Mittwoch, 11. April 2018

ADAC GT Masters: Interview mit Timo Scheider

Timo Scheider: Das ADAC GT Masters ist eine tolle Herausforderung

  • Zweimaliger DTM-Champion debütiert am Wochenende im ADAC GT Masters
  • BMW-Werkspilot im Interview vor dem Saisonauftakt
  • Scheider teilt sich BMW M6 GT3 mit BMW-Motorsport-Junior Mikkel Jensen
Timo Scheider
Foto: Jens Hawrda
Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) startet am kommenden Wochenende (13.-15. April) in Oschersleben zum ersten Mal im ADAC GT Masters. Der Pilot des BMW Team Schnitzer erklärt im Interview, warum er sich auf die "Liga der Supersportwagen" freut, was seine Ziele sind und wie er seine Rolle als Mentor der BMW-Motorsport-Junioren sieht. Die beiden Rennen am Auftaktwochenende des ADAC GT Masters werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.
 
Willkommen im ADAC GT Masters. Wie groß ist die Vorfreude auf Ihre Premierensaison? 

Timo Scheider: "Danke. Ich freue mich wirklich auf das ADAC GT Masters. In meinem Alter noch einmal etwas ganz Neues zu machen ist immer schön. Speziell mit BMW und dem BMW Team Schnitzer meine erste Saison zu bestreiten ist toll. Das ist ein Programm, das mich erfüllt und mir Spaß macht. Das ist ganz wichtig, denn in meinem Alter macht man nur noch Dinge, die einem Spaß machen und nicht die, die man machen muss."
 
Was reizt Sie an der Serie? 

"Vor allem, dass ich etwas mache, das ich bisher noch nicht gemacht habe. Es ist wie das erste Mal Bungeespringen. Das erste Mal ist immer etwas Besonderes. Nach 16 Jahren DTM, Rallycross und was ich sonst gemacht habe, ist es schwierig, noch neue Herausforderungen zu finden - und das ermöglicht mir jetzt BMW mit dem ADAC GT Masters."
 
Wie sehen Sie Ihre Rolle im BMW Team Schnitzer? Einerseits sind Sie aufgrund Ihrer großen Erfahrung der Mentor für die BMW-Motorsport-Junioren im Team, andererseits bestreiten Sie aber selbst Ihre erste Saison im ADAC GT Masters ... 

"Es ist für mich in der Tat eine spezielle Situation. Auf der einen Seite muss ich selbst viel lernen, aber auf der anderen Seite bringe viel Erfahrung mit, die ich gerne mit meinen Teamkollegen teilen möchte. Mit den BMW-Motorsport-Junioren teile ich gerne meine ganze Erfahrung aus vielen Jahren Motorsport. Aber die Jungs haben teilweise mehr Erfahrung im GT-Auto als ich und können mir sicher auch noch das eine oder andere zeigen. Daher versuchen wir uns zu ergänzen und ich versuche sie an die Hand zu nehmen, wo es geht."
 
Mit dem BMW Team Schnitzer fahren Sie für einen der erfahrensten und erfolgreichsten Rennställe in Deutschland überhaupt. Haben Sie sich schon eingelebt?

"Ich kenne das Team bereits vom ADAC Zurich 24h Rennen auf dem Nürburgring. Es gibt wohl kein anderes Team, das solch eine BMW-Historie hat. Für so eine Mannschaft antreten zu dürfen ist etwas ganz Besonderes und eine große Ehre. Ich freue mich sehr darauf, jetzt eine komplette Saison mit Schnitzer zu bestreiten."
 
Was sind Ihre Ziele für die Saison?

"Wir wollen Rennen gewinnen! BMW war schon im vergangenen Jahr sehr erfolgreich und hatte mit Philipp Eng bis zum letzten Rennen gute Chancen auf den Titel. Das muss natürlich auch in diesem Jahr das Ziel sein. Aber wir müssen realistisch bleiben und bis zum ersten Qualifying abwarten, wo wir stehen. Die Basis ist auf jeden Fall gut und das Auto hat schon 2017 gezeigt, dass es konkurrenzfähig ist. Wenn sich das Leistungsniveau in diesem Jahr nicht allzu sehr verschiebt, sollten wir auf jeden Fall in der Lage sein, Rennen zu gewinnen."
 
Gibt es ein Rennen, auf das Sie sich in dieser Saison besonders freuen?

