Samstag, 9. Juni 2018

Erster Saisonsieg für Corvette-Duo Kirchhöfer/Keilwitz

  • Piloten von Callaway Competition gewinnen Samstagsrennen auf dem Red Bull Ring
  • 20. ADAC GT Masters-Sieg für Daniel Keilwitz, Premierenerfolg für Marvin Kirchhöfer
  • Ex-DTM-Champion Timo Scheider wird Zweiter

Das Podium vom Samstagsrennen am Red Bull Ring
Foto: ADAC-Motorsport
Die Corvette-Piloten Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) wurden im Samstagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring ihrer Favoritenrolle gerecht. Souverän fuhr das Duo zu seinem ersten Saisonsieg. Die Plätze zwei und drei gingen an die BMW-Fahrer Timo Scheider (39/Lochau) und Mikkel Jensen (23/DK) sowie Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen) und Victor Bouveng (22/S, alle BMW Team Schnitzer). "Es bedeutet mir sehr viel, im ADAC GT Masters gewonnen zu haben", so Premierensieger Kirchhöfer nach dem Rennen. "Ich bin sehr glücklich und genieße jetzt erst mal den Moment." 

Ungefährdeter Corvette-Triumph

Pole-Setter Marvin Kirchhöfer setzte sich beim Start durch und behauptete die Führung. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase zur Bergung des Audi R8 LMS von Filip Salaquarda (34/CZ, Team ISR) setzte sich der Corvette-Pilot leicht vom Feld ab. Zwischenzeitlich baute er seinen Vorsprung bis zum Pflichtboxenstopp auf knapp drei Sekunden aus. Auch Partner Daniel Keilwitz blieb danach souverän vorn. Im Ziel hatte der Champion von 2013 schließlich 0,6 Sekunden Vorsprung und sicherte damit den ADAC GT Masters-Titelverteidigern Callaway Competition den ersten Saisonsieg. Für Rekordsieger Keilwitz war es der 20. Erfolg in der "Liga der Supersportwagen", davon der bereits siebte auf dem Red Bull Ring. Teamkollege Kirchhöfer durfte sich über seinen ersten Sieg freuen. 

Auf den Verfolgerpositionen gab es vor allem in der zweiten Rennhälfte zahlreiche spannende Zweikämpfe - bedingt auch durch zwei weitere kurze Safety-Car-Phasen zum Bergen des Audi R8 LMS von Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde, BWT Mücke Motorsport) und des BMW M6 GT3 des Österreichers Christopher Zöchling (30, MRS GT-Racing). Die Positionen zwei und drei gingen am Ende an die beiden BMW M6 GT3 des BMW Team Schnitzer. Das Team aus Freilassing feiert den ersten zweifachen Podesterfolg in der Rennserie. Ex-DTM-Champion Timo Scheider und Mikkel Jensen setzten sich dabei knapp gegen ihre Teamkollegen Dennis Marschall und Victor Bouveng durch, für die es das erste Podium im ADAC GT Masters war. Serienneuling Jensen holte damit auch den Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung. 

Rang vier erkämpften sich Timo Bernhard (37/Bruchmühlbach-Miesau) und Kévin Estre (29/F, beide KÜS Team75 Bernhard) im bestplatzierten Porsche 911 GT3 R. Das Duo war von Startplatz acht ins Rennen gegangen. Die Brüder Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (21/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) belegten als beste Audi-Piloten Rang fünf. Dahinter kamen als Sechste Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ins Ziel, gefolgt vom Ferrari 488 GT3 des heimischen Teams HB Racing, der von Alfred Renauer (33/Jedenhofen) und Luca Ludwig (29/Bornheim, beide HB Racing) gesteuert wurde. Bestplatzierter Österreicher wurde als Achter Max Hofer (19/A) zusammen mit Teamkollege Philip Ellis (25/GB) im Audi R8 LMS von Phoenix Racing. Als einzige Mercedes-AMG-Piloten sammelten Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) auf Rang neun Meisterschaftszähler, der letzte Punkt ging an die Audi-Fahrer Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport). 

