Sonntag, 4. März 2018

Daniel Abt holt ersten Formel-E-Sieg für Audi

  • Souveräner Erfolg beim E-Prix in Mexiko-Stadt
  • 25-Jähriger erster deutscher Sieger in der Elektrorennserie
  • Lucas di Grassi fährt vom letzten Startplatz auf Rang neun
Daniel Abt holt historischen Sieg für Audi in der FIA Formel-E
Foto: Audi-Motorsport / Michael Kunkel
Daniel Abt vom Team Audi Sport ABT Schaeffler ist der erste deutsche Sieger der Formel-E-Geschichte. In Mexiko-Stadt machte der 25-Jährige mit einem fehlerfreien Rennen gleichzeitig den ersten Sieg des Audi-Werksteams in der Elektrorennserie perfekt. Teamkollege Lucas di Grassi komplettierte den großen Tag für Audi mit einer Aufholjagd vom letzten Startplatz auf Position neun und der schnellsten Rennrunde.

Riesenjubel im Autódromo Hermanos Rodríguez: Vor einer eindrucksvollen Kulisse und rund 500 begeisterten Mitarbeitern von Audi Mexiko sorgten beide Audi-Piloten mit Aufholjagden für Furore und Jubel auf den Tribünen wie bei einem Fußballspiel. Abt ging von Startplatz fünf ins Rennen, machte gleich am Start einen Platz gut und lag zur Halbzeit knapp hinter dem Führenden Oliver Turvey im NIO auf Position zwei. Mit einem perfekten Boxenstopp übernahm Abt die Führung und fuhr den Verfolgern mit seinem Audi e-tron FE04 anschließend auf und davon. Nach 47 Runden hatte der Deutsche einen Vorsprung von 6,398 Sekunden. Das Podium komplettierte Ex-Champion Sébastien Buemi im Renault.
Daniel Abt holt ersten Sieg für Audi in der FIA Formel-E
Foto: Audi-Motorsport / MichaelKunkel
„Was für ein fantastischer Tag – endlich der erste Sieg“, sagte Daniel Abt. „Wir haben harte Zeiten hinter uns, aber nie aufgegeben und hier einen überlegenen Sieg und Platz neun geholt. Ich bin unheimlich stolz auf alle und kann mich bei der ganzen Mannschaft nur bedanken: Beide Autos waren einfach perfekt. Heute Abend wird so richtig gefeiert!“

Titelverteidiger Lucas di Grassi wurde auf den letzten Startplatz zurückversetzt und musste im Rennen zudem eine 5-Sekunden-Strafe beim Boxenstopp absitzen, weil an seinem Audi e-tron FE04 zwischen den Rennen in Santiago de Chile und Mexiko-Stadt der Inverter geöffnet werden musste. Der Brasilianer kämpfte sich Platz um Platz nach vorn und holte mit Platz neun sowie der schnellsten Rennrunde die ersten Punkte der Saison. „Das war ein aufregendes Rennen, das mächtig Spaß gemacht hat“, sagte der Brasilianer. „Glückwunsch an Daniel: toller Job! Er hatte seinen ersten Sieg schon in Hongkong verdient. Wir geben als Team nie auf und unsere Aufholjagd hat heute begonnen.“

„Nach den Problemen, die wir in den ersten Rennen hatten, schmeckt dieser Sieg besonders süß“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Wir wussten nicht genau, was uns hier erwarten würde. Nach dem Qualifying waren die Gefühle noch etwas gemischt. Aber das Rennen war von beiden top. Lucas ist super gefahren und für Daniel freue ich mich ganz besonders.“
Daniel Abt mit Teamchef Allan McNish
Foto: Audi-Motorsport / Michael Kunkel
„Daniel ist ein unglaubliches Rennen gefahren“, sagte Teamchef Allan McNish. „Einfach klasse, wie er überholt und sich dabei in Position gebracht hat. Auch das Rennen von Lucas mit der schnellsten Rennrunde und einer schwierigen Aufholjagd gibt uns unheimlich Auftrieb – nicht nur dem Rennteam, sondern auch den Leuten zu Hause, die zwischen den Rennen sehr hart gearbeitet haben. Glückwunsch an alle!“

Daniel Abt rückte nach seinem ersten Formel-E-Sieg in der Fahrerwertung auf Rang sechs nach vorn. In der Teamwertung belegt das Team Audi Sport ABT Schaeffler nach fünf von zwölf Rennen nun ebenfalls den sechsten Platz.

