Sonntag, 3. August 2014

Marco Wittmann baut mit dritten Saisonsieg Tabellenführung aus

das Podium vom Red-Bull-Ring, BMW räumt ab
Foto: DTM-Media
 
BMW-Pilot Marco Wittmann ging aus einem turbulenten DTM-Rennen auf dem Red Bull Ring als Sieger hervor. In seinem BMW M4 DTM gewann der 24-Jährige den sechsten Saisonlauf vor seinen Markenkollegen Augusto Farfus und Timo Glock. Martin Tomczyk machte als Vierter den Erfolg von BMW perfekt. „Ich hatte einen sehr schlechten Start, was mir die Anfangsphase nicht gerade einfach machte. Ich musste cool bleiben und habe mir meine Reifen aufgespart. Vor mir hat es viel Trubel gegeben, doch davon habe ich nicht viel mitbekommen. Heute hatte ich einfach großes Glück“, sagte Wittmann zufrieden. Das Rennwochenende in Österreich besuchten insgesamt 47.500 Fans.
 
Erfolgreichster Fahrer eines Audi RS 5 DTM war Timo Scheider, der hinter dem BMW-Quartett die Ziellinie als Fünfter überquerte. „Ich habe das Bestmögliche herausgeholt. Ich ging von Startplatz 14 ins Rennen und kann mich mit Position fünf sehr glücklich schätzen. Hoffentlich ist das die Kehrtwende in einer bisher sehr enttäuschenden Saison für mich“, erklärte der Wahlösterreicher. Seine Markenkollegen Adrien Tambay, Mattias Ekström und Jamie Green landeten auf den Positionen sechs, sieben und acht. Für Green gestaltete sich das sechste Rennen des Jahres als Berg- und Talfahrt der Gefühle. Nachdem sich der Brite die Führung erobert hatte, wurde eine Durchfahrtstrafe gegen den Audi-Piloten verhängt. Der 32-Jährige hatte seine Box für seinen Wechsel auf Optionsreifen eine Runde zu früh angesteuert.

erste Kurve nach dem Start, wie immer eng, aber unfallfrei
Foto: DTM-Media
Einen bitteren Rückschlag erlebte auch Mercedes-Benz-Pilot Robert Wickens. Der Pole-Setter lieferte sich bis zur Rennmitte ein packendes Duell gegen Augusto Farfus um den Sieg, ehe die Rennleitung dem Kanadier die Schwarze Flagge zeigte. Der Grund: Der Kanadier hatte eine gegen ihn verhängte Drive-Through-Strafe ignoriert, nachdem er zuvor aus Sicht der Rennleitung beim Losfahren aus der Box den nachfolgenden Timo Glock behindert hatte. Bester Pilot eines DTM Mercedes AMG C-Coupé wurde am Ende Christian Vietoris als Neunter. „Mir gelang ein guter Start ins Wochenende. Als Neunter der beste Mercedes-Benz-Fahrer zu sein, kann uns nicht zufriedenstellen“, so Vietoris.
 
Dank seines dritten Saisonsiegs stockte Marco Wittmann sein Punktekonto auf 95 Zähler auf. Der Schwede Mattias Ekström bleibt weiterhin ärgster Verfolger von Wittmann in der Gesamtwertung. Doch die Jagd nach seinem dritten DTM-Titel wird für Ekström keine einfache Aufgabe werden. Nach sechs von zehn Läufen fehlen dem Audi-Piloten 39 Punkte auf seinen Titelkonkurrenten aus dem BMW-Lager. Das nächste Rennwochenende wird vom 16. bis 17. August auf dem Nürburgring ausgetragen.
 
BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt: „Wir sind stolz und glücklich. Wir dachten, dass es nach dem Dreifachsieg im Vorjahr nicht mehr besser hätte kommen können. Doch da haben wir uns zum Glück getäuscht. Marco Wittmann ist unglaublich gefahren, und auch die anderen haben die Strategie perfekt umgesetzt. Vor allem haben wir aber heute die wenigsten Fehler gemacht.“
 
Audi Leiter DTM Dieter Gass: „Das Rennen haben wir nicht heute, sondern schon gestern im Qualifying verloren. Hinzu kam ein Kommunikationsproblem, dass dafür gesorgt hat, dass Jamie Green eine Runde zu früh an die Box gekommen ist.“
 
Mercedes-Benz Leiter DTM-Management Wolfgang Schattling: „Für uns war es ein sehr enttäuschender Tag, denn Robert Wickens hätte das Rennen heute ganz sicher gewinnen können. Gerade, weil es in manchen Rennen in diesem Jahr nicht so gut lief, wäre das ein wichtiger Erfolg gewesen. Von der Entscheidung der Rennleitung waren wir total überrascht, wir dachten zunächst an eine Verwechslung, die wir noch während des Rennens aufklären wollten. Aus unserer Sicht ist die Strafe gegen Robert Wickens nicht gerechtfertigt.“

Ergebnis Red-Bull-Ring (Top-Five):

1. Marco Wittmann  (BMW),
2. Augusto Farfus   (BMW),
3. Timo Glock (BMW),
4. Martin Tomczyk  (BMW),
5. Timo Scheider  (Audi).

Meisterschaftsstand nach 6 von 10 Rennnen (Top-Five):

1. Marco Wittmann   95 Pkt.,
2. Mattias Eckström  56 Pkt.,
3. Bruno Spengler    42 Pkt.,
4. Edoardo Mortara  41 Pkt.,
5. Adrien Tambay    36 Pkt. 

Stimmen der Audi-Piloten nach dem Qualifying auf dem Red Bull Ring

Jamie Green
Foto: Audi-Motorsport
Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM), Startplatz 6
„Für Audi ist das natürlich eine Überraschung. Wir hätten nie gedacht, dass wir hier nicht die richtige Performance haben. Ich persönlich habe wohl einen ganz guten Job gemacht. Genau wie das Team mit dem Setup meines Autos. Ich habe die Pole-Position um weniger als eine Zehntelsekunde verpasst. Echt seltsam: Meine Kollegen tun sich so schwer und für mich wäre – mit einer perfekten Runde – sogar die Pole drin gewesen. Normalerweise sind wir im Rennen stärker als im Qualifying. Von Startplatz sechs ist auch ein Sieg drin. Also bin ich optimistisch.“
 
Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM), Startplatz 14
„Ich starte mitten im Feld und ich war drittbester Audi-Fahrer im Qualifying. Aber es ist natürlich enttäuschend, so weit hinten zu stehen. Wir müssen das jetzt analysieren und im Rennen kämpfen.“
 
Mattias Ekström
Foto: Audi-Motorsport
Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM), Startplatz 15
„Sicherlich ist es etwas enttäuschend, so weit hinten zu stehen. Ich hoffe, dass wir morgen eine bessere Pace für das Rennen haben.“
 
Miguel Molina (Audi Sport Audi RS 5 DTM), Startplatz 16
„Heute Morgen dachten wir, dass wir gut für das Qualifying gerüstet sind. Doch dann stimmte die Pace nicht. Aber das Rennen ist morgen – und wir hoffen auf ein gutes Rennen. Wir müssen für die Zukunft die Augen öffnen, denn die Mitbewerber waren schneller.“
 
Mike Rockenfeller
Foto: Audi-Motorsport
Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM), Startplatz 17
„Ich glaube, es war heute mehr möglich. Jamie (Green) hat es gezeigt. Leider lief es im zweiten Qualifying-Segment etwas unglücklich für mich, denn Jamie hat vor mir etwas verlangsamt und ich war dann zu nahe an ihm dran. Sonst wäre vielleicht die Top Ten oder die Top Acht möglich gewesen. Es ist sehr eng, wir müssen uns jetzt die Daten anschauen. Ich muss ja in der Startaufstellung noch drei Plätze zurück und starte nur von Platz 17. Aber ich gebe nicht auf – und das Rennen ist erst zu Ende, wenn die Zielflagge fällt.“
 
