Samstag, 28. Mai 2016

Motorsport Festival auf dem Lausitzring steht vor der Tür

Bild: Jens Hawrda

Buntes Rahmenprogramm mit Fan-Partys, Konzerten und Stuntshows

Es ist ein absoluter Motorsport-Knüller, der vom 3. bis zum 5. Juni auf dem Lausitzring steigt. Im Osten der Bundesrepublik treffen gleich fünf spektakuläre Rennserien aufeinander – auf vier und auf zwei Rädern: Neben den Duellen der DTM-Piloten, die auf dem Lausitzring die Saisonrennen fünf und sechs austragen, tobt am gleichen Wochenende auch der Kampf im ADAC GT Masters, in der ADAC Formel 4, im Porsche Carrera Cup Deutschland und in der Superbike*IDM. Die Konstellation, dass an einem Wochenende, auf der gleichen Strecke sowohl Tourenwagen, GT- und Formel-Autos, als auch schnelle Motorräder fahren, ist nahezu einzigartig. Für die Rennbesucher ist das Motorsport Festival in der Lausitz maximale Unterhaltung auf höchstem Niveau. Doch damit nicht genug. In den wenigen Rennpausen liefert das Rahmenprogramm abwechslungsreiche Unterhaltung für jeden Geschmack.
Finn Martin
Foto; DTM-Media
Finn Martin auf der Bühne

Finn Martin wandelt auf den Spuren von Tim Bendzko, dem Elektropop-Duo Glasperlenspiel und den Guano Apes. Sie alle lieferten in der Vergangenheit den offiziellen DTM-Song. 2016 ist es der Berliner, der mit dem Titel „The World Will Know Your Name“ für die Hymne für Fahrer und Fans verantwortlich zeichnet. Ein Song, der vom Herz in den Kopf geht und sich dort sofort als Ohrwurm festsetzt. Schon beim Auftaktwochenende auf dem Hockenheimring stand Finn Martin zum ersten Mal mit dem offiziellen DTM-Song auf der Bühne und begeisterte mit den kraftvollen Beats, den elektronischen Sounds und seiner markanten Stimme auf Anhieb die Fans. Nun will der sympathische Musiker das Publikum am Lausitzring von seinem Talent überzeugen und wird am Samstag und Sonntag ein Konzert auf der Show-Bühne im Fahrerlager geben.
der Pit-Walk gehört für die Fans einfach dazu und ist immer gut besucht
Foto: DTM-Media
Buntes Programm im Fahrerlager

Am selben Ort ist während des gesamten Wochenendes für bestes Entertainment gesorgt. Autogrammstunden mit Fahrern aus allen Serien, jede Menge Gewinnspiele, spezielle Fahrerlager-Touren, Taxifahrten, der beliebte Pitwalk, Live-Interviews und vieles mehr steht auf dem Programm.

Stunt-Show auf Start-Ziel

Passend zum Auftritt der Superbike*IDM wird Dominik Csauth auf der Start-Ziel-Geraden für eine atemberaubende Stuntshow auf zwei Rädern sorgen. Mit seinen zwei Suzukis zeigt Csauth neue akrobatische und waghalsige Tricks und Manöver. Lange suchte er nach einer passenden Herausforderung, bei der er sein sportliches Geschick sowie seine Leidenschaft für Motorräder verbinden konnte. Dieses fand der heutige Stuntfahrer im Alter von 14 Jahren im Trial-Sport. Er hielt sich einige Jahre erfolgreich in dieser Disziplin und räumte in diesem Bereich schon damals alle Preise ab. Erster Platz in der Deutschen Meisterschaft, Bayerischer Meister, usw. Immer auf der Suche nach einem neuen Kick kam Dominik Csauth mit 23 Jahren auf eine ‚Straßenmaschine’ zurück und fand die neue Leidenschaft im ‚Freestyle’. Eine Leidenschaft, die er bis zur Perfektion auslebt – seine Show wird das Publikum in der Lausitz von den Sitzen reißen.
voll besetzte Tribünen am Lausitzring im letzten Jahr
Foto: DTM-Media
Mit den Fan-Partys durch die Nacht

