang sechs nach vorn
  • Kundenteam Envision Virgin Racing nach starkem Qualifying ohne Punkte
Daniel Abt, Audi e-tron FE06 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Nach drei Siegen in Folge musste sich Audi Sport ABT Schaeffler beim Formel-E-Rennen in Mexiko-Stadt 2020 mit Platz sechs für Lucas di Grassi begnügen. Dass Teamkollege Daniel Abt nach einem schweren Trainingsunfall an den Start gehen konnte, verdankte er einer starken Teamleistung.

2018 hatte Daniel Abt im Autódromo Hermanos Rodríguez seinen ersten Sieg in der Formel E gefeiert. Dieses Mal schien der Renntag für den Deutschen schon um 8 Uhr morgens beendet: Wegen eines technischen Problems prallte Abt im ersten freien Training am Ende einer Geraden gegen die Streckenbegrenzung. „Das war der heftigste Aufprall meiner Karriere“, sagte Abt, der vorsorglich mit einem Hubschrauber zu Untersuchungen in ein Krankenhaus geflogen wurde. „Ich bin froh, dass die Autos so sicher sind und ich den heutigen Tag relativ unbeschadet überstanden habe. Es war eine tolle Leistung meiner Crew, das Auto überhaupt wieder rennfertig zu bekommen. Aber natürlich war klar, dass es von fast ganz hinten und praktisch ohne Training ein sehr schwieriges Rennen für mich werden würde. Jetzt geht es darum, bis Marrakesch wieder richtig fit zu werden.“

Lucas di Grassi kämpfte sich in einem weiteren spektakulären Formel-E-Rennen vor einer traumhaften Zuschauerkulisse vom 15. Startplatz auf Rang sechs nach vorn. Damit verteidigte der Brasilianer seinen fünften Platz in der Fahrerwertung der Elektrorennserie. „Das war ein hartes Rennen“, sagte di Grassi. „Obwohl wir gute Punkte gesammelt haben, bin ich nicht 100 Prozent glücklich. Wir waren im Rennen nicht schnell genug, um noch weiter nach vorne zu kommen. Wir müssen hart arbeiten, um im Qualifying, aber auch im Rennen stärker zu werden.“

„Das war ein turbulenter Tag für uns“, sagte Teamchef Allan McNish. „Für Daniel begann er mit dem Unfall auf eine denkbar schlechte Art und Weise und für Lucas mit dem schwierigen Qualifying auch nicht besonders gut. Aber wir haben uns noch wichtige Punkte erkämpft. Dass Lucas von Startplatz 15 auf Rang sechs nach vorn gekommen ist, hält ihn im Titelkampf. Dass Daniel überhaupt starten konnte, war eine tolle Teamleistung. Es war kein einfacher Tag für uns, aber wir fokussieren uns schon jetzt voll auf das nächste Rennen in Marrakesch.“

Enttäuschend endete der E-Prix in Mexiko-Stadt für das Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing. Nach einer starken Leistung im Qualifying mit den Startplätzen fünf und sechs blieb das Team im Rennen ohne Punkte. Sam Bird hatte ein Podiumsergebnis vor Augen, als er in einem intensiven Zweikampf kurz vor Rennende von der Strecke rutschte. Robin Frijns lag ebenfalls in der Spitzengruppe, ehe er unverschuldet in eine Kollision verwickelt wurde und aus den Punkterängen herausfiel.

