Samstag, 18. Januar 2020

Piro Sports steigt mit Ginetta in die ADAC GT4 Germany ein

  • ADAC GT4 Germany wird 2020 um eine weitere Marke bereichert
  • Mit Cedric Piro und Robin Falkenbach steht das Fahrer-Duo bereits fest
  • Piro Sports peilt zudem Gaststarts mit zweitem Fahrzeug an
Piro Sports setzt die Ginetta G55 GT4 ein
Foto: ADAC-Motorsport

Die ADAC GT4 Germany wird 2020 um eine weitere Marke reicher. Nachdem 2019 bereits Fahrzeuge von Aston Martin, Audi, BMW, KTM, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche an den Rennen der ADAC-Serie teilnahmen, ist in der anstehenden Saison auch eine Ginetta am Start. Eingesetzt wird das G55 GT4 getaufte Modell vom saarländischen Rennstall Piro Sports. "Unsere Familie liebt alles Britische und hat somit auch eine ganz besondere Beziehung zu englischen Automobilen. Da fiel die Entscheidung leicht, auf die Ginetta zu setzen", erklärt Teamchef Erwin Piro den Hintergrund zur Fahrzeugwahl.

Die Ginetta G55 GT4 wird von einem V6-Saugmotor angetrieben, der über einen Hubraum von 3,7 Litern verfügt und rund 380 PS leistet. Das Fahrzeug wiegt in der Grundkonfiguration 1085 Kilogramm. "Wir haben im letzten Herbst zwei gebrauchte Ginetta erworben und sind damit sehr zufrieden. Schon bei unserem Rollout konnten wir 50 problemfreie Runden abspulen. Das stimmt uns zuversichtlich für die Saison. Die Ginetta wurde als echtes Rennauto entwickelt, hat aber dennoch einen recht konservativen Charakter", stellt Piro das britische GT4-Modell näher vor.

Auch die Fahrerpaarung steht bei Piro Sports bereits fest. Angeführt wird das Duo von Cedric Piro, dem Sohn von Teamchef Erwin Piro. Er startete bis 2017 in der ADAC Formel 4 und wechselte 2018 in den europäischen Tourenwagen-Bereich. Nach einer Rennpause 2019 möchte er im GT4-Sport nun wieder richtig Vollgas geben. Sein Teamkollege ist Robin Falkenbach, der aus dem Kartsport aufsteigt. "Beide sind derzeit am studieren und durch all die Klausuren zeitlich natürlich sehr eingebunden. Dennoch sind sie hochmotiviert, die Doppelbelastung aus Universität und Motorsport stemmen zu können", so Piro weiter, dessen Team sich für die Saison der ADAC GT4 Germany viel vorgenommen hat. "Unsere zwei Fahrer haben ein enormes Potenzial. Somit ist es unser Ziel, regelmäßig in die Top Zehn zu fahren."

Denkbar sind bei Piro Sports auch Gasteinsätze mit der zweiten Ginetta. "Wir planen, damit ab und zu einen Gaststart in der ADAC GT4 Germany zu bestreiten. Wenn die ersten beiden Rennwochenenden einmal absolviert sind, werden wir diesbezüglich sicherlich ein klareres Bild haben."

In der Vergangenheit war Piro Sports in der ADAC Formel 4 aktiv, die Rückkehr auf die ADAC GT Masters-Plattform und die Entscheidung für die ADAC GT4 Germany fiel dem Team leicht. "Wir haben die Serie letztes Jahr natürlich detailliert analysiert. Das Gesamtpaket passt einfach", stellt Piro klar. Saisonstart der ADAC GT4 Germany ist vom 24. bis 26. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Die Rennen der ADAC werden auch 2020 wieder von SPORT1 oder SPORT1+ live im Fernsehen übertragen.

WRT-Teamchef Vincent Vosse: "Wir lieben Herausforderungen"

  • Belgier freut sich auf das ADAC GT Masters
  • W Racing Team startet erstmals in der "Liga der Supersportwagen"
  • Rennstall setzt zwei Audi R8 LMS ein
WRT-Teamchef Vincent Vosse
Foto: Foto: ADAC-Motorsport

Wenn am 24. April in Oschersleben die neue Saison des ADAC GT Masters beginnt, feiert mit dem W Racing Team (WRT) eines der erfolgreichsten internationalen GT-Teams seine Premiere in der "Liga der Supersportwagen". Teamchef Vincent Vosse gibt einen ersten Ausblick auf das neue Programm der belgischen Mannschaft.

