Dienstag, 12. Mai 2015

SUPERBIKE*IDM macht Station in Belgien

Vom 15. bis 17. Mai geht die SUPERBIKE*IDM 2015 in die zweite Runde. Auf der legendären Rennstrecke im belgischen Zolder starten internationale Topfahrer bei der Deutschen Motorradmeisterschaft. Markus Reiterberger gilt nach seinem Doppelsieg beim Saisonauftakt am Lausitzring als Favorit in der Klasse Superbike.

Schnelle Kurvenfahrten, eine anspruchsvolle Charakteristik und der berüchtigte Sakramente-Hügel: Der belgische Circuit Zolder ist legendär. Auf dem gut vier Kilometer langen Kurs fanden in den Siebziger- und Achtzigerjahren Formel-1-Rennen statt, später die Motorrad-WM, die DTM oder die amerikanische Champ-Car-Serie. Seit drei Jahren gastiert nun die SUPERBIKE*IDM wieder regelmäßig auf der Traditionsstrecke. Neben den Rennen der SUPERBIKE*IDM stehen in Zolder die Gastklassen Yamaha R6-Dunlop-Cup, Suzuki GSX-R 750 Challenge, Suzuki Gladius Trophy und IG Königsklasse auf dem Programm. „Viele Fahrer sind vom abwechslungsreichen Streckenverlauf in Zolder begeistert. Außerdem ist die Anreise für Teams und Fans aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland nicht sehr weit“, sagt Josef Hofmann vom Promoter MotorEvents HMP.
beste Ausgangsposition für Zolder: Markus Reiterberger
Foto: Jens Hawrda
Reiterberger führt in der Klasse Superbike
Im vergangenen Jahr dominierten in Zolder die Ducati-Piloten. Beim ersten Rennwochenende am Lausitzring kam Vorjahres-Champion Xavi Forés vom 3C-Racing Team auf seiner neuen Ducati 1199 Panigale R jedoch nicht über zwei dritte Plätze hinaus. „Wir haben die neuen Motorräder erst am Montag vor dem Auftakttraining bekommen. Dass die Veränderungen so massiv sind, hätten wir nicht gedacht. Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, sagt Forés, der in Zolder wieder ganz vorne mitfahren will. Max Neukirchner tritt in diesem Jahr auf der neuen Yamaha YZF-R1M für das Team Yamaha MGM an. Am Lausitzring holte er sich die Pole-Position und wurde in den Rennläufen zweimal Zweiter. Er konnte sich letztlich nicht gegen Markus Reiterberger vom Team Van Zon-Remeha-BMW auf der BMW S 1000 RR durchsetzen. „Das Motorrad ist perfekt, die Pace um 6/10 pro Runde höher als im vergangenen Jahr. Aber ich denke, dass es noch schneller geht“, sagt Reiterberger, der in der Lausitz den Doppelsieg einfuhr.

Superstock 1000-Fahrer für Zolder gewappnet
Einige Fahrer des starken Superstock 1000-Feldes haben sich bereits gründlich auf das Rennen in Zolder vorbereitet. Darunter Mathieu Gines (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service, Yamaha YZF-R1M), der auf dem Lausitzring zweimal den zweiten Platz einfuhr und die Klasse anführt. Auch Marvin Fritz (Bayer-Bikerbox-Racing, Yamaha YZF-R1M), der im Vorjahr die Klasse Supersport 600 gewann und jetzt in die Klasse Superstock 1000 gewechselt ist, drehte Anfang April seine Runden in Zolder. „Ich verspreche mir dadurch einen Vorteil gegenüber manchen anderen“, sagt Fritz. Mit von der Partie ist in Zolder auch Lukas Trautmann (Freudenberg Racing Team, Yamaha YZF-R1M). Der Gewinner des Yamaha R6-Dunlop-Cup 2014 ist ebenfalls neu in der Klasse. Auf dem Lausitzring sorgte der 19-Jährige mit seinem Sieg im ersten Rennen für Furore. Im zweiten Rennen stürzte er, wird aber in Zolder wieder an den Start gehen. Auch Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Motorex, Kawasaki ZX-10R) und Danny de Boer (Team SWPN, Yamaha YZF-R1M) haben schon ihre Titelambitionen deutlich gemacht. Als Gaststarter ist Johannes Kanzler dabei.

