Mittwoch, 1. März 2017

Mücke-Motorsport steigt in das ADAC GT-Masterss ein

Nach zwölf erfolgreichen Jahren in der DTM sucht der Rennstall aus Berlin eine neue Herausforderung im GT-Rennsport. Parallel dazu wird das langjährige Engagement im Formel-Sport fortgeführt, das in der Vergangenheit Talenten wie Pascal Wehrlein, Sebastian Vettel oder Marco Wittmann die Grundlagen für ihren späteren Aufstieg in die DTM oder die Formel 1 vermittelte. 2017 startet BWT Mücke Motorsport erneut in der FIA Formel-3-Europameisterschaft sowie der deutschen und italienischen Formel 4.  

Ab 2017 beginnt für den Traditionsrennstall BWT Mücke Motorsport eine neue Ära in seiner fast 20-jährigen Team-Geschichte. Die Mannschaft setzt zwei Audi R8 LMS im ADAC GT Masters ein - das Meisterauto der Saison 2016. Die langjährige Partnerschaft mit Mercedes-Benz geht ebenfalls weiter. Als drittes Auto kommt ein Mercedes-AMG GT3 zum Einsatz.

Eines der neuen Aushängeschilder in der Nachwuchsförderung von BWT Mücke Motorsport ist Mike-David Ortmann. Der Berliner Pilot ist als erster Fahrer des ADAC GT Masters-Teams bestätigt. Gespräche mit anderen Fahrern laufen auf Hochtouren. Ortmann fährt seit 2015 für das Team. In seiner Debüt-Saison in der ADAC Formel 4 wurde er auf Anhieb Vizechampion in der Rookie-Meisterschaft, in der vergangenen Saison belegte er mit drei Saisonsiegen den dritten Rang der Gesamtwertung. Weitere Fahrer für die Formel- und GT-Fahrzeuge werden in den nächsten Tagen bekanntgegeben. Es werden neue und alte Gesichter zu sehen sein.

Peter Mücke (Teamchef): "Nach so vielen Jahren in der DTM wird das ADAC GT Masters eine ganz neue Erfahrung. Die Begeisterung bei allen Teammitgliedern war sofort zu spüren, als wir ihnen diese neue Herausforderung verkündet haben. Wir beobachten das ADAC GT Masters seit seinen Anfängen und waren ab 2008 in den verschiedenen Rahmenserien bei jedem Rennen hautnah dabei. Mir ist es aber sehr wichtig, zu betonen, dass wir als BWT Mücke Motorsport weiterhin unser Hauptaugenmerk auf die Nachwuchsförderung legen. Es ist sehr spannend, mit jungen Talenten zu arbeiten und sie auf ihrem Weg im Formel-Sport zu begleiten. Uns ist sehr daran gelegen, unsere Fahrer zu fördern und ihnen gleichzeitig eine Perspektive für die Zukunft zu bieten. Das beste Beispiel hierfür ist Mike-David Ortmann. Wir haben Mike-David bei seinen ersten Schritten im Formel-Sport begleitet und geben ihm nun die Chance, sich im professionellen GT-Sport mit uns weiterzuentwickeln."

Quelle: Mücke-Motorsport

Dienstag, 28. Februar 2017

DTM: Drei Fragen an Augusto Farfus

Augusto Farfus im Interview
Foto: Jens Hawrda
Augusto, es war dein erster DTM-Test mit dem neuen BMW M4 DTM und dem neuen Team. Wie fühlst sich der Neue an ?

Augusto Farfus: "Es war eine Ehre für mich, als erster den neuen BMW M4 DTM zu fahren. Das Auto fühlt sich gut an und hat großes Potenzial, aber wir haben noch eine Menge Abstimmungsarbeit vor uns bis zum Beginn der Saison.  Es war aber wichtig, diese Tage zu benutzen, um sowohl das neue Auto als auch meine neue Mannschaft kennenzulernen. "

Wie haben Sie die Winterpause verbracht?

