Samstag, 20. Mai 2017

Porsche-Duo Renauer/Müller gewinnt Samstagsrennen beim Motorsport Festival Lausitzring

  • Erster ADAC GT Masters-Saisonsieg für Precote Herberth Motorsport
  • Platz zwei für Luca Ludwig und Junior-Sieger Luca Stolz im Mercedes-AMG
  • Perez Companc/Bortolotti holen ersten Podestplatz 2017 für Lamborghini
Renauer/Müller siegen im Samstagsrennen für Porsche
Foto: ADAC-Motorsport
In einem actionreichen Samstagsrennen des ADAC GT Masters beim Motorsport Festival Lausitzring fuhren Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche 911 GT3 R zu ihrem ersten Saisonsieg. Die in der ersten Rennhälfte führenden Luca Stolz (21/Brachbach) und Luca Ludwig (28/Bornheim, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) retten im Mercedes AMG GT3 nach einem Kontakt beim Überrunden den zweiten Rang vor der Lamborghini-Paarung Ezequiel Perez Companc (22/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser-Racing-Team) ins Ziel. "Ein tolles Gefühl", jubelte ADAC GT Masters-Premierensieger Müller. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir an diesem Wochenende einen Sieg holen. Wir sind megahappy."

Zahlreiche Zweikämpfe sorgen für Spannung

Während Pole-Setter Luca Stolz beim Start den ersten Platz verteidigte, überholte dahinter Robert Renauer den ebenfalls aus der ersten Reihe gestarteten Mercedes-Piloten Indy Dontje (24/NL, Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) und übernahm die Verfolgerposition. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase aufgrund einer Kollision zwischen dem Audi von Filip Salaquarda (33/CZ, BWT Mücke Motorsport) und dem Porsche von Klaus Bachler (25/A, Schütz Motorsport) setzten sich Stolz und Renauer an der Spitze stetig ab und bauten ihren Vorsprung auf knapp neun Sekunden aus. Doch in Runde 20 kollidierte Stolz beim Überrunden mit dem aus der Boxengasse kommenden Audi-Piloten Christopher Mies (27/Heiligenhaus, Montaplast by Land-Motorsport) und rutschte kurzzeitig von der Strecke. Renauer nutzte die Chance und übernahm die Führung. Diese gab der Porsche auch nach dem Fahrerwechsel zu Sven Müller nicht mehr ab. Im Ziel hatte der Porsche-Werksfahrer einen Vorsprung von 1,5 Sekunden auf Luca Ludwig, der den Mercedes-AMG zur Rennmitte von Luca Stolz übernommen hatte und den Führenden in den finalen Runden noch einmal unter Druck setzte. Für Precote Herberth Motorsport war es der erste Saisonsieg, für Renauer bereits der dritte auf dem Lausitzring und für Teamkollege Müller der erste überhaupt in der "Liga der Supersportwagen".

Stolz und Ludwig mussten sich nach der Kollision mit Rang zwei zufriedengeben, Stolz durfte sich aber noch über einen Klassensieg in der Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahren freuen. Dahinter fuhren Ezequiel Perez Companc (22/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser-Racing-Team) als Dritte den ersten Podestplatz der Saison für den Lamborghini Huracán GT3 ein. Das argentinisch-italienische Duo hatte zehn Runden vor dem Ziel die lange auf Platz drei liegenden Indy Dontje und Marvin Kirchhöfer (23/Markkleeburg) auf die vierte Position verwiesen. Die Top Fünf komplettierten Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition) in der besten Corvette C7 GT3-R.

Dahinter klassierten sich im besten Audi R8 LMS Markus Pommer (26/Neckarsulm) und Kelvin van der Linde (20/ZA, beide Aust Motorsport) vor dem Porsche 911 GT3 R von Mathieu Jaminet (22/F) und Michael Ammermüller (31/Rotthalmünster, beide KÜS Team75 Bernhard). Rang acht ging an Lokalmatador Stefan Mücke (35/Berlin) und Sebastian Asch (30/Ammerbuch, beide BWT Mücke Motorsport). Das Mercedes-AMG-Duo war nach einer unverschuldeten Kollision in der Startphase von Platz sechs auf Rang 15 zurückgefallen und zeigte danach eine starke Aufholjagd.

