Mittwoch, 17. Juli 2019

IDM Superbike 1000 startet am Wochenende beim Truck-GP

Foto: Jens Hawrda

Vom 18. bis 21. Juli 2019 brüllt die geballte Power von Fahrzeugen auf vier und zwei Rädern durch die Eifel. Wenn die Fans zum 34. Internationalen ADAC Truck Grand Prix auf den Nürburgring pilgern, erwartet sie diesmal ein hochspannendes Extra: Die Fahrer der IDM Superbike 1000  kämpfen im Rahmen des Grand-Prix auf der legendären Strecke um Meisterschaftspunkte. Deutschlands höchste Klasse im Motorradstraßenrennsport wird an den Renntagen ein ganz besonderes Highlight sein. 

Der ADAC Mittelrhein e.V. hat sich als sportlicher Ausrichter des Truck Grand Prix für den Auftritt der IDM Superbike 1000 stark gemacht. Nun werden zwei Meisterschaftsläufe im Rahmen der Großveranstaltung ausgetragen. Die Rennen werden jeweils zur Primetime gestartet: am Samstag um 13:05 Uhr, am Sonntag um 14:50 Uhr.

„Wir freuen uns sehr, die Königsklasse der IDM bei diesem Mega-Event vor rund 120.000 Zuschauern präsentieren zu können“, sagt IDM-Serienmanager Normann Broy. „Der Auftritt vor einer so großen Zuschauerkulisse wird uns enorm helfen, weitere Motorsportfans für die IDM und den Motorradsport in Deutschland zu begeistern.“ 

Für den Titelkampf in der IDM Superbike 1000 lassen sich auch nach drei bisher ausgetragenen IDM-Veranstaltungen keine Prognosen abgeben. Die erwartete BMW-Dominanz wie im letzten Jahr hat sich nicht wiederholt. 

Zur dritten IDM-Runde in Zolder waren mit Julian Puffe (alpha Racing-Van Zon-BMW) und Erwan Nigon (Kawasaki Weber Motos Racing) zwei Fahrer punktgleich als Tabellen-Erste nach Belgien gereist. Der Franzose hatte den „Grünen“ zuvor in Oschersleben endlich den lang ersehnten Sieg beschert. Doch Ilya Mikhalchik, der Titelverteidiger, knackte die Doppelspitze in Belgien und gewann das dort ausgetragene Rennen. 

Der Triumph brachte den 22-jährigen Ukrainer auf die Ideallinie in der Mission Titelverteidigung zurück. Zum Saisonbeginn hatte ihn ein Technik-Defekt in Führung liegend ausgebremst und zurück geworfen. Das ist jetzt vergessen. Mikhalchik führt die IDM Superbike 1000-Gesamtwertung an. Teamkollege Julian Puffe ist mit nur einem Punkt Rückstand Zweiter und Erwan Nigon Dritter. Mit BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha haben alle fünf in der Königsklasse vertretenen Marken mindestens einen Fahrer in den Top Ten. 

It's Race-Week


Die DTM erstmals zu Gast in der „Cathedral of Speed“

  • Debüt: Am kommenden Wochenende fährt die DTM im niederländischen Assen
  • Volles Programm: W Series, Porsche Carrera Cup Benelux, Lotus Cup Europe, BOSS GP sorgen für Rennaction
  • Mutprobe namens „Ram Hoek“: Mit 265 km/h durch die schnellste Kurve der DTM
Foto: Jens Hawrda

Öfter mal was Neues: Nachdem die DTM im vergangenen Jahr zum ersten Mal auf dem Grand-Prix-Kurs von Brands Hatch (GBR) sowie auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli (ITA) Rennen austrug, gastiert Europas beliebteste Tourenwagen-Rennserie am kommenden Wochenende (19.–21. Juli) zum ersten Mal auf dem legendären TT Circuit im niederländischen Assen, wenn die Saisonläufe neun und zehn auf dem Programm stehen.

Auf dem 4,542 Kilometer langen Kurs sind üblicherweise Motorräder zuhause. So ist Assen seit 1949 ununterbrochen jedes Jahr Gastgeber der Motorrad-Weltmeisterschaft. Die DTM-Fahrer erwartet in Assen zur Saisonhalbzeit demnach eine besondere Rennstrecke mit flachen Randsteinen sowie vielen schnellen, leicht überhöhten Kurven.

Vier Mal Kurvengeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h

In Motorrad-Kreisen wird Assen deshalb auch ehrfurchtsvoll die „Cathedral of Speed“ genannt. Ein passender Name, auch für die DTM. Denn die über 600 PS starken DTM-Fahrzeuge des Jahrgangs 2019, das haben Simulationen ergeben, werden in vier Kurven Geschwindigkeiten von mehr als 200 km/h erreichen.

