Samstag, 20. September 2014

Audi dominiert das Qualifying auf dem Sachsenring

Auch Wetterkapriolen beim vorletzten Rennwochenende des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring konnten Kelvin van der Linde (18, ZA) und Nicki Thiim (25, DK) im Audi R8 nicht bremsen. Die beiden Fahrer aus dem Team Prosperia C. Abt Racing um den ehemaligen ADAC GT Masters-Champion Christian Abt holten sich die beiden ersten Startplätze im Zeittraining am Freitag für die ADAC GT Masters-Rennen am Samstag und Sonntag

Kelvin van der Linde startet am Samstag am Sachsenring von der Pole
Foto: Jens Hawrda
„Die Pole Position ist nur ein kleiner Schritt und bedeutet noch nichts, ist aber im Titelkampf eine gute Ausgangsposition. Nun hoffe ich im Rennen am Samstag auf einen guten Start“, freute sich Tabellenführer van der Linde nach seiner zweiten Pole Position im ADAC GT Masters.

Jubeln durfte nach dem Qualifying Philip Geipel (27, Plauen / YACO Racing). Bei seinem Heimrennen stellte der Lokalmatador seinen Audi auf Startplatz vier und zeigte damit seine bisher Qualifyingleistung in dieser Saison.

Ergebnis Qualifying 1 (Top-Fünf):
1. Kelvin van der Linde (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
2. Robert Renauer (TONINO Team Herberth-Porsche 911 GT3 R),
3. Christian Engelhart (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R), 
4. Philip Geipel (YACO Racing-Audi R8 LMS ultra),
5. Luca Stolz (HTP Motorsport-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),

Ergebnis Qualifying 2 (Top-Fünf):
1. Nicki Thiim (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
2. Daniel Dobitsch (kfzteile24 APR Motorsport-Audi R8 LMS ultra),
3. René Rast (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
4. Jaap van Lagen (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R),
5. Sebastian Asch (Farnbacher Racing-Porsche 911 GT3 R),

Reiterberger holt Pole zum Saisonfinale

Wie zum Saisonauftakt holte Markus Reiterberger auch zum Saisonfinale die Pole-Position in der Superpole. Er geht damit in den beiden Superbike-Rennen am Sonntag von der Pole Position ins Rennen und hofft auf zwei Siege. Nach dem Doppel-Triumph auf dem Lausitzring vor einer Woche, als er zum ersten Mal die Ducati-Armada besiegen konnte, ist er hoch motiviert. Die Favoriten auf die Meisterschaft, die beiden Ducati-Farer Xavi Forès und Max Neukirchner landeten auf den Plätzen zwei und drei und stehen damit neben Reiterberger in der ersten Startreihe.
Markus Reiterberger holt Pole
Foto: Jens Hawrda
Markus Reiterberger:
„In der ersten Superpole-Runde bin ich auf eine sichere Platzierung gefahren und war Zweitschnellster. In der zweiten Runde habe ich zwei kleine Fehler gemacht, war aber trotzdem schneller und bin auf den ersten Rang gefahren. Jetzt müssen wir für morgen nur noch die richtige Rennabstimmung an meiner BMW S 1000 RR finden. Alles läuft super.“

 


Freitag, 19. September 2014

Marco Wittmann von A-Z

Nachdem Marco Wittmann (DE) am vergangenen Sonntag auf dem Lausitzring (DE) jüngster deutscher DTM-Champion aller Zeiten geworden ist, ist er bei Motorsport-Fachleuten und Fans in aller Munde.

Foto: Jens Hawrda
Wir stellen den 24-Jährigen in Form von Zahlen, Fakten und persönlichen Einblicken genauer vor. Marco Wittmann, der neue DTM-Champion, von A-Z.
 
A wie Auto.
Im Ice-Watch BMW M4 DTM hat er den DTM-Titel gewonnen – und im Privatleben ist Marco Wittmann in einem von der BMW Individual Manufaktur exklusiv für ihn veredelten BMW M6 Coupé in Feuerorange mit 575 PS unterwegs.
 
B wie Bruder.
Wittmann lebt mit seinem jüngeren Bruder Nico auf 120 Quadratmetern in einer WG in Fürth (DE).
 
