Freitag, 16. November 2018

Augusto Farfus verlässt die DTM

Augusto Farfus beendet seine DTM-Karriere
Foto: Jens Hawrda
Augusto Farfus (BRA) wird in der kommenden Saison ein neues Kapitel in seiner erfolgreichen Rennkarriere aufschlagen, wenn er sich als BMW-Werksfahrer ausschließlich auf den GT-Rennsport konzentriert. Der Brasilianer, der von 2012 bis 2018 in der DTM für BMW fuhr und in dieser Zeit vier Rennen gewann, wird mit dem BMW M8 GTE in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (FIA WEC) und bei vielen prestigeträchtigen GT-Events auf der ganzen Welt mitfahren der BMW M6 GT3. Dazu gehören die 24 Stunden von Nürburgring (GER) und der FIA GT World Cup in Macau (CHN).

„Augusto Farfus war 2011 einer der ersten Fahrer, die wir im folgenden Jahr zu unserem DTM-Comeback an Bord brachten - und er hat sich in seinen sieben Saisonsiegen als DTM-Top-Fahrer etabliert“, sagte BMW Motorsport-Direktor Jens Marquardt. „Wer könnte die Saison 2013 vergessen, als er einen Großteil des Jahres im Wettbewerb stand, bevor er als Zweiter Zweiter wurde. Offensichtlich respektieren wir Augustos Entscheidung, nicht in der DTM zu fahren, er bleibt jedoch ein wertvolles Mitglied der BMW-Familie. Gemeinsam haben wir uns entschlossen, ihn nächstes Jahr noch intensiver in unser GT-Programm sowie in die WEC 'Super Season' zu integrieren. Augusto ist einer der besten GT-Rennfahrer der Welt. Wir möchten unsere Erfolgsgeschichte, die 2007, 2019 und darüber hinaus begann, gemeinsam fortsetzen. “

"Die Entscheidung, der DTM den Rücken zu kehren, fiel mir offensichtlich nicht leicht", sagte Farfus. „Es ist wohl die beste Tourenwagenserie der Welt und ich habe mich in der DTM-Familie und den BMW Teams immer sehr wohl gefühlt. Ich habe viel gelernt, konnte mein Tempo unter Beweis stellen und forderte sogar den Titel heraus. Es war eine erstaunliche Zeit. Jeder, der mich kennt, weiß jedoch auch, wie sehr ich GT Racing liebe. Ich hatte das Gefühl, es sei Zeit für ein neues Kapitel. Ich bin BMW sehr dankbar, dass er meine Entscheidung akzeptiert und mir die Möglichkeit gegeben hat, BMW Rennwagen auf höchstem Niveau zu fahren. Ich freue mich wirklich auf 2019. ”

Farfus bestritt im Laufe seiner DTM-Karriere 104 Rennen. Er holte vier Siege, startete sechs Mal von der Pole Position und machte 13 Mal auf dem Podium. In seiner erfolgreichsten Saison belegte er 2013 den zweiten Platz in der Fahrerwertung. 2019 wird er den BMW M8 GTE für das BMW Team MTEK in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft fahren. Er wird auch am Steuer des BMW M6 GT3 im Einsatz sein.

Donnerstag, 15. November 2018

BMW M Motorsport absolviert ersten Test mit dem neuen BMW M4 DTM der Saison 2019

BMW M4 DTM Testträger
Foto: BMW-Motorsport
Die neue Turbo-Ära in der DTM hat begonnen. Nach einem erfolgreichen Rollout debütierte der neue BMW M4 DTM für die Saison 2019 auf der Rennstrecke. BMW M Motorsport hat den ersten Wintertest mit der nächsten Generation des BMW M4 DTM absolviert, der diese Woche in Estoril (POR) den Anforderungen der Klasse 1 entspricht. Die beiden BMW DTM-Piloten Bruno Spengler (CAN) und Marco Wittmann (GER) haben es während der drei Testtage abwechselnd hinter das Steuer genommen.

