Dienstag, 6. März 2018

BMW testete BMW M4 DTM in Vallelunga

Foto: BMW-Motorsport
BMW Motorsport ging mit dem ersten Test des Jahres in Vallelunga, Italien, in die entscheidende Vorbereitungsphase für die DTM-Saison 2018. Den Ingenieuren auf der Rennstrecke nördlich von Rom (ITA) am Freitag und Sonntag war es wichtig, den BMW M4 DTM, der in vielen Bereichen modifiziert wurde, genauer zu betrachten. Der Fahrer in Aktion war Marco Wittmann (GER). In Übereinstimmung mit den DTM-Vorschriften wurde der BMW M4 DTM für die kommende Saison in einigen Bereichen modifiziert. Die Änderungen betreffen in erster Linie die Aerodynamik und führen zu einer signifikanten Reduzierung des erzeugten Abtriebs. BMW Motorsport nutzte den Test in Vallelunga, um diese Veränderungen auf der Rennstrecke erstmals zu bewerten und genau zu untersuchen, welchen Einfluss sie auf das Verhalten des Autos haben. So war es möglich, wichtige Informationen für den Rest der Saison zu sammeln.
 
Der Roll-Out am Donnerstag fand im Winter statt, mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und Schnee neben der Strecke. An den beiden Testtagen am Freitag und Samstag war es wärmer, aber das Wetter war unbeständig - manchmal sehr regnerisch, manchmal sonnig.
 
"Es ist immer etwas Besonderes und Aufregendes, ein neues Paket zum ersten Mal auf die Strecke zu bringen und zu sehen, wie es sich verhält", sagte BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. "Darüber hinaus sieht der neue BMW M4 DTM im neuen BMW M Motorsport Design einfach gut aus. Der Vallelunga-Test war für uns eine wichtige erste Einschätzung, auch wenn die Bedingungen nicht ideal waren. Die Ergebnisse, die wir in Italien gemacht haben, bilden eine gute Grundlage für unsere Ingenieure und Teams, sowohl während der Vorbereitung als auch während der Saison. Gleichzeitig war es für unser Team eine gute Gelegenheit, nach der Winterarbeit wieder zusammen zu kommen und die Abläufe auf der Rennstrecke zu üben. "
 
"Mein erster Eindruck ist, dass das Auto trotz des deutlich reduzierten Abtriebs immer noch gut ausbalanciert ist", sagte Wittmann. "Die Herausforderung hat jedoch zugenommen, besonders bei den nassen Bedingungen, die wir beim Test erlebt haben. Wir werden mehr über das Verhalten des neuen Pakets in Hockenheim mit unterschiedlichen Strecken- und Wetterbedingungen erfahren. Insgesamt habe ich es genossen, meine neue BMW Driving Experience M4 DTM auf die Strecke zu bringen - ich fühle mich in den neuen BMW M Motorsport Farben wirklich wohl! "
 
Der zweite offizielle ITR-Test des Jahres findet vom 9. bis 12. April auf dem Hockenheimring (GER) statt. Derselbe Austragungsort ist auch Gastgeber für die ersten beiden Rennen der DTM-Saison am 5. und 6. Mai.

Montag, 5. März 2018

Schnee und Regen fordern Mercedes-AMG Motorsport DTM Team beim Testauftakt in Vallelunga

Schwierige Wetterverhältnisse beim ersten Test der Saisonvorbereitung 2018 in Italien
 
  • Erster DTM-Test des Jahres in Vallelunga (01.-03. März)
  • Gary Paffett: „In diesem Jahr gibt es einige große Veränderungen an den Aerodynamikteilen des Autos und auch mehr Standardteile. Das Auto fühlte sich dadurch aber nicht wahnsinnig anders an.“
  • Ulrich Fritz: „Bis zum Abflug von Lucas hatten wir trotz der herausfordernden Wetterbedingungen einen guten Test und konnten bis dorthin auch unser Programm wie erwartet bewältigen.“
Garry Paffet beim Test in Vallelunga
Foto: Mercedes-Motorsport
Erst Schnee, dann Regen: Das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team erwarteten beim ersten Test des Jahres im italienischen Vallelunga knifflige Wetterbedingungen. Neben Team-Captain Gary Paffett kam im Verlauf der Tests auch Lucas Auer zum Einsatz.
 
