Sonntag, 5. August 2018

Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

  • Erster ADAC GT Masters-Sieg für tschechische Mannschaft Team ISR
  • Mercedes-Duo Pommer/Götz auf Platz zwei
  • Ex-F1-Pilot Winkelhock und Youngster Ortmann im Audi holen Rang drei

Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Team ISR souverän an der Spitze

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

Vierte wurden mit Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport) zwei weitere Audi-Fahrer. Dahinter folgte ein Porsche-Duo. Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) schlugen als Fünfte ihre Markenkollegen Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard), die ihr bisher bestes Saisonergebnis einfuhren. 

Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) fuhren in ihrem Audi auf Rang sechs, dahinter sahen Timo Bernhard (37/Bruchmühlbach-Miesau) und Kévin Estre (29/F, beide KÜS Team75 Bernhard) die Zielflagge. Die Top Ten wurde von Luca Stolz (23/Brachbach) und Sebastian Asch (32/Ammerbuch, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) im Mercedes-AMG, und den Audi-Fahrern Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kevin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) komplettiert. 

Erneut ohne Punkte blieben die Tabellenführer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (29/Villingen, beide Callaway Competition). Keilwitz hatte sich dank eines guten Starts von Platz zehn auf Rang drei verbessert, musste jedoch nach 14 Runden die Corvette C7 GT3-R wegen eines Lichtmaschinendefektes abstellen. Der Punktevorsprung von Kirchhöfer und Keilwitz beträgt nach vier von sieben Rennwochenenden nur noch einen Zähler.

Sieger der Pirelli-Trophy-Wertung wurden erstmals in dieser Saison die Audi-Fahrer Remo Lips (35/CH) und Maximilian Hackländer (28/Rüthen, beide Aust Motorsport).

Stimmen der Sieger

Frank Stippler
(Team ISR, Audi R8 LMS): „Wir haben den Grundstein für den Sieg bereits in der Anfangsphase des Rennens gelegt. Wir sind mit einem frischen Reifensatz gestartet und das hat sich ausgezahlt. Wir konnten früh einen Vorsprung herausfahren, während dahinter die Fahrer in Zweikämpfe verwickelt waren. Ein toller Erfolg für unser Team, das neu im ADAC GT Masters ist. Wir haben uns sukzessive verbessert, aber auch viel Pech gehabt, denn wir haben mehrere Male die erste Runde nicht beendet. Daher ist der Sieg eine angenehme Abwechslung.“

Filip Salaquarda (Team ISR, Audi R8 LMS): „‚Stippi‘ ist einen tollen ersten Stint gefahren und hat mir das Auto auf Platz eins übergeben. Ich habe danach versucht, unseren Vorsprung zu vergrößern, was mir auch gelungen ist. Am Ende habe ich dann etwas die Reifen geschont. Das Team und Frank haben einen tollen Job gemacht. Wir haben uns von Rennen zu Rennen verbessert und arbeiten super zusammen. Daher ist der Sieg eine tolle Belohnung – vor allem nachdem wir gestern bereits in der ersten Runde nach einer unverschuldeten Kollision ausgeschieden waren.“

Honda-Pilot Fugel feiert ersten Saisonsieg

  • Opel-Fahrer Proczyk übernimmt wieder die Führung in Gesamtwertung
  • VW-Pilot Leuchter und Samstagssieger Halder auf dem Podium
  • Rennen nach Unfall von Davidovac vorzeitig abgebrochen

Honda-Pilot Dominik Fugel holt ersten Saisonsieg
Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Honda-Pilot Dominik Fugel (21, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) sein erstes Saisonrennen gewonnen und ein erfolgreiches Wochenende am Nürburgring in der ADAC TCR Germany gekrönt. Im Honda Civic TCR siegte Fugel vor Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) im VW Golf GTI TCR und Teamkollege Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen), der am Vortag selbst noch ganz oben auf dem Podium gestanden hatte. 

