Samstag, 4. August 2018

Mercedes-AMG-Piloten Dontje/Buhk gewinnen Samstagsrennen auf dem Nürburgring

  • Erster Saisonsieg für niederländisch-deutsches Duo
  • Drei Marken auf den ersten drei Positionen
  • Corvette-Piloten Kirchhöfer/Keilwitz trotz Ausfalls Halbzeitmeister 
Das Podium vom ersten Rennen am Samstag
Foto: ADAC-Motorsport
Die Mercedes-AMG-Piloten Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) haben sich in einer Hitzeschlacht beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring durchgesetzt und ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Platz zwei ging beim siebten von 14 Saisonrennen an die Audi-Fahrer Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport), Rang drei an das Lamborghini-Duo Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser). "Ein super Rennen für uns", freute sich Premierensieger Dontje. "Ich bin glücklich, meinen ersten ADAC GT Masters-Sieg geholt zu haben. Hoffentlich geht es in zwei Wochen bei meinem Heimspiel in Zandvoort so weiter."

Starker Start bringt Feller an die Spitze

Der Start in das Samstagsrennen auf dem Nürburgring verlief turbulent: Audi-Pilot Ricardo Feller setzte sich von Platz sechs kommend in der ersten Kurve vor Pole-Setter Nicolai Sylvest (21/DK, Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) im Mercedes-AMG an die Spitze des Feldes. Dahinter folgten der ebenfalls aus der ersten Reihe gestartete Mercedes-AMG von Indy Dontje und Maximilian Buhk vor dem Lamborghini Huracán GT3 von Mirko Bortolotti und Andrea Caldarelli, der von Rang neun ins Rennen gegangen war.

Feller behaupte bis zum Fahrerwechsel zur Rennmitte die Führung. Da der Schweizer jedoch bei dem fliegenden Rennstart zu früh ausgeschert war, musste das Audi-Duo beim Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel fünf Sekunden länger stoppen. Feller/Haase fielen dadurch auf den dritten Rang zurück. An der Spitze lag nun kurzzeitig der Mercedes-AMG der Trainingsschnellsten Nicolai Sylvest und Kim-Luis Schramm (21/Wümbach), die jedoch schon bald vom späteren Sieger Buhk überholt wurden. Buhk setzte sich danach von seinen Verfolgern ab und fuhr souverän zum ersten Saisonsieg. Für den Norddeutschen war es der erste Triumph im ADAC GT Masters seit dem Lausitzring 2014, für Teamkollege Indy Dontje der erste überhaupt. Der Niederländer gewann damit auch die Pirelli-Junior-Wertung.

Nach einer späten Kollision zwischen Schramm und dem Lamborghini von Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Franck Perera (34/F, beide GRT Grasser Racing Team) auf den Rängen zwei und drei erbten Feller und Haase Rang zwei. Dritte wurden Bortolotti/Caldarelli im besten Lamborghini.

Platz vier holten Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim) im zweiten Mercedes-AMG vom Mann-Filter Team HTP Motorsport vor ihren Markenkollegen Luca Stolz (23/Brachbach) und Sebastian Asch (32/Ammerbuch, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing).

Beste Porsche-Piloten waren als Sechste Timo Bernhard (37/Bruchmühlbach-Miesau) und Kévin Estre (29/F, beide KÜS Team75 Bernhard). Dahinter freuten sich Christopher Dreyspring (20/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH, beide Honda Team Schubert Motorsport) als Siebte über das erste Top-Ten-Ergebnis des Honda NSX GT3 im ADAC GT Masters. Das Audi-Duo Oscar Tunjo (22/CO) und Ivan Lukashevisch (27/RUS, beide Phoenix Racing) kam auf Rang acht ins Ziel, gefolgt von Michele Beretta (23/I) und Aaro Vainio (24/SF, beide Team Rosberg), die vor den Augen von Teambesitzer Keke Rosberg ihr bisher bestes Saisonergebnis einfuhren. Den letzten Meisterschaftszähler sammelten der nach einer Verletzung zurückgekehrte Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bornheim, beide HB Racing), die im einzigen Ferrari 488 GT3 im Feld von Rang 21 gestartet waren.

