Samstag, 5. Oktober 2013

Motorbootrennen Grünau - Teil 2 (nationale Läufe)


Lauf zum ADAC Motorboot Masters

Edgaras Riabko (Litauen) ist seiner Titelverteidigung im ADAC Motorboot Masters am vorletzten Rennwochenende in Berlin-Grünau einen großen Schritt näher gekommen. Der Litauer gewann eines der beiden Sprintrennen sowie den Hauptlauf und darf sich in der Meisterschaft nun über eine solide Führung von 50 Punkten freuen. Titelrivale Mike Szymura (Berlin) machte unmittelbar vor dem Start des Hauptrennens ein technischer Defekt zu schaffen.
Edgaras Riabko (Litauen)  Nr. 11 steht kurz vordem diesjährigem Titelgewinn in der Motorboot Masters
Foto: Jens Hawrda
Das erste Sprintrennen am Samstag gewann Nikita Lijcs (Lettland), der von Pole Position startete und einen souveränen Sieg einfuhr. Hinter dem Letten fuhr Lokalmatador Szymura vom dritten Startplatz auf den zweiten Rang nach vorne. Der Meisterschaftsführende Riabko belegte vor Uwe Brettschneider (Berlin) den fünften Rang.
Mike Szymura aus Berlin muss seine Titelhoffnungen in diesem Jahr wohl begraben
Foto: Jens Hawrda
Im zweiten Sprintrennen legte Brettschneider den besten Start hin. Der Lauf wurde nach einem Unfall allerdings gestoppt. Beim Restart ließ sich Brettschneider nach wenigen Runden von Riabko überrumpeln und musste seine Führungsposition an den amtierenden Meister abtreten. Brettschneider rettete vor Szymura aber Rang zwei ins Ziel. In diesem musste Szymura seine Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg früh begraben. Zwar stand der Berliner auf Pole Position, doch musste seine Crew während der Startprozedur einen Defekt am Motor seines Bootes beheben. Erst mit einiger Verspätung konnte Szymura den Hauptlauf aufnehmen. Mit der Wut im Bauch kämpfte er sich immerhin noch auf Rang vier nach vorne. Der Sieg ging an Riabko, der sich deutlich vor Lijcs und Brettschneider durchsetzte.
 
Lauf zum ADAC Motorboot Cup
 
Kim Lauscher (Löningen) blieb am vorletzten Rennwochenende im ADAC Motorboot Cup trotz eines Sieges im Hauptrennen die große Aufholjagd im Titelduell mit dem Meisterschaftsführenden Kevin Köpcke (Jork) verwehrt. Ein Fehler im Sprintrennen kostete den amtierenden Meister eine bessere Platzierung. Der Vorsprung von Köpcke auf Lauscher beträgt - wie schon vor den Rennen in Berlin - acht Punkte. Im Sprintrennen am Samstag feierte Max Stilz (Kernen) aus der Pole Position einen ungefährdeten Sieg. Dahinter duellierten sich Köpcke und Lauscher um den zweiten Rang. In der letzten Runde unterlief Lauscher ein Fehler, als er mit seinem Boot eine Boje aufspießte und deshalb, wie im Reglement vorgeschrieben, als Strafe eine Runde zu seiner Rennzeit addiert wurde. Damit landete er am Ende auf Platz sechs.
Kevin Köpcke scheint der Meistertitel 2013 sicher
Foto: Jens Hawrda
Im ersten Lauf des Hauptrennens am Sonntag hatte Lauscher die Pole Position inne, sorgte für klare Verhältnisse und gewann den Wertungslauf. Stilz und Köpcke lieferten sich einen sehenswerten Kampf um die zweite Position. Das bessere Ende hatte Köpcke für sich, der sich über Platz zwei hinter Lauscher freuen durfte. Der dritte Wertungslauf wurde nach Fahrer-Entscheid wegen der kritischen Wetterbedingungen (starker Wind und hoher Wellengang) abgesagt. Damit ging der Sieg im Hauptrennen, der sich aus der Addition der ersten beiden Wertungen ergibt, an Lauscher vor Stilz und Köpcke.