Der Kern des BMW M4 DTM, der an die Anforderungen der Klasse 1 angepasst wurde, ist der neu entwickelte und äußerst effiziente Zweiliter-Turbomotor. Das Kühlsystem wurde ebenfalls für das neue Gerät angepasst. Die Vorschriften sehen darüber hinaus Änderungen in einigen Bereichen der Aerodynamik vor. BMW M Motorsport nutzte den Test in Portugal, um diese Innovationen zum ersten Mal auf der Rennstrecke zu bewerten und sammelte so wichtige Informationen für die weitere Vorbereitung auf die kommende Saison.
BMW M4 DTM Testträger
Foto: BMW-Motorsport
„Die ersten Testtage mit dem neuen BMW M4 DTM mit Turbomotor haben so viel Spaß gemacht“, sagte Spengler. „Für uns als Fahrer ist es auch sehr interessant, an der Entwicklung eines neuen DTM-Rennwagens beteiligt zu sein. Ich fahre seit 14 Jahren DTM-Autos mit V8-Motoren und war zum ersten Mal mit einem Vierzylinder-Turbomotor auf der Rennstrecke. Das ist total neu für mich und macht so viel Spaß. Das Auto fühlt sich großartig an und ich freue mich auf die nächsten Tests. “

 „Das Auto fühlt sich beim Fahren richtig cool an und macht so viel Spaß“, bestätigt Wittmann. „Man spürt wirklich die Leistung und das Drehmoment des neuen Motors und die modifizierte Aerodynamik führt dazu, dass sich das Auto anders verhält. Ich bin nach dem ersten Test überwältigend positiv und ich denke, dass die Fans wirklich etwas zu erwarten haben. Von außen kann man deutlich sagen, dass die Autos viel schneller sind als im Vorjahr. Dies wird auf jeden Fall für ein Schauspiel sorgen. Und ich kann die Fans beruhigen: Der Sound bleibt so groß wie nie zuvor. Ich persönlich bevorzuge es den vorherigen Motoren. Es hört sich ein wenig anders an, ist aber weder leise noch schlecht. Ich mag es und denke, dass die Fans es auch tun werden. Die Änderungen an den Autos für 2019 sind definitiv positiv,

Die nächsten Testfahrten mit den neuen BMW M4 DTM sind für 10 geplant th und 11 th Dezember in Jerez, Spanien.

Deutlich mehr Leistung und toller Sound: Audi-Piloten schwärmen von der Turbo-DTM

  • Neuer Audi RS 5 DTM erstmals auf der Rennstrecke im Einsatz
  • Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotor mit rund 600 PS Leistung
  • Nico Müller, René Rast und Mike Rockenfeller nach erstem Test begeistert
Audi RS 5 DTM Testträger
Copyright: Audi Communications Motorsport //Paulo Maria / INTERSLIDE
Für Nico Müller, René Rast und Mike Rockenfeller fand Weihnachten dieses Jahr bereits etwas früher statt: Auf der Rennstrecke im portugiesischen Estoril durften die drei Audi-Piloten erstmals den neuen Audi RS 5 DTM testen und damit die Turbo-Ära der DTM einläuten. Alle drei kletterten mit leuchtenden Augen aus dem Cockpit.

„Das neue DTM-Auto hat mächtig Bums und geht richtig vorwärts“, schwärmte Nico Müller, der am Montag den ersten der drei Testtage absolvierte. „Der Turbomotor schiebt ganz gewaltig an. Wir werden Geschwindigkeiten erleben, wie es sie in der DTM noch nie gegeben hat. Die Mehrleistung ist wirklich spürbar. Die Anforderungen an uns Fahrer werden noch höher. Das Auto sieht auch richtig schnell aus, wenn man an der Strecke steht. Der Sound ist ebenfalls faszinierend. Ich möchte den Turbo auf keinen Fall mehr gegen den alten V8-Sauger eintauschen.“

Ähnlich äußerten sich die beiden DTM-Champions Mike Rockenfeller und René Rast nach ihren ersten Testkilometern im neuen Audi RS 5 DTM. „Als Rennfahrer freut man sich immer über mehr Leistung. Das neue Auto fühlt sich an wie ein Go-Kart und macht mächtig Spaß“, sagte Rast. „Ich liebe den Turbomotor und bin sicher, dass die Fans ihn auch lieben werden“, bestätigte Rockenfeller. „Der Sound ist toll, das Auto viel schneller. Wir können uns alle auf das nächste Jahr freuen.“

Mit dem neuen Class-1-Reglement, das ab 2020 auch in der Japanischen Super-GT-Meisterschaft gilt, beginnt in der DTM 2019 vor allem technisch eine neue Ära. Die bisherigen V8-Saugmotoren werden von neu konstruierten Rennmotoren mit vier Zylindern, zwei Liter Hubraum plus Turbolader abgelöst, die eine gute Mischung aus Performance und Effizienz bieten. Bei Audi in der Serie sind gerade die Vierzylinder-Zweiliter-Turbomotoren weltweit wichtige Verbrennungsaggregate.