"Der Saisonstart in Oschersleben ist die erste große Freude, die ich haben werde. Es wird Zeit, dass die Winterpause vorbei ist und es endlich wieder losgeht. Zandvoort ist auch ein Highlight, da es meine Lieblingsstrecke ist. Ich bin aber auch gespannt auf Strecken wie Most oder den Sachsenring, wo ich schon einige Jahre nicht mehr gefahren bin."

Prosport Performance mit zwei Audi in der ADAC TCR Germany

  • Zweite Saison mit dem Audi RS3 LMS für das Team aus der Eifel
  • Teamchef Chris Esser: "An die Erfolge des Vorjahrs anknüpfen"
  • Max Hesse will in der Rookiewertung mitmischen, Sandro Kaibach peilt Top Fünf an
Prosport Performance: Max Hesse
Foto: ADAC-Motorsport
Ein Team aus der Eifel mit Power aus Ingolstadt: Der in Wiesemscheid in der Nähe des Nürburgrings ansässige Rennstall Prosport Performance greift in der dritten Saison der ADAC TCR Germany mit zwei Audi RS3 LMS und Sandro Kaibach (20, Bad Waldsee) sowie Max Hesse (16, Wernau) an. Nach den Erfolgen im vergangenen Jahr will das Team um den erfahrenen Chef Chris Esser und seinen Chef-Techniker Manfred Wollgarten in dieser Saison mit den beiden jungen Piloten voll durchstarten. Der Startschuss für die dritte Saison fällt am 13. bis 15. April in der Motorsport Arena Oschersleben. SPORT1 zeigt die Rennen der Tourenwagenserie des ADAC im TV.
 
Schon die Testtage Ende März in Oschersleben verliefen positiv, wenngleich Manfred Wollgarten, Technischer Leiter bei Prosport Performance, ganz realistisch an die Saison herangeht. "Wir haben mit Max und Sandro zwei sehr junge Fahrer im Team. Ihnen fehlt sicher noch etwas die Erfahrung, vor allem dem 16-jährigen Max", sagt Wollgarten, der den Saisonauftakt am Wochenende vor allem als Standortbestimmung erwartet.
 
2017 hatte das Team aus der Eifel unter dem Namen "AC Mayen 1927 e.V. im ADAC" mit zwei Audi RS3 LMS erstmals an der Tourenwagenserie des ADAC teilgenommen und mit einem Laufsieg sowie vier Podiumsplatzierungen durch Sheldon van der Linde (18, Südafrika) und Max Hofer (18, Österreich) einen guten Einstand gefeiert.
 
An diese Erfolge will man nun anknüpfen, und auch die beiden Piloten haben sich viel vorgenommen. "Die beiden Testtage verliefen sehr gut. Das Auto funktioniert super und die Zusammenarbeit mit dem Team hat großen Spaß gemacht. Wir haben uns von Sitzung zu Sitzung verbessert", sagt Max Hesse, der bereits im Vorjahr auf dem Sachsenring und beim großen Finale in Hockenheim im Audi RS3 LMS von Aust Motorsport teilgenommen hatte. "Natürlich wird das kein einfaches Jahr, aber in der Rookiewertung möchte ich um den Titel mitkämpfen."
 
Hesse wird von der ADAC Stiftung Sport gefördert, er gehörte zu den erfolgreichsten deutschen Kartpiloten und gewann dreimal in Folge von 2010 bis 2012 das ADAC Kart Masters. Dies blieb auch dem erfahrenen Team Prosport nicht verborgen, und Teamchef Esser sieht großes Potenzial beim 16-Jährigen. "Max Hesse ist ein großes Talent. Wir wollen auch in diesem Jahr wieder ein gutes Paket für die TCR schnüren und hoffen, an die Erfolge der vergangenen Saison anknüpfen zu können", sagt Esser.
 
Auch Sandro Kaibach war bereits im vergangenen Jahr dabei. Der 20-Jährige fuhr 2017 ebenfalls für Aust Motorsport und machte als 13. der Gesamtwertung und vielen guten Platzierungen, unter anderem als Sechster auf dem Nürburgring, auf sich aufmerksam. Nun plant Kaibach, der von einer Karriere im professionellen Motorsport träumt, den nächsten Schritt. "Prosport Performance war in der Saison 2017 das erfolgreichste Audi-Team, der Wechsel machte für mich Sinn. Nachdem ich meine Premierensaison mit einem Platz in den Top 20 besser als erwartet beendet habe, möchte ich jetzt einen weiteren Schritt nach vorn machen", sagt Kaibach, der sich mit einem Platz in den Top Fünf ein hohes Saisonziel gesteckt hat.
 
