Mittwoch, 28. Februar 2018

Formel E: Audi stellt sich Herausforderung in Mexiko

  • Fünfter E-Prix der Saison für Daniel Abt und Lucas di Grassi
  • Champion di Grassi erwartet erneut Rückversetzung in der Startaufstellung
  • Teamchef McNish: „Werden alles geben, um das Maximum herauszuholen“
 
Nach einem schwierigen ersten Saisondrittel mit technischen Problemen und Zwischenfällen startet das Team Audi Sport ABT Schaeffler am Samstag, den 3. März, zum fünften Lauf der Formel E im Herzen von Mexiko-Stadt. Die beiden Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi stellen sich einem weiteren herausfordernden Rennwochenende.

Daniel Abt
Foto: Audi-Motorsport
In den vergangenen Wochen haben die Renningenieure von Audi Sport die technischen Probleme am Audi e-tron FE04 intensiv analysiert. „Jetzt sind wir zuversichtlich, dass wir sowohl die Ursache als auch eine Lösung gefunden haben“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Leider erlaubt uns das Reglement der FIA eine Umsetzung der Änderungen erst nach einer Frist von 30 Tagen.“ Das entsprechende Update wird also erst beim Lauf in Punta del Este am 17. März zum Einsatz kommen. Dieter Gass: „Obwohl wir mit dieser Situation natürlich nicht glücklich sind, sind wir optimistisch, dass eine permanente Rennstrecke – so wie bei den Testfahrten vor der Saison – keine Probleme hervorruft.“
 
Bei den ersten beiden E-Prix in Mexiko-Stadt überquerte Lucas di Grassi die Ziellinie jeweils als Erster – im vergangenen Jahr nach einer spektakulären Aufholjagd vom Ende des Feldes. „Mein Sieg im Vorjahr war sicher mein erstaunlichster in der Formel E“, sagt Lucas di Grassi. Auch dieses Jahr muss der amtierende Champion sein Kämpferherz zeigen: Weil nach seinem Ausfall in Santiago das Siegel des Inverters aus einem seiner Autos für eine Reparatur geöffnet werden musste, muss der Brasilianer laut Reglement in Mexiko mit einer Rückversetzung um zehn Plätze in der Startaufstellung rechnen.
 
Daniel Abt holte in Mexiko bisher immer Punkte. „Die mexikanischen Fans sind mega-enthusiastisch, die Atmosphäre ist toll und ich mag die Strecke“, sagt Abt. „Ich fühle mich sehr wohl dort, bin hoch motiviert.“ Zusammen mit seinem Teamkollegen reist der Deutsche direkt von einer Fitnesswoche aller Audi-Werksfahrer auf Lanzarote nach Mexiko.
 
„Wir erleben gerade eine harte Phase in unserer jungen Formel-E-Geschichte. Aber wir sind wie immer fest entschlossen und werden alles geben, um mit Daniel und Lucas trotz der aktuellen Herausforderungen das Maximum herauszuholen“, sagt Allan McNish, Teamchef bei Audi Sport ABT Schaeffler. „Wir wissen alle, wie unberechenbar ein Renntag in der Formel E sein kann – das hat der spektakuläre Sieg von Lucas im Vorjahr deutlich gezeigt.“
 
Der E-Prix in Mexiko ist nicht nur wegen der beeindruckenden Kulisse ein Rennen der Superlative. Die Metropolregion ist mit rund 20 Millionen Einwohnern eine der größten der Erde. 2016 hat Audi in Mexiko eines seiner modernsten Werke eröffnet. Die Marke produziert dort den Premium-SUV Audi Q5 für den Weltmarkt.
 
Der fünfte Saisonlauf der Formel E 2017/2018 führt über 47 Runden und startet am Samstag um 16 Uhr Ortszeit (23 Uhr MEZ). In Deutschland überträgt Eurosport ab 22.45 Uhr live. International zeigen rund 70 Sender die Rennen der Formel E. Eine vollständige Liste ist im Internet unter www.fiaformulae.com verfügbar.

