Donnerstag, 17. August 2017

IDM*Superbike: Letzte Probe vor der großen Show

Foto: Jens Hawrda
Die Internationale Deutsche Meisterschaft ist in die zweite Saisonhälfte eingebogen. Vom 11. bis 13. August 2017 gastierte die höchste deutsche Serie im Motorradstraßenrennsport in Assen. Dank der Entscheidungen steht fest: Die IDM bleibt auch auf den letzten Metern spannend und 2018 kommt eine weitere Motorradmarke hinzu.  Für die IDM Superbike 1000 war der Start in Assen zugleich eine Generalprobe. Die Topklasse hat schon am kommenden Wochenende einen Gastauftritt im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft auf dem Lausitzring.  

Besonders für den IDM-Führenden Markus Reiterberger ist der Start im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft ein heißes Eisen. Der 23-jährige Bayer kämpft um eine Rückkehr in die Weltelite. Der zweifache Deutsche Superbike-Meister war schon ganz oben angelangt, teaminterne Probleme und eine Rückenverletzung veranlassten ihn nach einem Jahr zum Rückzug. In der heimischen IDM Superbike und in seinem alten Team fand er seine Reputation. Auf dem Lausitzring will der Star des VanZon Remeha BMW-Teams zeigen, dass er wieder zur Weltspitze gehört. Reiterberger begibt in der Lausitz in eine Doppelrolle: Einmal als Gastfahrer in der Superbike-WM und ein weiteres Mal als Gesamt-Führender in den zwei Rennen der IDM Superbike 1000. Den Punkte-Vorsprung baute er in Assen nochmals mit zwei Siegen aus. Sein größter Kontrahent  Danny de Boer, der gleichzeitig sein Teamkollege ist,  war ihm im ersten Rennen dicht auf den Fersen, doch eine gerissene Kette vereitelte die Siegambitionen des Niederländers. Florian Alt auf der Werks-Yamaha kam als Zweiter ins Ziel, gefolgt von Pepijn Bijsterbosch. Mit ihm kam dann doch noch ein einheimischer Fahrer aufs Siegerpodium. Den zweiten Lauf gewann Reiterberger vor de Boer und Bijsterbosch, der meinte: „In Assen auf dem Podium zu stehen ist eine Pflicht.“ 

Fünf Motorradmarken sind in der IDM-Topklasse vertreten: BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha. Bis auf Kawasaki schaffte es in beiden Läufen mindestens ein Fahrer in die Top Ten. Die schnelle Dame Lucy Glöckner, die Kawasaki aus der Talsohle geholt hat, stürzte diesmal in beiden Rennen, wobei sie im zweiten Lauf schuldlos zu Fall kam. Ein Konkurrent hatte Öl verloren und die Sächsin war wie vier weitere Fahrer darauf ausgerutscht.


In der IDM Supersport 600 musste Kevin Wahr aus Nagold einen empfindlichen Dämpfer einstecken. Bekam er für den ersten Lauf noch die volle Punktzahl gutgeschrieben, wurde das zweite Rennen zur Nullrunde. An seiner Yamaha stiegen Rauchwolken auf. Grund: Eine Eckverbindung zum Ölkühler hatte ein Leck. Wahr musste das Rennen verlassen. Dadurch hat der Meisterschaftsführende Thomas Gradinger aus Österreich nun so einen großen Vorsprung, dass ihm unter normalen Umständen kein Gegner mehr den Titel entreißen kann.


In der kleinen Supersport 300-Klasse gab es einen Führungswechsel. Jan-Ole Jähnig löste seinen Teamkollegen Maximilian Kappler an der Spitze ab. Und auch dahinter gab es reichlich Bewegung in der von Yamaha dominierten Klasse. Troy Beinlich gewann das zweite Rennen und verdrängte damit Sophia Liebschner vom dritten Tabellenplatz. Obwohl das Fahrerfeld noch klein ist, ist die NachwuchsKlasse sehr interessant und vor ihr liegt eine aussichtsreiche Zukunft. Im kommenden Jahr wird sich ein weiterer Hersteller neben Yamaha und Kawasaki engagieren. KTM hat starkes Interesse angemeldet und will einsteigen.