Kim Lauscher siegt  zwar in Grünau, bleibt  aber trotzdem zweiter in der Meisterschaft
Foto: Jens Hawrda
 
 

Freitag, 4. Oktober 2013

Motorbootrennen in Grünau - Teil 1 (WM-und EM-Läufe)


EM-Lauf Formel R 1000: Udo Kaschube wird zum fünften Mal Europameister

Mit der Maximalpunktzahl von 1200 Zählern hat Udo Kaschube (53, Bindow) beim 20. Internationalen ADAC Motorbootrennen in Berlin-Grünau seinen mittlerweile fünften Europameister-Titel in der Formel R1000 perfekt gemacht. Im ersten Rennen am Samstag war er ausgeschieden, danach zeigte er aber auf dem Traditionskurs im Süden Berlins keine Schwächen mehr und gewann die weiteren drei Läufe. Mit dem Tagessieg war ihm auch der EM-Titel nicht mehr zu nehmen. Dauerkonkurrent Peter Heibuch (Neu Zittau) konnte krankheitsbedingt an diesem Wochenende nicht in den Titelkampf eingreifen.
Udo Kaschube vom MRC Berlin wurde in Grünau zum fünften Mal Europameister der Klasse R 1000
Foto: Jens Hawrda
Erreicht hat Kaschube den Erfolg mit einem Boot, das sein an diesem Wochenende stärkster Konkurrent für ihn gebaut hat: Reinhard Gerbert, Motorboot-Urgestein aus Berlin, landete in den vier Rennen auf Platz 1, 3, 4 und 2 und insgesamt auf Platz zwei hinter seinem Clubkollegen Kaschube. In der EM-Wertung bescherte das dem 73-Jährigen schließlich Rang vier zum Saisonende.

Platz drei in der Tageswertung und damit auch Platz drei in der EM sicherte sich der Dessauer Andreas Lodahl. Als Vize-Europameister wurde Sonntagabend Patrick Zdralek (Oberursel) ausgezeichnet.

 
WM-Lauf Klasse GT-30
 
Hochspannung bot die Weltmeisterschaft der Klasse GT-30, die mit insgesamt 16 Startern aus sieben Nationen allein in Grünau ausgetragen wurde. Vier Rennen, viermal volles Risiko, dann stand das Ergebnis fest: Der Este Jüri Joul und der Finne Tuukka Lethonen lieferten sich ein packendes Kopf-an-Kopf-Duell, beide gewannen zwei Rennen und wurden zweimal Zweiter. Schließlich ging der Titel an den Esten Joul, der den schnellsten Lauf gewonnen hatte, während sich Lethonen punktgleich mit Platz zwei begnügen musste. Auf Platz drei landete der Pole Marcin Szymczyk. Einziger deutscher Starter war Tobias Komm aus Dinslaken. Er erreichte am Ende Rang 12.

 
WM-Lauf Klasse Formel 500

Dramatisch wurde es auch bei der Titelentscheidung um die Weltmeisterkrone in der Top-Speed-Klasse Formel 500. Als WM-Kandidat Nr. 1 und Meisterschaftsführender war der mit einer österreichischen Lizenz startende Ungar Attila Havas nach Grünau angereist. Doch seine Verfolger im Kampf um die WM-Krone waren ihm dicht auf den Fersen. Nur einen Punkt zurück lag der Ungar Robert Hencz auf Platz zwei, weitere drei Pünktchen dahinter lauerte der Slovake Marian Jung. Drei Rennen hatten die Titelaspiranten auf der Regattastrecke zu absolvieren. Die ersten beiden gewann der Slovake Jung, während sich Havas und Hencz auf den Plätzen zwei und drei abwechselten. Im dritten Lauf allerdings schied Jung kurz vor dem Ziel und dem WM-Titel aus. Robert Hencz sicherte sich den Laufsieg und damit auch den Tagessieg mit 925 Punkten vor Havas (825 Punkte) und Jung (800 Punkte). In der gleichen Reihenfolge bestiegen die Drei dann auch das Podest bei der Kür des Weltmeisters: Hencz gewann den Titel also im allerletzten Rennen vor Havas und Jung.
Marian Jung wurde Dritter der diesjährigen WM der Klasse 500
Foto: Jens Hawrda
 

Mittwoch, 2. Oktober 2013

2014/2015 FIA Formula E Championship


Provisorischer Rennkalender der FIA Formel E Weltmeisterschaft 2014/2015 steht.

Der Formula E Holding Promotoren der neuen FIA Formula E Championship, hat am 27. September 2013 seinen vorläufigen Kalender der ersten Saison 2014/2015 vorgestellt. Die Meisterschaft mit Rennen in 10 Großstädten auf vier Kontinenten, beginnt in Peking am 20. September 2014 und endet am 27. Juni 2015 in London.

Das Rennen in Berlin findet nach der vorläufigen Planung am 30.Mai 2015 statt, Austragungsort wird nach Ankündigung der Formel E Verantwortlichen der ehemalige Flughafen Berlin Tempelhof sein.
 

