Sonntag, 10. März 2019

Mortara holt den ersten Sieg in der Formel E in Hongkong

  • Mortara holt den ersten Sieg in der ABB FIA Formula E Championship
  • Bird gab fünf Sekunden Strafe wegen Kollision im Kampf um die Führung
  • Lotterer nach Kollision mit Bird enttäuscht

Edoardo Mortara Siegt in Honkong
Foto: Alastair Staley / LAT Images
Edoardo Mortara erbte seinen ersten Sieg in der Formel E in Hongkong, nachdem gegen Sam Bird wegen einer Kollision mit Andre Lotterer in der vorletzten Runde eine Zeitstrafe verhängt wurde. Bird und Lotterer führten ein Rundenlanges Duell um den Sieg. Das Paar wurde während des gesamten E-Prix um Sekunden getrennt. Wenige Runden vor Schluss setzte Bird alles auf eine Karte und setzte ein Überholmanöver, dabei kontaktierte die Rückseite von Lotterer. Trotz des Treffers von hinten hielt Lotterer seine Position und schaffte es, Bird in Schach zu halten, aber Lotterer hatte einen schleichenden Plattfuss aufgrund des Kontaktes mit Bird, wurde langsamer und musste schließlich aufgeben.

Dies sicherte Bird den Sieg. Allerdings wurde Bird später mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt und fiel damit auf den sechsten Platz zurück. Edoardo Mortara erbte somit den ersten Platz - ein erster Sieg für den Schweizer und ein erster Sieg für das VENTURI Formula E Team. Mortara verbesserte sich vom sechsten Startplatz nach vorne und holte sich damit den zweiten Podestplatz in Folge - nach seinem dritten Platz in Mexiko-Stadt.

Vandoorne der die Pole herausfuhr unterstrich den Trend in dieser Saison, dass kein Fahrer bisher die Pole in einen Sieg verwandeln konnte. Dies unterstreicht erneut, dass in der Formel E nichts selbstverständlich ist. 

Mit Änderungen in der Wertung wurde Lucas di Grassi Zweiter und Birds Teamkollege Robin Frijns rundete die Podestplätze für Envision Virgin Racing ab. Trotz des Verlustes bei den maximalen Punkten steigt Bird an die Spitze der Rangliste - mit einem zusätzlichen Punkt für die schnellste Runde.

Mit einem weiteren unterschiedlichen Sieger und nur zwei Punkten zwischen den ersten vier Fahrern kehrt die Formel E für das 6.Saisonrennen am 23. März in Sanya nach China zurück.

Formel E: Stoffel Vandoorne holt Pole in Hongkong

Stoffel Vandoorne holt Pole im Jubileumsrennen
Foto: Alastair Staley / LAT Images
Im 50. Formel-E Rennen in Honkong holt der ehemalige Formel-1 Pilot Stoffel Vandoorne die Pole-Position für das deutsche HWA-Team. Der Rennstall holt sich damit seine ersten drei Punkte in der Formel-E. Zweiter wurde Oliver Rowland im Nissan. Dritter wird der Deutsche Andre Lotterer (DS Techeetah), vor Gary Paffet (HWA) gefolgt von Lucas di Grassi von Audi Sport Abt Scheaffler.

Freitag, 8. März 2019

Porsche legt erste Testkilometer im neuen Forme-E-Fahrzeug zurück

Neel Jani absolviert erfolgreichen Rollout für Porsche


erstes Rollout für den Porsche Formel-E-Rennwagen
Foto: Porsche-Motorsport / Richard Pardon
Porsche-Werksfahrer Neel Jani (Schweiz) hat auf dem Porsche-Testgelände in Weissach am gestrigen Dienstag die ersten Kilometer im neuen Formel-E-Fahrzeug zurückgelegt und damit einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Werkseinstieg in die ABB FIA-Formel-E-Meisterschaft zur Saison 6 (2019/20) gesetzt. Die erste Ausfahrt mit dem neu entwickelten vollelektrischen Porsche-Antriebsstrang verlief ohne Zwischenfälle. Sie lieferte wertvolle Erkenntnisse, die den Motorsport-Ingenieuren dabei helfen, das Fahrzeug in den kommenden Monaten im Rahmen intensiver Tests auf den ersten Renneinsatz in der Formel E vorzubereiten.