"Das war definitiv ein perfektes Wochenende für mich. Damit hatte ich nicht gerechnet", sagte Fugel nach der Siegerehrung: "Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als ich realisiert habe, dass ich gewonnen habe. Unser Ziel ist auf jeden Fall jetzt, die Fahrerwertung zu gewinnen. Und der Mike sollte schauen, in der Fahrerwertung noch nach ganz oben zu kommen." Halder, nun Vierter in der Fahrerwertung mit 29 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) erwiderte: "Wir haben alles wettgemacht, was wir durch das letzte Rennen verloren hatten. Jetzt ist wieder einiges drin." 

Polesetter Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) verpasste im Opel Astra TCR das Podium knapp, fuhr aber als bester Rookie Punkte für die Honda Rookie Challenge ein. "Mein Ziel waren ganz klar die Punkte für die Rookie-Challenge. Natürlich war ärgerlich, dass ich am Start Platz eins nicht verteidigen konnte, aber Platz vier ist am Ende ein super Ergebnis und zehn Punkte für die Rookie-Challenge wollten wir", verriet Wankmüller. 

Fünfter wurde der Österreicher Harald Proczyk im Opel Astra TCR, der damit wieder die Führung in der Gesamtwertung von Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) übernahm, der auf Rang elf landete. Mit nur zehn Zählern Vorsprung auf den Niederländer sowie 21 Punkten auf Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) verspricht die Saison Spannung bis zum letzten Rennen. 

Engstler schob sich im neuen Hyundai i30 N TCR von Startplatz 18 auf Rang sechs. Rookie Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance) landete im Audi RS3 LMS auf Platz sieben und führt weiter die Honda Rookie Challenge mit einem Vorsprung von nur einem halben Punkt vor Wankmüller an. Dahinter reihten sich Théo Coicaud (18, Frankreich, Hyundai Team Engstler) im zweiten Hyundai sowie die beiden Cupra-Piloten Oliver Holdener (21, Schweiz, Wolf-Power Racing) und Rookie Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) ein.

Am Start kam Wankmüller von der Pole Position nicht gut weg und Fugel - von Platz vier startend - setzte sich schon in der ersten Kurve vor Leuchter und Wankmüller. Mike Halder ging nach einer Aufholjagd von Startplatz zehn schließlich noch erfolgreich an Rookie Wankmüller vorbei und übte Druck auf VW-Pilot Leuchter aus. Ganz zur Freude von Fugel, der von der Defensivarbeit Leuchters profitierte und trotz einer Safety-Car-Phase einen komfortablen Vorsprung herausfuhr. 

Der Lauf wurde dann bei verbleibenden rund sieben Minuten nach einem Unfall von Daniel Davidovac vorzeitig mit der roten Flagge abgebrochen und nicht fortgesetzt. Der Opel-Fahrer blieb unverletzt. 

Für die Piloten der ADAC TCR Germany geht es schon in zwei Wochen in die nächste Runde. Vom 17. bis 19. August geht es in die Niederlande. In Zandvoort stehen dann die Saisonrennen neun und zehn von insgesamt 14 an. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV. 

Weitere Stimme zur ADAC TCR Germany

Benjamin Leuchter
(Zweiter, Max Kruse Racing): "Ich hatte im Auto meine Freude. Ich war am Anfang ein bisschen schneller als Dominik Fugel, deshalb wäre ich gerne noch vor ihn gefahren, aber es gab keinen fairen Weg vorbei. Ich habe versucht, ihn in einen Fehler zu treiben, aber Mike Halder kam von hinten immer näher. Bei der Situation ist der Rennabbruch klar und für mich völlig verständlich. Wir sind ein neues Team in der TCR, ich freue mich einfach wahnsinnig, dass wir mit den etablierten Teams mitfahren können. Ich blicke positiv in die Zukunft und freue mich auf die Rennen in Zandvoort, Sachsenring und Hockenheim."