Den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung fuhren Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg) im Lamborghini Huracán GT3 ein, die für das unweit der Strecke ansässige GRT Grasser Racing Team starten.

Stimmen der Sieger

Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R:
"Ich glaube, der Grundstein für den Sieg war heute die Pole-Position. Wir hatten ein super Rennen mit einer perfekten Strategie. Es war am Ende jedoch nicht ganz so einfach, wie es vielleicht aussah, denn wir hatten etwas mit Reifenverschleiß zu kämpfen." 

Daniel Keilwitz (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R):
"Besser konnte es nicht laufen. Die Corvette passt einfach perfekt zum Red Bull Ring. Wir wissen, dass wir hier gewinnen müssen, wenn wir um den Titel kämpfen wollen. Denn es kommen noch andere Strecken wie der Sachsenring, die uns nicht so gut liegen. Während der beiden Safety-Car-Phasen zum Schluss habe ich Reifenabrieb aufgesammelt, hatte aber dennoch zwei gute Restarts. Das war eine gute Basis, um vorn zu bleiben."

Erster Saisonsieg für Audi-Pilot Langeveld auf dem Red Bull Ring

  • Niederländer Langeveld gewinnt vor Audi-Fahrer Buri und VW-Pilot Leuchter
  • Luke Wankmüller im Opel Astra TCR bester Rookie
  • Sandro Kaibach im Sonntagsrennen auf der Pole Position 

Start-Ziel-Sieg für Niels Langenveld am Red Bull Ring
Foto: ADAC-Motorsport
Start-Ziel-Sieg für Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One)

Der Niederländer hat im Audi RS3 LMS seinen ersten Saisonsieg gefeiert und seine starken Trainingseindrücke auch im Rennen bestätigen. Langeveld setzte sich am Samstag souverän vor seinem finnischen Markenkollegen Antti Buri (29, LMS Racing) und Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) im VW Golf GTI TCR durch. Für Leuchter, der für das Team des Fußballprofis Max Kruse fährt, war es das beste Ergebnis der laufenden Saison. Bester Fahrer aus der Honda Rookie Challenge wurde Luke Wankmüller (16, Straubenhardt, HP Racing International), der im Opel Astra TCR als Sechster ins Ziel kam.

Bei Langeveld war die Freude über den Premierensieg in dieser Saison riesig. "Genau für dieses Gefühl fahren wir Rennen, dafür bereiten wir uns so intensiv vor. Wir haben nur sieben Rennwochenenden, und es ist die größte Herausforderung, genau im richtigen Moment abzuliefern", sagte der Audi-Pilot, der bereits im Training und im Qualifying für die Bestzeiten gesorgt hatte: "Es geht darum, Siege und Trophäen zu holen. Das ist fantastisch!"

Vierter wurde der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR. Dahinter folgte Tabellenführer Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) in einem weiteren Opel vor Rookie Wankmüller. Die Ränge sieben und acht gingen an Luca Engstler (18, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) im VW und Max Hesse (16, Wernau, Prosport Performance) in einem weiteren Audi. Neunter wurde Florian Thoma (22, Schweiz, Liqui Moly Team Engstler) vor Lokalmatador Simon Reicher (18, Österreich, YACO Racing) im Audi.

Niels Langeveld erwischte einen guten Start, ging vor Antti Buri in die erste Kurve und zog schnell davon. Dahinter kam es zu einem Kontakt zwischen Mike Halder und Antti Buri, wodurch Langevelds Verfolger etwas aufgehalten wurden. Proczyk, Leuchter und Wankmüller folgten auf den Plätzen. Im Mittelfeld kam es nach vier Minuten Renndauer zu einem Kontakt zwischen Gaststarter Daniel Davidovac (40, Benningen, HP Racing International) im Opel und dem Österreicher Lukas Niedertscheider (23, Niedertscheider Motorsport) im Peugeot 308 TCR. Dabei schieden beide Piloten aus, und das Safety Car kam für sechs Minuten auf die Strecke.

