Montag, 30. April 2018

IDM startete in Oschersleben in neue Saison

Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) ist in die neue Saison gefahren. In der Motorsport Arena Oschersleben feierten die Zuschauer bei frühlingshaftem Wetter die Sieger sowie auch Verlierer in vier Prädikatsklassen. Unter der Leitung des neuen Serien-Promoters zeigte sich, dass die sich zuletzt in einer Talsohle befindliche Serie wieder deutlich im Aufwind ist.   Sechs Motorradmarken nehmen in Deutschlands Top-Serie des Motorradstraßen-Rennsport den Kampf um die Meisterschaftspunkte auf: BMW, Honda, Kawasaki, KTM, Suzuki und Yamaha.

Superbike 1000

In der IDM Superbike, der höchsten Klasse, in der mit 1000 cm³-Maschinen gefahren wird, teilten sich der Belgier Bastien Mackels (Wilbers BMW) und der Ukrainer Ilya Mikhalchik (alpha Racing-Van Zon-BMW) die Siege in den beiden ausgetragenen Rennen. Der Name des IDM-Neuzugangs Mikhalchik liegt zwar noch schwer auf der Zunge, aber Fans sollten ihn sich merken. Der 21-Jährige gilt als Mann der Zukunft und verfügt auch über Erfahrungen auf internationaler Ebene. Sein Kommentar in punkto Superbike-Debüt auf deutschem Boden: „Die IDM fühlt sich nicht an wie eine nationale Meisterschaft, sondern ich komme mir eher wie in einer Weltmeisterschaft vor. Auch das fahrerische Niveau ist verdammt hoch.“

Ilya Mikhalchik siegt im Rennen zwei
Foto: Jens Hawrda
Teamchef Benny Wilbers war derart begeistert von der Leistung seines Fahrers Bastien Mackels, dass er ihm spontan den Wunsch erfüllte, ihm demnächst ein Wochenende mit einem Sportwagen zu spendieren. Das Besondere: In Belgien, wo Mackels zu Hause ist, muss für Edelkarossen eine Luxussteuer gezahlt werden, demzufolge hält sich der private Besitz im Land schwer in Grenzen.

Jan Halbich sorgte mit einem dritten Platz am Wochenende für Jubel bei Honda, ebenso wie Dominic Schmitter bei Suzuki. Die schnellste Yamaha wurde auf dem fünften Rang notiert. Auf ihr sitzt der zu den Titelfavoriten zählende Danny de Boer. Doch dem Niederländer war das Glück in der Magdeburger Börde nicht besonders hold. Im zweiten Lauf fiel er mit technischem Defekt aus. Lucy Glöckner, die einzige Dame im Feld und gleichzeitig einziges Kawasaki-Zugpferd holte einen achten Platz im zweiten Rennen, nachdem sie im ersten Lauf von einem Konkurrenten unsanft touchiert wurde.

Supersport 600

In der IDM Supersport 600, der bewährten Mittelklasse mit 600 cm³ Hubraum, hat Kevin Wahr die Gesamtführung in der Meisterschaft übernommen. Er gewann das zweite Rennen. Und was wurde aus Max Enderlein, der etliche Runden geführt hatte und sich Wahr lange vom Leib gehalten hatte? Der Sieger des ersten Laufes stürzte in der allerletzten Kurve. Wahr hatte ihm kurz zuvor die Führung abgenommen. Enderlein wollte kontern, doch der Plan endete im Abseits. Kein Grund um aufzugeben. Enderlein hievte die Yamaha wieder hoch. Die Verkleidung hing an der Seite zwar in Fetzen herunter, dennoch rettete der Sachse noch den 10. Platz ins Ziel und übte damit Schadensbegrenzung.

