Sonntag, 11. September 2016

Edoardo Mortara feiert am Nürburgring seinen dritten Saisonsieg

dritter Saisonsieg für Edoardo Mortara
Foto: dtm.com
Ein guter Start und eine perfekte Strategie waren die Erfolgsfaktoren für den dritten Sieg von Edoardo Mortara in diesem Jahr. Der Audi-Pilot gewann das 14. DTM-Saisonrennen auf dem Nürburgring souverän und hat sich damit in der Fahrerwertung auf den zweiten Platz vorgeschoben. Lucas Auer, der im Mercedes-AMG C63 DTM von der Pole-Position gestartet war, wurde Zweiter vor BMW-Pilot Marco Wittmann. Der verteidigte mit Platz drei seine Führung in der Fahrerwertung. Das Rennwochenende am Nürburgring besuchten 72.500 Zuschauer.

„Das war ein tolles Sonntagsrennen“, fasste Mortara den Tag im Ziel zusammen. „Unser Auto läuft super, auch wenn wir das gestern nicht zeigen konnten. Mit dem Ergebnis heute bin ich natürlich sehr zufrieden.“ Bereits beim Start konnte Mortara zwei Positionen gut machen und auf Platz vier vorfahren. Mit einem langen ersten Stint und nach einem schnellen Boxenstopp in Runde 28 kam er direkt hinter Auer zurück auf die Strecke – sieben Runden später übernahm er die Führung und fuhr zum ungefährdeten Sieg, dem 50. Triumph für das Audi Team Abt Sportsline aus Kempten im Allgäu.

Auer, der mit 3,726 Sekunden Rückstand auf den Sieger ins Ziel kam, hatte seinerseits 3,800 Sekunden Vorsprung auf den drittplatzierten Marco Wittmann. Der musste aber in den letzten Runden noch um seinen Podestplatz bangen, als Mattias Ekström ihm gefährlich nah kam. Doch Wittmann rettete seinen Platz mit 0,323 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Entsprechend groß die Freude bei dem BMW-Piloten: „Am Ende war es wirklich sehr eng. Aber ich bin mit dem Rennen zufrieden. Der frühe Boxenstopp war sicher ein kleiner Nachteil. Das war insgesamt ein nahezu perfektes Wochenende für mich und mein Team RMG.“

In der DTM-Fahrerwertung führt nach 14 von 18 Rennen weiterhin Marco Wittmann (170 Punkte). Neuer Zweiter ist Edoardo Mortara (137 Punkte), der Robert Wickens (120 Punkte) auf Platz drei verdrängt. Der Kanadier blieb am Sonntag als 14. ebenso ohne Punkte wie Jamie Green (119 Punkte). Der musste nach einer Kollision mit Gary Paffett eine Durchfahrtstrafe antreten und kam auf Platz 17 ins Ziel.

Pole-Position für Lucas Auer im Sonntagsrennen

Lucas Auer holt Pole
Foto: Jens Hawrda
Lucas Auer ist auch der schnellste am Sonntag. Nachdem er hier 2015 seine erste Pole-Position in der DTM feiern durfte und gestern im Qualifying für das Samstagsrennen ebenfalls die schnellste Rundenzeit fuhr, war der Mercedes-AMG-Pilot auch am Sonntag der Schnellste. Mit 1:22,728 Minuten eroberte der Österreicher Startplatz eins für das Sonntagsrennen. Für Auer, der seinen 22. Geburtstag feiert, ist es die dritte Pole-Position seiner DTM-Karriere.

Neben ihm in der ersten Startreihe steht Marco Wittmann im BMW M4 DTM. Der DTM-Champion von 2014 und aktuell Führende der Fahrerwertung war auf seiner schnellsten Runde 0,030 Sekunden langsamer als Auer. Platz drei ging an Bruno Spengler. Startplatz zwei ist für Wittmann eine gute Basis wichtige Punkte im Titelkampf zu machen, denn die Verfolger stehen in der Startaufstellung hinter ihm: Die beiden Audi-Piloten Edoardo Mortara und Jamie Green qualifizierten sich im 20-minütigen Zeittraining für die Startpositionen sechs und sieben. Mercedes-AMG-Pilot Robert Wickens, aktuell Zweiter in der DTM-Fahrerwertung, startet sogar nur vom 17. Startplatz.

