Sonntag, 10. Juni 2018

Mikhalchik siegt erneut und übernimmt Tabellenführung deutlich

Lorenzo Lanzi (Yamaha) als Gaststarter auf Platz zwei
Foto: Jens Hawrda
Auch das zweite Rennen der IDM Superbike am Sonntag fand unter trockenen Bedingungen statt, obwohl Regen angesagt war. Aus der ersten Runda kamen Ilya Mikhalchik, Toni Finsterbusch, Bastien Mackels, Julian Puffe und Lorenzo Lanzi als erte an Start-und Ziel vorbei. Wie am Tag zuvor konnte der führende Ukrainer schnell einen Vorsprung zwischen sich und seine Verfolger legen. Mackels (Wilbers-BMW), der punktgleich mit Mikhalchik nach Oschersleben gekommen war, sah die Chancen, den Meisterschaftsstand aufrecht zu erhalten, zunehmend schwinden. Der Belgier kam einfach nicht an Toni Finsterbusch, dem IDM Superbike 1000-Neuzugang von Mayer Suzuki vorbei. Das Problem erledigte sich von alleine. Finsterbusch stürzte in der sechsten Runde an zweiter Stelle liegend aus dem Geschehen. Mackels war nun zwar Zweiter aber der Vorsprung von Mikhalchik war schon zu groß und der Druck von Yamaha Pilot Lorenzo Lanzi in Mackels Nacken wurde auch immer größer.

Schließlich überholte Lanzi Mackels womit dessen Rückstand auf den Tabellenführenden noch größer wurde. Julian Puffe (Team alpha Racing-Van Zon-BMW), fuhr dahinter ein einsames Rennen und landete im Ziel genau auf der Position, die er vermeiden wollte: Platz vier. Hinter Puffe kam mit Dominic Schmitter (HPC Power Suzuki) der erste GSX-R 1000 als Fünfter ins Ziel. Damit hat der Schweizer im internen Marken-Duell mit Tini Finsterbusch wieder die Oberhand.
In der letzen Runde setzte Mackels alles auf eine Karte und wollte Lanzi doch noch überhohlen, was aber nicht klappte. 

Jan Halbich (Honda Holzhauer Racing Promotion) überholte noch den Yamaha-Piloten Daniel Kartheininger (MPB Racing) und wurde als Sechster abgewinkt. Mathieu Gines wurde bei seinem Premieren-Einsatz auf der Weber Motos-Kawasaki Achter und ZX-10R-Kollegin Lucy Glöckner (Kawasaki Schnock Team Motorex) Neunte.

Ilya Mikhalchik siegt in Oschersleben am Samstag

Reines BMW-Podium am Samstag in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda
In der IDM-Superbike, die im Rahmen der Endurance-WM bei der German Speedweek ein Rennwochenende austrägt, ging Ilya Mikhalchik, Lorenzo Lanzi und Bastien Mackels aus der ersten Reihe in das Rennen. Ilya Mikhalchik gewann das Rennen relativ klar. „Dabei war es da vorne gar nicht so einfach“, gab der 21-Jährige zu bedenken. „Aber ich bin relativ gleichmäßige Rundenzeiten gefahren.“

Bastien Mackels (Wilbers-BMW) konnte nicht auf den Führenden aufschließen und musste sich schließlich mit Platz 2 zufrieden geben. Damit führt nun Mikhalchik die Meisrschaft mit fünf Punkten Vorsprung vor Mackels an. 