Dienstag, 27. Februar 2018

Die Startnummern der 18 DTM-Fahrer stehen fest

Der Meister bleibt bei der 33

 
Der Nummernsalat ist entschlüsselt. Die 18 Fahrer haben sich entschieden. Die wichtigste Nachricht vorweg: Die 1 werden die DTM-Zuschauer in dieser Saison vergeblich in der Startaufstellung suchen. Denn René Rast macht es wie Lewis Hamilton in der Formel 1 und Marc Márquez in der MotoGP: Er behält als Champion seine angestammte Startnummer und verzichtet auf die 1. Den Audi des Titelverteidigers ziert weiter die 33 - vorbehaltlich der Zustimmung der DTM-Kommission. Der bislang letzte DTM-Champion, der seine Titelverteidigung mit der 1 in Angriff nahm, war übrigens Marco Wittmann 2015.
Der Meister Renè Rast bleibt bei Startnummer 33
Foto: Jens Hawrda
Rast befindet sich mit der Nummer 33 in illustrer Gesellschaft. Auch Basketball-Legende Kareem Abdul-Jabbar und einer der besten Eishockey-Torhüter aller Zeiten, Patrick Roy, trugen die 33 auf ihren Trikots. Aus diesem Anlass wird die Nummer bei den Los Angeles Lakers und den Milwaukee Bucks in der NBA sowie bei den Montreal Canadiens und den Colorado Avalanche in der NHL nicht mehr vergeben.
 
Pascal Wehrlein sichert sich die Nummer 94. Mit ihr trat der Champion von 2015 bereits in seiner ersten DTM-Zeit an und krönte sich in einem Mercedes-AMG C 63 DTM zum jüngsten Meister in der Geschichte der Rennserie.
 
Teamkollege Daniel Juncadella wechselt. Der DTM-Rückkehrer hat die 12 gegen die 23 eingetauscht. Die BMW-Neulinge Philipp Eng (25) und Joel Eriksson (47) treten mit einer zweistelligen Zahl an und Audi-Newcomer Robin Frijns setzt auf die 4. Die weiteren zwölf Fahrer treten mit derselben Startnummer wie im vergangenen Jahr an.
 
Die Startnummern in der Übersicht:
 
#2 Gary Paffett (Mercedes-AMG): "Ich habe die 2 gewählt, weil mir jemand meine Lieblingsnummer gestohlen hat. Nein, Spaß beiseite: Mit der Nummer habe ich im Kart meine erste nationale Meisterschaft gewonnen. Deshalb ist sie für mich etwas Besonderes."
 
#3 Paul Di Resta (Mercedes-AMG): "Mit der 3 habe ich 1997 meine erste Kart-Meisterschaft gewonnen. Ich mag außerdem ungerade Zahlen."
 
#4 Robin Frijns (Audi): "Die Zahl vier hat mich während meiner erfolgreichen Jahre im Formelsport begleitet und mir viel Glück gebracht. Und das wird sie hoffentlich auch weiterhin tun."
 
#7 Bruno Spengler (BMW): "Ich habe damals zwischen der 7 und der 17 geschwankt, weil ich die 17 früher auf meinem Kart hatte. Aber die 7 wird für mich, aufgrund meines DTM-Titelgewinns 2012 mit dieser Nummer, natürlich immer einen ganz besonderen Stellenwert haben."
 
#11 Marco Wittmann (BMW): "Zweimal die 1 ist immer gut - und außerdem bin ich im November geboren. Die 11 ist so etwas wie mein Markenzeichen geworden."
 
#15 Augusto Farfus (BMW): "Zu Beginn meiner Karriere hatte ich im Kartsport immer die Nummer 18. Es war an der Zeit für ein bisschen Abwechslung. So ist es die 15 geworden. Dahinter steckt jedoch keine größere Überlegung."
 
#16 Timo Glock (BMW): "Ich wollte eigentlich die Nummer 5, aber die hat mir damals Mattias Ekström weggeschnappt. Die 16 habe ich dann genommen, weil man daraus ganz gut meine Initialen TG ableiten kann."
 
#22 Lukas Auer (Mercedes-AMG): "Die 22 hat mir immer viel Glück gebracht. Mit ihr habe ich schon im Kart sehr viel Gutes erlebt. Und ich bin happy, dass ich sie auch in der DTM habe."
 
#23 Daniel Juncadella (Mercedes-AMG): "Ich wollte die 5, aber das ist ‚Ekis' Nummer. Die 33 war leider auch nicht frei. Ein sehr enger Freund von mir starb letztes Jahr bei einem Motorradunfall und er hatte die Nummer 33. Er wurde am 5. Mai geboren. 2 plus 3 ergibt 5 und 2 Dreien sind 33. Deshalb die 23."
 