Stimmen der Schnellsten:

Lucas Auer, Platz 1, Mercedes-AMG:
„Das ist wirklich der Hammer. Heute Morgen haben wir noch alle gescherzt. Als mir mein Onkel Gerhard (Anm. d. Red.: Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger) alles Gute per Telefon gewünscht hat, sagte er, dass er mit kein Geburtstagsgeschenk besorgt hat. Das solle ich mir schön selber machen. Und bisher bin ich auf einem wirklich guten Weg, mir ein richtig tolles Geschenk zu machen. Sicherlich sind die Runden nicht 1000 prozentig perfekt, aber was ich hier abrufen kann ist schon sehr gut. Jetzt muss mir der Start auf jeden Fall besser gelingen, als am Samstag. Aber auch dann wird es natürlich sehr schwer für mich. Hinter mir steht ein BMW nach dem anderen – und die haben eine verdammt gute Rennpace.“

Marco Wittmann, Platz 2, BMW: „Ich kann mit diesem zweiten Startplatz super gut leben. Das Qualifying-Ergebnis ist definitiv gerechtfertigt, schließlich hat Lucas hier eigentlich eine Doppel-Pole geholt und auch im vergangenen Jahr schon auf Pole gestanden. Er macht hier einen sehr guten Job und scheint unheimlich stark zu sein. Ich selbst hatte einen kleinen Schnitzer im letzten Sektor. Ohne diesen, hätte ich vielleicht seine Zeit noch geknackt. Aber, völlig egal. Ich bin vollauf zufrieden, vor allem weil in dieser Saison von Samstag auf Sonntag immer ein Auf und Ab war. Jetzt haben wir es geschafft, zweimal in de ersten Reihe zu stehen. Ich bin gespannt, wer am besten in die erste Kurve kommt – es wird mit Sicherheit spannend.“

Bruno Spengler, Platz 3, BMW: „Wir haben uns im Vergleich zu gestern nochmal steigern können, ich bin heute mit meinem Auto viel zufriedener als noch am Samstag. Jetzt hoffe ich, dass es über die Distanz genauso gut läuft. Platz drei ist eine sehr gute Ausgangsposition, von der wirklich alles möglich ist. Aber jeder wird hier mächtig pushen und versuchen, das Rennen zu gewinnen. Hoffentlich kann ich mich unteranderem durch einen guten Start an der Spitze behaupten. Es wird ne enge Nummer – das Samstagsrennen hat darauf schon einen ersten Vorgeschmack geliefert.“

DTM: Nico Müller Trainingsschnellster - Audi stark

Nico Müller holt Pole für Audi
Foto: Jens Hawrda
Mike Rockenfeller verließ als erster Pilot in seinem Audi RS5 DTM um Punkt 10:40 Uhr die Boxengasse zum dritten Freien Training des Wochenendes. Nach 30 Minuten leuchtete sein Name mit einer Zeit von 1:23.758 Minuten auf dem Zeitenmonitor auf der siebten Position auf. Knapp vier Zehntel schneller war Markenkollege Nico Müller, der damit auch die Bestzeit setzte.


„Soweit sieht alles gut aus. Wir haben vom gestrigen Tag die richtigen Schlüsse gezogen, mit der Balance des Autos bin ich richtig happy. Jetzt müssen wir es aber schaffen, uns genauso gut für das Qualifying aufzustellen, was uns in letzter Zeit ein paarmal nicht so gut gelungen ist“, sagte der Schweizer, der den Kurs in 1:23.375 Minuten umrundete und damit eine starke Audi-Phalanx in der ersten Session des Sonntags anführt.