Lauslehto und Bühn stark in der Supersport 600 unterwegs
Nach seinem Jahr in der spanischen Moto2-EM, meldete sich Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha, Yamaha YZF-R6) am Lausitzring erfolgreich in der Klasse Supersport 600 zurück: Er konnte gleich das erste Rennen gewinnen und damit seinen ersten Sieg in der SUPERBIKE*IDM einfahren. Im zweiten Durchgang stürzte er in der vorletzten Runde und rangiert nun an dritter Stelle des Meisterschafts-Rankings. „Bei seinem letzten Auftritt in Zolder vor zwei Jahren war Jan Zweiter. Die Strecke liegt im besonders gut“, schätzt Diego Romero die Chancen des Fahrers ein. Gegenwind bekommt Bühn von Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer, Suzuki GSX-R 600). Der Finne führt das Ranking mit einem zweiten und einem ersten Platz an. Auf Rang zwei der Gesamtwertung liegt Christian von Gunten (Kawasaki Schnock Team Motorex, Kawasaki ZX-6R), der mit dem zweiten Platz auf dem Lausitzring sein bislang bestes SUPERBIKE*IDM-Ergebnis erzielte.

Enge Kiste in der Klasse SuperNaked
In der neuen Klasse SuperNaked gehen in Zolder zwei Fahrer auf Augenhöhe an den Start: Kjel Karthin (Team KARTHIN MSB Suzuki, Suzuki GSR750) und Michael Galinski (Team Yamaha MGM, Yamaha MT-09) lagen im ersten Rennen am Lausitzring nur Sekundenbruchteile auseinander. Auch in Zolder darf von den beiden Piloten wieder ein hart umkämpfter Sieg erwartet werden.

Spektakuläre Sidecar-Rennen
Die Sidecar-Klasse führen Uwe Gürck und Manfred Wechselberger (Polizei Sport Verein Wels Gürck Racing, LCR BMW) an. Die Routiniers gewannen ihren Lauf mit einer souveränen Leistung. Auf den zweiten Platz kamen Roscher-Burkard (BMW Motorrad France, Team Penz13). Boden gutmachen wollen in Zolder André Kretzer und Jens Lehnertz (MSC Freier Grund e.V. im ADAC, F1 LCR Sidecar). Die Vizemeister der Saison 2014 starteten am Lausitzring von der Pole-Position, mussten sich aber im Rennen aufgrund eines elektronischen Defekts geschlagen geben. Als Gaststarter sind für das Rennen auf dem Circuit Zolder Chris Baert und Georges Pirlot gemeldet
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Montag, 11. Mai 2015

Miguel Molina dreht Werbespot am Lausitzring

Miguel Molina dreht Werbespot für Sponsor Teufel am Lausitzring
Foto: Audi-Motorsport
Großes Kino auf dem Lausitzring: Lautsprecher Teufel produzierte am Freitag auf der ostdeutschen Rennstrecke einen Werbespot, in dem Miguel Molina und der Teufel Audi RS 5 DTM die Hauptdarsteller sind. Teufel ist seit dieser Saison neuer Partner von Audi Sport und nutzt das DTM-Engagement intensiv in der eigenen Unternehmenskommunikation. „Die Dreharbeiten haben viel Spaß gemacht“, sagt Miguel Molina. „Ich glaube, das wird ein toller Film.“
Werbedreh am Lausitzring für Sponsor Teufel
Foto: Audi-Motorsport
 

Sonntag, 10. Mai 2015

Formel-E Monaco: Massencrash in Startphase und Sieg für Buemi

Sebastian Buemi holt als erster Fahrer in der Formel-E seinen zweiten Sieg in Monaco. Er siegte vor Lucas di Grassi, der damit seine Meisterschaftsführung ausbaute und Nelsen Piquet jr.
Meisterschaftsführung ausgebaut Lucas die Grassi
Foto: Audi-Motorsport
Nach dem Start kam es am Ausgang der Kurve 1 zu einem schweren Unfall in den mehrere Fahrer involviert warten. Prost drückte Daniel Abt in die Leitplanken und löste so ein Chrash - Chaos aus. Abt blieb stehen und Bruno Senna fuhr auf den Deutschen auf , hob ab und überschlug sich fast. Senna blieb zwar unverletzt sein Auto war jedoch ein Haufen Schrott.
Foto: Formel-E-Media
Nach dem Einsatz des Safety-Cars lag der Trainigsschnellste Sebastien Buemi vor di Grassi und Piquet in Front. Die beiden Führenden konnten sich absetzen, während Piquet die hinter ihm fahrenden D'Ambrosio und Bird aufhielt. Kurz vor dem fälligen Boxenstopp waren die drei Fahrer der Spitzengruppe allerdings wieder relativ nah beisammen.
Foto: Formel-E-Media
Buemi blieb knapp vor di Grassi, der musste sich einige Kurven lang harten Angriffen von Piquet erwehren, die er allerdings abwehren konnte. Nick Heidfeld verpasste die Punkteränge knapp und wurde Elfter.
das Podium von Monaco
Foto: Formel-E-Media
Ergebnis E-Prix von Monaco (Top-Five):


