Montag, 7. Januar 2019

Audi e-tron FE05 startet in Marokko ins neue Jahr

  • Daniel Abt und Lucas di Grassi wollen zurück in die Spitzengruppe
  • Test, Datenanalyse und Simulatorarbeit als Vorbereitung
  • Jamie Green und Nico Müller bei Rookie-Test im Einsatz
#11 Lucas Di Grassi und # 66 Daniel Abt beide Audi e-tron FE05
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel  

Das Motorsportjahr 2019 beginnt für Audi Sport ABT Schaeffler in Afrika: Am Samstag, 12. Januar, startet die ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft zum zweiten Lauf der Saison in Marrakesch (Marokko). Nach zwei Top-Ten-Positionen beim Saisonauftakt im Dezember wollen Daniel Abt und Lucas di Grassi mit dem Audi e-tron FE05 jetzt nachlegen

Die Premiere der Formel-E-Saison in Saudi-Arabien war für die Mannschaft von Audi Sport ABT Schaeffler ein Gastspiel mit Höhen und Tiefen: Daniel Abt und Lucas di Grassi zeigten nach einem schwierigen Qualifying starke Aufholjagden und holten mit den Plätzen acht und neun die ersten Punkte. Nach acht Podiumsplatzierungen in Folge in der Vorjahressaison fuhren sie diesmal aber ohne einen Pokal nach Hause. „Am ersten Rennwochenende in Riad haben wir deutlich gesehen, wie hoch das Level und wie stark die Konkurrenz in der Formel E ist. Wir haben viel gelernt und eine Menge Hausaufgaben mit nach Deutschland genommen“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

Die Vorbereitung auf den zweiten von insgesamt 13 Läufen war entsprechend intensiv: Am Tag nach dem Rennen in Riad sammelte Nico Müller, der das Team als Test- und Entwicklungsfahrer unterstützt, wertvolle Daten. Die Ingenieure in Neuburg werteten das Material aus und analysierten es. „Jeder im Team hat viel Arbeit investiert, um sicherzustellen, dass jedes Detail noch einmal optimiert wird und wir schnell wieder bei der Musik sind. Unser Ziel bleibt unverändert der Kampf um Siege und Pokale in jedem einzelnen Rennen – am liebsten schon in Marrakesch“, sagt Allan McNish, Teamchef von Audi Sport ABT Schaeffler. Wie vor jedem Lauf bereitete sich die Mannschaft auch im Simulator auf den Renneinsatz vor.

Marokko rückte im Januar 2017 während der dritten Saison der Formel E erstmals in den Rennkalender. Der Lauf war damals eingebunden in die UN-Klimakonferenz „COP22“, die zur gleichen Zeit in Marrakesch stattfand. Der 2,971 Kilometer lange „Circuit International Automobile Moulay El Hassan“ vor den Toren der nordafrikanischen Metropole ist eine Mischung aus permanenter Rennstrecke und öffentlichen Straßen. Beliebt bei Fotografen sind einige Blickwinkel mit dem schneebedeckten Atlas-Gebirge im Hintergrund.

„Mit dem chaotischen Renntag in Riad haben wir einen denkbar harten Start in die Saison erwischt – aber das ist Vergangenheit. Wir fahren selbstbewusst, optimistisch und voll motiviert nach Marokko“, sagt Lucas di Grassi. „Unsere Erwartung hat sich bestätigt. Die Konkurrenz in der Formel E ist in dieser Saison härter als jemals zuvor. Wir nehmen diese Herausforderung gern an und werden uns in Marrakesch stärker präsentieren.“ Marrakesch ist neben Santiago de Chile und Riad der einzige Austragungsort in der Formel-E-Geschichte, an dem das Team Audi Sport ABT Schaeffler bisher noch nicht auf dem Podium stand.

„Marrakesch ist ein Rennen mit einem ganz eigenen Charakter und völlig anderen Streckeneigenschaften als in Riad. Die Karten werden neu gemischt“, sagt Daniel Abt. „Wir hatten seit dem ersten Lauf Zeit, um konzentriert an unserer Performance und den Abläufen zu arbeiten. Ich habe volles Vertrauen in die ganze Mannschaft, dass wir in Marrakesch ein anderes Gesicht zeigen als beim Saisonauftakt.“

Das Rennen in Marrakesch beginnt um 16 Uhr Ortszeit und ist live auf Eurosport zu sehen. Außerdem überträgt das ZDF wie schon in Riad im Livestream. Alle internationalen Sendezeiten und Sender sind online unter www.fiaformulae.com zu finden.

Nach dem Renntag findet in Marrakesch ein weiterer Formel-E-Testtag statt. Wie im Vorjahr in Marokko und zuletzt in Riad wird dann Nico Müller einen der beiden Audi e-tron FE05 übernehmen. Das zweite Auto pilotiert Jamie Green, der für Audi seit 2013 in der DTM startet und seine Formel-E-Premiere erlebt.

