Freitag, 19. Februar 2016

DTM: Neue Teamzusammensetzung bei Mercedes

  • Das Mercedes-AMG DTM Team setzt auch 2016 auf die etablierten Teams ART Grand Prix, HWA und Mücke Motorsport
  • Lucas Auer, Maximilian Götz, Daniel Juncadella und Christian Vietoris gehen jeweils mit einem anderen Team in die neue Saison
  • Neuzugang Esteban Ocon startet an der Seite des erfahrenen Gary Paffett für ART Grand Prix
  • Erster DTM-Test des Jahres vom 23.-25. Februar in Monteblanco
Foto: Mercedes-Motorsport
Neue Fahreraufteilung für die Mission Titelverteidigung: Das Mercedes-AMG DTM Team geht mit einer veränderten Teamzuteilung in die DTM-Saison 2016. Ein DTM-Rookie und vier teaminterne Wechsel setzen neue Akzente für die kommende Saison.

Die acht Mercedes-AMG C 63 DTM werden wie im vergangenen Jahr von Mercedes-AMG DTM-Entwicklungspartner HWA AG, dem Mercedes-AMG DTM Team Mücke Motorsport und dem französischen Mercedes-AMG DTM Team ART eingesetzt.

Das Mercedes-AMG DTM Team HWA setzt in diesem Jahr auf Paul Di Resta, Maximilian Götz, Daniel Juncadella und Robert Wickens. Für Götz und Juncadella ist es das erste Jahr in Diensten des erfolgreichsten Teams der DTM-Geschichte, das im vergangenen Jahr den Fahrer- und den Teamtitel gewann.

Das Mercedes-AMG DTM Team Mücke geht in der Saison 2016 mit zwei neuen Fahrern an den Start. So wechselt der Österreicher Lucas Auer für seine zweite DTM-Saison von ART Grand Prix zu den Berlinern. Auer fuhr bereits in der FIA Formel-3-Europameisterschaft für die Truppe von Peter Mücke. Auch Christian Vietoris ist ein alter Bekannter für Mücke Motorsport. Der DTM-Rennsieger fuhr ebenfalls bereits in seiner Formel-3-Zeit für das Team und wurde 2009 gemeinsam mit ihnen Vizemeister in der Formel-3-Euroserie.

Der junge Franzose Esteban Ocon gibt sein DTM-Debüt beim Mercedes-AMG DTM Team ART, mit dem er 2015 auch den Meistertitel in der GP3 Serie einfuhr. In der DTM startet der letztjährige Test- und Entwicklungsfahrer des Mercedes-AMG DTM Teams an der Seite des erfahrenen Briten Gary Paffett, der 2016 seine 13. DTM-Saison absolviert. Der DTM-Champion des Jahres 2005 unterstützte die französische Mannschaft bereits 2015 bei ihrem DTM-Einstieg.


Teams & Fahrer für die Saison 2016:

Mercedes-AMG DTM Team ART
Gary Paffett
Esteban Ocon

Mercedes-AMG DTM Team HWA I
Daniel Juncadella
Robert Wickens

Mercedes-AMG DTM Team HWA II
Paul Di Resta
Maximilian Götz

Mercedes-AMG DTM Team Mücke
Lucas Auer
Christian Vietoris






Donnerstag, 18. Februar 2016

Rennversion des Audi TTS im Test

Foto: Jens Hawrda
Die aus dem Audi Sport TT Cup bekannte Rennversion des Audi TTS unterzieht sich einem speziellen Leistungstest. Am 29. Februar stellt sich der kompakte Sportwagen der sogenannten „Balance-of-Performance“-Erprobung auf der südfranzösischen Rennstrecke Le Castellet. Der internationale Rennpromoter „SRO“ vergleicht die Leistungsfähigkeit des frontangetriebenen Coupés mit verschiedenen Wettbewerbern aus dem seriennahen GT4-Rennsport. Audi erhielt bereits Kundenanfragen zu den Einsatzmöglichkeiten des Modells, das bislang ausschließlich dem Audi Sport TT Cup vorbehalten war. Nun überprüft Audi Sport customer racing Alternativen und damit eine Ausweitung seiner Kundensportaktivitäten.