Sieben Audi waren am Ende unter den besten Zehn zu finden. Auf den ersten drei Rängen wechselten sich die Hersteller jedoch ab. Hinter Müller gelang Mercedes-AMG-Pilot Gary Paffett die zweitbeste Runde (1:23.526 Minuten), BMW-Fahrer Maxime Martin (1:23.605 Minuten) belegte den dritten Rang. Auch der Schnellste des Qualifyings am Samstag, Lucas Auer, schaffte es ebenfalls in die Top Ten. 1:23.754 Minuten reichten für Platz sechs. Mit Edoardo Mortara (Platz 4), Timo Scheider (Platz 5), Miguel Molina (Platz 8), Mattias Ekström (Platz 9) und Adrien Tambay (Platz 10) komplettierten ausschließlich Audi-Piloten die Top-Ten.

Ergebnis Qualifying (Top-Five):

1. Nico Müller (Audi),
2. Gary Paffett (Mercedes),
3. Maxime Martin (BMW),
4. Edoardo Mortara (Audi),
5. Timo Scheider (Audi).

Samstag, 10. September 2016

Dritter Saisonsieg für Marco Wittmann

dritter Saisonsieg für Marco Wittmann
Foto: Jens Hawrda
Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg im Samstagsrennen auf dem Nürburgring hat Marco Wittmann seine Führung in der DTM-Fahrerwertung ausgebaut. Der BMW-Pilot gewann bei angenehmen spätsommerlichen Bedingungen das Rennen nach 30 Runden mit 7,136 Sekunden Vorsprung vor seinem Markenkollegen Tom Blomqvist. Für Wittmann ist es der achte Sieg seiner DTM-Karriere und der dritte in der Saison 2016. „Unglaublich. Das war ein tolles Rennen“, sagte Wittmann nach dem Rennen. „Ich hatte einen guten Start und habe versucht, keine Fehler zu machen. Ich bin die ganze Zeit Vollgas gefahren um den Fokus und die Konzentration hochzuhalten. Das ist ein besonderer Sieg – vor allem für mein Team RMG und Teamchef Stefan Reinhold. Für die Jungs ist der Nürburgring ein Heimspiel.“

Das Podium in der Eifel komplettierte Jamie Green, der im Audi RS 5 DTM als Dritter die Zielflagge sah. Markenkollege Edoardo Mortara wurde Vierter vor Timo Glock in einem weiteren BMW. Bestplatzierter Mercedes-AMG-Pilot war Paul Di Resta als Sechster. Der Meisterschaftszweite Robert Wickens, der von Platz 13 in das Rennen gestartet war, überquerte hinter Lucas Auer und Maxime Martin als Neunter die Ziellinie und büßte im Kampf im Kampf um den DTM-Titel wichtige Zähler ein.

In der DTM-Fahrerwertung hat sich Wittmann mit seinem Sieg einen Vorsprung von 35 Punkten herausgearbeitet. Mit 155 Punkten liegt er auf Platz eins vor Wickens (120 Punkte), Green (119 Punkte) und Edoardo Mortara (112 Punkte). Eine Vorentscheidung um Titel ist bei noch fünf ausstehenden Rennen und 125 zu vergebenden Punkten nicht gefallen.
das Podium vom Samstag
Foto: dtm.com
Ergebnis Rennen am Samstag am Nürburgring (Top-Five):

1. Marco Wittmann (BMW),
2. Tom Blomqvist (BMW),
3. Jamie Green (Audi),
4. Edoardo Mortara (Audi),
5.Timo Glock (BMW).

DTM Qualifying: Auer mit Bestzeit, aber Wittmann auf Pole

Lucas Auer fuhr im Qualifying zum Samstagsrennen am Nürburgring zum dritten mal in seiner DTM-Karriere die Bestzeit.  Mit seiner Rundenzeit von 1:22,900 Minuten war der Österreicher in seinem Mercedes-AMG C 63 DTM zwar der Schnellste aller 24 DTM-Piloten, auf der Pole-Position im Rennen am Samstag steht jedoch ein anderer Fahrer. In Moskau wurde Auer zum dritten Mal in dieser Saison verwarnt und wird damit in der Startaufstellung um fünf Plätze zurückversetzt – er steht in der Startaufstellung auf Platz sechs.