Nico Müller
Foto: Audi-Motorsport
Nico Müller (Audi Financial Services RS 5 DTM), Startplatz 18
„Ich konnte wegen eines technischen Defekts in Q2 keine Runde fahren. Das tat etwas weh, denn ich hatte ein problemloses Q1 und hoffte auf einen Platz unter den Top Ten. Jetzt wünsche ich mir ein gutes Rennen.“
 
Adrien Tambay (Playboy Audi RS 5 DTM), Startplatz 20
„Es gibt nicht viel zu sagen. Ich habe alles gegeben. Wir müssen analysieren, was heute schief lief, denn wir haben keine Fehler gemacht. Jetzt müssen wir für das Rennen arbeiten.“
 
Edoardo Mortara
Foto: Audi-Motorsport
Edoardo Mortara (Audi Sport Audi RS 5 DTM), Startplatz 21
„Das ist nicht das Ergebnis, das ich mir gewünscht hatte, denn Spielberg ist eine meiner Lieblingsstrecken im DTM-Kalender. Ich hatte Verkehr in meinen beiden Stints und ich konnte mich nicht verbessern. Wir waren aber auch zu langsam, müssen generell an der Pace im Qualifying arbeiten. Wir müssen jetzt für das Rennen eine gute Lösung finden.“

Starkes Qualifying für BMW: Stimmen der Fahrer

Timo Glock (DE) hat die erste Poleposition seiner DTM-Karriere um lediglich sechs Tausendstelsekunden verpasst. In Spielberg (AT) fuhr er als Bester einer insgesamt starken BMW Mannschaft in seinem DEUTSCHE POST BMW M4 DTM eine persönliche  Bestzeit von 1:25,181 Minuten. Glock musste sich in letzter Sekunde lediglich Robert Wickens (CA, Mercedes) geschlagen geben. In der zweiten Startreihe stehen in Marco Wittmann (DE, Ice-Watch BMW M4 DTM) und Augusto Farfus (BR, Castrol EDGE BMW M4 DTM) zwei weitere BMW Piloten. Auch Moskau-Sieger Maxime Martin (BE) gelang in seinem SAMSUNG BMW M4 DTM als Achter der Sprung in die dritte und entscheidende Qualifying-Runde.
 
Ebenfalls in die Top-10 schafften es Joey Hand (US, Crowne Plaza Hotels BMW M4 DTM) als Neunter und Bruno Spengler (CA, BMW Bank M4 DTM) als Zehnter. Damit stehen nach dem Rennen in Budapest (HU) zum zweiten Mal in dieser Saison sechs BMW M4 DTM in den Top-10 der Startaufstellung. Knapp dahinter folgen Martin Tomczyk (DE, BMW M Performance Zubehör M4 DTM) und António Félix da Costa (PT, Red Bull BMW M4 DTM) auf den Positionen elf und 13.
 
Timo Glock
Foto: BMW-Motorsport
Timo Glock (Startnummer 17, BMW Team MTEK, Platz 2):
„Es ist super für uns, dass wir wie in Budapest in der ersten Reihe stehen. Im Q2 ist mir eine gute Runde gelungen, was sehr wichtig war. Der dritte Abschnitt fing dann zunächst schwierig an. Ich hatte keinen Grip mehr, weil die Sonne weg war. Erst in meiner dritten Runde bin ich meine persönliche Bestzeit gefahren. Dass es nicht ganz zur Poleposition gereicht hat, ist schade. Trotzdem bin ich sehr stolz. Und dass auch die anderen BMW vorn mit dabei sind, ist ebenfalls klasse und stimmt mich für morgen sehr zuversichtlich.“
 