Samstag, 4. August 2018

Mercedes-AMG-Piloten Dontje/Buhk gewinnen Samstagsrennen auf dem Nürburgring

  • Erster Saisonsieg für niederländisch-deutsches Duo
  • Drei Marken auf den ersten drei Positionen
  • Corvette-Piloten Kirchhöfer/Keilwitz trotz Ausfalls Halbzeitmeister 
Das Podium vom ersten Rennen am Samstag
Foto: ADAC-Motorsport
Die Mercedes-AMG-Piloten Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) haben sich in einer Hitzeschlacht beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring durchgesetzt und ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Platz zwei ging beim siebten von 14 Saisonrennen an die Audi-Fahrer Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport), Rang drei an das Lamborghini-Duo Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser). "Ein super Rennen für uns", freute sich Premierensieger Dontje. "Ich bin glücklich, meinen ersten ADAC GT Masters-Sieg geholt zu haben. Hoffentlich geht es in zwei Wochen bei meinem Heimspiel in Zandvoort so weiter."

Starker Start bringt Feller an die Spitze

Der Start in das Samstagsrennen auf dem Nürburgring verlief turbulent: Audi-Pilot Ricardo Feller setzte sich von Platz sechs kommend in der ersten Kurve vor Pole-Setter Nicolai Sylvest (21/DK, Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) im Mercedes-AMG an die Spitze des Feldes. Dahinter folgten der ebenfalls aus der ersten Reihe gestartete Mercedes-AMG von Indy Dontje und Maximilian Buhk vor dem Lamborghini Huracán GT3 von Mirko Bortolotti und Andrea Caldarelli, der von Rang neun ins Rennen gegangen war.

Feller behaupte bis zum Fahrerwechsel zur Rennmitte die Führung. Da der Schweizer jedoch bei dem fliegenden Rennstart zu früh ausgeschert war, musste das Audi-Duo beim Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel fünf Sekunden länger stoppen. Feller/Haase fielen dadurch auf den dritten Rang zurück. An der Spitze lag nun kurzzeitig der Mercedes-AMG der Trainingsschnellsten Nicolai Sylvest und Kim-Luis Schramm (21/Wümbach), die jedoch schon bald vom späteren Sieger Buhk überholt wurden. Buhk setzte sich danach von seinen Verfolgern ab und fuhr souverän zum ersten Saisonsieg. Für den Norddeutschen war es der erste Triumph im ADAC GT Masters seit dem Lausitzring 2014, für Teamkollege Indy Dontje der erste überhaupt. Der Niederländer gewann damit auch die Pirelli-Junior-Wertung.

Nach einer späten Kollision zwischen Schramm und dem Lamborghini von Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Franck Perera (34/F, beide GRT Grasser Racing Team) auf den Rängen zwei und drei erbten Feller und Haase Rang zwei. Dritte wurden Bortolotti/Caldarelli im besten Lamborghini.

Platz vier holten Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim) im zweiten Mercedes-AMG vom Mann-Filter Team HTP Motorsport vor ihren Markenkollegen Luca Stolz (23/Brachbach) und Sebastian Asch (32/Ammerbuch, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing).

Beste Porsche-Piloten waren als Sechste Timo Bernhard (37/Bruchmühlbach-Miesau) und Kévin Estre (29/F, beide KÜS Team75 Bernhard). Dahinter freuten sich Christopher Dreyspring (20/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH, beide Honda Team Schubert Motorsport) als Siebte über das erste Top-Ten-Ergebnis des Honda NSX GT3 im ADAC GT Masters. Das Audi-Duo Oscar Tunjo (22/CO) und Ivan Lukashevisch (27/RUS, beide Phoenix Racing) kam auf Rang acht ins Ziel, gefolgt von Michele Beretta (23/I) und Aaro Vainio (24/SF, beide Team Rosberg), die vor den Augen von Teambesitzer Keke Rosberg ihr bisher bestes Saisonergebnis einfuhren. Den letzten Meisterschaftszähler sammelten der nach einer Verletzung zurückgekehrte Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bornheim, beide HB Racing), die im einzigen Ferrari 488 GT3 im Feld von Rang 21 gestartet waren.

