Dienstag, 29. September 2015

DTM: Stimmen der BMW-Piloten nach dem Rennwochenende am Nürburgring

Ein Sieg, ein dritter Platz und viele Punkte im Kampf um den Titel in der Herstellerwertung: BMW Motorsport hat am achten Rennwochenende der DTM-Saison auf dem Nürburgring (DE) gute Ergebnisse erzielt und sich dadurch vor dem Finale in Hockenheim (DE) in eine gute Ausgangsposition gebracht. Mit 554 Punkten liegt die Marke vor den beiden abschließenden Rennen mit 51 Zählern vor Mercedes an der Spitze.

Das Samstagsrennen sah in Maxime Martin (BE) einen dominanten Sieger, der seinem BMW Team RMG einen umjubelten Heimsieg in der Eifel bescherte. Sein Teamkollege Marco Wittmann (DE) als Siebter und António Félix da Costa (PT) als Neunter sammelten ebenfalls Punkte. Am Sonntag errang Bruno Spengler (CA) als Dritter seinen sechsten Podestplatz der Saison. Direkt hinter ihm wurde Rookie Tom Blomqvist (GB) Vierter. Auch Augusto Farfus (BR) und Martin Tomczyk (DE) kamen als Achter bzw. Neunter in die Top-10. Tomczyk gelang dabei vom letzten Startplatz eine eindrucksvolle Aufholjagd.

Lesen Sie hier was die acht BMW DTM-Fahrer nach dem achten Rennwochenende auf dem Nürburgring zu sagen hatten:
 
Bruno Spengler
Foto: BMW-Motorsport
Bruno Spengler (BMW Team MTEK, So.: 3. Platz, Sa.: DNF):
„Das war ein tolles Rennen. Mich freut es vor allem für meine BMW Team MTEK Mechaniker, dass ich heute als Dritter Punkte sammeln konnte. Nach meinem Unfall gestern war mein Auto stark beschädigt. Aber meine Jungs haben einen super Job gemacht und das Auto bis zum Rennen heute wieder repariert. Der BMW Bank M4 DTM hat sich fantastisch angefühlt und war in allen Phasen auf der Strecke sehr stark. Ich bin super-happy mit meinem Podestplatz. Jetzt freue ich mich auf das Saisonfinale in Hockenheim in drei Wochen.“

Tom Blomqvist (BMW Team RBM, So.: 4. Platz, Sa.: DNF):
„Natürlich wäre ich gerne auf das Podium gefahren – aber meine Pace war verglichen mit Bruno und den anderen auf den ersten drei Plätzen nicht gut genug. Ich hatte einen guten Start und wäre fast in Führung gegangen. Leider hatte ich die Nase in der ersten Kurve nicht ganz vorne und musste zurückstecken. Auch bei meinem Boxenstopp ging es sehr eng zu. Insgesamt war es ein tolles Rennen, und ich bin sehr glücklich über meinen vierten Platz. Ich freue mich auf Hockenheim und das große Finale. Hier schließt sich für mich der Kreis. Im Vergleich zum Saisonauftakt werde ich mit viel mehr Erfahrung und Selbstvertrauen nach Hockenheim reisen.“
Augusto Farfus
Foto: BMW-Motorsport
Augusto Farfus (BMW Team RBM, So.: 8. Platz, Sa.: 18. Platz):
„Mehr als der achte Platz war heute einfach nicht drin. So ist das in der DTM. Beim Rennen am Samstag war das Auto fantastisch, und wir hatten die nötige Pace. Die hat uns heute leider gefehlt. Trotzdem haben wir gepunktet. Nach dem Boxenstopp konnte ich mich noch einmal nach vorn kämpfen, aber für mehr Punkte hat es nicht gereicht. Jetzt freue ich mich auf ein großes und vor allem aufregendes Finale in Hockenheim.“

Martin Tomczyk (BMW Team Schnitzer, So.: 9. Platz, Sa.: DNS):
„Ich kann an diesem Wochenende BMW und meinem BMW Team Schnitzer für die harte Arbeit an meinem Auto gar nicht genug danken. Ich hoffe, mit meinem Rennen am Sonntag konnte ich allen etwas für ihre Mühen zurückgeben. Für mich hat sich heute die Maxime bestätigt, dass man im Motorsport niemals aufgeben darf. Nachdem ich am Samstag nicht starten konnte und am Sonntag vom letzten Platz ins Rennen gehen musste, ist diese Aufholjagd bis in die Punkteränge ein ganz besonderer Lichtblick für mich. Ich habe tolles Racing auf der Strecke in einem fantastischen Auto erlebt. Darüber freue ich mich sehr.“