Lucas Auer fährt Bestzeit
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann, dem 0,128 Sekunden auf die Bestzeit von Auer fehlten, erbt die Pole von Auer und nimmt das Samstagsrennen auf dem Nürburgring von Platz eins aus in Angriff. Neben ihm in der ersten Startreihe auf Platz zwei steht mit Tom Blomqvist ein weiterer BMW-Pilot.

Jamie Green, Dritter und damit bestplatzierter Audi-Pilot in der Fahrerwertung – geht vom dritten Platz in das Samstagsrennen während Edoardo Mortara von Platz vier startet.

Lucas Auer, Qualifying Platz 1, Startplatz 6, Mercedes-AMG:
„Ich scheine den Bogen hier raus zu haben. Im letzten Jahr habe ich am Nürburgring meine erste DTM-Pole geholt. Das war ein wirklich großer Moment. Aber heute sieht man auch, wie ich mich in den vergangenen 24 Monaten entwickelt habe. Alles lief irgendwie ganz locker, ich wusste genau was ich zu tun habe und habe es auf den Punkt abrufen können. Eigentlich ist das unglaublich, wie wenig Stress mit dieser Zeit, diesem Ergebnis verbunden war. Ich bin das ganze Wochenende hier schon sehr locker drauf und ziehe einmal mehr meinen Hut vor meinem Team. Was die hier wiedermal leisten, ist nicht hoch genug zu loben. Wir sind mit Abstand das schwerste Auto und können doch mit den Konkurrenten voll mithalten. Schade, dass ich aufgrund meiner drei Verwarnungen nun vom sechsten Platz starten muss. Da bin ich aber selbst dran Schuld und muss das jetzt auslöffeln. Aber, ich stehe immer noch in der dritten Startreihe, habe einen guten Speed und im Rennen alle Möglichkeiten.“

Marco Wittmann, Qualifying Platz 2, Startplatz 1, BMW:
„Wir waren in den Trainings schon gut drauf und konnten zum Qualifying nochmals eine Schüppe drauf legen. Ich bin einfach nur megahappy jetzt aus der ersten Reihe starten zu dürfen, besonders, weil wir hier doch einige Schwierigkeiten hatten. Das Grip-Level ist hier an diesem Wochenende relativ niedrig. Wir haben hier schon deutlich schnellere Runden gedreht und mussten uns diesen Begebenheiten anpassen. Aber, wir haben offensichtlich die Schrauben in die richtige Richtung gedreht. Alles ist super, zumal Tom wie schon in Moskau wieder hinter mir steht. Es freut mich auch sehr für ihn. Er hat sich inzwischen fest in der DTM etabliert und liefert immer stärke Leistungen ab und gemeinsam wollen wir gleich wieder ein sehr gutes Ergebnis einfahren.“

Tom Blomqvist, Qualifying Platz 3, Startplatz 2, BMW:
„In den Trainings lief es für mich bisher überhaupt nicht rund, umso besser, dass wir im richtigen Moment die entscheidenden Korrekturen vornehmen konnten. Meine Runde war ehrlich gesagt auch nicht besonders toll, was mich im ersten Moment seht frustriert hat. Schon eine große Überraschung, dass es für die drittbeste Zeit und durch Lucas Strafe für die erste Startreihe gereicht hat. Jetzt muss ich gucken, dass ich Jamie beim Start hinter mir halten kann. Das wäre dann auch für Marco eine große Hilfe. Ich werde alles tun, meine Position zu halten. Marco ist derzeit der aussichtsreichste BMW-Pilot im Titelkampf. Und so lange das so ist, werde ich ihn unterstützen – wir werden sehen, wie sich das Rennen entwickelt.“