Sonntag, 19. Mai 2019

Mit Blitzstart zum Sieg: Mike Halder gewinnt auch in Most

  • Halder feiert im Honda zweiten Sieg im dritten Saisonrennen der ADAC TCR Germany
  • Hyundai-Fahrer Max Hesse und Harald Proczyk komplettieren das Podium
  • Mitchell Cheah gewinnt die Honda Junior Challenge 

Mike Halder (Honda Civic TCR)
Foto: Jens Hawrda
Dank eines Blitzstarts und einer abgeklärten Fahrt hat der Gesamtführende Mike Halder (23, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR das erste Rennen der ADAC TCR Germany im tschechischen Most gewonnen und seine Tabellenführung ausgebaut. Durch seinen zweiten Sieg im dritten Saisonrennen untermauerte der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport seinen Anspruch als Meisterschaftsanwärter eindrucksvoll. Auf dem zweiten Platz landete Max Hesse (17, Wernau, Hyundai Team Engstler) im Hyundai i30 N TCR, der ebenfalls von der ADAC Stiftung Sport gefördert wird, mit einem Rückstand von 1,260 Sekunden. Titelverteidiger Harald Proczyk (43, Österreich, HP Racing International), der von der Pole Position gestartet war, sicherte sich in der letzten Runde durch ein Überholmanöver gegen Dominik Fugel (22, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) noch den dritten Platz. 
Mike Halder setzt sich Dank Blitzstart sofort an die Spitze des Feldes
Foto: Jens Hawrda
"So kann es weitergehen", jubelte Laufsieger Halder. "Die Ausgangslage nach dem Qualifying war schon gut, dann habe ich noch einen großartigen Start gehabt. Danach konnte ich das Feld kontrolliert anführen", ergänzte er. Ein Spaziergang sei sein fünfter Laufsieg in der Tourenwagenserie aber nicht gewesen. "Viel Luft nach oben war nicht mehr", verrät er. Im zweiten Lauf am Sonntag (11.40 Uhr) startet Halder vom neunten Platz. "Mit einem guten Start ist einiges drin", sagte er voller Vorfreude.

Halder erwischte im Samstagsrennen einen perfekten Start und ging noch vor der ersten Kurve an Proczyk vorbei. Im Sprint zur Schikane kam es dann zu einem Gewühl, das unter anderem für Hyundai-Gaststarterin Jessica Bäckman (21, Schweden, Hyundai Team Engstler) das frühe Ende des Rennens zur Folge hatte. Die Rennleitung schickte das Safety Car auf die Strecke. Das Feld sortierte sich zunächst, Halder führte vor Hesse, Dominik Fugel und Proczyk, der in der ersten Runde drei Plätze einbüßte.

Nach dem Restart kontrollierte der Gesamtführende das Geschehen, ohne sich aber entscheidend von Hesse absetzen zu können. Der Vorsprung betrug stets etwa eine Sekunde. Im Kampf um Platz drei machte Proczyk Druck auf Fugel, fand aber keinen Weg vorbei. In der neunten Runde kam es im Mittelfeld zu einem Kontakt zwischen dem Cupra von Julien Apotheloz (18, Schweiz, TOPCAR Sport) und dem Honda Civic TCR von Marcel Fugel (18, Chemnitz, Profi-Car Team Halder). Während Fugel einige Plätze verlor, das Rennen aber zunächst fortsetzen konnte, musste Apotheloz die Box ansteuern und das Rennen aufgeben.

Diszipliniert zeigte sich die Spitze des Feldes. Das Ergebnis schien zementiert, ehe Proczyk nach einem Ausrutscher von Dominik Fugel doch noch auf den dritten Platz kletterte. Fugel wurde Vierter vor Oschersleben-Sieger Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing) im besten Audi RS3 LMS. Dahinter folgten die zwei Hyundai von Theo Coicaud (19, Frankreich, Hyundai Team Engstler) und Lukas Niedertscheider (24, Österreich, HP Racing International).

Den Sieg in der Honda Junior Challenge sicherte sich Mitchell Cheah (21, Malaysia, VW Team Oettinger) im VW Golf GTI TCR als Achter, direkt vor Honda-Pilotin Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) im Honda Civic TCR. Die Top Ten komplettierte Steve Kirsch (39, Chemnitz, ADAC Sachsen e.V.) im Opel Astra TCR.

Das zweite Rennen am Sonntag ist bei SPORT1+ zu sehen, zudem sind die Läufe auch online im Livestream im Facebook-Kanal der ADAC TCR Germany, auf YouTube.com/adac, sport1.de und adac.de/motorsport zu verfolgen. 


