Freitag, 1. Dezember 2017

Porsche Carrera Cup startet ab 2018 beim ADAC GT Masters

  • Markenpokal wird fester Bestandteil des ADAC GT Masters
  • ADAC TCR Germany und ADAC Formel 4 auch 2018 am Start
Foto: Porsche-Motorsport
Der Porsche Carrera Cup Deutschland startet ab 2018 im Rahmen des ADAC GT Masters. Deutschlands schnellster Markenpokal wird an sechs Rennwochenenden der „Liga der Supersportwagen“ antreten und jeweils zwei Läufe austragen. Saisonstart ist vom 13. bis 15. April 2018 in der Motorsport Arena Oschersleben.

Der Porsche Carrera Cup Deutschland war bereits in den vergangenen Jahren sporadisch Gastserie im Rahmen des ADAC GT Masters. Ab der kommenden Saison wird Deutschlands ältester Markenpokal, der seit 1990 ausgetragen wird, fester Bestandteil der Veranstaltungsplattform ADAC GT Masters und 2018 bei allen deutschen Läufen sowie auf dem Red Bull Ring (A) und in Zandvoort (NL) antreten. Der Porsche Carrera Cup hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder als ein vielversprechendes Sprungbrett erwiesen: Zahlreiche spätere ADAC GT Masters-Piloten wie die ehemaligen Champions Sebastian Asch, René Rast oder Connor De Phillippi sammelten dort erste Erfahrungen im GT-Sportwagen.

„Wir freuen uns sehr, dass der Porsche Carrera Cup Deutschland ab der kommenden Saison beim ADAC GT Masters startet“, so ADAC Motorsportchef Thomas Voss. „Dadurch werden die Events des ADAC GT Masters noch attraktiver. Den Fans bieten die Rennen des Porsche Carrera Cup immer beste Unterhaltung.“

„Das ADAC GT Masters bietet eine ideale Plattform für den Porsche Carrera Cup Deutschland“, sagt Oliver Köppen, Projektleiter Porsche Carrera Cup Deutschland. „Dies haben wir 2017 bei unseren beiden gemeinsamen Rennwochenenden erneut festgestellt. Daher ist es toll, dass wir die Zusammenarbeit nun für 2018 ausbauen. Der Kalender ist mit seinen anspruchsvollen Rennstrecken im In- und Ausland sehr attraktiv. Unsere Teams und Fahrer werden sich auf hochinteressante Events freuen können.“

Die ADAC TCR Germany bleibt auch 2018 fester Bestandteil des Rahmenprogramms des ADAC GT Masters. Sie startet bei allen sieben Saisonläufen. Die ADAC Formel 4 tritt zusätzlich bei den vier Rennwochenenden in Deutschland sowie auf dem Red Bull Ring in Österreich an. Bei vier Veranstaltungen im kommenden Jahr startet auch der Renault Clio Cup Central Europe, beim Finale in Hockenheim ist zudem der Formel Renault 2.0 Eurocup dabei.

Elektrisiert: Audi feiert Formel-E-Premiere

  • Saisonstart der Elektro-Rennserie in Hongkong mit erstem Audi-Werksteam
  • Renndebüt des neuen Audi e-tron FE04

Zum ersten Mal startet Audi am Wochenende (2./3. Dezember) als Werksteam mit einem vollelektrischen Rennauto im Motorsport. Die beiden Rennen in Hongkong bilden den Auftakt zur neuen Saison der Formel E, in der sich Audi als erster deutscher Automobilhersteller engagiert. Für das Team Audi Sport ABT Schaeffler sitzen Daniel Abt und Champion Lucas di Grassi am Steuer der Audi e-tron FE04.