Marco Wittmann
Foto: BMW-Motorsport
Marco Wittmann (Startnummer 23, BMW Team RMG, Platz 3):
„Wir waren selbst etwas überrascht, wie schnell wir im Qualifying waren und dass wir sogar um die Poleposition mitfahren konnten. Im Training hatte es noch gar nicht so gut ausgesehen. Startplatz drei ist eine hervorragende Ausgangslage für das Rennen. Für mich geht es darum, im Rennen weitere wichtige Punkte zu sammeln und, wenn möglich, auf das Podium zu fahren.“
 
Augusto Farfus (Startnummer 3, BMW Team RBM, Platz 4):
„Platz vier ist in Ordnung. Wir haben die richtige Richtung eingeschlagen. Es ist gut, dass wir näher an die Spitze heranrücken. Ich denke, dass wir morgen ein starkes Rennen abliefern können. Unser Ziel ist nun definitiv das Podium, und mit einem guten Start ist das in greifbarer Nähe.“
 
Maxime Martin (Startnummer 24, BMW Team RMG, Platz 8):
„Ich denke, wir hatten den Speed, um noch weiter nach vorn zu kommen. Mit dem letzten Reifensatz in Q3 ist es nicht optimal gelaufen. Aber Platz acht ist immer noch okay. Ich habe es wieder in die letzte Qualifying-Session geschafft. Ich bin fest entschlossen, mich im Rennen weiter in Richtung Spitze zu arbeiten.“
 
Joey Hand
Foto: BMW-Motorsport
Joey Hand (Startnummer 4, BMW Team RBM, Platz 9):
„Das war das beste Qualifying meiner Saison bisher. Platz neun ist zwar nicht perfekt, aber diese Strecke ist immer gut zu mir. Wir haben nach einem schwierigen ersten Training gute Veränderungen am Fahrzeug vorgenommen. Mein Auto hat eine gute Balance, und ich rechne mir im Rennen vor allem auf den Optionsreifen gute Chancen aus.“
 
Bruno Spengler
Foto: BMW-Motorsport
Bruno Spengler (Startnummer 9, BMW Team Schnitzer, Platz 10):
„Zu Platz acht hat nicht viel gefehlt, aber unser Abstand zu Platz eins ist zu groß. Wir hatten es schon im Training nicht geschafft, das optimale Set-Up zu finden, deshalb bin ich mit diesem Platz nicht zufrieden. Aber ich habe schon in Budapest gezeigt, dass wir uns im Rennen nach vorn arbeiten können. Das versuche ich auch morgen wieder.“
 
Martin Tomczyk (Startnummer 10, BMW Team Schnitzer, Platz 11):
„Startplatz elf ist eine Steigerung im Vergleich zu den vergangenen Rennen, aber es ist noch nicht das, was ich mir vorgenommen hatte. Man kann jedoch innerhalb von drei Wochen keine Riesensprünge erwarten. Ich habe hart mit BMW und meinem Team gearbeitet, und es ist uns gelungen, ein paar Positionen weiter nach vorn zu kommen. Jetzt müssen wir am Ball bleiben. Die Ausgangslage für das Rennen ist zumindest besser als bisher. Und dass ich im Rennen schnell bin, habe ich bereits bewiesen.“
 
António Félix da Costa (Startnummer 18, BMW Team MTEK, Platz 13):
„Ich hatte mehr erwartet und bin deshalb etwas enttäuscht. Ich fange in Q1 immer stark an, kann dann im Gegensatz zu vielen anderen Fahrern aber nicht mehr zulegen. Wir müssen analysieren, woran das liegt. Dennoch bin ich für das Rennen zuversichtlich, denn unser Speed auf den Long-Runs ist gut.“