Podium erster Lauf TCR Germany Most
Foto: Jens Hawrda

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Max Hesse (Zweiter, Hyundai Team Engstler): "Mit dem Rennen bin ich sehr zufrieden. Ich hatte einen sehr guten Start, dann konnte ich anfangs auch mit Mike mithalten. Gegen Ende des Rennens wurde es etwas schwieriger, Dominik kam etwas näher. Aber es ist ein sehr gutes Ergebnis, ich bin sehr happy. Ich habe wichtige Punkte mitgenommen, Podium ist immer gut."

Harald Proczyk (Dritter, HP Racing International): "Leider hatte ich wieder einen schlechten Start, wie schon in Oschersleben. Wir müssen schauen, woran das liegt. In der letzten Runde hatte Dominik einen Ausrutscher, das war ein Geschenk für mich. Für morgen hoffe ich auf einen guten Start, das ist die Basis."

Mitchell Cheah (Sieger der Honda Junior Challenge, VW Team Oettinger): "Es ist toll, dass wir nach einem schwierigen Qualifying ein gutes Rennen hatten und die Punkte eingefahren haben. Der Sieg in der Honda Junior Challenge ist dann noch der Bonus obendrauf. Ich bin glücklich, dass das Team das Auto so gut eingestellt hat. Ich hatte keinerlei Probleme im Rennen."

Audi-Duo Niederhauser/van der Linde feiert in Most Premierensieg für HCB-Rutronik Racing

  • Erster Saisonsieg für Audi im ADAC GT Masters, Debütsieg für HCB-Rutronik Racing
    Lamborghini-Duo Bortolotti/Engelhart auf Platz zwei vor Corvette-Fahrern Barth/Jahn
  • Audi-Fahrer Max Hofer siegt in der Pirelli-Junior-Wertung 
Niederhauser/v.d.Linde holen ersten Sieg für Ihr Team
Foto: Jens Hawrda


Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA) haben im Audi R8 LMS mit einer dominanten Leistung das Samstagsrennen des ADAC GT Masters in Most gewonnen und ihrem Rennstall HCB-Rutronik Racing im erst dritten Start in der Serie den ersten Sieg gesichert. In einem engen Kampf um Platz zwei setzten sich Christian Engelhart (32/Starnberg) und Mirko Bortolotti (29/I, beide Orange1 by GRT Grasser) im Lamborghini gegen die Corvette-Fahrer David Jahn (28/Leipzig) und Sven Barth (38/Eberbach, beide RWT Racing) durch. "Den ersten Sieg für unser neues Team zu holen ist natürlich ein ganz spezieller Moment", so Kelvin van der Linde. "Ich bin sehr froh, ein Teil davon zu sein. Ich freu mich auch für Patric, er hat seinen ersten Triumph ebenfalls mehr als verdient."

Niederhauser bleibt beim Start vorn

Patric Niederhauser gelang von der Pole-Position aus ein perfekter Start und bog unbedrängt in die enge erste Kurve ein. Auf Platz zwei und drei folgten Mirko Bortolotti im Lamborghini und Audi-Pilot Max Hofer (19/A, Montaplast by Land-Motorsport). Dahinter wurde es jedoch eng: Im Kampf um Platz vier kollidierte Ferrari-Pilot Luca Ludwig (30/Alfter, HB Racing) mit der Corvette von Sven Barth und fiel ans Ende des Feldes zurück. Im Mittelfeld mussten mehrere Fahrzeuge durchs Kiesbett von Turn 1, darunter Porsche-Pilot Timo Bernhard (38/Homburg/Saar, Küs Team75 Bernhard), dessen Porsche während einer Safety-Car-Phase nach der ersten Runde aus dem Kies geborgen werden musste. Nach dem Restart setzte sich Niederhauser an der Spitze mit schnellen Rundenzeiten von den Verfolgern ab. Kurz bevor der Schweizer seinen Pflichtboxenstopp absolvierte, betrug sein Zeitpolster auf Bortolotti 4,5 Sekunden. Auch nach den Fahrwechseln vergrößerte sich der Vorsprung der Startnummer 31 stetig. Niederhausers Teamkollege Kelvin van der Linde baute diesen zwischenzeitlich auf Christian Engelhart, der den Lamborghini von Bortolotti übernommen hatte, auf mehr als neun Sekunden aus. In der Schlussphase nahm van der Linde etwas Tempo raus und gewann schließlich mit einem Vorsprung von vier Sekunden. Während es für den Ex-Champion der achte Sieg in der "Liga der Supersportwagen" war, stand Niederhauser erstmals ganz oben auf dem Podium. Auch für ihren Rennstall HCB-Rutronik Racing, der in Most erst sein zweites ADAC GT Masters-Rennwochenende bestritt, war es der Premierensieg.

