Montag, 24. November 2014

Formel-E in Malaysia: Sam Bird siegt

Sam Bird hat den Sieg in Malaysia seinem Freund Jules Bianchi, der sich nach seinem schweren Unfall beim Formel-1-Rennen in Japan immer noch in kritischen Zustand befindet, gewidmet.
Sam Bird siegt im zweiten Rennen in Malaysia
Foto: Formel-E-Media
Bird (Virgin Racing) begann das Rennen von Startplatz zwei und zog mit einem hervorragenden Überholmanöver am Trainigsschnellsten Oriol Servia (Dragon Racing) vorbei um die Führung zu übernehmen. Sehr schnell konnte er einen komfortablen Vorsprung herausfahren, den er bis zum Ende des Rennen kontrollierte.

"Im ersten Stint war ich in der Lage, eine relativ große Lücke herauszufahren, da war dann schon klar, das wir das Rennen gewinnen können, wenn wir keinen dummen Fehler machen." sagte Bird nach dem Rennen.

Foto: Formel-E-Media
Sam Bird, war, wie alle Fahrer, voll des Lobes für die Arbeit, die bei der Schaffung des Putrajaya Stadtkurs geleistet wurde. 

Der Zweitplazierte Lucas die Grassi startete von Startplatz 18 und konnte sich im Laufe des Rennens bis auf Platz zwei vorarbeiten. "Von ganz hinten noch vorzufahren, ist unglaublich - auch für die Meisterschaft", jubelt er. Ähnliches gelang Sebastien Buemi, der von 19 noch auf Rang drei raste: "Von der Startposition aus war das echt das Bestmögliche", sagt der Schweizer. "Das ist nicht so schlecht, würde ich sagen."

Nach dem Sieg ist Sam Bird nun Zweiter in der Meisterschaft, drei Punkte hinter dem Audi Sport Abt Piloten Lucas di Grassi, der das Rennen in Putrajaya als Zweiter beendete. Das Abt-Team führt nun die Teamwertung der Formel-E-Meisterschaft an.
Antonio Felix da Costa belegt in seinem ersten Formel-E-Rennen Platz acht
Foto: Formel-E-Media
Für Nick Heidfeld (Venturi) endete auch dieses Rennen unerfreulich. Er wurde wurde nach dem das Rennen beendet war offiziell aus dem Rennen ausgeschlossen, weil einen Boxenstopp außerhalb der erlaubten Zone vorgenommen wurde. Nach einem Unfall mit Franck Montagny stieg der Deutsche kurzerhand in sein Ersatzauto. Das bedeutet, dass sein 19. Platz im Rennen am Ende des Jahres nicht als Streichresultat gewertet werden kann.
Foto: Formel-E-Media
Rennergebnis Malaysia (Top-Five):

1. Sam Bird   (Virgin Racing)
2. Lucas di Grassi   (Audi Sport Abt)
3. Sèbastien Buemi   (e.dams Renault)
4. Nicolas Prost   (e.dams Renault)
5. Jerome d'Ambrosio   (Dragon Racing)

Meisterschaftsstand nach zwei Rennen (Top-Five):

1. Lucas di Grassi       (Audi Sport Abt)     43 Pkt.
2. Sam Bird                 (Virgin Racing)       40 Pkt.
3. Frank Montagny      (Andretti)                18 Pkt.
4. Nicolas Prost           (e.dams Renault)   18 Pkt. 
5. Jerome d'Ambrosio (Dragon Racing)    18 Pkt.

Samstag, 22. November 2014

Für Jan Bühn endet die Motorradsaison in Spanien durch einen Unfall vorzeitig

Für Motorradrennfahrer Jan Bühn aus dem badischen Kronau begann die Motorradrennsaison mit einem guten neunten Platz beim Saisonauftakt Anfang April auf der Rennstrecke in Jerez de la Frontera/Spanien.
 