Seine Vita liest sich im Übrigen anders, als die vieler anderer Nachwuchsfahrer. Kaibach, der mit seinem Vater früher oft an Rennstrecken war, startete nie in einer Kartserie, auch andere ähnliche Angebote ließ er aus. Erst 2015 folgte der Schritt in den Motorsport: Als absoluter Quereinsteiger und jüngster Pilot mit gerade einmal 17 Jahren stieg er in den internationalen Markenpokal Renault Clio Cup Central Europe ein. Ein Jahr später holte er den Junioren-Titel im Clio Cup, ehe er 2017 in die ADAC TCR Germany wechselte.
 
"Der Ansporn, im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters vor großer Publikumskulisse fahren zu dürfen, war ein großer Anreiz", sagt Kaibach, der ebenfalls Lob von seinem Teamchef erhält. "Sandro hat großes Potenzial. Er besitzt bereits große Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr und hat sein Können schon einige Male gezeigt", sagt Chris Esser: "Ich bin optimistisch, dass wir mit ihm in der kommenden Saison erfolgreich sein können."

Dienstag, 10. April 2018

Audi e-tron Vision Gran Turismo: Aus der PlayStation auf die Rennstrecke

  • Aus Virtualität wird Realität
  • Rein elektrisches Konzeptauto als Renntaxi bei der Formel E im Einsatz
  • Audi-Entwicklungschef Peter Mertens: „E-Mobilität gewinnt rasant an Bedeutung“
Audi e-tron Vision Gran Turismo
Foto: Audi-Motorsport
Mit der rein elektrischen Studie „Audi e-tron Vision Gran Turismo“ macht Audi Elektromobilität jetzt auf eine besondere Art erlebbar: Ursprünglich exklusiv für virtuelle Rennen auf der PlayStation 4 entwickelt, macht Audi den neuen Rennwagen bei der Formel E zur Realität. Ab dem Rennen in Rom am Samstag, 14. April, ist der Audi e-tron Vision Gran Turismo als Renntaxi im Einsatz.
 
Audi e-tron Vision Gran Turismo
Foto: Audi-Motorsport
 
„E-Mobilität gewinnt rasant an Bedeutung“, sagt Peter Mertens, Vorstand für Technische Entwicklung der AUDI AG. „Deshalb ist Audi 2017 als erster deutscher Hersteller werkseitig in die Formel E eingestiegen. In unserem Entwicklungslabor Motorsport bauen wir unsere Kompetenzen bei E-Mobilität kontinuierlich aus und sammeln wertvolle Erfahrungen, auch unter Extrembedingungen. Mit dem Audi e-tron Vision Gran Turismo Renntaxi machen wir Elektromobilität für unsere Kunden und Gäste im Rahmen der Formel-E-Rennen erlebbar – mitten in den Metropolen dieser Welt.“

Kunden und Gäste der Marke mit den Vier Ringen können die Stadtkurse der Formel E ab dem Rennen in Rom (14. April) als Beifahrer im Audi e-tron Vision Gran Turismo erleben. Dieses Einzelstück haben die Mitarbeiter im Audi-Vorseriencenter in nur elf Monaten entwickelt und gefertigt. Vorbild war der Audi e-tron Vision Gran Turismo aus dem PlayStation-Spiel „Gran Turismo“. Das millionenfach verkaufte Spiel „Gran Turismo“ besitzt bei Spielern auf der ganzen Welt längst Kultstatus. Seit knapp 20 Jahren arbeitet Audi mit Sony und Polyphony Digital – den Schöpfern von „Gran Turismo“ – zusammen. Audi-Designer haben den Audi e-tron Vision Gran Turismo für den Wettbewerb „Vision Gran Turismo“ entworfen, der zum 15-jährigen Jubiläum des populären Spiels auf den Markt kam. Zahlreiche Automobilhersteller haben dafür virtuelle Rennautos entwickelt.