Der aktuelle Formel-E Champion Lucas di Grassi
Foto: Audi-Motorsport 
„Die vergangenen Wochen waren für die ganze Mannschaft intensiv und aufregend “, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. Auf dem Programm standen die akribische Vorbereitung der vier Rennautos, Computersimulationen der verschiedensten Strategien und Situationen, Feinschliff bei allen Abläufen, die perfekte Vorbereitung der gesamten Ausrüstung, um nur einige Punkte der abgearbeiteten Liste zu nennen. „Jetzt freuen sich alle, dass es endlich an die Rennstrecke und wieder um Punkte und Pokale geht.“

Zum ersten Mal beginnt eine Formel-E-Saison mit zwei Läufen an einem Wochenende, einem sogenannten „Double-Header“: Die Fans erleben Samstag und Sonntag zwei nahezu identische Veranstaltungstage mit Training, Qualifying und Rennen. Inklusive der Zusatzpunkte für Pole-Position und schnellste Rennrunde werden insgesamt 58 Zähler vergeben. „Wir wollen von der ersten Minute an perfekt aufgestellt sein und einen guten Start in die neue Saison erwischen“, sagt Lucas di Grassi. Der Champion freut sich auf Hongkong: „Die Stadt ist großartig, die Fans enthusiastisch – das ganze Event ist ein fantastisches Spektakel.“

Die 1,860 Kilometer lange Rennstrecke führt direkt an der Hafenfront und dem berühmten Riesenrad vorbei. Der temporäre Kurs führt über sonst öffentliche Straßen und hat eine sehr lange Gerade, die eine gute Überholmöglichkeit bietet. Im Anschluss folgt ein technisch anspruchsvoller Part mit vielen engen Kurven. Eine zusätzliche Herausforderung ist die Oberfläche der Strecke: Sie ändert sich im Verlauf von Asphalt zu Beton. Am Samstag werden 43, am Sonntag 45 Runden gefahren.

Fahrer Daniel Abt kann den Start kaum erwarten: „Wir haben in den vergangenen Wochen hart gearbeitet – bei Testfahrten auf der Strecke, im Simulator und bei der Vorbereitung mit den Ingenieuren. Natürlich wissen wir erst in Hongkong, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ Während sein Teamkollege als amtierender Meister mit der Startnummer eins ins Rennen geht, bleibt Abt bei seiner bewährten Nummer 66. Zusätzliche Motivation für ein gutes Ergebnis: Am Sonntag feiert er seinen 25. Geburtstag.

Bei dem Formel-E-Debüt im Vorjahr erlebte das deutsche Team ein chaotisches Rennen: Sowohl das Rennauto von Daniel Abt als auch das von Lucas di Grassi wurden bereits in der ersten Runde beschädigt. Während Abt sein Auto abstellen musste, kämpfte sich di Grassi vom Ende des Feldes bis auf den zweiten Platz. Möglich war die Aufholjagd dank einer mutigen Strategie seines Teams und ausgefeiltem Energiemanagement.

Montag, 27. November 2017

Fragen an Edoardo Mortara

Edoardo Mortara
(Foto: Mercedes-Motorsport)
Edoardo, oder sollen wir dich nun nur noch ‚Mister Macau’ nennen? Du hast mit diesem Erfolg nun schon zum siebten Mal den Macau Grand Prix gewonnen, davon 2011, 2012, 2013 und 2017 mit einem GT3-Fahrzeug. War es trotzdem noch etwas Besonderes für dich?

Edoardo Mortara: Es ist immer etwas Besonderes, hier zu gewinnen. Ich will die Erfolge auch gar nicht groß miteinander vergleichen, jeder war unglaublich schön. Dieses Jahr war es auch wieder sehr speziell. Ich habe zum ersten Mal für Mercedes-AMG in Macau gewonnen, was mich riesig freut. Nach einer relativ schwierigen Saison in der DTM habe ich mich umso mehr auf Macau gefreut, da ich hier schon viele Erfolge gefeiert habe. Dass es am Ende für den Welt Cup-Titel gereicht hat, ist einfach fantastisch.

Wieder einmal wurde der Stadtkurs von Macau seinem Ruf gerecht. Ein massiver Unfall im Qualifikationsrennen stellte den Grand Prix, ähnlich zum Vorjahr, auf den Kopf...