Enge Kämpfe um das Podium

Eng ging es auf den Verfolgerpositionen zu. Engelhart wurde in der zweiten Rennhälfte von Corvette-Fahrer David Jahn, der von Barth übernommen hatte, unter Druck gesetzt. Am Ende setzte er sich mit nur 0,6 Sekunden durch und eroberte damit für sich und Teamkollege Bortolotti den ersten Podestplatz der Saison. Barth und Jahn sicherten sich und RWT Racing ebenfalls das erste Podium 2019. Als Gesamtdritter holte Barth zudem den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung für nicht-professionelle Piloten. Max Hofer und Montaplast by Land-Motorsport-Teamkollege Chris Mies kamen als Vierte ins Ziel, nachdem Mies in der zweiten Rennhälfte von Jahn überholt worden war. An einer Top-Drei-Platzierung schrammte das Audi-Duo im Ziel um 0,6 Sekunden vorbei, Hofer durfte sich jedoch über den Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung freuen.

Den fünften Rang fuhren die Mercedes-AMG-Piloten Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP) vor ihren Markenkollegen Marvin Dienst (22/Lampertheim) und Aidan Read (20/AUS, beide Schütz Motorsport) ein. Vom zwölften Startplatz auf Rang sieben verbesserten sich in ihrem Audi Mattia Drudi (20/I) und Florian Spengler (31/Ellwangen, beide EFP by TECE), dahinter folgte der R8 LMS von Mike David Ortmann (19/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Berglen, beide BWT Mücke Motorsport). Jeroen Bleekemolen (37/NL) und Jimmy Eriksson (28/S, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) kamen in einem weiteren Mercedes-AMG GT3 auf Rang neun, die Top Ten komplettierten Daniel Keilwitz (29/Villingen) und Maxime Martin (33/B, beide Propeak Performance) im neuen Aston Martin Vantage GT3, die von Startplatz 23 eine starke Aufholjagd zeigten.
Stimmen der Sieger: 
Podium 1. Lauf Most
Foto: Jens Hawrda

Patric Niederhauser (HCB-Rutronik Racing, Audi R8 LMS):
"Es ist unbeschreiblich: heute morgen meine erste Pole-Position, jetzt der erste Sieg. Ein mega Gefühl. Ich hatte einen guten Start. Nach dem Safety-Car lief das Auto perfekt, und ich habe eine Lücke herausfahren können. Ich habe mich auf mich selbst konzentriert, um keine Fehler zu machen. Es lief alles problemlos, bis ich das Auto an Kelvin übergab."

Kelvin van der Linde (HCB-Rutronik Racing, Audi R8 LMS):
"Es ist toll, dass ich zu der Erfolgsgeschichte von HCB-Rutronik beigetragen habe. Jeder Sieg ist etwas Besonderes. Im ADAC GT Masters ist es nicht einfach zu gewinnen, daher feiere ich jeden Triumph entsprechend. Das Auto heute war perfekt. Nur am Ende musste ich etwas auf die Reifen achten und Geschwindigkeit rausnehmen." 

Erfolgreiches RBM-Heimspiel: Debüt-Sieg für Philipp Eng in Zolder

  • Mit Glück der Tüchtigen – Eng und Eriksson feiern BMW-Doppelsieg
  • Müller für Audi auf dem Podium
  • Rockenfeller (Audi) und Di Resta (Aston Martin) glänzen mit Zwei-Stopp-Strategien

DTM Podium Zolder vom Samstag
Foto: dtm.com
Die Rennstrecke: erfrischend „oldschool“. Das Ergebnis: ein umjubelter Premierensieg. Philipp Eng (AUT, BMW) hat die Rückkehr der DTM an ihre „Geburtstätte“ in Zolder mit einer strategischen Meisterleistung für sich entschieden und sich damit im 23. Anlauf erstmals in die Siegerliste eingetragen. Als Siebter aus der vierten Startreihe ins Rennen gegangen, nutzte Eng eine Safety-Car-Phase gleich doppelt: Noch bevor das Sicherheitsfahrzeug wegen zweier gestrandeter Fahrzeuge in Runde 13 das Feld für fünf Runden einbremste, hatte Eng seinen Pflichtstopp bereits absolviert, beim Neustart überholte der Österreicher zudem seinen BMW-Markenkollegen Joel Eriksson (SWE) – das entscheidende Manöver. 

