Sonntag, 7. August 2016

ADAC TCR Germany: Zweiter Saisonsieg für Seat-Pilot Buri

  • Mike Halder und Josh Files folgen auf den Plätzen zwei und drei
  • Files baut Führung in der Gesamtwertung aus
  • Nächste Rennen der ADAC TCR Germany in zwei Wochen in Zandvoort
Antti Buri holt seinen  zweiten Saisonsieg
Foto: Jens Hawrda
Der Finne Antti Buri (27, LMS Racing) hat beim zehnten Rennen der ADAC TCR Germany auf dem Nürburgring seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Im Seat Leon Cup Racer siegte Buri vor seinem Markenkollegen Mike Halder (20, Meßkirch, Liqui Moly Team Engstler) und Meisterschaftsanwärter Josh Files (25, Großbritannien, Target Competition) im Honda Civic TCR. „Das war ein tolles Rennen. Es hat alles gut geklappt, Mike und ich lagen anfangs eng beieinander. Aber dann habe ich mir eine Lücke herausgefahren, konnte pushen und das Tempo bestimmen. Natürlich bin ich sehr glücklich“, sagte Buri.

Steve Kirsch (37, Chemnitz, Team Honda ADAC) wurde Vierter vor Lokalmatador Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One) im VW Golf GTI TCR und Mario Dablander (28, Österreich, Seat Austria) in einem weiteren Seat Leon. Gastfahrer Vincent Radermecker (49, Belgien, Milo Racing) im VW Golf belegte den siebten Rang vor Honda-Pilot Jürgen Schmarl (42, Österreich, Target Competition) und den beiden Seat-Fahrern Francisco Mora (19, Portugal, Target Competition) und Pascal Eberle (24, Schweiz, Steibel Motorsport).

Der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Tom Lautenschlager (17, Grafenau, Liqui Moly Team Engstler) war als Elfter bester Junior und darf sich zusätzlich über einen Meisterschaftspunkt freuen, da Radermecker als Gastfahrer nicht punkteberechtigt ist. Jasmin Preisig (24, Schweiz, Lubner Motorsport) fuhr als 13. die beste Platzierung für die neuen Opel Astra TCR ein. Pierre Yves Corthals (40, Belgien, DG Sport Competition), der im Opel am Vortag Dritter geworden war, schied nach einem Kontakt mit Schmarl aus. Auch Jordi Oriola Vila (20, Spanien, DG Sport Competition) beendete das Rennen nicht und musste seinen Opel Astra TCR in der achten Runde vorzeitig abstellen.

Buri, von Rang zwei ins Rennen gegangen, liefert sich gerade in der Anfangsphase ein packendes Duell mit Halder. Zunächst hatte der Finne die Nase vorn, doch der 20-Jährige aus Meßkirch konterte und übernahm zum Ende der zweiten Runde die Führung. Diese verteidigte er bis in die zweite Rennhälfte, doch Buri ließ sich nicht abschütteln. 13 Minuten vor Schluss zog der Finne vorbei und anschließend schnell davon. Dahinter duellierten sich die beiden Honda-Piloten Kirsch und Files. Immer wieder setzte der Brite zu Überholmanövern an, der Chemnitzer hielt aber konsequent dagegen und verteidigte seinen dritten Platz. Erst kurz vor Schluss musste der 37-Jährige Files ziehen lassen.

Files, Sieger des Rennens am Samstag, baute mit Rang drei seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Er steht bei 168 Punkten und damit 50 Zähler vor Harald Proczyk (40, Österreich, HP Racing, 118 Punkte), der am Sonntag als 14. zum zweiten Mal an diesem Wochenende nicht in die Punkte fuhr. Kirsch hat als Dritter 108 Punkte.

Die neue Tourenwagenserie des ADAC absolviert in Zandvoort vom 19. bis 21. August ihr sechstes und vorletztes Rennwochenende. Beim Saisonfinale in Hockenheim (30. September bis 2. Oktober) fällt die Entscheidung in der Premierensaison der ADAC TCR Germany.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany:

Mike Halder (Zweiter, Liqui Moly Team Engstler):
„Heute bin ich super zufrieden. Vielleicht war ich in der ersten Rennhälfte etwas zu aggressiv und habe zu viel gepusht. Antti Buri konnte dann noch zulegen und hat mich überholt.“

Josh Files (Dritter, Target Competition):
„Steve und ich hatten einen harten Kampf, ich bin sehr glücklich, dass ich ihn gewonnen habe. Das hat extrem viel Spaß gemacht, ich respektiere Steve sehr, er ist ein großartiger Fahrer. Jetzt fokussieren wir uns auf Zandvoort.“