Samstag, 2. August 2014

Stimmen der Mercedes-Piloten zum Qualifying in Spielberg

 
Robert Wickens beim Boxenstopp
Foto: DTM-Media
Robert Wickens (25, Kanada, FREE MAN'S WORLD Mercedes AMG C-Coupé):
Pole Position, (1:25.175 Minuten)
„Pole Position! Das war super. Einfach großartig. Ich wusste während meiner letzten Runde gar nicht, wie knapp es war. Vielen Dank an mein Team. Das war kein einfaches Qualifying, aber sie haben fantastische Arbeit geleistet. Drei Mercedes-Benz Fahrer in den Top-8 sind ein starkes Mannschaftsergebnis für uns. Der Dreher war mein Fehler. Leider riskierte ich in Kurve acht etwas zu viel – das war mir auch schon im Freien Training passiert. Zum Glück blieb ich ruhig und fuhr am Ende eine super Runde. Jetzt haben wir die bestmögliche Ausgangsposition für das Rennen. Es wäre schön, wenn das auch im Ziel noch so wäre.“

Pascal Wehrlein
Foto: DTM-Media
Pascal Wehrlein (19, Deutschland, gooix Mercedes AMG C-Coupé):
5. Platz, (1:25.246 Minuten)
„Das war ein gutes Qualifying. Ich bin happy mit dem Ergebnis. Heute Vormittag habe ich nach dem ersten Freien Training noch mit einem schwierigen Wochenende gerechnet. Aber wir haben das Auto sehr gut verbessert. Im Q3 war alles drin. Ich lag sogar lange Zeit auf Platz 1. Ich bin gleich zu Beginn der dritten Session rausgefahren. Weil ich nur noch einen Reifensatz hatte, bin ich am Ende etwas nach hinten gerutscht. Trotzdem ist von Startplatz fünf im Rennen alles drin.“
 
Christian Vietoris (25, Deutschland, Original-Teile Mercedes AMG C-Coupé):
7. Platz, (1:25.362 Minuten)
„Das war eines der besseren Qualifyings in dieser Saison. Platz sieben ist eine gute Ausgangslage für das Rennen. Es ist schön, wieder ein Auto zu haben, mit dem ich vorne reinfahren kann. So macht das Fahren Spaß.“
 
Daniel Juncadella (23, Spanien, Petronas Mercedes AMG C-Coupé):
12. Platz, (1:25.335 Minuten)
„Es fällt mir schwer, etwas zu diesem Qualifying zu sagen. Leider verlief es für mich enttäuschend. Mein Auto war denke ich gut genug für die Top-5. Aber leider starte ich nur von Position zwölf. Das sagt alles. Bei den kommenden Rennen muss ich meine Qualifying-Performance verbessern.“

Gary Paffett im Gespräch mit seinen Renningenieur
Foto: DTM-Media
Gary Paffett (33, England, EURONICS Mercedes AMG C-Coupé):
19. Platz, (1:25.577 Minuten)
„Es ist natürlich enttäuschend, nicht ins Q2 gekommen zu sein. Ich bin exakt die gleiche Rundenzeit gefahren wie Timo Scheider. Er ist sie allerdings vor mir gefahren. Das war Pech. Mein Auto fühlte sich insgesamt in Ordnung an. Deshalb verstehe ich noch nicht, warum mir zwei, drei Zehntel auf meine Mercedes-Markenkollegen gefehlt haben. Das ist noch ein kleines Rätsel für mich, das wir aber sicher lösen werden.“

Vitaly Petrov
Foto: DTM-Media
Vitaly Petrov (29, Russland, DTM Mercedes AMG C-Coupé):
22. Platz, (1:25.856 Minuten)
„Alles in allem sind wir auf dem richtigen Weg. Ich mache mir wegen des Qualifyings heute nicht allzu viele Gedanken. Es war recht hart, da die Zeiten sehr eng zusammenlagen. Wenn man nur ein Zehntel schneller ist, kann man schon in den Top-10 oder Top-15 sein. Wir haben uns seit dem Rennen in Moskau wie erhofft verbessert. Als Team verstehen wir langsam, in welche Richtung wir gehen müssen. Das ist uns hier im Qualifying recht gut gelungen.“

