Sonntag, 26. Juni 2016

DTM: Nico Müller (Audi) siegt im Sonntagsrennen am Norisring

der jubelnde Sieger Nico Müller
Foto: Audi-Motorsport
Audi musste 14 Jahre auf einen Sieg am Norisring warten und dann klappt es dieses Wochenende gleich zwei mal. Der Schweizer Nico Müller holt für Audi den zweiten Sieg an diesem Wochenende.
 
Das Rennen begann turbulent. An der gleichen Stelle wie am Samstag vertut sich Mattias Ekström erneut und touchiert in der ersten Kurve von Runde 1 Paul Di Resta (Mercedes), Folge Beschädigung am Kühler und das Aus für Mattias Ekström.
 
Tom Blomqvist (BMW) setzte seine Pole in die Rennführung um, gefolgt von Nico Müller (Audi) und Paul Di Resta (Mercedes). Dahinter fuhr ein entfesselter Lucas Auer, er war der Schnellste der Spitzengruppe kam aber nicht an Paul Di Resta vorbei. Die Folge war das Di Resta Lucas Auer aufhielt und sich derweil Blomqvist und Müller absetzen konnten.
 
Die einzige Chance für Auer war beim Boxenstopp an Di Resta vorbei zu kommen. Diese Chance wurde vertan weil der Stopp alles andere als optimal verlief und sich Auer danach sogar noch hinter Maxime Martin anstellen musste.
 
Den Rest des Rennen war Lucas Auer dazu degradiert, obwohl klar schneller, den vor ihm in der Meisterschaft liegenden Paul Di Resta nach hinten gegen die drückende Konkurrenz abzuschirmen. Schade die Fans hätten statt Stallregie bestimmt gern gesehen ob und wie Lucas Auer noch in die Top Drei gefahren wäre. Jedenfalls bot Lucas Auer nach seinem Sieg am Lausitzring auch am Norisring eine starke Vorstellung.
 
Am Ende feierte der 24-jährige Schweizer Nico Müller beim seinem zweiten Rennen auf dem Norisring seinen ersten DTM-Sieg. Nach 72 Runden auf dem nur 2,3 Kilometer langen Kurs betrug der Vorsprung auf den zweitplatzierten BMW-Piloten Tom Blomqvist aus Großbritannien 0,670 Sekunden. Dritter wurde mit dem Belgier Maxime Martin ein weiterer BMW-Fahrer.

123.500 Zuschauer verfolgten am Rennwochenende das DTM-Spektakel in der fränkischen Metropole Nürnberg; der Norisring ist der einzige Stadtkurs im Kalender der populären Tourenwagenserie.
 
„Das macht süchtig“, sagte Müller in seinem ersten Interview freudestrahlend. „Jetzt will ich häufiger auf dem Podium ganz oben stehen. Den Grundstein für den Sieg hat mein Team mit einem perfekten Boxenstopp gelegt – ihnen gebührt großer Dank.“ Dass er seine erste Pole-Position in der DTM nicht in einen Sieg ummünzen konnte, nahm Blomqvist gelassen. „Ehrlich gesagt, haben wir auf dem Norisring mit einem so guten Ergebnis nicht gerechnet. Daher bin ich zufrieden, auch wenn es am Ende nur Platz zwei geworden ist.“
 
Hinter dem Spitzentrio fuhren die beiden Mercedes-AMG-Fahrer Paul Di Resta und Lucas Auer auf die Plätze vier und fünf, Lokalmatador Marco Wittmann (BMW) wurde Sechster. Diese Platzierung reichte dem 26-Jährigen, um die Spitze in der Fahrerwertung nach acht Rennen zu übernehmen. Wittmann führt die Tabelle mit 75 Punkten vor Edoardo Mortara (73 Punkte) an. Der Audi-Pilot belegte im Rennen hinter Bruno Spengler (BMW) nur Rang acht und büßte somit seine Spitzenposition nach nur einem Rennen wieder ein. Platz drei belegt Di Resta – die Top-3-Positionen trennen gerade einmal fünf Punkte.
Podest vom Sonntagsrennen
Foto: Audi-Motorsport
 

DTM: Ekström mit Pole aber .....

Mattias Ekström holt Pole, startet aber von Platz vier
Foto: Jens Hawrda
Im Qualifying zu Rennen zwei am heutigen Sonntag hat es Mattias Ekström seinen Kritikern gezeigt und die Pole für Audi geholt. Ins Rennen wird er allerdings von Startplatz vier gehen, da er aufgrund seiner Strafe aus dem gestrigen Rennen um drei Startplätze nach hinten versetzt wird. So erbt Tom Blomqvist (BMW) die beste Startposition für das Rennen. Hinter ihm gehen Paul Di Resta (Mercedes) und Nico Müller (Audi) in Rennen. Dann folgt der Pole-Mann Mattias Ekström und auf Platz fünf Lucas Auer (Mercedes), der offenbar immer besser in Tritt kommt.

Ingesamt bietet das Qualifying ein recht ausgeglichenes Feld der Marken, mit leichten Vorteilen für Audi, die vier Fahrzeuge in die Top-Ten bringen. Mercedes und BMW sind mit jeweils drei Fahrzeugen in den Top-Ten vertreten.

