Samstag, 9. Juli 2016

Superbike*IDM: Gines holt Superpole vor Fritz in Zolder

In der Klasse Superbike holt Mathieu Gines die Bestzeit vor Marvin Fritz und Bastien Mackels. Die Superstock 1000-Pole sichert sich Danny de Boer vor Luca Grünwald und Dominik Vincon.
Pole in Zolder: Mathieu Gines
Foto: Jens Hawrda
Die Superpole fand bei idealen äußeren Bedingungen statt und wie immer mischten im Feld der Superbikes einige Superstock 1000 Piloten kräftig mit.
 
Zeiten nach der Superpole (Top-Five):
 
1. 1,31,648 Mathieu Gines
2. 1.31,705 Marvin Fritz
3. 1. 32,456 Danny de Boer
4. 1.33,023 Luca Grünwald
5. 1.33,028 Dominik Vincon

DTM: Mercedes-AMG DTM-Fahrer im Fitnesscamp in Schladming

Fitnesscamp in Schladming (Österreich): Mercedes-AMG DTM-Fahrer holen sich den letzten Schliff für die zweite Saisonhälfte
 
  • Esteban Ocon: „Es ist immer gut, wenn wir alle als Team zusammenkommen und gemeinsam andere Sportarten ausüben.“
  • Christian Vietoris: „Nach dem Rennwochenende auf dem Norisring war es schön, ein bisschen rauszukommen und etwas Ablenkung zu finden.“
  • Paul Di Resta: „Nun ist es Zeit für die zweite Jahreshälfte und dafür, mit Nachdruck die gute Arbeit fortzusetzen.“
Foto: Mercedes-Motorsport
 
Nach acht Rennen, 333 Rennrunden und 1.145 Rennkilometern startet die DTM im Juli in die zweite Jahreshälfte 2016. Ein guter Anlass für die acht Mercedes-AMG DTM-Fahrer, um sich bei einem Fitnesscamp im österreichischen Schladming den letzten Schliff für die noch anstehenden fünf Rennwochenenden in dieser Saison zu holen.
 
„Die Woche war sehr hart, aber wir hatten viel Spaß. Es war eine großartige Erfahrung“, blickt Gary Paffett zurück. „Ich war zum ersten Mal Canyoning. Das war ein schöner Adrenalin-Rausch.” Außerdem standen Bergwanderungen, ein Besuch am Gletscher und der Seethalerhütte, Mannschaftssportarten wie Fußball, Basketball und Beachvolleyball sowie Reflextraining auf dem Programm.
 
„Das Wetter war top und wir haben jeden Tag viel geschwitzt, aber auch viel gelacht“, fügt Maximilian Götz hinzu. „Wir haben uns bei den verschiedensten Sportarten vom Fußballplatz bis zum Klettergarten zusammen ausgepowert.“ Jetzt gilt es, diesen Fitnessstand für den Rest der Saison aufrechtzuerhalten.
 
„Wir hatten wirklich intensive Trainingseinheiten und gleichzeitig nette Freizeitaktivitäten in der Gruppe“, verrät Paul Di Resta. „Es war großartig, in den Alpen zu sein und sich an der frischen Luft sportlich zu betätigen.“ Auch Robert Wickens hatte viel Spaß daran, sich mit seinen Kollegen gegenseitig ans Limit zu treiben. „Aber die Woche war sehr hart“, so der Kanadier. „Jetzt freue ich mich erst einmal darauf, am Wochenende zu entspannen.“
 
Christian Vietoris nutzte die Gelegenheit, um den Ärger rund um Kollision und die verlorene Siegchance beim ersten Lauf auf dem Norisring zu verdrängen. „Es war schön, ein bisschen rauszukommen und etwas Ablenkung zu finden“ , sagte er. „Das Training hat großen Spaß gemacht und es waren coole Einheiten dabei. Teilweise war es auch extrem hart, aber glücklicherweise fand es immer in Kombination mit coolen Locations statt.“
 
Auch für DTM-Rookie Esteban Ocon war das Trainingslager eine willkommene Gelegenheit, um seinen Fitnessstand zu kontrollieren. „Das ist sehr wichtig, da wir während der Saison nicht sehr viel Zeit zur Verfügung haben“, so der Franzose. „Daher war es gut, noch einmal intensiv zu trainieren und uns für den Rest der Saison fit zu machen.“
Foto: Mercedes-Motorsport
Das Fitness-Training war aber nur ein Teilaspekt der Trainingswoche. „Diese Tage sind hilfreich für die Beziehung zwischen den Fahrern“, betont Di Resta. Im vollen Terminplan der Fahrer bleibt häufig wenig Zeit, damit sich alle abseits der Rennwochenenden an einem Ort treffen können. „Es ist immer gut, wenn wir alle als Team zusammenkommen und gemeinsam andere Sportarten ausüben können“, sagt Ocon. Robert Wickens stimmt seinem Teamkollegen zu: „Wir waren vorher schon Freunde und Teamkollegen, aber jetzt ist unser Verhältnis noch enger.“
 