Augusto Farfus: "Es ist viel los. Zum ersten Mal in meinem Leben verbrachte ich Weihnachten und Neujahr nur mit meiner Frau und meiner Tochter und war nicht in Brasilien. Wir sind für die festliche Zeit nach Dubai geflogen. Ich habe auch viel Zeit in den USA verbracht. Ich war zweimal in Daytona, zuerst für den Test und dann für das 24-Stunden-Rennen. Dann war ich in Palm Springs zur Präsentation des BMW M760Li xDrive. Also, ich hatte viel zu tun und es war nicht wirklich eine sehr lange Winterpause. "

Sie fahren auch in diesem Jahr wieder die 24h am Nürburgring für BMW Motorsport ...

Augusto Farfus: "Das ist definitiv ein Highlight. Unsere Mannschaft ist noch stärker als in den letzten Jahren. Wir haben letztes Jahr gesehen, dass die Nordschleife wirklich zum BMW M6 GT3 passt. Leider hatten wir technische Probleme, diesmal wollen wir es aber wissen."

Montag, 27. Februar 2017

DTM: BMW Motorsport testet den neuen BMW M4 DTM in Portugal.

BMW-Testträger in Portimao
Foto: BMW-Motorsport
BMW Motorsport setzte die Entwicklung des neuen BMW M4 DTM für die Saison 2017 mit einem dreitägigen Test in Portimão im Süden von Portugal fort.  Die technischen Vorschriften erfordern eine Reihe wesentlicher Änderungen, auch für die Aerodynamik des Autos. BMW Motorsport nutzte den Test, um den neuen Rennwagen und seine Teile zu bewerten und wertvolle Daten zu sammeln. Der Test fand bei schönen äußeren Bedingungen mit Sonne und Frühjahrstemperaturen statt. Alle drei in der DTM vertretenen Hersteller waren in Portugal mit jeweils einem Auto anwesend. Das BMW Team RMG, mit dem amtierenden Champion Marco Wittmann (GER) und seinem neuen Teamkollegen Augusto Farfus (BRA), war für BMW Motorsport in Portimao.
Augusto Farfus mit Teamchef Stefan Reinhold
Foto: BMW-Motorsport 
"Wir sind mit dem Test sehr zufrieden. Es war sehr interessant, mit dem neuen BMW M4 DTM zum ersten Mal auf die Strecke zu kommen. Unsere Ergebnisse werden für die Entwicklungsarbeit sehr wichtig sein. Es macht immer viel Spaß, ein Auto zum ersten Mal in der Entwicklungsphase zu fahren und zu entdecken, welche Auswirkungen irgendwelche Innovationen auf der Strecke haben können. Ich denke, die höhere Motorleistung und die neue Reifen werden für mehr Action und spannende Rennen sorgen ", sagte Marco Wittmann.

BMW Motorsport wird seine Saisonvorbereitungen mit einem weiteren Test in Vallelunga (ITA) vom 14. bis 16. März fortsetzen.

Samstag, 25. Februar 2017

Letzter Test vor der Homologation des neuen Mercedes-AMG C 63

Das Mercedes-AMG DTM Team absolvierte in dieser Woche den letzten Test vor der Homologation der neuen DTM-Autos am 1. März
  • Dreitägige Testfahrten auf dem Autódromo Internacional do Algarve in Portimao (21. bis 23. Februar)
  • Eingesetzte Fahrer: Gary Paffett, Paul Di Resta und Edoardo Mortara
  • Edoardo Mortara: „Ich habe gut mit den Ingenieuren und meinen Teamkollegen zusammengearbeitet. Wir helfen einander und sind alle vollmotiviert.“

Mercedes Testträger in Portimao
Foto: Mercedes-Motorsport
Der Countdown läuft: Am 1. März werden die DTM-Autos für die Saison 2017 homologiert. Zuvor stand für das Mercedes-AMG DTM-Team in dieser Woche (21. bis 23. Februar) der erste Test des neuen Jahres auf dem Programm, der zugleich die letzte Testmöglichkeit vor dem Ende der Homologations-Frist markierte. Sprich: Es gab viel zu testen für die erfahrenen DTM-Piloten und Rennsieger Gary Paffett, Paul Di Resta und Edoardo Mortara, die für jeweils einen Tag im Cockpit des Mercedes-AMG C 63 DTM Platz nahmen.


