Donnerstag, 25. Oktober 2018

Hochspannung in Zahlen: Fakten zur ADAC GT Masters-Saison 2018

  • Porsche-Duo Robert Renauer/Mathieu Jaminet erstmals Meister
  • 22 verschiedene Rennsieger von neun Teams und fünf Marken
  • ADAC GT Masters 2018 so ausgeglichen wie noch nie

Foto: Jens Hawrda
Die Porsche-Piloten Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) setzten sich in der spannendsten ADAC GT Masters-Saison der Geschichte durch und krönten sich erstmal zu den Champions in der "Liga der Supersportwagen". 

Eine Bilanz der 14 Rennen. 

Konstanter Erfolg: Niemand punktete 2018 so regelmäßig wie die Champions Robert Renauer und Mathieu Jaminet. Die Porsche-Fahrer fuhren in den 14 Rennen elf Mal Meisterschaftszähler ein. Darunter waren ein Sieg sowie drei weitere Podestplatzierungen. 

Spitzenreiter: Fünf Mal wechselte während der Saison die Tabellenführung zwischen fünf Fahrer-Paarungen von Audi, Corvette, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche. Die Meister Jaminet und Renauer lagen nach den beiden Rennen in Most bis zum Red Bull Ring an der Spitze der Gesamtwertung und erneut ab dem Sonntagsrennen auf dem Sachsenring. 

Fleißig: Die Teilnehmer des ADAC GT Masters legten 2018 in allen Freien Trainings, Qualifyings und Rennen insgesamt 90.637,05 Kilometer zurück. 

Siegreiches Team: Das Corvette-Duo Marvin Kirchhöfer und Daniel Keilwitz holte mit drei Siegen die meisten der Saison. Insgesamt 22 Piloten von Audi, Corvette, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche standen in diesem Jahr ganz oben auf dem Podium. So viele waren es in der Geschichte des ADAC GT Masters bisher nur im Jahr 2015 - damals hatte die Saison jedoch noch 16 statt 14 Rennen. 

Markenzeichen: Audi stellte mit 13 Fahrzeugen nicht nur das größte Aufgebot an GT3-Fahrzeugen, sondern führte auch zahlreiche Bestenlisten an: Die R8 LMS holten die meisten Siege (sechs), standen am häufigsten auf der Pole-Position (vier Mal) und fuhren zusammen mit Lamborghini die meisten schnellsten Rennrunden (je vier). 

Premierenerfolge: Mit Max Hofer, Philip Ellis, Andrea Caldarelli, Jeffrey Schmidt, Stefan Mücke, Marvin Kirchhöfer, Indy Dontje, Filip Salaquarda, Marco Mapelli, Sheldon van der Linde, Elia Erhart und Pierre Kaffer fuhren zwölf Piloten 2018 ihren ersten Sieg im ADAC GT Masters ein. 

Gelungener Einstand: Das Team ISR und EFP by TECE fuhren bereits in ihrer Debütsaison im ADAC GT Masters ihren ersten Rennsieg ein. Insgesamt neun Rennställe holten 2018 mindestens einen Rennsieg. Am erfolgreichsten war Callaway Competition mit drei Triumphen vor dem GRT Grasser Racing Team, Montaplast by Land-Motorsport und dem Mann-Filter Team HTP mit jeweils zwei Erfolgen. 
Der einzige Doppelsieg der Saison gelang M. Kirchhöfer (l.) und D. Keilwitz
Foto: Jens Hawrda
Doppelschlag: Den Meisterschaftsdritten Kirchhöfer und Keilwitz gelang es als einziger Fahrerpaarung, an einem Rennwochenende beide Durchgänge zu gewinnen. Auf dem Red Bull Ring ließen sie der Konkurrenz zwei Mal keine Chance. Zuletzt war das 2014 beim Saisonfinale in Hockenheim gelungen. Einer der Piloten damals: ebenfalls Daniel Keilwitz. 

