Sonntag, 13. Januar 2019

E-Prix Marrakesch: Debakel für BMW Andretti Motorsport

da Costa vor Sims
Foto: BMW-Motorsport / Daniel Reinhard
Nach dem Sieg beim Saisonauftakt verzeichnete BMW i Andretti Motorsport im zweiten Lauf der ABB FIA Formel E-Meisterschaft eine starke Leistung - diesmal jedoch ohne ein ähnliches Ergebnis. Beim E-Prix von Marrakesch wurde Alexander Sims (GBR) Vierter und holte die ersten Punkte seiner Karriere in der Formel E, wobei er in einem spannenden Finale nur knapp das Podium verpasste. António Félix da Costa (POR) zog sich zurück, nachdem er nach Kontakt mit Sims in die Reifenwand gerutscht war. Sims verlor zwei Plätze, konnte aber weiterrennen.

Die beiden BMW i Andretti Motorsport-Piloten starteten vom vierten und sechsten Platz ins Rennen und beide erlebten einen hervorragenden Start und kamen schnell auf den zweiten und dritten Platz vor. Nach dem Rennen übernahm Félix da Costa die Führung, gefolgt von Sims als Zweiter. Das herausragende Tempo der beiden BMW iFE.18 ermöglichte es dem Duo, sich vom Rest des Feldes auf dem Podium zu entfernen. Beide Fahrer verfehlten jedoch ihre Bremspunkte, als Sims nur wenige Runden vor dem Ende versuchte, zu überholen. Félix da Costa rutschte von der Innenlinie in die Reifenwand und musste in den Ruhestand gehen, während Sims Ausweichmanöver ergreifen konnte, bevor er als Vierter ins Rennen zurückkehrte. Das BMW i8 Coupé Safety Car brachte das Feld dann wieder zusammen. Sims kämpften weiter um einen Podestplatz, als das Rennen wieder losging. Noch eine Runde, konnte aber nicht an der Konkurrenz vorbeikommen. Der Sieg ging an Jérôme D'Ambrosio (BEL, Mahindra Racing).

Reaktionen im Team auf den Marrakesch E-Prix:

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):
„In der Schlussphase des Rennens hatten beide BMW iFE.18 eine aussichtsreiche Position. Leider konnten wir unsere gute Leistung nicht nutzen. Kurz vor dem Ziel gab es Kontakt zwischen unseren Fahrern und António Félix da Costa musste sich dann zurückziehen. Alexander Sims konnte das Rennen auf Rang vier beenden. Wir haben den Vorfall mit beiden Fahrern analysiert und werden im Laufe der Saison davon lernen. Wir sind uns alle einig, dass ein solcher Vorfall nicht noch einmal vorkommen wird. “

Roger Griffiths (Teamchef BMW und Andretti Motorsport):
„Dies war leider ein enttäuschender Abschluss eines viel versprechenden Tages. Unsere Autos zeigten eine starke Leistung an der Spitze des Feldes und waren sehr wettbewerbsfähig. Unser Renntempo war extrem gut und ein Doppelsieg wäre möglich gewesen. Leider haben sich die Dinge nicht so entwickelt. Natürlich sind wir enttäuscht. Wir haben darüber als Team diskutiert und schauen nun nach vorne. Wir haben gemeinsam in Ad Diriyah gewonnen. Wir konnten das hier in Marrakesch nicht wiederholen und haben als Team zusammen verloren. Wir werden daraus lernen. “

Alexander Sims:
„Natürlich ist es eine große Schande für das gesamte Team. Das Rennen hätte nicht so enden dürfen. Wir alle - ich, António und das Team - werden aus den Ereignissen lernen. Wir sind uns alle bewusst, dass solche Vorfälle nicht akzeptabel sind. Es hat uns heute ein Doppelsieg gekostet. “

António Félix da Costa:
„Ich möchte mich bei dem gesamten Team entschuldigen. Alex hat heute einen tollen Job gemacht. Ich hielt mich am Boden fest, als er auf gleicher Höhe mit mir stand und meine Vorderräder blockierten. Das war mein Fehler und hatte negative Folgen für mich und für Alex. Ich hätte ihn gehen lassen und mit dem zweiten Platz zufrieden sein sollen. “

