Mittwoch, 25. April 2018

ADAC TCR Germany erstmals in Most

  • Proczyk als Spitzenreiter nach Most, Langeveld und Co. lauern auf ihre Chance
  • Autodrom in Most stellt Teams und Fahrer vor eine neue Herausforderung
  • Lokalmatador Petr Fulin startet im Cupra TCR
Foto: Jens Hawrda
Neuland für die Piloten der ADAC TCR Germany: An diesem Wochenende (27. bis 29. April) macht die Tourenwagenserie des ADAC erstmals in Tschechien Halt. Zwei Wochen nach dem spannenden Auftakt in Oschersleben stehen auf der Rennstrecke in Most die Läufe drei und vier der dritten Saison der ADAC TCR Germany auf dem Programm. 28 Piloten mit Tourenwagen der Marken Audi, Cupra, Honda, Opel, Peugeot, Renault und VW sind beim zweiten Rennwochenende dabei. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, zudem sind alle Läufe online im kostenlosen Livestream unter sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Als Spitzenreiter reist Routinier Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) an - der Vizemeister der Premierensaison hatte in Oschersleben im Opel Astra TCR einen Sieg und einen sechsten Platz geholt. Doch nicht nur sein eigener starker Saisonauftakt stimmt Proczyk zuversichtlich, glücklich war der 42-Jährige vor allem über den insgesamt gelungenen Start des neuen Teams HP Racing International. Denn auch Luke Wankmüller (16, Straubenhardt) fuhr auf Anhieb vorne mit und überzeugte als bester Rookie. Der Lohn: Die Führung in der Honda Rookie Challenge, deren Sieger am Saisonende auch in diesem Jahr wieder einen neuen Honda Civic erhält.

"Besser hätte es nicht laufen können, ich bin zufrieden und vor allem unheimlich stolz auf den Luke", sagte Proczyk, der aber auch warnt: "Wir wissen, dass es so nicht immer weitergehen wird. Rückschläge gehören ebenfalls dazu, aber gerade deshalb können und werden wir diesen Moment genießen."

Der Blick auf die Fahrerwertung gibt dem Österreicher recht. Die Spitze liegt eng beisammen, und schon nach den Rennen in Most könnte alles wieder anders aussehen. Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) lauert auf seine Chance, ihn trennen nur zwei Punkte von Proczyk - und mit zwei Podiumsplatzierungen in Oschersleben unterstrich der Niederländer bereits seine Ambitionen. "Wir wollen weiter Meister werden, gerade nach dem Auftakt fühlen wir uns bestätigt, dass wir stark genug sind", sagt der 30-Jährige.

Auch VW Golf GTI TCR-Pilot Luca Engstler (18, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler), der Sieger der Honda Rookie Challenge, oder Vizemeister Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR, der in Oschersleben seinen ersten Saisonsieg feierte, lauern auf ihre Chance.

Und hier kommt die Strecke in Most als neue Variable ins Spiel. Für die meisten Piloten bedeutet das Autodrom eine völlig neue Herausforderung. Mit vielen Highspeed-Passagen und Schikanen verspricht die Strecke abwechslungsreiche Rennen. Schließlich gibt es genügend Möglichkeiten, um zu überholen und zu taktieren.

Einer, der seinen Konkurrenten wohl die besten Tipps geben könnte, ist Petr Fulin (41, Tschechien, Fullin Race Academy). Der Gaststarter aus Tschechien kennt seine Heimstrecke bestens und würde sein Heimspiel natürlich am liebsten mit einem Sieg krönen. "Natürlich ist das etwas Besonderes für mich, dort zu fahren. Die ADAC TCR Germany ist eine hochklassige Serie mit hohem Niveau. Zu Hause in Most rechne ich mir trotzdem etwas aus", sagt Fulin: "Most ist nur 80 Kilometer von meinem Zuhause entfernt, von daher ist es immer besonders, dort zu fahren. Es ist wie mein Heimrennen. Aber: Ich erwarte grundsätzlich ein schwieriges Wochenende für unser Team. Denn wir sind auch im Octavia Cup dabei mit sechs oder sieben Autos. Das wird eine große Herausforderung für uns alle, aber natürlich freuen wir uns sehr darauf."

ADAC GT-Masters: Meisterschaftsstand nach 2 Rennen

Nach dem Saisonstart in Oschersleben mit den zwei Eröffnungsrennen, stehen am kommenden Wochenende schon die Rennen drei und vier in Most an. Hier ein Blick auf den Meisterschaftsstand nach zwei von vierzehn Rennen.
Max Hofer (r.) und Philip Ellis (l.) führen die Meisterschaft gemeinsam mit Bortolotti/Caldarelli an
Foto: Jens Hawrda
Fahrerwertung (Top-Five):

1. M. Hofer          25 Pkt.
    M. Bortolotti     25 Pkt.
    A. Caldarelli     25 Pkt.
    P. Ellis             25 Pkt.