In der IDM Sidecar gelang dem Team Markus Schlosser/Thomas Hofer in Assen ein Doppelsieg, den auch die Einheimischen Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen nicht verhindern konnten. Die Niederländer sind zugleich die Titelverteidiger, doch das Duo aus der Schweiz war einfach unschlagbar.  
 
Knapp 4.000 Zuschauer verfolgten die Rennen außerhalb der deutschen Grenzen. Während die Supersportler und die Sidecar-Fraktion jetzt drei Wochen Pause haben bis zur nächsten Veranstaltung in Oschersleben vom 1. bis 3. September 2017, reisen die Superbiker jetzt ohne Umschweife weiter zur Superbike-WM an den Lausitzring.

DTM: Achterbahnfahrt auf neuem Asphalt in Zandvoort

  • BMW-Pilot Spengler mit 150. DTM-Rennen
  • Formel-1-Star Max Verstappen ist zu Gast
  • Ekström hofft auf fünften Sieg in Zandvoort
Max Verstappen in Zandvoort zu Gast bei der DTM
Foto: Hoch Zwei / dtm.com
Die Boliden sind zurück. Die DTM hat die Sommerpause beendet. Passenderweise startet die zweite Saisonhälfte an einer Rennstrecke mit besonderem Flair: Zandvoort steht seit jeher für familiäre Atmosphäre mit Sonne, Strand und Meer, garniert durch heiße Renn-Action. Die Läufe elf und zwölf in der Meisterschaft auf dem „Circuit“ versprechen in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich und atemberaubend zu werden. Auch der neu aufgelegte Asphalt wird dieses Mal auf dem holländischen Rundkurs an der Küste eine entscheidende Rolle spielen. Abgerundet wird das Sommer-Festival in den Dünen durch die Teilnahme prominenter Gäste.

Die Fahrer freuen sich unisono auf die wohl anspruchsvollste Strecke des DTM-Kalenders. Allen voran Audi-Pilot Mattias Ekström. Der Schwede stand in Zandvoort schon viermal ganz oben auf dem Siegerpodest, zuletzt 2014. Auf der 4,307 Kilometer langen Rennstrecke vor den Toren Amsterdams will der zweimalige DTM-Champion und amtierende Rallycross-Weltmeister seine Führung (113 Punkte) in der Gesamtwertung verteidigen. „Zandvoort ist absolut cool, keine Frage. Durch den neuen Belag soll der Grip sehr hoch sein. Wenn man in die Glaskugel schaut, sieht es so aus, als wäre es etwas für unsere Konkurrenten. Ich werde dennoch alles versuchen, um im Qualifying vorne zu stehen“, so „Eki“, der nur einen einzigen Punkt Vorsprung auf Markenkollege René Rast hat. Der Rookie gab im letzten Jahr in Zandvoort als Ersatzfahrer sein DTM-Debüt. „Es ist eine richtige Männerstrecke: Knappe Auslaufzonen, viele schnelle Kurven. Das ist das, was ein Rennfahrer eigentlich möchte“, schwärmt Rast von dem Kurs an der Nordseeküste.

Ähnlich klingt es bei Maro Engel, dem Überraschungssieger des letzten Rennens in Moskau: „Es ist eine fantastische Strecke, relativ schnell, wo Du den Speed dieser DTM-Autos wirklich fühlst und spürst. Und es ist auch immer eine grandiose Atmosphäre“, unterstreicht Mercedes-AMG-Pilot. Ein besonderes Jubiläum steht Bruno Spengler auf dem Achterbahnkurs durch die Dünen bevor. Der BMW-Pilot bestreitet am Samstag sein 150. DTM-Rennen. „Zandvoort ist etwas Besonderes, die Atmosphäre ist immer toll. Es kommen sehr viele Fans, die den Motorsport lieben. Es gibt immer viel Wind und damit viel Sand auf der Fahrbahn. Deshalb kann sich die Strecke von einer Runde zur nächsten ändern. Doch das gehört hier einfach dazu.“

Laut Manfred Sandbichler, Hankook Motorsport Direktor Europa, könnte der neue Asphaltbelag vor allem bei Regen für die Teams zu einer kniffligen Herausforderung werden: „Wir sind schon mit anderen Serien auf dem neuen Belag gefahren und es gab nichts Auffälliges. Neu verlegter Asphalt ölt allerdings aus, was bei Regen für einen tückischen Schmierfilm auf der Fahrbahn sorgen kann. Das Hauptthema in Zandvoort bleibt der Sand, der durch den Wind konstant auf die Strecke getragen wird. Dadurch haben die Fahrzeuge weniger Grip und geraten ins Rutschen. Die Folge sind erhöhte Laufflächentemperaturen und damit größerer Verschleiß beim DTM-Einheitsreifen Ventus Race.“