Führungspersönlichkeiten 1: Kirchhöfer und Keilwitz liegen auch in der Tabelle der meisten Führungsrunden vorn. Bei 91 der insgesamt 520 absolvierten Umläufen lag die Fahrerpaarung von Callaway Competition auf dem ersten Platz. Insgesamt 23 Fahrercrews führten in der Saison für zumindest eine Runde ein Rennen an. 

Führungspersönlichkeiten 2: Einmal gelang es 2018 einem Pilotenteam, einen Start-Ziel-Sieg einzufahren. Den Audi-Piloten Max Hofer und Philip Ellis gelang dies gleich beim Saisonauftakt in Oschersleben. Bei allen anderen 13 Saisonrennen wechselte zumindest während des Boxenstoppfensters die Führung. 

Schnelle Brüder: Die Audi-Fahrer und Vizechampions Sheldon und Kelvin van der Linde standen so oft wie keine andere Fahrerpaarung während der Saison auf dem Podium. Insgesamt sechs Mal schafften die Geschwister den Sprung unter die Top Drei. Mit ihren beiden Saisonsiegen waren sie zudem seit Ferdinand und Johannes Stuck 2011 die ersten Brüder, denen dies zusammen gelang. 
Schnelle Brüder: Sheldon (l.) und Kelvin van der Linde
Foto: Jens Hawrda
Abwechslungsreich 1: In den ersten 13 Saisonrennen gab es 13 verschiedene Pole-Setter. Erst im Qualifying zum allerletzten Saisonrennen gab es mit Mercedes-AMG-Fahrer Maximilian Götz einen Wiederholungstäter. Acht Mal gewann der Pole-Setter auch das anschließende Rennen. 

Qualifyingspezialisten: Maximilian Götz und Partner Markus Pommer waren über die gesamte Saison gesehen die stärkste Fahrercrew im Zeittraining. Ihr durchschnittlicher Startplatz in den 14 Rennen war 5,7. Dahinter folgten die Meister Renauer und Jaminet (7,0) vor den Vizechampions, den Brüdern van der Linde (7,2). 

Knappe Angelegenheit: Lediglich acht Tausendstelsekunden trennten Pole-Setter Mathieu Jaminet in Zandvoort im zweiten Qualifying von seinem engsten Verfolger. Den größten Vorsprung in einem Zeittraining fuhr Mercedes-AMG-Pilot Maximilian Götz auf abtrocknender Strecke am Sonntag in Hockenheim heraus. Er war 0,742 Sekunden besser als der Zweitplatzierte. Über die ganze Saison gesehen lag der Abstand des Trainingsschnellsten bei durchschnittlich 0,158 Sekunden. 

Leistungsdichte: Wie hoch die Leistungsdichte im ADAC GT Masters 2018 war, zeigten regelmäßig auch die engen Zeitabstände des gesamten Feldes im Qualifying. Bei neun von 14 Zeittrainings lagen mehr als 20 Fahrzeuge innerhalb einer Sekunde. Besonders eng war es auf dem Nürburgring, wo im ersten Qualifying 31 und im zweiten Zeittraining 29 GT3-Sportwagen innerhalb einer Sekunde lagen. 

Abwechslungsreich 2: Zwölf verschiedene Fahrer erzielten in den 14 Rennen die schnellste Rennrunde. Nur Marvin Kirchhöfer und Lamborghini-Fahrer Christian Engelhart gelang dies zwei Mal. 

Beständig: Audi-Pilot Jeffrey Schmidt sowie die Mercedes-AMG-Teamkollegen Indy Dontje und Maximilian Buhk glänzten 2018 mit perfekter Zuverlässigkeit. Sie absolvierten in den 14 Rennen alle 493 Runden. 

Top-Junior: Sheldon van der Linde war der erfolgreichste Nachwuchsfahrer der Saison: Dank vier Klassensiegen sicherte sich der Südafrikaner in seiner ersten kompletten Saison im ADAC GT Masters den Titel in der Pirelli-Junior-Wertung. Elf weitere Piloten unter 25 Jahren holten jeweils einen Klassensieg. 