Dienstag, 16. Februar 2016

DTM: Timo Glock bringt Kufen-Stars zum Driften

Foto: BMW-Motorsport
Nicht nur Bruno Spengler (CA) wagte in dieser Woche einen Ausflug auf Eis und Schnee. Auch sein BMW Fahrerkollege in der DTM, Timo Glock (DE), war in der vergangenen Woche auf rutschigem Untergrund unterwegs. In den Ötztaler Alpen beeindruckte er bei der BMW Snow Driving Challenge auf dem Rettenbachgletscher (AT) einige der schnellsten Bobpiloten der Welt mit seinem Fahrgefühl. Auf 3.000 Metern befindet sich das höchstgelegene Wintertrainings-Fahrgelände der Welt, zu dem die Wintersportler direkt von der Olympia-Bobbahn in Innsbruck-Igls (AT) mit dem Helikopter geflogen wurden. Unter der Anleitung von Glock meisterten die Kufen-Stars die anspruchsvollen Herausforderungen wie den Drift-Slalom, die Traktions-Challenge oder den Offroad-Parcours und hatten jede Menge Spaß am Steuer der sportlichen BMW Modelle. Am Start waren unter anderem der amtierende 2er-Bob-Welmeister Francesco Friedrich (DE) mit seinem Anschieber Thorsten Margis (DE) sowie 4er-Bob-Olympiasieger Steven Holcomb (US). Für die Athleten war es die perfekte Einstimmung auf die anstehenden BMW IBSF Weltmeisterschaften Bob und Skeleton vom 8. bis 21. Februar. „Mit den Bob-Athleten ist es immer sehr spaßig“, sagte Glock. „Sie konnten sich ein wenig ablenken vor der WM und haben heute richtig Gas gegeben. Es ist immer wieder schön, andere Athleten aus der BMW Sport-Familie zu treffen.“
Foto: BMW-Motorsport
 

Montag, 15. Februar 2016

DTM: Drei Fragen an... Bruno Spengler

Bruno Spengler fordert Wintersport-Stars zum Wettkampf heraus.
 
In nicht einmal 100 Tagen startet BMW Motorsport mit dem Auftaktrennen in Hockenheim (DE) in die fünfte DTM-Saison seit dem Comeback 2012. Doch auch in der rennfreien Zeit gönnen sich die BMW Fahrer keine Verschnaufpause. Am vergangenen Wochenende stellte sich Bruno Spengler (CA) der ultimativen Herausforderung auf Eis und Schnee: Bei der Winter Challenge der BMW Bank, Premium Partner von BMW Motorsport, trat der Kanadier gegen Biathlon-Idol Fritz Fischer (DE) und Rodel-Legende Georg Hackl (DE) jeweils mit einem Team aus Fans an. Im Interview spricht Spengler über die Veranstaltung und seine Liebe zum Wintersport.
 
Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Bruno, Sie sind absolut sportbegeistert, da muss die BMW Bank Winter Challenge ein traumhaftes Erlebnis für Sie gewesen sein...
 
Bruno Spengler: „Absolut! Schon allein die Kulisse am Königssee und in Saalfelden, vor der dieser außergewöhnliche Wettkampf stattgefunden hat, war fantastisch. Am ersten Abend haben wir zur Einstimmung eine Ice-Kart-Challenge veranstaltet und eine Fackelwanderung zu einer Alm unternommen. Dabei ist ein echter Team-Spirit entstanden. Am Samstag war dann der eigentliche Wettkampftag. Wir haben uns in drei Disziplinen gemessen – im Biathlon, Rodeln und bei einer BMW Driving Experience. Es war ein tolles Erlebnis, gegen Fritz und Georg anzutreten. Sie sind Legenden in ihren Sportarten. Zusammen haben sie acht Medaillen bei den Olympischen Spielen gewonnen und waren zwölf Mal Weltmeister. Das ist eine beeindruckende Bilanz. Auch menschlich sind die beiden absolut top. Wir haben uns super verstanden. Es ist trotz der kalten Temperaturen neben jeder Menge Schweiß auch viel Adrenalin geflossen. Denn wir drei sind absolute Wettkampftypen, geben immer alles und wollen gewinnen. Am Ende hatte Fritz mit seinem Team die Nase vorn, doch das Ergebnis ist nicht so wichtig. Der Spaß stand im Vordergrund. Und davon hatten wir bei der Winter Challenge jede Menge. Es wurde viel gelacht. Die Siegerehrung durch Magdalena Neuner am Abend im Bergdorf Priesteregg war dann noch eine tolle Überraschung und ein schöner Abschluss für alle Teilnehmer.“
 
Hilft so ein Wettkampf, auch wenn der Spaß im Vordergrund steht, sich fit für die anstehende DTM-Saison zu halten?
 
Bruno Spengler: „Klar, jede Art von sportlicher Betätigung hilft in der Vorbereitung auf die Saison. Wenn du nicht fit bist, hast du keine Chance in der DTM. Nur, wenn du körperlich und mental auf einem Top-Level bist, kannst du Rennen gewinnen. Deshalb gebe ich im Winter immer richtig Gas. Beim Langlauf oder Schneeschuhwandern in Kanada hole ich mir, was die Ausdauer betrifft, die Grundlagen für die Saison. Der perfekte Sport für mich ist aber Biathlon. Die Schießübungen helfen, selbst bei einer enormen Pulsfrequenz die Konzentration hochzuhalten.“
 
Mit welchen Erwartungen starten Sie in die DTM-Saison 2016?
 