Nicht entgehen lassen will sich auch Formel-1-Star Max Verstappen den packenden Tourenwagensport in seiner Heimat. „Die DTM in Zandvoort wird sicherlich wieder ein grandioses Spektakel“, sagt der Red Bull Racing-Fahrer, der am Sonntag während der Starterfeldpräsentation im Interview zu sehen und zu hören sein wird. Anschließend fährt er im Cabriolet den Gewinner eines Wettbewerbs um den Dünenkurs. Zudem überreicht Verstappen auf dem Podium den Siegerpokal.

Ein Prinz, ein Ex-Formel 1-Rennfahrer und ein Schauspieler gehen im Rahmenprogramm beim Audi Sport TT Cup ins Rennen. Prinz Bernhard van Oranje, der zweite Sohn von Pieter van Vollenhoven und Margriet van Oranje-Nassau, der Prinzessin der Niederlande, ist ebenso dabei wie der ehemalige niederländische Formel-1-Fahrer Giedo van der Garde und Daniel Roesner, bekannt als Kriminalkommissar Renner aus der RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“. Die Rennen der FIA Formel 3 Europameisterschaft mit Mick Schumacher, Sohn des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher, sowie der GT 4 European Series Northern Cup runden das sportliche Event ab.

Montag, 14. August 2017

IDM*Superbike 1000 Assen

Rennen 1:
Allein Danny de Boer hätte Markus Reiterberger in Assen schlagen können. Doch nachdem der IDM Superbike 1000-Spitzenreiter erneut einen Traumstart vorgelegt hatte und als Erster ins erste Eck eingebogen war, hatte sich der Fall schon wieder erledigt. Reiterberger raste seinem sechsten Saisonsieg entgegen. De Boer konnte annähernd mithalten, doch als der Niederländer stürzte, war jegliche Konkurrenz für Reiti ausgeschaltet. Der Bayer siegte mit einem Vorsprung von 23,947 Sekunden. „Mit Danny hinter mir wäre es allerdings anstrengend geworden“, meinte Reiti im Hinblick auf seinen Teamkollegen bei VanZon Remeha-BMW. Mit Florian Alt schaffte es auch endlich wieder ein Fahrer aus dem Yamaha-Werks-Team aufs Podium, bevor mit Pepijn Bijsterbosch ein weiterer BMW-Fahrer nach oben kletterte, der dazu sagte: „Das war für mich eine Pflicht beim Heimrennen.“
Bastian Mackels (Yamaha von Startplatz 16 auf Platz 5 im Ziel
Foto: Jens Hawrda
Yamaha-Pilot Bastien Mackels, der im Training zu lange mit Regenreifen auf der Strecke war und später mit einem Elektronikproblem gekämpft hatte, arbeitete sich vom 16. Startplatz auf den fünften Rang vor. Suzuki-Hoffnung Vittorio Iannuzzo, Vierter im Training, stürzte und kam nicht ins Ziel. Die Kohlen auf der neuen GSX-R 1000 holte Luca Grünwald aus dem Feuer. Jan Halbich blieb auf der Honda Fireblade SP2 auf Position acht unauffällig. Dafür krachte es bei Lucy Glöckner: Die schnelle Dame hatte auf der Kawasaki ZX-10R den dritten Top Ten-Platz im Visier, kam sich aber ausgerechnet mit Gastfahrer Fraser Rogers aus Großbritannien ins Gehege. Der Markenkollege ist in der BSB gefahren und derzeit in der Superstock 1000-EM unterwegs. Wayne Tessels, der Kawasaki-Gastfahrer aus den Niederlanden, kam auch nicht ins Ziel.

Rennen 2:
Im zweiten Lauf war das Feld etwas ausgedünnt. Gastfahrer Fraser Rogers aus Großbritannien fehlte. Lucy Glöckner hatte ihn beim Sturz im ersten Lauf leider mit abgeräumt. Auch Marc Buchner war nicht am Start. Er wollte am Assen-Wochenende in der Supersport 600 und Superbike 1000 antreten, aber die Doppelrolle gelang nicht.