Maxime Martin (BMW Team RMG, So.: 13. Platz, Sa.: 1. Platz):
„Ich habe an diesem Wochenende gesehen, wie schnell sich die Dinge in der DTM ändern können. Nach meinem Sieg am Samstag hatte ich am Sonntag keinen Grip und kam mit den Reifen, die einen Tag zuvor noch perfekt funktioniert haben, gar nicht zurecht. Da würde ich mir mehr Konstanz und Berechenbarkeit wünschen. Alles in allem war das aber natürlich ein sehr positives Wochenende für mein Team und mich.“

António Félix da Costa (BMW Team Schnitzer, So.: 15. Platz, Sa.: 9. Platz):
„Das Fahrzeug hat sich das ganze Wochenende über nicht perfekt angefühlt. Ich habe mich sehr schwer getan, schnelle und konstante Runden zu drehen. Dann beging ich im Sonntagsrennen beim Boxenstopp auch noch einen Fehler und habe dadurch Zeit verloren. Das waren zwei harte Rennen am Nürburgring. Jetzt werden wir alles geben, um in Hockenheim ein gutes Saisonende zu erleben.“
Marco Wittmann
Foto: BMW-Motorsport
Marco Wittmann (BMW Team RMG, So.: 18. Platz, Sa.: 7. Platz):
„Das Rennen heute lief für mich überhaupt nicht nach Plan. Bereits in der ersten Kurve wurde ich zwei, drei Mal hart getroffen. Das Auto war zu diesem Zeitpunkt schon stark beschädigt. Danach hatte ich auch noch einen platten Reifen. Ich bin das Rennen trotzdem zu Ende gefahren – man weiß ja nie, was passiert. Aber im Grunde habe ich mit stumpfen Waffen gekämpft. Gestern konnte ich immerhin Punkte sammeln, mein Team hat den Sieg geholt. Deshalb war es allen in allem ein einigermaßen versöhnliches Wochenende für uns.“
Timo Glock
Foto: BMW-Motorsport
Timo Glock (BMW Team MTEK, So.: 20. Platz, Sa.: 16. Platz):
„Ich war am Sonntag immer im Verteidigungsmodus und hatte einige gute Zweikämpfe – vor allem mit Mattias Ekström. Dann war Edoardo Mortara hinter mir und hat auf die harte Tour versucht, vorbeizukommen. Leider haben wir uns danach dann noch mal berührt. Alles in allem muss ich dieses Wochenende abhaken und in Richtung Hockenheim blicken. Dort gilt es, diese Saison positiv abzuschließen.“

Traumfinale der SUPERBIKE*IDM auf dem Hockenheimring (Teil 2)

Die SUPERBIKE*IDM 2015 geht mit einem fantastischen Wochenende auf dem Hockenheimring zu Ende. 14.000 Zuschauer kamen an die Traditions-Rennstrecke, um bei sonnigem Wetter den Kampf der Piloten um die letzten Punkte in der internationalen deutschen Meisterschaft mitzuerleben.

Jan Bühn ist deutscher Supersport 600-Meister

Vielleicht war es sein Fanclub, vielleicht das gute Zureden seines Team, oder einfach die Tatsache, dass am Sonntag alles zusammengepasst hat. Im zweiten Rennen der Klasse Supersport 600 verdrängte Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha)  zum ersten Mal in dieser Saison seinen Kontrahenten Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer) vom ersten Platz der Gesamtwertung. Der Local Hero sicherte sich mit Punktegleichstand, der gleichen Anzahl an Siegen, aber mehr zweiten Plätzen als Lauslehto über die Saison hinweg den deutschen Meistertitel 2015. Dementsprechend glücklich war Bühn, der nach dem Rennen von einer Horde Fans empfangen, umarmt und bejubelt wurde. Das Rennen selbst war für den Kronauer erneut eine Zitterpartie. Konnte er zunächst noch mit Gaststarter Kevin Wahr, der das Feld anführte, mithalten, büßte er im Laufe des Rennens Geschwindigkeit ein. Vier Runden vor Schluss zog schließlich Marco Nekvasil (LSG Racing) an Bühn vorbei. Lauslehto lag an sechster Position. In den letzten Runden gingen auch Bryan Schouten und Dominic Schmitter (beide Gaststarter) an Bühn vorbei. Bühn lag nun an vierter Position direkt vor Lauslehto. Doch der Abstand des Finnen war mit ca. sechs Sekunden zu groß, als dass er noch an Bühn herankommen und den Meistertitel retten konnte. Wahr gewann erneut souverän vor Nekvasil, Schouten und Schmitter. Jan Bühn belegte vor Tatu Lauslehto den fünften Platz und entschied damit die Meisterschaft äußerst knapp für sich.