„Wir können froh sein, dass wir gestern so viel Glück mit dem Wetter hatten“, sagte Gary, der am Freitag 119 Runden bei warmen Temperaturen im Trockenen absolvieren konnte. „In diesem Jahr gibt es einige große Veränderungen an den Aerodynamikteilen des Autos und auch mehr Standardteile. Das sollte hoffentlich dabei helfen, dass das Feld noch ausgeglichener ist. Obwohl man sich das manchmal gar nicht vorstellen kann, so eng wie es in der DTM zugeht. Das Auto fühlte sich dadurch aber nicht wahnsinnig anders an. Es hat etwas weniger Abtrieb, aber es ist immer noch ein DTM-Auto. Wir haben in diesem Winter nur sehr eingeschränkte Zeit für Testfahrten, deshalb ist es wichtig, dass wir wie gestern das Maximum herausholen.“
 
In 1:26.751 Minuten erzielte der DTM-Champion von 2005 die Tagesbestzeit. Der Brite fuhr dabei in allen drei Streckensektoren die Bestzeit, was eine theoretische Bestzeit von 1:26.666 Minuten bedeutete.
 
Am verregneten Samstag nahm Lucas am Steuer des Mercedes-AMG C 63 DTM Platz. Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse konnte der Österreicher am Vormittag nur 14 Runden zurücklegen, bevor ein Abflug den Testtag vorzeitig beendete. „Es war super und cool, wieder in einem DTM-Auto zu sitzen“, sagte Lucas. „Leider war es nur sehr kurz, da ich einen Fehler gemacht und einen Unfall gebaut habe. Das tut mir sehr leid für das Team und ganz besonders natürlich auch für Pascal. Aber jetzt blicke ich nach vorne und freue mich auf den nächsten Test.“
 
Pascal Wehrlein sollte eigentlich am Nachmittag das Steuer des Autos übernehmen, um seinen ersten DTM-Test seit seinem Titelgewinn vor über zwei Jahren zu bestreiten. „Bis zum Abflug von Lucas hatten wir trotz der herausfordernden Wetterbedingungen einen guten Test und konnten bis dorthin auch unser Programm wie erwartet bewältigen“, sagte Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef Ulrich Fritz. „Leider fehlt uns nun natürlich ein halber Testtag. Pascals Rückkehr verschiebt sich damit auch nochmal bis zum Test in Hockenheim. Aber so ist es nun einmal: wo gehobelt wird, da fallen Späne.“
 
Das Team erlebte im Laufe der drei Tage eine breite Palette an Wetterverhältnissen: Während die Mannschaft beim Rollout am Donnerstag eisige Temperaturen und Schnee erwarteten, mussten die Fahrer am Abschlusstag am Samstag Regenreifen aufziehen. Zum Glück konnte das Team auf die Expertise von Karl Schneemann (Twitter: @KarlSnowmanF1) zurückgreifen, der in der zurückliegenden Woche bereits bei den Formel 1-Wintertests in Barcelona vorbeischneite und Mercedes-AMG Petronas Motorsport mit seiner Coolness aushalf.
 
Das Team kehrt nun in die Fabrik nach Affalterbach zurück, um die Daten der Testwoche in Vallelunga auszuwerten und die Vorbereitung auf den Saisonstart vom 04.-06. Mai in Hockenheim fortzusetzen. Der nächste Test findet vom 09.-12. April ebenfalls auf dem Hockenheimring statt.
 

Rennstrecken-Premiere für den neuen Audi RS 5 DTM

Jamie Green im 2018er Audi RS 5 DTM in Vallelunga
Foto: Audi-Motorsport
Die 2018er-Version des Audi RS 5 DTM hat im italienischen Vallelunga die ersten Testkilometer absolviert. Am Freitag und am Samstag haben sich Audi, BMW und Mercedes-Benz bei gemeinsamen Testfahrten auf der 30 Kilometer nördlich von Rom gelegenen Rennstrecke auf die neue DTM-Saison vorbereitet. Jamie Green (GB) läutete am Donnerstagnachmittag die Testfahrten mit dem Roll-out ein und leistete auch am Freitag die Arbeit im Cockpit. Am Samstag übernahm der amtierende DTM-Champion René Rast (D) den RS 5 DTM-Testträger, mit dem Audi die neue Einheits-Aerodynamik erprobt. Auch DTM-Neuling Robin Frijns (NL) kam zu zwei kurzen Einsätzen im Rennauto. An beiden Tagen sorgte zunächst Dauerregen immer wieder für Unterbrechungen aufgrund schwieriger Streckenbedingungen. Nur am ersten Testtag waren am Nachmittag längere Stints auf trockener Strecke möglich. „Trotz der schwierigen Wetterverhältnisse, vor allem am Samstag, bin ich insgesamt zufrieden mit dem Testverlauf. Wir haben über 200 Runden absolviert, somit rund 900 Kilometer zurückgelegt und uns damit eine gute Datengrundlage geschaffen, um unser Auto nun Schritt für Schritt auf die neue Aerodynamik abstimmen zu können“, sagt DTM-Projektleiter Andreas Roos.