Samstag, 15. Februar 2020

Audi zieht positives Fazit nach Testfahrten in Italien

Mike Rockenfeller
Foto: Jens Hawrda
Auf der italienischen Rennstrecke von Vallelunga hat die DTM-Mannschaft der Vier Ringe mit dem Audi RS 5 DTM vom 12. bis 14. Februar weitere Testkilometer gesammelt. Bei dem dreitägigen Rennstreckeneinsatz teilten sich die beiden DTM-Champions René Rast und Mike Rockenfeller die Arbeit im Testauto. Bei überwiegend optimalen Streckenbedingungen absolvierten die beiden Audi-Werksfahrer insgesamt 1.842 Testkilometer. Audi nutzte die 451 gefahrenen Runden auf dem Autodromo Vallelunga Piero Taruffi unter anderem dazu, mit dem Testträger des Meisterautos aus dem Vorjahr Detailarbeiten in den Bereichen Fahrzeugabstimmung und Fahrbarkeit zu erproben. „Es war ein sehr positiver Test für Audi. Wir konnten erneut viele Testkilometer abspulen und werden nun die Daten und die gewonnenen Erkenntnisse genau analysieren, um uns bestmöglich auf die neue Saison vorzubereiten“, sagte DTM-Projektleiter Andreas Roos. Neben Audi nahm auch BMW an dem gemeinsamen Herstellertest auf der 30 Kilometer nördlich von Rom gelegenen Rennstrecke teil. In vier Wochen findet in Monza vom 15. bis 18. März der abschließende DTM-Test statt, bevor am 25./26. April mit den Saisonauftaktrennen in Zolder für Audi die Punktejagd für das Projekt „Titelverteidigung“ startet.

Freitag, 14. Februar 2020

BMW M Motorsport absolviert mit dem BMW M4 DTM in Vallelunga ein intensives Testprogramm

BMW Testträger in Vallelunga
Foto: BMW-Motorsport
Die Vorbereitungen von BMW M Motorsport für die DTM-Saison 2020 laufen auf Hochtouren. Diese Woche kehrte der BMW M4 DTM bei einem Test mit drei Tests in Vallelunga, Italien, auf die Strecke zurück. In Aktion waren die Fahrer Philipp Eng (AUT) und Timo Glock (GER), die von Mittwoch bis Freitag ein intensives Testprogramm absolvierten.

Das überwiegend sonnige Wetter sorgte während der drei Tage auf der Rennstrecke nördlich von Rom für nahezu konstant gute Bedingungen. Dadurch konnte BMW M Motorsport alle mit dem modifizierten BMW M4 DTM geplanten Testpunkte durcharbeiten. Verschiedene technische Ideen für die kommende Saison wurden in mehreren kurzen und langen Läufen bewertet. Insgesamt legten Eng und Glock 460 Runden zurück - das sind 1.851 Testkilometer.

Zu ihnen nach Italien gesellten sich die beiden Neuzugänge im BMW Werksteam für die DTM 2020, Lucas Auer (AUT) und Jonathan Aberdein (RSA). An den Testtagen lernten sie das Team und die Prozesse bei BMW M Motorsport kennen. Der nächste Test ist für den 16. bis 18. März in Monza (ITA) geplant. Bei diesem offiziellen ITR-Test werden alle BMW DTM-Fahrer im Einsatz sein. Die Eröffnungsrunde der Saison findet vom 24. bis 26. April in Zolder (BEL) statt.

Die Piloten zum Test in Vallelunga: 

Philipp Eng: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Test. Es war großartig zu spüren, wie viel positive Energie im Team steckt und wie viel harte Arbeit im Winter geleistet wurde. Jeder ist voll motiviert. Das gibt mir als Fahrer ein extrem gutes Gefühl. Auf der Strecke haben wir bestätigt, dass wir alles umsetzen konnten, was wir uns vorgenommen hatten. Das Auto ist wirklich sehr einfach zu fahren. Wir haben einen weiteren Schritt nach vorne gemacht und ich freue mich jetzt auf den nächsten Test in Monza. “

Timo Glock: „Es war sehr schön, nach der langen Pause wieder im Auto zu sein. Als ich am ersten Morgen im Fahrerlager ankam, wurde mir klar, dass dies mein 20. Jahr im Motorsport ist, wenn ich die Kartjahre abziehe. Und ich habe immer noch Schmetterlinge im Bauch, wenn ich durch das Fahrerlager gehe, und freue mich darauf, mich ans Steuer eines Rennwagens zu setzen. In den ersten Runden hatte ich ein breites Lächeln im Gesicht. Ich habe es wirklich genossen. Das Auto fühlte sich gut an und wir konnten einige Punkte auf unserer Liste durcharbeiten. Es war ein positiver Test und wir müssen jetzt sicherstellen, dass wir alles andere in Monza regeln und uns weiterhin gut auf die Saison vorbereiten. “

Lucas Auer: „Es war ein sehr interessanter Test für mich. Ich habe alle Prozesse bei BMW gesehen, alle im Team kennengelernt und natürlich auch beobachtet, was Philipp und Timo auf der Strecke vorhatten. Ich freue mich jetzt sehr auf Monza, wo ich selbst am Steuer der BMW M4 DTM sitzen werde. “