Markus Reiterberger (BMW) holt in Assen die Maximalpunktzahl und war wieder nicht zu schlagen
Foto: Jens Hawrda
Verlass war wieder auf Markus Reiterberger, der diesmal noch zufriedener als nach dem ersten Lauf war. Bei Saisonsieg Nummer sieben hatte er sich zu Beginn nur einmal verschaltet, war durch den Rückstoß kurz mit dem Helm gegen die Scheibe geknallt, aber danach konnte er seinen Kontrahenten Danny de Boer problemlos abschütteln. Nach einer Runde hatte der Bayer einen Vorsprung von 0,858 Sekunden. Auf dem Podium wurde er letztlich von zwei Niederländern umgeben: von Danny de Boer und dem Dritten Pepijn Bijsterbosch. Letzterer sorgte dafür, dass es bei der Siegerehrung keine komplette BMW-Show gab und wie in Lauf eins ein Yamaha-Fahrer auf der Treppe stand.

Das Rennen wurde vorzeitig mit der roten Flagge abgebrochen. Bijsterbosch hatte Öl verloren, war selbst gestürzt. Desweiteren erwischte es Stefan Kerschbaumer, Dominic Schmitter, Koen Zeelen und Lucy Glöckner. Dabei hatte die Lady so gut im Rennen gelegen und sich in der ersten Runde von der 14. Startposition auf den sechsten Platz durchgeschlagen. Viel Zeit zum Nachdenken gibt es nicht. Am kommenden Wochenende, vom 18. bis 20. fährt die IDM Superbike 1000 im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft auf dem Lausitzring.

Text: Anke Wieczorek

Freitag, 11. August 2017

IDM*Superbike startet in die zweite Saisonhälfte

Vom 11. bis 13. August 2017 biegt die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft in die zweite Saisonhälfte ein. Sie macht Station auf dem berühmten TT-Kurs im niederländischen Assen. Für die Topklasse IDM Superbike 1000 ist es zugleich die letzte Runde vor dem großen Auftritt im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft, die nur eine Woche später auf dem Lausitzring stattfindet.


Seit 1949 wird auf dem TT Circuit Assen ohne Unterbrechung jedes Jahr ein MotorradWM-Rennen ausgetragen. Der Rundkurs ist aktuell die einzige WM-Strecke, die speziell für Zweiräder konzipiert wurde. Ihre Kurven sind teilweise stark überhöht. Auf dem schnellen TT Circuit ist auch die IDM regelmäßig zu Gast. Vom 11. bis 13. August 2017 kämpft Deutschlands höchste Motorradstraßenrennsportserie erneut um Punkte auf dem Ring, der zu den schönsten in ganz Europa zählt. 

Jan Halbig (Honda CBR 1000 RR) vor Dominic Schmitter (Suzuki GSX-R 1000)
Foto: Jens Hawrda
Kann der Niederländer Danny de Boer zu Hause den überragenden Superbike 1000-Spitzenreiter Markus Reiterberger schlagen? Er ist der Meister von 2016 in der IDM Superstock 1000-Klasse und ihm gelang bei seinem Auftritt in der Europameisterschaft mit dem Motorrad zum Jahresbeginn ein viel beachteter vierter Platz auf seiner Heimstrecke. Das SuperstockMotorrad unterscheidet sich nur in Feinheiten von einem aktuellen Superbike, wie es Danny de Boer im IDM-Team von Van Zon Remeha BMW-Team fährt. Dem 27-jährigen gelang es bisher als einzigem Fahrer, seinen Teamkollegen Markus Reiterberger in diesem Jahr zu schlagen: im Regen auf dem Nürburgring.  