#25 Philipp Eng (BMW): "Für mich ist es etwas ganz Besonderes, die aus der BMW-Motorsport-Historie legendäre Nummer 25 auf meinem BMW M4 DTM zu haben. Ich werde mit viel Stolz mit dieser Nummer an den Start gehen."
 
#33 René Rast (Audi): "Ich finde die 33 von der Optik her einfach cool und ich kann mir eine Doppelnummer leicht merken."
 
#47 Joel Eriksson (BMW): "Ich hatte die 47 bereits im Kartsport und bin mit dieser Nummer schwedischer Kart-Champion geworden. Daher habe ich sie nun erneut gewählt."
 
#48 Edoardo Mortara (Mercedes-AMG): "Die 48 stammt noch aus meiner Kart-Zeit, damals hat sie mir Glück gebracht."
 
#51 Nico Müller (Audi): "Mein Cousin hatte früher an seinem Kart die Nummer 50. Als ich sein Teamkollege wurde, war es nur logisch, die 51 zu nehmen. Ich habe mit dieser Startnummer viele Rennen im Kart und später auch den Titel in der Formel Renault gewonnen."
 
#53 Jamie Green (Audi): "Mit der Nummer 53 ist schon mein Vater Rennen gefahren."
 
#77 Loïc Duval (Audi): "Ich hatte in meiner Karriere schon öfter die 7. Die war aber in der DTM nicht frei. Deshalb dachte ich mir, vielleicht bringt die Doppel-7 ja doppelt Glück."
 
#94 Pascal Wehrlein (Mercedes-AMG): "Ich habe die 94 gewählt, weil ich 1994 geboren und sie ziemlich cool aussieht."
 
#99 Mike Rockenfeller (Audi): "Die 9 ist meine Glückszahl - da dachte ich mir, doppelt hält besser..."

Montag, 26. Februar 2018

Niedertscheider Motorsport bringt den neuen Peugeot 308 in die ADAC TCR Germany

  • Das österreichische Team setzt auf das 350 PS starke Kraftpaket
  • Fans dürfen sich auf die siebte Marke in der ADAC TCR Germany freuen
  • Lukas Niedertscheider startet in seine zweite Saison in der ADAC TCR Germany
Siebte Marke im ADAC TCR-Germany Peugeot 308TCR
Foto: ADAC-Motorsport / Flavien Duhamel
Erneuter Markenzuwachs für die ADAC TCR Germany: Das österreichische Team Niedertscheider Motorsport wird in der dritten Saison der Tourenwagenserie des ADAC mit einem brandneuen Peugeot 308 TCR an den Start gehen. Am Steuer des Peugeot sitzt Lukas Niedertscheider (23, Österreich), der im vergangenen Jahr bereits im Seat Leon TCR erste Rennkilometer in der ADAC TCR Germany gesammelt hat. Die ADAC TCR Germany, deren dritte Saison am Wochenende vom 13. bis 15. April in der Motorsport Arena Oschersleben beginnt, begrüßt damit die insgesamt siebte Marke. Ebenfalls mit dabei sind VW, Audi, Honda, Seat, Opel und Renault. SPORT1 überträgt auch 2018 die Rennen der ADAC TCR Germany im Fernsehen.

„Ich freue mich sehr auf die bevorstehende Saison und mein neues Arbeitsgerät. Nachdem ich letztes Jahr die Rennstrecken und das Umfeld der ADAC TCR Germany sehr gut kennen gelernt habe, bin ich zuversichtlich, dass ich diese Erfahrungen in der Saison 2018 in gute Ergebnisse ummünzen kann“, sagt Lukas Niedertscheider, dessen bislang bestes Ergebnis in der ADAC TCR Germany ein achter Platz in Oschersleben war: „Meine Erwartungen an den neuen Peugeot 308 TCR sind natürlich hoch.“ Der im Januar präsentierte Peugeot 308 TCR ist 350 PS stark, er ist eine Weiterentwicklung des Markenpokal-Renners 308 Racing Cup.