Schweizer Erfolge: Während Lamborghini-Pilot Rolf Ineichen mit sechs Siegen in der Pirelli-Trophy-Wertung so viele wie kein anderer Fahrer einfuhr, ging der Titel in der Wertung für Nicht-Profis zum dritten Mal in Folge an seinen Schweizer Landsmann Remo Lips (Audi), der in den Rennen zwei Mal Klassenprimus war. Jeweils drei Siege in der Pirelli-Trophy-Wertung gingen an Serienneuling Jan-Erik Slooten (Porsche) sowie das Duo Claudia Hürtgen/Sven Barth (Corvette). 

Vielfalt: Insgesamt 83 Fahrer aus 18 Nationen starteten 2018 in den 14 Rennen des ADAC GT Masters, 69 davon sammelten zumindest einen Meisterschaftszähler, 40 schafften es sogar unter die Top Drei - Rekord im ADAC GT Masters. 

Generationenübergreifend: Jüngster Pilot im Starterfeld war wie schon 2017 der Schweizer Ricardo Feller. Er war beim Saisonauftakt in Oschersleben 17 Jahre, zehn Monat und 13 Tage alt. Älteste Pilotin war Rückkehrerin Claudia Hürtgen mit 46 Jahren, sieben Monaten und vier Tagen. 


Termine ADAC GT Masters 2019 

26. - 28.04.2019 Motorsport Arena Oschersleben
17. - 19.05.2019 Most (CZ)
07. - 09.06.2019 Red Bull Ring (A)
09. - 11.08.2019 Circuit Zandvoort (NL)
16. - 18.08.2019 Nürburgring
13. - 15.09.2019 Hockenheimring Baden-Württemberg
27. - 29.09.2019 Sachsenring

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Zahlen, Daten und Fakten zur ADAC TCR Germany 2018

  • Meister Proczyk mit drei Saisonsiegen
  • Acht Wechsel an der Spitze der Fahrerwertung
  • Langeveld und Halder holen jeweils drei Mal die Pole
Foto: Jens Hawrda

Spannung bis zum Schluss versprach das furiose Finale der ADAC TCR Germany-Saison 2018. Am Ende war Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) der strahlende Gewinner und sicherte sich nach insgesamt 14 Rennen die Meisterschaft. Doch der 42 Jahre alte Österreicher triumphierte nicht nur in der Fahrerwertung, sondern durfte als Teamchef von HP Racing International auch in der Teamwertung jubeln. Bei den Rookies setzte sich Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance) denkbar knapp mit nur 4,5 Punkten Vorsprung vor Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) durch. 

Nachwuchstalent Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) und der Niederländer Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) mussten sich dem erfahrenen Proczyk geschlagen geben und belegten die Plätze zwei und drei der Fahrerwertung. 


Zahlen und Fakten der ADAC TCR Germany 2018 

Alte Hasen - Newcomer: Insgesamt gingen in dieser Saison 41 Fahrer aus zehn Nationen an den Start - erstmals waren Fahrer aus Frankreich, Kroatien und Tschechien dabei. 28 Piloten sicherten sich in dieser ADAC TCR Germany-Saison Punkte. 

Hochspannung: Wie knapp es in dieser Saison zuging, sieht man an Führenden der Gesamtwertung: Insgesamt achtmal wechselte während der Saison der Spitzenreiter zwischen Opel-Pilot Proczyk, Langeveld im Audi und Engstler im Hyundai. Proczyk führte insgesamt fünfmal. Erstmals nach dem Saisonauftakt in Oschersleben und schließlich ab dem ersten Rennen des letzten Wochenendes auf dem Hockenheimring wieder. 

Emsig: 5717 Runden drehten die 41 Teilnehmer der ADAC TCR Germany während der 14 Saisonrennen insgesamt. Das macht über 23.059 zurückgelegte Rennkilometer - mehr als einmal um die halbe Welt. 

Speedy Gonzales: Langeveld und Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) fuhren beide jeweils vier Mal die schnellste Runde eines Rennens. 