Sonntag, 6. Januar 2019

Formel E: Marco Wittmann und Bruno Spengler testen den BMW iFE.18.

Marco Wittmann testet BMW iFE.18
Foto: Jens Hawrda
Nur einen Tag nach dem zweiten Saisonrennen in Marrakesch (MAR) wird BMW i Andretti Motorsport am kommenden Sonntag beim offiziellen Rookie-Test der ABB FIA Formel E mit zwei BMW Werksfahrern und DTM-Champions am Steuer des BMW iFE teilnehmen. 18 Neben Bruno Spengler (CAN), der bereits mehrfach im BMW iFE.18 unterwegs war, wird Marco Wittmann (GER) sein Debüt im Formel-E-Auto geben. „Ich freue mich sehr, zum ersten Mal mit einem vollelektrischen Rennwagen auf die Strecke zu gehen“, sagte Wittmann. „Bis jetzt bin ich der Formel E nur aus der Ferne gefolgt. Ich bin fasziniert zu sehen, wie es sich anfühlt, ein Auto wie den BMW iFE.18 zu fahren. Ich denke, dass die neuen Formel-E-Autos für uns Fahrer sehr attraktiv sind. Ich freue mich sehr darauf und freue mich zu sehen, wie sehr ich es genieße. Mein Herz schlägt für die DTM, Aber ich denke, es ist wichtig, dass Sie Ihren Horizont immer weiter erweitern. Glücklicherweise hat BMW Motorsport ein sehr abwechslungsreiches Programm, mit dem wir Erfahrungen in vielen verschiedenen Fahrzeugen sammeln können. “

Donnerstag, 3. Januar 2019

Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag !

Am 3. Januar 1969 wurde in Hürth ein Junge namens Michael Schumacher geboren – ein Junge, der später der erfolgreichste Formel 1-Fahrer aller Zeiten wurde. Es gibt nur wenige Namen, die so gleichbedeutend mit der Formel 1 sind, wie der von Michael Schumacher. Mit 91 Siegen und sieben FIA Formel 1 Fahrer-Weltmeisterschaften ist er eine absolute Ikone des Sports und hat die Rennserie wie kein anderer dominiert.

An dieser Stelle Herzlichen Glückwunsch an Michael Schumacher zum 50. Geburtstag und weiterhin gute Besserung.

Foto: Mercedes-Motorsport


Mittwoch, 2. Januar 2019

Audi-Pilot Mike Rockenfeller: „DTM 2019 wird megaspannend“

  • DTM-Champion von 2013 im Interview über neue Turbo-Ära der DTM
  • Mehr Motorleistung, mehr Spannung
  • Saisonstart am 4./5. Mai 2019 auf dem Hockenheimring
Mike Rockenfeller
Foto: Jens Hawrda

Noch vier Monate, dann feiert der neue rund 600 PS starke Audi RS 5 DTM Rennpremiere. Mike Rockenfeller, DTM-Champion von 2013 und langjähriger Audi-Werksfahrer, Im Interview über die Faszination der neuen DTM-Ära, die am 4./5. Mai auf dem Hockenheimring beginnt.

Was ist neu in der DTM 2019?
Es gibt für 2019 sehr viele Neuerungen. Der größte Unterschied ist wohl der Vierzylinder-Turbo, der deutlich mehr Leistung hat. Gleichzeitig hat unser neues Auto eine effizientere Aerodynamik. Dadurch sind wir auf den Geraden wesentlich schneller. Es ist unterm Strich die größte Veränderung, die ich in der DTM erlebt habe. Es ist sehr spannend, darin voll involviert zu sein. Ich bin nun zwölf Jahre lang die Achtzylinder gefahren und freue mich auf etwas Neues. Und mehr Leistung bringt immer auch mehr Spaß.

Spürt man, dass in der DTM 2019 eine neue Ära beginnt?
Jeder in der Mannschaft ist hoch motiviert. Das neue Auto ist wie unser neues Baby. Alle freuen sich, auch wenn viel Arbeit vor uns liegt. Es geht um Zuverlässigkeit, Fahrbarkeit, Leistung. Der neue Motor verhält sich anders als der alte Achtzylinder, dessen Charakteristik wir in- und auswendig kannten. Wir haben in der DTM nur wenige Tests, die müssen wir optimal nutzen.

