Sonntag, 26. Juni 2016

DTM: Paul Di Resta Schnellster im dritten Freien Training

Schnellster im Freien Training am Sonntag: Paul Di Resta
Foto: Jens Hawrda
Das dritte Freie Training am Sonntag früh entschied Paul Di Resta (Mercedes) für sich. Auf Platz zwei und drei folgen die beiden Audi-Piloten Timo Scheider und Mattias Ekström. Auf Platz vier ein weiterer Mercedes-Pilot mit Lucas Auer. Auf dem fünften Platz folgt der beste BMW-Fahrer mit Marco Wittmann. Das Qualifying zum Rennen zwei startet um 11.50 Uhr.
Ergebnis drittes Freies Training (Top-Ten)
Quelle: DTM.com
 

DTM Ekström katapultiert Vietoris und Wickens aus dem Rennen

https://www.youtube.com/watch?v=TPnpLG4FI1A
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Pole-Sitter Christian Vietoris hatte einen guten Start erwischt und hielt den Angriffen von Mattias Ekström stand. Als der Schwede sich bei einem erneuten Überholversuch in der achten Runde verschätzte, schlüpfte Robert Wickens in der Grundig-Kehre innen durch und übernahm Platz zwei. Eine Mercedes-AMG-Doppelführung, die bis zur Hälfte des Rennens Bestand hatte. Als das Trio zum 20. Mal auf die Grundig-Kehre zusteuerte, wollte sich Ekström bei Wickens revanchieren – ebenfalls innen vorbeigehen – und verkalkulierte sich dabei gehörig. Bei seiner Attacke kollidierte er zunächst mit Wickens und knallte zudem ins Heck von Christian Vietoris.
 
„Er ist ein Idiot. Ich habe keine Ahnung, was er sich dabei gedacht hat“, kommentierte Wickens das Manöver von Ekströms – aufgrund dessen er seinen Wagen abstellen musste – kurz nach seinem Ausfall. „Ich wollte mich innen vorbeibremsen und bin dabei mit Robert aneinandergeraten. So konnte ich nicht mehr reagieren und habe dann leider Christian in der Kurve getroffen. Das ist sehr schade für ihn und ich werde mich dafür auch persönlich bei ihm entschuldigen“, schilderte Ekström den Vorfall. „Jeder in unserem Team arbeitet sehr hart. Dann durch eine Aktion wie von Ekström den ganzen Lohn für diese Arbeit zu verlieren, ist für mich nicht akzeptabel. Heute wäre ein Sieg, oder zumindest ein Podiumsplatz, möglich gewesen. Jetzt stehe ich mit leeren Händen da. Da helfen auch Entschuldigungen nicht weiter“, sagte ein sichtlich angefressener Vietoris, der sich als Zehnter ins Ziel rettete.

Um eine Strafe kam Mattias Ekström nicht herum, er wurde für das Rennen am Sonntag um drei Plätze Strafversetzt.

Samstag, 25. Juni 2016

DTM: Christian Vietoris und Robert Wickens auf den Plätzen eins und zwei abgeräumt

Verpasster Doppelsieg nach unverschuldetem Unfall: Mercedes-AMG DTM Team startet mit einem Podestplatz ins Norisring-Wochenende.

 
  • Paul Di Resta (Mercedes-AMG C 63 DTM) fährt beim ersten Rennen auf dem Norisring auf den dritten Platz
  • Pole-Mann Christian Vietoris (BWT Mercedes-AMG C 63 DTM) und der bis dahin Meisterschaftsführende Robert Wickens (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM) verlieren Doppelführung nach einem unverschuldeten Unfall
  • Maximilian Götz (Mercedes-AMG C 63 DTM) fährt bei seinem Heimrennen als Achter in die Punkte
  • Paul Di Resta: „Ich habe einige Punkte mitgenommen und wir sind gut in Form. Hoffentlich geht es morgen noch ein oder zwei Plätze weiter nach oben.“
Aufregender Start in das erste DTM-Rennen auf dem Norisring: Paul Di Resta (Mercedes-AMG C 63 DTM) fuhr als Dritter auf das Podium. Christian Vietoris (BWT Mercedes-AMG C 63 DTM) und Robert Wickens (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM) lagen auf Kurs zu einem Doppelsieg, als sie unverschuldet abgeschossen wurden.
 