Nach dem Restart behauptete Langeveld seine Führung und zog erneut davon. Buri folgte vor Proczyk, doch der Österreicher leistete sich einen Verbremser, den Leuchter und Halder nutzten, um vorbeizuziehen. An der Spitze fuhr der Niederländer Langeveld weiter fehlerfrei dem Premierensieg entgegen, auch seine Verfolger Buri und Leuchter ließen sich ihre Plätze auf dem Podium nicht mehr nehmen.

Für die Piloten der ADAC TCR Germany geht es am Sonntag mit dem sechsten von insgesamt 14 Saisonrennen weiter. In diesem wird Sandro Kaibach (20, Bad Waldsee, Prosport Performance) von der Pole Position starten. Der Audi-Pilot hatte das Qualifying auf Platz zehn beendet, im zweiten Rennen des Wochenendes startet die Top Ten des Zeitrainings in umgekehrter Reihenfolge. Niels Langeveld muss also von Platz zehn starten. "Das wird eine neue Herausforderung", sagte der Niederländer: "50 Prozent des Wochenendes haben wir sehr erfolgreich gestaltet - jetzt wollen wir auch am Sonntag das Maximum herausholen. Unser Paket ist stark: Wir haben das Team, das Auto, den Fahrer - also bin ich absolut zuversichtlich."

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Antti Buri (Zweiter, Finnland, LMS Racing): "Niels und ich waren ungefähr auf Augenhöhe, aber ich hatte einige Zweikämpfe und musste mich verteidigen. Niels konnte vorne sein Rennen fahren und hat keine Fehler gemacht. Mit Platz zwei bin ich absolut zufrieden."

Benjamin Leuchter (Dritter, Duisburg, Max Kruse Racing): "Das ist fantastisch, gerade nach dem brutal schweren Wochenende in Most. Umso glücklicher bin ich mit dem dritten Platz. Die Jungs und Mädels haben fanstatisch gearbeitet, alles auf den Kopf gestellt, nach den Fehlern gesucht - und scheinbar gefunden. Ich bin einfach nur wahnsinnig glücklich und freue mich wahnsinnig fürs Team. Ich glaube, der Teamchef ist auch zufrieden. Job erfüllt."

Luke Wankmüller (Bester Rookie, Straubenhardt, HP Racing International): "Klasse, wenn man das ganze Wochenende darauf hinarbeitet und dann oben steht, ist das das beste Gefühl. Ein paar Verbremser waren dabei, aber keine groben Schnitzer. Insgesamt bin ich zufrieden."