Audi e-tron Vision Gran Turismo
Foto: Audi-Motorsport
Viele dieser Studien wurden anschließend auch im Maßstab 1:1 gebaut und auf Messen präsentiert. Der Audi e-tron Vision Gran Turismo ist jedoch das erste Concept Car dieser Reihe, das voll funktionsfähig auf realen Rennstrecken zum Einsatz kommt. „Darauf sind wir besonders stolz“, sagt Audi-Chefdesigner Marc Lichte. „Obwohl man bei dem Entwurf eines virtuellen Autos viel mehr Freiheiten hat und Dinge konzipieren kann, die in der Realität nur schwer umsetzbar sind, wollten wir dennoch kein rein fiktives Konzept auf die Räder stellen. Unser Ziel war ein voll funktionsfähiges Auto. Der Audi e-tron Vision Gran Turismo zeigt, dass Elektromobilität bei Audi sehr emotional ist. In diesem Auto stecken zahlreiche Elemente unserer neuen Designsprache, zum Beispiel der invertierte Singleframe in Wagenfarbe, der typisch für unsere neuen e-tron-Modelle sein wird.“
 
Bewusst greift der Audi auch Designelemente und die Farbgebung des legendären Audi 90 quattro IMSA GTO auf, mit dem das Unternehmen 1989 in der nordamerikanischen IMSA-GTO-Rennserie mit Fahrern wie Hans-Joachim Stuck, Walter Röhrl, Hurley Haywood und Scott Goodyear Motorsportfans begeisterte. Das Auto war mit seiner Kombination aus konsequentem Leichtbau und quattro-Antrieb gepaart mit einem leistungsstarken Fünfzylinder-Turbomotor damals seiner Zeit weit voraus.

DTM-Generalprobe in Hockenheim

  • Rückkehrer Wehrlein ist „wieder zu Hause“
  • Meister Rast gibt sich entspannt
  • Glock hält sich mit Prognose zurück
Foto: dtm.com
Die Motoren dröhnen wieder. Beim inoffiziellen Saisonauftakt der DTM drehten am Montag einige Piloten auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ihre Runden. Dieser satte Sound war Musik in den Ohren der Motorsport-Fans, die den Start der ersten beiden Rennen an selber Stätte (4.–6. Mai) kaum noch erwarten können. Einer der ersten Fahrer, der zu Beginn der vier Testtage ins Cockpit klettern durfte, war Pascal Wehrlein.
 
„Es ist für mich ein bisschen wie nach Hause kommen. Ich habe im Auto keine großen Unterschiede zu früher gespürt. Die größte Umstellung wird für mich sein, mit den Reifen ohne Heizdecken klarzukommen. Wenn das Auto mitmacht, möchte ich da weitermachen, wo ich 2015 aufgehört habe“, sagte der Rückkehrer aus der Formel 1 bei der Pressekonferenz. Vor drei Jahren hatte der Mercedes-AMG-Pilot sich mit dem Titel aus der DTM verabschiedet.
Pressekonferenz mit DTM-Rückkehrer Pascal Wehrlein, Renè Rast und Timo Glock (v.l.)
Foto: dtm.com
René Rast war zwar im Rennoverall auf der Bühne erschienen, im Auto hatte der DTM-Champion aber noch nicht gesessen. „Das Feld wird noch enger zusammenrücken. Dafür sind die richtigen Schritte eingeleitet worden“, sagte der Audi-Pilot in Bezug auf den verringerten Abtrieb der Fahrzeuge. Die Titelverteidigung ist selbstverständlich sein Ziel. Planbar ist dies in der DTM, wo Kleinigkeiten über Wohl und Wehe entscheiden können, nicht. „Das erste Jahr als Rookie verlief wirklich überraschend gut für mich. Ich habe Anfang der Saison gehofft, dass ich überhaupt einen Punkt hole. Jetzt weiß ich, dass ich in der Lage bin, vorne mitzufahren. Ich bin sehr entspannt,“ so ein gut gelaunter Rast.
 
Timo Glock wirkte trotz Jet-Lag ebenfalls sehr aufgeräumt. Der BMW-Pilot hatte am Wochenende das Formel-1-Rennen in Bahrain kommentiert, sich um zwei Uhr nachts in den Flieger gesetzt und war morgens um 7 Uhr erst in Deutschland gelandet. „Das erzähle ich jedes Jahr, ich kann eigentlich eine Kassette einlegen. In der DTM werde ich nie sagen, dass ich dieses Jahr um den Titel mitfahre. Es kommt auf Kleinigkeiten an, alles ist so eng zusammen. Letztes Jahr war mein stärkstes Jahr, das ist Fakt“, sagte der 36-Jährige, der seit 2013 in der DTM fährt.
 
Eine kurzfristige Änderung hat sich im Rahmenprogramm der DTM ergeben. Audi Sport ABT wird aufgrund eines zu kleinen Starterfeldes nun doch nicht wie geplant den TT Cup in Eigenregie fortführen. „Wir bedauern, dass Abt Sportsline von dem Plan Abstand nehmen musste. Die Fans der DTM werden dadurch aber nicht weniger Motorsport bei den Rahmenserien geboten bekommen. Wir haben mit der Formel 3, der Formel 4 oder dem Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup bereits ein attraktives und buntes Programm. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, für die frei gewordenen Slots Ersatz zu finden“, sagte Achim Kostron, Geschäftsführer der ITR GmbH.
 
