Freitag, 9. Dezember 2016

DTM: Drei Fragen an Gary Paffett

Von Dienstag bis Freitag vergangener Woche absolvierte das Mercedes-AMG DTM Team seine letzte Testwoche des Jahres im südspanischen Jerez de la Frontera. Während Maximilian Günther und Maro Engel am Young Driver Test teilnahmen, gab Edoardo Mortara sein Debüt am Steuer des Mercedes-AMG C 63 DTM. Ebenfalls aktiv waren Gary Paffett und Robert Wickens, die gemeinsam an den vier Testtagen über 600 Runden zurücklegten.

„Wir sind viele Kilometer gefahren und haben gut gearbeitet“, fasste Wickens den Test zusammen. „Das Wichtigste für mich ist, die neuen Reifen zu verstehen. Es ist noch sehr früh in der Entwicklungsphase, aber die ersten Anzeichen sind bislang positiv.“ Auch Paffett zog ein zufriedenes Testfazit: „Ich habe mich an das Auto und die Reifen gewöhnt und weitere Eindrücke davon erhalten, wie es nächstes Jahr sein wird. Es liegt aber noch viel Arbeit vor uns, damit wir dafür bereit sind, um nächstes Jahr um den Titel zu kämpfen.“
Gary Paffett
Foto: Jens Hawrda
Drei Fragen an Gary Paffett:

Gary, am vergangenen Wochenende fand zum ersten Mal „Motorsport meets Sindelfingen“ statt. Wie hat es dir gefallen? Was war dein persönliches Highlight?

Gary Paffett: Es war eine fantastische Veranstaltung und hat riesigen Spaß gemacht, für all die hart arbeitenden Kollegen aus dem Werk und deren Familien eine großartige Show abzuliefern. Es war auch schön, all die Fahrer dort zu treffen und als große Familie zu feiern. Mein persönliches Highlight war es natürlich, das DTM-Auto vor all den Menschen zu fahren und ihnen den Sound näherzubringen.

Wie verbringst du die Weihnachtsfeiertage? Versuchst du eher dem Trubel zu entgehen oder genießt du diese Zeit?

Gary Paffett: Ich werde viel Zeit zuhause verbringen, da ich während der Saison schon so viel unterwegs bin. Umso schöner ist es dann für mich, wenn ich jetzt über Weihnachten mehr Zeit mit meiner Familie verbringen kann. So kann ich mich nach all der harten Arbeit auch einmal etwas entspannen und die festliche Zeit genießen. Auch wenn ich dafür dann im Januar vielleicht etwas mehr Fitnessarbeit leisten muss...

Was wünschst du unseren Fans zu Weihnachten?

Gary Paffett: Zunächst möchte ich mich bei allen unseren Fans für die riesige Unterstützung in dieser Saison bedanken. Das war absolut fantastisch. Wir arbeiten sehr hart, um euch mit unseren Rennen viel Spaß zu bereiten. Ich wünsche euch allen wundervolle Weihnachtstage und hoffe, dass ihr euch gut erholt. Denn wir brauchen nächstes Jahr eure ganze Unterstützung und Leidenschaft für die neue Saison. Ich freue mich darauf, euch alle nächstes Jahr wieder zu sehen.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

BMW künftig nur noch mit zwei DTM-Teams

Foto: Jens Hawrda
Nach Mercedes-AMG hat nun auch BMW seine Team-Struktur für die DTM-Saison 2017 neu geordnet. Bereits vor einigen Wochen gab die Konkurrenz aus Stuttgart bekannt, dass sie die DTM-Boliden zukünftig ausschließlich vom Mercedes-AMG DTM-Team HWA eingesetzt werden. Bei den Münchenern werden im kommenden Jahr das BMW Team RMG und das BMW Team RBM für den Einsatz der DTM-Autos verantwortlich zeichnen.

„Wegen der Änderungen in der DTM mussten wir unsere Strukturen anpassen“, begründet BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Gleichzeitig ergaben sich im Rahmen unseres neu geordneten Motorsport-Programms neue Arbeitsfelder und Einsatzgebiete. Darauf ist die neue Struktur nun perfekt zugeschnitten.“ So hält der Hersteller auch weiterhin an den Teams MTEK und Schnitzer fest, wird diese jedoch in der WEC beziehungsweise im GT-Sport beschäftigen.