Doch auch auf den weiteren Plätzen gab es überraschungen. Lorenzo Lanzi, der kurzfristig bei Yamaha MGM verpflichtet wurde, konnte seinen dritten Platz aus dem Qualifying nicht halten. Der Italiener wurde Sechster und musste Julian Puffe sowie die beiden Suzuki-Fahrer Toni Finsterbusch und Dominic Schmitter vorbei lassen. „Ich war 0,8 Sekunden langsamer als gestern im Training“, stöhnte der Italiener. „Nach drei Runden konnte ich Mikhalchik und Mackels nicht mehr folgen. Die Yamaha war okay, aber irgendwas hat trotzdem nicht gepasst.“
Julian Puffe (BMW) vor dem Rennen
Foto; Jens Hawrda
Dafür tauchte Julian Puffe (alpha Racing-Van Zon-BMW) ganz vorn mit auf und machte im Ziel als Dritter ein BMW-Podium komplett. Für Ihn hatte es nun endlich mit einem Podium geklappt und er konnte den Fluch vom ewigen Vierten abstreifen. „Deswegen habe ich heute extrem spät gebremst. Mein Daten-Spezialist hat in den letzten Tagen auch viele Fortschritte am Motorrad erreicht, die sich jetzt auszahlen. Ich konnte das Renntempo fast um eine Sekunde steigern. Aber nach zehn Runden war ich total im Eimer.“
Für Jan Halbich (Honda) lief Rennen 1 nicht wir gewünscht
Foto: Jens Hawrda
Jan Halbich (Honda Holzhauer Racing Promotion) konnte nicht mithalten, weil sich sein Reifen auf der Felge drehte. Lucy Glöckner (Kawasaki Schnock Team Motorex) wurde Neunte.

Lorenzo Lanzi für Yamaha MGM Racing

Lorenzo Lanzi startet in Oscherleben für Xamaha MGM Racing
Foto: Jens Hawrda
Das erklärte Ziel von Danny de Boer war der Titegewinn mit Yamaha in der IDM Superbike 2018. Doch der Saisonstart lief so gar nicht nach seinen Wünschen und so treenten sich jetzt die Wege von Yamaha MGM Racing und dem Niederländer. Das Yamahateam von Michaelael Galinski startete jedoch trotzdem in Oschersleben denn es einigte sich kurzfristig mit dem Italiener Lorenzo Lanzi. Lanzi startet 2018 ansonsten in der Italienischen National Trophy 1000-Meisterschaft und fährt dort ebenfalls eine Yamaha YZF-R1M. In der IDM ist Lanzi kein Unbekannter, 2014 und 2015 fuhr er hier schon in der Superbike-Klasse und wurde zum Abschluss Gesamt-Dritter auf der Ducati 1199 Panigale R im 3C-Team.Er fuhr 2015 acht Mal aufs Podium, nur einen Sieg konnte er nicht erringen. Das MGM Racing Team hat also einen starken Ersatzmann gefunden.

Samstag, 9. Juni 2018

Erster Saisonsieg für Corvette-Duo Kirchhöfer/Keilwitz

  • Piloten von Callaway Competition gewinnen Samstagsrennen auf dem Red Bull Ring
  • 20. ADAC GT Masters-Sieg für Daniel Keilwitz, Premierenerfolg für Marvin Kirchhöfer
  • Ex-DTM-Champion Timo Scheider wird Zweiter

Das Podium vom Samstagsrennen am Red Bull Ring
Foto: ADAC-Motorsport
Die Corvette-Piloten Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) wurden im Samstagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring ihrer Favoritenrolle gerecht. Souverän fuhr das Duo zu seinem ersten Saisonsieg. Die Plätze zwei und drei gingen an die BMW-Fahrer Timo Scheider (39/Lochau) und Mikkel Jensen (23/DK) sowie Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen) und Victor Bouveng (22/S, alle BMW Team Schnitzer). "Es bedeutet mir sehr viel, im ADAC GT Masters gewonnen zu haben", so Premierensieger Kirchhöfer nach dem Rennen. "Ich bin sehr glücklich und genieße jetzt erst mal den Moment." 

Ungefährdeter Corvette-Triumph

Pole-Setter Marvin Kirchhöfer setzte sich beim Start durch und behauptete die Führung. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase zur Bergung des Audi R8 LMS von Filip Salaquarda (34/CZ, Team ISR) setzte sich der Corvette-Pilot leicht vom Feld ab. Zwischenzeitlich baute er seinen Vorsprung bis zum Pflichtboxenstopp auf knapp drei Sekunden aus. Auch Partner Daniel Keilwitz blieb danach souverän vorn. Im Ziel hatte der Champion von 2013 schließlich 0,6 Sekunden Vorsprung und sicherte damit den ADAC GT Masters-Titelverteidigern Callaway Competition den ersten Saisonsieg. Für Rekordsieger Keilwitz war es der 20. Erfolg in der "Liga der Supersportwagen", davon der bereits siebte auf dem Red Bull Ring. Teamkollege Kirchhöfer durfte sich über seinen ersten Sieg freuen. 

