Mittwoch, 15. Januar 2020

BMW i Andretti Motorsport vor dem Santiago E-Prix

Der Santiago E-Prix (CHI) am kommenden Wochenende ist das erste Rennen des Jahres 2020 in der ABB FIA Formel E-Meisterschaft. Alexander Sims (GBR) reist nach seinem Sieg und zwei Pole-Positionen in Diriyah (KSA) an die Spitze der Fahrerwertung nach Chile. 
BMW i Andretti Motorsport, BMW iFE.20, Maximilian Günther, Alexander Sims
Foto: BMW-Motorsport

Alexander Sims (# 27 BMW iFE.20):

„Die Pause nach Diriyah hat mir sehr gut getan und ich fühle mich erholt, als ich in Santiago ins Rennen ging und bereit für die Herausforderung bin. Natürlich fahre ich nicht nach Santiago, weil ich denke, dass ich automatisch die Pole Position und den Sieg wieder erhalte, aber ich bin ehrgeizig genug, um einen weiteren Sieg anzustreben. Das BMW i Andretti Motorsport Team war in Saison 5 sowohl in Diriyah als auch in Santiago stark. Ich hoffe, dass wir diesmal wieder dasselbe schaffen. Alle Fahrer müssen zuerst das neue Streckenlayout verinnerlichen. Das Training im Simulator hat mir schon sehr geholfen. Die Tatsache, dass ich zum ersten Mal in der Qualifikationsgruppe 1 antreten muss, ist eine Herausforderung, aber ich hoffe, dass wir gut zurechtkommen und ein weiteres starkes Ergebnis erzielen können. “


Maximilian Günther (# 28 BMW iFE.20):

„Nach der langen Pause habe ich mehr als nur meine Batterien aufgeladen, und ich kann es kaum erwarten, wieder auf die Strecke zu kommen. Ich hatte in der letzten Saison viel Spaß in Santiago und hoffe, dass das neue Layout der Strecke genauso cool ist, um weiterzufahren. Besonders mit meiner Leistung im zweiten Rennen in Diriyah war ich sehr zufrieden. Mein Tempo war vielversprechend, auch wenn wir am Ende keine Punkte gesammelt haben. Dies gibt uns allen noch mehr Motivation, in Santiago noch besser zu werden. Die Chemie im Team ist hervorragend. Ich fühle mich sehr zu Hause. "

Montag, 13. Januar 2020

Formel E startet in Santiago ins neue Jahr

  • Audi-Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi wollen in Chile Pokale holen
  • Audi Sport ABT Schaeffler nach 60 Formel-E-Rennen erfolgreichstes Team
  • Teamchef Allan McNish: „Wollen Schwung aus Riad mitnehmen

Daniel Abt, Audi e-tron FE06 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Die Weihnachtspause ist vorbei: Am kommenden Samstag (18. Januar) startet die Formel E zu ihrem dritten von insgesamt 14 Saisonrennen in Santiago de Chile. Nach einem ersten Pokal am Auftaktwochenende der rein elektrischen Rennserie im November nimmt das Team Audi Sport ABT Schaeffler mit seinen beiden Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi wieder das Podium ins Visier.

Austragungsort am Samstagnachmittag ist wie im Vorjahr der 2,287 Kilometer lange Kurs im Parque O'Higgins, der südlich des Stadtzentrums liegt. Die Strecke wurde in einigen Bereichen neu gestaltet, die Boxengasse verlegt und eine Schikane entfernt. In der vergangenen Saison erlebten Fahrer, Teams und Fans mit 37 Grad die bis heute höchste Temperatur während eines Formel-E-Rennens.

„Wir alle haben unsere Akkus über die Feiertage aufgeladen und freuen uns, dass die Saison jetzt endlich weitergeht. Den Schwung aus Riad wollen wir natürlich mit ins neue Jahr nehmen“, sagt Teamchef Allan McNish. „Im Vorjahr waren wir stark in Santiago: Lucas ist die schnellste Runde in der Super Pole gefahren und Daniel stand auf dem Podium. Aber jetzt sind die Voraussetzungen anders, denn das Streckenlayout hat sich geändert. Was das bedeutet, werden wir trotz aller Simulationen erst nach dem ersten freien Training genau wissen.“

Für Audi Sport ABT Schaeffler war es im Vorjahr ein E-Prix mit gemischten Emotionen. Daniel Abt sicherte sich mit dem dritten Rang den ersten Podiumsplatz der Saison 2018/19 und fuhr außerdem die schnellste Runde. Lucas di Grassi erlebte einen gebrauchten Renntag: klare Bestzeit im der Super Pole, Strafversetzung von der Pole-Position auf den letzten Startplatz, Aufholjagd zurück in die Punkte, Kollision mit anschließender Zeitstrafe – keine Punkte. 