Das nächste Rennen der Formel E steht bereits am übernächsten Samstag (17. März) in Punta del Este in Uruguay auf dem Programm.

Freitag, 2. März 2018

Team Rosberg fördert Junioren im ADAC GT Masters

  • DTM-Meistermannschaft kehrt in das ADAC GT Masters zurück
  • Michele Beretta und Jimmy Eriksson führen Fahreraufgebot an
  • Teamchef Arno Zensen: „Möchten das ein oder andere Mal für Furore sorgen“
Keke Rosberg (l.) und Arno Zensen kehren 2018 in die ADAC GT-Masters zurück
Foto: ADAC-Motorsport
Nach sieben Jahren Abstinenz kehrt das Team Rosberg mit zwei Lamborghini Huracán GT3 und anspruchsvollen Zielen ins ADAC GT Masters zurück. Dabei vertraut das rheinland-pfälzische Team auf die Fahrerpaarungen Michele Beretta (23/I) und Aaro Vainio (24/FIN) sowie Jonathan Judek (18/Hohenhameln) und Jimmy Eriksson (26/S). Den ersten Lauf des Jahres bestreiten die Piloten vom 13. bis 15. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Alle 14 Rennen der „Liga der Supersportwagen“ werden live und in voller Länge von SPORT1 im Fernsehen übertragen.

„Der Motorsport steht im stetigen Wandel, und immer wieder entstehen neue, spannende Projekte“, sagt Teamchef Arno Zensen über die Rückkehr. „So erfolgreich, wie wir in den vergangenen Jahren in der DTM waren, so erfolgreich möchten wir auch unser Können im ADAC GT Masters unter Beweis stellen. Dass das aber erst mal ein Lernprozess sein wird, dürfte allen klar sein.“ Bereits 2009 und 2010 trat das Team Rosberg im ADAC GT Masters an und bejubelte einen Sieg und mehrere Podestplätze.

Um bei der Pokalvergabe in der „Liga der Supersportwagen“ ein Wörtchen mitzureden, hat sich das Team mit dem Lamborghini-Kenner Michele Beretta verstärkt. Der Italiener absolvierte bereits 2016 einen Gaststart im ADAC GT Masters und gewann im vergangenen Jahr die Italienische GT-Meisterschaft. Auch sein Teamkollege Aaro Vainio ist im Rennsport kein unbeschriebenes Blatt. Wie Beretta sammelte der Finne unter anderem Erfahrungen mit Lamborghini in der Italienische GT-Meisterschaft.

Mit gerade einmal 18 Jahren ist Jonathan Judek das Küken im Rosberg-Fahrerkader und einer der jüngsten Starter im gesamten ADAC GT Masters 2018. Genau wie Beretta und Vainio kann der junge Deutsche auch Punkte in der Juniorwertung sammeln, die sich an alle Fahrer richtet, die nicht älter als 25 Jahre sind. Unterstützung bekommt Judek von Jimmy Eriksson, dem deutschen Formel-3-Champion von 2012. Mit gerade einmal 26 Jahren ist der ältere Bruder des DTM-Piloten Joel Eriksson der Senior im Team, das sich in diesem Jahr die Juniorenförderung auf die Fahnen geschrieben hat.