Motorradrennfahrer Jan Bühn aus Kronau möchte mit seinem Team 
um Mentor Georg Räth (zweiter von links) und Teamkoordinator Dario Giuseppetti (ganz links)
 auch 2015 in Spanien starten
Der 23-Jährige war nach seinem fünften Endrang 2013 (Supersport-Kategorie) von der Internationalen Deutschen Motorrad-Strassenmeisterschaft in die spanische Motorradmeisterschaft gewechselt und ging für das spanische H43 Blumaq Team von Ex-Rennfahrer Manuel Hernandez in der Moto2-Klasse an den Start. Bei der zweiten Veranstaltung Anfang Juni in Aragon fand Jan Bühn kein richtiges Setup für seine AJR-Rennmaschine und belegte im Training nur den 25. Platz in der Moto2-Kategorie. Im ersten Lauf verfehlte der Badener mit dem 19. Platz die Punkteränge, doch beim zweiten Rennen in Aragon kämpfte er sich nach vorne und holte mit dem 12. Platz erneut Punkte. Mitte Juni ging es dann weiter auf die Rennstrecke in Barcelona, dort wurde Jan nach einem 12. Platz im Training im Rennen nach wenigen Runden von einem Kontrahenten abgeschossen und stürzte. Beim nächsten Renneinsatz auf der Strecke in Albacete konnte sich Jan Bühn vom 14. Startplatz im Training auf den neunten Rang wie in Jerez verbessern, damit gelang ihm die zweite Top Ten-Platzierung. Zwischen dem Rennen in Albacete und der nächsten Veranstaltung in Navarra Anfang September gab es eine achtwöchige Sommerpause. Dies nutzte Jan zu einem kurzfristigen Einsatz auf der Aprilia 1000 ccm im Rahmen der German Speedweek-Veranstaltung in Oschersleben in der Nähe von Magdeburg. „Ich bekam vom Motorradhändler Zweiradtechnik-Grebenstein aus Gera einen Anruf ob ich Interesse hätte zu fahren, da sich der dritte Fahrer beim freien Training verletzte. Ich bin dann gleich mit dem Wohnmobil nach Oschersleben gefahren und es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir führten bis zur Hälfte des 8-Stundenrennens in der Open-Klasse,  bis uns zwei Defekte auf den dritten Rang zurück warfen. Es war ein tolles Erlebnis und gleich beim ersten Einsatz fuhren wir auf das Siegerpodest“, freute sich Jan Bühn. Nach Oschersleben standen Testfahrten für das nächste Rennen in Navarra/Spanien an, beim Training dort fuhr ihm der Tscheche Miroslav Popov in das Motorrad. Beim Sturz erlitt er einen vierfachen offenen Ellbogenbruch und damit war die Saison für den Kronauer vorzeitig beendet. Da der Ellenbogen langsam heilt konnte Jan Bühn erst Ende Oktober mit leichten Kraftübungen beginnen.

Beim Motorradfinale in Hockenheim schaute sich Jan Bühn mit einem Gipsverband um und führte Gespräche für die nächstjährige Rennsaison. „Ich würde gerne eine weitere Saison in Spanien fahren, mein Lehrjahr ist vorbei, ich kenne jetzt die Rennstrecken und möchte nun um Podestplätze kämpfen, aber dazu brauche ich eine Kalex oder Suter-Rennmaschine. Wir schauen uns auch in der IDM um, am liebsten würde ich dann in die Superstock-Klasse starten. Bei meinem Einsatz auf der 1000er Aprilia bin ich gleich gut zurechtgekommen. Ich möchte mich bei meinem ganzen Hernandez-Team und den Sponsoren bedanken, besonders bei meinem Mentor Georg Räth“, meinte der Badener. Obwohl Jan Bühn nur 5 von 10 Rennen bestreiten konnte belegte er als Zweitbester Deutscher Fahrer mit 18 Punkten den 20. Gesamtrang von 33 Piloten. Den Gesamtsieg in der Moto2-Klasse errang der Schweizer Jesko Raffin vor dem 18-Jährigen Deutschen Florian Alt aus Nümbrecht, die beide eine Kalex pilotieren. Über den Winter kann sich Jan Bühn wieder mehr seinem Studium zum Verkehrssystemmanagement an der Hochschule in Karlsruhe widmen. Wer Interesse an einer Verpflichtung von Jan Bühn hat, kann sich gerne über die Internetseite von Jan Bühn
www.jan-buehn.de mit ihm in Verbindung setzen.