Sonntag, 4. März 2018

Daniel Abt holt ersten Formel-E-Sieg für Audi

  • Souveräner Erfolg beim E-Prix in Mexiko-Stadt
  • 25-Jähriger erster deutscher Sieger in der Elektrorennserie
  • Lucas di Grassi fährt vom letzten Startplatz auf Rang neun
Daniel Abt holt historischen Sieg für Audi in der FIA Formel-E
Foto: Audi-Motorsport / Michael Kunkel
Daniel Abt vom Team Audi Sport ABT Schaeffler ist der erste deutsche Sieger der Formel-E-Geschichte. In Mexiko-Stadt machte der 25-Jährige mit einem fehlerfreien Rennen gleichzeitig den ersten Sieg des Audi-Werksteams in der Elektrorennserie perfekt. Teamkollege Lucas di Grassi komplettierte den großen Tag für Audi mit einer Aufholjagd vom letzten Startplatz auf Position neun und der schnellsten Rennrunde.

Riesenjubel im Autódromo Hermanos Rodríguez: Vor einer eindrucksvollen Kulisse und rund 500 begeisterten Mitarbeitern von Audi Mexiko sorgten beide Audi-Piloten mit Aufholjagden für Furore und Jubel auf den Tribünen wie bei einem Fußballspiel. Abt ging von Startplatz fünf ins Rennen, machte gleich am Start einen Platz gut und lag zur Halbzeit knapp hinter dem Führenden Oliver Turvey im NIO auf Position zwei. Mit einem perfekten Boxenstopp übernahm Abt die Führung und fuhr den Verfolgern mit seinem Audi e-tron FE04 anschließend auf und davon. Nach 47 Runden hatte der Deutsche einen Vorsprung von 6,398 Sekunden. Das Podium komplettierte Ex-Champion Sébastien Buemi im Renault.
Daniel Abt holt ersten Sieg für Audi in der FIA Formel-E
Foto: Audi-Motorsport / MichaelKunkel
„Was für ein fantastischer Tag – endlich der erste Sieg“, sagte Daniel Abt. „Wir haben harte Zeiten hinter uns, aber nie aufgegeben und hier einen überlegenen Sieg und Platz neun geholt. Ich bin unheimlich stolz auf alle und kann mich bei der ganzen Mannschaft nur bedanken: Beide Autos waren einfach perfekt. Heute Abend wird so richtig gefeiert!“

Titelverteidiger Lucas di Grassi wurde auf den letzten Startplatz zurückversetzt und musste im Rennen zudem eine 5-Sekunden-Strafe beim Boxenstopp absitzen, weil an seinem Audi e-tron FE04 zwischen den Rennen in Santiago de Chile und Mexiko-Stadt der Inverter geöffnet werden musste. Der Brasilianer kämpfte sich Platz um Platz nach vorn und holte mit Platz neun sowie der schnellsten Rennrunde die ersten Punkte der Saison. „Das war ein aufregendes Rennen, das mächtig Spaß gemacht hat“, sagte der Brasilianer. „Glückwunsch an Daniel: toller Job! Er hatte seinen ersten Sieg schon in Hongkong verdient. Wir geben als Team nie auf und unsere Aufholjagd hat heute begonnen.“

„Nach den Problemen, die wir in den ersten Rennen hatten, schmeckt dieser Sieg besonders süß“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Wir wussten nicht genau, was uns hier erwarten würde. Nach dem Qualifying waren die Gefühle noch etwas gemischt. Aber das Rennen war von beiden top. Lucas ist super gefahren und für Daniel freue ich mich ganz besonders.“
Daniel Abt mit Teamchef Allan McNish
Foto: Audi-Motorsport / Michael Kunkel
„Daniel ist ein unglaubliches Rennen gefahren“, sagte Teamchef Allan McNish. „Einfach klasse, wie er überholt und sich dabei in Position gebracht hat. Auch das Rennen von Lucas mit der schnellsten Rennrunde und einer schwierigen Aufholjagd gibt uns unheimlich Auftrieb – nicht nur dem Rennteam, sondern auch den Leuten zu Hause, die zwischen den Rennen sehr hart gearbeitet haben. Glückwunsch an alle!“

Daniel Abt rückte nach seinem ersten Formel-E-Sieg in der Fahrerwertung auf Rang sechs nach vorn. In der Teamwertung belegt das Team Audi Sport ABT Schaeffler nach fünf von zwölf Rennen nun ebenfalls den sechsten Platz.