Zu den Favoriten in Assen gehört unter anderem Audi-Werksfahrer René Rast (GER). Der DTM-Champion von 2017 baute seine Führung (127 Punkte) in der Gesamtwertung dank eines Sieges und eines siebten Platzes am vergangenen Rennwochenende auf dem Nürnberger Norisring weiter aus. Bester Pilot aus dem Hause BMW ist derzeit Philipp Eng (AUT), der mit 101 Zählern Dritter der Gesamtwertung ist. Daniel Juncadella (ESP) unterstrich mit zwei Top-Ten-Resultaten am Norisring den Aufwärtstrend des neuen Aston-Martin-Teams R-Motorsport.

Laut. Nah. Dran.

Spektakuläre Rennen verspricht am Wochenende aber nicht nur die DTM. So trägt die W Series – die neue Formel-Rennserie für Frauen – in Assen erstmals zwei Rennen an einem Wochenende aus, wobei für den Lauf am Sonntag keine Meisterschaftspunkte vergeben werden. Für reichlich Rennaction sorgen zudem der Porsche Carrera Cup Benelux, der Lotus Cup Europe sowie die spektakulären – und wunderbar lauten – Formel 1- und GP2-Fahrzeuge der BOSS GP.

Apropos laut: Bei der DTM-Premiere in Assen wird Fedde Le Grand am Samstagabend ein Heimspiel feiern. Der House-DJ und Produzent aus Utrecht feiert seit vielen Jahren regelmäßig Erfolge mit eigenen Kompositionen, darunter der Hit „Put Your Hands Up for Detroit“, der 2006 den ersten Platz der britischen Charts belegte. Superstars wie beispielsweise Madonna, Coldplay, Michael Jackson und Fatboy Slim haben Remix-Versionen ihrer Hits von Fedde Le Grand veröffentlicht. Zu dem Konzert (Beginn: 17:45 Uhr) haben alle Inhaber eines am Samstag gültigen Tribünentickets freien Eintritt.

Dienstag, 16. Juli 2019

Vizetitel und Finalsieg für Audi in der Formel E

  • Audi Sport ABT Schaeffler Zweiter der Teammeisterschaft
  • Lucas di Grassi im Audi e-tron FE05 Dritter der Fahrermeisterschaft
  • Robin Frijns vom Kundenteam Envision Virgin Racing gewinnt letztes Rennen
Daniel Abt
Foto: Audi-Motorsport / Michael Kunkel

Audi hat die Formel E bis zur letzten Runde spannend gemacht. Das Team Audi Sport ABT Schaeffler sicherte sich beim Finale in New York die Vizemeisterschaft in der Elektrorennserie. Audi-Pilot Lucas di Grassi beendete die Saison 2018/2019 auf dem dritten Platz der Fahrermeisterschaft. Das letzte Rennen gewann Robin Frijns im Audi e-tron FE05 des Kundenteams Envision Virgin Racing, das Platz drei in der Teamwertung holte.

Die erste Saison mit den neuen Gen2-Rennwagen war voller Spannung, Dramatik und Abwechslung. In 13 Rennen auf fünf Kontinenten gab es neun verschiedene Sieger von acht Teams. Zehn verschiedene Piloten standen auf der Pole-Position. Vor dem letzten Rennen in New York hatten noch vier Fahrer und drei Teams Titelchancen.

Mit fünf Siegen ist der Audi e-tron FE05 der erfolgreichste Formel-E-Rennwagen der Saison. Zehn Podiums, eine Pole-Position und acht Zusatzpunkte für die schnellste Rennrunde gehen auf das Konto des FE05, dessen größte Stärke sein effizienter Antrieb war.

Dem Team Audi Sport ABT Schaeffler wäre es am Finalwochenende beinahe gelungen, sich wie im Vorjahr im Endspurt noch die Teamwertung zu sichern. 24 Punkte holten Daniel Abt und Lucas di Grassi in den beiden Rennen in New York auf DS Techeetah auf. Am Ende fehlten nur 19 Punkte zur erfolgreichen Titelverteidigung.

„Das ganze Team hat bis zuletzt gekämpft und alles gegeben“, sagte Teamchef Allan McNish. „Es war unheimlich knapp. Wir haben DS Techeetah wie im vergangenen Jahr im Finale viele Punkte abgenommen, aber dieses Mal hat es nicht ganz zum Teamtitel gereicht. Ich bin trotzdem stolz auf das Team, das so viel harte Arbeit, Energie und Entschlossenheit in diese Saison gesteckt hat. Diese Entschlossenheit nehmen wir mit in Saison sechs. Wir freuen uns schon jetzt auf das erste Rennen im November.“

Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Es war eine aufregende Saison mit Höhen und Tiefen für jeden. Wir haben im letzten Rennen noch um beide Meisterschaften gekämpft und es ging bis zur Ziellinie. Für das Werksteam ist das letzte Rennen nicht ganz nach Wunsch verlaufen. Aber unser Kundenteam Envision Virgin Racing hat es geschafft, das Rennen zu gewinnen. Damit sind sie hinter uns auf Platz drei der Teammeisterschaft. Das ist ein sehr gutes Ergebnis für Audi.“

Audi Sport ABT Schaeffler ist bisher in jeder Saison unter die besten drei der Gesamtwertung gekommen. Dasselbe gilt für Lucas di Grassi, der sich nach dem Meistertitel in der Saison 2016/2017 und zwei Vizemeisterschaften zum zweiten Mal den dritten Platz in der Fahrerwertung der Elektrorennserie sicherte. 