Ein unglückliches Rennen hatten die Tabellenführer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (29/Villingen, beide Callaway Competition), die beim Start mit dem Audi von Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel, beide Team ISR) kollidierten und anschließend eine Durchfahrtstrafe absolvieren mussten. Obwohl Kirchhöfer und Keilwitz später ihr Fahrzeug abstellen mussten, sicherten sie sich den inoffiziellen Titel des "Halbzeitmeisters".

Der Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung ging diesmal an das Lamborghini-Duo Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg, beide GRT Grasser Racing Team).

Stimmen der Sieger

Indy Dontje (Mann-Filter Team HTP Motorsport, Mercedes-AMG GT3):
"Wir hatten mit Platz zwei ein gutes Qualifying. Eigentlich hatten wir nicht erwartet, dass wir so weit vorn stehen würden. Beim Start habe ich mich etwas zurückgehalten und war danach Dritter. Ich bin ruhig geblieben und habe meinen Stint zu Ende gefahren. Danach hat Maxi einen super Job bemacht und kurz nach seiner Fahrzeugüberahme Kim-Luis Schramm überholt. Danach hat er das Rennen kontrolliert."

Maximilian Buhk (Mann-Filter Team HTP Motorsport, Mercedes-AMG GT3):
"Ein gutes Rennen. Indy hat sich beim Start aus allem rausgehalten und hat das Auto als Dritter übergeben. Der Boxenstopp war nahezu perfekt und ich habe dann schnell probiert an Kim-Luis Schramm vorbeizukommen, da ich gesehen habe, dass er etwas Probleme hatte. Das hat geklappt. Heute ist alles gut gelaufen." 

Honda-Doppelsieg auf dem Nürburgring

  • Halder siegt vor Fugel, Langeveld als Dritter neuer Tabellenführer
  • ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Hesse bester Rookie
  • Zweites Rennen am Sonntag auf dem Nürburgring
Das Podium vom Samstagsrennen
Foto: ADAC-Motorsport
Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) hat das siebte Saisonrennen der ADAC TCR Germany gewonnen und auf dem Nürburgring seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot gewann im Honda Civic TCR souverän vor seinem Teamkollegen Dominik Fugel (21, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) und Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) im Audi RS3 LMS. Der Niederländer übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung und liegt nun vier Punkte vor Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International), der das Rennen im Opel Astra TCR auf Platz 13 beendete.

"Der Start war zwar nicht ganz so gut, ich konnte die Führung aber trotzdem beibehalten. Ich bin dann gut zurechtgekommen und habe ein bisschen Abstand herausgefahren", sagte Halder, der bei den heißen Temperaturen auf dem Nürburgring fehlerfrei fuhr: "Dominik hat den Doppel-Sieg perfekt gemacht. Ich will morgen noch möglichst viele Punkte für die Meisterschaft rausholen."

Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance) wurde Vierter und sprang an die Spitze der Honda Rookie Challenge. Hinter Hesse kam Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) im Cupra TCR als Fünfte ins Ziel, es folgten Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) im VW Golf GTI TCR und Théo Coicaud (18, Frankreich, Hyundai Team Engstler) im neuen Hyundai i30 N TCR. Der Finne Antti Buri (29, LMS Racing) in einem weiteren Audi, Hyundai-Fahrer Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) und Simon Reicher (18, Österreich, YACO Racing) im Audi komplettierten die Top Ten.

Halder, der am Freitag sowohl in den Trainings als auch im Qualifying der Schnellste gewesen war, erwischte auch im Rennen einen ordentlichen Start und behauptete seine Führung auf den ersten Metern erfolgreich. Hesse dagegen musste Lukas Niedertscheider (23, Österreich, Niedertscheider Motorsport) im Peugeot 308 TCR, Dominik Fugel und Niels Langeveld passieren lassen.

