Dienstag, 2. August 2016

Superbike Schleiz: Marc Moser holt Ducati-Sieg

Das gewohnte Bild nach dem Start zum zweiten Rennen in Schleiz: In Führung lag Marvin Fritz vor Mathieu Gines Anschluss hielt nach einem Blitzstart der Belgier Bastien Mackels. 
Bereits in Runde 2 regnete es ganz leicht und  Marc Moser übernahm vor Jan Halbich und Mackels die Führung. In der dritten Runde tauchte Gines nicht mehr auf. Er war gestürzt und musste mit Verdacht auf Handgelenk- oder Armbruch in die Klinik.
Marc Moser holt Sieg für Ducati
Foto: Jens Hawrda
Der Ducati-Pilot Marc Moser, zeigte sich vom Wetter unbeeindruckt und es sah so aus als schickte er sich an allen davon zu fahren. Nach fünf Runden beruhigte sich das Wetter wieder und an der Spitze war mit Moser, Fritz, Mackels und Halbich ein Quartett unterwegs. 
Die Verfolger führte Florian Alt an, der noch Team-Kollege Lukas Trautmann, Danny de Boer und Luca Grünwald im Schlepptau hatte.
Mosers Verfolger: Halbig (63), Mackels (91) und Fritz (7)
Foto: Jens Hawrda
Moser und Fritz setzten sich an der Spitze schrittweise schrittweise von den Verfolgern ab. Zur Halbzeit lag Moser lag mit 0,8 Sekunden an der Spitze, vor IDM-Leader Fritz. Der wiederum lag 1,6 Sekunden vor Mackels, der schneller unterwegs war als seine Verfolger Alt und Trautmann. 

In der Superstock-Wertung ging es sechs Sekunden hinter der Spitze zwischen Danny de Boer und Luca Grünwald um die restlichen beiden Podestplätze. Und um 25 Punkte, denn auch bei einem Sieg von Moser bleiben die IDM-Punkte bei den eingeschriebenen Piloten.

Vier Runden vor Schluss presste sich Grünwald an de Boer vorbei. Eine Runde später legte Moser noch eine Schippe drauf und baute seinen Vorsprung vor Fritz auf 1,4 Sekunden aus. Ungefährdet auf Platz 3 war da Mackels unterwegs, der Alt, Halbich und Trautmann auf Abstand hielt.

Moser erlaubte sich auch in den letzten Runden keine Fehler mehr und kam vor allen anderen Superbikern und Superstock-Fahrer im Ziel an. Zweiter in der IDM Superstock wurde Grünwald vor de Boer. Den Superbike-Sieg fuhr Fritz ein, vor Mackels und Jan Halbich.

Superbike Schleiz: Sieg für Marvin Fritz im ersten Rennen

knapper Sieg für Marvin Fritz in Rennen 1
Foto: Jens Hawrda
Das Rennen war von der ersten bis zur letzten Runde durch den Kampf von Marvin Fritz (Yamaha) mit Mathie Gines (BMW) gekennzeichnet. Gines klebte am Hinterrad von Fritz fand aber keinen Weg vorbei. Florian Alt (Yamaha) wurde Dritter. 

BMW Pilot Bartlomiej Wiczinsky hatte im Warm-up auf regennasser Strecke einen massiven Motorplatzer und legte eine zwei Meter breite Ölspur auf die gesamte Start-Zielgerade. Dadurch kam es kurzzeitig für eine Unterbrechung von einer halben Stunde, da die Strecke erst geäubert werden musste. Durch die nachfolgenden Rennen der Classic Superbikes und des Yamaha-R6-Dunlop-Cup war die Strecke wieder einigermassen sauber gefahren. 

Der Start ins erste Rennen der IDM Superbike und Superstock 1000 ging glatt durch die ersten Kurven. Marvin Fritz, Florian Alt, Mathieu Gines, Danny de Boer, Jan Halbich und Dominik Vincon lautete die Reihenfolge nach der ersten Runde.  Wie schon in Zolder sah es schon nach wenigen Runden danach aus, dass der Sieg zwischen Fritz und Gines ausgemacht werden würde. Fritz und Gines setzten sich inn der Folge eine Sekunde pro Runde vom Rest des Feldes ab. 
das Duell des Rennens Fritz gegen Gines
Foto: Jens Hawrda
Spannung gab es aber auch hinter den beiden Führenden im Kampf zwischen Florian Alt Alt und Jan Halbich um Rang 3. Halbich konnte zwar in Runde 11 endlich Platz 3 erkämpfen, fiel dann aber nach einer langsamen Runde auf Rang 5 zurück.