Sobald am Abend die Motorengeräusche verstummen, geht es am Freitag und am Samstag jeweils ab 19 Uhr direkt weiter auf dem Fan- & Partyareal an der Haupttribüne. Am Freitag erobern ab 21 Uhr die Coyote-Mädels das Festzelt und die Band „RockValley“ spielt auf der Open-Air-Bühne aus ihrem Repertoire aus über 200 Songs. Bei der Dance Party am Samstagabend wird bis bis spät in die Nacht gefeiert. Auch Diejenigen, die über kein DTM-Ticket verfügen, sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist zu den Partys ist an beiden Abenden frei.

Freitag, 27. Mai 2016

Drei Fragen an DTM-Pilot Christian Vietoris

Christian Vietoris
Foto: Jens Hawrda
Chris, am kommenden Wochenende nimmst du am 24h-Rennen am Nürburgring teil. Wie wichtig ist dir dieses Rennen?

Christian Vietoris: „Wenn man in der Nähe der Nordschleife aufwächst, dann kommt man schon sehr früh mit dem Mythos der Strecke in Kontakt. Dass ich jetzt selbst bei diesem Rennen mitfahre, ist natürlich der Hammer. Nachdem letztes Jahr nicht ganz so erfolgreich war, ist in diesem Jahr das klare Ziel, mit etwas Zählbarem nach Hause zu gehen.“

Hand aufs Herz, fährt auf der Nordschleife auch ein bisschen die Angst mit?

Christian Vietoris: „Na ja sagen wir so, das Rennen ist sicher nichts für Weicheier. Da muss man schon manchmal die Zähne zusammenbeißen und ein Stoßgebet nach oben abgeben. Es ist ja nicht nur die Strecke, die gefährlich ist. Du hast da so viele Autos mit unterschiedlicher Leistung im Rennen und auch die Fahrer unterscheiden sich in ihrem Können teilweise enorm voneinander. Gerade bei Nacht oder bei Eiffel-Wetter mit Nebel und Regen braucht man einen kleinen Schutzengel. Aber Angst habe ich keine, eher eine gute Portion gesunden Respekt.“

Nachdem das letzte DTM-Rennwochenende nicht so gut gelaufen ist, tut dir die Ablenkung beim 24h-Rennen zu starten erst einmal gut?

Christian Vietoris: „Nein, das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun. Bei mir ist es eher so, dass ich lieber gleich wieder ein DTM-Rennen fahren würde, um das schlechte Ergebnis vergessen zu machen. Klar, Spielberg war gar nix für unser Team, aber auch solche Rennwochenenden gibt es nun einmal. Ich denke aber, dass wir am Lausitzring wieder eine bessere Mercedes-Leistung sehen werden. Ich fahre ja dieses Jahr auch für Mücke Motorsport und habe damit in der Lausitz sogar noch ein Heimrennen.“

Donnerstag, 26. Mai 2016

DTM-Pilot Miguel Molina „down under“ im Audi R8 LMS

Miguel Molina
Foto: Audi-Motorsport
Miguel Molina macht zwischen den beiden DTM-Läufen in Spielberg und auf dem Lausitzring einen Abstecher nach Australien: Am kommenden Wochenende bestreitet der DTM-Pilot mit einem Audi R8 LMS zwei Läufe der Australischen GT-Meisterschaft auf Philipp Island. Im Audi-Kundenteam Jamec Pem Racing vertritt der Spanier den amtierenden Champion Christopher Mies, der für das Audi Sport Team WRT beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im Einsatz ist. Für Molina ist es die erste Reise nach Down Under und der zweite Start mit einem GT3-Sportwagen.