Stimmen zum Rollout

Fritz Enzinger (Leiter Porsche Motorsport): „Der neu entwickelte Porsche-Antriebsstrang für die Formel E hat seine Feuertaufe bestanden. Das ist ein wichtiger Tag für alle, die an diesem Projekt beteiligt sind. Vielen Dank an all diejenigen, die in den vergangenen Monaten viel Arbeit und Herzblut in die Konstruktion von Antriebsstrang und Fahrzeug gesteckt und diesen erfolgreichen Rollout möglich gemacht haben. Auf dem Weg zu unserem Werkseinstieg in die Formel E haben wir noch viel Arbeit vor uns, aber ein erster wichtiger Schritt ist nun getan. Jetzt werden wir mit voller Konzentration weiter daran arbeiten, uns mit den besonderen Herausforderungen der Formel E vertraut zu machen.“

Neel Jani am Steuer des Porsche-Formel-E-Rennwagens
Foto: Porsche-Motorsport / Richard Pardon
Neel Jani (Porsche-Werksfahrer): 
„Ich bin sehr stolz darauf, bei der ersten Ausfahrt unseres Formel-E-Rennwagens am Steuer gewesen zu sein. Den Rollout fahren zu dürfen, ist nicht nur eine große Ehre, sondern auch sehr spannend. Wir betreten hier Neuland. Für mich war es ein großartiges Gefühl. Jeder im Team spürt: Jetzt kommt das Projekt richtig in Schwung. Natürlich sind wir heute noch nicht ans Limit gegangen, aber der Antriebsstrang und das Fahrzeug machen insgesamt einen sehr guten ersten Eindruck. Ich kann es kaum erwarten, die Testarbeit fortzusetzen.“

Amiel Lindesay (Team Manager):
„Wir wissen, dass wir in der Formel E auf sehr starke Konkurrenz treffen werden, die größtenteils mehr Erfahrung hat als wir. Umso wichtiger ist es für uns, dass wir mit dem Rollout den nächsten Schritt in der Entwicklung gemacht haben. Mit jedem weiteren Test werden wir neue Erkenntnisse sammeln und die Performance des Fahrzeugs optimieren.“

Foto: Porsche Motorsport/Richard Pardon
Malte Huneke (Technischer Projektleiter): 
„Die Entwicklungsarbeit für ein voll auf Effizienz und Leichtbau getrimmtes Formel-E-Fahrzeug ist eine großartige Herausforderung für unser Ingenieur-Team. Das Auto jetzt zum ersten Mal im Einsatz zu sehen, hat uns schon ein bisschen Gänsehaut beschert. Im Vergleich zur Serienentwicklung sind die Anforderungen bezüglich Effizienz und Gewicht des Antriebs in der Formel E auf einem ganz anderen Niveau. Nun werden wir uns nach und nach ans Limit herantasten. Das ist essenziell, um in der Formel E zu bestehen.“

Mercedes-Benz EQ Formel E Team gibt ersten Ausblick auf den Formel E-Einstieg

  • Weltpremiere des neuen Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 auf dem Internationalen Automobil-Salon in Genf
  • Das Mercedes-Benz EQ Formel E Team zeigte seinen Formel E-Rennwagen erstmals vor dem Beginn des Internationalen Automobil-Salons in Genf (07. bis 17. März 2019)
  • Der elektrische Silberpfeil erhält für seinen ersten Auftritt eine besondere „Teaser Livery“
  • Die Saison 2019/20 ist die erste, in der Mercedes sowohl in der Formel 1 als auch der Formel E antritt
  • Beide Rennserien stellen zukünftig gemeinsam einen wichtigen Technologietreiber für die Mercedes-Familie dar
  • Toto Wolff: „Wir freuen uns auf die Herausforderung, auch im Motorsport die Leistungsfähigkeit unserer intelligenten batterieelektrischen Antriebe zu demonstrieren und die Marke EQ positiv aufzuladen.“
Mercedes-Benz EQ Formula E Team, Teaser Car auf dem Genfer Automobil-Salon 2019
Foto: Mercedes-Motorsport