Den Auftakt übernahm am Dienstag Team-Captain Gary Paffett. „Es war schön, nach der Winterpause wieder im Auto zu sitzen”, sagte Gary, der mit seinem ersten Testtag in diesem Jahr zufrieden war. „ Wir sind viele Kilometer gefahren und haben jede Menge Daten auf kürzeren sowie längeren Runs gesammelt. Außerdem haben wir uns die Reifen angesehen und einige Dinge am Setup ausprobiert. Es war ein guter erster Tag, aber es gibt noch viel zu tun.“

Paul Di Resta
Foto: Mercedes-Motorsport
Paffett legte insgesamt 159 Runden auf dem Autódromo Internacional do Algarve zurück. Am Mittwoch übernahm sein Teamkollege Paul Di Resta das Steuer des Mercedes-AMG C 63 DTM. „Es hat Spaß gemacht, ein Gefühl für die neue DTM-Generation zu erhalten“, sagte Paul, der im Verlauf des Tages 143 Runden absolvierte. „Es ist hart, aber ich habe einen guten Eindruck erhalten. Die Homologations-Frist rückt immer näher, entsprechend viel gab es für uns in dieser Woche zu tun. Hoffentlich haben wir ein großartiges Paket für die Saison und können damit um die Meisterschaft kämpfen.“

Mercedes Neuzugang Edoardo Mortara
Foto: Mercedes-Motorsport
Am letzten Testtag schloss Neuzugang Edoardo Mortara die Testarbeit ab. Für den Italiener war es der zweite Test im Mercedes-AMG C 63 DTM nach seinem Debüt im Dezember in Jerez de la Frontera. „Es ist immer ein schönes Gefühl, das erste Mal im neuen Jahr ins Auto zu steigen“, sagte Edoardo, der 146 Runden zurücklegte. „Es gab viel Setuparbeit zu erledigen und ich habe gut mit den Ingenieuren und meinen Teamkollegen zusammengearbeitet. Wir helfen einander und sind alle vollmotiviert. Wir ziehen an einem Strang und ich hoffe, dass wir dieses Jahr erfolgreich sein können.“


An den drei Testtagen legten die drei Mercedes-AMG DTM-Fahrer zusammen 448 Runden auf dem portugiesischen Kurs zurück. Mercedes-AMG DTM-Teamchef Ulrich Fritz zeigte sich mit dem Verlauf der Testwoche zufrieden. „Angesichts der nahenden Homologations-Deadline war es bei diesem Test unser Ziel, so viele Kilometer wie möglich zurückzulegen und noch einmal neue Dinge auszuprobieren“, sagte er. „Mit jeweils mehr als 140 Runden pro Tag ist uns das an allen drei Tagen gelungen. Jetzt gilt es, aus den gesammelten Erkenntnissen und Daten die richtigen Schlüsse zu ziehen.“

Trotz der baldigen Homologations-Deadline am 1. März steht die Arbeit für das Team keineswegs still. Ganz im Gegenteil: Die Saisonvorbereitung und die Arbeiten in der Fabrik in Affalterbach laufen zu diesem Zeitpunkt des Jahres auf Hochtouren. Und auch die nächsten Testfahrten stehen schon bald ins Haus: Vom 13. bis 16. März testet die DTM im italienischen Vallelunga. Der letzte Test vor dem Saisonbeginn findet danach vom 03. bis 06. April in Hockenheim statt.

Freitag, 24. Februar 2017

Letzter DTM-Test für Audi vor Weltpremiere

  • Abschließende Testfahrten mit Interimsauto in Portugal
  • Präsentation des neuen Audi RS 5 DTM in Genf
  • Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Autos klingen kerniger und sind schneller“

Audi hat sich bei einem dreitägigen Test auf der portugiesischen Rennstrecke von Portimão auf die neue DTM-Saison vorbereitet und dabei insgesamt 1.971 Kilometer absolviert. Es war der letzte Test mit einem Interimsauto vor der Weltpremiere des neuen Audi RS 5 DTM, der am 7. März auf dem Automobilsalon in Genf präsentiert wird – erstmals zeitgleich mit dem neuen Serienmodell.