Freitag, 8. Juni 2018

Corvette-Pilot Kirchhöfer fährt auf Red Bull Ring

  • Fahrer von Callaway Competition Schnellster im ersten Freien Training
  • Österreichische Rennställe auf den Verfolgerpositionen
  • Vier Marken auf den ersten vier Rängen
Erste Bestzeit am Red Bull Ring für Marvin Kirchhöfer (Corvette)
Foto: ADAC-Motorsport
Corvette-Pilot Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg, Callaway Competition) glänzte im ersten Freien Training des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring mit der Bestzeit und unterstrich damit die Favoritenrolle des US-Sportwagens auf der schnellsten Strecke im Kalender. Sein Vorsprung auf die engsten Verfolger betrug jedoch nur 0,074 Sekunden. Die beiden Rennen der "Liga der Supersportwagen" in Österreich werden am Samstag (ab 12:45 Uhr) und Sonntag (ab 13:00 Uhr) von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Zudem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Bereits sechs Mal hat Corvette im ADAC GT Masters seit 2013 auf dem Red Bull Ring gewonnen. Und auch in diesem Jahr begann das Rennwochenende für die bulligen US-Sportwagen vielversprechend. Marvin Kirchhöfer markierte in der C7 GT3-R von Callaway Competition auf der österreichischen Strecke bei Sonnenschein und 26 Grad Außentemperatur im ersten Freien Training die Bestzeit. Es war die erste überhaupt für den Sachsen in der "Liga der Supersportwagen". "Bereits die Tests am Donnerstag verliefen für uns gut - auch wenn das Wetter mit den Regenschauern es etwas schwieriger gemacht hat. Wir erwarten uns hier auf der Strecke viel. Es ist kein Geheimnis, dass sie der Corvette liegt. Daher schauen wir, dass wir an diesem Wochenende gut performen." Kirchhöfer teilt sich die Corvette mit Daniel Keilwitz (28/Villingen), der mit sechs Triumphen ADAC GT Masters-Rekordsieger auf dem 4,318 Kilometer langen Kurs ist.

Zweiter wurde der Ferrari 488 GT3 von Alfred Renauer (33/Jedenhofen) und Luca Ludwig (29/Bornheim), deren Team HB Racing auf dem Red Bull Ring ein Heimspiel hat, mit einer Rundenzeit von 1.29,668 Minuten. Rang drei holte ein weiteres Fahrzeug eines österreichischen Teams. Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg) im Lamborghini Huracán GT3 vom GRT Grasser Racing Team fehlten 139 Tausendstelsekunden auf die Bestzeit. Dahinter folgten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (37/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) im besten Audi R8 LMS vor ihren Markenkollegen Kelvin van der Linde (21/ZA) und Sheldon van der Linde (19/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport).

Wie so oft auf dem Red Bull Ring waren auch diesmal die Zeitenabstände sehr gering. Am Ende der Sitzung lagen 25 Fahrzeuge innerhalb einer Sekunde.

Mehrere Jubiläen auf dem Red Bull Ring

Gleich vier Piloten des ADAC GT Masters feiern im Samstagsrennen in Spielberg besondere Jubiläen. Rekordstarter Sebastian Asch (32/Ammerbuch, Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) bestreitet im Mercedes-AMG sein 140. Rennen in der "Liga der Supersportwagen". Für Ferrari-Pilot Luca Ludwig (29/Bornheim, HB Racing) ist es der 120. Start in der Rennserie und für Robert Renauer (33/Jedenhofen, Precote Herberth Motorsport) im Porsche der 100. Vervollständigt wird das Quartett der Jubilare von BMW-Fahrerin Claudia Hürtgen (46/Archheim, RWT Racing), die in der Corvette C7 GT3-R zu ihrem 80. Rennen antritt.

Marvin Fritz möchte den Sieg vom Slovakia-Ring auch beim Heimrennen in Oschersleben wiederholen