C wie Champion.
Wittmann hat sich am vergangenen Sonntag zum jüngsten deutschen Champion der DTM-Geschichte gekrönt – und das schon drei Rennen vor Saisonende. So früh lag zuletzt Bernd Schneider (DE) in der Saison 2001 uneinholbar in Führung.
 
D wie Dominic.
Dominic Harlow (GB) ist als Renningenieur einer der engsten Vertrauten von Wittmann während der Rennwochenenden. Er stieß mit viel Formel-1-Erfahrung zum BMW Team RMG.

Marco Wittmann mit seinen Eltern und seinem Bruder
Foto: BMW-Motorsport
E wie Eltern.
Vater Herbert und Mutter Angelika waren seit den Zeiten im Kartsport bei nahezu jedem Rennen dabei. Sie reisten mit dem Wohnmobil an, Vater Herbert betreute das Kart technisch, Mutter Angelika kochte. Gemeinsam betreibt die Familie Wittmann einen Karosseriebau-Betrieb in Fürth.
 
F wie Fans.
Wittmann legt großen Wert auf den direkten Kontakt zu seinen Fans und ist auf den großen Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram vertreten. Auf Facebook folgen seiner Seite „Marco Wittmann – Official“ mittlerweile beinahe 10.000 Fans.
 
G wie Gewicht.
Aufgrund seiner Erfolge im Verlauf der Saison war Wittmann bedingt durch die neu eingeführten Performance-Gewichte in sieben von acht Rennen mit einem der schwersten Autos unterwegs. Lediglich beim dritten Rennen in Budapest (HU) wog sein Ice-Watch BMW M4 DTM 2,5 Kilogramm weniger als die Fahrzeuge seiner BMW Kollegen Augusto Farfus (BR) und Martin Tomczyk (DE).
 
H wie Heimat.
Wittmann wurde in Fürth geboren und wuchs dann im nahe gelegenen 5.700-Einwohner-Ort Markt Erlbach (DE) auf. Im vergangenen Jahr kehrte der 24-Jährige nach Fürth zurück und bezog dort gemeinsam mit seinem Bruder eine eigene Wohnung.
 
I wie Ice-Watch.
Vom ersten Rennen an unterstützt die belgische Uhrenmarke Ice-Watch als Premium Partner von BMW Motorsport das DTM-Engagement von Marco Wittmann. Das Auto im charakteristischen Ice-Watch Design stand in 18 DTM-Rennen schon viermal auf der Poleposition und fuhr viermal auf Platz eins über die Ziellinie.
 
J wie Jubel.
Wittmann steigt zum Jubeln nach seinen Siegen auf das Autodach. Nach dem ausgelassenen Jubel im Parc Fermé am Lausitzring scherzte er: „Vielleicht müssen wir das Dach stabiler machen. Beim Champion-Jubel hat es ein wenig nachgegeben.“
 
K wie Karosseriebauer.
Diesen Beruf hat Wittmann gelernt – und er übt ihn auch als neuer DTM-Champion weiterhin aus. Wann immer es seine Zeit erlaubt, hilft er in der Werkstatt seiner Eltern aus. Vor dem DTM-Rennen auf dem Lausitzring trug er während des Urlaubs seiner Eltern sogar die alleinige Verantwortung für den Betrieb.
 
L wie Lehrzeit.
Obwohl es nahe gelegen hätte, absolvierte Wittmann seine Lehre als Karosseriebauer nicht im elterlichen Betrieb, sondern in einer fremden Werkstatt. Herbert Wittmann war der Meinung, dass in dieser Konstellation das Vater-Sohn-Verhältnis unbelastet bleiben würde.
 
M wie Mega.
Der neue Slogan lautet: „Mega Marco“. Mit diesem Banner und den dazugehörigen T-Shirts hat BMW Motorsport auf dem Lausitzring Wittmanns Titelgewinn gefeiert. „Das ist dann jetzt wohl mein neuer Spitzname“, sagt Wittmann mit einem Augenzwinkern.
 
N wie Norisring.
Das Stadtrennen in Nürnberg (DE) ist das Heimrennen des in Fürth geborenen und lebenden Marco Wittmann. Dort war er schon als Kind Zuschauer und hat die damaligen DTM-Helden bewundert. Selbst ist er dort vor der DTM schon in der Formel 3 Euroserie gefahren. Wittmann ist zudem Mitglied im Motorsport Club Nürnberg, dem Veranstalter des DTM-Rennens auf dem Norisring.
 
