Montag, 9. März 2015

ADAC GT Masters wertet Gentlemen-Klasse weiter auf

  • Änderungen im Reglement machen Gentlemen-Klasse für Privatfahrer attraktiver
  • Gentlemen-Wertung weiterhin mit 75.000 Euro Preisgeld dotiert
  • Zusatztraining bleibt bestehen, neues Punktesystem hat sich bewährt
2015 wird die ADAC GT-Masters für Privatfahrer weiter aufgewertet
Foto: Jens Hawrda
Die Gentlemen-Klasse des ADAC GT Masters wird in der Saison 2015 noch attraktiver. Detailänderungen im Reglement schaffen interessante Rahmenbedingungen für Gentlemen-Fahrer in der „Liga der Supersportwagen“ und versprechen einen noch spannenderen Wettbewerb.
 
Erstmals gibt es 2015 in der Gentlemen-Wertung bis zu vier Streichresultate. Gewertet werden bei den Gentlemen die besten zwölf Ergebnisse aus den insgesamt 16 Läufen. Mit der Einführung der Streichresultate räumt das ADAC GT Masters auch den Privatfahrern eine Chance ein, um den Gentlemen-Titel zu kämpfen, die nicht die Möglichkeit haben, an allen acht Veranstaltungen teilzunehmen. Für langjährige Teilnehmer der Klasse schafft das ADAC GT Masters zudem einen finanziellen Anreiz. Fahrer, die bereits drei komplette Saisons in der Gentlemen-Wertung angetreten sind, profitieren von vergünstigten Konditionen und erhalten die Hälfte des Nenngeldes für das Fahrzeug erlassen.
 
Unverändert kämpfen Gentlemen-Piloten auch 2015 um einen mit insgesamt 75.000 Euro dotierten Preisgeldtopf. Dass den Gentlemen vorbehaltene Zusatztraining, das den Piloten mehr Gelegenheit gibt, sich mit Strecke und Rennfahrzeug vertraut zu machen, bleibt bestehen.
 
Bewährt hat sich das im vergangenen Jahr eingeführte Punktesystem, bei dem die sportliche Leistung von Fahrerpaarungen aus zwei Gentlemen-Fahrern mit dem Faktor zwei bei der Punktevergabe in der Klassenwertung deutlich höher bewertet wird. Die drei bestplatzierten in der Klasse werden weiterhin in einer separaten Siegerehrung auf dem Podium geehrt. Die Gentlemen-Wertung ist weiterhin ausschließlich Fahrern der Fahrereinstufung „Bronze“ vorbehalten.
 
„Die Gentlemen-Klasse bietet spannenden Motorsport und ist im mittlerweile siebtem Jahr ein sehr wichtiger Bestandteil des ADAC GT Masters“, sagt Lars Soutschka, Leiter ADAC Motorsport und Klassik. „Für die Saison 2015 haben wir daher das Reglement in der Klasse weiter optimiert. Wir tragen mit den Änderungen den besonderen Bedürfnissen von Gentlemen-Fahrern Rechnung, die sich sportlich im professionellen Umfeld des ADAC GT Masters messen wollen, allerdings nicht die Zeit aufbringen können, um an allen Veranstaltungen teilzunehmen.“
 

Sonntag, 8. März 2015

ART Grand Prix startet in die Herausforderung DTM

  • Erster DTM-Test für das neue Mercedes-Benz Einsatzteam ART Grand Prix in Portimão (Portugal)
  • DTM-Rookies Maximilian Götz und Lucas Auer sammeln weitere Erfahrung mit dem Mercedes-AMG C 63 DTM
  • Frédéric Vasseur: „Insgesamt war unser erster DTM-Test eine spannende Erfahrung für das gesamte Team.“ 
erster Test für die DTM-Saison 2015 in Portimao
Foto: Mercedes-Motorsport
Die Vorbereitung auf die kommende DTM-Saison 2015 nimmt weiter Schwung auf. In der zurückliegenden Woche testete das Mercedes-AMG DTM Team von Montag bis Mittwoch auf dem portugiesischen Autódromo Internacional do Algarve in Portimão. Mit dabei: Das neue Einsatzteam ART Grand Prix.

Die Mannschaft von Teamchef Frédéric Vasseur steigt in diesem Jahr als drittes Einsatzteam der Marke mit dem Stern in die DTM ein. In Portugal absolvierte ART seine ersten Testkilometer mit einem DTM-Fahrzeug.
Foto: Mercedes-Motorsport

Bei diesem Test überließ Teamleader Gary Paffett sein EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM den beiden Rookies Lucas Auer und Maximilian Götz. Der Grund dafür:  Das Reglement schreibt vor, dass ein weiteres Auto nur eingesetzt werden darf, wenn es von einem Neuling gefahren wird.

