Samstag, 9. September 2017

DTM: Auer gewinnt turbulentes Regenrennen am Nürburgring

  • Dritter Saisonsieg katapultiert Auer in der Fahrerwertung auf Platz 2
  • Vierfacherfolg von Mercedes-AMG im Samstagsrennen
  • Tabellenführer Ekström verpokert sich und bleibt ohne Punkte
Das Podest vom Samstag
Foto: dtm.com
Lucas Auer ist im Kampf um den DTM-Titel wieder im Rennen. Beim 13. Saisonrennen fuhr der Mercedes-AMG -Pilot bei widrigen Wetterbedingungen auf dem Nürburgring von der Poleposition zum Sieg und verbesserte sich damit in der Fahrerwertung von der sechsten auf die zweite Position. Für Auer ist es der vierte Sieg in seiner DTM-Karriere, der dritte in der aktuellen Saison. Für eine Sternstunde in der Eifel sorgte nicht nur der Österreicher: Den Triumph für Mercedes machten Paul Di Resta, Robert Wickens und Maro Engel auf den Positionen zwei bis vier perfekt.


„Das war ein mega Rennen für uns“, freute sich Auer im Ziel. „Ich war nach meinem Boxenstopp etwas verwirrt, aber unsere Strategie ist bei den schwierigen Bedingungen aufgegangen.“ Hinter dem Mercedes-Quartett kam René Rast als bester Audi-Pilot auf Rang fünf vor seinem Markenkollegen Jamie Green ins Ziel. Augusto Farfus, der das Rennen in der Anfangsphase souverän angeführt hatte, wurde hinter Edoardo Mortara (Mercedes-AMG) Achter und war damit bester BMW-Fahrer.

Vierfachsieg für Mercedes bei widrigen Bedingungen
Foto: dtm.com
Das 13. DTM-Saisonrennen war ein echter Reifenpoker: Nach starkem Regen kurz vor dem Start trocknete die Strecke bis zur Rennhälfte ab. Zu diesem Zeitpunkt entschieden sich einige Piloten für einen Wechsel auf Slicks, andere blieben auf Regenreifen draußen - die richtige Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Pech hatten bei der Reifenwahl vor allem Tabellenführer Mattias Ekström und Augusto Farfus. Beide wechselten zu einem Zeitpunkt auf Slicks, als es Augenblicke später wieder zu regnen begann. Beide mussten einen zweiten Boxenstopp einlegen und verloren dadurch den Anschluss an die Spitze. Die am Ende erfolgreichen Mercedes-AMG DTM-Piloten, sowie Rast und Green wechselten alle erst sehr spät auf einen frischen Satz Regenreifen. „Als die Strecke abgetrocknet war, bauten meine Regenreifen immer mehr ab, aber wir sind noch ein bisschen länger draußen geblieben“, erklärte Sieger Auer. „Erst spät auf neue Regenreifen zu wechseln hat sich ausgezahlt.“


Pech hatte der Schwede Ekström, der das Rennen nur als 15. beendete, die Führung in der DTM-Fahrerwertung aber behält. „In dem Moment, als ich zum Reifenwechsel an die Box gekommen bin, hat es wieder angefangen zu regnen. Die eingeschränkte Kommunikation mit dem Team war sicher nicht vorteilhaft – aber das gilt ja für alle Fahrer. Es ist bei dem Wetter für uns einfach blöd gelaufen.“


Mit dem Rennergebnis aus dem Samstagsrennen am Nürburgring rückt die Fahrerwertung noch enger zusammen. Ekström führt die Tabelle nach 13 von 18 Saisonrennen mit 128 Punkten vor Auer (127), Rast (124), Rockenfeller (110), Green (107), Glock (104), Martin (102) und Titelverteidiger Wittmann (97) an. Bei noch 140 zu vergebenden Punkten in den verbleibenden fünf Rennen und Qualifyings bleibt der Titelkampf äußerst spannend.

Am Sonntag steht am Nürburgring das zweite Rennen des Wochenendes auf dem Programm. Start ist um 15:15 Uhr. Das Erste überträgt ab 15:00 Uhr live aus der Eifel. Zuvor entscheidet sich im Qualifying um 12:00 Uhr die Startaufstellung. Das wird auf dem Sender ONE ebenfalls live übertragen.