O wie Oschersleben.
In der Motorsport Arena ist Wittmann 2007 nicht nur sein erstes Rennen in der Formel BMW gefahren. Dort hat er im gleichen Jahr auch seinen ersten Formel BMW Sieg errungen. In seiner DTM-Champion-Saison 2014 startete er in Oschersleben von der Poleposition.
 
P wie Poleposition.
Auf dem ersten Startplatz stand Wittmann in dieser Saison bisher dreimal – in Oschersleben (DE), in Budapest (HU) und auf dem Nürburgring (DE). Die erste Poleposition seiner Karriere hatte er 2013 beim Rennen in Zandvoort (NL) gefeiert.
 
Q wie Qualifying.
Wittmann bezeichnet das Qualifying als eine seiner größten Stärken. In der Saison 2014 hat er als einziger Fahrer im DTM-Starterfeld in jedem der acht Qualifyings die entscheidende dritte Runde erreicht. Startplatz sieben war bisher sein schwächstes Ergebnis.
 
R wie RMG.
Reinhold Motorsport GmbH – dafür steht das Kürzel RMG. Es ist das Team, das hinter den Erfolgen von Wittmann in diesem Jahr steht. Die Mannschaft aus Niederzissen (DE) in der Nähe des Nürburgrings hat in der Saison 2014 den Durchbruch geschafft und mit Wittmann und dessen Teamkollege Maxime Martin (BE) insgesamt schon fünf Saisonsiege gefeiert.
 
S wie Stefan.
Stefan Reinhold ist der Teamchef von Wittmann beim BMW Team RMG. Nach vielen Jahren in der Formel 1 und in anderen Motorsport-Kategorien bewarb er sich mit seinem Konzept für ein DTM-Einsatzteam in der Comeback-Saison 2012 bei BMW Motorsport – und bekam den Zuschlag.
 
T wie Trophäe.
Nachbildungen seiner Pokale – die Originale werden bei BMW Motorsport aufbewahrt – hat Wittmann in seiner Wohnung in Fürth ausgestellt. Darunter ist neben den DTM-Trophäen auch der Siegerpokal vom Qualifikationsrennen für die 24 Stunden auf dem Nürburgring 2014, das er mit dem BMW Sports Trophy Team Marc VDS im BMW Z4 GT3 gewinnen konnte, zu finden.
 
U wie Urlaub.
Während der Saison 2014 hat sich Wittmann einmal eine Auszeit auf Teneriffa (ES) gegönnt. Nach der Saison steht ein Skiurlaub auf dem Plan. Diese Ruhephasen sind für ihn besonders wichtig. „Man bekommt dann den Kopf frei – und kehrt umso erfolgshungriger auf die Strecke zurück“, meint er.
 
V wie Vorbild.
Seit er bei BMW Motorsport Alessandro Zanardi (IT) kennengelernt hat, ist der Italiener, der bei einem schweren Rennunfall beide Beine verlor, aufgrund seiner Lebenseinstellung und seiner sportlichen Triumphe das große Vorbild von Wittmann.
 
W wie Wohnmobil.
Wittmanns Eltern fahren wie in alten Zeiten auch heute noch mit dem Wohnmobil zu jedem DTM-Rennen. Normalerweise schläft Wittmann dennoch im Hotel. Nach der Champion-Feier am Lausitzring übernachtete er allerdings der Einfachheit halber im Wohnmobil der Eltern.
 
X wie Mister X.
Vor der DTM-Saison drehte die ARD einen Werbetrailer im Western-Stil, in dem die sieben früheren DTM-Champions im Starterfeld 2014, die „Glorreichen Sieben“, aus ihrem Kreis den Mister X suchen, der sich in diesem Jahr zum Champion krönen würde. Dass Wittmann dieser Mister X sein würde, vermuteten damals nur wenige. Nun hat die ARD eine Fortsetzung des Trailers gedreht – mit dem neuen Champion in der Hauptrolle.
 