„Michele und Aaro sind trotz ihres jungen Alters sehr erfahrene Rennfahrer“, betont Zensen, „aber auch unser Youngster Jonathan wird den Anforderungen sicherlich gerecht und einige Punkte sammeln. Jimmy Eriksson ist genau der richtige Mentor, der ihm vieles beibringen kann.“ Die Ziele des 62-jährigen Zensen sind anspruchsvoll: „Natürlich sollte man die Konkurrenz nicht unterschätzen – namhafte Teams und starke Fahrer sind dieses Jahr im ADAC GT Masters vertreten. Wir hoffen, dass wir trotzdem das ein oder andere Mal vorne im Feld für Furore sorgen können.“

BMW Motorsport interpretiert traditionelle BMW M Farben für die DTM-Saison 2018 neu

Tradition trifft auf Moderne: Die klassischen BMW M Farben werden auch in der DTM 2018 wieder vertreten sein - allerdings in einem völlig neuen BMW M Motorsport Design. Die BMW Driving Experience M4 DTM wird in dieser Saison vom zweifachen DTM-Champion Marco Wittmann (GER) gefahren.
Der BMW M4 DTM von Marco Wittmann für die Saison 2018
Foto: BMW-Motorsport
Hellblau, Dunkelblau und Rot waren schon immer eng mit BMW in der Motorsport-Szene verbunden. Bereits in den 1970er Jahren haben BMW Rennwagen mit dem charakteristischen Streifendesign auf der internationalen Bühne Erfolge gefeiert. Heute ist der neue BMW M8 GTE nur eines der Autos, die mit den traditionellen Farben im neuen Design fahren.
 
BMW Team RMG Fahrer Wittmann wird diese Woche bei den DTM Tests in Vallelunga (ITA) am Freitag und Samstag (2. und 3. März) im neuen BMW M Motorsport Design auf die Strecke gehen. "Als ich das neue Design meines Autos zum ersten Mal sah, war ich überwältigt", sagte Wittmann. "Es ist mir eine Ehre, in den klassischen Farben zu erscheinen und BMW M Motorsport mit diesem neuen Design auf der Strecke zu repräsentieren. Hellblau, Rot und Dunkelblau - für mich sind diese drei Farben seit den 80er und 90er Jahren ikonisch und stehen für die Erfolgsgeschichte von BMW im Motorsport. Ich werde mein Bestes geben, um diese Geschichte in der DTM-Saison 2018 zu ergänzen. "
Marco Wittmann startet bei den Testfahrten in Vallelunga bereits im neuen Fahrzeugdesign
Foto: BMW-Motorsport
Der zweitägige Test in Vallelunga ist für BMW Motorsport die erste Gelegenheit, die Änderungen an der Version 2018 des BMW M4 DTM auf der Strecke zu bewerten. Das Auto wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften für die neue Saison überarbeitet. Veränderungen der Aerodynamik haben unter anderem den Abtrieb deutlich reduziert. Die neue Saison beginnt am 5. Mai in Hockenheim (GER).

HTP Motorsport mit zwei „Mambas“ und starkem Fahrerquartett

  • Rennstall baut Kooperation mit Partner MANN-Filter weiter aus
  • Starkes Fahrerquartett um Ex-Champion Götz und Neuzugang Pommer
  • Teamchef Norbert Brückner: „Möchten in diesem Jahr unser wahres Potenzial zeigen“
HTP-Motorsport setzt 2018 zwei Mercedes-AMG GT3 ein
Foto: Jens Hawrda
Gelb-grün und giftig: HTP Motorsport setzt im ADAC GT Masters auf zwei Mercedes-AMG GT3 im auffälligen Design von MANN-Filter. Gefahren werden die Boliden im „Mamba“-Look von einem starken Quartett mit reichlich GT-Erfahrung: Ex-DTM-Pilot Maximilian Götz (32/Uffenheim) teilt sich das Cockpit mit HTP-Neuzugang Markus Pommer (27/Neckarsulm). Maximilian Buhk (25/Dassendorf) kehrt nach vierjähriger Pause in die Serie zurück und wechselt sich mit Indy Dontje (25/NL) ab. Startschuss ist der erste Lauf des Jahres vom 13. bis 15. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Alle 14 Rennen der „Liga der Supersportwagen“ werden live und in voller Länge von SPORT1 im Fernsehen übertragen.