Beitrag und Foto wurden zur Verfügung gestellt von Michael Sonnig

Freitag, 21. November 2014

Markus Reiterberger gewinnt BMW Motorrad Race Trophy

Markus Reiterberger gewinnt BMW Race Trophy
Foto: Jens Hawrda
Nach einer langen Saison spannenden Rennsports steht nun die Abschlusswertung der BMW Motorrad Race Trophy 2014 fest. Zu Beginn des Jahres rief BMW Motorrad Motorsport dieses neue und einzigartige Kundensportprojekt ins Leben, und das Interesse unter den BMW Motorrad Privatfahrern war auf Anhieb groß. Insgesamt haben sich in der Premierensaison 69 Teilnehmer angemeldet, die Rennen in 19 Ländern auf sechs Kontinenten bestritten haben. Sie konnten in 15 verschiedenen Meisterschaften und Straßenrennsport-Veranstaltungen Race Trophy Punkte sammeln. Alle Ergebnisse, die sie im Wertungszeitraum vom 15. Februar bis zum 16. November in ihren jeweiligen Rennserien erreicht haben, wurden in der Wertung berücksichtigt. Entsprechend dem Reglement wurden zudem Bonuspunkte vergeben für Polepositionen und Titelgewinne sowie für jene Fahrer, die mit dem „BMW Motorrad Motorsport“ Aufkleber an ihrem Motorrad an den Start gegangen sind.

Markus Reiterberger
Foto: Jens Hawrda
Der erste Sieger der BMW Motorrad Race Trophy ist Markus Reiterberger (DE) mit 299,00 Race Trophy Punkten. Er bestritt in diesem Jahr die Internationale Deutschen Motorrad-Meisterschaft (SUPERBIKE*IDM), in der er mit Van Zon-Remeha-BMW drei Siege und zahlreiche Podiumsplätze feierte. Zudem holte er gemeinsam mit dem Penz13.com Team im Rahmen der FIM Langstrecken-Weltmeisterschaft (EWC) den Sieg in der Superstock-Klasse bei den 8 Stunden von Oschersleben (DE). Der zweite Platz in der BMW Motorrad Race Trophy geht an Emilien Jaillet (FR) mit 288,00 Punkten. Jaillet krönte sich mit fünf Saisonsiegen zum Meister in der Klasse European Bikes der Französischen Superbike-Meisterschaft (FSBK). Marco Nekvasil (AT) sicherte sich mit 254,65 Punkten den dritten Platz in der BMW Motorrad Race Trophy. Er gewann in dieser Saison sechs Rennen in der Superstock-1000-Klasse der SUPERBIKE*IDM und feierte damit den Titelgewinn in dieser Kategorie.
 
Die 15 bestplatzierten Teilnehmer der BMW Motorrad Race Trophy 2014 werden mit Trophäen und einem Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro ausgezeichnet.

Markus Reiterberger Sieger der BMW Race-Trophy 2014
Foto: Jens Hawrda
 
„Wir können mit Stolz auf die Saison 2014 zurückblicken“, sagt Berthold Hauser, BMW Motorrad Motorsport Technischer Direktor. „Einmal mehr waren unsere Kundenteams rund um den Globus erfolgreich. Es war toll mitzuerleben, wie sie Woche für Woche Rennsiege und Podiumsplätze gesammelt haben. Sie haben Siege und Titel bei internationalen Meisterschaften und Veranstaltungen ebenso gefeiert wie in zahlreichen nationalen Championaten wie in Frankreich, Spanien, Südafrika, Italien, Kanada und Brasilien. Wir freuen uns, dass wir durch unsere enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden unseren Beitrag zu diesen Erfolgen leisten konnten.“
 
„Wir blicken auf eine großartige erste Saison der BMW Motorrad Race Trophy zurück“, erklärt Udo Mark, BMW Motorrad Motorsport Marketing Direktor. „Unser Ziel war es, mit diesem Projekt die BMW Motorrad Motorsport Familie noch enger zusammenzubringen. Das Feedback, das wir aus aller Welt bekommen haben, zeigt uns, dass uns dies gelungen ist. Und die Tatsache, dass die 15 bestplatzierten Fahrer aus neun verschiedenen Ländern kommen und an sieben verschiedenen Meisterschaften teilgenommen haben, bestätigt, dass die BMW Motorrad Race Trophy für Privatfahrer aus der ganzen Welt ein attraktives Projekt ist.“

Unter den ersten zehn Fahrern sind allein fünf IDM-Piloten, das sagt auch einiges über die Leistungsdichte und Qualität der Superbike*IDM.