Ein unglückliches Rennen hatten die Tabellenführer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (29/Villingen, beide Callaway Competition), die beim Start mit dem Audi von Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel, beide Team ISR) kollidierten und anschließend eine Durchfahrtstrafe absolvieren mussten. Obwohl Kirchhöfer und Keilwitz später ihr Fahrzeug abstellen mussten, sicherten sie sich den inoffiziellen Titel des "Halbzeitmeisters".

Der Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung ging diesmal an das Lamborghini-Duo Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg, beide GRT Grasser Racing Team).

Stimmen der Sieger

Indy Dontje (Mann-Filter Team HTP Motorsport, Mercedes-AMG GT3):
"Wir hatten mit Platz zwei ein gutes Qualifying. Eigentlich hatten wir nicht erwartet, dass wir so weit vorn stehen würden. Beim Start habe ich mich etwas zurückgehalten und war danach Dritter. Ich bin ruhig geblieben und habe meinen Stint zu Ende gefahren. Danach hat Maxi einen super Job bemacht und kurz nach seiner Fahrzeugüberahme Kim-Luis Schramm überholt. Danach hat er das Rennen kontrolliert."

Maximilian Buhk (Mann-Filter Team HTP Motorsport, Mercedes-AMG GT3):
"Ein gutes Rennen. Indy hat sich beim Start aus allem rausgehalten und hat das Auto als Dritter übergeben. Der Boxenstopp war nahezu perfekt und ich habe dann schnell probiert an Kim-Luis Schramm vorbeizukommen, da ich gesehen habe, dass er etwas Probleme hatte. Das hat geklappt. Heute ist alles gut gelaufen." 

Honda-Doppelsieg auf dem Nürburgring

  • Halder siegt vor Fugel, Langeveld als Dritter neuer Tabellenführer
  • ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Hesse bester Rookie
  • Zweites Rennen am Sonntag auf dem Nürburgring
Das Podium vom Samstagsrennen
Foto: ADAC-Motorsport
Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) hat das siebte Saisonrennen der ADAC TCR Germany gewonnen und auf dem Nürburgring seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot gewann im Honda Civic TCR souverän vor seinem Teamkollegen Dominik Fugel (21, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) und Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) im Audi RS3 LMS. Der Niederländer übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung und liegt nun vier Punkte vor Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International), der das Rennen im Opel Astra TCR auf Platz 13 beendete.

"Der Start war zwar nicht ganz so gut, ich konnte die Führung aber trotzdem beibehalten. Ich bin dann gut zurechtgekommen und habe ein bisschen Abstand herausgefahren", sagte Halder, der bei den heißen Temperaturen auf dem Nürburgring fehlerfrei fuhr: "Dominik hat den Doppel-Sieg perfekt gemacht. Ich will morgen noch möglichst viele Punkte für die Meisterschaft rausholen."

Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance) wurde Vierter und sprang an die Spitze der Honda Rookie Challenge. Hinter Hesse kam Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) im Cupra TCR als Fünfte ins Ziel, es folgten Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) im VW Golf GTI TCR und Théo Coicaud (18, Frankreich, Hyundai Team Engstler) im neuen Hyundai i30 N TCR. Der Finne Antti Buri (29, LMS Racing) in einem weiteren Audi, Hyundai-Fahrer Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) und Simon Reicher (18, Österreich, YACO Racing) im Audi komplettierten die Top Ten.

Halder, der am Freitag sowohl in den Trainings als auch im Qualifying der Schnellste gewesen war, erwischte auch im Rennen einen ordentlichen Start und behauptete seine Führung auf den ersten Metern erfolgreich. Hesse dagegen musste Lukas Niedertscheider (23, Österreich, Niedertscheider Motorsport) im Peugeot 308 TCR, Dominik Fugel und Niels Langeveld passieren lassen.