Auf den Verfolgerpositionen gab es vor allem in der zweiten Rennhälfte zahlreiche spannende Zweikämpfe - bedingt auch durch zwei weitere kurze Safety-Car-Phasen zum Bergen des Audi R8 LMS von Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde, BWT Mücke Motorsport) und des BMW M6 GT3 des Österreichers Christopher Zöchling (30, MRS GT-Racing). Die Positionen zwei und drei gingen am Ende an die beiden BMW M6 GT3 des BMW Team Schnitzer. Das Team aus Freilassing feiert den ersten zweifachen Podesterfolg in der Rennserie. Ex-DTM-Champion Timo Scheider und Mikkel Jensen setzten sich dabei knapp gegen ihre Teamkollegen Dennis Marschall und Victor Bouveng durch, für die es das erste Podium im ADAC GT Masters war. Serienneuling Jensen holte damit auch den Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung. 

Rang vier erkämpften sich Timo Bernhard (37/Bruchmühlbach-Miesau) und Kévin Estre (29/F, beide KÜS Team75 Bernhard) im bestplatzierten Porsche 911 GT3 R. Das Duo war von Startplatz acht ins Rennen gegangen. Die Brüder Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (21/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) belegten als beste Audi-Piloten Rang fünf. Dahinter kamen als Sechste Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ins Ziel, gefolgt vom Ferrari 488 GT3 des heimischen Teams HB Racing, der von Alfred Renauer (33/Jedenhofen) und Luca Ludwig (29/Bornheim, beide HB Racing) gesteuert wurde. Bestplatzierter Österreicher wurde als Achter Max Hofer (19/A) zusammen mit Teamkollege Philip Ellis (25/GB) im Audi R8 LMS von Phoenix Racing. Als einzige Mercedes-AMG-Piloten sammelten Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) auf Rang neun Meisterschaftszähler, der letzte Punkt ging an die Audi-Fahrer Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport). 

Den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung fuhren Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg) im Lamborghini Huracán GT3 ein, die für das unweit der Strecke ansässige GRT Grasser Racing Team starten.

Stimmen der Sieger

Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R:
"Ich glaube, der Grundstein für den Sieg war heute die Pole-Position. Wir hatten ein super Rennen mit einer perfekten Strategie. Es war am Ende jedoch nicht ganz so einfach, wie es vielleicht aussah, denn wir hatten etwas mit Reifenverschleiß zu kämpfen." 

Daniel Keilwitz (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R):
"Besser konnte es nicht laufen. Die Corvette passt einfach perfekt zum Red Bull Ring. Wir wissen, dass wir hier gewinnen müssen, wenn wir um den Titel kämpfen wollen. Denn es kommen noch andere Strecken wie der Sachsenring, die uns nicht so gut liegen. Während der beiden Safety-Car-Phasen zum Schluss habe ich Reifenabrieb aufgesammelt, hatte aber dennoch zwei gute Restarts. Das war eine gute Basis, um vorn zu bleiben."

Erster Saisonsieg für Audi-Pilot Langeveld auf dem Red Bull Ring

  • Niederländer Langeveld gewinnt vor Audi-Fahrer Buri und VW-Pilot Leuchter
  • Luke Wankmüller im Opel Astra TCR bester Rookie
  • Sandro Kaibach im Sonntagsrennen auf der Pole Position 

Start-Ziel-Sieg für Niels Langenveld am Red Bull Ring
Foto: ADAC-Motorsport
Start-Ziel-Sieg für Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One)

Der Niederländer hat im Audi RS3 LMS seinen ersten Saisonsieg gefeiert und seine starken Trainingseindrücke auch im Rennen bestätigen. Langeveld setzte sich am Samstag souverän vor seinem finnischen Markenkollegen Antti Buri (29, LMS Racing) und Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) im VW Golf GTI TCR durch. Für Leuchter, der für das Team des Fußballprofis Max Kruse fährt, war es das beste Ergebnis der laufenden Saison. Bester Fahrer aus der Honda Rookie Challenge wurde Luke Wankmüller (16, Straubenhardt, HP Racing International), der im Opel Astra TCR als Sechster ins Ziel kam.