Martin Niedertscheider, der Teamchef des gleichnamigen Rennstalls und Vater von Lukas, betont: „Aufgrund unserer langjährigen Bindung mit der Marke Peugeot sind wir sehr stolz, dass wir den Peugeot 308 TCR einsetzen können.“ Im vergangenen Jahr hatte Martin Niedertscheider seinen Sohn Lukas bei einigen Rennen der ADAC TCR Germany vertreten und dabei die Faszination der Tourenwagenserie auch auf der Rennstrecke hautnah miterlebt. Dass die Wahl des Rennwagens auf Peugeot fiel, ist kein Zufall. Martin Niedertscheider führt in zweiter Generation ein Peugeot-Autohaus im österreichischen Lienz.

Sonntag, 25. Februar 2018

DTM: Audi bereit für Titelverteidigung

  • Fitnesswoche der Audi-DTM-Piloten auf Lanzarote
  • Robin Frijns wird Teamkollege von Nico Müller
  • DTM-Champion René Rast möchte „Glücksnummer 33“ behalten

Winter in Deutschland, Sonne auf den Kanarischen Inseln: Auf Lanzarote haben sich die Audi-DTM-Piloten bei optimalen äußeren Bedingungen auf die neue DTM-Saison vorbereitet. Außerdem haben die Verantwortlichen festgelegt, welcher Fahrer 2018 in welchem Audi-Team an den Start geht.



Die Audi DTM-Piloten machen sich auf Lanzarote fit für die neue Saison
Foto: Audi-Motorsport
Schwimmen, Krafttraining, Laufen, Radfahren und jede Menge Spaß: Unter Leitung von Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen und Aufsicht von Teamarzt Dr. Vincenzo Tota absolvierten die sechs DTM-Piloten eine abwechslungsreiche Trainingswoche. Gemeinsam mit ihren Fahrerkollegen aus der Formel E, den Teamchefs und Audi-Motorsportchef Dieter Gass reisten sie zum Club La Santa auf Lanzarote, den Profisportler aus der ganzen Welt als Trainingslager schätzen. Audi nutzte die Woche auch dazu, die DTM-Mannschaft vor der neuen Saison zusammenzuschweißen. „Teamgeist war schon immer eine unserer größten Stärken“, sagt Dieter Gass. „Darauf setzen wir auch in Zukunft.“

Vor der gemeinsamen Woche auf Lanzarote war noch offen, welcher Audi-Pilot nach der erfolgreichen zurückliegenden Saison in der DTM 2018 in welchem Team an den Start geht. Dabei hat sich Audi für Konstanz entschieden. „Das Motto ‚never change a winning team‘ ist sicherlich nicht neu“, sagt Gass. „Wenn man alle drei DTM-Titel holt und auch noch die ersten vier Plätze in der Fahrerwertung, gibt es wirklich keinen Grund, alles zu verändern. Deshalb übernimmt unser Neuling Robin Frijns das Cockpit von Mattias Ekström bei ABT. Die beiden anderen Fahrerpaarungen bei Phoenix und Rosberg bleiben unverändert. Ich bin davon überzeugt, dass wir damit für die Titelverteidigung in der DTM bestens aufgestellt sind.“

Der Niederländer Robin Frijns wird damit im Audi Sport Team Abt Sportsline neuer Teamkollege des Schweizers Nico Müller. Die beiden 26-Jährigen bilden das jüngste Audi-Fahrerduo in der DTM, wobei Müller mit 64 DTM-Rennen schon fast ein alter Hase ist.

Im Audi Sport Team Phoenix starten der Deutsche Mike Rockenfeller, DTM-Champion des Jahres 2013, und der Franzose Loïc Duval, der 2018 seine zweite DTM-Saison in Angriff nimmt.

Das Audi Sport Team Rosberg bilden unverändert Jamie Green, der im Winter von Monaco in seine Heimat Großbritannien zurückgezogen ist, und Titelverteidiger René Rast. Der Deutsche möchte in der DTM 2018 nicht mit der Startnummer 1 des amtierenden Champions, sondern wieder mit der Startnummer 33 fahren, mit der er im vergangenen Jahr als Rookie den DTM-Titel gewann. „Die 33 gefällt mir und sie hat mir Glück gebracht“, sagt Rast.