Niedertscheider setzte Halder fortan unter Druck, doch der Honda-Pilot verteidigte sich erfolgreich gegen die Angriffe des Österreichers. Das Duo setzte sich schnell von den Verfolgern ab, und kurz darauf war Halder alleine an den Spitze. Denn die Rennleitung hatte einen Frühstart Niedertscheiders festgestellt, der Peugeot-Fahrer musste daraufhin eine Durchfahrtsstrafe antreten und fiel zurück.

Halder ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und spulte seine Runden fehlerfrei ab. In der Tabelle liegt der Meßkirchner (158 Punkte) auf dem vierten Rang mit 39 Zählern Rückstand auf Niels Langeveld (197). Harald Proczyk (193) ist Zweiter vor Luca Engstler (175).

Für Fugel bedeutet Platz zwei das bislang beste Ergebnis in diesem Jahr, er fuhr sich in der zweiten Hälfte des Rennens ein Polster auf seine Verfolger heraus uns kam letztlich vier Sekunden vor Langeveld ins Ziel.

Im achten Saisonrennen am Sonntag (14.45 Uhr) wird Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) auf der Pole Position stehen, Mike Halder startet von Platz zehn. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, online sind sie bei SPORT1.de, adac.de/motorsport, auf Facebook und im YouTube-Kanal des ADAC zu sehen.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Dominik Fugel (Zweiter, Team Honda ADAC Sachsen): "Der Start war megagut und ich war schon auf Position drei. Lukas hat dann eine Durchfahrtsstrafe bekommen und von da an habe ich nur noch versucht, Platz zwei zu verteidigen. Es war mega!"

Niels Langeveld (Dritter, Racing One): "Nach diesem Rennen sind wir genau bei der Halbzeit angekommen. Morgen starte ich von Platz sieben, Proczyk von fünf. Es ist alles möglich, wir liegen wirklich eng beisammen. Wenn ich vor ihm lande morgen, dann bin ich der Sieger des Wochenendes. Eines ist sicher: Es wird bis zum Saisonende sehr spannend bleiben."

Max Hesse (Bester Rookie, Prosport Performance): "Der Start war eigentlich gut, aber dann konnten mich Niels und Dominik gleich überholen, danach habe ich aber meinen Fluss wiedergefunden und wurde wieder schneller. Ich habe auch schnell realisiert, dass ich an Niels nicht vorbeikomme und habe versucht, nach hinten abzusichern, weil ich natürlich in der Honda Rookie Challenge fahre und mir wichtig war, nicht viel Risiko einzugehen. Da war mir nicht wichtig, ob ich Dritter oder Vierter werde, sondern nur der Sieg für die Rookie-Wertung. Ich habe aus den Fehlern am Red Bull Ring gelernt, da habe ich die Eins in der Wertung verloren."

Freitag, 3. August 2018

Lamborghini-Pilot Perera Schnellster in Auftaktsession am Nürburgring

  • Franzose Schnellster im engen ersten Freien Training
  • IronForce by RING POLICE beim Heimspiel mit Fan World
  • Red-Bull-F1-Testfahrer Jake Dennis erstmals bei Montaplast by Land-Motorsport 