Stetig: Das Führungstrio Proczyk, Engstler und Langeveld punktete in jedem Rennen - 14 Mal. Meister Proczyk siegte drei Mal und fuhr insgesamt sieben Podiumsplatzierungen ein. Auch Engstler siegte drei Mal - sogar in Folge - und wurde zudem in drei weiteren Rennen Dritter. Langeveld siegte in 14 Rennen zwei Mal und bestieg sieben Mal das Podium. 

Schnelle Geschwister: Die Geschwister Mike und Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) bildeten das schnelle Geschwisterpärchen der ADAC TCR Germany. Mike Halder war im Vorjahr Vizemeister und fuhr auch 2018 sieben Mal aufs Podium - das schaffte niemand häufiger. Michelle wurde zweimal Zweite und landete in der Rookie-Wertung auf Rang drei. 

Schnell, schneller, Michelle Halder: Mit 243,24 km/h beim Rennen auf dem Hockenheimring setzte sie die schnellste gemessene Geschwindigkeit der gesamten Saison - doch nicht allein. Daniel Davidovac (40, Benningen, HP Racing International 2) und Max Hesse fuhren, ebenfalls am Hockenheimring, genauso schnell! 

Meiste Siege: Champion Proczyk, Vizemeister Engstler und Halder feierten allesamt jeweils drei Rennsiege und damit die meisten der Saison. Insgesamt sieben verschiedene Piloten von Opel, Audi, Honda, Hyundai und Cupra standen in diesem Jahr auf dem Podium ganz oben. 

Premiere 1: Petr Fulin (41, Tschechien, Fullin Race Academy) war im Cupra auf seiner Heimstrecke in Most der erste Gaststarter in der ADAC TCR Germany, der ein Rennen für sich entschied. 

Premiere 2: Rookie Michelle Halder fuhr im Cupra in ihrer Premierensaison im Tourenwagen nicht nur souverän auf Platz neun der Fahrerwertung, sondern sicherte sich auch als erste Frau einen Platz auf dem Podium - und das gleich zwei Mal. Beim zweiten Rennen in Most war nur Fulin schneller, auf dem Sachsenring musste sie sich einzig Luca Engstler im Hyundai geschlagen geben. 

Doppelschlag: Einzig Luca Engstler gelang es, beide Rennen eines Wochenendes zu gewinnen. Auf dem Auf und Ab des Sachsenrings war der 18-Jährige das Maß aller Dinge und holte sich mit 85 Zählern dank des gewonnen Qualifyings die mögliche Höchstpunktzahl eines Wochenendes. Beide Rennen an einem Wochenende zu gewinnen, war zuletzt Meister Josh Files in der Vorsaison auf dem Red Bull Ring gelungen. 

Führungspersönlichkeit: Die meisten Runden in Führung verbrachte nicht Meister Proczyk, sondern der Drittplatzierte Langeveld. Bei 65 der 240 absolvierten Umläufe lag der Niederländer von Racing One vorne, mit mehr als 27 Prozent also rund ein Viertel der gesamten Rennzeit. Bei Proczyk waren es 40, genauso viele wie bei Engstler. Insgesamt acht Piloten führten ein Rennen für mindestens eine Runde an. 

Polesetter: Mike Halder war der Meister der Zeittrainings. Dreimal und damit am häufigsten fuhr er im Qualifying die schnellste Zeit und sicherte sich damit auch die Pole Position. Einmal - auf dem Nürburgring - triumphierte er im Anschluss auch im Rennen. Im ersten Nürburgring-Lauf fuhr der 22-Jährige zu einem Start-Ziel-Sieg. Dahinter holte Langeveld zwei Pole Positions, Proczyk und Engstler jeweils ein Mal. 

Knapp & deutlich: Den engsten Rennausgang sahen die Fans im tschechischen Most beim Sieg von Antti Buri (29, Finnland, LMS Racing), der nur knapp vier Zehntel vor Honda-Pilot Mike Halder den Zielstrich überquerte. Am deutlichsten war es dagegen beim Heimrennen von Langeveld in Zandvoort. Der zweitplatzierte Buri kam über sechs Sekunden nach dem Lokalmatador ins Ziel. 