Jan Bühn:
„Ich kann es noch gar nicht glauben. Das gibt’s einfach nicht, dass es noch gereicht hat. So knapp! Ich wollte Kevin hinterher und auf keinen Fall in die Gruppe hinter mir geraten. Aber es hat geklappt, das Rennen sicher heimzufahren. So ein Wahnsinn!“

Kevin Wahr:
„Heute musste ich mich richtig anstrengen. Es war ein schönes Wochenende, haufenweise Gäste sind hier, eine tolle Atmosphäre. Nächstes Jahr will ich mindestens am Hockenheimring wieder dabei sein, evtl. auch bei mehr Rennen. Ich könnte mir sogar vorstellen, wieder in der SUPERBIKE*IDM zu fahren. Natürlich will ich in der WM bleiben. Aber ich bin da offen. Hier ist Qualität am Start. Die SUPERBIKE*IDM wird oft unterschätzt.“
Ralf Waldmann siegt überlehen in Rennen zwei
Foto: Superbike*IDM
Ralf Waldmann siegt zum ersten Mal im letzten SuperNaked-Rennen

Es hat doch noch geklappt: Ralf Waldmann (Triple M by Barni / Ducati Frankfurt) steigerte sich seit seinem ersten SuperNaked-Start kontinuierlich. Erst Dritter, dann Zweiter – und jetzt krönte der Routinier die Saison mit dem ersten Platz. Kjel Karthin (Team KARTHIN MSB Suzuki) erwischte im zweiten Rennen auf dem Hockenheimring keinen guten Start, rutschte anfangs ziemlich und verlor den Anschluss. Waldmann legte sich unterdessen mit einigen Supersport 600-Piloten an. Am Ende gewann er überlegen vor Kjel Karthin. „Ich bin stolz auf dieses Ergebnis. Schließlich war ich dieses Jahr nie trainieren und bin direkt in die Rennen eingestiegen. Vielleicht wird es nächstes Jahr wieder was“, sagte Waldmann nach seinem SuperNaked-Sieg. Gefeiert wurde auf dem Hockenheimring aber auch Kjel Karthin, der seinen Titelgewinn auf dem Hockenheimring mit einem ersten und einem zweiten Platz veredelte.

Matthias Meggle macht den Moto3 Standard-Vizemeistertitel fix


Matthias Meggle (Freudenberg Racing Team) hatte mit der Pole-Position beste Voraussetzungen geschaffen, um sich beim Finale auf dem Hockenheimring den Vizemeistertitel in der Klasse Moto3 Standard zu sichern. Er startete zudem mit einem Vorsprung von 16 Punkten in der Meisterschaft ins Rennen. Dennoch – es bestand die Chance, dass Philipp Freitag (F. Koch Rennsport & Hannes Allwardt) ihm den zweiten Gesamtrang noch abspenstig machte. Die Folge war ein unerbittlicher Zweikampf zwischen den beiden. Und nicht zum ersten Mal. Immer wieder zeigten Meggle und Freitag während der Saison ihre Ebenbürtigkeit. Auch beim Finale überholten sich die Youngster unzählige Male gegenseitig. „Wir haben nicht mitgezählt“, sagten sie später. Am Ende war es Meggle, der zuerst die Ziellinie überquerte und damit als Vizemeister in der Klasse Moto3 Standard feststand. Auf den dritten Platz fuhr Sven Grevink, der damit sein bestes Saisonergebnis erzielte. Am Rennen nicht teilnehmen konnte Meggles Teamkollege Tim Georgi, der sich bei einem Sturz im Training starke Prellungen zuzog, den Meistertitel aber bereits in Oschersleben fix machte. „Ich wusste, dass ich nur durchkommen musste, um den Vizemeistertitel sicher zu haben. Aber ich wollte trotzdem gewinnen und freue mich jetzt riesig“, sagte Meggle. Freitag war dagegen enttäuscht. „Es war wirklich eine coole Saison, aber es fehlt einfach der Sieg. Vielleicht habe ich manchmal zu wenig riskiert. Das Niveau hier ist sehr hoch. Ich hoffe, dass nächstes Jahr mehr Starter von der Sorte kommen.“