Vor gerade einmal zehn Jahren, im September 2009, wurde das W Racing Team gegründet. Seitdem hat sich die Mannschaft aus Baudour zu einem der führenden Teams im GT-Sport entwickelt. So gewann der Rennstall die 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps und auf dem Nürburgring sowie in Dubai und in Zolder. Zudem gewann WRT den FIA-GT-Weltcup und weitere nationale und internationale Rennen und Meisterschaften wie die 12 Stunden von Bathurst und Sepang und die 10 Stunden von Suzuka. In dieser Saison feiert das Team mit zwei Audi R8 LMS seinen Einstand im ADAC GT Masters. Für Teamchef Vincent Vosse ein logischer Schritt: "Wir wollten schon vor zwei Jahren in die Serie einsteigen, aber jetzt hat es endlich geklappt. Das ADAC GT Masters ist eine großartige Meisterschaft. Es ist sehr hart umkämpft und für Hersteller wie Audi sehr wichtig. Wir lieben Herausforderungen."

Was die Ziele angeht, hält sich Vosse zurück. "Wir wollen stolz auf unsere Leistungen sein und unser Bestes geben. Es gibt eigentlich keinen Grund, warum wir nicht auf Augenhöhe mit den anderen Audi-Teams kämpfen können. Natürlich ist das ADAC GT Masters keine einfache Serie. Wir werden sehen, was am Ende herausspringt."

Als größte Herausforderung für sein Team sieht Vosse das Thema Reifen. "Jede Meisterschaft hat ihre Besonderheiten. In den bisherigen GT-Serien, in denen wir gestartet sind, gab es Reifenwärmer. Diese sind im ADAC GT Masters nicht erlaubt. Daher ist es wichtig zu lernen, wie man die Reifen optimal aufwärmt, damit man die beste Leistung abrufen kann." Um für die Einsätze in der "Liga der Supersportwagen" bestens gerüstet zu sein, setzt WRT nicht nur auf bewährte Kräfte. "Wir haben ein paar neue Leute ins Team geholt, die schon im ADAC GT Masters gearbeitet haben."

Wer die beiden Audi R8 LMS pilotieren wird, steht noch nicht fest. "Wir führen noch Gespräche", so Vosse, der hofft, 2020 bei möglichst vielen Rennen selbst vor Ort zu sein. "Wir haben bei WRT zum Glück ein sehr umfangreiches Programm. Oft mit vielen parallelen Einsätzen an einem Rennwochenende. Aber ich freue mich auf das ADAC GT Masters."

Donnerstag, 16. Januar 2020

Team GT startet 2020 in der DTM Trophy

  • McLaren-Kundenteam erstmals im DTM-Rahmenprogramm
  • Sechs Rennwochenenden zwischen April und Oktober
  • 150.000 Euro: Attraktiver Preisgeld-Topf für die Top 3 der DTM Trophy
Foto: dtm.com

Team GT bringt eine legendäre Rennsport-Marke ins DTM-Rahmenprogramm. Die in München ansässige Mannschaft wird mit zwei GT-Sport-Versionen des McLaren 570S in der DTM Trophy 2020 an den Start gehen.

„Wir freuen uns sehr, das Team GT in der DTM Trophy begrüßen zu dürfen“, sagt Frederic Elsner, Director Event beim DTM-Vermarkter ITR. „Die beiden McLaren sind spektakuläre und leistungsstarke Rennfahrzeuge, die bei Motorsport-Fans sehr gut ankommen werden. Außerdem ist die Mannschaft um Teamchef Bernhard Laber eine eingespielte Truppe, die junge Talente fördert und optimal auf deren Karrierewegen begleitet. Dieser Ansatz passt perfekt zur Ausrichtung der DTM Trophy.“