 
Neben ART Grand Prix war auch das HWA Team von Montag bis Mittwoch in Portimão im Einsatz. Für das Team testeten die Einsatzfahrer Paul Di Resta, Christian Vietoris, Pascal Wehrlein und Robert Wickens.
für das Team HWA testete Pascal Wehrlein
Foto: Mercedes-Motorsport
Der Test in Portimao war auch eine Premiere für den DTM-Champion von 2010, Paul Di Resta. Der Schotte trat bei den Tests in Portugal zum ersten Mal mit seinem Mercedes-AMG C 63 DTM im neuen 2015er Look an. Damit wirbt Di Resta für das AMG Markenversprechen Driving Performance.

Foto: Mercedes-Motorsport

Maximilian Götz:
„Ich bin unheimlich froh, dass es endlich wieder losgeht. Meine ersten Runden auf der Strecke in diesem Jahr waren toll. Jetzt bin ich heiß auf mehr. Ich konnte über 100 Runden zurücklegen und habe zusammen mit dem Team viel am Auto ausprobieren können. Auch konnten wir die Arbeitsweise und die Kommunikation mit der Mannschaft verbessern. Alles hat super funktioniert und ich konnte die Setupänderungen direkt im Auto spüren. Das ist besonders wichtig, um Vertrauen ins Fahrzeug zu entwickeln. Nun freue ich mich auf den nächsten Test in Estoril.“


Lucas Auer:
„Ich hatte einen guten ersten Testtag mit meinem neuen Team. ART und ich haben uns von Run zu Run gesteigert. Wir konnten am Setup arbeiten und die Abläufe einüben. Die Zusammenarbeit mit meinen Mechanikern und Ingenieuren funktionierte super. Natürlich gibt es noch viel zu lernen bis zum Saisonauftakt, aber es war sehr nützlich, dass ich auf über 100 Runden Erfahrung in einem DTM-Auto sammeln konnte.“
 

Samstag, 7. März 2015

Kelvin van der Linde: „Will die Startnummer 1 behalten“

Kelvin van der Linde (18, Südafrika) startet mit der Startnummer 1 auf der Tür seines Audi R8 in seine zweite ADAC GT Masters-Saison. Nach dem Titelgewinn im vergangenen Jahr an der Seite von René Rast (28, Frankfurt) startet der Champion nun gemeinsam mit seinem neuen Teamkollegen Stefan Wackerbauer (19, Gundihausen) in einem Audi aus dem Team C. Abt Racing das Projekt Titelverteidigung.
Kelvin van der Linde
Foto: Jens Hawrda

Wie haben Sie die Zeit nach dem Titelgewinn im Oktober erlebt?

Kelvin van der Linde: „Ich habe mich nach der Saison entspannt und habe einige Tage Urlaub gemacht. Im Januar ging es aber schon wieder los. Es standen die ersten Verhandlungen für die Saison 2015 an. Ich habe mein Fitnessprogramm wieder intensiviert und außerdem Umzugskartons gepackt. Im März ziehe ich von Südafrika nach Deutschland. In Kempten, ganz in der Nähe von meinem Team, habe ich ein Appartement gemietet.“

Im vergangenen Jahr waren Sie der Newcomer im Team und konnten lernen, als amtierender Champion haben Sie nun eine ganz andere Aufgabe. Wie sehen Sie diese Herausforderung?

„Ich habe viel gelernt und ich fühle mich dazu bereit, diesen Schritt zu machen. Ich denke, ich bin in der Lage mein Wissen mit einem anderen Fahrer zu teilen. Die Situation ist allerdings etwas kurios, denn mein Teamkollege Stefan Wackerbauer ist älter als ich. Wir kennen uns schon aus dem vergangenen Jahr und ich bin überzeugt, dass wir ein sehr konkurrenzfähiges Duo bilden werden.“

Ist der Druck auf Sie als Titelverteidiger nun gestiegen?