Damit stärkte das Trainingscamp nicht nur die Fitness, sondern auch den Teamgeist der Mannschaft. „ Nun ist es aber an der Zeit für die zweite Jahreshälfte und dafür, mit Nachdruck die gute Arbeit der ersten vier Rennwochenenden fortzusetzen“, betont Di Resta. Weiter geht es mit dem Saisonhalbzeitrennwochenende in Zandvoort (15.-17. Juli). „Ich bin mir sicher, dass wir bis zum Ende vorne mitmischen werden“, so der DTM-Champion von 2010. „Und eins ist klar: Wir werden immer stärker!“

Donnerstag, 7. Juli 2016

Vorjahressieger Jan Bühn geht zuversichtlich zum Rennen nach Zolder/Belgien

Am Wochenende geht Motorradrennfahrer Jan Bühn aus dem badischen Kronau bei der vierten Veranstaltung zur Superbike*IDM in Zolder/Belgien wieder an den Start. Der letztjährige Supersport-Meister musste beim letzten Rennen auf dem Lausitzring wegen einer Viruserkrankung auf die Teilnahme verzichten.
Vorjahressieger Jahn Bühn(Kronau/BMW) freut sich auf das Rennen in Zolder/Belgien
Foto: Hermann Rüger
Der BMW-Pilot freut sich auf das Heimrennen von seinem Van-Zon-Remeha-BMW Team. „Wir hatten vor drei Wochen einen Testtag in Zolder und ich konnte endlich wieder fahren. Ich fühlte mich sofort wieder wohl und auch die Rundenzeiten waren schon recht vielversprechend. Am Ende des Tages kam noch ein Regenschauer und ich konnte dann die 1000er BMW auch das erste Mal auf nasser Piste fahren, was auch schon ganz gut geklappt hat. Die hügelige Rennstrecke in Zolder liegt mir extrem gut, 2013 wurde ich Zweiter und im Vorjahr gewann ich dort mein erstes Regenrennen mit über zehn Sekunden Vorsprung in der Supersport-Klasse. Im zweiten Lauf stand ich als Dritter erneut auf dem Podium. Ich denke wir sind bereit für die zwei Rennen, egal bei welchen Bedingungen. Ich bin motiviert und freue mich, dass ich endlich wieder ein Rennen fahren kann. Leider bin ich in der Superstock 1000 IDM-Gesamtwertung vom vierten auf den sechsten Rang zurückgefallen, aber immer noch zweitbester BMW-Fahrer“, ist der 25-Jährige optimistisch.
 
Jan Bühn belegte beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring zweimal den sechsten Platz in der Superstock 1000-Klasse. Bei der zweiten Veranstaltung auf dem Nürburgring gelang dem Badener mit dem dritten Rang gleich ein Platz auf dem Podium. Beim zweiten Lauf in der Eifel wurde er dann Vierter. In der IDM-Superstock-1000 Klasse führt nach fünf Läufen Luca Grünwald (Waldkraiburg) mit 111 Zählern und hat nur einen Punkt Vorsprung auf seinen Yamaha-Markenkollegen Danny de Boer aus den Niederlanden. Durch das fehlende Rennen auf dem Lausitzring ist Jan Bühn mit 49 Punkten vom vierten auf den sechsten Rang zurückgefallen. Die zwei Rennen werden am Sonntag auf dem 4 km langen Circuit von Zolder um 12.40 und 16 Uhr über jeweils 17 Runden gestartet. Der Kurs in Zolder ist bekannt für seine anspruchsvolle Charakteristik. Weitere Informationen über die Superbike*IDM gibt es unter www.Superbike-IDM.de bzw. über Jan Bühn unter www.jan-buehn.de.
 
Text zur Verfügung gestellt von: Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

DTM: Nachgefragt bei ... Nico Müller

Nico Müller
Foto: Jens Hawrda
Ihr Saisonziel waren Podiumsplatzierungen – hätten Sie damit gerechnet, in diesem Jahr das erste Mal ganz oben auf dem Podium zu stehen?

