Freitag, 8. März 2019

Mercedes-Benz EQ Formel E Team gibt ersten Ausblick auf den Formel E-Einstieg

  • Weltpremiere des neuen Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 auf dem Internationalen Automobil-Salon in Genf
  • Das Mercedes-Benz EQ Formel E Team zeigte seinen Formel E-Rennwagen erstmals vor dem Beginn des Internationalen Automobil-Salons in Genf (07. bis 17. März 2019)
  • Der elektrische Silberpfeil erhält für seinen ersten Auftritt eine besondere „Teaser Livery“
  • Die Saison 2019/20 ist die erste, in der Mercedes sowohl in der Formel 1 als auch der Formel E antritt
  • Beide Rennserien stellen zukünftig gemeinsam einen wichtigen Technologietreiber für die Mercedes-Familie dar
  • Toto Wolff: „Wir freuen uns auf die Herausforderung, auch im Motorsport die Leistungsfähigkeit unserer intelligenten batterieelektrischen Antriebe zu demonstrieren und die Marke EQ positiv aufzuladen.“
Mercedes-Benz EQ Formula E Team, Teaser Car auf dem Genfer Automobil-Salon 2019
Foto: Mercedes-Motorsport

Die 89. Ausgabe des Internationalen Automobil-Salons in Genf hat einen weiteren Star: Mit dem Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 feierte das Teaser Car des ersten vollelektrischen Rennwagens des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams in Genf seine Premiere.

Das Auto wird vom 07. bis 17. März 2019 auf der Messe zum ersten Mal öffentlich ausgestellt. Der Rennwagen erstrahlt dabei in einer besonderen „Teaser Livery“, die einen Vorgeschmack auf den Einstieg des Teams in die Formel E geben wird. Das finale Design wird zu einem späteren Zeitpunkt vor dem Saisonauftakt präsentiert.

„Der Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 Teaser gibt einen Vorgeschmack auf den ersten elektrischen Silberpfeil von Mercedes-Benz“, sagt Gorden Wagener, Chief Design Officer Daimler AG. „Blaue Akzente sowie der subtile Kontrast zwischen Matt und Glanz in Verbindung mit dem Stern-Pattern am Heck des Fahrzeugs inszeniert den progressiven Luxus im elektrischen Motorsport.“

An der Seite des Fahrzeugs verläuft von der Front bis zum Heck eine blaue Linie, welche die Marke EQ symbolisiert. Gleichzeitig dient sie als Farbakzent ähnlich dem PETRONAS Grün am Mercedes-AMG F1 W10 EQ Power+ in der Formel 1. Die Linien helfen dabei, das Auto in seiner Proportion zu optimieren. Am Fahrzeugheck findet sich sowohl in der Formel 1 als auch beim Teaser Car in der Formel E ein Stern-Pattern. Dieses inszeniert auf subtile Weise die Wertigkeit der Marke Mercedes-Benz.
Mercedes-Benz EQ Formula E Team, Teaser Car
Foto: Mercedes-Motorsport
Herausforderung angenommen: Neue Spielwiese in der Formel E

Die Formel E repräsentiert mit ihrer innovativen und komplexen Technik eine neue Rennsport-Welt, in der es für Neueinsteiger viele Herausforderungen zu meistern gilt. Entsprechend stellt der erste öffentliche Auftritt des neuen Rennautos in Genf einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Renndebüt in der Formel E dar.

„Der Countdown zu unserem Einstieg in die Formel E hat nun auch offiziell begonnen“, sagte Mercedes-Benz Motorsportchef Toto Wolff. „Natürlich arbeitet unsere Mannschaft schon seit einiger Zeit hinter den Kulissen an dem Projekt, aber wenn man wie heute zum ersten Mal das Fahrzeug in unserer Teaser Livery sieht, dann wird einem bewusst, dass es so langsam ernst wird mit dem Einstieg.“

Bis zum ersten Renneinsatz des Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 zum Jahresende liegt allerdings noch viel Arbeit vor dem Team. „Die Formel E wird eine komplett neue Spielwiese für uns sein“, betonte Toto Wolff. „Aber wir freuen uns auf die Herausforderung, auch im Motorsport die Leistungsfähigkeit unserer intelligenten batterieelektrischen Antriebe zu demonstrieren und die Marke EQ positiv aufzuladen.“

Doppelstart stärkt Technologietransfer innerhalb der Mercedes-Familie

Mit dem Beginn der sechsten Saison in der ABB FIA Formel E Meisterschaft schlägt Mercedes ein neues Kapitel in seiner langen und erfolgreichen Rennsportgeschichte auf. Beim Saisonstart 2019/20 werden zum ersten Mal zwei vollelektrische Rennwagen des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams ins Rennen gehen.