YART-Yamaha-Pilot Marvin Fritz (Neckarzimmern) feierte auf dem Slovakia-Ring seinen ersten WM-Sieg
Foto: Hermann Rüger
Der 25-jährige Motorradrennfahrer Marvin Fritz aus Neckarzimmern möchte beim Acht-Stunden-Langstreckenrennen bei der German Speedweek vom 7. bis 10. Juni in Oschersleben seinen zweiten Platz vom Vorjahr verbessern. Im Ziel hatte der Nordbadener im österreichischen YART Yamaha-Team im Vorjahr nach acht Stunden und 318 Runden nur 30,587 Sekunden Rückstand auf das siegreiche GMT94 Yamaha-Team aus Frankreich. Der gebürtige Mosbacher Marvin Fritz kommt mit seinen Teamkollegen Max Neukirchner (Stollberg) und Broc Parkes (AUS) als Sieger vom letzten FIM Endurance-WM-Lauf auf dem Slovakia-Ring auf die 3,667 km lange Rennstrecke in der Motorsport Arena nach Oschersleben in der Nähe von Magdeburg. Vielleicht kann der zweifache deutsche Meister Marvin Fritz, der mit einer Lizenz für den ADAC Pfalz startet, seinen Sieg vom letzten Rennen auf dem Slovakia-Ring auch beim Heimrennen in Oschersleben wiederholen. Im WM-Klassement führt vor den letzten zwei Rennen das F.C.C. TSR Honda France-Team mit 116 Zählern und hat nur einen Punkt Vorsprung auf das Weltmeister GMT-94-Team. Weitere 14 Zähler liegt das britische Honda Endurance Racing Team zurück. Marvin Fritz liegt mit seinem YART Yamaha-Team mit 30 Punkten auf dem elften Gesamtrang. Das Acht-Stunden-Rennen wird am Samstag um 13 Uhr gestartet, im Rahmenprogramm startet auch der ADAC Junior Cup und die IDM-Superbike-Klasse. In Oschersleben wird der vierte von fünf Läufen zur FIM Langstrecken-WM ausgetragen, das Finale findet am 28.-29. Juli in Suzuka/Japan statt. Weitere Informationen über die German Speedweek gibt es im Internet unter www.German-Speedweek.de sowie über die Langstrecken-WM unter www.FIMEWC.com .


Text : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

Donnerstag, 7. Juni 2018

TCR Germany am Red Bull Ring

Drei Österreicher in der ADAC TCR Germany:
Große Vorfreude auf den Red Bull Ring

 
  • Proczyk will seine Tabellenführung beim Heimspiel ausbauen
  • Erstmals sieben Opel am Start
  • Honda Rookie Challenge geht in die nächste Runde
Die ADAC TCR Germany geht am Red Bull Ring in die nächste Runde
Foto: Jens Hawrda
Drei Österreicher, erstmals sieben Opel, insgesamt 31 Starter: Die ADAC TCR Germany gibt am kommenden Wochenende (8. bis 10. Juni) mit einem vollen Teilnehmerfeld auf dem Red Bull Ring wieder Gas - in der Steiermark stehen die Saisonrennen fünf und sechs auf dem Programm. Dabei werden nicht nur die Tourenwagen der Marken Audi, Cupra, Honda, Opel, Peugeot, Renault und Volkswagen im Mittelpunkt stehen, sondern natürlich auch die drei Lokalmatadoren Harald Proczyk (42, HP Racing International), Simon Reicher (18, YACO Racing) und Lukas Niedertscheider (23, Niedertscheider Motorsport). SPORT1 zeigt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV. Alle Läufe sind zudem im Livestream mit englischem und deutschem Kommentar auf adac.de/motorsport, der Facebook-Seite der ADAC TCR Germany und unter youtube.com/adac zu sehen. Sport1.de streamt die Rennen mit deutschem Kommentar.

Mit viel Selbstvertrauen kommt Hari Proczyk an den Red Bull Ring. Der 42-Jährige liegt in der Meisterschaft an der Spitze, und als gebürtiger Knittelfelder kennt der Opel Astra TCR-Pilot den Kurs bestens. "Red Bull Ring - da sind die Rennen immer besonders für mich. Da hat alles angefangen, dort habe ich lange gearbeitet", sagte Proczyk: "Natürlich wäre es schön, dort wieder einmal einen Sieg zu holen. Der letzte Erfolg dort ist schon eine ganze Zeit her, ich kann mich aber noch an einen aus meiner Zeit in der Formel Ford erinnern." In Proczyks Team HP Racing International wird diesmal nicht nur Rookie Luke Wankmüller (16, Straubenhardt) angreifen, erstmals in diesem Jahr ist auch Daniel Davidovac (40, Benningen) dabei. "Er ist ein guter Freund von mir. Ich bin gespannt, wie er sich schlagen wird", sagte Proczyk.