Christian Vietoris führte das Rennen von der Pole Position an. Sein Mercedes-AMG DTM-Teamkollege Robert Wickens machte in der Anfangsphase zwei Positionen gut und lag hinter Vietoris auf dem zweiten Platz. Gegen Rennmitte startete Audi-Pilot Mattias Ekström einen Angriff auf das Führungsduo, schoss innen in die erste Kurve hinein und traf dabei zuerst das Auto von Wickens und danach das von Vietoris. Vietoris fiel durch den Unfall weit zurück und belegte am Ende Rang zehn, Wickens musste sein Auto abstellen und schied aus.
 
Nach der anschließenden Safety Car-Phase übernahm Paul Di Resta (Mercedes-AMG C 63 DTM) als Dritter den letzten Podiumsplatz. Für den Schotten war es die 50. Punkteplatzierung in seiner DTM-Karriere. Maximilian Götz (Mercedes-AMG C 63 DTM) belegte bei seinem Heimrennen den achten Platz. Lausitzring-Sieger Lucas Auer (BWT Mercedes-AMG C 63 DTM) beendete das siebte Saisonrennen auf Platz 13. Gary Paffett (EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM) und Daniel Juncadella (Mercedes-AMG C 63 DTM) kamen auf den Rängen 15 und 20 ins Ziel. Esteban Ocon (FREE MEN’S WORLD Mercedes-AMG C 63 DTM) schied kurz vor Rennende aus.

Stimmen der Mercedes-Piloten zum Rennen:

 
 
Paul Di Resta (30 Jahre, Schottland) 3. Platz:
„Das Qualifying verlief für mich etwas frustrierend, da ich einen Fahrfehler gemacht habe. Hoffentlich gelingt mir das morgen besser. Aber Fehler sind menschlich und wir kämpfen hier um Tausendstelsekunden. Ich werde alles geben, um es morgen perfekt hinzubekommen. Nach dem Qualifying bin ich mit einem Podestplatz zufrieden. Ich habe einige Punkte mitgenommen und wir sind gut in Form. Hoffentlich geht es morgen noch ein oder zwei Plätze weiter nach oben.“
 
Maximilian Götz (30 Jahre, Deutschland) 8. Platz:
„Punkte beim Heimrennen – das war mein Ziel und das habe ich erreicht. Es war aber auch an der Zeit. Im Qualifying lief es nicht ganz optimal. Ich habe eine Zehntelsekunde liegen gelassen und das bedeutet in diesem engen Feld einige Positionen. Vom Speed war mehr drin. Wenn ich morgen in den Top-10 starte, ist also noch einiges möglich. Jetzt blicke ich dem zweiten Rennen positiv entgegen.“

Christian Vietoris in Führung liegend abgeschossen
Foto: Jens Hawrda
Christian Vietoris (27 Jahre, Deutschland) 10. Platz:
„Der Punkt ist doch der: Jeder in unserem Team arbeitet sehr hart und macht alles dafür, dass wir Rennen fahren und um Siege kämpfen können. Dann durch eine Aktion wie von Ekström den ganzen Lohn für die harte Arbeit zu verlieren, ist für mich nicht akzeptabel. Heute wäre ein Sieg oder zumindest ein Podium möglich gewesen. Jetzt stehe ich mit leeren Händen da. Da helfen auch Entschuldigungen nicht weiter.“
 
Lucas Auer (21 Jahre, Österreich) 13. Platz:
„Für mich war es ein schwieriges Rennen. Ich hatte einfach ein bisschen zu viele Berührungen und habe auch ein paar Fehler gemacht. Jetzt muss ich das Rennen mit dem Team analysieren und dann versuchen, dass es morgen bergauf geht. Die Qualifying-Pace war nicht schlecht, aber im Rennen hat es nicht mehr ganz so gut gepasst.“
 
Gary Paffett (35 Jahre, England) 15. Platz:
„Das war bislang ein relativ hartes Wochenende. Wir hatten einige Probleme im Training und konnten das Auto deshalb nicht so abstimmen, wie wir es gerne gehabt hätten. Das führte zu einem schlechten Startplatz. Wenn man hier im Mittelfeld startet, ist es immer schwierig. Man steckt in einem Fahrzeug-Zug fest und es ist sehr schwer, weiter nach vorne zu kommen. Ich hatte einige gute Zweikämpfe, konnte mich aber nicht nach vorne schieben. Hoffentlich läuft es morgen besser.“
 