Tom Lautenschlager (Elfter und bester Junior, Liqui Moly Team Engstler):
„Schade, dass es nicht für mehr gereicht hat. Der Speed war auf jeden Fall da, und es wäre auch etwas mehr möglich gewesen. In Zandvoort war ich noch nie, ich werde mich intensiv vorbereiten mit Arbeit im Simulator und mit Fitnessübungen.“

ADAC GT Masters auf dem Nürburgring: erneut zwei Porsche in der ersten Startreihe

  • Kévin Estre fährt Bestzeit im Qualifying für das zweite Eifel-Rennen
  • Martin Ragginger in einem weiteren Porsche ebenfalls in Startreihe eins
  • SPORT1 überträgt das zweite Rennen heute live ab 13 Uhr
Pole für Kèvin Estre
Foto: Jens Hawrda
Porsche-Pilot Kévin Estre (27, F) bescherte seinem KÜS TEAM75 Bernhard im Zeittraining zum zweiten Rennen auf dem Nürburgring die erste Pole-Position im ADAC GT Masters. Ebenfalls aus der ersten Reihe in das zweite Rennen der "Liga der Supersportwagen" wird der 911 von Robert Renauer (31, Jedenhofen) und Martin Ragginger (28, A/beide Precote Herberth Motorsport) starten. Einmal mehr war die Leistungsdichte im Feld sehr hoch: Beim Kampf gegen die Uhr lagen die ersten 18 Fahrzeuge innerhalb von einer Sekunde. SPORT1 überträgt das zweite Rennen ab 13 Uhr live im Free-TV.

"Es läuft für uns hier am Nürburgring wirklich sehr gut", so Estre, der zusammen mit Teamkollege David Jahn (25, Speyer) schon das gestrige Samstagsrennen gewonnen hatte. "Heute haben wir gezeigt, dass wir es auch im Qualifying können. Der Verkehr war sehr dicht, von daher war es nicht so einfach, eine freie Strecke zu finden, aber mir ist es gelungen und meine schnellste Runde war einfach perfekt. Die Pole-Position ist schon mal eine gute Voraussetzung für das Rennen. Erneut zu gewinnen wird aber nicht einfach. Wir werden unser Bestes geben."

Bei strahlend blauem Himmel über der Eifel hatten Teams und Fahrer 20 Minuten Zeit, sich eine optimale Ausgangsposition für das heutige zweite Rennen zu verschaffen. Mit einem neuen ADAC GT Masters-Qualifyingrekord für die 3,629 Kilometer lange Sprintstrecke des Nürburgrings gelang Kévin Estre der schnellste Umlauf. Seine Zeit von 1.27,046 Minuten war noch einmal eine gute Zehntelsekunde schneller als jene von Porsche-Markenkollege Robert Renauer, der im gestrigen ersten Qualifying einen neuen Bestwert aufgestellt hatte. Der erste Startplatz von Estre war zudem gleichbedeutend mit sowohl seiner persönlich ersten Pole-Position im ADAC GT Masters, als auch mit der ersten Pole-Position seines KÜS TEAM75 Bernhard in der "Liga der Supersportwagen".

Die Startplätze hinter der Porsche-Doppelspitze sind komplett in Audi-Hand: Die Tabellenzweiten Connor De Phillippi (23, USA) und Christopher Mies (27, Heiligenhaus/beide Montaplast by Land-Motorsport) werden auf dem dritten Rang flankiert von Seriendebütant Dennis Busch (28, Bensheim) und dem ersten ADAC GT Masters-Champion von 2007 Christopher Haase (28, Kulmbach/beide Car Collection Motorsport).

Den fünften Platz werden Florian Stoll (35, Rickenbach)/Laurens Vanthoor (25, B/beide kfzteile24 APR Motorsport) einnehmen. Vanthoor war zwar im Qualifying die zweitbeste Zeit gelungen, aufgrund eines unerlaubten Manövers auf der Strecke wurde der Audi R8 in der Startaufstellung aber um drei Ränge zurückversetzt. ADAC GT Masters-Rookie Nicolaj Møller Madsen (23, DK)/Markus Winkelhock (36, Berglen-Steinach/beide Phoenix Racing) sowie Peter Hoevenaars (21, NL)/Frédéric Vervisch (30, B/beide Montaplast by Land-Motorsport) komplettierten auf den Rängen sechs und sieben die Audi-Phalanx.

Andreas Weishaupt (43, Ulm)/Marco Holzer (28, Lochau/beide Bentley Team ABT) belegten im bestplatzierten Bentley Continental den achten Platz, die Titelverteidiger Luca Ludwig (27, Bonn)/Sebastian Asch (30, Ammerbuch/beide AMG-Team Zakspeed) wurden in ihrem Mercedes-AMG Neunte, Trophy-Tabellenführer Rolf Ineichen (38, CH) und Lamborghini-Teamkollege Christian Engelhart (29, Kösching/beide GRT Grasser-Racing-Team) schafften es ebenso in die Top Ten.

Samstag, 6. August 2016

Josh Files gewinnt erstes Rennen der ADAC TCR Germany am Nürburgring

  • Gutes Debüt für Opel: Oriola Vila wird Zweiter, Corthals Dritter
  • Files baut Führung in der Gesamtwertung aus
  • Zweites Rennen der ADAC TCR Germany am Sonntag
Josh Files baut seine Führung in der Meisterschaft aus
Foto: Jens Hawrda
Josh Files (25, Großbritannien, Target Competition) hat das neunte Saisonrennen der ADAC TCR Germany auf dem Nürburgring gewonnen und seine Führung in der Gesamtwertung weiter ausgebaut. Nach einem erneut fehlerfreien Rennen landete Files in seinem Honda Civic TCR vor den beiden Gastfahrern Jordi Oriola Vila (20, Spanien, DG Sport Competition) und Pierre Yves Corthals (40, Belgien, DG Sport Competition), die dem neuen Opel Astra TCR eine gelungene Premiere in der ADAC TCR Germany bescherten.

"Es war hart, weil Jordi im Opel echt sehr schnell war. Trotzdem konnte ich mir ein Polster herausfahren und auch nach dem Restart vorne bleiben. Jedes Rennen ist anders, heute musste ich alles geben. Ich bin superglücklich, dass das geklappt hat", sagte Files, der nach seinem fünften Saisonsieg 153 Punkte auf dem Konto hat.

Mario Dablander (28, Österreich, Seat Austria) wurde Vierter vor seinem Seat-Markenkollegen Pascal Eberle (25, Schweiz, Steibel Motorsport) und Lokalmatador Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One) im VW Golf GTI TCR. Die beiden Seat-Piloten Bas Schouten (21, Niederlande, ST Motorsport) und Mike Halder (20, Meßkirch, Liqui Moly Team Engstler) belegten die Plätze sieben und acht. Als Neunter war der von der Stiftung Sport geförderte Tom Lautenschlager (17, Grafenau, Liqui Moly Team Engstler) in einem weiteren VW zugleich bester Junior. Pole-Setter Jürgen Schmarl (42, Österreich, Target Competition), der aufgrund eines Motorwechsels bei seinem Honda Civic TCR am Ende des Feldes starten musste, fuhr als Zehnter in die Punkte.

Files erwischte bei Temperaturen um 18 Grad Celsius einen guten Start und überholt den Spanier Oriola Vila bereits vor der ersten Kurve. Die beiden setzten sich schnell ab, während das Feld dahinter gewohnt eng zusammenlag. Dabei kam es zu einem Kontakt zwischen Dominik Fugel (19, Chemnitz, Team Honda ADAC) und Harald Proczyk (40, Österreich, HP Racing), bei dem der Junior Fugel im Civic TCR von der Strecke rutschte.

In der Folge kam das Safety Car für elf Minuten auf die Strecke, und das Feld rückte wieder enger zusammen. Files behauptete seine Führung aber auch nach dem Restart, während Corthals den vor ihm fahrenden Dablander überholte und sich die Podiumsplatzierung nicht mehr nehmen ließ.

Der Tabellenzweite Proczyk (118 Punkte) landet im Seat Leon auf Rang 19 und blieb ohne Punkte für die Fahrerwertung. Auch Steve Kirsch (37, Chemnitz, Team Honda ADAC, 96) ging leer aus. Er schied nach einem Kontakt mit Francisco Mora (19, Portugal, Target Competition) zu Beginn der zweiten Runde aus.

Doppelsieg für Porsche im ersten Nürburgring-Rennen

  • Zweiter ADAC GT Masters-Saisonsieg für David Jahn und Kévin Estre
  • Renauer/Ragginger machen Porsche-Doppelsieg perfekt
  • Erster Podesterfolg für Mercedes-Youngster Sylvest/Rogivue
die Sieger David Jahn und Kèvin Estre
Foto: ADAC-Motorsport
Das Porsche-Duo David Jahn (25, Speyer)/Kévin Estre (27, F/beide KÜS TEAM75 Bernhard) hat im ersten Rennen des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. „Momentan läuft es wirklich gut“, so Jahn, der bereits beim vorherigen Rennwochenende auf dem Red Bull Ring mit Estre ganz oben auf dem Podium stand. „Das ist ein Erfolg des ganzen Teams. Unsere Jungs arbeiten so hart – ein großes Dankeschön an die komplette Mannschaft.“ Robert Renauer (31, Jedenhofen) und Martin Ragginger (28, A/beide Precote Herberth Motorsport) machten in einem weiteren 911 den Porsche-Doppelsieg perfekt. Die beiden jungen Mercedes-AMG-Piloten Nicolai Sylvest (19, DK) und Nikolaj Rogivue (20, CH/beide AMG-Team Zakspeed) feierten auf Rang drei ihr erstes Podestresultat.

Beide Porsche bleiben vorn

Die beiden aus der ersten Reihe gestarteten Porsche von Robert Renauer und David Jahn verteidigten ihre Positionen erfolgreich und lieferten sich schon in den ersten Runden ein spannendes Duell um die Spitze. In Lauerstellung blieben bis zur obligatorischen Boxenstoppphase inklusive Fahrerwechsel der Mercedes-AMG von Nicolai Sylvest und der Lamborghini von Norbert Siedler (33, A/HB Racing WDS Bau) auf den Plätzen drei und vier.
Eine geschickte Strategie sorgte dann für einen Führungswechsel. Jahn stoppte eine Runde später als Renauer/Ragginger und übergab den Porsche an Estre. Das verschaffte dem Franzosen die Chance, sich nach dem Boxenstopp in einem packenden Manöver am Ende der Start-Ziel-Geraden vor seinen Markenkollegen Ragginger zu setzen. Bis ins Ziel verteidigte Porsche-Werkspilot Estre seine Führung und bescherte seinem Team den zweiten Saisonsieg. Mit einem knappen Rückstand von 1,6 Sekunden überquerten die von der Pole-Position gestarteten Renauer/Ragginger auf Rang zwei die Ziellinie. Großer Jubel auf Rang drei: Die jüngste Fahrerpaarung des Feldes Sylvest/Rogivue erzielte mit Rang drei ihr erstes Podiumsergebnis und gewann zudem die Junioren-Wertung für Fahrer unter 25 Jahre.
das Podium vom Samstagsrennen
Foto: ADAC-Motorsport
Nach zwei Podesträngen am Red Bull Ring erzielte das Bentley Team ABT mit dem viertplatzierten Continental von Jordan Pepper (20, ZA)/Daniel Abt (23, Kempten) ein weiteres Topresultat. Mit ihrem fünften Rang bauten Jules Gounon (21, F) und Daniel Keilwitz (27, Villingen/beide Callaway Competition) in der Corvette C7 ihre Führung in der Fahrerwertung aus. Über das beste Saisonresultat freute sich das im ADAC GT Masters neue Team Aust Motorsport: Markus Pommer (25, Neckarsulm) und Xavier Maassen (36, NL) brachten ihren Audi R8 auf Rang sechs ins Ziel.

Die Ränge sieben und acht gingen an die beiden Lamborghini Huracán von Siedler und Teamkollege Jaap van Lagen (39, NL/HB Racing WDS Bau) sowie von Rolf Ineichen (38, CH) und Christian Engelhart (29, Kösching/beide GRT Grasser-Racing-Team), die vom 24. Startplatz 16 Ränge gutmachten. Rolf Ineichen entschied damit die Trophy-Wertung für sich. Eine noch größere Aufholjagd gelangen Serienneuling Dennis Busch (28, Bensheim) und Christopher Haase (28, Kulmbach/beide Car Collection Motorsport), die im Audi R8 17 Plätze gutmachten und im Ziel Rang neun belegten. Die Top Ten komplettierte eine weitere Corvette C7 von Patrick Assenheimer (24, Heilbronn) und Dominik Schwager (39, Eisenhofen/beide Callaway Competition).

Stimmen der Sieger

David Jahn (KÜS TEAM75 Bernhard, Porsche 911):
„Wir sind vor den Boxenstopps eine Runde länger auf der Strecke geblieben als der führende Porsche – das war der Schlüssel zum Erfolg. Ich habe richtig Gas gegeben und bin eine Zeit auf Qualifying-Niveau gefahren. Der Plan ist aufgegangen. Kévin (Estre) kam dann neben unseren Markenkollegen zurück auf die Strecke und konnte letztendlich überholen. Nach einem schwierigen Saisonstart in diesem neuen Team läuft es momentan wirklich gut. Das ist aber wirklich allen Mitarbeitern zu verdanken. Die Jungs arbeiten sehr hart und überlegen immer, wie wir uns verbessern können. Ich hoffe, wir können auf dieser Erfolgswelle weiterreiten.“

Kévin Estre (KÜS TEAM75 Bernhard, Porsche 911):
„Unser Wochenende hat mit einigen Problemen ziemlich schlecht begonnen. Heute Vormittag ist David (Jahn) dann ein tolles Qualifying gelungen. Mit dem Sieg sind wir sehr zufrieden. In der ersten Rennhälfte hätten wir schneller sein können, als der Porsche vor uns. Dann sind wir eine Runde länger draußen geblieben und David hat die entscheidende Zeit für mich herausgeholt, so dass ich zurück auf der Strecke in Führung gehen konnte. Danke an das Team für einen schnellen Boxenstopp. In meinem Stint habe ich mich darauf konzentriert, meine Führung zu halten. Das hat zum Glück bis ins Ziel geklappt.“

Porsche in Startreihe eins beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring

  • Robert Renauer holt Pole-Position für das erste Rennen am Nürburgring
  • KÜS TEAM75 Bernhard komplettiert reine erste Porsche-Startreihe
Robert Renauer holt Pole für Porsche
Foto: ADAC-Motorsport
Mit einem neuen ADAC GT Masters-Qualifyingrekord für die Sprintstrecke des Nürburgrings sicherte sich Robert Renauer (31, Jedenhofen/Precote Herberth Motorsport) die Pole-Position für das erste Rennen. David Jahn (25, Speyer/KÜS TEAM75 Bernhard) machte mit der zweitschnellsten Runde beim Kampf gegen die Uhr die reine erste Porsche-Startreihe perfekt. Hinter den beiden Porsche an der Spitze ist das Feld bunt gemischt: Auf den folgenden fünf Plätzen starten Supersportwagen von fünf verschiedenen Marken. SPORT1 überträgt das erste Rennen ab 13 Uhr live im Free-TV.

"Nach den Freien Trainings am Freitag hatten wir nicht mit der Pole-Position gerechnet – umso mehr freuen wir uns natürlich", so Robert Renauer. "Wir hatten mit Problemen an der Lenkung zu kämpfen und mussten noch Änderungen an der Abstimmung vornehmen. Das hat alles gut geklappt. Das Auto hat sich sehr gut angefühlt. Meine schnellste Runde war wirklich perfekt. Ich hoffe, dass wir die gute Ausgangslage im Rennen in einen Sieg ummünzen können. Im ersten Rennen am Lausitzring hat es geklappt, als wir von ganz vorn gestartet sind."

Von Beginn der zwanzigminütigen Session an überzeugte das Feld mit schnellen Zeiten. Der bisherige Qualifyingrekord auf dem Eifelkurs, die 1.28,082 Minuten von Klaus Bachler (25, A) aus dem Jahr 2015, wurde im Sekundentakt verbessert. Schlussendlich gelang Robert Renauer, der sich einen Porsche mit Martin Ragginger (28, A) teilt, in 1.27,181 ein neuer Bestwert – gleichbedeutend mit der Pole-Position für das erste Rennen. David Jahn, Teamkollege von Kévin Estre (27, F), hatte auf Rang zwei gut zwei Zehntelsekunden Rückstand.

Für ihr bestes Qualifyingresultat in der laufenden Saison sorgten die beiden Mercedes-Youngster Nicolai Sylvest (19, DK) und Nikolaj Rogivue (20, CH/beide AMG-Team Zakspeed) mit Rang drei. Ebenfalls über ihren besten Startplatz im ADAC GT Masters 2016 freute sich das Lamborghini-Duo Norbert Siedler (33, A) und Jaap van Lagen (39, NL/beide HB Racing WDS Bau) auf Position vier. Die dritte Startreihe teilen sich Jordan Pepper (20, ZA) und Daniel Abt (23, Kempten/beide Bentley Team ABT) im Bentley Continental sowie die Tabellenführer Jules Gounon (21, F) und Daniel Keilwitz (27, Villingen/beide Callaway Competition) in einer Corvette C7.

Der bestplatzierte Audi R8, gelenkt von Markus Pommer (25, Neckersulm) und Xavier Maassen (36, NL/beide Aust Motorsport) startet am Samstagmittag als Siebter. Fabian Hamprecht (21, Hagen)/Christer Jöns (29, Ingelheim/beide Bentley Team ABT) in einem weiteren Bentley, die Tabellenzweiten Connor De Phillippi (23, USA)/Christopher Mies (27, Heiligenhaus/beide Montaplast by Land-Motorsport) im Audi und die Lamborghini-Paarung Luca Stolz (21, Brachbach)/Gerhard Tweraser (27, A/beide GRT Grasser-Racing-Team) komplettierten die Top Ten.