Das nächste Rennen der Formel E steht bereits am übernächsten Samstag (17. März) in Punta del Este in Uruguay auf dem Programm.

Freitag, 2. März 2018

Team Rosberg fördert Junioren im ADAC GT Masters

  • DTM-Meistermannschaft kehrt in das ADAC GT Masters zurück
  • Michele Beretta und Jimmy Eriksson führen Fahreraufgebot an
  • Teamchef Arno Zensen: „Möchten das ein oder andere Mal für Furore sorgen“
Keke Rosberg (l.) und Arno Zensen kehren 2018 in die ADAC GT-Masters zurück
Foto: ADAC-Motorsport
Nach sieben Jahren Abstinenz kehrt das Team Rosberg mit zwei Lamborghini Huracán GT3 und anspruchsvollen Zielen ins ADAC GT Masters zurück. Dabei vertraut das rheinland-pfälzische Team auf die Fahrerpaarungen Michele Beretta (23/I) und Aaro Vainio (24/FIN) sowie Jonathan Judek (18/Hohenhameln) und Jimmy Eriksson (26/S). Den ersten Lauf des Jahres bestreiten die Piloten vom 13. bis 15. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Alle 14 Rennen der „Liga der Supersportwagen“ werden live und in voller Länge von SPORT1 im Fernsehen übertragen.

„Der Motorsport steht im stetigen Wandel, und immer wieder entstehen neue, spannende Projekte“, sagt Teamchef Arno Zensen über die Rückkehr. „So erfolgreich, wie wir in den vergangenen Jahren in der DTM waren, so erfolgreich möchten wir auch unser Können im ADAC GT Masters unter Beweis stellen. Dass das aber erst mal ein Lernprozess sein wird, dürfte allen klar sein.“ Bereits 2009 und 2010 trat das Team Rosberg im ADAC GT Masters an und bejubelte einen Sieg und mehrere Podestplätze.

Um bei der Pokalvergabe in der „Liga der Supersportwagen“ ein Wörtchen mitzureden, hat sich das Team mit dem Lamborghini-Kenner Michele Beretta verstärkt. Der Italiener absolvierte bereits 2016 einen Gaststart im ADAC GT Masters und gewann im vergangenen Jahr die Italienische GT-Meisterschaft. Auch sein Teamkollege Aaro Vainio ist im Rennsport kein unbeschriebenes Blatt. Wie Beretta sammelte der Finne unter anderem Erfahrungen mit Lamborghini in der Italienische GT-Meisterschaft.

Mit gerade einmal 18 Jahren ist Jonathan Judek das Küken im Rosberg-Fahrerkader und einer der jüngsten Starter im gesamten ADAC GT Masters 2018. Genau wie Beretta und Vainio kann der junge Deutsche auch Punkte in der Juniorwertung sammeln, die sich an alle Fahrer richtet, die nicht älter als 25 Jahre sind. Unterstützung bekommt Judek von Jimmy Eriksson, dem deutschen Formel-3-Champion von 2012. Mit gerade einmal 26 Jahren ist der ältere Bruder des DTM-Piloten Joel Eriksson der Senior im Team, das sich in diesem Jahr die Juniorenförderung auf die Fahnen geschrieben hat.

„Michele und Aaro sind trotz ihres jungen Alters sehr erfahrene Rennfahrer“, betont Zensen, „aber auch unser Youngster Jonathan wird den Anforderungen sicherlich gerecht und einige Punkte sammeln. Jimmy Eriksson ist genau der richtige Mentor, der ihm vieles beibringen kann.“ Die Ziele des 62-jährigen Zensen sind anspruchsvoll: „Natürlich sollte man die Konkurrenz nicht unterschätzen – namhafte Teams und starke Fahrer sind dieses Jahr im ADAC GT Masters vertreten. Wir hoffen, dass wir trotzdem das ein oder andere Mal vorne im Feld für Furore sorgen können.“