Ergebnisse Qualifying 2
Quelle: DTM.com
 

DTM: Paul Di Resta Schnellster im dritten Freien Training

Schnellster im Freien Training am Sonntag: Paul Di Resta
Foto: Jens Hawrda
Das dritte Freie Training am Sonntag früh entschied Paul Di Resta (Mercedes) für sich. Auf Platz zwei und drei folgen die beiden Audi-Piloten Timo Scheider und Mattias Ekström. Auf Platz vier ein weiterer Mercedes-Pilot mit Lucas Auer. Auf dem fünften Platz folgt der beste BMW-Fahrer mit Marco Wittmann. Das Qualifying zum Rennen zwei startet um 11.50 Uhr.
Ergebnis drittes Freies Training (Top-Ten)
Quelle: DTM.com
 

DTM Ekström katapultiert Vietoris und Wickens aus dem Rennen

https://www.youtube.com/watch?v=TPnpLG4FI1A
um das Video zu sehen, bitte ins Bild klicken
Pole-Sitter Christian Vietoris hatte einen guten Start erwischt und hielt den Angriffen von Mattias Ekström stand. Als der Schwede sich bei einem erneuten Überholversuch in der achten Runde verschätzte, schlüpfte Robert Wickens in der Grundig-Kehre innen durch und übernahm Platz zwei. Eine Mercedes-AMG-Doppelführung, die bis zur Hälfte des Rennens Bestand hatte. Als das Trio zum 20. Mal auf die Grundig-Kehre zusteuerte, wollte sich Ekström bei Wickens revanchieren – ebenfalls innen vorbeigehen – und verkalkulierte sich dabei gehörig. Bei seiner Attacke kollidierte er zunächst mit Wickens und knallte zudem ins Heck von Christian Vietoris.
 
„Er ist ein Idiot. Ich habe keine Ahnung, was er sich dabei gedacht hat“, kommentierte Wickens das Manöver von Ekströms – aufgrund dessen er seinen Wagen abstellen musste – kurz nach seinem Ausfall. „Ich wollte mich innen vorbeibremsen und bin dabei mit Robert aneinandergeraten. So konnte ich nicht mehr reagieren und habe dann leider Christian in der Kurve getroffen. Das ist sehr schade für ihn und ich werde mich dafür auch persönlich bei ihm entschuldigen“, schilderte Ekström den Vorfall. „Jeder in unserem Team arbeitet sehr hart. Dann durch eine Aktion wie von Ekström den ganzen Lohn für diese Arbeit zu verlieren, ist für mich nicht akzeptabel. Heute wäre ein Sieg, oder zumindest ein Podiumsplatz, möglich gewesen. Jetzt stehe ich mit leeren Händen da. Da helfen auch Entschuldigungen nicht weiter“, sagte ein sichtlich angefressener Vietoris, der sich als Zehnter ins Ziel rettete.

Um eine Strafe kam Mattias Ekström nicht herum, er wurde für das Rennen am Sonntag um drei Plätze Strafversetzt.

Samstag, 25. Juni 2016

DTM: Christian Vietoris und Robert Wickens auf den Plätzen eins und zwei abgeräumt

Verpasster Doppelsieg nach unverschuldetem Unfall: Mercedes-AMG DTM Team startet mit einem Podestplatz ins Norisring-Wochenende.

 
  • Paul Di Resta (Mercedes-AMG C 63 DTM) fährt beim ersten Rennen auf dem Norisring auf den dritten Platz
  • Pole-Mann Christian Vietoris (BWT Mercedes-AMG C 63 DTM) und der bis dahin Meisterschaftsführende Robert Wickens (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM) verlieren Doppelführung nach einem unverschuldeten Unfall
  • Maximilian Götz (Mercedes-AMG C 63 DTM) fährt bei seinem Heimrennen als Achter in die Punkte
  • Paul Di Resta: „Ich habe einige Punkte mitgenommen und wir sind gut in Form. Hoffentlich geht es morgen noch ein oder zwei Plätze weiter nach oben.“
Aufregender Start in das erste DTM-Rennen auf dem Norisring: Paul Di Resta (Mercedes-AMG C 63 DTM) fuhr als Dritter auf das Podium. Christian Vietoris (BWT Mercedes-AMG C 63 DTM) und Robert Wickens (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM) lagen auf Kurs zu einem Doppelsieg, als sie unverschuldet abgeschossen wurden.
 
Christian Vietoris führte das Rennen von der Pole Position an. Sein Mercedes-AMG DTM-Teamkollege Robert Wickens machte in der Anfangsphase zwei Positionen gut und lag hinter Vietoris auf dem zweiten Platz. Gegen Rennmitte startete Audi-Pilot Mattias Ekström einen Angriff auf das Führungsduo, schoss innen in die erste Kurve hinein und traf dabei zuerst das Auto von Wickens und danach das von Vietoris. Vietoris fiel durch den Unfall weit zurück und belegte am Ende Rang zehn, Wickens musste sein Auto abstellen und schied aus.
 