Abwechslung: Sieben unterschiedliche Piloten in fünf verschieden Autos (Opel, Hyundai, Audi, Honda, Cupra) erklommen in dieser Saison nach 14 Rennen das oberste Treppchen des Podiums. In der Vorsaison waren es sogar acht unterschiedliche Fahrer. 

Speed: Die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit in einer Runde gelang Langeveld. Der Niederländer erzielte im zweiten Qualifying auf dem Red Bull Ring einen durchschnittlichen Speed von 159,6 km/h. 

Generationsübergreifend: Der jüngste Pilot war Rookie Max Hesse. Er war beim Saisonauftakt in Oschersleben 16 Jahre, acht Monate und 21 Tage alt. Der älteste Fahrer im Feld war der Kroate Franjo Kovac mit 63 Jahren, fünf Monaten und 27 Tagen. 


ADAC TCR Germany-Kalender 2019 

26. - 28.04.2019 Motorsport Arena Oschersleben
17. - 19.05.2019 Most/CZE
07. - 09.06.2019 Red Bull Ring Spielberg/AUT
09. - 11.08.2019 Zandvoort/NED
16. - 18.08.2019 Nürburgring
13. - 15.09.2019 Hockenheimring
27. - 29.09.2019 Sachsenring  

Dienstag, 23. Oktober 2018

BMW i Andretti Motorsport Schnellste beim Test in Valencia

Eine intensive Testwoche mit einem erfolgreichen Abschluss für BMW.  Wie am Dienstag und Mittwoch ging die schnellste Zeit am dritten und letzten Testtag in der ABB FIA Formel E Meisterschaft an einen Fahrer von BMW i Andretti Motorsport. 
 António Félix da Costa (POR), BMW i Andretti Motorsport, BMW iFE.18
Foto: BMW-Motorsport
Alexander Sims (GBR), am Steuer des # 27 BMW iFE.18, war am Freitag der schnellste aller Fahrer in Valencia (ESP) mit einer Zeit von 1: 17.402 Minuten. Sein Teamkollege António Félix da Costa (POR) blieb mit einer Zeit von 1: 16.977 am Mittwoch der schnellste Testfahrer. Im Laufe der drei Testtage beim Circuit Ricardo Tormo absolvierte das Duo BMW i Andretti Motorsport insgesamt 435 Runden.

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):

"Der Formel-E-Test in Valencia war für alle Teams eine sehr wichtige Gelegenheit, Bilanz zu ziehen, wenn sie sich Mitte Dezember auf den Saisonstart vorbereiten - und ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir uns mit dem BMW iFE.18 präsentierten und das BMW i Andretti Motorsportteam. Gute Geschwindigkeit, ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und effiziente Prozesse im Team geben uns eine sehr gute Basis, auf der wir aufbauen können. Der neue BMW i Antriebsstrang ReD01 lief an allen drei Testtagen wie am Schnürchen. Unsere beiden Fahrer, Alexander Sims und António Félix da Costa, machten einen guten Eindruck. Wir wissen, dass Spanien für die fünfte Saison nicht unbedingt das volle Kräfteverhältnis innerhalb des Feldes offen gelegt hat, aber im Motorsport ist es immer schön, mit guten Ergebnissen bei der Generalprobe zum Saisonauftakt zu fahren. "


Roger Griffiths (Teamchef, BMW i Andretti Motorsport):