Green und Rast absolvieren vom 1. bis 3. März in Vallelunga die ersten Testfahrten mit der 2018er-Version des Audi RS 5 DTM. Beim abschließenden Test in Hockenheim kommen vom 9. bis 12. April dann alle sechs Audi-Piloten zum Einsatz, ehe die neue Saison am 5. und 6. Mai ebenfalls auf dem Hockenheimring beginnt.

Insgesamt stehen in diesem Jahr 20 Rennen bei zehn Veranstaltungen in Deutschland, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich und Ungarn auf dem Programm. Der Ticketverkauf hat unter www.dtm.com/tickets bereits begonnen. In Deutschland überträgt SAT.1 alle Rennen.

Die Audi-Teams in der DTM 2018

Audi Sport Team Abt Sportsline
#4 Robin Frijns (NL)
#51 Nico Müller (CH)

Audi Sport Team Phoenix
#77 Loïc Duval (F)
#99 Mike Rockenfeller (D)

Audi Sport Team Rosberg
#33* René Rast (D)
#53 Jamie Green (GB)

Samstag, 24. Februar 2018

RWT Racing verpflichtet Claudia Hürtgen für ADAC GT Masters

  • Hürtgen wird Teamkollegin von Stammpilot Sven Barth
  • Rennstall setzt weiter auf Corvette C7 GT3-R
  • Teamchef Gerd Beisel: „Wollen um Siege mitkämpfen“
Claudia Hürtgen startet 2018 wieder im ADAC GT-Masters
Foto: ADAC-Motorsport
RWT Racing präsentiert eine neue Fahrerpaarung für das ADAC GT Masters. Neben Stammpilot Sven Barth (37/Illertissen) startet erstmals Claudia Hürtgen (46/München) für das Team. Zum Einsatz kommt erneut eine Corvette C7 GT3-R, das Meisterfahrzeug der vergangenen Saison. Die „Liga der Supersportwagen“ bestreitet vom 13. bis 15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren ersten Lauf des Jahres. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 im Fernsehen übertragen.

Teamchef Gerd Beisel ist dank seiner Piloten optimistisch: „Mit der Verpflichtung von Claudia erhoffen wir uns natürlich einiges. Ich denke, damit schlagen wir einen richtigen Weg ein. Er kann uns nicht nur weiter nach vorn bringen, sondern ich glaube auch, dass wir mit dieser Fahrerpaarung um Siege mitkämpfen können.“

RWT Racing geht 2018 in die fünfte ADAC GT Masters-Saison. 2013 gab das Team aus Eberbach mit der Corvette Z06.R GT3 seinen Einstand, ein Jahr später gelang auf dem Nürburgring der erste Sieg. 2017 startete der Rennstall erstmals mit der Corvette C7 GT3-R und fuhr mit dem von Callaway Competition gebauten US-Sportwagen bereits beim dritten Saisonlauf auf dem Red Bull Ring auf das Podium. Auch in dieser Saison kommt der bullige GT3-Sportwagen zum Einsatz, mit dem Jules Gounon 2017 das ADAC GT Masters gewann.

Sven Barth, der seit dessen Einstieg für das Team im ADAC GT Masters fährt, ist von seiner neuen Teamkollegin überzeugt: „Claudia kann auf über 30 Jahre Motorsporterfahrung zurückblicken und hat allein im ADAC GT Masters sieben Rennen gewonnen. Das sagt schon einiges aus.“

Hürtgen war in den vergangenen Jahren vor allem für BMW aktiv und hat die Entwicklungen der Modelle Z4 GT3 und M6 GT3 maßgeblich begleitet und unzählige Test- sowie Renneinsätze für Schubert Motorsport absolviert – darunter auch im ADAC GT Masters. Ihre bisher beste Saison in der „Liga der Supersportwagen“ hatte sie 2014, als sie dank zweier Siege Gesamtvierte wurde. In dieser Saison kehrt die mit insgesamt sieben Siegen erfolgreichste Frau in der bisherigen Geschichte der Serie in das ADAC GT Masters zurück. „Ich habe die Performance der Corvette in den letzten beiden Jahren beobachtet und war Ende 2015 bei der Fahrzeugpräsentation in Hockenheim vor Ort“, so Hürtgen. „Ein tolles Auto und mit dem 6,2-Liter-Saugmotor einfach ein Traum. Klar wollen wir die Trophy-Wertung gewinnen und so viele Erfolge wie möglich einfahren“, umschreibt Hürtgen ihre Ziele.