„Eigentlich fühle ich mich nach dem Triumph im vergangenen Jahr erleichtert. Natürlich ist ein gewisser Druck da, doch das ist nicht neu für mich. Im musste mich im vergangenen Jahr beweisen, denn es war meine einzige Chance, mich in Europa zu etablieren. Hätte ich mich nicht durchgesetzt, würde ich in diesem Jahr wohl nicht mehr fahren. Daher kann ich die Saison 2015 ganz unbeschwert angehen und mich rein auf das Rennfahren konzentrieren. Ich fühle mich mental stärker als je zuvor und habe auch an meiner Fitness weiter gearbeitet. Natürlich werden wir diesem Jahr als Titelverteidiger in der Fahrer- und Teamwertung im Fokus stehen. Wir wollen wieder gewinnen und ich will natürlich versuchen, die Startnummer 1 erfolgreich zu verteidigen.“

Nach Ihren Erfolgen im ADAC GT Masters zählen Sie in diesem Jahr zum Fahrerkader im Kundensportprogramm von Audi. War das die Krönung Ihrer letztjährigen Saison?

„Es ist für mich ein bedeutender Schritt und eine große Herausforderung. Audi würde mir die Chance in dem Kundensportprogramm mit dem R8 nicht geben, wenn sie nicht an mich glauben würden. Ich habe immer davon geträumt, ein Profi-Rennfahrer zu werden und nun geht dieser Traum in Erfüllung.“

Sie sind im ADAC GT Masters 2015 nicht der einzige Südafrikaner im Audi-Team von Christian Abt. Jordan Lee Pepper startet mit einem ganz ähnlichen motorsportlichen Werdegang ebenfalls im Abt-Team. Was können wir von ihm erwarten?

„Ich bin gespannt und wünsche ihm alles Gute. Ich kenne ihn seit gemeinsamen Tagen auf der Kartbahn und lerne ihn in diesem Jahr noch besser kennen, denn er wird auch nach Kempten ziehen. Er startet mit den gleichen Voraussetzungen im ADAC GT Masters wie ich vor zwölf Monaten. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass wir 2014 eine absolute Ausnahmesaison hatten. So etwas gibt es nicht oft, es lief einfach perfekt für uns.“

Die ADAC GT Masters-Saison startet vom 24. bis 26. April in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben. Wie sieht ihre weitere Saisonvorbereitung aus?

„Erst einmal steht Anfang März der Umzug nach Deutschland an, dann werden wir sicherlich auch nochmals testen. Ich freue mich schon auf den offiziellen Vorsaisontest in Oschersleben am 8. und 9. April. Wir fahren dort mit den neuen Reifen von Pirelli und treffen auf neue Fahrer und neue Autos der Konkurrenz. Darauf bin ich schon sehr gespannt und ich glaube, es wird eine sehr tolle und spannende Saison.“

Neuzugang mit BMW: Senkyr Motorsport startet im ADAC GT Masters

  • Team aus Tschechien setzt einen BMW Z4 im ADAC GT Masters ein
  • Mannschaft hat jahrelange Erfahrung mit BMW-Rennfahrzeugen
  • Tschechischer Champion Jakub Knoll steht als erster Fahrer fest
Senkyr Motorsport startet 2015 im ADAC GT-Masters
Foto: ADAC-Motorsport
Das ADAC GT Masters kann sich weiterhin über Zuwachs freuen. Das Team Senkyr Motorsport aus Tschechien steigt mit einem BMW Z4 in diesem Jahr neu in die „Liga der Supersportwagen“ ein. Hinter dem Team um Robert Senkyr aus der tschechischen Motorsporthochburg Brünn steht eine erfahrene Mannschaft. Seit vielen Jahren ist das Team erfolgreich mit BMW-Rennfahrzeugen in Tschechien unterwegs.

In das ADAC GT Masters steigt Senkyr Motorsport mit einem „Siegerauto“ ein. Das Team hat den BMW Z4 von der ehemaligen ADAC GT Masters-Mannschaft DB Motorsport übernommen, der 2012 für den ersten BMW-Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ gesorgt hat. Einer von zwei Piloten für den Z4 steht auch bereits fest. Der Tscheche Jakub Knoll (24), im vergangenen Jahr Meister der FIA Central European Zone (CEZ) in einem Mercedes-Benz, wird gemeinsam mit seinen Landsleuten im ADAC GT Masters starten.