Platzierung der Superbike*IDM Piloten in den Top-Ten:


  1. Markus Reiterberger 
  3. Marco Nekvasil
  4. Bastien Mackels
  7. Lucy Glöckner
10. Dominik Vincon

Donnerstag, 20. November 2014

Audi-Werksfahrer Tom Kristensen beendet einzigartige Profi-Karriere

Einer der ganz Großen des Sports tritt ab: Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen bestreitet Ende November in São Paulo (Brasilien) sein letztes Rennen als Profirennfahrer. Der 47 Jahre alte Däne bleibt der Marke mit den Vier Ringen als Repräsentant und Partner von Audi Sport erhalten.
Tom Kristensen beendet seine Profi-Karriere
Foto: Audi-Motorsport
„Natürlich ist der Rücktritt einer so bemerkenswerten Persönlichkeit wie Tom Kristensen ein großer Verlust für Audi Sport und die gesamte Langstrecken-Szene“, sagt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Seine Entscheidung, auf dem Höhepunkt der Karriere aufzuhören, ist für uns nachvollziehbar. Er ist der letzte Vertreter der Generation, mit der Audi im Prototypensport begonnen hat. Tom ist in diesem Jahr als amtierender Weltmeister in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft angetreten und hat gezeigt, dass er nach wie vor einer der schnellsten und besten Sportwagenfahrer der Welt ist. Er wird uns als Fahrer fehlen, uns aber mit seinem großen Erfahrungsschatz und seiner Persönlichkeit weiter zur Seite stehen. Wir sind froh, dass Tom Kristensen ein Audianer von ganzem Herzen ist und bleibt.“

„Ich hatte das Privileg, 15 Jahre lang für das beste Team und den coolsten Automobilhersteller der Welt fahren zu dürfen“, betont Tom Kristensen. „Ich hatte tolle Teamkollegen und habe mit fantastischen Menschen zusammengearbeitet. Mit Audi konnte ich viele Titel und zahlreiche Rennen gewinnen sowie unvergessliche emotionale Momente erleben. Meine Siegesserie bei den 24 Stunden von Le Mans wäre ohne Audi nicht möglich gewesen. Dieses Team als Fahrer zu verlassen, fällt mir schwer. Aber irgendwann musste dieser Tag kommen. Ich kann mich bei Audi und allen Mitarbeitern für die tolle Zeit nur bedanken und freue mich auf meine neuen Aufgaben für die Marke und das Team von Audi Sport.“
Tom Kristensen war seit 1999 Audi-Werksfahrer
Foto: Audi-Motorsport
Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich holte den Dänen Ende 1999 zu Audi. Gemeinsam mit Frank Biela und Emanuele Pirro sorgte Tom Kristensen im März 2000 beim 12-Stunden-Rennen in Sebring (USA) für den ersten Sieg von Audi bei einem Sportwagen-Rennen und im Juni 2000 auch für den ersten Sieg der Marke bei den 24 Stunden von Le Mans. Mit dem Audi R8 gelang es dem Trio Biela/Pirro/Kristensen als erstem Fahrerteam der Geschichte, das berühmteste Langstrecken-Rennen der Welt dreimal hintereinander zu gewinnen.

Mit Bentley und zwei Audi-Kundenteams feierte Kristensen 2003 bis 2005 drei weitere Le-Mans-Triumphe und damit sechs in Folge – eine solche Siegesserie hatte es beim Langstrecken-Klassiker nie zuvor gegeben. 2008 und 2013 gelangen dem Dänen mit dem Audi R10 TDI und dem Audi R18 e-tron quattro zwei weitere Erfolge. Mit insgesamt neun Siegen ist Tom Kristensen der erfolgreichste Le-Mans-Pilot aller Zeiten. Sieben davon feierte er mit Audi.