DTM-Piloten fiebern 24-Stunden-Rennen entgegen

DTM-Piloten starten bei 24h Rennen für Audi
Foto: Audi-Motorsport

Vier Audi-DTM-Piloten starten am kommenden Wochenende (28./29. Mai) beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Vorjahressieger Nico Müller startet für das Audi Sport Team WRT. Edoardo Mortara, Zweiter in der DTM-Fahrerwertung, startet in einem von Phoenix Racing eingesetzten Audi R8 LMS. Die Mannschaft von Teamchef Ernst Moser gewann bereits 2012 und 2014 den Eifelklassiker mit Audi. Mike Rockenfeller und Timo Scheider sind nicht nur in der DTM Teamkollegen. Beim 24-Stunden-Rennen teilen sie sich einen Audi R8 LMS des Teams Montaplast by Land-Motorsport, das in diesem Jahr erstmals auf die Vier Ringe setzt.

ADAC GT Masters und DTM – Wiedersehen in der Lausitz

  • Gemeinsames Rennwochenende am Lausitzring (3. bis. 5. Juni) steht kurz bevor
  • Blick auf die Piloten mit ADAC GT Masters- und DTM-Erfahrung
  • Teamchef Christian Abt bestritt ebenso in beiden Serien Rennen
Bild: Jens Hawrda
In knapp zwei Wochen (3. bis 5. Juni) steigt das große Highlight der ADAC GT Masters-Saison 2016: Auf dem Lausitzring bestreitet die "Liga der Supersportwagen" erstmals wieder seit 2008 ein gemeinsames Rennwochenende mit der DTM - beim Motorsportfestival Lausitzring. Dabei wird es das eine oder andere Wiedersehen geben, denn manche Piloten blicken auf eine Vergangenheit sowohl im ADAC GT Masters als auch in der DTM zurück.
Rahel Frey fuhr 2011/2012 20 DTM-Rennen für Audi
Foto: Jens Hawrda
Unter den mehr als 60 ADAC GT Masters-Fahrern und 24 aktuellen DTM-Piloten gibt es vier Fahrer, die in beiden Serien mindestens eine komplette Saison absolviert haben. Markus Winkelhock (35, Berglen-Steinach/Phoenix Racing) und Rahel Frey (30, CH/YACO Racing) fuhren erst in der DTM und nun im ADAC GT Masters. Die Schweizerin bestritt 2011 und 2012 insgesamt 20 DTM-Rennen als Audi-Werksfahrerin. 2013 wechselte sie in die "Liga der Supersportwagen". In diesem Jahr teilt sie sich mit Philip Geipel einen neuen Audi R8.

 "Weder die beiden Serien, noch die beiden Einsatzautos sind zu vergleichen", so Frey. "Es sind einfach völlig unterschiedliche Konzepte. In der DTM fährt man allein, die Autos sind technologisch auf einem anderen Level als die seriennahen GT3-Fahrzeuge. Der Leistungsdruck in der DTM ist höher, weil man auch für einen Hersteller fährt. Im ADAC GT Masters wechselt man sich mit einem Teamkollegen ab, in den Rennen geht es etwas härter zur Sache und man hat an den Wochenenden sehr viel Kontakt zu den Fans."
Markus Winkelhock
Foto: Jens Hawrda
Der Belgier Maxime Martin (30) und Maximilian Götz (30, Uffenheim) schlugen den umgekehrten Weg in ihrer Motorsportkarriere ein: Zunächst starteten sie im ADAC GT Masters, nun reisen sie als DTM-Piloten an den Lausitzring. Götz ist der "Liga der Supersportwagen" in besonders guter Erinnerung: Zusammen mit Sebastian Asch (29, Ammerbuch/AMG-Team Zakspeed) gewann er 2012 im Mercedes-Benz SLS AMG die Fahrerwertung.