Auf Platz neun landeten Florian Spengler (29/Schaffhausen) und Christopher Zanella (27/CH, beide Team HB Racing) in einem weiteren Lamborghini, den letzten Meisterschaftszähler sammelten als Zehnte ADAC Formel 4-Aufsteiger Mike David Ortmann (17/Ahrensfelde) und Frank Stippler (42/Bad Münstereifel, beide BWT Mücke Motorsport) im Audi R8 LMS.

Stimmen der Sieger

Robert Renauer (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911): "Der Lausitzring ist eine Strecke, die uns zu liegen scheint. Auch wenn heute unter normalen Umständen wohl kein Sieg möglich gewesen wäre. Dazu war der Mercedes-AMG einfach zu stark. Aber wir haben die Kollision der Gegner dankend angenommen und danach den Sieg nach Hause gefahren. Wir haben viele Punkte geholt und die Tabellenführung übernommen. Ich hoffe, im Sonntagsrennen läuft es auch so gut, damit wir den Lausitzring als Spitzenreiter verlassen werden."

Sven Müller (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911): "Robert hat in seinem Stint einen super Job gemacht. Wir haben natürlich von dem Unfall des führenden Mercedes-AMG profitiert. Am Ende hat dieser noch einmal viel Druck gemacht. Ich musste noch einmal richtig pushen, aber es hat gereicht. Es war zum Ende hin schon ziemlich anstrengend, da ich eine leichte Erkältung habe. Ich bin sehr glücklich, denn es ist nicht nur mein erster Sieg im ADAC GT Masters, sondern auch mein erster im GT3-Sportwagen."

DTM: Lucas Auer holt Pole für Samstagsrennen

Lucas Auer holt am Lausitzring seine fünfte DTM-Pole
Foto: Jens Hawrda
Zum fünften Mal in seiner DTM-Karriere steht Lucas Auer in einem DTM-Rennen auf der Pole-Position: Im Qualifying für das Samstagsrennen beim Motorsport Festival Lausitz sicherte sich der Österreicher mit 1:16,193 Minuten den besten Startplatz. Neben ihm in der ersten Startreihe steht sein Mercedes-AMG-Teamkollege Robert Wickens, der auf seiner schnellsten Runde im 20-minütigen Qualifying 0,105 Sekunden langsamer war als Auer. 

Die zweite Startreihe teilen sich mit Maxime Martin auf Platz drei und René Rast auf Platz vier BMW und Audi. DTM-Rennsieger aus Hockenheim, Timo Glock, startet von Platz fünf.

DTM Zweites Freies Training geht an Mercedes

Lucas Auer setzt ein Zeichen im Training
Foto: Mercedes-Motorsport
Lucas Auer ist am Samstag im zweiten Freien Training auf dem Lausitzring die Bestzeit gefahren. Der Führende der DTM-Gesamtwertung lag 38 Hundertstelsekunden vor seinem Mercedes-AMG-Teamkollegen Robert Wickens, der am Vortag schon als Dritter überzeugt hatte. Als bester Audi-Pilot schob sich Jamie Green auf Rang drei vor den nächsten beiden Mercedes-AMG mit Gary Paffett und Maro Engel, der mit 22 Runden der trainingsfleißigste war. Die wenigsten Runden drehte Titelverteidiger Marco Wittmann. Der BMW-Pilot kam als Zehnter ins Ziel, nachdem er das Trioval zwölfmal absolviert hatte. Bester BMW-Fahrer war Tom Blomqvist als Neunter.

„Die Bedingungen waren sehr unterschiedlich. Gestern war es sehr warm, heute ist es deutlich kühler. Wir können sicher beim Qualifying noch etwas Zeit rausholen. Du musst hier gerade in den Kurven die Balance zwischen dem Maximum-Speed und einer nicht zu harten Fahrweise finden. Die Pole-Position ist hier wertvoller als in Hockenheim“, sagte der Viertplatzierte Gary Paffett.  „Warten wir das Qualifying ab. Wir sind noch nicht optimal unterwegs. Aber die Fahrer hatten ein besseres Gefühl als gestern. Es ist immer schön, wenn man von vorne weg starten kann. Aber das haben wir in Hockenheim gesehen, auch mit der richtigen Strategie kannst Du aus dem hinteren Feld startend ein gutes Ergebnis hinbekommen“, wollte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt das Resultat des zweiten Freien Trainings nicht überbewerten.