Das Sieg-Duell in der Superstock-Wertung spielte sich zwischen de Boer und Luca Grünwald ab, allerdings mit einem vier Sekunden Rückstand von Grünwald. Nicht mehr ganz so flott lief es in der Schlussphase bei de Boer und Grünwald holte kräftig auf den Niederländer auf. Gerangel um Superstock-Platz 3 gab es zwischen Jan Bühn, Dominik Vincon, Marc Moser und Roman Stamm. 

Der Sieger hiess mit minimalem Vorsprung Marvin Fritz, Gines wurde Zweiter. 18 Sekunden dahinter wurde Alt Dritter. Sieger der Superstock-Klasse wurde Danny de Boer vor Luca Grünwald und Marc Moser. 
die Beseitigung der Ölspur kostete Zeit
Foto: Jens Hawrda


Freitag, 29. Juli 2016

Jan Bühn startet in Schleiz in die zweite Saisonhälfte

BMW-Pilot Jan Bühn (Kronau) gewann im Vorjahr in Schleiz das Supersportrennen
Foto: Hermann Rüger
Am Wochenende (30.-31. Juli) startet Motorradrennfahrer Jan Bühn aus dem badischen Kronau bei der fünften Veranstaltung in Schleiz in die zweite Saisonhälfte der Superbike*IDM. Der 25-Jährige gebürtige Heidelberger mag die 3,805 km lange Rennstrecke in Ostthüringen. Das Schleizer Dreieck ist die älteste Naturrennstrecke in Deutschland, dort wird auch entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren. Jan Bühn freut sich auf das Wochenende: „Schleiz ist immer ein Highlight, denn dort kommen auch die meisten Zuschauer im ganzen Jahr. Da es keine permanente Rennstrecke ist, hat es einen besonderen Flair. An Schleiz habe ich gute Erinnerungen, im Vorjahr gewann ich ein Supersport-Rennen und wurde im zweiten Lauf Zweiter. Außerdem ist es mein zweites Heimrennen, da ich schon seit Jahren Mitglied beim MSC Schleiz bin. Es kommen auch viele Freunde und Bekannte von mir nach Schleiz. Wir wollen an das erfolgreiche Wochenende von Zolder anknüpfen und möchten wieder auf das Podest fahren. Bei meinen letzten vier Rennen in diesem Jahr stand ich drei Mal auf dem Podium.“ In Zolder/Belgien belegte der BMW-Pilot vom Van-Zon-Remeha-BMW Team im ersten Rennen den zweiten Platz und im zweiten Lauf den dritten Rang. Als bester BMW-Pilot liegt Jan Bühn mit 85 Punkten auf dem dritten Gesamtrang in der IDM-Superstock 1000-Klasse nach 7 von 15 Läufen. Es führen die Yamaha-Fahrer Danny de Boer (Niederlande) mit 160 Zählern vor Luca Grünwald (Waldkraiburg) mit 131 Punkten. Das Zeittraining findet am Samstag statt, die zwei Rennen werden am Sonntag um 11.10 Uhr und 14.45 Uhr gestartet und gehen über jeweils 18 Runden (Gesamtdistanz 68,49 km). Weitere Informationen über Jan Bühn gibt es auf der Internetseite von Jan Bühn www.jan-buehn.de bzw. über die IDM unter www.Superbike-IDM.de.


Text: Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

Donnerstag, 28. Juli 2016

Kommendes Wochenende Superbike*IDM Schleizer Dreieck

Foto: Jens Hawrda

Luca Ludwig beim Heimspiel: die Tabellenspitze im Blick

  • ADAC GT Masters-Champion Luca Ludwig hat auf dem Nürburgring ein Heimspiel
  • Mercedes-Pilot rechnet sich noch eine Chance im Titelkampf aus
  • Luca Ludwig im Interview
Luca Ludwig
Foto: Jens Hawrda
Luca Ludwig (27, Bonn) ist einer der bekanntesten Fahrer im ADAC GT Masters. Zusammen mit Sebastian Asch (30, Ammerbuch) gewann er im Vorjahr den Fahrertitel. 2016 feierte das eingespielte Duo in seinem Mercedes-AMG des AMG-Team Zakspeed schon zwei Siege und mischt im Titelkampf erneut ganz vorn mit. Beim fünften Rennwochenende der "Liga der Supersportwagen" am Nürburgring (5.-7. August) hat der gebürtige Bonner Ludwig ein Heimspiel und erklärt im Interview das Besondere an dem Eifel-Event.

Sie wohnen von allen Piloten im aktuellen ADAC GT Masters-Starterfeld am dichtesten am Nürburgring. Ein echtes Heimspiel, oder?