Bruno Spengler: „Wir müssen erst einmal schauen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Ich will das Beste aus mir und dem Fahrzeug herausholen – das ist mein erstes Ziel. Zwar war ich 2015 erneut der beste BMW Fahrer und konnte einige Podestplätze erkämpfen. Aber einen Sieg konnte ich nicht holen. Das soll sich in der neuen Saison ändern. Denn für mich gibt es nichts Schöneres, als nach dem Rennen ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Dafür lebe ich.“

Sonntag, 14. Februar 2016

DTM: ​Nachgefragt bei ... Jamie Green

Mit vier Siegen und Platz zwei in der Fahrerwertung war Jamie Green im vergangenen Jahr der erfolgreichste Audi-Pilot in der DTM. Der Brite über die Vorbereitungen auf die neue Saison und seine Erwartungen.
 
Jamie Green
Foto: Jens Hawrda
Ende Februar sitzen Sie bei einem Test in Spanien erstmals seit dem Finale der Saison 2015 wieder im Cockpit des Audi RS 5 DTM – eine ziemlich lange Zeit, oder?
 
Ich bin schon viele Jahre in der DTM und daran gewöhnt, abseits der Rennwochenenden nicht viel zum Fahren zu kommen. Von Oktober bis Februar nicht im Auto zu sitzen ist schon eine lange Zeit. Aber für mich ist das kein Problem. Ich finde es sogar gut, im Winter ein paar Monate Abstand zum Racing zu haben. Es gibt dir Zeit, die Akkus aufzuladen, und hält dich frisch und motiviert. Wenn es im Mai in Hockenheim wieder losgeht, bin ich bestimmt wieder richtig hungrig auf das Racing.
 
In diesem Jahr gibt es vor Saisonbeginn nur zwei Testtermine: den Herstellertest in Monteblanco und einen ITR-Test in Hockenheim.
 
Wir haben in der DTM Phasen wie diese, in denen die technische Entwicklung der Autos eingefroren und das Testen stark limitiert ist. Mir macht das nichts aus, denn meine Leistung leidet darunter nicht. Trotzdem ist es schön, dass ich in diesem Jahr bei beiden Tests dabei bin. Fünf Tage im Auto vor dem Saisonstart – das ist für DTM-Verhältnisse relativ viel.
 
2015 war der Audi RS 5 DTM das Auto, das es zu schlagen galt. Was erwarten Sie von der neuen Saison?
 
Das ist schwer zu sagen. Auch vor einem Jahr war die Technik der Autos eingefroren – trotzdem war BMW überraschend langsam, nachdem Marco Wittmann in der Saison zuvor die Meisterschaft gewonnen hatte. Wer hätte damit gerechnet? In der DTM ist einfach nichts garantiert. Klar ist, dass wir im letzten Jahr ein sehr gutes Auto hatten und nur durch viel Pech nicht den Fahrer- und den Herstellertitel geholt haben. Der Speed hat gestimmt. Wir hoffen, dass das auch in diesem Jahr der Fall sein wird. Mercedes kommt mit einer etwas anderen Karosserie. Es besteht also die Möglichkeit, dass sich die Kräfteverhältnisse dadurch etwas verschieben. Für mich persönlich ist wichtig, dass mein Umfeld unverändert ist: Ich arbeite beim Audi Sport Team Rosberg mit demselben Ingenieur und denselben Mechanikern zusammen. Wir sind eine starke, kleine Gruppe, die an sich glaubt und in der alle einander vertrauen. Es ist positiv, dass wir weiter zusammenarbeiten und hoffentlich das gute Momentum aus dem letzten Jahr in die neue Saison mitnehmen.
 
Sie bekommen aber mit Adrien Tambay einen neuen Teamkollegen. Was bedeutet das für Sie?
 
Adrien fährt ja schon länger in der DTM für Audi. Auch wenn wir noch keine Teamkollegen waren, kennen wir uns gut. Wir verstehen uns prima. Er ist ein schneller Fahrer und ein Youngster. Ich bin etwas älter und erfahrener. Ich denke, aus der Sicht von Rosberg ist das eine gute Mischung. Das war auch mit Nico (Müller) so. Für mich ändert sich nichts: Ich habe wieder einen jungen, schnellen Teamkollegen, der mir das Leben hier und da schwermachen wird. Das ist Teil der Herausforderung, die mir gefällt.