DTM: Lucas Auer holt Pole am Nürburgring


DTM: Erstes und zweites Freies Training gehen an Mercedes

Paul Di Resta (Mercedes)
Foto: Jens Hawrda
Im ersten Freien Training belegte bei strömenden Regen am Nürburgring Mercedes die ersten beiden Plätze. Gary Paffett hatte in 1:36,959 Minuten 91 Hundertstelsekunden Vorsprung auf seinen Markenkollegen Paul Di Resta (1:37,050). Dahinter folgten mit Augusto Farfus und Marco Wittmann zwei BMW-Piloten.  Bester Audi-Fahrer war auf Rang fünf René Rast in 1:37,735 Minuten. Die Audis haben es mit Ihren Zusatzgewichten am Nürburgring besonders schwer, sie sind 254 KG schwerer als die BMW. Alle sechs BMW-Fahrer landeten am Ende in den Top-Ten.

Auch beim zweiten Freien Training der DTM am Nürburgring lagen am Samstag zwei Mercedes-AMG-Fahrer vorne. Erneut waren es Paul Di Resta (1:35,935 Minuten) und Gary Paffett (1:36,237). Dieses Mal allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Hinter den beiden Piloten aus Stuttgart landete Timo Glock als bester BMW-Fahrer.  Vierter wurde der DTM-Tabellenführer Mattias Ekström (1:36,567) vor Markenkollege René Rast (1:36,605).

Freitag, 8. September 2017

DTM: Drei Fragen an Lucas Auer

Die DTM läutet am kommenden Wochenende auf dem Nürburgring den Endspurt der Saison 2017 ein. Lucas Auer kommt sicher gerne zurück in die Eifel, wo er in den vergangenen vier Qualifyings dreimal die Bestzeit gefahren ist. Zudem stand der Österreicher dort im vergangenen Jahr als Zweiter auf dem Podium. Auch Robert Wickens reist mit guten Erinnerungen an den Ring, auf dem er 2013 bei schwierigen Wetterbedingungen seinen ersten DTM-Sieg einfuhr. Gary Paffett und Edoardo Mortara können ebenfalls auf jeweils einen Sieg auf dem legendären Eifelkurs zurückblicken. Insgesamt teilen die sechs Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer unter sich zwölf Podestplätze auf dem Nürburgring auf.
Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda
Luggi, dieses Wochenende geht es an den Nürburgring, wo du deine erste Pole Position in der DTM eingefahren hast und immer schnell warst. Was ist dein Erfolgsgeheimnis in der Eifel?
 
Lucas Auer: Bis jetzt habe ich es immer geschafft, alles in den Freien Trainings auszusortieren und dann die Leistung im Qualifying zum richtigen Zeitpunkt abzurufen. Das ist mir in der Vergangenheit auf dem Nürburgring besser als auf jeder anderen Strecke gelungen. Es scheint so, als würden die Kurven in der Eifel und ich sehr gut zusammenpassen.
 
Wie beruhigend ist das Gefühl, nach einigen schwierigen Rennen jetzt an den Nürburgring zu kommen, wo du bislang immer stark warst?
 
Lucas Auer: Die letzten beiden Rennwochenenden in Moskau und Zandvoort waren komplett verschieden. In Moskau waren wir langsam, haben aber super Punkte mitgenommen. In Zandvoort waren wir auch langsam, haben jedoch keine Punkte eingefahren. Jetzt ist es an der Zeit, am Nürburgring wieder anzugreifen und generell mehr Mercedes in die Top-6 zu bringen. Dass ich auf dieser Strecke immer zu den Schnellsten gehört habe, ist eine gute Voraussetzung dafür.
 
Die Rennen in Zandvoort wurden teilweise sehr hart geführt. Hat die Zeit des Jahres begonnen, in der die Bandagen härter angezogen werden?
 
Lucas Auer: Meiner Meinung nach ist das Standard in der DTM. Wer am härtesten spielt und die breitesten Schultern hat, geht siegreich aus dem Kampf hervor. Das ist in der DTM aber kein Geheimnis mehr.