Freitag, 19. Mai 2017

Mercedes-AMG erobert erste Startreihe beim Motorsport Festival Lausitzring

  • Luca Stolz sichert sich Pole-Position für Samstagsrennen des ADAC GT Masters
  • Indy Dontje komplettiert erste Startreihe für Mercedes-AMG
  • SPORT1 überträgt Rennen am Samstag ab 12.30 Uhr live
Mercedes-AMG Team Zakspeed holt Pole fürs Samstagrennen
Foto: Jens Hawrda
Spannung pur im ersten Qualifying des ADAC GT Masters beim Motorsport Festival Lausitzring: In allerletzter Sekunde gelang Luca Stolz (21/Brachbach, Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) im Mercedes-AMG GT3 die Bestzeit in der 20-minütigen Sitzung. Stolz verdrängte damit seinen Markenkollegen Indy Dontje (24/NL, Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) noch von der Pole-Position für das Samstagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ und sorgte dafür, dass zwei Mercedes-AMG GT3 aus der ersten Reihe starten. Das dritte Saisonrennen des ADAC GT Masters wird von SPORT1 ab 12.30 Uhr live und in voller Länge übertragen und ist online im Livestream auf sport1.de und adac.de/motorsport zu sehen.

1.22,549 Minuten lautete am Ende die Bestzeit von Stolz, der trotz Temperaturen von 30 Grad einen kühlen Kopf behielt und den richtigen Zeitpunkt für seine schnellste Runde abwartete. „Wir sind als Letzte rausgefahren. Das hat sich ausgezahlt“, so Stolz. „Die Runde hat einfach gepasst und wir hatten die besten Streckenbedingungen. Wir haben seit dem Saisonauftakt in Oschersleben hart gearbeitet. Es hat sich bereits im Freien Training angedeutet, dass wir hier gut aussortiert sind. Wenn man von der Pole-Position startet, will man natürlich auch gewinnen. Aber das Feld liegt sehr dicht zusammen.“ Für Stolz, der sich das Fahrzeug mit Luca Ludwig (27/Bornheim) teilt, war es die insgesamt vierte Pole-Position im ADAC GT Masters und die erste seit dem Sachsenring 2016.

ADAC GT Masters-Neuling Indy Dontje musste sich letztlich mit dem zweiten Startplatz zufriedengeben. Der Niederländer, der zusammen mit Marvin Kirchhöfer (23/Markkleeburg) antritt, qualifizierte sich im Mercedes-AMG GT3 erstmals für die erste Startreihe. Um lediglich zwei Tausendstelsekunden verpassten diese Porsche-Pilot Robert Renauer (32/Jedenhofen, Precote Herberth Motorsport). Die Ränge vier und fünf gingen an die beiden Corvette C7 GT3-R. Sven Barth (36/Weinheim, RWT Racing) war knapp schneller als sein Markenkollege Jules Gounon (22/F, Callaway Competition), der im vergangenen Jahr das Sonntagsrennen in der Lausitz gewann. Auf Platz sechs folgte mit Ezequiel Perez Companc (22/RA, GRT GrasserRacing-Team) der schnellste Lamborghini Huracán GT3.

FIM Endurance WM Oschersleben - GMT94 Yamaha holt Pole

Pole für GMT Yamaha
Foto: Jens Hawrda
Das Team GMT94 Yamaha holt die Pole für das morgige Rennen der FIM Endurance Weltmeisterschaft in Oschersleben. Gemeinsam mit David Checa und dem ehemaligen MotoGP Piloten Mike Di Meglio brannte Niccolò Canepa eine 1:26.872 in den Asphalt – die beste Zeit beider Qualifyings und die einzige unter der 1:27-Marke.

Vom zweiten Platz startet YART mit Broc Parkes, Marvin Fritz und Kohta Nozane. Die österreichische Yamaha kam eine halbe Sekunde hinter der französischen R1 ins Ziel, was auf ein spannendes Rennen hoffen lässt. Nach zwei Siegen in Folge scheint GMT94 fest entschlossen zu sein, den Hattrick perfekt zu machen. Auf dem dritten Rang landete in der Kombination beider Qualifyings das mit ausschließlich deutschsprachigen Fahrern besetzte polnische Superbiketeam Team LRP Poland mit Markus Reiterberger, Lukas Trautmann und Dominik Vincon.


Sie werden genauso wie die Viertplatzierten vom Suzuki Endurance Racing Team mit Vincent Philippe, Etienne Masson und Alex Cudlin ein aussichtsreicher Anwärter auf den Rennsieg sein.

Das Rennen startet am morgigen Samstag 14.00 Uhr und geht über 8 Stunden.