Für den Einstieg in das ADAC GT Masters wird Teamchef Senkyr, der selbst noch 2014 im BMW ALPINA B6 in seiner Heimat unterwegs war, das Cockpit gegen den Kommandostand an der Boxenmauer tauschen. „Ich würde gerne selbst fahren, doch für das ADAC GT Masters stellen wir ein neues Einsatzteam zusammen. Das erfordert meine ganze Aufmerksamkeit, denn unsere Einsätze in Tschechien setzen wir auch weiterhin fort.“

Hinter Senkyr Motorsport stehen viele Jahrzehnte Motorsporterfahrung. Der Vater von Teamchef Robert Senkyr war bereits zu Beginn der 1980er Jahre in der Tourenwagen-Europameisterschaft aktiv, sowie in den 1990er Jahre in der DTM. Der Teamchef selbst betreibt seit 20 Jahren Motorsport. „Wir sind ein kleines, aber sehr erfahrenes und motiviertes Team“, so Senkyr.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Debütsaison des BMW-Teams im ADAC GT Masters auf Hochtouren. „Das ADAC GT Masters ist eine sehr starke Meisterschaft und für jedes Team eine Herausforderung“, sagt Senkyr. „Wir wollen beim ersten Rennen in Oschersleben bestmöglich vorbereitet sein. Am ersten Rennwochenende erwarten wir sicherlich nicht, dass wir in die Top-Fünf fahren. Aber wir wollen vom ersten Rennen an so gut vorbereitet sein, dass alle Abläufe reibungslos funktionieren.“

Freitag, 6. März 2015

Stimmen der BMW DTM-Fahrer zum Test in Portimão

Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Bruno Spengler:
„Das war ein sehr produktiver Test für uns. Wir konnten unser Programm ohne Probleme durchziehen. Es bleibt natürlich noch einiges an Arbeit für die verbleibenden Testtage übrig, aber wir haben auf jeden Fall einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Unser Vorteil gegenüber der vergangenen Saison ist, dass wir den BMW M4 DTM nun viel besser kennen und deshalb mehr Erfahrung beim Finden des richtigen Set-ups haben. Wir konnten aber auch sehen, dass unsere Konkurrenten über den Winter nicht geschlafen haben und gut aufgestellt sind.“
Antònio Felix da Costa
Foto: Jens Hawrda
António Félix da Costa:
„Das war mein erster Arbeitstag an der Strecke mit meinem neuen Team. Die Jungs vom BMW Team Schnitzer sind extrem professionell, und ich habe mich bei ihnen auf Anhieb wohl gefühlt. Mein Testtag ist sehr gut verlaufen. Ich habe mit dem Set-up begonnen, das Martin Tomczyk am Vortag erarbeitet hatte. Das hat auch für mich gut funktioniert. Es ist ein sehr gutes Zeichen, das verschiedene Fahrer mit dem gleichen Set-up des BMW M4 DTM zurechtkommen. Deshalb blicke ich der weiteren Saisonvorbereitung sehr zuversichtlich entgegen.“
Timo Glock
Foto: BMW-Motorsport
Timo Glock:
„Es war schön, nach der langen Winterpause wieder im Auto zu sitzen und in meinen Rhythmus zu kommen. Wir hatten am Vormittag ein paar technische Probleme, konnten aber nachmittags ein sehr gutes Testprogramm abspulen. Wir haben ein paar Dinge gefunden, die uns mit Blick auf die kommende Saison in die richtige Richtung bringen sollten. Denn unser Ziel ist es, 2015 wieder weiter vorne mitzufahren. Dafür war das ein guter Auftakt.“
 
Tom Blomqvist: 
„Das war das erste Mal, dass ich in Portimão gefahren bin. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll und interessant – ein bisschen wie eine Achterbahn. In den ersten paar Runden kam ich mir noch ein wenig verloren vor, aber als ich erst einmal den Dreh raus hatte, konnte ich das normale Programm ohne irgendwelche Probleme abspulen. Auch an den BMW M4 DTM habe ich mich nach wenigen Runden wieder gewöhnt. Danach war alles in Ordnung. Die Strecke ist auf jeden Fall ein guter Test für meine Fitness.”
 
Maxime Martin:
„Es ist großartig, nach der langen Winterpause wieder zurück im Cockpit zu sein. Ich habe es genossen, wieder mit dem Jungs von BMW und dem BMW M4 DTM zu arbeiten. Es war ein guter Tag und ich bin sehr gespannt darauf, die Vorbereitung auf die Saison 2015 in den kommenden Wochen fortzusetzen.”
 
Martin Tomczyk:
„Das war für mich nach der langen Pause ein sehr guter Härtetest. Portimão ist eine anstrengende Strecke mit vielen Höhenunterschieden und Bodenwellen. Hier merkt man schnell, ob man körperlich fit ist. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, denn wir hatten einen sehr guten Testtag. Es ist uns gelungen, vieles auszutesten. Wir haben über den Winter versucht, im Rahmen des Reglements einige Dinge am Auto zu verändern. Auf den ersten Blick scheint sich das ausgezahlt zu haben. Aber das war erst der erste Test. Endgültigen Aufschluss werden die kommenden Wochen geben.“