Audi RS 5 DTM Testträger
Copyright: Audi Communications Motorsport //Paulo Maria / INTERSLIDE
Die DTM erhält durch die Turbos nicht nur einen verstärkten Bezug zur Serie. Fans und Fahrer dürfen sich gleichzeitig über knapp 100 PS Mehrleistung freuen. Der TFSI-Motor des bei Audi intern „RC8“ bezeichneten Audi RS 5 DTM des Modelljahrs 2019 leistet rund 600 PS.

Komplett neu ist auch die Aerodynamik: Heckflügel, Unterboden, Front- und Heckdiffusor wurden für die Saison 2019 per Reglement neu definiert. Gleichzeitig haben die Techniker den Vorderwagen an den kompakteren Turbomotor und dessen Kühlbedarf angepasst. Die deutlich geänderte Luftführung im Bereich der Frontpartie lässt den Audi RS 5 DTM vor allem von vorn noch aggressiver wirken als das erfolgreiche Vorgängermodell.

„Natürlich haben wir in diesem frühen Stadium noch viel Arbeit vor uns, aber die ersten Testfahrten sind positiv verlaufen“, sagte Projektleiter Andreas Roos. „Es ist nicht selbstverständlich, dass ein neues Rennauto gleich am ersten Tag so gut funktioniert. Darauf kann jeder in unserer DTM-Mannschaft sehr stolz sein.“

„Es ist erfreulich, dass die ersten Eindrücke unserer Fahrer genau das bestätigen, was wir mit den neuen DTM-Rennwagen erreichen wollten“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Die Autos sind schneller, anspruchsvoller zu fahren, sehen noch dynamischer aus und klingen richtig gut. Die DTM steht am Anfang einer spannenden Ära. Ich kann es schon jetzt kaum erwarten, die neuen Autos erstmals in einem Rennen zu erleben. Die Verbesserung des Leistungsgewichts ist mit bloßem Auge zu sehen. Damit machen wir einen deutlichen Schritt zu dem von Gerhard Berger gewünschten ‚Ritt auf der Kanonenkugel‘.“

Die neue DTM-Saison beginnt in exakt 170 Tagen am 5. Mai 2019 auf dem Hockenheimring. Der Ticketvorverkauf hat auf www.dtm.com bereits begonnen. Der Zugang zum Fahrerlager ist erstmals bei allen Tickets inbegriffen.

Sonntag, 11. November 2018

DTM: Erster Test in der neuen Turbo-Ära in Estoril

Foto: BMW-Motorsport
Am morgigen Montag kommt es beim ersten offiziellen ITR-Test im portugiesischen Estoril zum ersten Aufeinandertreffen von Audi und BMW in der Turbo-Ära. Von Montag bis Mittwoch  wird auf der ehemaligen Formel-1 Strecke von  Estoril ein ITR Test stattfinden. Je ein Audi RS 5 DTM und einem BMW M4 DTM werden beide Hersteller auf die Strecke schicken. Für Audi testen am Monatg Nico Müller, am Dienstag Seriensieger René Rast und mittwochs Mike Rockenfeller die 2019er-Generation des DTM-Autos aus Ingolstadt. Für BMW sind Bruno Spengler und Marco Wittmann im Einsatz. Es ist der erste gemeinsame Test von Audi und BMW der kommenden Generation von DTM-Fahrzeugen mit dem Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotor. 

Der Turbomotor ist ein wesentlicher Bestandteil des neuen technischen Reglements, das ab der kommenden Saison 2019 in der DTM gilt. Die bisherigen V8-Aggregate werden durch effiziente und deutlich leistungsstärkere Vier-Zylinder-Turbomotoren mit zwei Litern Hubraum abgelöst.

Noch nicht beim Test dabei sein wird Aston Martin. HWA, als Terchnikpartner des britischen Herstellers, liegt bedingt durch den relativ späten Einstieg, bei der Motorenentwicklung noch zu weit zurück. Auch an der Abstimmung der Aerodynamik ist noch grundlegende Arbeit notwendig.  Es verdichten sich jedoch die Anzeichen das Aston Martin nicht erst im Laufe der Saison 2019 einsteigt, sonder bereits beim Saisonstart in Hockenkeim am 4./5. Mai 2019 am Start stehen könnte.