2. M. Jaminet       22 Pkt.
    R. Renauer      22 Pkt.

3. R. Ineichen      18 Pkt
    Ch. Engelhard 18 Pkt.
    K.v.d. Linde      18 Pkt.
    S. v.d. Linde     18 Pkt.

4. L. Ludwig          15 Pkt.
    M. Jensen         15 Pkt.
    T. Scheider       15 Pkt.
    D. Schwager     15 Pkt.

5. S. Asch             12 Pkt.
    L. Stolz              12 Pkt. 

Phönix Racing führt die Teamwertung gemeinsam mit Orange by GRT Grasser an
Foto: Jens Hawrda

Teamwertung (Top-Five):

1. Phoenix Racing                                  25 Pkt.
    Orange by GRT Grasser                    25 Pkt.

2. Precote Herberth Motorsport              22 Pkt.

3. GRT Grasser Racing Team                18 Pkt.
    Montaplast by Land-Motorsport          18 Pkt.

4. MANN-FILTER Team HP Motorsport 18 Pkt.

5. HB Racing                                           15 Pkt.
    BMW Team Schnitzer                         15 Pkt.

Montag, 23. April 2018

Premiere in Tschechien: Start frei für das ADAC GT Masters in Most

  • Zweiter Saisonlauf des ADAC GT Masters
  • "Liga der Supersportwagen" startet erstmals in Tschechien
  • Starkes Rahmenprogramm mit ADAC TCR Germany, GT4 und Flugshow
Foto: Jens Hawrda
Premiere im ADAC GT Masters: Am kommenden Wochenende (27.-29. April) startet die "Liga der Supersportwagen" erstmals in Tschechien. Zum zweiten Saisonlauf im Autodrom Most reisen mit den Audi-Piloten Max Hofer (18/A) und Philip Ellis (25/GB, beide Phoenix Racing) und dem Lamborghini-Duo Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) die beiden Auftaktsieger als punktgleiche Tabellenführer. Kann die Konkurrenz zurückschlagen? Die beiden Rennen des Auftaktwochenendes werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Max Hofer (18/A) und Philip Ellis (25/GB, beide Phoenix Racing) waren die Sensation des Saisonauftaktes vor einer Woche in Oschersleben. Von der Pole-Position gewann das Duo, das zum ersten Mal ein GT3-Rennen bestritt, das Premierenrennen des Jahres. "Es hat etwas gedauert, bis ich den Sieg realisiert hatte", so Hofer, der 2017 noch in der ADAC TCR Germany antrat. "Denn er war sehr unerwartet." Nun reist der 18-Jährige zusammen mit Partner Ellis als Tabellenführer zum ersten Auftritt des ADAC GT Masters in Most. "Ich kenne die Strecke gar nicht", so der gebürtige Wiener. "Wir haben jedoch vor dem Rennwochenende am Donnerstag noch einen Testtag. Mal sehen, wie schnell unser Auto dort ist. Aber wir denken, dass wir wieder um Topplatzierungen kämpfen können. Es beflügelt natürlich, als Tabellenführer anzureisen und es gibt mir mehr Selbstvertrauen. Aber ich gehe das Wochenende genauso an, wie das vergangene. Ich sehe die Saison als Lehrjahr, deswegen mache ich mir jetzt nicht mehr Druck als vorher."

Punktgleich mit Hofer und Ellis kommen die Lamborghini-Piloten Mirko Bortolotti und Andrea Caldarelli zum nordwestlich von Prag gelegenen Autodrom. Das Duo gewann in Oschersleben das zweite Rennen und hat ebenso wie die Audi-Konkurrenten 25 Meisterschaftszähler auf der Habenseite. Auch für Bortolotti ist der Kurs in Most Neuland. "Ich reise mit einem sehr guten Gefühl an", sagt der Italiener. "Wir sind in Oschersleben positiv in die Saison gestartet und konnten viele Punkte mitnehmen. Erst mal wird es wichtig sein, so schnell wie möglich die Strecke zu lernen und unser Auto wieder gut abzustimmen. Um wieder erfolgreich zu sein, müssen wir wie in Oschersleben fast perfekt sein."