Die 89. Ausgabe des Internationalen Automobil-Salons in Genf hat einen weiteren Star: Mit dem Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 feierte das Teaser Car des ersten vollelektrischen Rennwagens des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams in Genf seine Premiere.

Das Auto wird vom 07. bis 17. März 2019 auf der Messe zum ersten Mal öffentlich ausgestellt. Der Rennwagen erstrahlt dabei in einer besonderen „Teaser Livery“, die einen Vorgeschmack auf den Einstieg des Teams in die Formel E geben wird. Das finale Design wird zu einem späteren Zeitpunkt vor dem Saisonauftakt präsentiert.

„Der Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 Teaser gibt einen Vorgeschmack auf den ersten elektrischen Silberpfeil von Mercedes-Benz“, sagt Gorden Wagener, Chief Design Officer Daimler AG. „Blaue Akzente sowie der subtile Kontrast zwischen Matt und Glanz in Verbindung mit dem Stern-Pattern am Heck des Fahrzeugs inszeniert den progressiven Luxus im elektrischen Motorsport.“

An der Seite des Fahrzeugs verläuft von der Front bis zum Heck eine blaue Linie, welche die Marke EQ symbolisiert. Gleichzeitig dient sie als Farbakzent ähnlich dem PETRONAS Grün am Mercedes-AMG F1 W10 EQ Power+ in der Formel 1. Die Linien helfen dabei, das Auto in seiner Proportion zu optimieren. Am Fahrzeugheck findet sich sowohl in der Formel 1 als auch beim Teaser Car in der Formel E ein Stern-Pattern. Dieses inszeniert auf subtile Weise die Wertigkeit der Marke Mercedes-Benz.
Mercedes-Benz EQ Formula E Team, Teaser Car
Foto: Mercedes-Motorsport
Herausforderung angenommen: Neue Spielwiese in der Formel E

Die Formel E repräsentiert mit ihrer innovativen und komplexen Technik eine neue Rennsport-Welt, in der es für Neueinsteiger viele Herausforderungen zu meistern gilt. Entsprechend stellt der erste öffentliche Auftritt des neuen Rennautos in Genf einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Renndebüt in der Formel E dar.

„Der Countdown zu unserem Einstieg in die Formel E hat nun auch offiziell begonnen“, sagte Mercedes-Benz Motorsportchef Toto Wolff. „Natürlich arbeitet unsere Mannschaft schon seit einiger Zeit hinter den Kulissen an dem Projekt, aber wenn man wie heute zum ersten Mal das Fahrzeug in unserer Teaser Livery sieht, dann wird einem bewusst, dass es so langsam ernst wird mit dem Einstieg.“

Bis zum ersten Renneinsatz des Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 zum Jahresende liegt allerdings noch viel Arbeit vor dem Team. „Die Formel E wird eine komplett neue Spielwiese für uns sein“, betonte Toto Wolff. „Aber wir freuen uns auf die Herausforderung, auch im Motorsport die Leistungsfähigkeit unserer intelligenten batterieelektrischen Antriebe zu demonstrieren und die Marke EQ positiv aufzuladen.“

Doppelstart stärkt Technologietransfer innerhalb der Mercedes-Familie

Mit dem Beginn der sechsten Saison in der ABB FIA Formel E Meisterschaft schlägt Mercedes ein neues Kapitel in seiner langen und erfolgreichen Rennsportgeschichte auf. Beim Saisonstart 2019/20 werden zum ersten Mal zwei vollelektrische Rennwagen des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams ins Rennen gehen.