Präsentation des Teams China-Racing vor dem FIA-Gebäude in Paris
Foto: Formel-E-Media
Hier der gesamte vorläufige Rennkalender:


20. September 2014   Peking, China

18. Oktober 2014        Putrajaya, Malaysia

08. November 2014    Hong Kong, China

13. Dezember 2014    Punta del Este, Uruguay

10. Januar 2015         Buenos Aires, Argentina

14. Februar 2015        Los Angeles, USA

18. April 2015             Miami, USA

09. Mai 2015              Monte Carlo, Monaco

30. Mai 2015              Berlin, Germany

27. Juni 2015             London, UK

Stimmen von Audi nach dem Rennen in Zandvoort

Foto: Audi-Motorsport
Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef):

„Einen DTM-Titel zu gewinnen, ist immer etwas ganz Besonderes. Ich denke, Mike (Rockenfeller) wird das erst in den nächsten Tagen und Wochen so richtig realisieren. Er ist ein absolut verdienter und würdiger DTM-Champion 2013 – das hat er heute einmal mehr gezeigt. Glückwunsch an ihn, das Audi Sport Team Phoenix aber auch alle bei Audi Sport in Ingolstadt und Neckarsulm. Nach der schwierigen Saison 2012 haben wir den RS 5 DTM im Winter trotz der engen Reglementvorgaben entscheidend verbessert. Dasselbe gilt für den R18 e-tron quattro, mit dem wir Le Mans gewonnen haben und kurz vor dem Titelgewinn in der Langstrecken-Weltmeisterschaft stehen. Beide Programme parallel zum Erfolg zu führen, war ein Kraftakt für die ganze Mannschaft. Aber er hat sich gelohnt.“

Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM), Platz 2
Reifen: Option/Standard/Standard
„Ich brauche jetzt ein paar Minuten alleine, um den Erfolg zu realisieren. Es war ein langes Rennen, durch den Start hatte es etwas Würze. Nachdem ich Marco Wittmann überholt hatte, habe ich kurz vom Sieg geträumt, als ich zu Augusto (Farfus) aufschloss. Aber auf dem Standardreifen tat ich mich schwer. Ich war froh, dass Timo (Scheider) hinter mir war und mir den Rücken freihielt.“

Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM), Platz 3
Reifen: Standard/Option/Standard
„Es war eine harte Saison bis heute. Wir haben es Schritt für Schritt geschafft, zurückzukommen und die Leistungen abzurufen, die wir uns vorgenommen hatten. Das hat heute funktioniert. Und es fühlt sich besonders gut an, weil wir Mike (Rockenfeller) unterstützen konnten, den Titel zu gewinnen. Er hat den Titel wirklich verdient. Glückwunsch an Mike Rockenfeller, Audi und das Audi Sport Team Phoenix.“
Foto: Audi-Motorsport

Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM), Platz 4
Reifen: Standard/Standard/Option
„Das war ein interessantes Rennen. Ich bin von Platz elf auf Platz vier gefahren und hatte auf der Strecke spannende Kämpfe. Das ist schon okay. Aber das wichtigste ist, dass Audi heute Meister geworden ist. Ich freue mich riesig für ‚Rocky’, Audi Sport und das Audi Sport Team Phoenix.“

Adrien Tambay (Audi ultra RS 5 DTM), Platz 6
Reifen: Standard/Option/Standard
„Ich bin zufrieden. Wir haben einige gute Punkte geholt. Vom Platz zehn auf Platz sechs zu fahren, war sehr gut. Ich hatte ein tolles Rennen mit einer gute Pace und schönen Überholmanövern. Mein Audi lief am ganzen Wochenende perfekt, danke dafür an mein Team. Ich hätte Vierter werden können. Leider hat mir das Safety Car einen Strich durch die Rechnung gemacht. ‚Rocky’ ist Meister geworden, unser Ziel ist erreicht. Wir sind heute alle glücklich.“

Mike Rockenfeller krönt starke Saison mit vorzeitigem Titelgewinn

Mike Rockenfeller vorzeitig DTM-Meister 2013
Foto: Audi-Motorsport
Mike Rockenfeller hat seine Biografie beim vorletzten Lauf der DTM-Saison 2013 in Zandvoort (Niederlande) um einen entscheidenden Punkt erweitert: Der 29 Jahre alte Audi-Werksfahrer eroberte vorzeitig den Titel in der populärsten internationalen Tourenwagenserie DTM.
 
Im Folgenden "Rocky" im Porträt: