Mittwoch, 7. September 2016

Besonderes DTM-Wochenende für Audi Sport am Nürburgring

  • DTM vom 9. bis 11. September zum 50. Mal auf dem Nürburgring zu Gast
  • Viele Erfolge und Streckenrekord für den aktuellen Audi RS 5 DTM
  • Audi Sport Team Abt Sportsline hat 50. DTM-Sieg im Visier
Vom 9. bis 11. September gastiert die DTM zum 50. Mal auf dem Nürburgring. Auf der berühmten Rennstrecke in der Eifel hat auch Audi Sport in der DTM eine besondere Geschichte. Ob V8, TT, A4 oder A5: Mit jeder Modellreihe, mit der Audi bisher in der DTM aktiv war, feierte die Marke mit den Vier Ringen auf dem Nürburgring Siege – insgesamt bisher neun. Den ersten steuerte 1990 der zweimalige Rallyeweltmeister Walter Röhrl (Deutschland) mit dem legendären Audi V8 quattro bei.
Foto: Jens Hawrda
2001 gelang dem Franzosen Laurent Aiello auf dem Nürburgring der erste DTM-Erfolg des kompakten Audi TT. Es war gleichzeitig der erste DTM-Triumph des heutigen Audi Sport Team Abt Sportsline, das am Wochenende auf dem Nürburgring seinen 50. Sieg bei einem DTM-Rennen feiern könnte. Den jüngsten Audi-Sieg auf dem Nürburgring steuerte vor einem Jahr Miguel Molina bei. Der Spanier hält mit seinem Teufel Audi RS 5 DTM auch den Streckenrekord auf dem von der DTM genutzten 3,629 Kilometer langen Sprintkurs (1.21,732 Minuten).

Auch deshalb reist die Audi-Mannschaft nach dem schwierigen Wochenende in Moskau zuversichtlich in die Eifel. „Wir wollen uns gestärkt zurückmelden“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Der Meisterschaftskampf spitzt sich zu. Es ist noch alles offen, und unsere Ziele sind unverändert. Wir erwarten am Nürburgring ein ausgeglichenes Feld. Und natürlich muss man dort wettertechnisch immer auf alles vorbereitet sein.“

Warum es für Audi am letzten Rennwochenende in Moskau nicht nach Wunsch lief, ist geklärt. „Die Moskau-Analyse hat unsere ursprüngliche Annahme bestätigt, dass wir die Reifen im Qualifying nicht zum Arbeiten bekommen haben“, so Dieter Gass. „Wir haben Abhilfemaßnamen erarbeitet.“

Jamie Green ist hinter Tabellenführer Marco Wittmann (BMW) und Robert Wickens (Mercedes-Benz) auf Position drei der derzeit punktbeste Audi-Pilot in der Fahrerwertung. „Ich habe auf dem Nürburgring in der DTM noch nicht gewonnen“, sagt der Brite aus dem Audi Sport Team Rosberg. „Das würde ich gerne ändern, und ich denke, wir haben eine gute Chance, das zu schaffen. Unser Auto sollte am Nürburgring konkurrenzfähig sein. Nach der Enttäuschung von Moskau müssen wir zu unserer Form zurückfinden und möglichst viele Punkte sammeln.“

Der Brite ist mit dem Ende der Sommerferien von einem Familienurlaub aus England in seine Wahlheimat Monaco zurückgekehrt und genauso motiviert wie Edoardo Mortara (Audi Sport Team Abt Sportsline), der in der Fahrerwertung nur vier Punkte hinter Green zurückliegt. „Ich freue mich sehr auf den Nürburgring“, sagt der Audi-Pilot. „Es ist eine meiner Lieblingsstrecken im DTM-Kalender. Ich hatte dort in der Vergangenheit viele gute Ergebnisse und stand schon mehrmals auf dem Podium. Ich fühle mich auf der Strecke immer wohl und bin zuversichtlich, dass wir ein gutes Rennen abliefern werden. Wir haben noch immer Titelchancen – jetzt geht es um alles.“

Packender DTM-Titelkampf startet auf dem Nürburgring in die finale Phase

Die DTM-Saison 2016 geht langsam aber sicher dem Finale entgegen. Auf dem Nürburgring steht die siebte Veranstaltung des Jahres auf dem Programm, die Rennen 13 und 14. Die Fans dürfen sich auf ein spannendes DTM-Wochenende auf dem Traditionskurs in der Eifel gefasst machen, denn in Sachen Meisterschaft ist nach wie vor alles drin.
Foto: Jens Hawrda
Ausgeglichenheit zwischen den drei in der DTM beteiligten Premium-Automobilherstellern ist angesagt: Die Top-3-Positionen in der Fahrerwertung belegen Marco Wittmann (BMW, 130 Punkte), Robert Wickens (Mercedes-AMG, 118 Punkte) und Jamie Green (Audi, 104 Punkte). Die Abstände sind dabei – mit zwölf Punkten von Platz eins auf Platz zwei sowie 14 Zählern von zwei auf drei – alles andere als ein komfortables Polster. Die Protagonisten dürfen sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, zumal rein rechnerisch noch 150 Punkte bis zum Saisonende zu gewinnen sind.