Damit ist die Marke mit dem Stern der einzige Automobilhersteller der Welt, der sowohl in der Formel 1 als auch der Formel E antritt. Der Doppelstart in den beiden Rennserien ermöglicht es Mercedes, die Lehren aus beiden Serien auf die Straße zu übertragen. Auf diese Weise stellen beide Plattformen gemeinsam einen wichtigen Technologietreiber für die gesamte Mercedes-Familie dar und helfen dabei, die Zukunft des Automobils mitzugestalten.

Donnerstag, 7. März 2019

BMW M Motorsport setzt die Vorbereitungen für die Saison mit dem neuen BMW M4 DTM in Spanien fort

BMW M4 DTM
Foto: BMW-Motorsport
Mit dem ersten Test des Jahres im spanischen Jerez de la Frontera läutete BMW M Motorsport die kritische Phase der Vorbereitung auf die DTM-Saison 2019 ein . Bei dem dreitägigen Test von Dienstag bis Donnerstag setzten BMW-Ingenieure ihre Arbeit am BMW M4 DTM fort, der gemäß den Vorschriften der Klasse 1 neu entwickelt wurde. Timo Glock (GER) und Bruno Spengler (CAN) waren die Männer hinter dem Lenkrad.
Jerez de la Frontera Test unter Palmen
Foto: BMW-Motorsport
Herzstück des BMW DTM-Saisonrennwagens 2019 ist der neu entwickelte, hocheffiziente Zweiliter-V4-Turbomotor, der über 600 PS leistet. Sie setzt die Erfolgsgeschichte von BMW Turbo Power im Motorsport fort, die vor genau 50 Jahren 1969 begann. Viele Bereiche des BMW M4 DTM wurden für den neuen Turbomotor neu gestaltet, darunter die Abgasanlage, das Frontend und die Kühlöffnungen. Änderungen wurden auch am Frontsplitter und am Heckflügel vorgenommen, während der Heckdiffusor abgesenkt wurde.

Stimmen der Piloten zum DTM-Test in Jerez de la Frontera:
Timo Glock
Foto: BMW-Motorsport
Timo Glock: 
„Nach dem langen Winter konnte ich es kaum erwarten, wieder ans Steuer zu kommen und freute mich sehr auf unseren neuen turbogeladenen BMW M4 DTM. Ich muss sagen, dass es alle meine Erwartungen erfüllt hat. Sie spüren wirklich die zusätzliche Motorleistung und das Drehmoment. Durch die Modifikationen der Aerodynamik verhält sich das Auto anders. Dies sind Dinge, an die wir uns als Fahrer anpassen müssen, und für die wir unseren Fahrstil verfeinern müssen. Nach meinen ersten Testtagen kann ich jedoch bestätigen, dass der neue BMW M4 DTM großen Spaß macht. Obwohl das Wetter im Allgemeinen alles andere als ideal war, war es ein sehr produktiver Test. Wir haben bei der Entwicklung des neuen Autos mehr Fortschritte gemacht und werden diese Arbeit im April auf dem Lausitzring fortsetzen. “
Bruno Spengler
Foto: BMW-Motorsport
Bruno Spengler:
„Obwohl das Wetter aufgrund des ungeklärten Wetters besser hätte sein können, konnten wir viele Punkte unseres Testprogramms durcharbeiten und die Entwicklung des Autos weiter vorantreiben. Es macht großen Spaß, an der Entwicklung eines solchen Autos beteiligt zu sein, da sich die Fortschritte im Verlauf der Wintertests sehen lassen. Bis zum Saisonstart haben wir noch ein bisschen mehr zu tun, aber beim Lausitzring-Test haben wir Gelegenheit dazu. Wir werden dort in Vorbereitung auf Hockenheim detaillierter eingehen und das Auto für die Eröffnungsrennen weiter optimieren. Das ganze Team hat im Winter hart gearbeitet und großartige Arbeit geleistet, um uns das bestmögliche Auto zu bieten. Jetzt geht es auf den Lausitzring für die letzte Vorbereitungsphase.