Wie verhält sich der Turbo im Vergleich zum bisherigen V8-Saugmotor?
Der Sauger hat seine Leistung viel linearer entfaltet und war mit seinen Luftmengenbegrenzern bei rund 500 PS am Limit. Der Turbo hat weniger Hubraum, vier Zylinder weniger und eine ganz andere Charakteristik. Wir haben ungefähr 100 PS mehr Leistung. Das merkt man natürlich. Der Motor schiebt mehr an. Noch im vierten, fünften und sechsten Gang die Beschleunigung zu spüren, ist einfach toll. Sobald der Turbo einsetzt, hast du richtig Leistung. Die Reifen sind die gleichen, nun ziehen aber 100 PS mehr an den Hinterrädern, die schneller durchdrehen. Die Belastung ist speziell für die Hinterreifen höher.

Wie viel schneller sind die neuen DTM-Autos?
Die Rundenzeiten werden je nach Strecke zwei oder drei Sekunden schneller sein als bisher. Man kommt viel zügiger auf die Kurven zu und die Bremsphasen werden etwas länger. Die Geraden haben wir schneller passiert, weil wir höhere Geschwindigkeiten fahren – vielleicht sogar erstmals mehr als 300 km/h! Das wäre toll und sollte mit DRS und etwas Windschatten durchaus möglich sein.

Wie empfinden Sie den Sound der neuen Turbomotoren?
Im Auto selbst ist der Sound gar nicht viel anders. Beim Runterschalten scheppert es allerdings mächtig im Auspuff. Das ist cool für uns Fahrer und auch für die Fans. Insgesamt sind die Motoren etwas leiser, trotzdem hört und sieht man, dass viel Kraft dahintersteckt. Der Klang ist ein anderer als in der Vergangenheit, aber ein sehr schöner. Audi hat viel Erfahrung mit Turbomotoren im Motorsport. Ich fand die Turbomotoren schon in der Rallyezeit gigantisch. Es ist toll, dass wir jetzt auch in der DTM einen Turbo im Auto haben.

Wie fällt Ihre Testbilanz bisher aus?
Natürlich gibt es immer wieder kleine Problemchen, aber dafür testen wir ja. Insgesamt haben wir eine gute Basis. Wir fahren rund 500 Kilometer pro Testtag und sammeln viele Daten, die wir analysieren. Wir wissen, wo wir uns noch verbessern müssen. Es gibt insgesamt nur noch sieben Testtage vor dem Saisonstart. Das ist ein knappes und intensives Programm. Bisher haben wir die Tests sehr gut genutzt. Alle haben einen guten Job gemacht. Wo wir stehen, wird man jedoch erst beim Saisonauftakt in Hockenheim sehen. Wir werden versuchen, das Auto in der kurzen Zeit bis dahin so gut wie möglich vorzubereiten. Mir macht es viel Spaß, dabei meinen Input zu geben. Es ist gerade sehr spannend.

Waren die Turbos die richtige Entscheidung für die DTM?
Ich bin froh, dass wir diesen Schritt gehen. Es ist ein Riesenschritt für die DTM und ich bin schon extrem gespannt auf das erste Rennen der neuen Ära in der DTM. Mit Aston Martin gibt es eine neue Marke und neue Gesichter, und es ist das erste gemeinsame Rennen mit der japanischen Super GT geplant. Ich bin sicher, die DTM 2019 wird megaspannend.

Dienstag, 25. Dezember 2018

Mercedes-AMG Motorsport DTM-Dokumentation „To the very last second“

Mercedes verabschiedet sich aus der DTM
Foto: Mercedes-Motorsport

Vor 30 Jahren schlug Mercedes-AMG Motorsport mit dem werksseitigen Einstieg in die DTM das erste Kapitel einer langen und äußerst erfolgreichen Motorsportgeschichte auf. Seitdem erlebte die erfolgreichste Marke in der Geschichte der Rennserie viele spektakuläre Siege, neue Rekorde und emotionale Momente.

In ihrer Jubiläumssaison, ihrer letzten in der DTM, setzte die Marke mit dem Stern in diesem Jahr mit dem Gewinn des Titel-Triples einen perfekten Schlusspunkt für 30 denkwürdige Jahre in der DTM. In dieser Zeit wurden Fahrer zu umjubelten Legenden, sorgten Rennwagen für unvergessliche Momente und führte die harte Arbeit der gesamten Mannschaft zu unzähligen glänzenden Siegerpokalen in den Vitrinen.

Mercedes fasst in einer 100-minütige Dokumentation die emotionalen Höhepunkte, aber auch bittere Rückschläge und Niederlagen aus 30 Jahren DTM-Geschichte zusammen. Sie blickt gemeinsam mit Fahrern, DTM-Legenden und Verantwortlichen auf die DTM-Historie der Marke zurück, wirft aber vor allem einen Blick hinter die Kulissen der Jubiläumssaison und deren märchenhaften Abschluss bei unserem Heimrennen in Hockenheim. 

Pünktlich zu Weihnachten kann die 100 Minuten lange Dokumentation auf dem YouTube-Kanal von Mercedes angesehen werden: Zum Video auf Youtube