Sieben Mal wechselte 2016 die Tabellenführung. Neben den drei Erstplatzierten hatten auch Audi-Fahrer Edoardo Mortara (104 Punkte) und Mercedes-AMG-DTM-Pilot Paul Di Resta (92 Punkte) zeitweise die Nase vorne. Aktuell belegen beide die Plätze vier und fünf und liegen, was die Punkte anbelangt, ebenfalls noch in Schlagdistanz zur Spitze.

„Der Nürburgring ist immer eine Reise wert“, sagt Wittmann, der zuletzt in seinem Meisterjahr 2014 in der Eifel triumphierte. „Für mich ist es wie ein zweites Heimrennen, da mein BMW Team RMG ganz in der Nähe zu Hause ist. Bisher war die Strecke ein recht gutes Pflaster für uns.“ Die Erwartungen sind bei dem 26-Jährigen entsprechend hoch, die Zuversicht lässt er ebenfalls nicht vermissen: „Mit dem Moskau-Sieg im Rücken gehe ich mit einem positiven Gefühl in das Rennwochenende am Nürburgring.“

Die entsprechende Kampfansage in Richtung des Tabellenführers kommt von Green. Ein Sieg auf dem Nürburgring fehlt dem Briten zwar noch in seiner Vita, aber die bisherigen Ergebnisse lassen ihn ebenfalls mit Vorfreude nach vorne blicken. „Der Nürburgring ist eine meiner Lieblingsstrecken im DTM-Kalender“, sagt der 34-Jährige. „Ich fühle mich auf der Strecke immer wohl und bin zuversichtlich, dass wir ein gutes Rennen abliefern werden. Wir haben noch immer Titelchancen – jetzt geht es um alles.“

Aufsteigende Tendenz zeigt der aktuell zweitplatzierte Wickens. In Zandvoort und auf dem Moscow Raceway feierte der Kanadier jeweils einen Sieg, nach dem Triumph beim Samstagsrennen in Russland übernahm er sogar die Tabellenführung, die er nach Platz fünf am Sonntag dann aber doch wieder an Wittmann abtreten musste. „Wenn die Trainingsergebnisse stimmen, muss ich nach der Leistung in Moskau sagen, ist für uns im Rennen wirklich alles drin“, sagte Wickens. „Das macht mich sehr zuversichtlich für das letzte Saisondrittel, das auf dem Nürburgring in die heiße Phase geht.”

Dienstag, 6. September 2016

WM Spitzenreiter Dolderer wird am Lausitzrig Zweiter


Matthias Dolderer baut WM-Führung aus
Foto: Jens Hawrda
Der Deutsche Matthias Dolderer hat seine Führung in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2016 mit einem zweiten Platz bei seinem Heimrennen auf dem EuroSpeedway Lausitz behauptet. Vor 50.000 begeisterten Zuschauern musste sich der 45-Jährige im Final 4 lediglich Vize-Weltmeister Matt Hall aus Australien geschlagen geben. „Das war unglaublich. Die Fans haben mir einen riesigen Schub gegeben.“ Dritter bei der Rückkehr des Red Bull Air Race nach Deutschland wurde der Kanadier Pete McLeod. Der Red Bull Air Race Tross zieht jetzt weiter in die USA, wo im Oktober die beiden letzten Rennen der Saison stattfinden: Indianapolis (1./2. Oktober) und Las Vegas (15./16. Oktober).
Foto: Jens Hawrda
Der Deutsche Matthias Dolderer ist seinem Traum vom WM-Titel einen Schritt näher gekommen. Bei seinem Heimrennen auf dem EuroSpeedway Lausitz machte der WM-Spitzenreiter vor 50.000 begeisterten Zuschauern mit Platz zwei hinter Vize-Weltmeister Matt Hall (Australien) seinen fünften Podiumsplatz im sechsten Saisonrennen perfekt. Der 45-Jährige führt zwei Rennen vor Ende der Saison die WM-Gesamtwertung mit 65,25 Punkten vor Hall (48,75) und dem Österreicher Hannes Arch (41,00) an. Dritter auf dem Lausitzring, der nach 2010 erstmals wieder auf dem Rennkalender der ultimativen Motorsportserie der Lüfte stand, wurde der Kanadier Pete McLeod.
  
„Das war unglaublich. Die Fans haben mir einen riesigen Schub gegeben“, erklärte Dolderer, der nach dem Final 4 von den Fans vor der Haupttribüne frenetisch gefeiert wurde. „Das war ein großartiges Wochenende. Ich bin sehr zufrieden mit dem zweiten Platz. Es ist extrem wichtig, dass man konstant fliegt.“ Sieger Hall, der nach Ascot im August sein zweites Rennen in Folge gewann, blickte bereits nach vorne: „Ich bin froh, dass ich die Weltmeisterschaft offen halten konnte. Der WM-Titel ist nach wie vor möglich.“
 
Leichtes Spiel hatte Dolderer bei seinem Heimrennen aber ganz und gar nicht. Bereits in der ersten K.o.-Runde, der Round of 14, musste der WM-Fünfte von 2015 im Duell mit dem US-Amerikaner Michael Goulian an seine Grenzen gehen. Der Tannheimer behielt die Nerven und zog gefeiert von seinen Fans in die Round of 8 ein. „Ich habe Michaels Zeit mitbekommen und bin exakt so geflogen, wie es mir von meinem Team vorgegeben wurde. Es ist aufgegangen.“ Wie auch in der Round der 8, in der sich Dolderer gegen den Franzosen Nicolas Ivanoff durchsetzte.
  
 Einen Heimsieg verbuchte Florian Berger: Der 27-jährige aus Ingolstadt machte mit einem perfekten Lauf seinen zweiten Saisonsieg im Challenger Cup perfekt. Vor seinen heimischen Fans verwies der deutsche Pilot, der bereits im April in Spielberg gewonnen hatte und mit dem Sieg in der Lausitz die Spitzenposition im Gesamtklassement der Challenger Class eroberte, die Konkurrenz in 1:04.985 Minuten auf die Plätze.
  
 Die siebte Station der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2016 findet am 1./2. Oktober auf dem Indianapolis Motor Speedway, Heimat des größten eintägigen Sportspektakels der Welt (Indianapolis 500), statt. Das Saisonfinale wird zwei Wochen später (15./16. Oktober) auf dem Las Vegas Motor Speedway ausgetragen. Tickets für alle noch ausstehenden Rennen der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2016 sind bereits erhältlich.
 
Hinweis:  Am Samstag, den 10. September, gibt es auf Sport1 eine 30-minütige Highlight-Sendung (12.00-12.30 Uhr).
  
Ergebnisse Rennen Lausitzring:  1. Matt Hall (AUS), 2. Matthias Dolderer (GER), 3. Pete McLeod (GER), 4. Martin Šonka (CZE), 5. Hannes Arch (AUT), 6. Michael Goulian (USA), 7. Nicolas Ivanoff (FRA), 8. Kirby Chambliss (USA), 9. Juan Velarde (ESP), 10. Nigel Lamb (GBR), 11. Petr Kopfstein (CZE), 12. François Le Vot (FRA), 13. Peter Podlunšek (SLO), 14. Yoshihide Muroya (JPN), Petr Kopfstein (CZE)
  
WM-Ranking:  1. Matthias Dolderer (GER) 65.25 Punkte, 2. Matt Hall (AUS) 48.75, 3. Hannes Arch (AUT) 41.00, 4. Kirby Chambliss (USA) 30.25, 5. Nicolas Ivanoff (FRA) 30.00, 6. Martin Šonka (CZE) 27.00, 7. Nigel Lamb (GBR) 25.75, 8. Yoshihide Muroya (JPN) 25.50, 9. Pete McLeod (CAN) 21.50, 10. Michael Goulian (USA) 18.75, 11. Juan Velarde (ESP) 11.25, 12. François Le Vot (FRA) 10.00, 13. Peter Podlunšek (SLO) 4.00, 14. Petr Kopfstein (CZE) 2.00

Montag, 5. September 2016

Dolderer weiter auf Titelkurs

Siegerehrung (Dolderer, Hall, McLeod v.l.)
Foto: Jens Hawrda
Vor 50.000 Zuschauern auf dem EuroSpeedway Lausitz, die alle gekommen waren, um den Deutschen Matthias Dolderer zu unterstützen, hat Matt Hall seinen zweiten Sieg in Folge eingeflogen.

Pünktlich zum Rennstart um 14.00 Uhr fing es am Lausitzring an zu regenen, so das es zu einer Verschiebung des Rennens um eine Stunde kam. Um 15.07 Uhr hieß es dann "Smok on" für den ersten Piloten in der Round of 14. Das Wetter wurde dann menütlich besser und zum Finalrennen der Top-Four zwischen Martin Sonka, Matt Hall, Matthias Dolderer und Pete McLeod schien sogar die Sonne wieder.

In 54.916 Sekunden setzte der Kanadier Pete McLeod nicht nur die erste Marke im Finale, sondern auch die Konkurrenz unter Druck. Martin Sonka ging als Zweiter in den Track und flog bis Gate 7 sauber und schnell. Bei der vertikalen Wende kam er allerdings kurz zum Stillstand, was ihm wichtige Zeit kostete. Auch in der zweiten Runde patzte Sonka an gleicher Stelle und belegte am Ende in 56.126 Sekunden Platz vier.
Matt Hall bei seiner Siegrunde
Foto: Jens Hawrda
Jetzt war Hall an der Reihe. Er kannte die Zeit, die es zu unterbieten galt, aber er wusste auch, dass er eine Zeit fliegen musste, die Dolderer nicht mehr toppen konnte. Bei exakt 53.642 Sekunden blieb die Uhr für den Australier stehen – eine starke Zeit. Jetzt war Dolderer gefordert.

Der Deutsche lag bei der ersten Zwischenzeit mit 0.213 Sekunden Rückstand im Hintertreffen, drehte dann aber zunächst den Spieß um und führte beim zweiten Split mit 0.021 Sekunden Vorsprung. Doch das Blatt wendete sich erneut, und bei der dritten Zwischenzeit betrug der Rückstand von Dolderer auf Hall plötzlich wieder 0.393 Sekunden. Am Ende fehlten dem Deutschen dann 0,775 Sekunden zum Sieg. Durch den Sieg verbesserte sich Hall im WM-Ranking auf Platz zwei. Spitzenreiter vor den letzten beiden Rennen der Saison bleibt Dolderer mit 65,25 Punkten.

Sonntag, 4. September 2016

Red Bull Air Race: Nigel Lamb gewinnt Qualifying

Nigel Lamb war nicht zu schlagen
Foto: Jens Hawrda
Der älteste und damit erfahrenste Pilot im Feld, Nigel Lamb (60 Jahre) fliegt die schnellste Zeit im Qualifying. In 53.110 Sekunden ließ der Weltmeister von 2014 der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance, war nicht nur 1,303 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Matt Hall aus Australien (54,413), sondern stellte auch einen neuen Streckenrekord auf. Rang drei sicherte sich Martin Sonka aus der Tschechischen Republik (54.623), der deutsche WM-Spitzenreiter Matthias Dolderer musste bei seinem Heimrennen mit Platz acht vorliebnehmen. Sein schärfster Konkurrent im Kampf um die WM, der Österreicher Hannes Arch, wurde Fünfter.
  
Matthias Dolderer belegte Platz acht im Qualifying
Foto: Jens Hawrda
  „Es ist ein tolles Gefühl, wieder zuhause zu sein. Die Location ist einfach super. Ich danke allen Organisatoren, die es möglich gemacht haben, dass wir wieder hier sind“, erklärte Dolderer nach dem Qualifying der packenden Hochgeschwindigkeits-Action nur wenige Meter über dem Boden. Mit seinem Ergebnis beim Qualifying war der 45-jährige Tannheimer allerdings nicht ganz zufrieden: „Natürlich hatte ich gehofft, ein bisschen schneller zu sein. Aber heute gibt es ja noch keine Punkte. Mal gucken, ob wir herausfinden können, wo wir noch Zeit gut machen können. Morgen ist ein neuer Tag, alles ist möglich.“ Dolderer trifft in der morgigen ersten K.o.-Runde des Rennens, der Round of 14, auf den aktuell Vierten im WM-Ranking, Kirby Chambliss (USA).
  
Für Lamb war es der erste Qualifying-Sieg in dieser Saison: „Ich glaube nicht, dass ich es heute hätte besser machen können. Manchmal passt es eben. Es ist ein großartiges Gefühl“, erklärte der 60-Jährige, der in der Round of 14 auf den Slowenen Peter Podlunsek trifft.

 

Ergebnis Qualifying (Top - Five):

1. Nigel Lamb (GBR),
2. Matt Hall (AUS),
3. Martin Sonka (CZE),
4. Yoshihide Muroya (JPN),
5. Hannes Arch.