"Ich bin praktisch am Nürburgring aufgewachsen, da mein Vater dort so viele Rennen bestritten hat. Ich war teilweise wöchentlich bei Veranstaltungen vor Ort. Auch heutzutage bin ich noch häufig am Ring und schaue mir Rennen an, aktuelle, aber auch historische. Die Verbundenheit ist schon sehr groß - sowohl zur Rennstrecke als auch zu der Gegend. Ich genieße immer die Autofahrt durch die Wälder. Wir haben zehn Minuten vom Nürburgring entfernt eine kleine Jagdhütte, in der ich mich auch gern aufhalte."

Verspüren Sie als Lokalmatador eine extra Portion Motivation?


"Nein, das eigentlich nicht. Wir haben dort zwar immer viele Gäste, seien es Freunde, Familienmitglieder oder Sponsoren, die gewisse Erwartungen haben. Aber wir müssen jedes Rennen gleich seriös angehen. Wir haben allerdings noch eine Rechnung mit dem Nürburgring offen - diese zu begleichen bietet einen kleinen zusätzlichen Anreiz. Im Vorjahr erlebten wir dort unser schwächstes Rennwochenende der Saison. Uns sind ein paar Fehler unterlaufen und es wurde im Kampf um die Meisterschaft noch einmal eng."

Der Sitz Ihres Teams liegt sogar noch näher am Nürburgring. Für Zakspeed dürfte es ebenso ein besonderes Event sein.


"Auf jeden Fall. Unser Teamchef Peter Zakowski hat auf dem Nürburgring in seiner aktiven Zeit sehr viele Erfolge gefeiert und man merkt ihm an, dass er seinen Fans etwas bieten möchte. Wir Fahrer werden unseren Teil dazu beitragen. Ich denke auch, dass die Strecke unserem Mercedes-AMG gut liegt. Wir nehmen uns für das Wochenende Topplatzierungen vor."

Von Ihren zwölf Siegen im ADAC GT Masters haben Sie einen am Nürburgring geholt. Erinnern Sie sich daran?


"Sehr genau sogar. Das war in meiner ersten Saison im ADAC GT Masters 2009. Es lief von Beginn an gut. Bis zur Nürburgring-Veranstaltung habe ich schon zweimal gewonnen. Der Erfolg am Ring war aber viel emotionaler. Und dieses Gefühl hätte ich gern wieder. Ich habe auf einigen Rennstrecken mehrfach gewonnen - auf meinen zweiten Nürburgring-Sieg warte ich jetzt schon viele Jahre. Das fuchst mich ein wenig."

Sie bestreiten in diesem Jahr Ihre siebte ADAC GT Masters-Saison. Was gefällt Ihnen an der Serie?


"Das ADAC GT Masters ist mit den Jahren immer professioneller geworden. Man sieht es daran, dass immer mehr verschiedene Automarken vertreten sind, wir haben ein so namhaftes Fahrerfeld wie noch nie. Man will sich als Rennfahrer mit gleich starken Konkurrenten messen und dadurch Spaß haben. Das bietet mir der ADAC. Die Leistungsdichte ist unglaublich hoch. Es geht um jede Tausendstelsekunde, jeder Fehler wird knallhart bestraft. Auch die Aufmerksamkeit bei den Fans und in den Medien nimmt immer mehr zu. Das Gesamtpaket ist für Fahrer einfach attraktiv."

Ein Blick auf die aktuelle Saison: Wie fällt das Zwischenfazit nach vier von sieben Veranstaltungen aus?


"Wir hatten einen sehr starken Saisonauftakt, sowohl als Team als auch ich persönlich. Zwei Pole-Positions in den ersten beiden Qualifyings, zwei Siege zusammen mit Sebastian (Asch) in den ersten drei Rennen - das konnte sich sehen lassen. Anschließend hat uns ein wenig die Konstanz gefehlt. Auf dem Red Bull Ring haben wir dann mit zwei konzentrierten Rennen gute Punkte gesammelt. Genau das hatte uns auch im Meisterjahr 2015 ausgezeichnet. Diesen Aufschwung möchten wir in die anstehenden Rennen mitnehmen."

Was rechnen Sie sich für die letzten sechs Rennen aus?


"Ich glaube, dass wir auf dem Nürburgring, in Zandvoort und auch in Hockenheim eine gute Rolle spielen können. Wenn wir sauber durch die Rennen kommen, dann können wir im Titelkampf sicher noch ein Wörtchen mitreden. Ich glaube nach wie vor an unsere Stärken als Fahrer-Duo."