GRT Grasser Racing Team, Ezequiel Perez Companc, Franck Perera
Foto: Gruppe C Photography / ADAC-Motorsport
Die Fans des ADAC GT Masters dürfen sich an diesem Wochenende (3.-5. August) am Nürburgring auf ein heißes Wochenende einstellen. Bereits das erste Freie Training, in dem Lamborghini-Pilot Franck Perera (34/F, GRT Grasser Racing Team) bei knapp 30 Grad Außentemperatur die Bestzeit fuhr, zeigte dank enger Zeitabstände, wie ausgeglichen das Starterfeld in der "Liga der Supersportwagen" ist. Zudem dürfen sich die Zuschauer auf die Fan World von IronForce by RING POLICE freuen. Die beiden Rennen in der Eifel werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Perera, der sich den Lamborghini Huracán mit Ezequiel Perez Companc (24/RA) teilt, trotzte den heißen Außentemperaturen und erzielte mit 1.27,371 Minuten bereits früh in der Sitzung die Bestzeit. "Wir haben unsere Arbeit vom gestrigen Testtag fortgesetzt", so der ehemalige Formel-1-Testfahrer. "Alles läuft gut. Es ist sehr heiß, das macht es für uns sicher nicht einfacher. Es wird am Wochenende auf der Strecke sicher eng zugehen Wir arbeiten daran, ein gutes Set-up für das Qualifying zu finden, um uns einen guten Startplatz zu sichern."

Lediglich 0,027 Sekunden fehlten den Zweitschnellsten des 60-minütigen Trainings auf die Bestzeit. Luca Stolz (23/Brachbach) und Sebastian Asch (32/Ammerbuch) sorgten im Mercedes-AMG GT3 damit für einen vielversprechenden Wochenendauftakt für das Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing beim Heimspiel. Rang drei ging an das Audi-Duo Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf) vor ihren BWT Mücke Motorsport-Teamkollegen Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach). Das Topquintett an der Spitze der 60-minütigen Sitzung komplettierten Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg) in einem weiteren Lamborghini des GRT Grasser Racing Team. Insgesamt lagen auf der 3,629 Kilometer langen Sprintstrecke des Nürburgrings 21 Autos innerhalb einer Sekunde.

Spektakuläre Fan World von IronForce by RING POLICE

Das Team IronForce by RING POLICE, das einen Porsche 911 GT3 R für Jan-Erik Slooten (33/Neuss) und Lucas Luhr (39/Ermatingen) einsetzt, hat sich für sein ADAC GT Masters-Heimspiel auf dem Nürburgring mit einer eigenen Fan World im Fahrerlager etwas ganz Besonderes ausgedacht. Aufsehenerregend sind auch die Ausstellungsfahrzeuge aus dem Porsche Museum Gmünd, die in der Fan World zu bewundern sind. Zu diesen gehört unter anderem der Porsche 911 GT2, mit dem Uwe Alzen 1995 den ADAC GT Cup gewonnen hat. Immer wieder während des Wochenendes gibt es auf der Bühne des Rennstalls aus Erkelenz Musik und Interviews mit den Fahrern.

Red-Bull-Formel-1-Testfahrer startet für Montaplast by Land-Motorsport

Direkt vom Formel-1-Test auf dem Hungaroring reiste Montaplast by Land-Motorsport-Neuzugang Jake Dennis zum ADAC GT Masters-Lauf in der Eifel. Der Engländer fuhr am Mittwoch in Ungarn 131 Runden für Red Bull Racing und gibt an diesem Wochenende im Audi R8 LMS mit der Startnummer 29 seinen Einstand als Teamkollege von Ex-Champion Christopher Mies (29/Heiligenhaus). Dennis hat damit kaum Zeit zum Verschnaufen: Bereits am vergangenen Wochenende startete er beim 24-Stunden-Rennen in Spa, wo er in einem Aston Martin den neunten Gesamtrang belegte. "Natürlich ist es eine Umstellung, vom F1-Rennwagen in den GT3-Audi zu wechseln, aber es wird mit jeder Runde besser", so Dennis. "Spätestens im Qualifying sollte ich aber das Auto richtig kennen. Ich habe von Land-Motorsport schon viel gehört. Daher freut es mich, jetzt für das Team starten zu können. Ich bin für das Vertrauen in mich sehr dankbar. Auch Christopher Mies kenne ich schon seit mehreren Jahren. Wir haben ein starkes Line-up und wollen gute Resultate einfahren. Besonders freue ich mich Mitte August auf Zandvoort - eine meiner absoluten Lieblingsstrecken."