RMG und RBM sind seit dem DTM-Comeback der Marke 2012 in der Serie vertreten – und das mit großem Erfolg. Die RMG-Mannschaft von Teamchef Stefan Reinhold konnte 2014 den Teamtitel erringen und mit Marco Wittmann zwei Mal (2014 und 2016) den Fahrertitel feiern. Das Team RBM war in der vergangenen Saison als Gesamt-Dritter hinter RMG das zweiterfolgreichste BMW-Team. 2013 hatte Bart Mampaey mit seiner Crew um den Titel gekämpft und in der Teamwertung Rang zwei belegt. Sowohl RMG als auch RBM sollen in der DTM-Saison 2017 je drei Autos einsetzen.

Wer in diesen Platz nehmen wird, ist bereits entschieden aber noch nicht kommuniziert: Die Münchener haben sich die offizielle Verkündung des DTM-Fahrerkaders 2017 für den Motorsport-Saisonabschluss am 9. Dezember aufgehoben. 

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Deutscher Lauf der Superbike-WM vom 18. bis 20. August 2017 am Lausitzring

  • Vorfreude auf MOTUL FIM Superbike World Championship in 2017 mit zwei deutschen Fahrern besonders groß
  • Vorverlegung in den August für besseres Zuschauererlebnis
Foto: worldsbk.com
Die Superbike Weltmeisterschaft gastiert vom 18. bis zum 20. August 2017 wieder am Lausitzring. 29.000 Besucher wurden im vergangenen September Zeuge einer gelungenen Rückkehr der Superbike WM nach Deutschland und speziell ins Lausitzer Seenland, die vor allem mit ihrer besonderen Fannähe und dem abwechslungsreichen Programm auf und abseits der Strecke punkten konnte und bei den Verantwortlichen für zufriedene Gesichter sorgte. Josef Meier, Geschäftsführer des Lausitzrings, betont ausdrücklich die professionelle Zusammenarbeit mit dem Team der Dorna WorldSBK Organization (DWO), dem Serienbetreiber der Superbike Weltmeisterschaft: „Es war uns eine große Freude, dass wir den Deutschen Lauf der Superbike Weltmeisterschaft in diesem Jahr hier am Lausitzring durchführen durften. Und wir sind sehr stolz darauf, was wir gemeinsam mit der DWO erreichen konnten, nämlich einen tollen Neustart der Superbike WM in Deutschland mit einem großartigen Event. Darauf wollen wir für die kommende Saison aufbauen“.

Die Fans können im August 2017 nicht nur wärmere Temperaturen erwarten, auch auf und neben der brandenburgischen Rennstrecke wird es ziemlich heiß werden. Denn erstmals in der Geschichte der Superbike Weltmeisterschaft werden mit dem zweifachen Deutschen Meister Markus Reiterberger sowie dem frisch aus der MotoGP zur Superbike WM wechselnden Stefan Bradl (Moto2-Weltmeister 2011) zwei deutsche Vollzeitfahrer an den Start gehen. Reiterberger konnte bereits 2016 erste Erfahrungen im Team Althea BMW sammeln und u.a. mit mehreren Top-10-Ergebnissen sein Potential unter Beweis stellen. Stefan Bradl erwartet für seine Premierensaison selbst, dass er von Beginn an vorn mitfahren kann: „Ich bin glücklich, dass ich 2017 für Honda Superbike-WM fahre. Sicher, das wird eine neue Erfahrung für mich, aber ich werde versuchen, mich so schnell wie möglich anzupassen und gute Ergebnisse zu holen“. Die Voraussetzungen im Werksteam von Honda an der Seite des ehemaligen MotoGP-Weltmeisters Nicky Hayden sind sicherlich gegeben.

Und abseits der Strecke können sich die Besucher erneut auf die besondere Fannähe der Serie freuen. Nach vielen Rückmeldungen von Fans wird der Pitwalk im nächsten Jahr auch an beiden Tagen mit dem Zusatzticket für jedermann zugänglich sein. An der Show-Bühne im Fahrerlager wird mit Live-Übertragung aller Rennen des Wochenendes, begleitet durch einen fachkundigen Kommentar verschiedener Fahrer, Interviews mit den Besten nach der Superpole und den Rennen, Autogrammstunden und vielem mehr rundum die Uhr ein volles Programm geboten. Die große Händlermeile und viele weitere Programmpunkte für Groß und Klein runden das Rahmenprogramm ab. Auch musikalisch geht es mit einem Konzert am Samstagabend wieder ordentlich zur Sache und schon ab Freitagabend wird es bei der Bikerparty mit DJ und Topless Dance garantiert nicht langweilig.