E-Prix Marrakesch: Stimmen der Sieger

Der Sieger vom Marrakesch Jerome D'Ambrosio
Foto: media.fiaformulae.com / Motorsport Images

Jerome D'Ambrosio

"Das Rennen war wirklich hart umkämpft und unglaublich intensiv. Zumindest fühlte es sich so aus dem Cockpit an. Ich wusste, dass ich ein Top-5-Ergebnis erzielen konnte, da das Renntempo in Ad Diriyah und hier ebenfalls erstaunlich war. Ein paar Die Dinge haben zu unserem Vorteil beigetragen und dieses Rennen zu gewinnen, aber es bedeutet viel für das Team und die harte Arbeit der letzten Wochen. Wir werden es heute Abend genießen, aber morgen müssen wir wieder hart arbeiten."

Robin Frijns

"Es war ein aufregendes Rennen, aber der Start war ein bisschen chaotisch. Das einzige, was ich gesehen habe, war Rauch und ich habe keine Autos gesehen. Es war wirklich ein großartiger Tag für das Team - ich wurde ein Zweiter und wir haben zwei Autos auf dem Podium. Als ich den zweiten Platz erkämpft hatte war es mir wichtiger die Punkte zu sichern als im Kampf um Platz 1 mit Jerome alles zu riskieren."

Sam Bird

"Nachdem ich von hinten getroffen wurde, hatte ich ein bisschen ein Problem, dachte ich zumindest. Ich hatte mich heute eigentlich nicht sehr konkurrenzfähig gefühlt, aber es lief im Qualifying vielversprechend und dann im Rennen auch. Als eines der wenigen Kundenteams sind wir wirklich beeindruckend. Ohne Tests frage ich mich, wie wettbewerbsfähig wir in einigen Rennen sein werden. "

Doppelpodium für ENVISION VIRGIN RACING im dramatischen Marrakesch E-Prix

  • Erstes Podium der neuen Gen2-Ära für Envision Virgin Racing und Audi e-tron FE05
  • Robin Frijns verpasst den Sieg nur um 0,143 Sekunden; der engste Abstand der Formel E Geschichte bisher
  • Platz drei für den Briten Sam Bird, nachdem er sich im ereignisreichen Qualifying den fünften Pol der Karriere gesichert hatte
Podium Marrakesch: Robin Frijns, Jérôme d'Ambrosio, Sam Bird (von links)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Envision Virgin Racing sicherte sich beim Formel-E-Rennen in Marrakesch ein zweifaches Podium. Robin Frijns verpasste den Sieg mit lediglich 0,143 Sekunden, die ihm das bisher beste Ergebnis der Formel E bescherte. Der Teamkollege Sam Bird, der zuvor nach einem ereignisreichen Qualifying seinen fünften Pol in der Pole Position gesichert hatte, wurde Dritter hinter dem Niederländer.

Nach dem Start des Rennens stand Polemans Bird sofort unter Druck von Jean-Eric Vergne. Beim Versuch von Vergne den Führenden noch in der ersten Kurve zu überhohlen drehte sich Vergne jedoch und fiel ans Ende des Feldes zurück. Von dort startete er im Laufe des Rennens eine beindruckende Aufholjagd, die ihm im Ziel Platz fünf einbrachte.
Nun machten die beiden Andretti-Fahrer von Antonio Felix da Costa und Alexander Sims Druck auf Bird und es dauerte nicht lange, bis die beiden den Führenden passierten. Bird fiel auf Plat drei vorn Frijns, der auf den vierten Platz vorgerückt war.

Bei Halbzeit des 45-minütigen Rennens war Frijns dann vor Bird jedoch hinter Jerome D'Ambrosio der beide überholt hatte. In den nächsten Runden kam es zu einem häftigen Kampf der beiden führenden Andretti-Piloten Sims und da Costa. Beim Versuch sich gegen den Angriff seines Teamkollegen Sims zu verteidigen riskierte da Costa zuviel, mit einem verbremser sorgte er für seinen Ausfall und den Verlust des in Sichtweite liegenden Doppelsieges des Teams BMW i Andretti Formula E.
Das führte in Folge zu einer Safety-Car-Phase nach der gerade noch eine Runde zu fahren war.  Den Sieg sicherte sich schließlich D'Ambrosio vor Frijns und Bird.