"Während der ganzen Tage haben wir ein vorprogrammiertes Testprogramm durchgearbeitet, wir haben keine Rundenzeiten jagen, aber wir haben festgestellt, dass wir eine Rundenzeit produzieren konnten, wenn es nötig war. Die Autos haben sich bemerkenswert gut benommen, mit Ausnahme von einem kleinen Off-Track-Vorfall, bei dem wir praktisch keine Probleme hatten. Beide Fahrer haben wirklich gut zusammen gearbeitet, sie haben ihre Leistung und das Verständnis für das neue Auto schrittweise verbessert. Insbesondere ist Alexander als relativer Neuling in das Team gekommen und hat sein Talentlevel wirklich unter Beweis gestellt. Es gibt noch viel zu tun, um sich auf Riad vorzubereiten. Wir müssen zurückgehen und uns alle Daten ansehen, verstehen, was wir getan haben, und uns dann auf das erste Rennen vorbereiten. Hoffentlich können wir unseren Erfolg in Valencia in der Meisterschaft fortsetzen. "


Alexander Sims (BMW i Andretti Motorsport, # 27 BMW iFE.18):

"Alles in allem war es ein wirklich positiver Test vor der Saison in Valencia für BMW i Andretti Motorsport. Ich war ein bisschen zögerlich, wie man nach dem ersten Training am Dienstag die Dinge beurteilen kann, aber wir haben die verschiedenen Bedingungen durchgemacht, besonders mit dem heutigen Regen und einer ziemlich grünen Strecke heute Nachmittag. Natürlich ist die Strecke selbst immer noch nicht repräsentativ, aber trotzdem waren wir unter allen Bedingungen wettbewerbsfähig. "


António Félix da Costa (BMW i Andretti Motorsport, # 28 BMW iFE.18):

"Ich denke, im Allgemeinen sind wir sehr glücklich. Obwohl diese Strecke nicht repräsentativ für die Strecken ist, die wir in der Formel-E-Saison sehen werden, ist es immer noch positiv, wettbewerbsfähig zu sein. Ich denke, es ist ein guter Moralschub für alle bei BMW i Andretti Motorsport. Vor dem ersten Rennen ist viel zu tun. Ich gehe sehr aufgeregt nach Hause und freue mich auf die erste Veranstaltung. "

Montag, 22. Oktober 2018

Audi zufrieden mit letztem Formel-E-Test in Valencia

Audi e-tron FE05 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler), Lucas di Grassi,
 Audi e-tron FE05 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler), Daniel Abt
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 
Audi zieht eine positive Bilanz der Testfahrten in Valencia. Drei Tage lang hat sich das Team Audi Sport ABT Schaeffler in Spanien auf die neue Saison der rein elektrischen Rennserie vorbereitet. Daniel Abt und Lucas di Grassi absolvierten in ihren Audi e-tron FE05 insgesamt 1.490 Kilometer unter verschiedenen Wetterbedingungen und sammelten dabei jede Menge wertvolle Daten. „Wir sind zufrieden mit dem Test, bei dem Daniel und Lucas erstmals in ihren Rennautos unterwegs waren“, sagt Teamchef Allan McNish. Bisher kam nur das Testauto zum Einsatz. „Es ging an allen drei Tagen nicht vorrangig um schnelle Rundenzeiten, sondern darum, alle Abläufe zu optimieren und uns bestmöglich auf das erste Rennen vorzubereiten.“ Das nächste Mal sind die beiden Rennautos am 15. Dezember im Einsatz, wenn die Formel E in Ad Diriyah (Saudi-Arabien) in ihre fünfte Saison startet. 

Freitag, 19. Oktober 2018

DTM: Drei Fragen an Gary Paffett

Gary Pafffett holt Meistertitel 2018
Foto: Jens Hawrda
15 Jahre, zwei Titel: Wie sieht Deine Bilanz für Deine Zeit in der DTM aus? 