2002 gewann Kristensen mit dem Audi R8 die American Le Mans Series. Und auch in der DTM zeigte der Däne seine Klasse: Mit neun Pole-Positions, vier Rennsiegen und 18 Podiumsplätzen war er von 2004 bis 2009 mit dem Audi A4 DTM einer der erfolgreichsten und besten Fahrer. In der DTM hatte er Anfang 2007 aber auch den schwersten Unfall seiner Karriere, der ihn für mehrere Wochen außer Gefecht setzte. 
Tom Kristensen
Foto: Audi-Motorsport
Dass ihm ein schnelles Comeback gelang, verdankte Kristensen schon damals seiner hervorragenden Fitness. Noch immer ist der Däne diesbezüglich ein Vorbild und wird Audi Sport auf diesem Sektor in Zukunft verstärkt unterstützen.

Sein letztes Rennen als Profirennfahrer wird das Finale der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) am 30. November in Brasilien sein. Tom Kristensen nimmt es mit der Startnummer in Angriff, die am besten zu ihm passt: der Nummer „1“.

Dienstag, 18. November 2014

Antonio Felix da Costa vor Formel-E Debüt

Beim kommenden Putrajaya ePrix, wird zumn ersten Mal Antonio Felix da Costa in der Staraufstellung stehen. Im ersten Rennen in Peking konnte er nicht starten, weil er zeitgleich das DTM-Rennen auf dem Lausitzring für BMW bestritt.  Im Interview spricht er über seine bisherige Karriere und blickt auf sein Debüt in Malaysia ...
Antonio Felix da Costa
Foto: Jens Hawrda
Du bist in Portugal aufgewachsen, wie verlief dene Karriere? Hattest Du Vorbilder?

"Ich begann mit dem Kartsport haupsüchlich, weil meine beiden älteren Brüder dort aktiv waren. Als ich damit anfing, war es sofort das alles, was ich in Zukunft tun wollte. Die Leute fragen mich immer wann ich mich entschieden habe Rennfahrer zu werden, ehrlich gesagt ich wollte nie etwas anderes. Wir hatten auch ein paar der portugiesischen Formel 1-Fahrer, wie Tiago Monteiro und er hat mich sicherlich inspiriert."

Tiago Monteiro spielte eine besondere Rolle in Deiner Karriere?

"Ja, er hatte im Jahr 2010 ein GP2-Team und er wollte mich in seinem Team haben. Er lud mich zu einem Test ein und der Test lief gut, ich war 17 Jahre und der dritt-oder viertschnellste im Test. Ich wollte aber nicht in die GP2 in diesem Jahr und so blieb ich in GP3 in einem anderen Team. Er ist seit dieser Zeit für mich wie ein Mentor, er berät mich. Auch mein Engagement in der Formel-E ist ihm geschuldet. Er war derjenige, der mir riet es dort zu versuchen. "

Du hattest Dein DTM-Debüt in diesem Jahr mit  BMW. Was sind Deine Eindrücke von der Serie und wie ist der Vergleich zu einem Monoposto wie der Formel E?

"Wenn du nicht im Auto sitz ist die DTM vom Umfeld her genau wie die Formel 1.  Es ist alles unglaublich profesionell, vor allem bei BMW, weil sie in der DTM gestartet sind, sobald sie ihr Formel 1 Engagement gestoppt hatten. Die DTM hat ein fantastisches und professionelles  Umfeld und es ist sehr ähnlich der Formel-1. Ich kann das vergleichen, da ich die Formel-1 regelmäßig für Red Bull Racing als Test- und Ersatzfahrer besuche. In Bezug auf die Fahrzeuge, haben diese zwar Türen und ein Dach, aber es ist wie im Einsitzer, sehr schnell und mit sehr viel Abtrieb. Aber die Autos fahren sich sehr gut. Der größte  Unterschied ist das Rennen. Es gibt eine Menge von Kontakt zwischen den Fahrzeugen und es wird sehr aggressives gefahren, aber es macht Spass. Das Feld liegt sehr eng beiieinander, dies macht es viel schwieriger für einen Rookie in der Serie Fuß zu fassen. Wenn Du in den Top-Fünf fährst ist alles in Ordnung, aber dahinter, das es fühlt sich an wie Krieg."
Foto: Jens Hawrda
Was hast Du als Test- und Ersatzfahrer für Red Bull Racing gelernt?