Daniel Juncadella (25 Jahre, Spanien) 20. Platz:
„Erneut ein schwieriges Wochenende für mich. Ich weiß leider nicht, woran es liegt. Ich habe das Gefühl, dass ich insgesamt zu wenig Grip habe. Auf diesem Gebiet müssen wir bis morgen etwas finden. Aktuell bin ich da leider zu langsam.“
 
Esteban Ocon (19 Jahre, Frankreich) ausgefallen:
„Ein schwieriger Tag für mich. Das Qualifying lief für mich nicht gut. Leider wissen wir noch nicht, woran das gelegen hat. Bis morgen müssen wir versuchen, das zu lösen. Ich habe viel Boden auf die anderen Fahrer verloren. Davon lassen wir uns aber nicht unterkriegen und greifen morgen erneut an.“
Robert Wickens ebenfalls Opfer von Mattias Ekström
Foto: Jens Hawrda
Robert Wickens (27 Jahre, Kanada) ausgefallen:
„Ich wurde von Mattias Ekström abgeschossen. Er hat in diesem Jahr schon viele Fahrer abgeräumt. Bis zu dem Angriff von Mattias Ekström war alles okay. Wir waren in den Top-3 gut sortiert. Ich sparte mein DRS und dann hat Ekström viel zu spät gebremst und Christian und mich abgeschossen. Das war’s.“

DTM: Endlich! Audi gewinnt auf dem Norisring

  • Erster Sieg für Audi beim DTM-Rennen in Nürnberg seit 2002
  • Edoardo Mortara übernimmt mit Sieg die Gesamtführung
  • Jamie Green komplettiert Audi-Doppelsieg
Edoardo Mortara übernimmt die Meisterschaftsführung
Foto: Audi-Motorsport
Im ersten der beiden DTM-Rennen auf dem Norisring hat Edoardo Mortara bei glühender Hitze einen kühlen Kopf bewahrt und Audi 14 Jahre nach dem letzten Erfolg auf dem Norisring endlich wieder einen Sieg beschert.
 
Der Italiener aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline ließ damit nicht nur Tausende von Audi-Fans rund um den Stadtkurs am Nürnberger Dutzendteich jubeln. Er holte sich am Steuer seines Castrol EDGE Audi RS 5 DTM auch die Gesamtführung zurück und ist der erste Fahrer, der in diesem Jahr zwei DTM-Rennen gewinnen konnte. „Auf dem Norisring als Audi-Fahrer zu siegen, ist einfach fantastisch“, sagte Mortara nach der Hitzeschlacht bei rund 30 Grad im Schatten. „Es war ein schwieriges Rennen, denn ich hatte die ganze Zeit Druck von hinten. Umso glücklicher bin ich.“
 
Jamie Green machte mit Platz zwei im Hoffmann Group Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Rosberg sogar einen Audi-Doppelsieg perfekt. Der Brite überquerte in einem Fotofinish die Ziellinie nur 0,531 Sekunden hinter seinem Markenkollegen und 0,372 Sekunden vor Mercedes-Benz-Pilot Paul Di Resta. „Natürlich hätte ich Edo (Mortara) gerne noch attackiert, aber das war mir zu riskant, denn der Abstand nach hinten war nicht so groß“, sagte Green. „Ich wollte den Audi-Sieg nicht gefährden.“

Den Grundstein für den Triumph legte die Audi-Mannschaft bereits im Zeittraining. Mit Mattias Ekström, Jamie Green und Edoardo Mortara auf den Startplätzen zwei, drei und sechs gingen drei Audi RS 5 DTM aus den ersten drei Reihen in das Rennen am Samstag.
Im ersten Renndrittel war es zunächst Mattias Ekström, der die Audi-Fans vom Sieg träumen ließ. Mit seinem Red Bull Audi RS 5 DTM duellierte sich der Schwede mit den beiden führenden Mercedes-Benz. Beim Versuch, Robert Wickens von Platz zwei zu verdrängen, kam es in Runde 20 beim Anbremsen der ersten Kurve zu einer Kollision zwischen Ekström und Wickens, die Ekström in den Führenden Christian Vietoris rutschen ließ. „Für Christian tut es mir unheimlich leid“, sagte Ekström. „Er wurde völlig unschuldig in die Rangelei zwischen mir und Wickens verwickelt.“
 