Nach der anschließenden Safety Car-Phase übernahm Paul Di Resta (Mercedes-AMG C 63 DTM) als Dritter den letzten Podiumsplatz. Für den Schotten war es die 50. Punkteplatzierung in seiner DTM-Karriere. Maximilian Götz (Mercedes-AMG C 63 DTM) belegte bei seinem Heimrennen den achten Platz. Lausitzring-Sieger Lucas Auer (BWT Mercedes-AMG C 63 DTM) beendete das siebte Saisonrennen auf Platz 13. Gary Paffett (EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM) und Daniel Juncadella (Mercedes-AMG C 63 DTM) kamen auf den Rängen 15 und 20 ins Ziel. Esteban Ocon (FREE MEN’S WORLD Mercedes-AMG C 63 DTM) schied kurz vor Rennende aus.

Stimmen der Mercedes-Piloten zum Rennen:

 
 
Paul Di Resta (30 Jahre, Schottland) 3. Platz:
„Das Qualifying verlief für mich etwas frustrierend, da ich einen Fahrfehler gemacht habe. Hoffentlich gelingt mir das morgen besser. Aber Fehler sind menschlich und wir kämpfen hier um Tausendstelsekunden. Ich werde alles geben, um es morgen perfekt hinzubekommen. Nach dem Qualifying bin ich mit einem Podestplatz zufrieden. Ich habe einige Punkte mitgenommen und wir sind gut in Form. Hoffentlich geht es morgen noch ein oder zwei Plätze weiter nach oben.“
 
Maximilian Götz (30 Jahre, Deutschland) 8. Platz:
„Punkte beim Heimrennen – das war mein Ziel und das habe ich erreicht. Es war aber auch an der Zeit. Im Qualifying lief es nicht ganz optimal. Ich habe eine Zehntelsekunde liegen gelassen und das bedeutet in diesem engen Feld einige Positionen. Vom Speed war mehr drin. Wenn ich morgen in den Top-10 starte, ist also noch einiges möglich. Jetzt blicke ich dem zweiten Rennen positiv entgegen.“

Christian Vietoris in Führung liegend abgeschossen
Foto: Jens Hawrda
Christian Vietoris (27 Jahre, Deutschland) 10. Platz:
„Der Punkt ist doch der: Jeder in unserem Team arbeitet sehr hart und macht alles dafür, dass wir Rennen fahren und um Siege kämpfen können. Dann durch eine Aktion wie von Ekström den ganzen Lohn für die harte Arbeit zu verlieren, ist für mich nicht akzeptabel. Heute wäre ein Sieg oder zumindest ein Podium möglich gewesen. Jetzt stehe ich mit leeren Händen da. Da helfen auch Entschuldigungen nicht weiter.“
 
Lucas Auer (21 Jahre, Österreich) 13. Platz:
„Für mich war es ein schwieriges Rennen. Ich hatte einfach ein bisschen zu viele Berührungen und habe auch ein paar Fehler gemacht. Jetzt muss ich das Rennen mit dem Team analysieren und dann versuchen, dass es morgen bergauf geht. Die Qualifying-Pace war nicht schlecht, aber im Rennen hat es nicht mehr ganz so gut gepasst.“
 
Gary Paffett (35 Jahre, England) 15. Platz:
„Das war bislang ein relativ hartes Wochenende. Wir hatten einige Probleme im Training und konnten das Auto deshalb nicht so abstimmen, wie wir es gerne gehabt hätten. Das führte zu einem schlechten Startplatz. Wenn man hier im Mittelfeld startet, ist es immer schwierig. Man steckt in einem Fahrzeug-Zug fest und es ist sehr schwer, weiter nach vorne zu kommen. Ich hatte einige gute Zweikämpfe, konnte mich aber nicht nach vorne schieben. Hoffentlich läuft es morgen besser.“
 
Daniel Juncadella (25 Jahre, Spanien) 20. Platz:
„Erneut ein schwieriges Wochenende für mich. Ich weiß leider nicht, woran es liegt. Ich habe das Gefühl, dass ich insgesamt zu wenig Grip habe. Auf diesem Gebiet müssen wir bis morgen etwas finden. Aktuell bin ich da leider zu langsam.“
 
Esteban Ocon (19 Jahre, Frankreich) ausgefallen:
„Ein schwieriger Tag für mich. Das Qualifying lief für mich nicht gut. Leider wissen wir noch nicht, woran das gelegen hat. Bis morgen müssen wir versuchen, das zu lösen. Ich habe viel Boden auf die anderen Fahrer verloren. Davon lassen wir uns aber nicht unterkriegen und greifen morgen erneut an.“
Robert Wickens ebenfalls Opfer von Mattias Ekström
Foto: Jens Hawrda
Robert Wickens (27 Jahre, Kanada) ausgefallen:
„Ich wurde von Mattias Ekström abgeschossen. Er hat in diesem Jahr schon viele Fahrer abgeräumt. Bis zu dem Angriff von Mattias Ekström war alles okay. Wir waren in den Top-3 gut sortiert. Ich sparte mein DRS und dann hat Ekström viel zu spät gebremst und Christian und mich abgeschossen. Das war’s.“