Bei Langeveld war die Freude über den Premierensieg in dieser Saison riesig. "Genau für dieses Gefühl fahren wir Rennen, dafür bereiten wir uns so intensiv vor. Wir haben nur sieben Rennwochenenden, und es ist die größte Herausforderung, genau im richtigen Moment abzuliefern", sagte der Audi-Pilot, der bereits im Training und im Qualifying für die Bestzeiten gesorgt hatte: "Es geht darum, Siege und Trophäen zu holen. Das ist fantastisch!"

Vierter wurde der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR. Dahinter folgte Tabellenführer Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) in einem weiteren Opel vor Rookie Wankmüller. Die Ränge sieben und acht gingen an Luca Engstler (18, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) im VW und Max Hesse (16, Wernau, Prosport Performance) in einem weiteren Audi. Neunter wurde Florian Thoma (22, Schweiz, Liqui Moly Team Engstler) vor Lokalmatador Simon Reicher (18, Österreich, YACO Racing) im Audi.

Niels Langeveld erwischte einen guten Start, ging vor Antti Buri in die erste Kurve und zog schnell davon. Dahinter kam es zu einem Kontakt zwischen Mike Halder und Antti Buri, wodurch Langevelds Verfolger etwas aufgehalten wurden. Proczyk, Leuchter und Wankmüller folgten auf den Plätzen. Im Mittelfeld kam es nach vier Minuten Renndauer zu einem Kontakt zwischen Gaststarter Daniel Davidovac (40, Benningen, HP Racing International) im Opel und dem Österreicher Lukas Niedertscheider (23, Niedertscheider Motorsport) im Peugeot 308 TCR. Dabei schieden beide Piloten aus, und das Safety Car kam für sechs Minuten auf die Strecke.

Nach dem Restart behauptete Langeveld seine Führung und zog erneut davon. Buri folgte vor Proczyk, doch der Österreicher leistete sich einen Verbremser, den Leuchter und Halder nutzten, um vorbeizuziehen. An der Spitze fuhr der Niederländer Langeveld weiter fehlerfrei dem Premierensieg entgegen, auch seine Verfolger Buri und Leuchter ließen sich ihre Plätze auf dem Podium nicht mehr nehmen.

Für die Piloten der ADAC TCR Germany geht es am Sonntag mit dem sechsten von insgesamt 14 Saisonrennen weiter. In diesem wird Sandro Kaibach (20, Bad Waldsee, Prosport Performance) von der Pole Position starten. Der Audi-Pilot hatte das Qualifying auf Platz zehn beendet, im zweiten Rennen des Wochenendes startet die Top Ten des Zeitrainings in umgekehrter Reihenfolge. Niels Langeveld muss also von Platz zehn starten. "Das wird eine neue Herausforderung", sagte der Niederländer: "50 Prozent des Wochenendes haben wir sehr erfolgreich gestaltet - jetzt wollen wir auch am Sonntag das Maximum herausholen. Unser Paket ist stark: Wir haben das Team, das Auto, den Fahrer - also bin ich absolut zuversichtlich."

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Antti Buri (Zweiter, Finnland, LMS Racing): "Niels und ich waren ungefähr auf Augenhöhe, aber ich hatte einige Zweikämpfe und musste mich verteidigen. Niels konnte vorne sein Rennen fahren und hat keine Fehler gemacht. Mit Platz zwei bin ich absolut zufrieden."

Benjamin Leuchter (Dritter, Duisburg, Max Kruse Racing): "Das ist fantastisch, gerade nach dem brutal schweren Wochenende in Most. Umso glücklicher bin ich mit dem dritten Platz. Die Jungs und Mädels haben fanstatisch gearbeitet, alles auf den Kopf gestellt, nach den Fehlern gesucht - und scheinbar gefunden. Ich bin einfach nur wahnsinnig glücklich und freue mich wahnsinnig fürs Team. Ich glaube, der Teamchef ist auch zufrieden. Job erfüllt."

Luke Wankmüller (Bester Rookie, Straubenhardt, HP Racing International): "Klasse, wenn man das ganze Wochenende darauf hinarbeitet und dann oben steht, ist das das beste Gefühl. Ein paar Verbremser waren dabei, aber keine groben Schnitzer. Insgesamt bin ich zufrieden."