„King of the Mountain“ McGuiness sorgt in Brands Hatch für Spektakel

  • Motorrad-Legende tritt mit seiner Norton-Rennmaschine auf
  • Historische F1-Autos drehen Demo-Runden in Brands Hatch
  • MINI Challenge und Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup am Start

John McGuinness, Norton SG7
Foto: dtm.com
Der „King of the Mountain“ ist bei der DTM zu Gast. John McGuinness, einer der erfolgreichsten Motorradrennfahrer Englands, dreht in Brands Hatch (11.–12. August) Demo-Runden mit seinem spektakulären Norton SG7-Motorrad. Der 46-Jährige gewann die „Isle of Man Tourist Trophy“, das berühmteste und gefährlichste Motorradrennen der Welt, sage und schreibe 23 Mal. 

„Das wird ein unglaubliches Spektakel. Es wird großartig. Ich kann es kaum erwarten, mit meiner Norton auf dieser berühmten Strecke vor den DTM-Fans Gas zu geben“, sagt McGuiness, der nach längerer Verletzungspause bei der DTM-Veranstaltung sein Comeback auf einer Rennstrecke gibt. Beim Training zur North West 200 im Mai 2017 war der Engländer schwer verunglückt. Er brach sich vier Rückenwirbel. In diesem Jahr musste er wenige Wochen vor der „Isle of Man TT“ seine Teilnahme an dem Klassiker absagen.

Hautnah werden die Zuschauer in Brands Hatch McGuiness und seine Norton erleben dürfen. Am Renntruck kann das Motorrad mit dem erstaunlichen V4-Sound genauer unter die Lupe genommen werden. Zudem wird McGuiness am Sonntag im Fahrerlager Autogramme geben und Bücher signieren. Der in Morecambe geborene legendäre englische Motorradfahrer freut sich auf die DTM. „Diese Serie ist toll, es gibt nichts Vergleichbares. Es wird enge, spannende Rennen auf der Grand-Prix-Strecke geben – mit namhaften, sehr talentierten Fahrern.“ Die Demo-Runden stehen am Samstag ab 14:50 Uhr und am Sonntag ab 16:05 Uhr Ortszeit an.

Dallara F191 Chassis Number 23, Emmanuelle Pirro 1991 
Foto: dtm.com
Das Rahmenprogramm in Brands Hatch bietet weitere Highlights. Neben dem Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup und der MINI Challenge wird es an beiden Tagen auch Demo-Runden zweier historischer Formel-1-Autos geben, die man nicht jeden Tag zu sehen bekommt. Mit dem Arrows FA13b waren Michele Alboreto und Aguri Suzuki 1992 und 1993 in der Formel 1 am Start. Der Dallara F191 wurde im Jahr 1991 von Emanuelle Pirro gesteuert.

Mittwoch, 1. August 2018

Startschuss für zweite Saisonhälfte auf dem Nürburgring

  • Hyundai gibt sein Debüt – Engstler und Coicaud im neuen i30 N TCR
  • Harald Proczyk reist als Tabellenführer in die Eifel
  • Nächste Runde in der Honda Rookie Challenge

Foto: Jens Hawrda
Eine neue Marke im hochklassigen Teilnehmerfeld, packende Zweikämpfe und intensiver Tourenwagensport: Die zweite Saisonhälfte der ADAC TCR Germany beginnt am Wochenende auf dem Nürburgring (3. bis 5. August) und verspricht Hochspannung. Der neue Hyundai i30 N TCR wird dabei seine Premiere geben, Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) und Théo Coicaud (19, Frankreich, Hyundai Team Engstler) sitzen am Steuer des 330 PS starken Kraftpakets aus dem Hause Hyundai. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, zudem gibt es Livestreams auf SPORT1.de, adac.de/motorsport und auf dem YouTube-Kanal des ADAC.