 "Ich verfolge das ADAC GT Masters immer noch ganz genau", so Götz. "Im Vorfeld zu diesem Event haben mich schon viele alte Bekannte angerufen, ob sie mich in meiner DTM-Box besuchen dürfen. Im Gegenzug werde ich auch mal bei Sebastian Asch vorbeischauen, zu dem ich immer noch engen Kontakt habe. Für die Fans am Lausitzring ist die Zusammenlegung dieser beiden bedeutenden Serien natürlich ein Zuckerschlecken. Vier Top-Rennen an zwei Tagen mit unterschiedlichen Rennformaten - was will man mehr?"

Im Bentley Team ABT gibt es einen ganz speziellen Fall: Christian Abt fuhr zunächst acht Jahre für drei verschiedene Audi-Teams in der DTM, bevor er in seiner Debütsaison im ADAC GT Masters 2009 auf Anhieb den Fahrertitel für das Team ABT Sportsline holte. Im Folgejahr wechselte der Allgäuer an den ABT-Kommandostand und gewann als Teamchef insgesamt drei Mal die Teamwertung. Am Lausitzring trifft er als Teamchef des Bentley Team ABT auf seinen Bruder Hans-Jürgen Abt, der die Fäden beim DTM-Rennstall Audi Sport Team Abt Sportsline in der Hand hält.

 "Dem Hightech und schnelleren Rundenzeiten in der DTM setzt das ADAC GT Masters mehr Überholmanöver und die enorme Strahlkraft der Supersportwagen entgegen", so Christian Abt. "Wer träumt nicht davon, einen Bentley, einen Porsche oder Lamborghini in der Garage zu haben? Dass beide Serien tollen, actiongeladenen Motorsport bieten können, haben die ersten Rennen der Saison gezeigt. Für mich als Motorsport-Fan stellt sich daher nicht die Frage ob ADAC GT Masters oder DTM - ich will beides sehen. Und genau deswegen ist es einfach großartig, dass wir den Zuschauern am Lausitzring diesen Doppelpack bieten werden", so Abt.

Ebenfalls einen Doppeleinsatz am Lausitzring hat das Team Phoenix Racing. Im ADAC GT Masters setzt die Mannschaft von Ernst Moser einen Audi R8 und in der DTM zwei Audi RS 5 DTM ein. "Betrachtet man die Manpower, die vor Ort sein wird und das Material, das wir mitnehmen müssen, so ist das sicher der größte Einsatz, den wir bisher hatten", so Moser. "Allerdings sind das zwei komplett eigenständige Teams, die auch an so einem Wochenende wunderbar unabhängig voneinander funktionieren werden. Klar - Hotels haben wir natürlich für alle Mitarbeiter gemeinsam gebucht, wir fahren auch alle zur gleichen Zeit los. Fünf Phoenix-Trucks in einem Konvoi, drei für die DTM und zwei für das ADAC GT Masters. Ich werde mich in der Funktion als Teamchef um das DTM-Programm kümmern, unser Teammanager Bernhard Demmer hält die Fäden im GT-Bereich in der Hand."
Martin Tomczyk unterstützte BMW bei den beisen ersten Saisonrennen in der GT-Masters
Foto: Jens Hawrda
Mit den BMW-Stars Bruno Spengler (32, CDN) und Martin Tomczyk (34, Rosenheim) haben zwei aktuelle DTM-Piloten einen Gasteinsatz im ADAC GT Masters vorzuweisen - mit punktebringendem Ausgang. Spengler unterstützte das Team Schubert Motorsport beim Saisonfinale 2015 in Hockenheim. Zusammen mit Dominik Baumann (23, A) holte der Kanadier einen vierten und einen dritten Rang und verhalf Schubert damit zum Gewinn des Teamtitels. Tomczyk ersetzte beim Saisonauftakt 2016 - ebenfalls bei Schubert - Louis Delétraz (19, CH) und bescherte dem neuen BMW M6 GT3 zusammen mit Jesse Krohn (25, FIN) nach Platz fünf und Rang acht die ersten Zähler im ADAC GT Masters.