DTM-Fans, die sich das Vorspiel des Saisonstartes nicht entgehen lassen wollen, haben auch in den kommenden Tagen bis einschließlich Donnerstag freien Zutritt auf die Südtribüne und können so die Testfahrten der Boliden vor Ort verfolgen.
 
 

Audi mit Formel E erstmals in Rom

  • Formel E feiert beim siebten Saisonrennen Premiere in der Ewigen Stadt
  • Team Audi Sport ABT Schaeffler will erneut aufs Podium
  • Champion Lucas di Grassi: „Italien ist für mich wie eine zweite Heimat“

FIA Formel-E erstmals in Rom
Foto: Audi-Motorsport

Die Formel E kommt nach Europa. Am Samstag, den 14. April, startet die Elektrorennserie erstmals auf den Straßen von Rom. Das deutsche Team Audi Sport ABT Schaeffler mit Daniel Abt und Lucas di Grassi will in Italiens Hauptstadt seinen Erfolgskurs fortsetzen. Zuletzt verbuchten sie einen Sieg in Mexiko und einen zweiten Platz in Uruguay.

 
Asien, Afrika, Süd- und Mittelamerika und jetzt Europa: Auf ihrer Welttournee macht die Formel E zum ersten Mal halt in Rom. 33 Runden absolvieren die Fahrer auf dem 2,860 Kilometer langen Stadtkurs. Er führt mitten durch das Viertel der Weltausstellung (Esposizione Universale di Roma, kurz EUR genannt) und entlang des spektakulären Kongresszentrums „La Nuvola“. Es ist der siebte von insgesamt zwölf Saisonläufen. Nach einem Sieg in Mexiko und einem zweiten Platz in Uruguay kommen Daniel Abt und Lucas di Grassi hoch motiviert in die Ewige Stadt.
 
„Italien ist für mich wie eine zweite Heimat. Meine Großeltern sind dort geboren, ich habe einen italienischen Pass und viel italienisches Blut in meinen Adern“, sagt der amtierende Champion di Grassi. „Die Strecke sieht wahnsinnig anspruchsvoll aus: schnelle Passagen, langsame Passagen, mehrere Überholmöglichkeiten – die Fans werden einen echten Höhepunkt der Formel E erleben.“ Die Zielsetzung nach dem Podium in Punta del Este ist klar: „Ein Blick auf die Tabelle zeigt: Wir haben viel zu gewinnen und wenig zu verlieren. Ich werde alles für meinen ersten Saisonsieg geben und die vielen Fans und Gäste von Audi stolz machen.“
 
Teamkollege Daniel Abt ist in der aktuellen Gesamtwertung der beste Deutsche. „Eine neue Stadt und ein völlig neuer Kurs sind für Fahrer und Ingenieure eine echte Herausforderung. Schön, dass die Formel E jetzt nach Europa kommt, wo die Fangemeinde und das Interesse sehr groß sind“, sagt Abt. „Sportlich habe ich das vergangene Rennen in Uruguay mit null Punkten abgehakt. Jetzt will ich mit meiner Mannschaft wieder dorthin, wo wir in Mexiko waren: auf das Podium.“
 
Für Teamchef Allan McNish nimmt die Saison jetzt erst richtig Fahrt auf. „Seit zwei Rennen haben wir zu unserer alten Stärke zurückgefunden: Daniel und Lucas waren im Qualifying und im Rennen immer vorn dabei. Genau dort wollen wir in Rom anknüpfen. Aber um auf dem Podium zu stehen, braucht das ganze Team einen reibungslosen Renntag, denn das enge Format der Formel E verzeiht keine Fehler“, sagt der Schotte. Hinzu kommt das große Interesse an der Italien-Premiere. McNish: „Die Aufmerksamkeit von Fans, Medien und natürlich Audi-Mitarbeitern wird bei der Premiere in Rom mit seiner faszinierenden Kulisse riesig sein. Ich bin mir sicher, wir erleben ein spannendes und hart umkämpftes Rennen.“
 
Der siebte Saisonlauf der Formel E 2017/2018 startet am Samstag um 16 Uhr Ortszeit. In Deutschland überträgt Eurosport ab 15.45 Uhr live.