Y wie Y-Parkplatz.
Die Parkplätze an den DTM-Rennstrecken sind mit Buchstaben gekennzeichnet. Der Parkplatz, auf dem die Fahrer – also auch Wittmann – ihre Privatautos abstellen, trägt den Buchstaben Y. Sein BMW M6 Coupé mit der Lackierung in Feuerorange sticht an jeder Rennstrecke sofort hervor.
 
Z wie Zandvoort.

Auf dem Kurs in den niederländischen Dünen errang Wittmann 2013 seine erste Poleposition in der DTM. Ein Jahr später kehrt er als Champion an die Nordseeküste zurück. So überrascht es nicht, dass Wittmann sagt: „Zandvoort ist eine meiner absoluten Lieblingsstrecken.“

ADAC GT Masters-Shootingstar greift nach dem Titel

Kelvin van der Linde
Foto: ADAC-Motorsport
Zu seiner ersten Pole Position und seinem ersten Sieg im ADAC GT Masters fuhr er, da hatte noch nicht einmal einen Führerschein und gemeinsam mit René Rast (27, Frankfurt) hat er zum dritten Mal in der laufenden Saison im Audi R8 die Tabellenführung im ADAC GT Masters erkämpft: Kelvin van der Linde (18) aus Südafrika gelang in seiner Debütsaison im ADAC GT Masters ein Einstand aus dem Bilderbuch. In den beiden Rennen auf dem Sachsenring am kommenden Wochenende (Samstag und Sonntag ab 11:45 Uhr live bei kabel eins) und beim Finale in Hockenheim (3. bis 5. Oktober) kämpft der Shootingstar in seiner ersten ADAC GT Masters-Saison um den Titel.
 
Erfahrung im Titelkampf sammelte van der Linde bereits im vergangenen Jahr, als er den Volkswagen Scirocco R-Cup gewann. Das brachte ihn in Kontakt mit dem Team Prosperia C. Abt. „Wir haben im Winter ein Mal getestet und ich habe mich dort sofort sehr wohl gefühlt. Die Atmosphäre im Team war einfach großartig und für mich war klar, dass ich dort fahren wollte“, so das Nachwuchstalent. Dass die Kombination aus dem Team um den ehemaligen ADAC GT Masters-Champion Christian Abt und van der Linde sowie Rast gut zusammen passt, zeigte sich bereits beim Saisonstart. Bei seinem Premierenwochenende in der „Liga der Supersportwagen“ fuhr der Audi-Pilot in die Geschichtsbücher: In Oschersleben wurde er im Alter von 17 Jahren jüngster Pole-Position-Gewinner und Rennsieger im ADAC GT Masters. Ein bedeutender Erfolg für van der Linde: „Die Saison im ADAC GT Masters ist für meine weitere Zukunft im Motorsport entscheidend. Wenn ich mich in diesem Jahr nicht beweisen kann, steht meine weitere Karriere in Frage. Motorsport ist teuer und so eine Chance wie in diesem Jahr bekomme ich nur ein Mal. Der Sieg gleich beim Auftakt war dann eine unheimliche Erleichterung.“
 
Die Leichtigkeit, mit van der Linde seit dem im Audi R8 an der Spitze der „Liga der Supersportwagen“ fährt, beeindruckt. „Ich messe mich an meinem Teamkollegen René Rast, der einer der besten Fahrer auf dem Audi ist. Von ihm kann ich lernen. Je näher ich seinen Zeiten komme, desto zufriedener bin ich mit meiner Leistung. Ich fand es nicht besonders schwierig mich auf das Auto einzustellen und bin relativ schnell nah an die Zeiten von René gekommen. Das Schwierigste ist aber, die letzten fehlenden Zehntelsekunden zu finden.“

Auf die beiden Läufe beim vorletzten Rennwochenende auf dem Sachsenring ist van der Linde gespannt: „Es ist bei der sehr hohen Leistungsdichte im ADAC GT Masters sehr schwierig, einen Sieger vorherzusagen. Aber ich glaube von beiden letzten Veranstaltungen haben wir am Sachsenring die besten Chancen auf ein Podium und müssen dort unbedingt ein gutes Ergebnis herausfahren. Ich kenne die Strecke noch nicht, habe den Kurs aber im Simulator schon geübt.“