Ergebnis – FIA Formula E Championship Marrakesh E-Prix:
 

1. Jerome D'Ambrosio, Mahindra Racing, 31laps (25pts)
2. Robin Frijns, Envision Virgin Racing, +0.143s (18pts)
3. Sam Bird, Envision Virgin Racing, +0.461s (15pts /// pole position)
4. Alexander Sims, BMW i Andretti Formula E, +0.740s (12pts)
5. Jean-Eric Vergne, DS Techeetah, +0.1.232s (10pts // Fastest Lap)
6. Andre Lotterer, DS Techeetah, +1.457s (8pts)
7. Lucas di Grassi, Audi Sport ABT Schaeffler, +1.633s (6pts)
8. Sebastien Buemi, Nissan e.dams, +2.455s (4pts)
9. Mitch Evans, Panasonic Jaguar Racing, +2.980s (2pts)
10. Daniel Abt, Audi Sport ABT Schaeffler, 4.014s (1pt)


Stand Fahrerwertung nach zwei Rennen:

1. Jerome D'Ambrosio, 40pts
2. Jean-Eric Vergne, 28pts
3. Antonio Felix da Costa, 28pts
4. Andre Lotterer, 19
5. Robin Frijns, 18pts
6. Sam Bird, 18pts

Stand Teamwertung nach 2 Rennen:


1. DS Techeetah, 47pts
2. Mahindra Racing, 40pts
3. BMW i Andretti Formula E, 40pts
4. Envision Virgin Racing, 36pts
5. Nissan e.dams, 18pts

Samstag, 12. Januar 2019

Formel E: Aktuelles und Buntes aus Marokko vom Audi-Team

  • Daniel Abt gewinnt Challenge im Souk von Marrakesch
  • Lucas di Grassi erstmals beim Race of Champions

Lucas di Grassi und Daniel Abt entspannen in Marrakesch
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Der erste E-Prix des Jahres 2019 startet am Samstag um 16 Uhr (MEZ) in Marrakesch (live auf Eurosport und www.zdf.de).

Ein Filmdreh führte Daniel Abt und Lucas di Grassi am Donnerstag zum Djemaa-el-Fna, dem berühmten Marktplatz im Herzen von Marrakesch. Die Aufgabe für die beiden Audi-Piloten: im traditionellen Souk für 500 Dirham (ca. 50 Euro) einen Hut, einen Korb und Schuhe kaufen und dabei möglichst wenig Geld ausgeben. Die Challenge gewann Daniel Abt, der seine Einkäufe anschließend stolz bei Teamchef Allan McNish ablieferte.

Traditionelle marokkanische Musik erlebten Daniel Abt und Lucas di Grassi in der Niederlassung von Audi-Partner DHL. Die beiden Formel-E-Stars wurden von den DHL-Mitarbeitern begeistert empfangen, schrieben fleißig Autogramme und erfüllten geduldig Selfie-Wünsche.

Lucas di Grassi verbrachte die Weihnachtsferien mit einem Kontrastprogramm: Einem Skiurlaub in Colorado (USA) folgte das erste gemeinsame Familien-Weihnachtsfest mit Sohn Leonardo in der brasilianischen Heimat.

Am Wochenende nach Marrakesch sind Daniel Abt und Lucas di Grassi bei zwei höchst unterschiedlichen Events im Einsatz. Abt fährt mit seinem Audi e-tron FE04 aus der Saison 2017/2018 beim GP Ice Race im österreichischen Zell am See auf Schnee und Eis. Di Grassi tritt in Mexiko-Stadt erstmals beim Race of Champions der besten Rennfahrer der Welt an.

Am Sonntag fahren Jamie Green und Nico Müller beim Rookie-Test der Formel E in Marrakesch die beiden Audi e-tron FE05 des Teams Audi Sport ABT Schaeffler. Während Müller bereits seinen dritten offiziellen Formel-E-Test für das Audi-Werksteam absolviert, schnuppert Jamie Green erstmals Formel-E-Luft. Der Brite hat sich kurz vor Weihnachten im Audi-Simulator auf den Test vorbereitet. Für das Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing testen Nyck de Vries und Benoît Tréluyer.