„Die Teilnahme an der DTM Trophy ist für uns der richtige Schritt“, sagt Teamchef Laber. „Das Konzept der ITR hat uns von Anfang an überzeugt: Sprintrennen ohne Fahrerwechsel, das professionelle DTM-Umfeld, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Vermarktungskompetenz der ITR – das passt. Die DTM Trophy bietet im DTM-Rahmenprogramm attraktive Start- und Fahrtzeiten. Das ist für uns als Team, das junge Talente fördert, ein ganz wichtiger Punkt. Nicht zuletzt daran erkennt man, welch hohen Stellenwert die DTM Trophy auf der DTM-Plattform genießt. Zwar können wir im Moment noch nicht verraten, wer unsere beiden McLaren fahren wird, aber wir können sagen, dass wir eine hochattraktive Fahrerpaarung aufbieten werden. Mehr dazu in Kürze.“

Einschreibung für interessierte Teams eröffnet

Die DTM Trophy für seriennahe GT-Rennfahrzeuge mit Heckantrieb startet 2020 an sechs Wochenenden im Rahmenprogramm der DTM. Ähnlich wie in der DTM wird es in der Serie pro Rennwochenende freitags zwei freie Trainings geben sowie am Samstag und Sonntag jeweils ein 20-minütiges Qualifikationstraining und ein Rennen über 30 Minuten. Fahrerwechsel gibt es nicht.

Interessierte Teams können sich seit dem 6. November offiziell bei der ITR einschreiben. Ende der Einschreibungsfrist ist der 11. März 2020. An die Top 3 der Gesamtwertung werden nach Saisonende insgesamt 150.000 Euro an Preisgeld ausgeschüttet. Der beste Junior-Pilot qualifiziert sich zudem für eine Testfahrt in einem DTM-Auto.

Die Einschreibegebühr beträgt 23.000 Euro zzgl. USt. pro Teilnehmer – wobei neben den Hankook-Reifen auch der Kraftstoff den Teilnehmern bei allen offiziellen Veranstaltungen der DTM Trophy kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Das gilt nicht nur für alle Rennwochenenden im Rahmenprogramm der DTM 2020, sondern würde auch mögliche, durch die ITR ausgerichtete Testfahrten vor Saisonbeginn umfassen. Weitere Informationen zur Einschreibung gibt es unter https://www.dtm.com/de/dtm-trophy.

DTM Trophy bei sechs von zehn DTM-Events im Rahmenprogramm

Zur Teilnahme an der DTM Trophy sind Fahrer und Teams mit seriennahen GT-Rennfahrzeugen der FIA-Gruppen E2-SH und E2-SC aller Hersteller berechtigt. Nahezu jede im Motorsport vertretene Marke verfügt in ihrem Portfolio über ein entsprechendes, zwischen 400 und 500 PS starkes GT-Auto, allen voran die in der DTM vertretenen Hersteller Audi, BMW und Aston Martin, aber auch Marken wie McLaren, Mercedes-AMG, Porsche, Ford, Chevrolet, Lotus, Jaguar, Toyota und Nissan.

In ihrer Debütsaison wird die DTM Trophy an sechs Rennwochenenden im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen: Zolder (24.–26. April), Lausitzring (15.–17. Mai), Anderstorp (12.–14. Juni), Norisring (10.–12. Juli), Nürburgring (11.–13. September) und Hockenheimring (2.–4. Oktober). Anfang Januar war der Rennkalender von der ITR angepasst worden, um eine Terminüberschneidung mit der GT4 European Series der SRO zu vermeiden. Die DTM-Dachorganisation reagierte damit auf eine Anregung der Rennteams, um allen Beteiligten Planungssicherheit zu bieten.

Stimmen der Mercedes-Piloten vor dem E-Prix in Santiago

Stoffel Vandoorne, Nyck de Vries
Foto: Mercedes-Motorsport
Stoffel Vandoorne:

„Hinter uns liegt eine recht lange Pause seit den ersten beiden Saisonrennen in Saudi-Arabien. Es fühlt sich fast so an, als ob sie schon vor einer kleinen Ewigkeit gewesen wären. Deshalb freue ich mich riesig darauf, endlich wieder Rennen zu fahren. Santiago wird eine enorme Herausforderung für uns. Im vergangenen Jahr war es dort extrem heiß und diesmal dürfte es genauso sein. Es ist eines der härtesten Rennen der Saison, gerade mit Blick auf den Umgang mit der Hitze. Dadurch werden die Fahrer, die Autos und die Batterien sehr stark belastet. Ich hoffe, dass wir an diesem Wochenende an unsere Leistung aus Diriyah anknüpfen können. Das war ein fantastisches Debüt für unser Team.“