Auch Lukas Niedertscheider kennt den Kurs in den Bergen bereits aus der Vergangenheit - im neuen Peugeot 308 TCR hat er dort aber noch kein Rennen bestritten. "Ich bin mit dem Red Bull Ring schon länger vertraut, dort bin ich mein erstes Tourenwagenrennen und auch erstmals aufs Podium gefahren", sagt der 23-Jährige: "Seitdem habe ich immer ein gutes Gefühl, wenn ich in Spielberg vor Ort bin. Auch wenn es knapp drei Stunden Autofahrt für mich sind, fühle ich mich dort definitiv Zuhause."

Niedertscheider und sein Team haben die Zeit seit den Rennen in Most genutzt, "um unseren Peugeot 308 TCR noch besser zu verstehen", betont der Osttiroler: "Ob es reicht, wird das Wochenende zeigen, allerdings denke ich, dass wir um die Top Ten mitfahren können. Das Qualifying ist wie immer der wichtigste Part, von dort aus ist alles möglich."

Simon Reicher, der dritte Österreicher im Fahrerfeld der ADAC TCR Germany, fiebert dem Wochenende ebenfalls entgegen. "Das ist mein Heimrennen, es herrscht absolute Vorfreude", sagt er: "Ich freue mich sehr auf den Red Bull Ring - vom Layout her meines Erachtens die schönste Strecke überhaupt. Das ist immer etwas Besonderes."

Der 18-Jährige, der seine zweite Saison in der ADAC TCR Germany absolviert, hat bei den ersten beiden Wochenenden in Oschersleben und in Most einen starken Eindruck hinterlassen. Er ist mit 65 Punkten derzeit Fünfter in der Gesamtwertung, vor ihm liegen nur Tabellenführer Proczyk (118), Volkswagen-Pilot Luca Engstler (18, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler, 110 Punkte), Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One, 100) im Audi und Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen, 82) im bestplatzierten Honda.

Reicher ist mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. "Was mir am meisten gefällt, ist unsere Konstanz. Wir haben bislang in jedem Rennen unsere Leistung abgerufen", sagt er: "Wir sind absolut konkurrenzfähig, ehrgeizig und wollen unbedingt aufs Treppchen - idealerweise natürlich schon auf dem Red Bull Ring."

Das Team HP Racing International stellt drei der insgesamt sieben Opel Astra TCR. Derart viele Opel waren in der ADAC TCR Germany noch bei keinem Rennwochenende am Start. Die vier weiteren werden von Jasmin Preisig (25, Schweiz, Steibel Motorsport) sowie den Gaststartern Jan Seyffert (20, Fellbach, Lubner Motorsport), Tessitore (51, Österreich, Tessitore Racing) und Dino Calcum (28, Bochum, BC Motorsport) gesteuert. Während Seyffert und Tessitore erstmals dabei sind, hat Calcum im vergangenen Jahr bereits bewiesen, dass ihm der Ring liegt. 2017 holte er dort eine Pole Position und fuhr in den Rennen die Plätze drei und fünf ein.

Auch die Honda Rookie Challenge geht an diesem Wochenende in die nächste Runde. Dabei werden alle Augen auf Michelle Halder (18, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) gerichtet sein, die in Most Geschichte geschrieben hatte und in ihrem Cupra TCR als erste Frau in der ADAC TCR Germany aufs Podium gefahren war. In der Nachwuchswertung, deren Sieger am Ende der Saison einen neuen Honda Civic erhält, belegt Halder den dritten Platz hinter Tabellenführer Max Hesse (16, Wernau, Prosport Performance) im Audi und Luke Wankmüller. Dahinter folgen Justin Häußermann (18, Forchtenberg, Liqui Moly Team Engstler) im VW, Loris Prattes (17, Neuhemsbach, TOPCAR Sport) im Cupra und Marcel Fugel (17, Chemnitz, Profi-Car Team Halder) in einem Honda.