Im letzten Rennen kämpfte sich der Brasilianer vom elften Startplatz auf Rang sieben nach vorn, ehe er kurz vor dem Ziel von Jaguar-Pilot Mitch Evans in die Mauer gedrückt wurde und aufgeben musste. „Der Unfall hat zum Glück nichts am Ergebnis in der Meisterschaft geändert“, sagte der zweifache Saisonsieger. „Ich bin stolz, im fünften Jahr in Folge in die Top Drei gekommen zu sein. Danke an Audi, ABT und Schaeffler für ein so tolles Team.“

Daniel Abt schaffte es in New York an beiden Tagen im Qualifying in die Super Pole der schnellsten sechs. Er holte beide Male den Zusatzpunkt für die schnellste Runde und im Rennen am Sonntag den fünften Platz. „Mehr war heute nicht möglich“, sagte Abt. „Es war ein gutes Ende einer harten Saison. Natürlich wollten wir die Teamwertung gewinnen, aber in einer so stark umkämpften Meisterschaft Zweiter zu werden, darauf kann jeder im Team stolz sein.“

Robin Frijns vom Kundenteam Envision Virgin Racing feierte in New York seinen zweiten Sieg in der Formel E. Der Niederländer überholte den von der Pole-Position gestarteten BMW von Alexander Sims mit einem spektakulären Manöver in Turn 1 und fuhr anschließend einen überlegenen Sieg heraus. Teamkollege Sam Bird komplettierte das starke Ergebnis mit Platz vier.

BMW i Andretti Motorsport beendet erste Formel-E-Saison mit hervorragendem Ergebnis - erstes Podium für Sims

BMW i Andretti Motorsport hat die ABB FIA Formel E Meisterschaft 2018/19 mit einem weiteren Podiumserfolg abgeschlossen. Am Steuer des # 27 BMW iFE.18 sicherte sich Alexander Sims (GBR) nach dem Start von der Pole Position den zweiten Platz im New Yorker E-Prix. Nach dem 13. und letzten Rennen der Saison stand Sims zum ersten Mal in seiner Formel-E-Karriere auf dem Podium. Er konnte den ersten Platz bis zur 18. Runde verteidigen, bevor er die Führung an den späteren Sieger Robin Frijns (NED, Virgin) abgab. António Félix da Costa (POR) erreichte im zweiten BMW iFE.18 den neunten Platz.
 

Platz zwei für Alexander Sims bei  E-Prix New York
Foto: BMW-Motorsport
Zusammen mit dem vierten Platz am Samstag ermöglichte dieses Ergebnis Sims einen weiteren Sprung nach vorne in der Fahrerwertung und er beendete die Saison mit 57 Punkten auf dem 13. Platz. Félix da Costa erreichte mit 99 Punkten den sechsten Platz in der Gesamtwertung. Der Titel ging an den Techeetah-Piloten Jean-Éric Vergne (FRA). BMW i Andretti Motorsport sicherte sich mit 156 Punkten den fünften Platz in der Teamwertung.
Das Team kann nach einem Sieg, zwei Pole-Positionen und insgesamt fünf Podestplätzen auf eine erfolgreiche Debütsaison in der Formel E zurückblicken. Félix da Costa begann mit einem Sieg beim Auftakt in Ad Diriyah (KSA). Der Portugiese folgte mit Podestplätzen in Mexiko-Stadt (MEX), Sanya (CHN) und am Samstag in New York (USA). Nachdem Sims bereits zwei vierte Plätze belegt hatte, machte er das Finale am Sonntag mit seiner Pole Position und dem zweiten Platz zu seinem erfolgreichsten Formel-E-Renntag.

Alexander Sims:
„Es fühlt sich fantastisch an, auf dem Podium zu stehen, da ich gerade einige verpasst hatte Zeiten in der Vergangenheit. Natürlich hätte ich gerne von der Pole Position gewonnen. Trotzdem bin ich mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden. Das Finale als Vierter und Zweiter zu beenden, ist eine große Anstrengung. Ich habe in dieser Saison so viel gelernt und es gab viele Höhen und Tiefen. Vor diesem Hintergrund freue ich mich sehr, dass wir nach so einem Rennen in die Sommerpause starten. “

António Félix da Costa:
„Es war heute wirklich nicht einfach, aus der Mitte aufzusteigen der Packung. Wir haben es jedoch geschafft, den neunten Platz zu erreichen. Genau wie gestern erzielten beide Fahrer einige Punkte für das Team. Es ist eine Schande, dass wir kein drittes Rennen haben, da wir hier in New York sehr gut gefahren sind. Ich habe die Saison als Sechster in der Fahrerwertung beendet. Wir waren die ganze Saison in der Spitzengruppe und der Gewinn des ersten Rennens bleibt natürlich der Höhepunkt. Ich denke, wir hatten insgesamt eine gute Saison. “