„Dass Mattias (Ekström) so etwas nicht absichtlich macht, dürfte jedem klar sein“, sagte Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Es wäre uns lieber gewesen, unseren ersten Norisring-Sieg seit 2002 etwas anders zu feiern. Aber ‚that’s racing‘. Die Kollision zwischen Wickens und Ekström war ein Rennunfall, wie er am Norisring häufig vorkommt. Eki hat uns schon oft mit seinen Überholmanövern begeistert, dieses Mal ging es schief, was nicht seine alleinige Schuld war. Wir würden auch gar nicht darüber diskutieren, wenn dabei mit Christian Vietoris nicht ein unbeteiligter Dritter betroffen gewesen wäre.“
 
Im Schatten der Ereignisse an der Spitze fuhr auch Adrien Tambay ein großes Rennen. Der Franzose arbeitete sich im Speedweek.com Audi RS 5 DTM vom 15. Startplatz auf Rang sieben nach vorn und begeisterte die Fans mit zahlreichen Überholmanövern. Timo Scheider (AUTO BILD MOTORSPORT Audi RS 5 DTM/Audi Sport Team Phoenix), Miguel Molina (Teufel Audi RS 5 DTM), Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM) und Nico Müller (Playboy Audi RS 5 DTM) blieben auf den Plätzen 17, 18, 19 und 21 ohne Punkte. Rockenfeller und Müller fuhren auf den Positionen acht und neun, als sich Müller am Ende der Start-Ziel-Geraden verbremste und Rockenfeller am Heck traf. „Ganz klar mein Fehler“, entschuldigte sich der Youngster.
 
Durch den Sieg von Edoardo Mortara übernahm das Audi Sport Team Abt Sportsline auch die Führung in der Teamwertung. In der Herstellerwertung liegt Audi vor dem zweiten Rennen am Sonntag (Start um 13.10 Uhr/live im Ersten) nur noch 13 Punkte hinter Tabellenführer BMW.

DTM: Mortara holt ersten Audi-Sieg seit 2002

Edoardo Mortara holt für Audi den ersten Sieg am Norisring seit 2002. Auf Platz zwei beendet der "König vom Norisring" Jamie Green (Audi) das Rennen vor Mercedes Pilot Paul Di Resta.
 
Edoardo Mortara siegt in Rennen 1 am Norisring
Foto: Jens Hawrda
So schön der Doppelsieg für Audi ist, er hat einen faden Beigeschmack. Er wurde erst möglich nachdem Mattias Ekström, auf Platz Drei liegend, die beiden vor Ihm fahrenden Mercedes-Piloten Vietoris und Wickens von der Strecke geräumt hat. Entschuldigen könnte Ekström dafür eigentlich nur ein technisches Problem, aber schon im ARD-Interview während des Rennen hat er selbst das ausgeschlossen. Es war also ein Fahrfehler bzw. eine gewollte harte Attacke auf die vor ihm fahrenden Mercedes-Piloten. Die zeigten nach dem Rennen auch wenig Verständnis für die Aktion. Ekström entschuldigte sich zwar nach dem Rennen sofort bei Christian Vietoris, der hatte aber arge Probleme diese Entschuldigung anzunehmen. Gegenüber Robert Wickens sah Mattias Ekström im Interview keinen Grund sich zu entschuldigen. Vielleicht kommt die Einsicht mit der Zeit und nach dem Studium der Fernsehbilder.
 
Es wird mit Sicherheit zu einer Bestrafung von Mattias Ekström kommen, er trägt die alleinige und volle Schuld an dem Vorfall.
 
Hinter den drei Erstplatzierten belegten die BMW-Piloten Wittmann, Spengler und Martin die Plätze vier bis sechs.
 
Währen Robert Wickens nach dem Eckström-Rembler aufgeben musste belegte Christian Vietoris am Ende noch Platz zehn.
Ergebnis Rennen eins am Norisring
Quelle: DTM.com