Der Ticketvorverkauf startet bereits am 8. Dezember mit einem besonderen Weihnachts-Frühbucherpaket. Weitere Informationen erhalten Sie dann unter www.lausitzring.de/worldsbk2017.

Jan Bühn geht auch in der nächsten Saison auf BMW an den Start

Als bester BMW-Pilot wurde Jan Bühn (Kronau) Gesamtdritter in der IDM Superstock 1000-Klasse
Foto:  Michael Sonnick
Der Motorradrennfahrer Jan Bühn aus Kronau geht auch in der nächsten Saison auf der BMW S1000 RR in der Motorrad-IDM an den Start. Der 25-jährige Badener wurde 2015 Deutscher Meister in der IDM Supersport 600-Klasse und ist dann in die Superstock 1000-Klasse aufgestiegen. Dort wurde Jan Bühn mit sechs Platzierungen auf dem Podium in seiner ersten Saison in der Superstock 1000-Klasse bester BMW-Pilot und belegte als bester Rookie den hervorragenden dritten Gesamtrang. Auch 2017 startet der Kronauer im Van-Zon-Remeha-BMW von Teamchef Werner Daemen. Der Belgier war früher ein erfolgreicher Rennfahrer und leitet seit ein paar Jahren das offizielle Kundensportteam von BMW Motorrad Motorsport.

„Ich bin mit ihm sehr zufrieden, er ist richtig schnell und kann mit den Vorderen mithalten. Er hat sich jedes Rennen Stück für Stück verbessert, das ist der richtige Weg“, sagte der Teamchef. Die neuen BMW-Teamkollegen von Jan Bühn für die Saison 2017 sind der Niederländer Danny de Boer, der sich den Meistertitel in der Superstock 1000-Klasse holte sowie Lukas Trautmann aus Österreich.

„Ich freue mich, dass ich auch 2017 für BMW weiterfahre. Vor der Saison hatte ich mir einen Platz unter den ersten Fünf als Ziel gesetzt, nun bin ich in meiner ersten Saison gleich Gesamtdritter und bester BMW-Pilot geworden. Ich möchte mich bei Teamchef Werner Daemen und meinem Förderer Georg Räth für das Vertrauen bedanken und freue mich schon auf die neue Saison. Wir waren jetzt zum ersten Mal nach einer Saison noch drei Tage in Almeria/Spanien testen und haben verschiedene Einstellungen sowie neue Pirelli-Reifen probiert. An Weihnachten möchte ich nochmals ein paar Tage testen gehen. Ich freue mich auch auf die Einladung zur BMW Motorrad Gala jetzt am Wochenende in München“, meinte Jan Bühn. Weitere Informationen über Jan Bühn gibt es auf der Internetseite von Jan Bühn www.jan-buehn.de bzw. über das BMW-Team unter www.BMW-Motorrad-Motorsport.com.


Text zur Verfügung gestellt von Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

Dienstag, 6. Dezember 2016

DTM: Viele Kilometer beim letzten Test vor der Winterpause bei Audi

Audi-Testträger in Jerez
Foto: Audi-Motorsport
Mattias Ekström und Jamie Green haben mit einem Audi-Testträger für die DTM 2017 im spanischen Jerez von Dienstag bis Freitag  letzter Woche insgesamt 2.010 Testkilometer abgespult und dabei weitere Erfahrungswerte mit den neuen Hankook-Reifen und dem modifizierten Fahrwerk gesammelt. Behindert wurde das Entwicklungsprogramm durch regnerisches Wetter gegen Ende des viertägigen Tests. Für Loïc Duval waren die wechselhaften Bedingungen dagegen ein Vorteil: Der Langstrecken-Weltmeister und Le-Mans-Sieger lernte den 2016er-Audi RS 5 DTM bei seinem ersten Test gleich auf trockener und nasser Strecke und auch bei Mischbedingungen kennen und sammelte so viele Eindrücke. Im Rahmen des Young Driver Tests erhielten zudem die Youngster Nyck de Vries, Kelvin van der Linde und Dion von Moltke von Audi Sport die Chance, den Audi RS 5 DTM zu testen. Duval und die drei Youngster fuhren in Jerez insgesamt 2.387 Kilometer. Jerez war der letzte DTM-Test vor der Winterpause. Der nächste Test steht Mitte Februar an. Die neue DTM-Saison beginnt am 6./7. Mai in Hockenheim.