Jonathan Aberdein: „Es war großartig, in Vallelunga zu sein und sich auf die DTM-Saison 2020 vorzubereiten. Meine Aufgabe bei diesem Test war es, zuzuschauen, das Team kennenzulernen und zu lernen, wie alles funktioniert und läuft. Es war für mich wertvoll, diese Informationen zu sammeln. Jetzt kann ich es kaum erwarten, mich beim nächsten Test in Monza selbst ans Steuer des BMW M4 DTM zu setzen. “

Donnerstag, 13. Februar 2020

Walkenhorst Motorsport startet in der DTM Trophy 2020

  • Renommiertes BMW-Kundenteam bringt zwei M4 an den Start
  • Brite Ben Tuck als Fahrer bestätigt
  • Einheitliche Startzeiten, stets im Anschluss an die DTM-Rennen
  • Das renommierte BMW-Kundenteam Walkenhorst Motorsport hat die Teilnahme mit zwei Fahrzeugen an der diesjährigen DTM Trophy angekündigt.
Foto: Walkenhorst-Motorsport

Das deutsche Team, das mit dem Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Spa 2018 den bisher größten Erfolg feierte, wird in der Premierensaison der Rennserie zwei BMW M4 an den Start bringen. Der erste Fahrerplatz ist bereits vergeben: Ben Tuck, Walkenhorst Motorsport-Junior, wird die komplette Saison bestreiten. Der 22-Jährige wurde 2018 Vizemeister der GT4-Klasse in der britischen GT-Meisterschaft und wurde vom British Racing Drivers’ Club für 2020 als „Rising Star“ ausgezeichnet.

Darüber hat die ITR GmbH als Ausrichterin der DTM Trophy angekündigt, dass die Serie an den sechs Rennwochenenden 2020 ein attraktives Zeitfenster erhält. Für alle Rennen mit Ausnahme des Samstagsrennens auf dem Norisring wurde 15:15 Uhr als Startzeit bestätigt. Damit startet die DTM Trophy stets unmittelbar nach der DTM, was die größtmögliche Aufmerksamkeit im gut gefüllten Programm der DTM-Rennwochenenden garantiert.

Die Saison der DTM Trophy beginnt im belgischen Zolder (24.–26. April), das Saisonfinale findet auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (2.–4. Oktober) statt.

„Wir sind sehr erfreut, dass wir mit der Teilnahme an der DTM Trophy unser Programm für 2020 erweitern können“, sagt Walkenhorst Motorsport-Teammanager Niclas Königbauer. „Rennen im Rahmen der DTM mit prall gefüllten Tribünen und gut besuchten Fahrerlagern stellen für Walkenhorst eine großartige Chance dar. Mit Ben haben wir ein richtig junges Talent, der bereits sein außergewöhnliches Können im GT-Sport gezeigt hat. Die Entwicklung von jungen Fahrern ist für uns ein wichtiges Anliegen. Daher wird auch der zweite Platz an einen jungen Fahrer gehen, der dazu auch finanzielle Unterstützung seitens des Teams erhalten wird. Für uns ist es wichtig, dass wir bei unserer ersten Teilnahme an einer Serie mit Sprintrennen gut abschneiden.“

„Seit Saisonanfang 2019 bin ich ein Teil von Walkenhorst Motorsport“, sagt Tuck. „Zusammen haben wir die VLN-Meisterschaft bestritten. Natürlich freue ich mich, durch die Teilnahme an der diesjährigen DTM Trophy meine Zusammenarbeit mit Walkenhorst und mit BMW fortsetzen zu können. Ich bin davon überzeugt, dass Walkenhorst die Erfahrung und die Hingabe mitbringt, um die Saison zum Erfolg zu machen. Ich bin zuversichtlich, dass wir zusammen stark sein werden. Im BMW M4 fühle ich mich als Fahrer bereits total wohl. Die Einsätze im Rahmenprogramm der DTM auf einigen der legendärsten und beliebtesten Strecken Europas stellen sowohl eine enorme Herausforderung als auch einen großen Kick dar. Ich freue mich unheimlich darauf!“