Niedertscheider setzte Halder fortan unter Druck, doch der Honda-Pilot verteidigte sich erfolgreich gegen die Angriffe des Österreichers. Das Duo setzte sich schnell von den Verfolgern ab, und kurz darauf war Halder alleine an den Spitze. Denn die Rennleitung hatte einen Frühstart Niedertscheiders festgestellt, der Peugeot-Fahrer musste daraufhin eine Durchfahrtsstrafe antreten und fiel zurück.

Halder ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und spulte seine Runden fehlerfrei ab. In der Tabelle liegt der Meßkirchner (158 Punkte) auf dem vierten Rang mit 39 Zählern Rückstand auf Niels Langeveld (197). Harald Proczyk (193) ist Zweiter vor Luca Engstler (175).

Für Fugel bedeutet Platz zwei das bislang beste Ergebnis in diesem Jahr, er fuhr sich in der zweiten Hälfte des Rennens ein Polster auf seine Verfolger heraus uns kam letztlich vier Sekunden vor Langeveld ins Ziel.

Im achten Saisonrennen am Sonntag (14.45 Uhr) wird Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) auf der Pole Position stehen, Mike Halder startet von Platz zehn. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, online sind sie bei SPORT1.de, adac.de/motorsport, auf Facebook und im YouTube-Kanal des ADAC zu sehen.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Dominik Fugel (Zweiter, Team Honda ADAC Sachsen): "Der Start war megagut und ich war schon auf Position drei. Lukas hat dann eine Durchfahrtsstrafe bekommen und von da an habe ich nur noch versucht, Platz zwei zu verteidigen. Es war mega!"

Niels Langeveld (Dritter, Racing One): "Nach diesem Rennen sind wir genau bei der Halbzeit angekommen. Morgen starte ich von Platz sieben, Proczyk von fünf. Es ist alles möglich, wir liegen wirklich eng beisammen. Wenn ich vor ihm lande morgen, dann bin ich der Sieger des Wochenendes. Eines ist sicher: Es wird bis zum Saisonende sehr spannend bleiben."

Max Hesse (Bester Rookie, Prosport Performance): "Der Start war eigentlich gut, aber dann konnten mich Niels und Dominik gleich überholen, danach habe ich aber meinen Fluss wiedergefunden und wurde wieder schneller. Ich habe auch schnell realisiert, dass ich an Niels nicht vorbeikomme und habe versucht, nach hinten abzusichern, weil ich natürlich in der Honda Rookie Challenge fahre und mir wichtig war, nicht viel Risiko einzugehen. Da war mir nicht wichtig, ob ich Dritter oder Vierter werde, sondern nur der Sieg für die Rookie-Wertung. Ich habe aus den Fehlern am Red Bull Ring gelernt, da habe ich die Eins in der Wertung verloren."

Freitag, 3. August 2018

Lamborghini-Pilot Perera Schnellster in Auftaktsession am Nürburgring

  • Franzose Schnellster im engen ersten Freien Training
  • IronForce by RING POLICE beim Heimspiel mit Fan World
  • Red-Bull-F1-Testfahrer Jake Dennis erstmals bei Montaplast by Land-Motorsport 