Nyck de Vries:

„Zum Auftakt des Jahres geht es für uns zum zweiten Rennwochenende der Saison nach Santiago. Wir hatten seit dem Saisonstart in Diriyah eine kleine Pause, wobei ich es lieber gehabt hätte, wenn diese nicht ganz so lang gewesen wäre. Ich hatte das Gefühl, dass wir für Saudi-Arabien gut vorbereitet waren und ein gutes Wochenende hatten. Deshalb hätte ich gerne weiter gemacht und direkt daran angeknüpft. Gleichzeitig war es aber auch schön, mich nach einem anstrengenden Jahr ein bisschen zu erholen. Jetzt möchte ich den Schwung des guten Auftaktwochenendes in den Rest der Saison mitnehmen. Uns ist bewusst, welche Herausforderungen uns erwarten und wie stark die Konkurrenz ist. Deshalb gehen wir es Schritt für Schritt an und bleiben mit beiden Füßen fest auf dem Boden. Wir konzentrieren uns auf unsere Aufgaben und lassen uns von dem positiven Beginn nicht verleiten.”

Mittwoch, 15. Januar 2020

Mercedes-Benz EQ Formel E Team reist hochmotiviert zum heißesten Rennen der Saison

Das Mercedes-Benz EQ Formel E Team setzt seine Debütsaison in der ABB FIA Formel E Meisterschaft beim dritten Saisonlauf in Santiago fort
Foto: Mercedes-Motorsport
  • Neuer Streckenverlauf und hohe Temperaturen: der Antofagasta Minerals Santiago E-Prix 2020 stellt das Team vor neue Herausforderungen
  • Ian James: „Unser Debüt in der Formel E hat dem Team einen enormen Motivationsschub verschafft.”
  • Stoffel Vandoorne: „Santiago ist eines der härtesten Rennen der Saison, gerade mit Blick auf den Umgang mit der Hitze.”
  • Nyck de Vries: „Wir konzentrieren uns auf unsere Aufgaben und lassen uns von dem positiven Beginn nicht verleiten.”


Das zweite Rennwochenende in der noch jungen Teamgeschichte führt das Mercedes-Benz EQ Formel E Team am kommenden Wochenende zum Santiago E-Prix nach Chile.

Die chilenische Hauptstadt ist seit der Saison vier Bestandteil des Rennkalenders und somit in diesem Jahr zum dritten Mal Austragungsort eines E-Prix. Nachdem das Debüt im Februar 2018 noch auf einer Strecke am Parque Forestal stattgefunden hat, treten die Teams seit dem Vorjahr auf einem Kurs im Parque O’Higgins an.

Für die dritte Ausgabe in diesem Jahr wurde die Strecke in allen Sektoren erheblich umgebaut und leicht verkürzt. In diesem Zuge wurde unter anderem die Schikane entfernt. Insgesamt erwarten die Piloten elf Kurven, darunter acht Links- sowie drei Rechtskurven. Die neue Streckenlänge beträgt 2,287 km, der Vollgasanteil beträgt 50%. Der geänderte Streckenverlauf sollte zudem zu den höchsten Topspeeds der Saison führen.

Besondere Beachtung kommt in Santiago den erwarteten hohen Temperaturen zu, die bereits in der vergangenen Saison für eine riesige Herausforderung sorgten. Während des Rennens erreichten die Luft- und die Streckentemperatur im Vorjahr Spitzenwerte von knapp 38°C respektive mehr als 46°C. Damit war Santiago 2019 der bislang heißeste E-Prix in der Geschichte der Formel E.

Nach den unerwarteten Erfolgen beim Saisonstart in Diriyah reist das Mercedes-Benz EQ Formel E Team als Führender in der Teamwertung zum dritten Saisonrennen nach Chile. Nach zwei von 14 Saisonläufen belegen die Fahrer Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries die Plätze zwei und neun in der Fahrerwertung. Der Start zum Santiago E-Prix erfolgt am kommenden Samstag, 18. Januar um 16:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr MEZ).