Gürck/Wechselberger krönen den Sidecar-Meisterschaftsgewinn

Spektakulär. Das ist und bleibt das beste Wort, um zu beschreiben, was in der Klasse Sidecar passiert. Die Teams hatten sich während der ganzen Saison gemessen und alles für den Sieg gegeben. Beim Finale auf dem Hockenheimring waren es erneut vier Teams, die um die Spitze kämpften. Als Pole-Setter führten Andre Kretzer und Jens Lehnertz (MSC Freier Grund e.V. im ADAC) das Feld in die erste Runde. Hinter ihnen lagen drei weitere Top-Teams auf der Lauer: Vorjahreschampion Josef Sattler mit Beifahrer Uwe Neubert (Sattler Motorsport), Uwe Gürck und Manfred Wechselberger (Polizeisportverein Wels Gürck Racing) sowie Mike Roscher und Anna Burkard (RSC Roscher/Burkard). In dritten Runde attackierten Gürck/Wechselberger ihren Rivalen Sattler/Neubert in der Sachskurve, konnten aber nicht vorbeigehen. Das Manöver gelang aber schon eine Runde später an gleicher Stelle. Sattler/Neubert lagen nun an der dritten Position und hatten Roscher/Burkard am Heck kleben. Und genau dieses Duell war entscheidend für den Vizemeistertitel. Denn Gürck/Wechselberger standen bereits als Meister fest. Zwischen Sattler/Neubert und Roscher/Burkard lag hingegen nur ein halber Punkt Differenz. Kretzer/Lehnertz konnten ihre Spitzenposition nicht lange halten. Nachdem zunächst Gürck/Wechselberger vorbeigingen, taten es ihnen später Sattler/Neubert gleich. In der achten Runde ging der Vorjahreschampion sogar erneut in Führung, während Roscher/Burkard weiterhin an der vierten Position lagen. Drei Runden vor Schluss kämpften sich Gürck/Wechselberger wieder an die Spitze und ließen Sattler/Neubert keine Chance mehr auf den Sieg. Das Rennen endete wie die Meisterschaft: Es siegte Gürck/Wechselberger vor Sattler/Neubert, Roscher/Burkard und Kretzer/Lehnertz. „Für uns war es ein krönender Abschluss mit harten, aber fairen Kämpfen“, sagte Uwe Gürck. „Das war ein geiles Rennen“, ergänzte Josef Sattler. „Wir wollten eigentlich nur vor Mike und Anna ins Ziel kommen. Aber der Rennverlauf war so klasse, dass wir dann doch um den Sieg gefahren sind.“ Roscher/Burkard waren enttäuscht über den verlorenen Vizemeistertitel. „Natürlich haben wir jetzt ein weinendes Auge. Aber es war ein gutes Rennen und hat Spaß gemacht.“

DTM: Drei Fragen an... Maxime Martin

Maxime Martin
Foto: Jens Hawrda
Maxime, was bedeutet Ihnen Ihr zweiter DTM-Sieg?

Maxime Martin: „Natürlich bedeutet mir dieser Erfolg sehr viel. Es war schon toll, in meiner Rookie-Saison 2014 in Moskau zu gewinnen. Aber es in dieser harten Serie noch einmal zu schaffen, ist für mich eine tolle Bestätigung. Zu Beginn des Jahres lief es für uns alle nicht besonders gut. Meine Wochenenden waren eher durchwachsen. Umso schöner ist es, dass es hier wieder mit einem Sieg geklappt hat. Das ist ein super Gefühl.“

Und dann auch noch am Nürburgring, beim Heimspiel vom BMW Team RMG...

Martin: „Ja, das war natürlich das i-Tüpfelchen. Es hätte wohl kaum einen besseren Ort für meinen zweiten DTM-Sieg geben können. Die Jungs haben hier viele Freunde und Verwandte mit dabei gehabt und alles gegeben. Ihnen als Dankeschön einen Triumph zurückgeben zu können, ist fantastisch.“

Jetzt geht es in Hockenheim unter anderem um den Herstellertitel. Schweißt dieses gemeinsame Ziel alle Fahrer zusammen?