Supersport 300

In der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 ging der Auftaktsieg an Maximilian Kappler.  Der 20 Jahre alte KTM-Fahrer aus Oberlungwitz verwies seinen holländischen Markenkollegen Victor Steeman auf den zweiten Platz. Kappler ist einer der drei Piloten des sächsischen Freudenberg-Teams, das sich der Nachwuchsförderung verschrieben hat und in erster Linie in der 300 cm³-Weltmeisterschaft antritt. Steemans inniger Wunsch war jedoch, die die schnellen Deutschen in Oschersleben irgendwie doch noch zu besiegen. Am Sonntag setzte er den Plan in die Tat um. Jetzt führt der 17-Jährige sogar die Meisterschaft an. Für KTM ist das ein gelungener Einstand als neuer IDM-Partner.
Kappler vor Steeman das war das Duell des Wochenendes
Foto: Jens Hawrda
Sidecar

Pole Position und zwei Siege in der IDM Sidecar: Es war das perfekte Wochenende für Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen (LCR Suzuki). Der Ex-Weltmeister mit der Startnummer „1“ aus den Niederlanden sahnte beim IDM-Auftakt der Sidecars in Oschersleben die volle Punktzahl ab. Das Podium wurde beide Male durch Josef Sattler/Uwe Neubert (Adolf RS 1 BMW) sowie André Kretzer/Björn Bosch (LCR Suzuki) ergänzt. Das Ganze ging nicht ohne zwei spektakuläre Dreher von Kretzer ab. Ansonsten wäre bei ihm noch mehr drin gewesen.
Den Fans an der Strecke wurde jede Menge Action geboten. Umrahmt wurden die IDM-Klassen durch drei weitere Cup-Rennen. Live dabei zu sein lohnt sich immer noch am meisten.

Audi mit elektrisierenden Aufholjagden in Paris

  • Audi-Piloten machen bei spektakulärem E-Prix elf Positionen gut
  • Lucas di Grassi zum dritten Mal in Folge in der Formel E auf Platz zwei
  • Daniel Abt fährt von Startplatz 14 auf Rang sieben
Platz zwei für Lucas Di Grassi in Paris
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Auch beim achten Lauf der Elektro-Rennserie Formel E in Paris haben Lucas di Grassi und Daniel Abt die Zuschauer mit spektakulären Aufholjagden elektrisiert. Nach einem schwierigen Qualifying machten die beiden Audi-Piloten im Rennen insgesamt elf Positionen gut. Di Grassi wurde zum dritten Mal in Folge Zweiter, Abt fuhr von Startplatz 14 auf Rang sieben nach vorn.

Im Freien Training am Vormittag gelang dem amtierenden Champion di Grassi auf dem Stadtkurs in der Nähe des Eiffelturms ein neuer Streckenrekord. Teamkollege Daniel Abt war nur unwesentlich langsamer. Im Qualifying hatten beide Audi-Piloten bei relativ niedrigen Streckentemperaturen jedoch Schwierigkeiten, die Reifen optimal zum Arbeiten zu bringen. Di Grassi verpasste die „Super Pole“ der Top Fünf um 0,005 Sekunden denkbar knapp. Abt war nur drei Zehntelsekunden langsamer. Bei der extremen Leistungsdichte der Formel E fand sich der Deutsche dennoch auf Startplatz 14 wieder – und das auf einer Rennstrecke, auf der das Überholen als besonders schwierig gilt.

Wie schon so oft in dieser Saison konnten beide Audi-Piloten die Stärken des Audi e-tron FE04 im Rennen anschließend voll ausspielen. Abt überholte in der ersten Hälfte gleich sieben Konkurrenten. Kurz vor Rennende nutzte er den Fanboost, um auch noch Ex-Champion Sébastien Buemi im Renault zu überholen. In der letzten Runde presste sich der Schweizer mit einem Gewaltmanöver wieder an Abt vorbei.