Die Erinnerungen des Brasilianers an Santiago sind trotzdem positiv: „In der vergangenen Saison war ich in der Super Pole mit einer halben Sekunde Vorsprung Schnellster. Jeder in unserer Mannschaft ist hoch motiviert und möchte unbedingt mit einem guten Ergebnis in das neue Jahr starten. Spätestens seit dem Podiumsplatz in Riad wissen wir, dass wir mit dem e-tron FE06 auch in dieser Saison ein Auto haben, mit dem wir um Siege fahren können.“

Teamkollege Daniel Abt würde den Erfolg aus dem Vorjahr am liebsten wiederholen. Mindestens. „Ich bin heiß auf Santiago und froh, dass ich endlich wieder im Rennauto sitze“, sagt der 27 Jahre alte Deutsche. „Auch, wenn der Auftakt in Riad nicht leicht war, hat er doch noch mehr Lust auf die neue Saison gemacht. Schön, dass es jetzt in den nächsten Monaten Schlag auf Schlag geht. Jeder im Team hatte Zeit, die ersten beiden Rennen zu analysieren und an allen Details zu arbeiten. Für diese harte Arbeit wollen wir uns jetzt belohnen.“

Das Rennen in Santiago startet Samstag um 16 Uhr Ortszeit (20 Uhr MEZ) und ist der 61. E-Prix in der noch jungen Formel-E-Geschichte. Audi Sport ABT Schaeffler führt mit 41 Podiumsplätzen und 1.127 Punkten die Bestenliste an. Der Lauf geht wie gewohnt über 45 Minuten plus eine Runde. Die ARD zeigt den Lauf im Livestream unter www.daserste.de. Wie immer überträgt auch Eurosport live. Alle internationalen Sender inklusive Sendezeiten sind online unter www.fiaformulae.com zu finden. Audi berichtet unter dem Namen AudiSport auf Twitter, Facebook und Instagram von der Formel E und aus Santiago.

Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler geht auch das Kundenteam Envision Virgin Racing mit dem von Audi und Technologiepartner Schaeffler entwickelten e-tron FE06 auf Punktejagd. Sam Bird und Robin Frijns liegen nach den ersten beiden Rennen in der Teamwertung auf Platz zwei.

Mittwoch, 8. Januar 2020

IDM Superbike: Marc Moser startet 2020 für MGM Racing auf der neuen Yamaha R1

Marc Moser , Yamaha R1-M (#32)
Foto: Jens Hawrda
Marc Moser hat Anfang Dezember einen Vertrag für die Saison 2020 bei MGM Racing unterschrieben. Marc Moser hatte die Saison 2019 bei MGM Racing Performance als bester Yamaha-Fahrer in der IDM Superbike 1000 beendete. Er stand vier mal auf dem Podium und wurde Gesamt-Sechster in der Königsklasse.

Moser wird ins Team Bonovo action by MGM Racing integriert. Seine Kollegen in der Superbike-Klasse sind Jonas Folger und Max Weihe. Den prominenten Ex-Grand Prix-Piloten kennt Moser mehr als die Hälfte seines Lebens. Folger und Moser sind als Kinder in der ADAC Mini Bike-Meisterschaft gegeneinander gefahren, wobei schon damals ersichtlich war, dass Folger ein Ausnahmetalent ist.

Moser wird wie seine Kollegen auf der neuen Yamaha YZF-R1 starten. Ihre Kennzeichen: aggressive Frontverkleidung, verbesserte Aerodynamik, bessere Elektronik, stärkerer Motor, neu entwickelte Schlepphebel und Nockenprofile für optimierten Ventilhub, modifizierter Ansaugtrakt mit neu gestaltetem Zylinderkopf. „Ich denke, das Motorrad ist konkurrenzfähig“, meint Moser und fügt hinzu: „Marvin Fritz ist sie schon gefahren und er hat uns als Gastfahrer beim Finale in Hockenheim schon mit dem alten Modell gezeigt, was damit geht.“

Samstag, 4. Januar 2020

Julian Puffe startet 2020 für das HRP-Team in der IDM-Superbike

Julian Puffe startet 2020 mit Honda in der IDM-Superbike
Foto: Jens Hawrda
Schon lange vor Weihnachten war klar, das Julian Puffe trotz des Vize-Titels in der IDM Superbike 1000 seinen Platz im Team alpha Racing-Van Zon-BMW verloren hat. Werner Daemen macht mit dem zweifachen IDM Superbike 1000-Champion Ilya Mikhalchik weiter und verpflichtet Vladimir Leonov sowie den Rookie Tim Eby neu für sein Team.