Damit ist die Marke mit dem Stern der einzige Automobilhersteller der Welt, der sowohl in der Formel 1 als auch der Formel E antritt. Der Doppelstart in den beiden Rennserien ermöglicht es Mercedes, die Lehren aus beiden Serien auf die Straße zu übertragen. Auf diese Weise stellen beide Plattformen gemeinsam einen wichtigen Technologietreiber für die gesamte Mercedes-Familie dar und helfen dabei, die Zukunft des Automobils mitzugestalten.

Donnerstag, 7. März 2019

BMW M Motorsport setzt die Vorbereitungen für die Saison mit dem neuen BMW M4 DTM in Spanien fort

BMW M4 DTM
Foto: BMW-Motorsport
Mit dem ersten Test des Jahres im spanischen Jerez de la Frontera läutete BMW M Motorsport die kritische Phase der Vorbereitung auf die DTM-Saison 2019 ein . Bei dem dreitägigen Test von Dienstag bis Donnerstag setzten BMW-Ingenieure ihre Arbeit am BMW M4 DTM fort, der gemäß den Vorschriften der Klasse 1 neu entwickelt wurde. Timo Glock (GER) und Bruno Spengler (CAN) waren die Männer hinter dem Lenkrad.
Jerez de la Frontera Test unter Palmen
Foto: BMW-Motorsport
Herzstück des BMW DTM-Saisonrennwagens 2019 ist der neu entwickelte, hocheffiziente Zweiliter-V4-Turbomotor, der über 600 PS leistet. Sie setzt die Erfolgsgeschichte von BMW Turbo Power im Motorsport fort, die vor genau 50 Jahren 1969 begann. Viele Bereiche des BMW M4 DTM wurden für den neuen Turbomotor neu gestaltet, darunter die Abgasanlage, das Frontend und die Kühlöffnungen. Änderungen wurden auch am Frontsplitter und am Heckflügel vorgenommen, während der Heckdiffusor abgesenkt wurde.

Stimmen der Piloten zum DTM-Test in Jerez de la Frontera:
Timo Glock
Foto: BMW-Motorsport
Timo Glock: 
„Nach dem langen Winter konnte ich es kaum erwarten, wieder ans Steuer zu kommen und freute mich sehr auf unseren neuen turbogeladenen BMW M4 DTM. Ich muss sagen, dass es alle meine Erwartungen erfüllt hat. Sie spüren wirklich die zusätzliche Motorleistung und das Drehmoment. Durch die Modifikationen der Aerodynamik verhält sich das Auto anders. Dies sind Dinge, an die wir uns als Fahrer anpassen müssen, und für die wir unseren Fahrstil verfeinern müssen. Nach meinen ersten Testtagen kann ich jedoch bestätigen, dass der neue BMW M4 DTM großen Spaß macht. Obwohl das Wetter im Allgemeinen alles andere als ideal war, war es ein sehr produktiver Test. Wir haben bei der Entwicklung des neuen Autos mehr Fortschritte gemacht und werden diese Arbeit im April auf dem Lausitzring fortsetzen. “
Bruno Spengler
Foto: BMW-Motorsport
Bruno Spengler:
„Obwohl das Wetter aufgrund des ungeklärten Wetters besser hätte sein können, konnten wir viele Punkte unseres Testprogramms durcharbeiten und die Entwicklung des Autos weiter vorantreiben. Es macht großen Spaß, an der Entwicklung eines solchen Autos beteiligt zu sein, da sich die Fortschritte im Verlauf der Wintertests sehen lassen. Bis zum Saisonstart haben wir noch ein bisschen mehr zu tun, aber beim Lausitzring-Test haben wir Gelegenheit dazu. Wir werden dort in Vorbereitung auf Hockenheim detaillierter eingehen und das Auto für die Eröffnungsrennen weiter optimieren. Das ganze Team hat im Winter hart gearbeitet und großartige Arbeit geleistet, um uns das bestmögliche Auto zu bieten. Jetzt geht es auf den Lausitzring für die letzte Vorbereitungsphase.