Gehofft habe ich es schon. Nach dem guten Saisonauftakt in Hockenheim mit der ersten Pole-Position und dem ersten Podium habe ich insgeheim schon ein wenig darauf gehofft und auch gemeinsam mit meinen Jungs darauf hingearbeitet, dass wir es so schnell wie möglich schaffen. Dass es dann direkt hier beim Heimrennen von Audi auf dem Norisring klappt, ist natürlich umso schöner und versüßt das Ganze noch mehr. Jetzt heißt es einfach, weiter pushen und versuchen, regelmäßig so gut wie möglich da vorne mitzukämpfen.

Wie schwierig war das Rennen?

Zeit zum Erholen war nicht. Ich musste versuchen, den Tom (Blomqvist) zu überholen, ihn hinter mir zu lassen und ihn im besten Fall aus dem DRS-Fenster zu kriegen, was auch gut geklappt hat. Die Safety-Car-Phase hat dann noch einmal etwas Spannung reingebracht. Aber zum Glück habe ich auch das unter Kontrolle gehabt und – so glaube ich – verdient gewonnen.

Wie waren die Emotionen nach der Zieldurchfahrt und auf dem Podium?

Richtig geil. Beim Heimrennen von Audi das zu schaffen und auch noch relativ früh in der Saison, fühlt sich einfach genial an. Ein großer Teil des Erfolgs gehört auch meinem Team. Die haben heute top Arbeit geleistet. Die Strategie hat gepasst und der Boxenstopp war super. Das war am Ende auch der Schlüssel zum Erfolg. Deshalb danke an Audi und das Audi Sport Team Abt Sportsline!

Wie viele Glückwünsche haben Sie auf Ihrem Handy nach dem Sieg bekommen?

Es bammelt noch immer die ganze Zeit. Ich komme mit dem Lesen gar nicht hinterher. Ich freue mich morgen am Flughafen darauf, sollte ich dann wieder lesen können ...

Hat Sie irgendein Glückwunsch besonders gefreut?

Ja, von Keke Rosberg! Ich durfte ihn kennenlernen, weil ich in den letzten zwei Jahren für ihn und Arno (Zensen) gefahren bin. Wir hatten immer ein top Verhältnis. Dass wir auch nach dem Teamwechsel ein bisschen in Kontakt stehen und er sich für mich freuen kann, finde ich sehr schön.

Montag, 27. Juni 2016

DTM: Stimmen der Audi-Piloten zum Rennwochende am Norisring

Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM #48) Platz 1 / Platz 8
„Ich hatte insgesamt ein schönes Wochenende mit einem Sieg am Samstag und insgesamt 29 Punkten. Der Norisring war in der Vergangenheit eine Strecke, die uns nicht gut lag. Aber wir haben hier dieses Jahr gute Resultate gezeigt. Ich bin froh, dass ich der erste Fahrer bin, der in dieser Saison zwei Siege feiern konnte. Mein Ziel ist weiterhin, fokussiert zu bleiben, das Maximale aus dem Auto herauszuholen und noch mehr Siege zu feiern. In diesem Jahr ist das aber extrem schwierig, denn das gesamte Feld ist noch näher zusammengerückt.“
Nico Müller
Foto: Jens Hawrda
Nico Müller (Playboy Audi RS 5 DTM #51) Platz 21 / Platz 1
„Das Wochenende war ein Wechselbad der Gefühle für mich, aber natürlich überwiegen die positiven Eindrücke. Am Samstag habe ich die Hinterachse blockiert und bin in ‚Rocky‘ reingerutscht. Dabei wollte ich nicht einmal angreifen! Ich habe Punkte verloren und sein Rennen genauso kaputt gemacht wie meins. Sich am Sonntag dann so zurückzumelden war fantastisch. Wir hatten ein starkes Qualifying und waren im Rennen richtig schnell. Herzlichen Dank an das Team! Die haben mir ein Auto gegeben, das schnell war und sie waren strategisch immer voll auf der Höhe. Und der Boxenstopp war auch noch schnell. Mehr kann man sich nicht wünschen. Das so zurückzuzahlen und Danke zu sagen an das Team für die harte Arbeit bisher tut einfach nur gut. Und da ganz oben auf dem Podium zu stehen macht sowieso nur süchtig. Deshalb pushen wir voll weiter!“

Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #53) Platz 2 / Ausfall
„Samstag war ein guter Tag. Nach Platz drei im Qualifying profitierte ich im Rennen von Ereignissen vor mir und war mit Platz zwei zufrieden. Am Sonntag wurde ich im Qualifying von langsameren Fahrzeugen aufgehalten und fand keine gute Runde. Auch beim zweiten Herausfahren konnte ich meine Rundenzeit nicht verbessern. Ich war nur zwei Zehntelsekunden von der Pole entfernt, damit aber auf Platz 16! Von so einem Startplatz ist es im Rennen immer schwierig. Ich lag die meiste Zeit in der Nähe von Martin Tomczyk, der am Ende Zehnter wurde. Ich habe versucht, António Félix da Costa zu überholen, aber er machte immer wieder die Tür zu, bis unsere beiden Autos beschädigt waren und ich aufgeben musste. Es war ein harter Sonntag, aber ich habe an diesem Wochenende immerhin 18 Punkte geholt.
Adrien Tambay
Foto: Jens Hawrda
Adrien Tambay (Speedweek.com Audi RS 5 DTM #27) Platz 7 / Wertungsausschluss
„Ein positives Wochenende. Vom ersten Zeittraining abgesehen, waren wir immer schnell. Wir hatten ein gutes Rennen am Samstag und konnten viele Plätze gutmachen. Wenn wir am Sonntag nicht Schwierigkeiten beim Boxenstopp gehabt hätten und da Costa mich nicht getroffen hätte, wäre ein Podium möglich gewesen. Die Pace stimmt zurzeit. Jetzt hoffe ich, dass das Glück mal auf unserer Seite ist. Wir werden weiter konzentriert arbeiten. Ich freue mich auf Zandvoort und hoffe auf mehr Punkte und mehr Podien.“

Miguel Molina (Teufel Audi RS 5 DTM #17) Platz 18 / Platz 14
„Mein Wochenende war nicht perfekt. Aber ich versuche immer, etwas Positives mitzunehmen. Am Sonntag bin ich von Platz 22 gestartet und auf Rang 14 nach vorn gefahren. Das war eine ganz gute Aufholjagd. Wir wissen, dass es am Norisring immer besonders eng zugeht und es nicht mein Lieblingswochenende ist. Ich denke schon jetzt an Zandvoort und hoffe, dort wieder stärker zu sein und gute Punkte für die Meisterschaft zu sammeln.“
Timo Scheider
Foto: Jens Hawrda
Timo Scheider (AUTO BILD MOTORSPORT Audi RS 5 DTM #10) Platz 17 / Platz 16
„Am Samstag haben wir uns im Zeittraining wieder schwergetan und es nicht auf den Punkt gebracht. Daher war im Rennen nicht mehr möglich. Am Sonntag ist das Qualifying nach einem größeren Umbau des Autos deutlich besser gelaufen. Es ging in beiden Sitzungen sehr eng zu. So etwas habe ich in 16 Jahren DTM noch nicht erlebt. Wenige Tausendstelsekunden haben daher oft schon mehrere Plätze ausgemacht. Die Ausgangssituation für das zweite Rennen ließ auf Punkte hoffen, doch diese sind leider kurz vor Rennschluss zunichte gemacht worden. Die Pace war jedoch nicht ganz so schlecht. Das nehmen wir als Positives aus diesem Wochenende mit.“

Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM #99) Platz 19 / Wertungsausschluss
„Das erste Rennen am Samstag war für mich schnell gelaufen. Ich denke, für Nico (Müller) und mich wären die Plätze fünf und sechs möglich gewesen. Ich bin ihm aber nicht böse. Er kam direkt nach dem Rennen zu mir, um sich zu entschuldigen. So etwas passiert eben, wenn man am Limit fährt. Für Sonntag habe ich mir viel vorgenommen, aber im Qualifying ging nach einem guten freien Training nicht viel. Im Rennen sind wir durch viele Zwischenfälle nach vorn gespült worden. Timo (Scheider) und ich lagen auf den Plätzen zehn und elf. Beim Versuch, in der letzten Kurve an ihm vorbeizugehen, kam es zu einem Missverständnis, das auf meine Kappe geht. So wie es am Samstag dem Nico passiert ist, ist es mir mit Timo passiert. Leider habe ich auch noch drei Startplätze für Zandvoort verloren. Ich kann mich bei Timo nur entschuldigen und das Norisring-Wochenende abhaken – und natürlich Edo (Mortara) und Nico (Müller) zu den Siegen gratulieren. Es ist toll, dass sie es am Norisring für Audi nach so lange Zeit geschafft haben zu gewinnen. Ich selbst muss einfach nach vorne schauen.“

Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM #5) Ausfall / Ausfall
„Mit meiner Pace im Qualifying bin ich sehr zufrieden, aber ohne Punkte vom Norisring nach Hause zu fahren ist sehr enttäuschend. Ich kann das Wochenende nur abhaken und nach vorn schauen. Zandvoort ist eines der Rennen, das ich immer mag. Wir werden uns darauf gut vorbereiten und versuchen zurückzuschlagen.“