1. Sébastien Buemi e.dams-Renault
2. Lucas di Grassi   Audi Sport ABT
3. Nelson Piquet   NEXTEV TCR 
4. Sam Bird   Virgin Racing 
5. Jerome d'Ambrosio   Dragon Racing 



Stand Fahrerwertung (Top-Five):


1. Lucas di Grassi Audi Sport ABT    93 Pkt.
2. Nelson Piquet NEXTEV TCR        89 Pkt.
3. Sébastien Buemi e.dams Renault 83 Pkt.
4. Nicolas Prost e.dams Renault       77 Pkt.
5. Sam Bird Virgin Racing                 64 Pkt.




Freitag, 8. Mai 2015

Der perfekte DTM-Auftakt: Süßigkeiten für Jubilar Ekström

Mattias Ekström hat die 20 vollgemacht: Sein Jubiläums-Sieg war der Schlusspunkt hinter einem gelungenen Saisonauftakt der DTM auf dem Hockenheimring.

für Mattias Ekström beginnt die Saison perfekt
Foto: Jens Hawrda
Zweimal auf die Pole-Position, zweimal ganz oben aufs Podium – Audi Sport hat einen perfekten Start in die neue DTM-Saison hingelegt und führt die Fahrer-, Hersteller- und Teamwertung der populären Tourenwagen-Serie an. Nach zwei von 18 Läufen nicht mehr als eine Bestandsaufnahme, aber der Auftakt hat bei Verantwortlichen und Fans Appetit gemacht auf mehr. 75.000 Besucher kamen am Wochenende an die Strecke, fast zwei Millionen Zuschauer sahen in Summe die TV-Live-Übertragungen im Ersten.

Für Ekström war das Wochenende in Hockenheim mit dem Überqueren der Ziellinie am Sonntag noch lange nicht vorbei: Siegerehrung, Pressekonferenz, Interviews und zahlreiche Glückwunsch-Nachrichten – unter anderem von Rallycross-Weltmeister Petter Solberg, der beim gelungenen Gastspiel der Rallycross-WM in Hockenheim selbst ganz oben auf dem Podium stand.
Mattias Ekström
Foto: Audi-Motorsport
Auf die schönste Belohnung musste Ekström bis zum Schluss warten: Seine Mutter verwöhnte den Jubilar für seinen Sieg im familieneigenen Wohnmobil mit Süßigkeiten aus der Heimat. Am Tag nach dem Triumph kehrte im Hause Ekström wieder der Alltag ein. „Ich habe einen Ikea-Schrank aufgebaut. Das ist die perfekte mentale Ablenkung nach so einem anstrengenden Wochenende“, schmunzelt der Schwede.

Einmal durchatmen, das war auch bei Audi Sport und den Teams am Montag angesagt. „Das neue Format der DTM-Wochenenden mit zwei Rennen bewährt sich, aber es ist extrem hart für alle Beteiligten“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Die Fans bekommen mehr geboten, doch wir müssen jetzt noch besser vorbereitet sein als in der Vergangenheit. Man hat am Samstag und Sonntag kaum eine Chance, sich in Ruhe etwas zu überlegen, denn da geht es Schlag auf Schlag.“

Die Audi Sport Teams haben beim Auftakt einen starken Eindruck hinterlassen. Doch längst bereiten sie sich für die nächste Herausforderung vor, die sie vom 29. bis 31. Mai auf dem Lausitzring erwartet. „Dort wird es wieder sehr spannend“, glaubt Dieter Gass. „Mercedes ist dort traditionell stark. BMW wird sich nicht zurücklehnen, sondern versuchen, zurückzukommen. Und wir bekommen ,Performance-Gewichte‘ in die Autos.“

Mittwoch, 6. Mai 2015

DTM Hockenheim: Stimmen der Mercedes-Piloten

Gary Paffett
Foto: Jens Hawrda
Gary Paffett (34 Jahre, England):
3. Platz
„Was für ein Rennen. Das Wochenende war wie eine Achterbahnfahrt. Natürlich war ich nach dem ersten Lauf gestern und dem zweiten Qualifying heute enttäuscht. Denn wir hatten an diesem Wochenende ein gutes Auto, das im Regen unfassbar schnell war. Bei diesen Bedingungen ist es sehr leicht, Fehler zu machen. Aber das Team hat super Arbeit geleistet und das Rennen verlief für mich perfekt. Es ist klasse, nach diesem schwierigen Auftaktwochenende wieder auf dem Podium zu stehen. Der Wechsel auf die Regenreifen hat super funktioniert und unsere Strategie ist am Ende genau aufgegangen. Ich war über einen dritten Platz noch nie so happy wie heute. Ein großes Dankeschön an mein Team. Die Truppe hat super gearbeitet und dieses Erfolgserlebnis absolut verdient. Danke, Jungs!“