GT-Masters: Kirchhöfer und Pommer sollen den Titel für Callaway Competition holen

Foto: ADAC-Motorsport
Der Titelgewinn ist das Ziel: Callaway Competition startet 2019 mit einem neuen Fahreraufgebot im ADAC GT Masters. Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) bekommt mit Markus Pommer (28/Neckarsulm) in der Corvette C7 GT3-R des schwäbischen Rennstalls einen neuen Teamkollegen. Ihren Auftaktlauf trägt die „Liga der Supersportwagen“ vom 26. bis 28. April in der Motorsport Arena Oschersleben aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

Marvin Kirchhöfer trat 2018 erstmals mit Callaway Competition an und holte zusammen mit Daniel Keilwitz mit drei Siegen die meisten aller Fahrerpaarungen. Die Saison beendete das Duo auf der dritten Gesamtposition. Nun will der Sachse, der bei R-Motorsport unter Vertrag steht und für seine Starts im ADAC GT Masters eine Freigabe erhalten hat, die Meisterschaft: „Im vergangenen Jahr habe ich mich bei Callaway Competition sehr wohlgefühlt. Leider hat es am Ende nicht für den Titel gereicht. Deshalb freue ich mich auf eine neue gemeinsame Saison und einen erneuten Angriff auf den Titel. Auch wenn es eine schwere Aufgabe wird, ich bin bereit und werde alles dafür geben. Ich denke, dass ich mit Markus einen guten Teamkollegen bekommen habe und wir von Beginn an vorn mitkämpfen können. Wir sind beide hochmotiviert.“

Mit Markus Pommer bekommt Kirchhöfer einen neuen Teamkollegen. Pommer holte 2018 in der „Liga der Supersportwagen“ zwei Siege und hatte ebenfalls bis zum Saisonfinale in Hockenheim Titelchancen. Der Neckarsulmer wechselt nun zu Callaway Competition und ersetzt dort ADAC GT Masters-Rekordsieger und Ex-Champion Daniel Keilwitz, der den Rennstall nach neun Jahren verlassen hat. „Mein Ziel im ADAC GT Masters ist es, mit Marvin den Titel zu holen“, so Pommer. „Callaway Competition hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie immer dazu in der Lage sind. Es gab schon seit einigen Jahren Kontakt zum Team, da es nur wenige Kilometer von meinem Wohnort entfernt seinen Sitz hat. In diesem Jahr hat es geklappt, dass wir ein gemeinsames Paket schnüren konnten.“

Teamchef Mike Gramke blickt optimistisch auf das neue Jahr: „Das Team ist für die bevorstehende Saison gut aufgestellt und hat mit Markus Pommer einen absoluten Wunschkandidaten gewinnen können. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich die Fahrer sehr schnell einspielen werden und wir in Oschersleben gleich vom ersten Lauf an angreifen können. Im vergangenen Jahr konnten wir bis zum letzten Rennen unsere Meisterschaftschancen wahren, daher sollte unser Ziel sein, dies auch in der kommenden Saison zu bestätigen. Wenn das ganze Team vom ersten bis zum letzten Rennen konzentriert arbeitet, wovon ich absolut überzeugt bin, dann kann auch mehr drin sein als letzte Saison.“

Mittwoch, 6. März 2019

Erster Testtag von R-Motorsport mit dem Aston-Martin Vantage DTM

  • Neuer Aston Martin Vantage DTM beendet ersten Testtag
  • R-Motorsport konzentriert sich auf die Daten-Generierung des Motors und der Elektronik
  • Paul Di Resta: „Ein erkenntnisreicher Tag, an dem wir trotz einer Pause für Anpassungen und Reparaturen wertvolle Daten zum Motor und zum Turbolader gesammelt haben“
  • Team Principal Dr. Florian Kamelger: “Das Hauptziel unseres heutigen Testprogramms war unser neues Auto noch besser zu verstehen und mehr über das Ansprechverhalten des Turbomotors zu erfahren“
Aston Martin Vantage DTM
Foto: r-motorsport / Hans-Dieter Seufert

Am Dienstag, dem 5. März begann R-Motorsport am ersten Tag des gemeinsamen Tests mit Audi und BMW ein intensives Testprogramm mit dem Aston Martin Vantage DTM. Das Hauptziel des Tests war mehr Daten und Informationen über die Fahrbarkeit des neuen Turbomotors zu generieren. Darüber hinaus lag der Fokus darauf, auch mehr Erfahrung hinsichtlich der Hitzeentwicklung im Umfeld des Turboladers zu gewinnen.