Martin: „Auf jeden Fall. Wir wollen in Hockenheim die nötigen Punkte einfahren, damit es mit dem Titel klappt. Und wir wissen, dass es dabei fast egal ist, welcher Fahrer diese Punkte holt. Wir wollen als großes Team gewinnen. Dieser Teamgeist zeichnet BMW Motorsport aus. Deshalb freue ich mich schon jetzt riesig auf das Finale.“

Montag, 28. September 2015

ADAC GT Masters: Spengler startet im BMW Z4 GT3 beim Saisonfinale in Hockenheim

Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Das BMW Sports Trophy Team Schubert bekommt beim Saisonfinale des ADAC GT Masters am 3. und 4. Oktober in Hockenheim (DE) prominente Unterstützung: BMW DTM-Fahrer Bruno Spengler (CA) wird an der Seite von Dominik Baumann (AT) BMW Z4 GT3 an den Start gehen und den Österreicher im Kampf um den Fahrertitel unterstützen.

Spengler vertritt Jens Klingmann (DE), der zeitgleich für BMW Motorsport beim Saisonfinale der United SportsCar Championship (USCC) in Road Atlanta (US) antritt. Wie schon in Daytona und Sebring zu Beginn des Jahres unterstützt Klingmann seine BMW Kollegen erneut bei einem Langstreckenrennen im BMW Z4 GTLM.

Spengler, der 2012 mit BMW den Fahrertitel in der DTM gewonnen hatte, absolvierte bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps in diesem Jahr sein erstes Rennen im BMW Z4 GT3 und zeigte an der Seite von BMW DTM-Fahrerkollege Timo Glock und BMW Markenbotschafter Alessandro Zanardi eine starke Leistung. Wenige Wochen später besuchte er das BMW Sports Trophy Team Schubert am Nürburgring und schnupperte erstmals ADAC GT Masters Luft.

Bruno Spengler: "Als ich von BMW Motorsport gefragt wurde, ob ich für Jens einspringen und in Hockenheim im BMW Z4 GT3 fahren kann, habe ich sofort Ja gesagt. Ich freue mich sehr darauf, mit dem BMW Sports Trophy Team Schubert und Dominik Baumann zusammen zu arbeiten. Sowohl in der Fahrer- als auch in der Teamwertung geht es noch um den Titel. Ich werde natürlich alles geben, um meine Teamkollegen dabei so gut wie möglich zu unterstützen. Seit dieser Saison kenne ich den BMW Z4 GT3 recht gut, und der Hockenheimring ist für mich nach all den Jahren fast wie ein Wohnzimmer."

DTM: Stimmen der Audi-Piloten zum Rennwochenende am Nürburgring

Miguel Molina
Foto: Jens Hawrda
Miguel Molina (Teufel Audi RS 5 DTM #17) Ausfall / Platz 1
„Heute bin ich einfach nur glücklich. Ich habe lange auf diesen Tag gewartet und trotz mancher Rückschläge niemals aufgegeben. Dieser Erfolg ist aber auch ein Sieg aller Menschen, die an mich geglaubt haben: Audi, mein Team, meine Familie und viele Wegbegleiter. Ich hoffe natürlich, dass es nur der Auftakt war und noch viele weitere Glücksmomente in meiner DTM-Karriere folgen.“
Edoardo Mortara, Titel noch möglich
Foto: Jens Hawrda
Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM #48) Platz 2 / Ausfall
„Ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Samstag war ich bester Audi-Pilot im Qualifying und habe mit Platz zwei in der Meisterschaft aufgeholt. Ich habe das Rennen genossen, hatte viele schöne Zweikämpfe und eine Menge Spaß. Sonntag dann leider das komplette Gegenteil mit einem verkorksten Qualifying und einem Aus nach einer Attacke der Konkurrenz, die meiner Ansicht nach unnötig war und ja auch entsprechend bestraft wurde. Natürlich macht der Blick auf die Tabelle gerade nicht viel Spaß. Aber andererseits haben wir am Nürburgring auch gesehen, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Warum also nicht auch in Hockenheim?“

Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM #99) Platz 11 / Platz 7
„Miguel (Molina) hat gezeigt, was mit dem Audi RS 5 DTM auf dem Nürburgring möglich war. Glückwunsch zu seinem ersten Sieg. Für mich war am Samstag ein fünfter Platz drin, die Rangelei mit Maximilian Götz hat mir leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Sonntag bin ich vom zwölften Platz auf den siebten nach vorn gefahren, was so gesehen nicht allzu schlecht ist – aber wenn man mit dem Vorsatz antritt, um Podestplätze und Siege zu kämpfen, sicherlich auch kein Traumergebnis. Jetzt hoffen wir auf einen versöhnlichen Saisonabschluss in Hockenheim.“

Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #53) Ausfall / Platz 8
„Am Samstag hatte ich ein solides Qualifying und bin durch einen unverschuldeten Unfall früh aus dem Rennen geworfen worden. Am Sonntag war mein Qualifying mit Startplatz drei noch besser. Das ist in der DTM extrem viel wert. Doch leider konnte ich das erneut nicht in ein gutes Ergebnis ummünzen. Diesmal vermiesten mir Probleme mit der Feststellbremse den Start. Dadurch bin ich bis ans Ende des Feldes zurückgefallen und habe auch noch die vorderen Zusatzflügel meines Auto beschädigt. Das hat mein Rennen zusätzlich beeinträchtigt. Alles in allem ein sehr frustrierendes Wochenende. Jetzt hoffe ich, dass die Saison endet, wie sie begonnen hat: mit einem Sieg in Hockenheim.“
Mattias Ekström Titelchancen gesunken
Foto: Jens Hawrda
Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM #5) Platz 10 / Platz 11
„Glückwunsch an Miguel (Molina)! Er ist ein feiner Kerl, ein schneller Rennfahrer und hat seinen ersten Sieg mehr als verdient. Ich selbst habe mein Wochenende zweimal im Qualifying verloren. Samstag habe ich zwar schnell einige Plätze gutgemacht, aber nach einigen Rangeleien mit stumpfen Waffen gekämpft. Sonntag ging es wieder innerhalb von wenigen Kurven von 17 auf Platz elf nach vorn. Ich habe dann viel Energie und Reifensubstanz für Positionen gebraucht, die ich während der Boxenstopp-Phase leider wieder verloren habe. Wir brauchen nichts schönzureden: Das war ein verkorkstes Wochenende zur komplett falschen Zeit. Aber jeder, der mich kennt, der weiß: Gratulieren werde ich erst am Sonntagabend in Hockenheim.“

Adrien Tambay (Playboy Audi RS 5 DTM #27) Platz 14 / Platz 12
„Uns ist es auch hier am Nürburgring nicht gelungen, zu einer anständigen Leistung im Qualifying zurückzufinden. Aber ich werde nicht aufgeben. Über die beiden Rennen kann ich nicht viel Schlechtes sagen – zumindest hat mein Audi nicht den kleinsten Kratzer abbekommen. Bis zum Finale werden wir intensiv über allen Daten sitzen und jedes Detail analysieren und anpacken. So wie hier möchte ich mich ganz bestimmt nicht aus der Saison verabschieden.“

Nico Müller (Audi Financial Services Audi RS 5 DTM #51) Platz 16 / Platz 16
„Zunächst einen Riesenglückwunsch an Miguel (Molina). Der erste Sieg in einer Serie ist immer etwas Besonderes. Ich freue mich für ihn. Mein Wochenende war leider nicht so gut. Das Beste, was darüber zu sagen ist, ist die Tatsache, dass ich nach zuletzt zwei Ausfällen diesmal zweimal ins Ziel gekommen bin. Aber bei Weitem nicht auf den Positionen, die ich mir wünschen würde. Im Gegensatz zu meinen bisherigen Starts bin ich am Sonntag überhaupt nicht gut weggekommen. Das hilft natürlich nicht, wenn man nur von Position 21 ins Rennen geht. Mein Tempo im Anschluss war gut, die Strategie auch. Ich lag auf Platz 13, als mich Christian Vietoris von der Strecke gedrängt hat, was mich vier, fünf Positionen gekostet hat. Dass ich mich schließlich noch auf Rang 16 zurückgekämpft habe, mindert meine Enttäuschung nicht wirklich.“

Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM #10) Ausfall / Ausfall
„Wir hatten uns einiges vorgenommen beim Heimspiel von Phoenix Racing. Aber schon am Samstag lief es nicht. Weder im Qualifying noch im Rennen mit der unverschuldeten Kollision. Am Sonntag lief das Qualifying besser und beim Start habe ich einige Positionen gutgemacht. Leider hat mich dann Robert Wickens ins Kiesbett befördert, aus dem ich mich nicht mehr befreien konnte. Für mich also ein ziemlich schlechtes Wochenende. Aber immerhin hat Miguel (Molina) seinen ersten DTM-Sieg eingefahren. Dazu gratuliere ich herzlich.“