Startzeiten für DTM-Saison 2019 stehen fest

  • Alle Rennen beginnen um 13:30 Uhr Ortszeit
  • Starkes Rahmenprogramm sorgt für enge Zeitpläne
  • SAT.1 überträgt alle DTM-Rennen live

Foto: dtm.com
Neujahrsbotschaft für alle DTM-Fans: Die Startzeiten für die neun Veranstaltungen der DTM-Saison 2019 sind fixiert. Alle 18 Rennen der populären Rennserie werden samstags und sonntags jeweils um 13:30 Uhr gestartet. Das gilt auch für die Events außerhalb Deutschlands, womit Fans auf dem europäischen Festland die beiden Rennen im englischen Brands Hatch aufgrund der Zeitverschiebung ab 14:30 Uhr im TV verfolgen können.

„Konstante Startzeiten sind nicht nur für unser Event vor Ort, sondern auch für alle Fans, die die Rennen live im TV oder im Stream verfolgen wollen, wichtig“, sagt Achim Kostron, Geschäftsführer der DTM-Dachorganisation ITR. „Daher war es uns ein Anliegen, dass die im vergangenen Jahr gelernten Startzeiten beibehalten werden.“

DTM: Freie Trainings nur noch freitags 

Ein starkes Rahmenprogramm sorgt in diesem Jahr für dichte Zeitpläne an den Rennwochenenden. Die W Series, die neue Rennserie exklusiv für weibliche Teilnehmerinnen, die Rückkehr der Porsche Markenpokale auf die DTM-Plattform, das Formula European Masters sowie weitere attraktive Markenpokale bieten den Fans durchgängig pure Renn-Action. Das hat nicht zuletzt Auswirkungen auf das DTM-Programm: So werden freitags künftig zwei freie Trainings ausgetragen, während am samstags und sonntags die freien Trainings entfallen. Die Fahrer werden an beiden Tagen vormittags direkt die Qualifikation bestreiten, was nicht zuletzt für zusätzliche Spannung sorgt. Lediglich in Brands Hatch, wo die Veranstaltung wie im vergangenen Jahr aufgrund lokaler Bestimmungen an nur zwei Tagen ausgetragen werden kann, bleibt an beiden Tagen der Dreiklang aus freiem Training, Qualifikation und Rennen bestehen.

SAT.1 überträgt live, Tickets sind online und telefonisch bestellbar 

Der TV-Sender SAT.1 wird auch 2019 alle Rennen mit seinem „ran racing“-Team live übertragen. Wie schon 2018 beginnen die Übertragungen von den Rennstrecken um 13:00 Uhr (Brands Hatch: 14:00 Uhr) mit Streckenvorstellungen, Hintergrundbeträgen und Interviews.


Der Ticket-Vorverkauf für alle Rennwochenenden der Saison 2019 hat bereits begonnen. Bestellt werden können Tickets über die offizielle Homepage www.DTM.com/tickets und die DTM-Ticket-Hotline 0180 6 386386 (0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) montags bis freitags jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr.

Die DTM-Termine 2019 (mit Rahmenprogramm) 

3.–5. Mai: Hockenheimring (GER)
W Series, Formula European Masters, Porsche Carrera Cup Deutschland, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup

17.–19. Mai: Circuit Zolder (BEL)
W Series, Formula European Masters, Porsche Carrera Cup Benelux, Belcar Endurance Championship

7.–9. Juni: Misano World Circuit (ITA)
W Series, Formula European Masters, Porsche Carrera Cup France, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup

5.–7. Juli: Norisring (GER)
W Series, Formula European Masters, Porsche Carrera Cup Deutschland

19.–21. Juli: TT Circuit Assen (NED)
W Series, Formula European Masters, Porsche Carrera Cup Benelux, Lotus Cup Europe, BOSS GP

10.–11. August: Brands Hatch (GBR)
W Series, Formula European Masters, Lotus Cup Europe

23.–25. August: Lausitzring (GER)
Formula European Masters, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, Tourenwagen Classics

13.–15. September: Nürburgring (GER)
Formula European Masters, Porsche Carrera Cup Benelux, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, Tourenwagen Classics, Lotus Cup Europe

4.–6. Oktober: Hockenheimring (GER)
Formula European Masters, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, t.b.a.