Hoch motiviert für die Premiere in Tschechien sind die Lokalmatadore vom Team ISR. Die Mannschaft aus Cestlice startet 2018 erstmals im ADAC GT Masters und holte mit Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) im Audi R8 beim Einstand in Oschersleben die ersten Punkte. "Wir hatten ein gutes Wochenende und waren schnell", so Teamchef Igor Salaquarda. "Eine Kollision in der ersten Runde des zweiten Rennens verhinderte ein weiteres gutes Ergebnis. Die Saison ist lang. Wir werden sicher die Chance haben zurückzuschlagen."

Ihren guten Saisonstart wollen in Most die Tabellendritten Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) fortsetzen. Die Porsche-Piloten waren das einzige Team, das beim Auftakt zwei Top-fünf-Ergebnisse einfuhr. "So kann es in Most gern weitergehen", hofft Renauer. Auf eine erneute vordere Platzierung hoffen beim zweiten Saisonrennen unter anderem auch der ehemalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau), der in Oschersleben zusammen mit Partner Mikkel Jensen (23/DK, beide BMW Team Schnitzer) im BMW M6 am Samstag Dritter wurde - ebenso wie die Ferrari-Piloten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing), denen dies bei der Serienpremiere des Ferrari 488 GT3 am Sonntag gelang.

Neben dem ADAC GT Masters starten in Most auch die ADAC TCR Germany, der GT4 Central European Cup sowie der Octavia Cup. Aber auch abseits der Action auf der Strecke wird Kurzweiliges geboten: Sowohl am Samstag (11:00-11:30 Uhr) als auch am Sonntag (10:35-11:20 Uhr) können die Zuschauer beim Pit Walk Autogramme sammeln und einen Blick hinter die Kulissen der "Liga der Supersportwagen" werfen. Beim Meet the Drivers im Fahrerlager haben die Fans am Samstag (16:15-16.45 Uhr) ebenfalls die Gelegenheit, die Fahrer zu treffen. Am Sonntagmittag zeigt Red-Bull-Air-Race-Pilot Petr Kopfstein in der Mittagspause sein akrobatisches Flugkönnen.

Samstag, 21. April 2018

Daniel Abt erstmals im neuen Audi e-tron FE05

  • Audi setzt in Spanien Vorbereitung auf neue Formel-E-Saison fort
  • Abt: „Fast wie in einem Science-Fiction-Film“
Daniel Abt und der neue Audi etron FE05
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Premiere für Daniel Abt: Unter der Sonne Spaniens ist der deutsche Audi-Pilot zum ersten Mal den neuen Audi e-tron FE05 gefahren, der in der nächsten Formel-E-Saison startet. Auch beim zweitägigen Test in Calafat sammelten die Ingenieure wichtige Daten für die Entwicklung des spektakulären, voll elektrischen Rennautos.

Rom, Calafat, Paris – diese Tage stehen für Daniel Abt ganz im Zeichen der Formel E. Zwischen den Läufen sieben und acht der aktuellen Saison testete der Deutsche in dieser Woche zwei Tage lang erstmals die nächste Generation des voll elektrischen Rennautos. Sein Teamkollege Lucas di Grassi hatte bereits Ende März die ersten Kilometer im Audi e-tron FE05 absolviert.

„Ich habe mich riesig auf meinen ersten Test gefreut und bin mit großen Erwartungen nach Spanien gekommen – und die wurden noch übertroffen. Das Fahren macht riesigen Spaß, das Auto ist in allen Bereichen ein großer Schritt vorwärts“, sagt Daniel Abt, der in Mexiko sein erstes Formel-E-Rennen gewonnen hatte und am vergangenen Wochenende in Rom das Podium mit Platz vier nur knapp verpasste. Besonders die Optik hat es Abt angetan: „Auf der Rennstrecke sieht der Audi e-tron FE05 noch spektakulärer aus als auf Bildern. Und wenn man zwischen anderen Autos unterwegs ist, fühlt man sich fast wie in einem Science-Fiction-Film.“

Daniel Abt während der Testfahrt im Audi etron FE05
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Teamchef Allan McNish freut sich über das positive Feedback seiner beiden Piloten: „Es ist ein gutes Zeichen, wenn Daniel und Lucas sich auf Anhieb in dem neuen Auto wohlfühlen und gut damit klarkommen. Hinter der ganzen Entwicklung steckt eine Menge Arbeit, nicht nur bei den Tests an der Strecke, sondern auch zu Hause in Neuburg. Auch wenn noch eine Menge Arbeit vor uns liegt, wissen wir, dass wir auf einem guten Weg sind.“

Während die nächsten Testfahrten mit dem Audi e-tron FE05 im Mai geplant sind, geht es in der aktuellen Saison schon nächstes Wochenende weiter. Am 28. April starten Daniel Abt und Lucas di Grassi auf den Straßen von Paris.