 
Unahängig vom Ausgang seiner Debütsaison im ADAC GT Masters will van der Linde seine Karriere auch im kommenden Jahr im GT-Sport fortsetzen. „Ich möchte einen Schritt nach dem anderen machen, im kommenden Jahr ist mein Ziel noch mehr im Auto zu sitzen und in der GT-Welt weitere Erfahrung zu sammeln.“

Vorschau: Finale der SUPERBIKE*IDM

Der Countdown läuft. Die SUPERBIKE*IDM fährt am kommenden Wochenende in die letzte Runde der Saison 2014. Auf dem Hockenheimring findet vom 19. bis 21.September das große Finale statt. Der Titelkampf ist noch in allen Klassen offen. Das verspricht Spannung pur. 
Foto: Jens Hawrda
In der Superbike-Klasse, der Top-Kategorie des deutschen Motorradrennsports wird der Titel voraussichtlich an einen Ducati-Fahrer gehen. Die Frage ist nur, an welchen? Mit dem Spanier Xavi Forés (3C-Racing) und dem Deutschen Max Neukirchner kämpfen auf der Ducati 1199 Panigale R ausgerechnet zwei Teamkollegen um den Meisterschaftsgewinn. Forés fährt mit 278 Punkten als Führender ins badische Motodrom. Neukirchner hält mit 252 Zählern dagegen.

Eine entscheidende Rolle im Titelkampf spielt Markus Reiterberger (Van Zon-Remeha-BMW). Der Bayer ist bis auf Damian Cudlin (Weber-Diener Racing, Kawasaki) der einzige Fahrer, der den Ducati-Konkurrenten dauerhaft Paroli bieten konnte. Reiterberger gewann am vergangenen Wochenende auf dem Lausitzring gleich beide Superbike-Läufe und versucht den Triumph in Hockenheim zu wiederholen. Damit könnte er durchaus zum Zünglein an der Waage werden.

Aber auch hinter den Top-3 geht es hoch her. Der momentane Tabellen-Vierte Bastien Mackels (Van Zon-Remeha-BMW) hat nur zwölf Punkte Vorsprung vor Stefan Nebel (Wilbers-BMW-Racing Team). Dieser wiederum wird von Damian Cudlin verfolgt, wobei der Australier selbst nur einen einzigen Punkt Vorsprung vor Danny de Boer (Holzhauer Racing Promotion, Honda) hat.

Mit Spannung erwartet wird die SUPERBIKE*IDM-Premiere von MotoGP- und Superbike-WM-Fahrer Leon Camier. Der Brite tritt im Wilbers-BMW-Racing Team auf einer BMW HP4 an.

Auch in der Klasse Superstock 1000 ist noch alles möglich. Weil Titelfavorit Marco Nekvasil (Interwetten Racing by Fritze Tuning) auf der BMW S 1000 RR zuletzt nur zweimal Siebter wurde, ist sein großer Vorsprung gegenüber Lucy Glöckner (Wilbers-BMW-Racing Team) stark geschrumpft. Rein rechnerisch könnte dem Österreicher sogar auch noch Dominik Vincon (BMW Stilgenbauer) den Titel streitig machen, aber seine Chance ist eher theoretischer Natur.

Nicht zu überbieten ist die Spannung in der Klasse Supersport. Marvin Fritz (Bayer-Bikerbox, Yamaha) liegt in der Tabelle nur einen einzigen Punkt vor Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Shell Advance), während Stefan Kerschbaumer (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service, Yamaha) schon als Gesamt-Dritter fest steht.

Bei den Sidecars könnte es zur Titelverteidigung des Duos André Kretzer/Jens Lehnerts kommen (MSC Freier Grund e.V. im ADAC, LCR-Suzuki) kommen. Das Top-Team darf im badischen Motodrom allerdings keinen Fehler machen. Josef Sattler/Stefan Trautner (RSR Sattler Motorsport, LCR-Suzuki) liegen mit nur zwei Punkten Rückstand auf der Lauer.

Das SUPERBIKE*IDM-Finale wird mit dem ADAC Junior Cup powered by KTM, dem renommierten Yamaha R6-Dunlop-Cup, dem Suzuki GSX-R 750 Cup und der MotoE-Klasse abgerundet. Race-Taxifahrten, Autogrammstunden, der Pitwalk, ein Quad-Parcour für Kids und viel Musik sorgen zusätzlich für Stimmung am Ring.