Edoardo Mortara: Das Rennen in Macau ist immer spektakulär. Am Samstag im Qualifikationsrennen hatten wir etwas Glück, dass wir vorneweg fuhren und nicht in den Unfall verwickelt wurden. Dass hier oft Unfälle passieren, ist fast unvermeidbar. Der kleinste Fehler wird bestraft. Aber die Streckenführung durch die Stadt mit den engen Passagen und dem Highspeed auf den Geraden ist unglaublich und macht mir sehr viel Spaß, gerade auch mit dem Mercedes-AMG GT3. Hier muss ich mich beim gesamten Team bedanken, denn das Setup war über das gesamte Wochenende einfach nur perfekt. Trotzdem war es nicht leicht, im Hauptrennen waren die Bedingungen sehr wechselhaft mit einer abtrocknenden Strecke und trotzdem musste man von der ersten Sekunde an attackieren. In der ersten Kurve nach dem Start wäre ich beinahe abgeflogen, weil ich so gepusht habe und mich von meinen Verfolgern schnell absetzen wollte. Aber schlussendlich haben wir gewonnen und ich bin super zufrieden.

Dementsprechend habt ihr auch gefeiert oder? Und was steht für dich im Jahr 2017 noch auf dem Plan?

Edoardo Mortara: Zunächst waren wir auf der offiziellen Preisverleihung und sind danach in einen Club weitergezogen. Dort gab es eine große Abschlussparty für das gesamte Team. Das haben sich alle wirklich extrem verdient nach dieser anstrengenden Woche. Wir haben bis in die Morgenstunden gefeiert. Aber was soll ich dazu groß sagen: was in Macau passiert, bleibt in Macau – außer die Trophäe, die bekommt natürlich einen Ehrenplatz bei mir zuhause. In zwei Wochen (2./3. Dezember) fahre ich noch mein Debüt in der FIA Formula E, worauf ich mich sehr freue. Es ist der Saisonauftakt in Hong Kong mit zwei Rennen. Das wird sehr spannend.

Sonntag, 26. November 2017

Edoardo Mortara: „Dass es am Ende für den Welt Cup-Titel gereicht hat, ist einfach fantastisch

Der FIA GT World Cup-Titel ist zurück in Affalterbach: Im Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 48 sicherte sich Edoardo Mortara (ITA) in einem packenden Rennen den Sieg bei der diesjährigen Ausgabe des legendären Motorsport-Events in Macau. Ebenfalls auf das Siegerpodium fuhr Maro Engel (GER), der den dritten Platz auf dem 6,1 Kilometer langen Stadtkurs belegte. In der dritten Auflage des FIA GT World Cup in Macau geht der Titel bereits zum zweiten Mal nach 2015 nach Affalterbach.
Foto: Mercedes-Motorsport
Die Grundlage für den Erfolg legten die Teams mit den Fahrzeugen aus Affalterbach durch ein geschlossenes Qualifying-Ergebnis am Freitag: Die vier Mercedes-AMG GT3 belegten sämtliche Bestzeiten, so dass sie am Samstag aus den ersten beiden Reihen in das Qualifying Race starten konnten. Ein großer Vorteil, denn vor dem Feld konnten sich drei der vier Mercedes-AMG GT3 aus einem massiven Startunfall heraushalten, der 16 Fahrzeuge aus dem Rennen nahm – darunter auch die Startnummer 50 von Daniel Juncadella (ESP). Nach dem Restart mit nur acht Fahrzeugen konnte Mortara den Sieg von vorne souverän nach Hause fahren und sich so die Pole Position für das Hauptrennen sichern. Raffaele Marciello (ITA) im Mercedes-AMG GT3 #888 verbesserte sich vom vierten auf den dritten Platz. Maro Engel sah als Achter die Ziellinie.