Zuletzt hatte die ADAC TCR Germany im Juni auf dem Red Bull Ring Vollgas gegeben – jetzt geht es mit den acht Marken Audi, Cupra, Honda, Hyundai, Opel, Peugeot, Renault und VW endlich weiter. Fahrer und Teams haben die Zeit genutzt, um abzuschalten, Kräfte zu tanken und rechtzeitig für den Start der zweiten Saisonhälfte wieder hochzufahren. 

Bei den ersten sechs Saisonrennen in Oschersleben, Most und Spielberg kam das Team HP Racing International am besten zurecht – logisch, dass es nun in allen drei Wertungen führt. Harald Proczyk (42, Österreich) ist in der Gesamtwertung an der Spitze, und Luke Wankmüller (Straubenhardt), der am 23. Juni seinen 17. Geburtstag gefeiert hat, hat derzeit bei der Honda Rookie Challenge die Nase vorn. Und auch bei der Teamwertung thront HP Racing International an der Spitze.

Für Proczyk, der die drei Aufgaben des Rennfahrers, des Teamchefs und des Mentors für Wankmüller vereint, ist das „alles eine schöne Momentaufnahme“, wie der Österreicher betont. Aber eben nicht mehr. Noch sind acht Rennen zu fahren, der erfahrene Proczyk weiß, dass sich alles drehen kann.

Ihm im Nacken sitzt etwa Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One), der im Audi RS3 LMS jüngst auf dem Red Bull Ring seinen ersten Saisonsieg gefeiert hat und in seinem zweiten Jahr in der Tourenwagenserie des ADAC den Titel holen will. „Von diesem Ziel weichen wir natürlich nicht ab, wir sind überzeugt, dass wir schnell genug dafür sind“, sagt der Meisterschaftszweite, der bislang 22 Punkte weniger als Proczyk geholt hat. 

Dabei kann Langeveld auf die Expertise seines Teams Racing One setzen. Der Rennstall aus Andernach kennt den Nürburgring bestens, nimmt regelmäßig am ADAC Zurich 24h-Rennen oder der VLN Langstreckenmeisterschaft teil und hat mit dem Niederländer Langeveld einen „richtig guten Rennfahrer“ in seinen Reihen, wie Teamchef Martin Kohlhaas betont: „Niels will immer gewinnen und ist sehr ehrgeizig.“

Apropos Lokalmatadoren: Das gilt ganz besonders auch für das Team Prosport Performance, das den von der ADAC Stiftung Sport geförderten Max Hesse (17, Wernau) und Sandro Kaibach (20, Bad Waldsee) ins Rennen schickt. „Es wird Zeit, endlich wieder ins TCR-Auto zu steigen“, sagt Hesse, der in der Honda Rookie Challenge derzeit hinter Wankmüller auf Platz zwei liegt: „Die Honda Rookie Challenge ist natürlich in meinem Fokus. Das wird nicht leicht, aber ich werde alles dafür geben.“

Für Hesse sind die Rennen auf dem Nürburgring „ganz besonders“ – und ein Heimrennen im doppelten Sinn. Denn nicht nur Prosport Performance sitzt am Nürburgring. Sondern auch Phoenix Racing, bei dem Hesse als Junior fährt. Mit seiner bisherigen Saison ist der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot: „sehr zufrieden. Speziell die Qualifikation in Most und Red Bull Ring mit Platz drei waren sehr gut.“ Diese Ergebnisse möchte Hesse am besten schon am Wochenende toppen.

Mit Spannung wird auch erwartet, wie sich Luca Engstler und Théo Coicaud im neuen Hyundai i30 N TCR schlagen werden. Engstler, der bislang im VW Golf GTI TCR unterwegs gewesen war und Platz drei belegt, ist zuversichtlich. „Die ersten Eindrücke sind super, ich bin begeistert“, sagte der 18-Jährige.