Für Puffe war zum Saisonende 2019 einiges schief gelaufen. Nach seinem Verlust der Führung in der IDM Superbike 1000-Gesamtwertung war der S1000 RR-Pilot von Stürzen und technischen Defekten verfolgt. Am Ende wurde er mit 115 Punkten Rückstand auf seinen Teamkollegen Ilya Mikhalchik Vizemeister.

Puffe, der 2019 zwei IDM Superbike 1000-Siege und sechs weitere Podiumsplatzierungen holte, versucht nun alles, um in ein anderes Team zu rutschen.

Dann hat es aber für Puffe doch noch geklappt, Julian Puffe hat Mitte Dezember bei Teamchef Jens Holzhauer einen Vertrag für die Saison 2020 in der IDM Superbike 1000 unterschrieben. Der Vizemeister von 2019 wird zusammen mit seinen Teamkollegen Alex Polita im Team Holzhauer Racing Promotion die nagelneue Honda CBR 1000 RR-R pilotieren.

Die Stimmung im Team und vor allem bei Julian Puffe ist in Erwartung der neuen Saison fantastisch, fährt man dan doch mit der neuen Honda mit 217 PS und viel MotoGP Technologie an Bord. Die Motorräder werden voraussichtlich Anfang Januar 2020 zu Holzhauers Firmensitz in Wittenberge geliefert. Im Februar und März soll dann viel getestet werden. 

Freitag, 3. Januar 2020

Zahlen, Daten und Fakten zur ADAC TCR Germany 2019

  • Champion Hesse mit vier Saisonsiegen
  • 133.800 Zuschauer bei den sieben Veranstaltungen vor Ort
  • Michelle Halder gewinnt als erste Frau ein Rennen in der ADAC TCR Germany
Foto: Jens Hawrda
Die vierte Saison der ADAC TCR Germany war spannend und umkämpft – Champion Max Hesse (18, Wernau, Hyundai Team Engstler), Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing), Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International) und Mike Halder (23, Meßkirch, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) waren die dominanten Fahrer in diesem Jahr.

Das Quartett punktete in allen 14 Saisonrennen und sorgte für ein packendes Finish am Sachsenring. Unterdessen gelang Michelle Halder (20, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) als erster Frau ein Sieg in der ADAC TCR Germany. 

Weitere spannende Zahlen und Fakten der ADAC TCR Germany 2019

Alte Hasen - Newcomer: Insgesamt gingen in dieser Saison 36 Fahrer aus 13 Nationen an den Start - erstmals waren Fahrer aus Belgien, Marokko und Malaysia mit dabei. 19 Piloten sicherten sich in der ADAC TCR Germany-Saison 2019 Punkte. 

Enge Kiste: Nur zweimal wechselte während der Saison der Spitzenreiter. Nach Honda-Pilot Mike Halder übernahm Antti Buri im Audi das Ruder. Max Hesse im Hyundai übernahm die Spitzenposition nach dem vorletzten Rennwochenende in Hockenheim und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. 

Viele Fans vor Ort: Die ADAC TCR Germany erfreut sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit. Insgesamt 133.800 Zuschauer waren bei den sieben Veranstaltungen in dieser Saison vor Ort.

Speedy Gonzales: Hari Proczyk im Hyundai fuhr dreimal und damit am häufigsten die schnellste Runde. Ebenfalls schnell unterwegs waren Mike Halder, Antti Buri und Dominik Fugel, denen jeweils zweimal die schnellste Runde eines Rennens gelang.

Konstanz: Das Führungsquartett Hesse, Proczyk, Buri und Halder punktete in jedem Rennen – 14-mal. Am häufigsten auf dem Podium stand Champion Max Hesse, der viermal siegte und insgesamt neun Podiumsplatzierungen einfuhr. Antti Buri siegte dreimal – immer bei den Sonntagsrennen der ersten drei Rennwochenenden. Auf dem Podium stand der Finne achtmal und damit ebenso häufig wie der Österreicher Hari Proczyk, der zwei Rennsiege holte – davon einen bei seinem Heimrennen auf dem Red Bull Ring.