"Mann lernt eine Menge. Ich kahm im Jahr 2012 zu Red-Bull. Es ist wirklich gut zu sehen, wie das Team und Mechaniker arbeiten und wie die Abläufe vor Ort funktionieren. Das kann man immer auch für andere Serien umsetzen. Die Formel-1 ist die Krone des Motorsports und mit einer Mannschaft, die vier Titel geholt haben kann man wertvolle Erfahrungen sammeln.  Mann lernt auch viel wie man als Fahrer mit dem Team interagiert. Wenn ich zu denFormel-1 Rennen fahre ist es nicht wie ich im Urlaub bin. Ich bin fokussiert versuche, alles in aufzunehmen und versuche nah an den Rennfahrer zu sein. Zum Glück war ich in der Lage, eng mit Mark Webber, Daniel Riccardo und Sebastian Vettel zu arbeiten. Sie haben alle eine unterschiedliche Herangehensweise und so konnte ich von allen lernen und ich kann das Beste eines jeden von ihnen für meine eigene Arbeit umsetzen."

Du  warst beim ersten Rennen in Peking nicht am Start und hast das Rennen aber am Fernsehen verfolgt? Was waren Deine Eindrücke?

"Ja, ich war bei der DTM am Lausitzring.Wegen starkem Nebel wurde das Rennen für zwei Stunden verschoben, damit hatte ich die Gelegenheit das Formel E Rennen in Peking zusehen. Das Interesse im DTM-Fahrerlager war groß und alle waren sehr neugierig. Jeder war von der Geschwindigkeit der Autos überrascht.  Leider ist das Ende des Rennens durch den Unfall nicht so schön. Ich freue jedenfalls darauf zu sehen, was in Zukunft passieren wird und auch auf die Zusammenarbeit mit Amlin Aguri."

Formel - E  Rennwagen von da Costas Teams Amlin
Foto: Formel-E-Media
Hast Du schon mit dem Team gesprochen, um ein Feedback von China zu bekommen?

"Ich hatte Kontakt mit ihnen auch während des ersten Rennens habe mich auch danach mit dem Team getroffen. Seitdem gab es einige Änderungen in der Mannschaft in Bezug auf Personal und Struktur die sich positiv auf die Arbeit des Teams ausgewirkt haben. Wir werden sehen, wie sich die Dinge in Malaysia auswirken. "

Du hast Dein Formula E-Debüt in Putrajaya. Warst Du jemals in Malaysia gewesen und hattest Du die Chance, die Streckenführung zu sehen?

"Ja, als Team haben wir ein paar Möglichkeiten, dies zu tun. Ich war noch nie in Malaysia gewesen, aber ich war schon in Singapur, dort herrscht ein ähnliches Klima. Es ist sehr heiß und feucht, das macht das atmen schwer.  Die Vorbereitung ist deshalb sehr wichtig. Wir werden so früh wie möglich in Malaysia sein um uns dort zu akklimatisieren."
Antonio Felix da Costa im Teamoverall
Foto: Formel-E-Media
Du warst  beteiligt an der Simulation in Donington Park, was kann man daraus, in Bezug auf die Batterie-Management und Performance für Malaysia mitnehmen?

"Wir waren zwei Tage in Donington Park und wir habenviele Erfahrungen gesammelt. Der wichtigste Punkt ist und bleibt das Batteriemanagement. Darauf muss man sich bei jedem Rennen von der ersten Runde an konzentrieren. Es ist nicht wie in anderen Serien, wo man die ersten vier bis fünf Runden Gefühl für das Auto aufbaut. Du musst ein Ziel für jede Runde haben und sehr effizient fahren um das Rennen auf einem Spitzenplatz zu beenden. Das erste Rennen war sehr hart aufgrund einiger technischer Probleme für Katherine und Takuma’s  Auto, aber ich hoffe die Probleme sind behoben und wir können in Malaysia Punkte sammeln. "