Damit im Zusammenhang sind die vier langen Schlitze auf der Motorhaube zu sehen, durch die die heiße Abluft vom Kühler und Intercooler entweicht. Ein Garrett-Turbolader, ein vorgeschriebenes Einheitsbauteil, entwickelt für den Vierzylinder einen vorgeschriebenen maximalen Ladedruck von 3,5 bar. Rund 30 Extra-PS können per „Push-to-Pass“-Knopfdruck zwölf Mal im Rennen abgerufen werden. Sichtbares äußeres Erkennungsmerkmal, dass es sich beim Antriebsaggregat um ein Vierzylinder-Reihenmotor handelt, ist der Auspuff auf nur einer Seite, unterhalb der rechten Tür. Am Nachmittag wurde das Testprogramm längere Zeit unterbrochen, um Anpassungen und Reparaturen vorzunehmen.

„Zu diesem frühen Zeitpunkt unseres Test- und Entwicklungsprogramms möchte unser Team so viel wie möglich über den neuen Motor lernen,“ erklärt Paul Di Resta. „Heute war ein erkenntnisreicher Tag, an dem wir trotz einer Pause für Anpassungen und Reparaturen wertvolle Daten zum Motor und zum Turbolader gesammelt haben. Unser brandneuer Turbomotor braucht sicher noch eine Menge Laufzeit, um herauszufinden wie wir die Fahrbarkeit und die Kühlung weiter optimieren können.“

„Da das Aston Martin Vantage DTM-Fahrzeug in nur 90 Tagen entwickelt und gebaut wurde gibt es noch viel Entwicklungsarbeit zu erledigen,“ pflichtet Team Principal Dr. Florian Kamelger bei. „Konsequenterweise war das heutige Hauptziel des Testtages, unseren Lernprozess bei der Entwicklung des Fahrzeugs fortzusetzen, insbesondere, was das Ansprechverhalten des Turbomotors anbelangt.“

Paul Di Resta sitzt auch am Mittwoch am Steuer des Aston Martin Vantage DTM bevor Jake Dennis am Donnerstag und Ferdinand von Habsburg am Freitag das Testprogramm fortsetzen.


Die Technik des Aston Martin Vantage DTM 

Chassis:
Carbon-Monocoque mit Überrollstruktur aus Stahl, Front-, Seiten- und Heck-Crashstrukturen, Motorhaube, Türen, Seitenwände und Kotflügel aus Carbon

Länge: 4.730 mm
Breite: 1.950 mm
Höhe: 1.280 mm
Mindestgewicht: 981 kg

Motor
Vier-Zylinder Reihenmotor Turbo
Hubraum: 2,0 Liter
Max. Drehzahl: 9500 1/min (per Reglement)
Kraftstoffdurchfluss: max. 95kg/h (per Reglement)

Getriebe:
Einheitsgetriebe
Einheits-6-Gang-Getriebe in Transaxle-Anordnung,
Heckantrieb, sequenzielle pneumatisch betätigte Lenkradschaltung
Mechanische Differentialsperre ohne Antriebsschlupfregelung
Carbonfaser-Kardanwelle
4-Scheiben-Carbonfaserkupplung mechanisch betätigt mit Fußpedal

Radaufhängung:
Einheitliche Doppelquerlenker mit durch Druckstangen betätigten Feder-Dämpfer-Einheiten an Vorder- und Hinterachse

Bremsen:
Einheitliche Carbon-Bremsanlage ohne ABS

Räder/Reifen:
Einheits-Aluminiumfelgen, Einheitsreifen von Hankook

Quelle: r-motorsport.com

Audi Sport ABT Schaeffler feiert Formel-E-Jubiläum

  • Daniel Abt und Lucas di Grassi bestreiten ihr 50. gemeinsames Rennen
  • Fünfter Saisonlauf der Elektrorennserie startet am Sonntag in Hongkong
  • Eurosport überträgt live, ARD zeigt Rennen im Livestream
Lucas di Grassi (l.) und Daniel Abt bestreiten am kommenden Wochenende
 Ihr 50. Formel-E-Rennen für Audi Sport ABT Schaeffler
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 

Das ist einmalig in der Formel E: Am kommenden Sonntag (10. März) absolvieren Daniel Abt und Lucas di Grassi in Hongkong ihr 50. Rennen für Audi Sport ABT Schaeffler. Keine andere Mannschaft hat seit dem Debüt der Elektrorennserie im September 2014 alle Läufe mit derselben Fahrerpaarung bestritten. Beim Gastspiel in Asien will Audi die eindrucksvolle Erfolgsbilanz weiter ausbauen.