Samstag, 18. November 2017

Drei Fragen an Maro Engel

Nach den Siegen aus den Jahren 2014 und 2015 sowie dem dritten Rang aus dem Vorjahr ist das Ziel von Mercedes-AMG Motorsport für den FIA GT World Cup Macau 2017 klar: Der GT3-Titel soll zurück nach Affalterbach. Entsprechend stark präsentiert sich das Fahrer- und Teamaufgebot: Vier Mercedes-AMG GT3 gehen vom 16. bis 19. November auf dem 6,1 Kilometer langen Guia Circuit in der chinesischen Metropole Macau auf Titeljagd. Die Cockpits sind mit Maro Engel (GER), Daniel Juncadella (ESP), Edoardo Mortara (ITA) und Raffaele Marciello (ITA) hochrangig besetzt. Je zwei Fahrzeuge werden vom Mercedes-AMG Team GruppeM Racing sowie dem Mercedes-AMG Team Driving Academy eingesetzt. Zudem erhalten beide Teams eine umfängliche Unterstützung der HWA AG. Als besonderes Highlight startet ein Mercedes-AMG GT3 in einem speziellen Design der US-amerikanischen Rockband Linkin Park.
Mercedes-AMG GT3320 im Design der "ChangeDirection Foundation"
Foto: Mercedes-Motorsport 
Maro, der FIA GT World Cup Macau (16.-19. November) steht kurz bevor. Mit welchen Erwartungen gehst du in Macau an den Start?

Maro Engel:
Ich freue mich sehr, wieder für Mercedes-AMG in Macau starten zu dürfen. Der FIA GT World Cup ist für mich in jedem Jahr ein absolutes Highlight im Rennkalender. Durch meine beiden Siege 2014 und 2015 und auch durch Rang drei im Vorjahr habe ich zu Macau eine ganz besondere Beziehung aufgebaut. Und mit dem Mercedes-AMG GT3 macht es einfach riesigen Spaß, dort zu fahren. Das Starterfeld ist wie in den vergangenen Jahren auch enorm stark besetzt, aber ich habe ein tolles Team hinter mir und der Mercedes-AMG GT3 ist ein fantastisches Auto. Es geht um den FIA GT World Cup und den wollen wir natürlich gewinnen. Im vergangenen Jahr mussten wir den Titel leider abgeben, umso größer ist die Motivation von uns allen, an unsere Leistungsgrenze zu gehen und den Titel zurück nach Affalterbach zu holen.

Was ist das Besondere an Macau?

Maro Engel:
Das Flair ist einfach unvergleichlich. Die Rennstrecke auf der Halbinsel ist umgeben von Spielcasinos. Es ist nicht einfach nur ein Rennen, sondern DAS Event zum Abschluss der Motorsport-Saison. Und vor allem die Rennstrecke ist einzigartig. Ein Stadtkurs, der alles bietet: Die Höchstgeschwindigkeit beträgt knapp 300 km/h, die schnellste Kurve fährt man mit bis zu 250 km/h und die wahrscheinlich langsamste im gesamten Motorsport, die Melco Hairpin, mit nur 30 km/h. Die Streckenbreite variiert von sehr breit im unteren schnellen Teil, zu extrem eng mit hohen Leitplanken im oberen bergigen Abschnitt. Der Rhythmus der Strecke wird dabei jedoch nie unterbrochen. All das macht die Rennstrecke so besonders. Das Überholen ist sehr schwierig und nur im unteren Abschnitt möglich. Dadurch haben die Qualifyings und Starts eine extrem hohe Bedeutung. Dennoch sind die Rennen meist sehr spektakulär, wie man im vergangenen Jahr sehen konnte.

Dein Mercedes-AMG GT3 wird in Macau das Logo von Linkin Park sowie die Schriftzüge „Music For Relief“ und „320 ChangeDirection Foundation“ tragen. Was hat es damit auf sich?

Maro Engel:
Ich kenne und schätze die Jungs von Linkin Park sehr – von daher ist es für mich eine riesige Ehre, in Macau mit dem Band-Logo unterwegs zu sein. Umso mehr, da es um einen guten Zweck geht: „Music For Relief“ ist die gemeinnützige Hilfsorganisation der Band und bei der „320 ChangeDirection Foundation“ handelt es sich um eine Initiative von Talinda Bennington, mit der sich die Frau des verstorbenen Bandleaders für mentale Gesundheit engagiert. Wir sind sehr froh, dass wir Linkin Park und Talinda in Macau eine Plattform zur Verfügung stellen können, um auf den guten Zweck aufmerksam zu machen.