Fünf Marken sind in der Superbike 1000, der IDM-Topklasse, vertreten: BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha. Bei der vergangenen Veranstaltung auf dem Schleizer Dreieck platzierten alle von ihnen mindestens einen Fahrer in den Top Ten. In der Gesamtwertung führen vier BMW-Piloten das Feld an. Auf dem fünften Rang ist mit  Florian Alt der beste Yamaha-Fahrer vertreten. Der Tscheche Jan Halbich ist auf Honda Gesamt-Siebter und Luca Grünwald auf Suzuki Achter. Nachdem Kawasaki zum Saisonbeginn punktelos blieb, gab es einen Wechsel im Team. Seit Lucy Glöckner die ZX10R lenkt, ging es auch hier steil aufwärts. Die Sächsin holte in Schleiz auf Anhieb 16 Punkte und rangiert bereits auf Platz 15 in der fast 40 Fahrer starken Superbike 1000Klasse. In Assen wird sich zeigen, mit welchen Resultaten es direkt weiter an den Lausitzring, auf dem die IDM Superbike 1000 als einzige IDM-Klasse im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft fährt. 

In der IDM Supersport 600 hat sich mittlerweile der Österreicher Thomas Gradinger durchgesetzt. Der Yamaha-Fahrer wird von seinen Markenkollegen Kevin Wahr und Max Enderlein verfolgt. Brisant: Sie reisen mit einem Gleichstand von 102 Punkten nach Assen.  Für Gradinger wie auch Enderlein werden die Rennen in den Niederlanden ebenfalls zur letzten Herausforderung vor dem Lausitzring. Beide haben eine Wildcard und treten in der  Supersport-Weltmeisterschaft antreten.    

Supersport 300: hier Jähning #41 vor Kappler #97 und Georgi #7
Foto: Jens Hawrda
In der kleinen Klasse IDM Supersport 300 ist ein Zweikampf zwischen den Teamkollegen Maximilian Kappler und Jan-Ole Jähnig entbrannt. In Assen werden die beiden YamahaPiloten aber auch gehörig von den vielen Niederländern unter Druck gesetzt, die dann wieder am Start sind. Sie fahren mit der IDMKlasse im gleichen Feld, werden auf Grund von Unterschieden im technischen Reglement aber getrennt gewertet.
Sidecar
Foto: Jens Hawrda
In der IDM Sidecar hat das Team Markus Schlosser/Thomas Hofer bereits einen so großen Vorsprung vor den Verfolgern, dass es sich schon einen Ausfall erlauben könnte, ohne die Tabellenführung abgeben zu müssen. Die Frage ist: Rast in Assen das heimische Duo Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen zum Sieg? Es kennt die Strecke nicht nur aus dem Eff-Eff, sondern ist auch der IDM-Titelverteidiger. 
Der Yamaha R6-Dunlop-Cup startet auch in Assen im Rahmen der IDM*Superbike
Foto: Jens Hawrda
Vier IDM-Klassen und Rennen im Yamaha R6-Dunlop-Cup, dem Twin-Cup sowie dem Suzuki GSX-R 1000-Cup erwarten die Zuschauer am kommenden Wochenende. Die Saison ist kurz und es dürfen keine Fehler passieren. Das verspricht Hochspannung auf und neben der Strecke. Ganz nah heran an die Fahrer kommen die Fans beim Pitwalk, der Autogrammstunde und den öffentlichen Pressekonferenzen.

Dienstag, 8. August 2017

Audi-Sieg durch Pommer/Van der Linde auf dem Nürburgring am Sonntag

  • Debütsieg von Aust Motorsport im ADAC GT Masters
  • BMW-Duo Nick Catsburg und Philipp Eng auf Rang zwei
  • Ex-Champion Christopher Haase und Rookie-Sieger Jeffrey Schmidt werden Dritte
Markus Pommer u. Kelvin van der Linde holen ersten Sieg für Aust Motorsport
Foto: Jens Hawrda
Die Audi-Fahrer Markus Pommer (26/Neckarsulm) und Kelvin van der Linde (21/ZA) holten sich den Sieg im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring und damit den ersten Triumph in der "Liga der Supersportwagen" für das Team Aust Motorsport. Platz zwei ging an den von der Pole-Position gestarteten BMW M6 von Nick Catsburg (29/NL) und Philipp Eng (27/A, beide BMW Team Schnitzer) vor Jeffrey Schmidt (23/CH) und Christopher Haase (29/Kulmbach, beide Montaplast by Land-Motorsport) in einem weiteren Audi R8. "Ein tolles Rennen. Ich habe zwei Jahre auf meinen nächsten Sieg im ADAC GT Masters warten müssen", so Sieger van der Linde. "Aber in diesem Jahr haben wir das richtige Paket und eine tolle Fahrerpaarung."