„Die Teilnahme eines Teams mit der Größenordnung und der Erfahrung von Walkenhorst Motorsport unterstreicht einmal mehr die Anziehungskraft der DTM Trophy“, ergänzt Frederic Elsner, Director Event des DTM-Vermarkters ITR. „Wir freuen uns wirklich sehr, ein sehr prominentes BMW-Kundenteam im Starterfeld zu haben. Darüber hinaus zeigt die Bekanntgabe der Startzeiten, welchen Stellenwert wir der Serie beimessen, indem wir die größtmögliche Aufmerksamkeit gewährleisten. Es ist in der DTM Trophy eine Menge los und wir können es alle kaum erwarten, bis es endlich losgeht!“

Toksport WRT will mit Maro Engel und Luca Stolz um Titel kämpfen

  • Erste komplette ADAC GT Masters-Saison für Rennstall aus der Eifel 
  • Maro Engel und Luca Stolz pilotieren Mercedes-AMG GT3 Evo 
  • Toksport WRT überzeugte 2019 bei Gaststarts mit Podestplätzen 
Foto: ADAC-Motorsport

Toksport WRT greift 2020 im ADAC GT Masters an: Nach erfolgreichen Gasteinsätzen im vergangenen Jahr steht der Rennstall aus der Eifel jetzt vor seiner ersten kompletten Saison in der Serie. Mit dem früheren DTM-Fahrer und FIA-GT-Weltcup-Sieger Maro Engel (34/Monte-Carlo) sowie ADAC GT Masters-Laufsieger Luca Stolz (24/Brachbach) als Piloten des Mercedes-AMG GT3 Evo setzt das Team auf bekannte Kräfte. Als Ziel für die vom 24. bis 26. April in Oschersleben beginnende Saison gibt der Rennstall den Titelgewinn aus. 

"Wir freuen uns, Maro und Luca als Fahrer verkünden zu können", so Teamchef Emre Buyukbayrak. "Ihre Erfahrung und ihre Professionalität werden ohne Zweifel unserer Mannschaft helfen - auf und neben der Strecke. Wir sind mit unserem zusammengestellten Team sehr zufrieden und wollen ab dem ersten Rennen vorn dabei sein." 

Dass dies möglich ist, zeigte Toksport WRT bereits bei seinen Gastauftritten im vergangenen Jahr. Engel und Stolz fuhren bei den vier Starts in Zandvoort und auf dem Nürburgring einen zweiten und einen dritten Rang ein. Daher fühlt sich das in Quiddelbach in der Nähe vom Nürburgring ansässige Team gut gerüstet, auf Anhieb um den Titel zu fahren. "Nach den Gaststarts 2019 wollten wir unbedingt eine komplette Saison im ADAC GT Masters bestreiten", so Buyukbayrak, dessen Team auch im Rallyesport erfolgreich ist und 2019 mit Chris Ingram die Europameisterschaft gewonnen hat. "Das Niveau der Serie ist eines der höchsten im GT3-Sport weltweit, daher freuen wir uns, dabei zu sein. Wir können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht." 

Das Fahrerduo Engel und Stolz ist ein eingespieltes Team. Seit mehreren Jahren teilen sie sich ein Cockpit und feierten seitdem vor allem bei internationalen Langstreckenrennen Erfolge. "Ich freue mich darauf, mit Toksport WRT und Luca jetzt eine komplette Saison im ADAC GT Masters zu absolvieren", sagt Maro Engel. "Ich weiß, dass das ganze Team hoch motiviert ist. Wir werden uns bestmöglich vorbereiten, um an unsere Ergebnisse vom vergangenen Jahr anzuknüpfen und eine starke Rolle in dieser hart umkämpften Meisterschaft zu spielen." 

Teamkollege Luca Stolz ergänzt: "Wir wissen, dass das ADAC GT Masters eine harte und sehr ausgeglichene Rennserie ist. Unsere Vorbereitungen laufen gut und ich freue mich auf den Saisonauftakt in Oschersleben." 

Wie 2019 setzt Toksport WRT einen Mercedes-AMG GT3 ein, der für die bevorstehende Saison das neue Evo-Paket erhält. Emre Buyukbayrak: "Nachdem wir 2019 als Kundenteam mit Mercedes-AMG zusammengearbeitet haben, sind wir glücklich, die Kooperation fortsetzen und sogar ausbauen zu können."