Präsenz: Die ADAC TCR Germany war in 260 TV-Sendungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu sehen. Insgesamt beläuft sich die Sendedauer auf 66 Stunden. Weltweit zeigten 23 Sender in 116 Territorien die ADAC TCR Germany.
Markenvielfalt: Insgesamt sieben Marken waren in dieser Saison am Start, Motorsportfans bekamen die 350 PS starken Tourenwagen Audi RS3 LMS, Cupra TCR, Honda Civic TCR, Hyundai i30 N TCR, Lada Vesta TCR, Opel Astra TCR und VW Golf GTI TCR zu sehen. Der Lada stieß erst in Zandvoort dazu, damals setzte Lubner Motorsport erstmals den Vesta TCR ein.

Schnelle Geschwister I, II und III: Mike und Michelle Halder waren 2019 nur eines von drei schnellen Geschwisterpärchen der ADAC TCR Germany. Mit insgesamt sieben Podiumsplatzierungen führen die beiden aus Meßkirch die inoffizielle Familienwertung klar vor dem Chemnitzer Brüderpaar Dominik (22, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) und Marcel Fugel (Profi-Car Team Halder) sowie den schwedischen Geschwistern Jessica und Andreas Bäckman an, die als Gaststarter ihre Premiere in der ADAC TCR Germany feierten.

Schnell, schneller, Apotheloz: Mit 240,53 km/h beim 12. Saisonrennen auf dem Hockenheimring legte der 18-jährige Schweizer Julien Apotheloz (TOPCAR Sport) den höchsten gemessene Topspeed der gesamten Saison auf den Asphalt.

Meiste Siege: Champion Max Hesse feierte die meisten Siege – nämlich vier. Drei Siege holte sich Antti Buri, der in der Endabrechnung jedoch hinter Vizemeister Hari Proczyk Platz nehmen musste. Der Österreicher und Mike Halder feierten jeweils zwei Rennsiege. Je einmal trugen sich Gaststarter Thierry Neuville, Dominik Fugel und Michelle Halder in die Siegerlisten ein. Insgesamt sieben verschiedene Piloten von Hyundai, Audi und Honda standen in diesem Jahr auf dem Podium ganz oben. 

Michelle Halder 1: Michelle Halder feierte als erste Dame in der ADAC TCR Germany einen Sieg. Der historische Sieg gelang ihr beim zweiten Rennen in Zandvoort. 

Volle Punktzahl: Kein Fahrer konnte in dieser Saison beide Rennen eines Wochenendes gewinnen. Max Hesse, der am fünften Rennwochenende einmal Erster sowie hinter dem nicht punkteberechtigten Gaststarter Thierry Neuville Zweiter wurde, strich immerhin auf dem Nürburgring dank des gewonnenen Qualifyings die maximal mögliche Punktzahl ein. 

Führungspersönlichkeit: Die meisten Runden in Führung verbrachte nicht Meister Hesse, sondern der Viertplatzierte Mike Halder. Bei 40 der 245 absolvierten Umläufe lag der Meßkircher vom Team Honda ADAC Sachsen vorne, mit mehr als 16 Prozent also rund ein Sechstel der gesamten Rennzeit. Proczyk und Hesse brachten es auf 38 Führungsrunden. Insgesamt zehn Piloten führten ein Rennen für mindestens eine Runde an. 

Qualifying: Hari Proczyk war der Meister der Zeittrainings. Dreimal und damit am häufigsten fuhr er im Qualifying die beste Zeit. Einmal - auf dem Hockenheimring - triumphierte er im Anschluss auch im Rennen. Im ersten Lauf fuhr der 43-Jährige zu einem Start-Ziel-Sieg. 

Knapp & deutlich: Den engsten Rennausgang sahen die Fans auf dem Hockenheimring beim Sieg von Max Hesse, der nur knapp vier Zehntel vor Hyundai-Markenkollegin Jessica Bäckman den Zielstrich überquerte. Am deutlichsten war es dagegen beim Sonntagrennen auf dem Red Bull Ring, wo Lokalmatador Proczyk über sechs Sekunden nach Sieger Antti Buri ins Ziel kam.

Generationsübergreifend: Der jüngste Pilot war Gaststarter Sami Taoufik. Er war Saisonfinale auf dem Sachsenring 17 Jahre und sieben Monate alt. Der älteste Fahrer im Feld war bei seinem Start am Nürburgring der Schweizer Jörg Schori mit 58 Jahren und sieben Monaten.