Paul Di Resta unzufrieden mit seiner Leistung
Foto: DTM-Media
Paul Di Resta (28, Schottland, DTM Mercedes AMG C-Coupé):
23. Platz, (1:25.932 Minuten)
„Meine Jungs haben gute Arbeit geleistet und das Auto nach dem Unfall im Freien Training wieder hinbekommen. Es war mein Fehler, der uns recht teuer zu stehen kam. Leider fehlte uns so die Zeit, um das Auto für das Qualifying abzustimmen.“

Last-Minute-Pole für Robert Wickens

Robert Wickens holt in Spielberg seine insgesamt dritte DTM-Pole
Foto: Mercedes-Motorsport
Der Kanadier Robert Wickens bewies in einem spannenden Qualifying für den sechsten Saisonlauf der DTM auf dem Red Bull Ring Nervenstärke. Trotz eines Drehers ließ sich der Mercedes-Benz-Pilot nicht aus der Ruhe bringen und eroberte kurz vor Schluss mit einer Rundenzeit von 1:25.175 Minuten die Pole-Position. „Ich wusste, dass wir einen Schritt nach vorn gemacht haben. Doch mit der Pole-Position hätte ich niemals gerechnet. Ich habe alles gegeben, deshalb ist mir auch der Ausrutscher passiert. Jetzt freue ich mich auf das Rennen“, strahlte der Kanadier.

die drei schnellsten im Qualifying: Timo Glock, Robert Wickens u. Marco Wittmann (v.l.)
Foto: Mercedes-Motorsport
Bis wenige Sekunden vor Schluss deutete alles auf die erste Pole-Position von Timo Glock in der DTM hin, ehe er von Wickens verdrängt wurde. „Das tut weh“, sagte der BMW-Pilot. „Auf meiner Inlap habe ich auf den Videoleinwänden gesehen, dass ich Erster bin und habe mich riesig gefreut. Dass mir Robert (Wickens) im allerletzten Moment noch die Pole-Position weggenommen hat, ist bitter.“ Lediglich 0,006 Sekunden trennten den 32-Jährigen vom Pole-Setter in seinem DTM Mercedes AMG C-Coupé.
Robert Wickens (FREE MANS WORLD Mercedes AMG C-Coupè)
Foto: DTM-Media
Eine schwere Aufgabe steht den Audi-Piloten am Rennsonntag bevor. Jamie Green schaffte als einziger Fahrer eines Audi RS 5 DTM den Einzug in den dritten Qualifying-Abschnitt und landete am Ende auf Platz sechs. „Das wird eine große Herausforderung für uns. Mir fehlten nur wenige Zehntelsekunden nach vorn, aber die Leistungsdichte ist extrem. Für mich persönlich ist Rang sechs ein gutes Ergebnis. Ich werde alles dafür geben, um für Audi um ein Top-Ergebnis zu kämpfen“, erklärte der Brite.
 
Eine bittere Enttäuschung musste sein Markenkollege Mattias Ekström hinnehmen. Während Tabellenführer Marco Wittmann in seinem BMW M4 DTM die dritte Startposition eroberte, landete der Zweitplatzierte der Gesamtwertung nur auf dem 16. Rang. „Uns hat heute einfach die Pace gefehlt. Das war das erste Mal in diesem Jahr, dass ich keine großen Fehler gemacht habe und trotzdem weit hinten gelandet bin“, so der zweifache Champion.
 
Der sechste Saisonlauf der DTM auf dem Red Bull Ring wird am Sonntag um 13:30 Uhr gestartet. Die ARD überträgt ab 13:15 Uhr live vom Gastspiel der populärsten internationalen Tourenwagenserie in der Steiermark.