Mit dem starken Fahrerquartett soll 2018 um Siege gekämpft werden. „Im vergangenen Jahr konnten wir zwar positive Akzente setzen, doch die Ergebnisse haben oft nicht unser wahres Potenzial widergespiegelt“, sagt HTP-Teamchef Norbert Brückner. Drei Podestplätze standen am Ende des vergangenen Jahres zu Buche. Vor dem Saisonstart blickt Brückner aber optimistisch in die Zukunft: „Mit den zwei bärenstark besetzten Mercedes-AMG GT3 möchten wir in dieser Saison gegen hochklassige Gegner angreifen.“

Neben den drei arrivierten Kräften Maximilian Buhk, Indy Dontje und Maximilian Götz verstärkt mit Markus Pommer ein Fahrer das Team, der weiß, wie man im ADAC GT Masters gewinnt. Im vergangenen Jahr triumphierte der frühere Formel-Pilot im zweiten Rennen auf dem Nürburgring. Zusammen mit Götz, dem ADAC GT Masters-Champion des Jahres 2012, bildet Pommer ein erfahrenes Duo, das es auf über 100 Starts in der „Liga der Supersportwagen“ bringt. Auch Buhk stand in seiner Karriere im ADAC GT Masters bereits dreimal ganz oben auf dem Treppchen und möchte in diesem Jahr mit seinem Teamkollegen Indy Dontje weitere folgen lassen. Die beiden 25-Jährigen bilden dabei eines der jüngsten Duos im Starterfeld.

Donnerstag, 1. März 2018

Precote Herberth Motorsport setzt im ADAC GT Masters auf Mischung aus Routine und Jugend

  • Porsche Young Professional Mathieu Jaminet wird Teamkollege von Robert Renauer
  • Rennstall aus Jedenhofen setzt erneut einen Porsche 911 GT3 R ein
  • Teamchef Alfred Renauer: "Haben ein schlagkräftiges Paket am Start"
 
Das Team Precote Herberth Motorsport geht im ADAC GT Masters 2018 mit dem Fahrerduo Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F) an den Start. Renauer fährt bereits seit einigen Jahren für das Team aus dem bayerischen Jedenhofen. Neuzugang Jaminet kommt vom KÜS Team75 Bernhard. Zum Einsatz kommt erneut ein Porsche 911 GT3 R. Die "Liga der Supersportwagen" bestreitet vom 13. bis 15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren ersten Lauf des Jahres. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 im Fernsehen übertragen.
Mathieu Jaminet
Foto: ADAC-Motorsport
Die Teilnahme von Precote Herberth Motorsport im ADAC GT Masters ist mittlerweile eine feste Größe. Seit dem Debüt im Jahr 2011 ging die Mannschaft um den heutigen Teamchef Alfred Renauer bereits fünfmal an den Start. "Die Entscheidung für ein erneutes Engagement ist bereits 2017 gefallen", sagt Renauer. "Durch das große, hochkarätige Starterfeld und die Live-TV-Übertragung bietet das ADAC GT Masters eine ideale Plattform für uns und unsere Partner. Mit Robert und Mathieu haben wir ein schlagkräftiges Paket, das um Spitzenpositionen mitfahren kann", so der Zwillingsbruder von Stammfahrer Robert Renauer weiter.
 
Jaminet gehört seit 2017 zu den Young Professionals der Porsche-Nachwuchsförderung und bestritt im selben Jahr seine Premieren-Saison im ADAC GT Masters. Bereits beim Auftaktrennen in Oschersleben fuhr der Neuzugang in der "Liga der Supersportwagen" seinen ersten Sieg ein und stellte mit Rang acht in der Gesamtwertung sein Können unter Beweis. Teamkollege Renauer ist bereits 95-mal im ADAC GT Masters an den Start gegangen und feierte vier Siege. Nach Gesamtrang 12 im vergangenen Jahr blickt der Routinier optimistisch in die Zukunft: "2017 hatten wir einige Male ziemliches Pech, was uns gute Ergebnisse gekostet hat. Ich hoffe, wir werden diesmal öfter für unsere Arbeit belohnt", so der Jedenhofener. "Mathieu ist ein talentierter Fahrer, der sicher für Top-Platzierungen sorgen wird."