Pole-Setter Eng bleibt beim Start vorn

Die erste Rennhälfte auf dem Nürburgring stand ganz im Zeichen von Pole-Setter Philip Eng. Der BMW-Pilot verteidigte beim Start die Führung und behauptete auch bis zum Wechsel zu seinem Partner Nick Catsburg die Spitzenposition. Die Entscheidung um den Sieg fiel nach den Boxenstopps: Catsburg fuhr parallel zu Pommer aus der Boxengasse und blieb so in Führung, die Rennleitung wertete das Manöver des BMW-Fahrers als "unsafe release" und wies einen Platztausch an der Spitze an. Pommer übernahm so die Spitze und setzte sich bis zu einer kurzen Safety-Car-Phase ab. Auch nach dem Restart konnte der BMW-Pilot die Rundenzeiten von Pommer nicht mitgehen. Der Audi-Fahrer fuhr schließlich mit 4,5 Sekunden Vorsprung zu seinem ersten Sieg im ADAC GT Masters. Auch für das Team von Frank Aust war es der erste Triumph in der "Liga der Supersportwagen". Für Pommers Teamkollegen Kelvin van der Linde ging mit dem Erfolg eine lange Durststrecke im ADAC GT Masters zu Ende. Seinen letzten Sieg hatte der Champion von 2014 vor zwei Jahren auf dem Sachsenring eingefahren.

Catsburg und Eng wurden Zweite. Eng verbesserte sich dank seines dritten Podestplatzes der Saison auf den zweiten Gesamtrang der Fahrerwertung und verringerte seinen Rückstand auf Tabellenführer Jules Gounon (22/F, Callaway Competition), der zusammen mit Albert Costa (27/E) in der Corvette C7 Achter wurde, vier Rennen vor Saisonende auf 38 Zähler. Den letzten Podestplatz sicherten sich die Audi-Fahrer Jeffrey Schmidt (23/CH) und Christopher Haase (29/Kulmbach, beide Montaplast by Land-Motorsport). Für Schmidt war es der zweite Sieg des Wochenendes in der Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahren.

Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team) erkämpften sich vom neunten Startplatz Rang vier. Ineichen gewann damit wie schon am Samstag die Trophy-Wertung für nicht-professionelle Piloten. Dahinter folgten zwei weitere Audi R8: Dennis Marschall (20/Eggenstein-Leopoldshafen) und Patric Niederhauser (25/CH) wurden im zweiten Fahrzeug von Aust Motorsport Fünfte vor den letztjährigen Titelträgern Connor De Phillippi (24/USA) und Christopher Mies (28/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport).

Beste Mercedes-AMG-Piloten waren als Siebte Indy Dontje (24/NL) und Maximilian Buhk (24/Hamburg, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport). Hinter Tabellenführer Gounon und Partner Costa sicherten sich Ezequiel Perez Companc (23/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser Racing Team) im Lamborghini im Huracán und die Zweiten vom Samstagsrennen, die Porsche-Fahrer Mathieu Jaminet (22/F) und Michael Ammermüller (31/Rotthalmünster, beide KÜS Team75 Bernhard), die letzten Meisterschaftspunkte.

Stimmen der Sieger

Kelvin van der Linde (Aust Motorsport, Audi R8 GT3):
"Ich hatte anfangs einen harten Kampf mit dem Porsche von Sven Müller. Ich war etwas schneller als er, kam aber nicht vorbei. Unsere Strategie war daher am Ende der Schlüssel zum Sieg. Das Team hat einen tollen Boxenstopp gemacht und wir konnten auf eine Höhe mit dem BMW ziehen. Das war die rennentscheidende Szene."

Markus Pommer (Aust Motorsport, Audi R8 GT3):
"Ein tolles Gefühl: Der erste Sieg für mich, aber auch für Aust Motorsport. Wir wussten, dass der Audi und auch Kelvin, der hier im Mai das 24-Stunden-Rennen gewonnen hat, stark sind. Auch wenn es am Ende einfach aussah, war es nicht so. In den Schlussrunden gab es in der ersten und letzten Kurve eine Flaggenwarnung, dass die Strecke dort rutschig ist. Nach dem Restart war ich der erste Fahrer dort, da war es schwierig den richtigen Bremspunkt zu finden. Aber unser Auto war heute wirklich toll."