Für Engs Einsatzteam, dem BMW Team RBM, bildete der Triumph im dritten DTM-Rennen der Saison zudem einen heftig umjubelten Heimsieg. Die Mannschaft rund um Bart Mampaey ist in Mechelen, nur etwas mehr als 72 Kilometer von Zolder entfernt zuhause. Audi feierte hinter den BMW-Piloten Eng und Eriksson mit Nico Müller (SUI) Rang drei, Aston Martin dank der Plätze acht und neun für Paul Di Resta (GBR) und Ferdinand von Habsburg (AUT) Punkteränge.

Strategie, Strategie, Strategie: außergewöhnliche Leistungen mit Köpfchen

Hinter denjenigen, die auf dem Podium die Korken knallen ließen, sorgten mit ebenfalls ungewöhnlichen Strategien für Aufsehen. Rang vier ging an Loïc Duval (FRA, Audi), der in der gleichen Runde wie Sieger Philipp Eng seinen Pflichtstopp absolvierte. Wegen eines Frühstarts musste Duval allerdings eine 5-Sekunden-Strafe an der Box absitzen. Direkt hinter ihm kam Audi-Markenkollege Mike Rockenfeller (GER) ins Ziel – nach verkorkstem Zeittraining arbeitete sich Rockenfeller mit einem Pflichtstopp in Runde zwei sowie einem weiteren in der Safety-Car-Phase auf Position fünf vor. Auch Paul Di Resta (GBR, Aston Martin) nutzte eine Zwei-Stopp-Strategie, um sich von Startplatz 16 auf die achte Position zu verbessern.

Stimmen – 1. Rennen, Zolder

Philipp Eng, Sieger
„Ich bin der wohl glücklichste Mensch der Welt. Ich bin so froh in der DTM zu sein, so froh für BMW zu fahren. Zu gewinnen ist einfach fantastisch. Die letzten fünf, sechs Runden haben sich so lang wie ein 24-Stunden-Rennen angefühlt. Das ist das Szenario, von dem ich immer geträumt habe. Doch die Wirklichkeit schlägt den Traum bei Weitem. Etwas Glück war auch dabei, aber ich denke, wir haben verdient gewonnen. Ich widme diesen Sieg meinem Mentor Charlie Lamm.“ 

Joel Eriksson, 2. Platz
„Das war Eines der schwierigsten Rennen in meinem Leben. Ich habe keine Fehler gemacht, das gesamte Rennen lang. Nico Müller hat am Ende noch einmal richtig Druck gemacht. Doch ich konnte ihn hinter mir halten. Ich bin jetzt glücklich für die BMW-Mannschaft und darüber, dass die Strategie heute aufgegangen ist. Am Ende waren meine Reifen ziemlich am Ende. Philipp Eng ist einer meiner besten Freunde – ich freue mich sehr für ihn.“ 

Nico Müller, 3. Platz
„Hier in Zolder ist es richtig schwierig, zu überholen. Ich habe versucht, bis zum Ende Druck zu machen, hatte aber selbst am Ende mit abbauenden Reifen zu kämpfen. Wir können mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Mit dem Quali-Ergebnis auf dem Podium zu landen, ist super, auch wenn etwas Glück dabei war.“
Nico Müller, 3. Platz

Samstag, 18. Mai 2019

Niederhauser/v.d. Linde holen Pole in Most

Niederhauser/v.d. Linde starten von Pole in Rennen eins in Most
Foto: Jens Hawrda
Die Audi-Piloten Patrick Niederhauser und Kelvin van der Linde holen die Pole für das erste Rennen am Samstag der ADAC GT-Masters in Most. Auf Platz zwei starten die Lamborghini Piloten Bortolotti/Engelhart vor Hofer/Mies (Audi R8 LMS GT3). Insgesamt haben sich 31 Fahrzeuge Qualifiziert. Das Rennen startet 14.45 Uhr.

DTM: Wittmann holt Pole für's Rennen am Samstag

Marko Wittmann holt Pole in Zolder
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann holt die Pole für das erste Rennen  im belgischen Zolder für BMW. Für Ihn war es bereits die zwölfte Pole seiner DTM-Karriere und bereits die zweite in dieser Saison. Auch Renè Rast zeigt sich in bester Form, was sein Starplatz zwei beweist. Dritter wird Bruno Spengler (BMW) vor dem Neuling bei BMW Sheldon van der Linde. Robin Frijns, Timo Glock, Phillip Eng, Nico Müller, Joel Eriksson und und Jamie Green komplettieren die Top-Ten. Jake Dennis war bestplatzierter Aston Martin Pilot auf Platz 13.