Mit 37 Pokalen in 49 Rennen ist Audi Sport ABT Schaeffler das erfolgreichste Team im internationalen Starterfeld. Lucas di Grassi hat neun Siege auf seinem Konto, Teamkollege Daniel Abt zwei. Hinzu kommen elf schnellste Rennrunden und fünf erste Startplätze. Eine eindrucksvolle Zwischenbilanz, auf der sich die Audi-Werksmannschaft aber keinesfalls ausruhen möchte.

„Natürlich wollen wir die Emotionen und den positiven Schwung von Lucas’ Last-Minute-Sieg in Mexiko mitnehmen. Aber trotzdem beginnt in Hongkong alles bei null, denn die Strecke hat einen komplett anderen Charakter als Mexiko“, sagt Teamchef Allan McNish. „Ich bin besonders gespannt auf Daniel (Abt), der in Hongkong schon immer gut zurechtgekommen ist und nach seinem aberkannten Sieg beim letzten Mal noch eine Rechnung offen hat. Aus der Sicht des Teams wollen wir unser 50. Rennen natürlich zu etwas Besonderem machen. Nach dem Sieg in Mexiko und Daniels Podium in Santiago sind wir auf einem guten Weg.“

Zum ersten Mal ist Hongkong nicht Auftaktevent, sondern mitten in der Saison Austragungsort eines Laufs. Die asiatische Metropole bietet die wohl schillerndste Kulisse im Kalender: Fahrerlager und Rennstrecke im Herzen der Stadt sind direkt an der Hafenfront rund um das bekannte Riesenrad beheimatet. Der 1,860 Kilometer lange Kurs ist eng und anspruchsvoll, ganz nach dem Geschmack von Daniel Abt und Lucas di Grassi: Beide standen in Hongkong schon auf dem Podium. Beim Auftakt zur vierten Saison im Dezember 2017 überquerte Daniel Abt als Sieger die Ziellinie, wurde aber nachträglich wegen eines Formfehlers des Teams in der Fahrzeugdokumentation aus der Wertung genommen.

„In Hongkong liegen noch 25 Punkte von mir herum, die ich dieses Mal ganz gern abholen würde“, schmunzelt Daniel Abt. „Die Strecke finde ich cool, auch die Atmosphäre mit den Fans ist fantastisch. Lucas und ich waren dort beide immer recht stark und nachdem wir jetzt unseren etwas holprigen Start in die Saison überwunden haben, wollen wir angreifen. Das Qualifying wird eine wichtige Rolle spielen, denn Überholen ist in Hongkong schwierig – aber das haben wir auch schon vor anderen Rennen gesagt und sind dann doch eines Besseren belehrt worden.“

Unvergessen ist Lucas di Grassis zweiter Platz bei der Premiere in Hongkong 2016: Nach einem Crash in der ersten Runde musste der Brasilianer einen zusätzlichen Boxenstopp inklusive Wechsel des Frontflügels einlegen. Vom Ende des Feldes kämpfte er sich mit einer mutigen Strategie und perfektem Energiemanagement noch aufs Podium.

„Die ganze Mannschaft hat in den vergangenen Monaten hart gearbeitet. Das zahlt sich jetzt aus, denn wir sind wieder bei der Musik und fahren um Pokale und Siege – wie zuletzt in Mexiko“, sagt Lucas di Grassi. „Dieses Momentum müssen wir mit nach Hongkong nehmen. Wir erleben Rennen für Rennen, wie unberechenbar die Formel E ist. Wir werden keinen Millimeter nachlassen und wieder alles geben. Unser Ziel ist wie immer der größtmögliche Pokal.“

Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler ist auch das Kundenteam Envision Virgin Racing mit Sam Bird und Robin Frijns mit dem von Audi und Technologiepartner Schaeffler entwickelten e-tron FE05 unterwegs. Mit einem Sieg sowie einem zweiten und einem dritten Platz liegt die Mannschaft auf Rang zwei der Teamwertung. Bird gewann das erste Rennen der vierten Saison in Hongkong.

Der fünfte Saisonlauf der Formel E startet in Hongkong ausnahmsweise erst am Sonntag, aber wie immer um 16 Uhr Ortszeit (9 Uhr MEZ) und führt wie gewohnt über 45 Minuten plus eine Runde. Eurosport überträgt live aus Hongkong, außerdem zeigt die ARD das Rennen im Livestream unter daserste.de. Alle internationalen Sender inklusive Sendezeiten sind online unter www.fiaformulae.com zu finden.