Gary Paffett: Das vergangene Wochenende war ein märchenhafter Abschluss für eine großartige Zeit. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand meine gesamte professionelle Karriere als Rennfahrer aus Mercedes und der DTM. Alles begann schon in meinem ersten vollen Jahr 2004 mit Platz zwei und ein Jahr später habe ich 2005 schon den Titel gewonnen. Es ging alles ganz schnell. Damals hielt ich die DTM für recht einfach und dachte, dass ich mehrere Meisterschaften gewinnen würde. Dann ging ich für ein Jahr weg, kam wieder zurück und musste einige harte Saisons durchmachen. Aber ich habe mich ins Werksteam zurückgekämpft und bin zumindest dreimal um den Titel mitgefahren. Leider bin ich 2009, 2010 und 2012 jeweils nur Zweiter geworden. 2012 war es am schwierigsten für mich. Richtig hart. Seitdem waren alle Saisons wirklich harte Arbeit. Es war nicht immer einfach und es gab Jahre, in denen ich mich nicht ganz wohl gefühlt habe und nicht glücklich war. Aber das Team hat immer an mich geglaubt - von Norbert und Gerhard bis zu Toto, Uli und Martin. Sie haben nie den Glauben an mich verloren, mich im Team behalten und dieses Jahr war einfach fantastisch. Das Team hat mir ein Auto hingestellt, mit dem ich schnell fahren konnte, besonders im Qualifying, das in diesem Jahr extrem wichtig war. Ich habe es genossen, mit diesem Auto zu fahren. Wie gesagt, das Ende der Geschichte war wie im Märchen. Ich habe meine Karriere bei Mercedes begonnen, rasch den Titel geholt und nun zum Abschluss die letzte Meisterschaft von Mercedes auf absehbare Zeit gewonnen. Das ist absolut fantastisch. 

Wenn Dir jemand vor einigen Monaten gesagt hätte, dass Du die Meisterschaft gewinnst - hättest Du Dich dann trotzdem dazu entschieden, die DTM zu verlassen? 

Gary Paffett: Das ist eine interessante Frage, bei der es viele Aspekte zu beachten gibt. Alles begann vor 18 Monaten, als Mercedes seinen Ausstieg aus der DTM bekanntgegeben hat. In dem Moment mussten wir uns alle etwas Neues suchen, auch wir Fahrer. Meine erste Reaktion war aber nicht, nach einem Cockpit bei einem anderen DTM-Team Ausschau zu halten. Ich fragte mich vielmehr, wo ich mit Mercedes weitermachen könnte? Ich bin seit 15 Jahren bei ihnen und ich wollte weiter mit ihnen zusammenarbeiten. Also habe ich mit Mercedes, Uli und Toto, gesprochen. Ich wollte wissen, was wir gemeinsam machen könnten. Natürlich wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ich die Meisterschaft gewinnen würde. Tatsächlich bin ich in meinem Leben noch nie mit der Nummer 1 auf meinem Auto gefahren, weil ich die jeweilige Serie nach einem Titelgewinn immer verlassen habe. Das ist mir also nie gegönnt gewesen, aber ich bin sehr glücklich, dass ich in die Formel E gegangen bin. Klar, es wäre klasse, als Titelverteidiger anzutreten und meinen Titel zu verteidigen, aber ich glaube, dass ein Titelgewinn zum Abschluss meiner DTM-Karriere sogar noch besser ist. 

Du hast am Wochenende gesagt, dass dies das beste Qualifying Deiner Karriere gewesen sei. Wie meinst Du das? 

Gary Paffett: Ehrlich gesagt war es vielleicht nicht die schnellste Runde, die ich je gefahren bin, aber ich denke, es war die wichtigste Qualifying-Runde in meiner Karriere - und die schwierigste. Es wäre einfach gewesen, aufzugeben, zu hart zu fahren oder einen Fehler zu machen. P3 auf meiner zweiten Runde ist auch heute noch fantastisch. Wie gesagt, es war nicht meine schnellste Runde überhaupt. In Zandvoort war ich vier Zehntel schneller als der nächste Fahrer, das war Wahnsinn. Aber ich habe etwas Ähnliches 2005 in Istanbul erlebt. Auch damals habe ich um den Titel gekämpft und bin auf die Pole gefahren. Auf dieser Runde hatte ich ein ähnliches Gefühl. Sobald man an der schwierigsten Stelle vorbei ist, weiß man, dass es hinhauen wird. Der Titelgewinn in diesem Jahr ist der wichtigste in meiner Karriere. Es war die härteste Meisterschaft und diese Qualifying-Runde war praktisch der Schlüssel dazu.