GRT Grasser Racing Team, Ezequiel Perez Companc, Franck Perera
Foto: Gruppe C Photography / ADAC-Motorsport
Die Fans des ADAC GT Masters dürfen sich an diesem Wochenende (3.-5. August) am Nürburgring auf ein heißes Wochenende einstellen. Bereits das erste Freie Training, in dem Lamborghini-Pilot Franck Perera (34/F, GRT Grasser Racing Team) bei knapp 30 Grad Außentemperatur die Bestzeit fuhr, zeigte dank enger Zeitabstände, wie ausgeglichen das Starterfeld in der "Liga der Supersportwagen" ist. Zudem dürfen sich die Zuschauer auf die Fan World von IronForce by RING POLICE freuen. Die beiden Rennen in der Eifel werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Perera, der sich den Lamborghini Huracán mit Ezequiel Perez Companc (24/RA) teilt, trotzte den heißen Außentemperaturen und erzielte mit 1.27,371 Minuten bereits früh in der Sitzung die Bestzeit. "Wir haben unsere Arbeit vom gestrigen Testtag fortgesetzt", so der ehemalige Formel-1-Testfahrer. "Alles läuft gut. Es ist sehr heiß, das macht es für uns sicher nicht einfacher. Es wird am Wochenende auf der Strecke sicher eng zugehen Wir arbeiten daran, ein gutes Set-up für das Qualifying zu finden, um uns einen guten Startplatz zu sichern."

Lediglich 0,027 Sekunden fehlten den Zweitschnellsten des 60-minütigen Trainings auf die Bestzeit. Luca Stolz (23/Brachbach) und Sebastian Asch (32/Ammerbuch) sorgten im Mercedes-AMG GT3 damit für einen vielversprechenden Wochenendauftakt für das Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing beim Heimspiel. Rang drei ging an das Audi-Duo Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf) vor ihren BWT Mücke Motorsport-Teamkollegen Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach). Das Topquintett an der Spitze der 60-minütigen Sitzung komplettierten Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg) in einem weiteren Lamborghini des GRT Grasser Racing Team. Insgesamt lagen auf der 3,629 Kilometer langen Sprintstrecke des Nürburgrings 21 Autos innerhalb einer Sekunde.

Spektakuläre Fan World von IronForce by RING POLICE

Das Team IronForce by RING POLICE, das einen Porsche 911 GT3 R für Jan-Erik Slooten (33/Neuss) und Lucas Luhr (39/Ermatingen) einsetzt, hat sich für sein ADAC GT Masters-Heimspiel auf dem Nürburgring mit einer eigenen Fan World im Fahrerlager etwas ganz Besonderes ausgedacht. Aufsehenerregend sind auch die Ausstellungsfahrzeuge aus dem Porsche Museum Gmünd, die in der Fan World zu bewundern sind. Zu diesen gehört unter anderem der Porsche 911 GT2, mit dem Uwe Alzen 1995 den ADAC GT Cup gewonnen hat. Immer wieder während des Wochenendes gibt es auf der Bühne des Rennstalls aus Erkelenz Musik und Interviews mit den Fahrern.

Red-Bull-Formel-1-Testfahrer startet für Montaplast by Land-Motorsport

Direkt vom Formel-1-Test auf dem Hungaroring reiste Montaplast by Land-Motorsport-Neuzugang Jake Dennis zum ADAC GT Masters-Lauf in der Eifel. Der Engländer fuhr am Mittwoch in Ungarn 131 Runden für Red Bull Racing und gibt an diesem Wochenende im Audi R8 LMS mit der Startnummer 29 seinen Einstand als Teamkollege von Ex-Champion Christopher Mies (29/Heiligenhaus). Dennis hat damit kaum Zeit zum Verschnaufen: Bereits am vergangenen Wochenende startete er beim 24-Stunden-Rennen in Spa, wo er in einem Aston Martin den neunten Gesamtrang belegte. "Natürlich ist es eine Umstellung, vom F1-Rennwagen in den GT3-Audi zu wechseln, aber es wird mit jeder Runde besser", so Dennis. "Spätestens im Qualifying sollte ich aber das Auto richtig kennen. Ich habe von Land-Motorsport schon viel gehört. Daher freut es mich, jetzt für das Team starten zu können. Ich bin für das Vertrauen in mich sehr dankbar. Auch Christopher Mies kenne ich schon seit mehreren Jahren. Wir haben ein starkes Line-up und wollen gute Resultate einfahren. Besonders freue ich mich Mitte August auf Zandvoort - eine meiner absoluten Lieblingsstrecken."