Di Grassi machte am Start einen Platz gut. In der ersten Rennhälfte sparte er so viel Energie, dass er zwei Runden länger fahren konnte als die Führenden. Ein schneller Boxenstopp des Teams Audi Sport ABT Schaeffler brachte den Brasilianer auf Rang vier nach vorn. Mit einer Serie schnellster Rennrunden schloss er zur Spitze auf, überholte Rom-Sieger Sam Bird und in der letzten Runde auch noch den bis dahin Zweitplatzierten André Lotterer.

„Das war ein unglaubliches Rennen und ein extrem hartes“, sagte di Grassi nach seinem dritten zweiten Platz in Folge und seinem insgesamt 23. Podium in der Elektro-Rennserie. „Im ersten Teil des Rennens habe ich Energie gespart. Im zweiten Teil konnte ich voll attackieren und den Pokal für Platz zwei holen. Ich bin überglücklich!“

Daniel Abt sagte: „Die Startposition war etwas enttäuschend, aber im Rennen hatte ich gute Überholmanöver. Ich hoffe, den Fans hat die Show gefallen. Leider habe ich in der letzten Runde noch einen Platz verloren, weil mein ‚bester Freund‘ Buemi der Meinung war, mich in der Schikane torpedieren zu müssen. Trotzdem bin ich zufrieden. Danke auch für den Fanboost, den ich heute gut gebrauchen konnte. Beim nächsten Mal müssen wir uns besser qualifizieren, dann gibt es wieder einen Pokal.“

„Was für ein Rennen in Paris“, sagte Teamchef Allan McNish. „Vor allem die letzte Runde war sehr intensiv. Wir haben tolle Aufholjagden von Lucas und Daniel gesehen. Daniel ist mein Fahrer des Tages. In einem Meeting vor dem Rennen hat er gesagt, dass er in Paris überholen kann, auch wenn alle sagen, dass es unmöglich ist. Er hat Wort gehalten. Schade, dass ihm das harte Manöver von Buemi am Ende noch Plätze gekostet hat. Lucas war erneut sehr stark mit Platz und einer weiteren schnellsten Runden.“

„Wir hatten heute nicht das beste Qualifying“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Auf einer Strecke, auf der das Überholen extrem schwierig ist, tut das besonders weh. Doch beide Fahrer sind exzellente Rennen gefahren, ganz besonders Daniel. Er hat schöne, saubere Überholmanöver gezeigt – ohne zu großes Risiko, aber dennoch sehr entschlossen. Mit Lucas das dritte Podium in Folge zu holen war fantastisch.“

Vor den Augen von Audi-Chef Rupert Stadler verbesserte sich Audi Sport ABT Schaeffler in der Teamwertung der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft auf den dritten Platz. Lucas di Grassi schob sich in der Fahrerwertung auf Rang fünf nach vorn und liegt vor dem Audi-Heimspiel in Berlin am 19. Mai zwei Punkte vor seinem Teamkollegen Daniel Abt.

Sonntag, 29. April 2018

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

  • Mercedes-AMG-Duo dominiert Sonntagsrennen in Most
  • Kirchhöfer/Keilwitz holen erneut in der Corvette Rang zwei
  • Renauer/Jaminet bauen als Dritte Tabellenführung aus
Markus Pommer und Maximilian Götz siegen am Sonntag in Most
Foto: Jens Hawrda
Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab

Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.

Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

Als Vierte kamen Dominik Schwager (41/Eisenhofen) und Luca Ludwig (29/Bornheim, beide HB Racing) im Ferrari 488 GT3 ins Ziel. Dahinter überquerte ein Audi-Quintett - angeführt von Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) vom heimischen Team ISR - die Ziellinie. Hinter den Lokalmatadoren folgten Alessio Picariello (24/B) und Christopher Mies (28/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) vor ihren Audi-Markenkollegen Ricardo Feller (17/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport). Picariello sicherte sich damit auch den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung. Platz acht ging an den Audi R8 LMS der Brüder Kelvin van der Linde (21/ZA) und Sheldon van der Linde (18/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) vor den Samstagssiegern Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport). Den letzten Meisterschaftszähler sammelten als Zehnte die BMW-Piloten Christopher Zöchling (30/A) und Jens Klingmann (27/Ermatingen, beide MRS GT-Racing).
Den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung holten diesmal Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg, GRT Grasser Racing Team).

Stimmen der Sieger

Maximilian Götz (MANN-Filter Team HTP, Mercedes-AMG GT3):
"Nach dem Pech am Samstag, wo wir leer ausgingen, war es wichtig, viele Punkte einzufahren. Heute dagegen lief es mit der Pole-Position, der schnellsten Rennrunde und dem Sieg supergut. Ich bin überglücklich. Das Team hat nach dem gestrigen Ausfall hart gearbeitet, um uns ein Auto zu geben, mit dem wir zu so einer Leistung in der Lage waren. Es war perfekt. Die kritischste Situation war am Start, denn ich hatte die Corvette neben mir, von der jeder weiß, wie stark sie ist. Und auch Daniel Keilwitz ist ein guter Starter. Wir waren gleichauf, aber ich war auf der Innenbahn und konnte die Führung behaupten. Nach dem kurzen Safety-Car-Einsatz hatte ich einen guten Restart und konnte wegfahren und einen Vorsprung für Markus herausfahren."

Markus Pommer (MANN-Filter Team HTP, Mercedes-AMG GT3):
"Ein perfekter Tag. Maxi hat mir einen guten Vorsprung übergeben, und dann habe ich anfangs noch etwas Gas gegeben, es dann aber ruhiger angehen lassen. Nach dem Ausfall am Samstag wollte ich das Auto sicher ins Ziel bringen. Ich habe mir schon eingebildet, ich höre irgendwelche Geräusche, und habe viel mit dem Team gefunkt. Es war aber nichts. Ich bin dann ohne Risiko ins Ziel gefahren. Es ist toll, beim erst zweiten Einsatz mit dem Team schon einen Sieg geholt zu haben. Man sieht, dass alles läuft und Maxi und ich sehr gut eingespielt sind. Es wird immer besser."

Lokalmatador Pétr Fulin siegt in Most – Michelle Halder wird Zweite

  • Michelle Halder stark: Platz zwei und erste Frau auf dem Podium
  • Doppelsieg für Cupra, Engstler im VW Golf GTI TCR Dritter
Pètr Fulin siegt in Rennen zwei
Foto: Jens Hawrda
Viertes Rennen, vierter Sieger: Gaststarter Pétr Fulin (41, Tschechien, Fullin Race Academy) hat dem Cupra TCR den ersten Saisonsieg beschert und sein persönliches Heimspiel mit einem Erfolg gekrönt. „Das ist perfekt und hätte nicht besser laufen können, sagte er: „Aber: Es war ein hartes Stück Arbeit. Ich konnte mir zu keinem Zeitpunkt sicher sein. Luca hat viel Druck gemacht, und Michelle ist sensationell gefahren.“

Der Tscheche Fulin, der etwa 80 km von Most entfernt zu Hause ist, gewann am Sonntag vor Rookie Michelle Halder (18, Meßkirch, Profi-Car Team Halder), die ihren zweiten Platz nervenstark ins Ziel brachte und damit für eine große Überraschung sorgte. Michelle Halder ist die erste Frau in der Geschichte der ADAC TCR Germany, die aufs Podium fährt.

„Unglaublich, ich kann es noch gar nicht richtig fassen. Besser hätte es nicht laufen können“, sagte Halder: „Das war mein viertes Rennen im Tourenwagen, ich habe nicht im Simulator getestet. Jetzt ganz oben zu stehen bei diesem Fahrerfeld und dieser Konkurrenz – das ist einfach sensationell. Ich bin überglücklich“

Luca Engstler (18, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR wurde Dritter und sammelte wichtige Punkte für die Meisterschaft. Er liegt als Tabellenzweiter acht Punkte hinter Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International), der im Opel Astra TCR Fünfter wurde. Meisterschaftsdritter ist Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One), er belegte im Rennen im Audi RS3 LMS den vierten Rang.