Für die DTM-Mannschaft von Audi sind die Tage derzeit besonders intensiv. Noch bis kommenden Dienstag kann an der Aerodynamik und der Technik des neuen Audi RS 5 DTM gefeilt werden. Am 1. März muss dann die finale Auslegung bei der Motorsportbehörde eingereicht werden. Danach sind keine Veränderungen mehr möglich.
Jamie Green vor dem Audi-Testträger
Foto: Audi-Motorsport
Vieles ist neu in der DTM 2017: mehr Motorleistung, weniger Abtrieb, ein effizienteres Drag Reduction System (DRS) und weichere Reifen, die auch nicht mehr vorgeheizt werden dürfen. All das soll dazu führen, die DTM-Rennen für die Zuschauer noch spannender und abwechslungsreicher zu gestalten.

„Die Testfahrten in Portimão haben bestätigt, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass, der sich vor Ort selbst vom aktuellsten Stand der Dinge überzeugte. „Die Autos klingen kerniger und sind schneller. Ich finde, das sieht man auch auf der Strecke. Der größte Schritt sind aber die weicheren Reifen: Je nachdem, wie man sie nutzt, können die Unterschiede in der Rundenzeit ganz erheblich sein. Es gibt viele verschiedene strategische Optionen – das wird es sehr interessant machen. Auch der Fahrer wird eine größere Rolle spielen als bisher.“

Entsprechend wichtig waren die Eindrücke und Daten, die Mattias Ekström, Loïc Duval, René Rast und Jamie Green an den drei Testtagen in Portimão für Audi sammelten. Die Routiniers Ekström (177 DTM-Rennen) und Green (139 Starts) leisteten im Winter für Audi die meiste Testarbeit für die Saison 2017. Für die beiden DTM-Neulinge Duval und Rast ging es in Portimão darum, eine der wenigen Testgelegenheiten vor dem Saisonstart am 6./7. Mai in Hockenheim optimal zu nutzen.

„Das hat gut geklappt“, sagt Le-Mans-Sieger und Langstrecken-Weltmeister Loïc Duval. „Es war für mich ein produktiver Tag, an dem wir unser komplettes Programm durchgezogen haben: Qualifying, Renndistanz, sogar eine Startübung. Ich konnte auch erstmals mit meinem neuen Ingenieur Mathieu Le Nail arbeiten. Das Zusammenspiel zwischen Fahrer und Ingenieur ist in der DTM bekanntlich sehr wichtig.“
Renè Rast mit seinem Ingenieur
Foto: Audi-Motorsport
Duval teilte sich den Mittwoch mit René Rast, der sich von der 2017er-Technik beeindruckt zeigt: „Das Fahrverhalten ist ganz anders. Das hat irre viel Spaß gemacht. Es wird interessant zu sehen, welcher Hersteller in diesem Jahr den besten Job macht.“

„Die neuen Reifen sind viel weicher und lassen schnell nach“, sagt Mattias Ekström, der am Dienstag fuhr. „Wir haben eine Menge Gummi verbrannt. Rund um die Strecke sah es schon nach einem Tag wild aus. Ich bin schon gespannt darauf, wenn in Hockenheim das erste Mal 18 Autos gleichzeitig fahren – da wird eine Menge Gummiabrieb auf der Strecke liegen.“

Den letzten Testtag mit dem Interimsauto absolvierte am Donnerstag Jamie Green. „Wir haben dabei wieder eine Menge gelernt“, so der Brite. „Nun kann ich es kaum erwarten, das neue Auto zu fahren. Es sieht spektakulär aus. Und natürlich hoffen wir, dass es auch schnell ist.“

Nach der Weltpremiere in Genf dreht der neue Audi RS 5 DTM vom 14. bis 16. März seine ersten öffentlichen Testrunden auf der italienischen Rennstrecke von Vallelunga in der Nähe von Rom. Der abschließende DTM-Test vor dem Saisonstart findet vom 3. bis 6. April in Hockenheim statt.