Josef Sattler und Uwe Neubert holen sich in Hockenheim den Deutschen Meistertitel bei den Seitenwagen

Josef Sattler und Uwe Neubert (Adolf RS1-BMW-Gespann) und das ganze Sattler-Team 
feiern den zweiten Seitenwagen-IDM-Titel 
Foto: Hermann Rüger
Beim Finale zur Internationalen Deutschen Motorrad-Straßenmeisterschaft (IDM) auf dem Hockenheimring holte sich Josef Sattler mit Beifahrer Uwe Neubert den IDM-Titel bei den Seitenwagen. Auf dem 3,692 km langen badischen Motodrom standen Sattler/Neubert mit Platz zwei am Samstag und Platz drei am Sonntag in beiden Läufen beim Wilhelm Herz-Memorial in Hockenheim auf dem Podium. Mit einer Grippe und Fieber kam Josef Sattler aus dem bayrischen Markt Triftern zum Finale nach Hockenheim angereist. Deshalb drehte Sattler im freien Training nur ein paar Runden und verzichtete auch auf das erste Zeittraining. 

Auch im zweiten Zeittraining drehten Sattler/Neubert nur vier Runden, dies reichte aber für den zweiten Startplatz in der ersten Reihe hinter Andrè Kretzer und Björn Bosch. Im ersten Lauf am Samstag hatten Kretzer/Bosch den besten Start und gingen in Führung. Nach ein paar Runden kamen Sattler/Neubert immer näher und lagen direkt hinter dem Spitzenreiter. Das Rennen wurde in der neunten Runde wegen einem Unfall abgebrochen und nach dem Stand der 8. Runde gewertet. Damit siegten Kretzer/Bosch mit nur 0,243 Sekunden vor Sattler/Neubert, die sich damit den Deutschen Meistertitel holten. Nach dem Rennen freute sich Beifahrer Uwe Neubert: „Nach drei Vizetiteln wurde es endlich mal Zeit Deutscher Meister zu werden.“ Auch Josef Sattler strahlte: „Ich bin im Vorjahr hier in Hockenheim beim Finale zum ersten Mal das Adolf RS1-Gespann von Uwe Gürck gefahren und hatte dort auch gleich das erste Rennen gewonnen und im zweiten Lauf den zweiten Rang belegt. Nun sind wir nach 2014 erneut Deutscher Meister. Vielen Dank an das ganze Team, besonders an Adrian Kornas und Rolf Steinhausen und an alle Fans, Gönner und Sponsoren. Zum Finale hat uns extra ein Reisebus mit Fans hier in Hockenheim unterstützt, die für super Stimmung gesorgt haben.“ 
Josef Sattler (links) und Uwe Neubert freuen sich mit dem zweifachen Gespann-Weltmeister 
Rolf Steinhausen (Bildmitte) über den IDM-Titel bei den Seitenwagen
Foto: Hermann Rüger
Im zweiten Rennen am Sonntag sahen die 13.000 Zuschauer eines der spannendsten Seitenwagen-Rennen, rundenlang lieferten sich Kretzer/Bosch, Streuer/Daalhuizen und Sattler/Neubert einen packenden Dreikampf. Im Ziel nach 15 Runden siegten Kretzer/Bosch mit nur 0,601 Sekunden vor Streuer/Daalhuizen sowie mit 0,795 Sekunden vor Sattler/Neubert. In der Gesamtwertung nach 12 Rennen holten Sattler/Neubert 237 Punkte, Vizemeister wurden mit ebenfalls fünf Saisonsiegen die niederländischen Ex-Weltmeister Bennie Streuer mit Passagier Gerard Daalhuizen (LCR Kawasaki) mit 214 Zählern. Den dritten Endrang belegten die Hockenheim-Doppelsieger Kretzer/Bosch mit 210 Punkten. Josef Sattler, der in Pfarrkirchen geboren wurde, stieg 2011 in die Seitenwagen-IDM ein und gewann 2014 mit Beifahrer Stefan Trautner den ersten Seitenwagen-Titel. Uwe Neubert aus dem sächsichen St. Egidien ist seit 2015 Beifahrer bei Josef Sattler. Nach dem Vizetitel 2015 belegten die beiden 2016 den vierten Gesamtrang, im Vorjahr wurden sie IDM-Fünfter. Im nächsten Jahr möchten Sattler/Neubert in die Seitenwagen-Weltmeisterschaft aufsteigen. Die Planungen für die neue Saison mit einem neuen Adolf-RS Gespann von Adrian Kornas laufen bereits. Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Seite unter www.sattler-motorsport.de oder unter www.rsr-sidecar.de.

Text : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof