Mittwoch, 25. April 2018

Audi bei Formel E: elektrisch durch Stadt der Liebe

  • Achter Lauf der Elektroserie in Frankreichs Hauptstadt
  • Champion Lucas di Grassi zuletzt zweimal auf dem Podium
  • Audi e-tron Vision Gran Turismo begeistert die Fans
Daniel Abt (l.) und Lucas di Grassi
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Die Formel E setzt ihre Europatournee fort: Am Samstag, 28. April, macht das Team Audi Sport ABT Schaeffler Station in Paris. Bei dem Rennen rund um den Invalidendom will die Mannschaft mit den Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Erneut mit dabei: der futuristische Audi e-tron Vision Gran Turismo. Als Renntaxi begeisterte er bereits in Rom Fans und Gäste.

Motorsport im Herzen der Stadt – kein anderer Austragungsort im Kalender steht so für dieses Motto wie Paris: Der 1,92 Kilometer lange Kurs führt vorbei an zahlreichen Straßencafés und Restaurants und einmal um den Invalidendom. Aus der Garage haben die Teams freien Blick auf den Eiffelturm; und bevor die Strecke für den Renntag gesperrt wird, fahren Busse mit Touristen durch die Boxengasse. „Paris gehört für mich zu den schönsten Locations und ist ein Höhepunkt für uns Fahrer“, sagt Lucas di Grassi.

Sportlich will der amtierende Champion den Aufwärtstrend fortsetzen: In Uruguay und Italien stand di Grassi zuletzt zweimal auf dem Podium. „Ich kenne Paris von beiden Seiten: Vor zwei Jahren habe ich die Premiere dort gewonnen und in der letzten Saison einen grausamen Renntag mit null Punkten erlebt“, sagt der Brasilianer. „Zwei Pokale in Folge machen Lust auf mehr. Wir nehmen viel Schwung aus Rom mit nach Paris und wissen: Unser Auto ist stark und das Team in toller Verfassung. Wir müssen jetzt alles auf den Punkt perfekt zusammenbringen.“

Daniel Abt, Audi e-tron FE04 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Zeittraining. Zuletzt hatten Daniel Abt und Lucas di Grassi immer wieder starke Aufholjagden gezeigt, in Paris soll es gleich von weiter vorn ins Rennen gehen. „Wir haben jetzt mehrmals bewiesen, dass wir im Rennen auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf behalten und nach vorn fahren können. Jetzt müssen wir unser Qualifying verbessern für eine bessere Ausgangsposition“, sagt Daniel Abt, der im März in Mexiko sein erstes Formel-E-Rennen gewonnen hat. „Die Strecke in Paris ist sehr eng und technisch anspruchsvoll. Die Resonanz der Medien, Fans und Gäste zuletzt in Rom war unglaublich und macht die Vorfreude noch größer.“

49 Runden absolvieren die Fahrer auf dem „Circuit des Invalides“, bevor der Sieger des dritten Paris E-Prix feststeht. „Daniel und Lucas präsentieren sich zurzeit in toller Form. Und auch die gesamte Mannschaft kommt mit viel Selbstbewusstsein nach Frankreich, nachdem sie in den letzten drei Rennen mehr Punkte als jede andere Mannschaft geholt hat“, sagt Teamchef Allan McNish. „Jeder im Team gibt das absolute Maximum, damit wir in allen Meisterschaftswertungen weiter aufholen. Schön, dass es nach dem tollen Event in Rom jetzt gleich weitergeht. Wir erwarten ein ebenso enges Rennen in Paris, nicht zuletzt, weil es das Heimrennen unserer französischen Konkurrenten ist.“

Mit seinem vierten Platz und dem Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde in Rom ist Daniel Abt in der Gesamtwertung auf die fünfte Position vorgefahren. Das bedeutet, er absolviert das Qualifying in Paris in der Top-Fünf-Spitzengruppe der Meisterschaft. Lucas di Grassi liegt trotz vier Rennen ohne Punkte zu Saisonbeginn nun bereits auf Platz acht. Audi Sport ABT Schaeffler belegt nach sieben von zwölf Rennen den vierten Platz in der Teamwertung.

ADAC TCR Germany erstmals in Most

  • Proczyk als Spitzenreiter nach Most, Langeveld und Co. lauern auf ihre Chance
  • Autodrom in Most stellt Teams und Fahrer vor eine neue Herausforderung
  • Lokalmatador Petr Fulin startet im Cupra TCR
Foto: Jens Hawrda
Neuland für die Piloten der ADAC TCR Germany: An diesem Wochenende (27. bis 29. April) macht die Tourenwagenserie des ADAC erstmals in Tschechien Halt. Zwei Wochen nach dem spannenden Auftakt in Oschersleben stehen auf der Rennstrecke in Most die Läufe drei und vier der dritten Saison der ADAC TCR Germany auf dem Programm. 28 Piloten mit Tourenwagen der Marken Audi, Cupra, Honda, Opel, Peugeot, Renault und VW sind beim zweiten Rennwochenende dabei. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, zudem sind alle Läufe online im kostenlosen Livestream unter sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Als Spitzenreiter reist Routinier Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) an - der Vizemeister der Premierensaison hatte in Oschersleben im Opel Astra TCR einen Sieg und einen sechsten Platz geholt. Doch nicht nur sein eigener starker Saisonauftakt stimmt Proczyk zuversichtlich, glücklich war der 42-Jährige vor allem über den insgesamt gelungenen Start des neuen Teams HP Racing International. Denn auch Luke Wankmüller (16, Straubenhardt) fuhr auf Anhieb vorne mit und überzeugte als bester Rookie. Der Lohn: Die Führung in der Honda Rookie Challenge, deren Sieger am Saisonende auch in diesem Jahr wieder einen neuen Honda Civic erhält.

"Besser hätte es nicht laufen können, ich bin zufrieden und vor allem unheimlich stolz auf den Luke", sagte Proczyk, der aber auch warnt: "Wir wissen, dass es so nicht immer weitergehen wird. Rückschläge gehören ebenfalls dazu, aber gerade deshalb können und werden wir diesen Moment genießen."

Der Blick auf die Fahrerwertung gibt dem Österreicher recht. Die Spitze liegt eng beisammen, und schon nach den Rennen in Most könnte alles wieder anders aussehen. Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) lauert auf seine Chance, ihn trennen nur zwei Punkte von Proczyk - und mit zwei Podiumsplatzierungen in Oschersleben unterstrich der Niederländer bereits seine Ambitionen. "Wir wollen weiter Meister werden, gerade nach dem Auftakt fühlen wir uns bestätigt, dass wir stark genug sind", sagt der 30-Jährige.

Auch VW Golf GTI TCR-Pilot Luca Engstler (18, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler), der Sieger der Honda Rookie Challenge, oder Vizemeister Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR, der in Oschersleben seinen ersten Saisonsieg feierte, lauern auf ihre Chance.

Und hier kommt die Strecke in Most als neue Variable ins Spiel. Für die meisten Piloten bedeutet das Autodrom eine völlig neue Herausforderung. Mit vielen Highspeed-Passagen und Schikanen verspricht die Strecke abwechslungsreiche Rennen. Schließlich gibt es genügend Möglichkeiten, um zu überholen und zu taktieren.

Einer, der seinen Konkurrenten wohl die besten Tipps geben könnte, ist Petr Fulin (41, Tschechien, Fullin Race Academy). Der Gaststarter aus Tschechien kennt seine Heimstrecke bestens und würde sein Heimspiel natürlich am liebsten mit einem Sieg krönen. "Natürlich ist das etwas Besonderes für mich, dort zu fahren. Die ADAC TCR Germany ist eine hochklassige Serie mit hohem Niveau. Zu Hause in Most rechne ich mir trotzdem etwas aus", sagt Fulin: "Most ist nur 80 Kilometer von meinem Zuhause entfernt, von daher ist es immer besonders, dort zu fahren. Es ist wie mein Heimrennen. Aber: Ich erwarte grundsätzlich ein schwieriges Wochenende für unser Team. Denn wir sind auch im Octavia Cup dabei mit sechs oder sieben Autos. Das wird eine große Herausforderung für uns alle, aber natürlich freuen wir uns sehr darauf."

ADAC GT-Masters: Meisterschaftsstand nach 2 Rennen

Nach dem Saisonstart in Oschersleben mit den zwei Eröffnungsrennen, stehen am kommenden Wochenende schon die Rennen drei und vier in Most an. Hier ein Blick auf den Meisterschaftsstand nach zwei von vierzehn Rennen.
Max Hofer (r.) und Philip Ellis (l.) führen die Meisterschaft gemeinsam mit Bortolotti/Caldarelli an
Foto: Jens Hawrda
Fahrerwertung (Top-Five):

1. M. Hofer          25 Pkt.
    M. Bortolotti     25 Pkt.
    A. Caldarelli     25 Pkt.
    P. Ellis             25 Pkt.

2. M. Jaminet       22 Pkt.
    R. Renauer      22 Pkt.

3. R. Ineichen      18 Pkt
    Ch. Engelhard 18 Pkt.
    K.v.d. Linde      18 Pkt.
    S. v.d. Linde     18 Pkt.

4. L. Ludwig          15 Pkt.
    M. Jensen         15 Pkt.
    T. Scheider       15 Pkt.
    D. Schwager     15 Pkt.

5. S. Asch             12 Pkt.
    L. Stolz              12 Pkt. 

Phönix Racing führt die Teamwertung gemeinsam mit Orange by GRT Grasser an
Foto: Jens Hawrda

Teamwertung (Top-Five):

1. Phoenix Racing                                  25 Pkt.
    Orange by GRT Grasser                    25 Pkt.

2. Precote Herberth Motorsport              22 Pkt.

3. GRT Grasser Racing Team                18 Pkt.
    Montaplast by Land-Motorsport          18 Pkt.

4. MANN-FILTER Team HP Motorsport 18 Pkt.

5. HB Racing                                           15 Pkt.
    BMW Team Schnitzer                         15 Pkt.

Montag, 23. April 2018

Premiere in Tschechien: Start frei für das ADAC GT Masters in Most

  • Zweiter Saisonlauf des ADAC GT Masters
  • "Liga der Supersportwagen" startet erstmals in Tschechien
  • Starkes Rahmenprogramm mit ADAC TCR Germany, GT4 und Flugshow
Foto: Jens Hawrda
Premiere im ADAC GT Masters: Am kommenden Wochenende (27.-29. April) startet die "Liga der Supersportwagen" erstmals in Tschechien. Zum zweiten Saisonlauf im Autodrom Most reisen mit den Audi-Piloten Max Hofer (18/A) und Philip Ellis (25/GB, beide Phoenix Racing) und dem Lamborghini-Duo Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) die beiden Auftaktsieger als punktgleiche Tabellenführer. Kann die Konkurrenz zurückschlagen? Die beiden Rennen des Auftaktwochenendes werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Max Hofer (18/A) und Philip Ellis (25/GB, beide Phoenix Racing) waren die Sensation des Saisonauftaktes vor einer Woche in Oschersleben. Von der Pole-Position gewann das Duo, das zum ersten Mal ein GT3-Rennen bestritt, das Premierenrennen des Jahres. "Es hat etwas gedauert, bis ich den Sieg realisiert hatte", so Hofer, der 2017 noch in der ADAC TCR Germany antrat. "Denn er war sehr unerwartet." Nun reist der 18-Jährige zusammen mit Partner Ellis als Tabellenführer zum ersten Auftritt des ADAC GT Masters in Most. "Ich kenne die Strecke gar nicht", so der gebürtige Wiener. "Wir haben jedoch vor dem Rennwochenende am Donnerstag noch einen Testtag. Mal sehen, wie schnell unser Auto dort ist. Aber wir denken, dass wir wieder um Topplatzierungen kämpfen können. Es beflügelt natürlich, als Tabellenführer anzureisen und es gibt mir mehr Selbstvertrauen. Aber ich gehe das Wochenende genauso an, wie das vergangene. Ich sehe die Saison als Lehrjahr, deswegen mache ich mir jetzt nicht mehr Druck als vorher."

Punktgleich mit Hofer und Ellis kommen die Lamborghini-Piloten Mirko Bortolotti und Andrea Caldarelli zum nordwestlich von Prag gelegenen Autodrom. Das Duo gewann in Oschersleben das zweite Rennen und hat ebenso wie die Audi-Konkurrenten 25 Meisterschaftszähler auf der Habenseite. Auch für Bortolotti ist der Kurs in Most Neuland. "Ich reise mit einem sehr guten Gefühl an", sagt der Italiener. "Wir sind in Oschersleben positiv in die Saison gestartet und konnten viele Punkte mitnehmen. Erst mal wird es wichtig sein, so schnell wie möglich die Strecke zu lernen und unser Auto wieder gut abzustimmen. Um wieder erfolgreich zu sein, müssen wir wie in Oschersleben fast perfekt sein."

Hoch motiviert für die Premiere in Tschechien sind die Lokalmatadore vom Team ISR. Die Mannschaft aus Cestlice startet 2018 erstmals im ADAC GT Masters und holte mit Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) im Audi R8 beim Einstand in Oschersleben die ersten Punkte. "Wir hatten ein gutes Wochenende und waren schnell", so Teamchef Igor Salaquarda. "Eine Kollision in der ersten Runde des zweiten Rennens verhinderte ein weiteres gutes Ergebnis. Die Saison ist lang. Wir werden sicher die Chance haben zurückzuschlagen."

Ihren guten Saisonstart wollen in Most die Tabellendritten Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) fortsetzen. Die Porsche-Piloten waren das einzige Team, das beim Auftakt zwei Top-fünf-Ergebnisse einfuhr. "So kann es in Most gern weitergehen", hofft Renauer. Auf eine erneute vordere Platzierung hoffen beim zweiten Saisonrennen unter anderem auch der ehemalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau), der in Oschersleben zusammen mit Partner Mikkel Jensen (23/DK, beide BMW Team Schnitzer) im BMW M6 am Samstag Dritter wurde - ebenso wie die Ferrari-Piloten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing), denen dies bei der Serienpremiere des Ferrari 488 GT3 am Sonntag gelang.

Neben dem ADAC GT Masters starten in Most auch die ADAC TCR Germany, der GT4 Central European Cup sowie der Octavia Cup. Aber auch abseits der Action auf der Strecke wird Kurzweiliges geboten: Sowohl am Samstag (11:00-11:30 Uhr) als auch am Sonntag (10:35-11:20 Uhr) können die Zuschauer beim Pit Walk Autogramme sammeln und einen Blick hinter die Kulissen der "Liga der Supersportwagen" werfen. Beim Meet the Drivers im Fahrerlager haben die Fans am Samstag (16:15-16.45 Uhr) ebenfalls die Gelegenheit, die Fahrer zu treffen. Am Sonntagmittag zeigt Red-Bull-Air-Race-Pilot Petr Kopfstein in der Mittagspause sein akrobatisches Flugkönnen.