Sechster wurde Max Hesse (16, Wernau, Prosport Performance) im Audi vor Dominik Fugel (21, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda und Niko Kankkunen (19, Finnland, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR. Platz neun ging an Rookie Justin Häußermann (17, Forchtenberg, Liqui Moly Team Engstler) vor dem ADAC Stiftung Sport-Förderpiloten Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen).

Den Grundstein für seinen ersten Sieg in der ADAC TCR Germany legte Pétr Fulin gleich am Start. Dort zog er am Pole-Setter Théo Coicaud (18, Frankreich, Liqui Moly Team Engstler) vorbei und übernahm direkt die Führung. Dahinter reihten sich Luca Engstler und Michelle Halder ein, dicht gefolgt von Mike Halder, der allerdings kurz darauf eine Durchfahrtsstrafe erhielt und zurückfiel. Coicaud erwischte hingegen keinen guten Start und fand sich eingangs der zweiten Runde auf Platz zehn wieder.

Nach etwa fünf Minuten musste das Safety Car erstmals auf die Strecke, weil Kai Jordan (49, Wolfsburg, Liqui Moly Team Engstler) nach einem Kontakt in den Kies gerutscht war, und sein VW Golf GTI TCR geborgen werden musste.

Fulin verzögerte beim Restart geschickt und behauptete seine Führung stark vor Engstler und Halder, dahinter lieferten sich Proczyk und Langeveld ein enges Duell um Platz vier. Auch nach einer weiteren Safety-Car-Phase aufgrund eines Kontakts zwischen Théo Coicaud und Sandro Kaibach (20, Bad Waldsee, Prosport Performance) blieb das Trio Fulin, Engstler und Halder unverändert an der Spitze.

Das Rennen um den Sieg blieb bis zum Schluss offen – letztlich zog Michelle Halder eingangs der letzten Runde an Luca Engstler vorbei und übernahm Platz zwei. Engstler hatte irrtümlich angenommen, dass das Rennen bereits vorbei sei und war etwas vom Gas gegangen. Dies nutzte Halder, überholte Engstler und verteidigte ihren Platz bis zur Ziellinie nervenstark.

Weitere Stimme zur ADAC TCR Germany


Luca Engstler
(Dritter, Liqui Moly Team Engstler):
„Ich war der Meinung, dass es die letzte Runde war. Erst dann kam im Funk, dass noch eine weitere kommt, als ich schon am Jubeln war. Bitter, denn ich habe das ganze Rennen kontrolliert und war das schnellste Auto vorne drin. Ich war mir sicher, dass ich die maximalen Punkte hole – und dann passiert so etwas. Aber insgesamt überwiegt die Zufriedenheit, dass ich ein solches Tempo gehen konnte.“

Maximilian Götz holt Pole für Mercedes

Maximilian Götz (Mercedes-AMG GT3) holt die Pole fürs Sonntagsrennen in Most
Foto: Jens Hawrda
Maximilian Götz stellte seinen Mercedes-AMG GT3 nach der Qualifikation für das Rennen am heutigen Sonntag auf Platz 1. Er holte sich die Pole knapp vor Daniel Keilwitz mit der Corvette C7 GT3-R. Damit startet die Corvette, wie schon am Samstag wieder von Platz zwei. Platz drei ging in der Qualifikation an den AutoArenA-Mercedes von Clemens Schmidt, der jedoch wegen eines Vorkommnisses vom Vortag um zehn Plätze navh hinten versetzt wird.

Damit erbt M. Buhk diesen Startplatz im zweiten gelben Mercedes von HTP Motorsport. Auf der vierte Position geht Frank Stippler im Audi R8 LMS vor Mathieu Jaminet im Herberth-Porsche 911 GT3 R auf Startplatz fünf.