Robert Wickens (26 Jahre, Kanada):
7. Platz
„Aus Teamsicht können wir mit dem Wochenende insgesamt zufrieden sein. Der gestrige Tag war für mich eine Art Albtraum. Ich hatte ein Motorproblem im Training und konnte vor dem Qualifying nicht im Trockenen fahren. Es ist aber positiv, wenigstens ein paar Punkte von diesem Wochenende mitzunehmen – obwohl es nicht so viele sind, wie ich es gerne gehabt hätte. Mein Start war super und ich verbesserte mich auf Platz sechs. Damit war ich happy. Wir erwarteten jedoch nicht so viel Regen und kämpften zur Rennmitte etwas mit unserer Performance, da die Reifendrücke zu niedrig waren. Dennoch hat Gary gezeigt, wozu unser Auto bei diesen Bedingungen in der Lage ist. Das ist eine gute Nachricht für die kommenden Rennen.“

Pascal Wehrlein (20 Jahre, Deutschland):
8. Platz
„Ich verlasse Hockenheim mit gemischten Gefühlen. Das zweite Qualifying ist leider sehr schlecht verlaufen. Unser Auto war sehr stark, aber das Timing stimmte nicht. Somit musste ich von Platz 15 starten. Im Rennen ging es hart zur Sache. Ich hatte viele Zweikämpfe und konnte mich so bis auf Platz acht nach vorne kämpfen. Damit habe ich gezeigt, dass ich an diesem Wochenende sowohl im Trockenen als auch im Nassen zu den Schnellsten gezählt habe. Vielen Dank an das Team, das mir ein tolles Auto hingestellt hat.“

Christian Vietoris (26 Jahre, Deutschland):
11. Platz
„Das waren heute eigentlich unsere Bedingungen. Leider konnten wir nicht das Beste daraus machen. Generell war es ein schwieriges Wochenende für mich. Grundsätzlich wissen wir nun aber, dass unser Auto im Trockenen wie im Nassen schnell ist. Jetzt gilt es, das beim nächsten Rennen umzusetzen.“

Daniel Juncadella (23 Jahre, Spanien):
15. Platz
„Das war leider ein sehr enttäuschendes Wochenende. Das Rennen heute war nichts Besonderes. Meine Pace war im Trockenen und im Nassen nicht überragend. Es war einfach nicht mein Wochenende. Jetzt freue ich mich schon auf das nächste Rennwochenende am Lausitzring.“

Maximilian Götz (29 Jahre, Deutschland):
16. Platz
„Das war erneut ein turbulentes Rennen. Mein Start war ganz gut und besser als gestern. Ich habe zwei Positionen gewonnen und lag nach der ersten Runde auf Platz 18. Als der Regen kam, habe ich relativ früh die Regenreifen aufgezogen, weil ich einen Reifenschaden hatte. Somit hatte ich eine Runde früher den Regenreifen drauf und konnte noch drei Fahrzeuge überholen. Am Ende sprang Platz 16 heraus – es könnte besser sein, aber insgesamt war in diesem Rennen alles dabei. Dadurch konnte ich wertvolle Erfahrung sammeln.“
Paul Di Resta
Foto: Jens Hawrda
Paul Di Resta (29 Jahre, Schottland):
22. Platz
„Ich hatte nicht den allerbesten Start. Die erste Runde war etwas durchwachsen und nach dem Boxenstopp suchte ich nach dem Speed. Wir entschieden uns für eine alternative Strategie, um etwas anders zu machen. Leider hat sich das nicht ausgezahlt. Während des Rennens gab es viele Berührungen und letztlich war es anders als gestern einfach nicht unser Tag. Die gute Nachricht ist, dass sich das Auto heute Vormittag im Trockenen gut anfühlte und wir im Nassen die Pace gehabt hätten, wenn wir uns aus dem Schlamassel hätten heraushalten können. Jetzt heißt es: Auf zum Lausitzring!“

Lucas Auer (20 Jahre, Österreich):
Nicht gestartet
„Mir ist leider ein dummer Fehler vor dem Rennen unterlaufen. Ich habe auf der Aufwärmrunde versucht, die Bremsen aufzuwärmen und dabei haben die Vorderreifen blockiert. Dadurch bin ich von der Bahn gerutscht bin. Es tut mir irrsinnig leid für das Team. Sie haben hart gearbeitet und wir haben das gesamte Wochenende einen Aufwärtstrend gezeigt. Sorry, Jungs.“