Mittwoch, 2. Oktober 2013

Stimmen von Audi nach dem Rennen in Zandvoort

Foto: Audi-Motorsport
Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef):

„Einen DTM-Titel zu gewinnen, ist immer etwas ganz Besonderes. Ich denke, Mike (Rockenfeller) wird das erst in den nächsten Tagen und Wochen so richtig realisieren. Er ist ein absolut verdienter und würdiger DTM-Champion 2013 – das hat er heute einmal mehr gezeigt. Glückwunsch an ihn, das Audi Sport Team Phoenix aber auch alle bei Audi Sport in Ingolstadt und Neckarsulm. Nach der schwierigen Saison 2012 haben wir den RS 5 DTM im Winter trotz der engen Reglementvorgaben entscheidend verbessert. Dasselbe gilt für den R18 e-tron quattro, mit dem wir Le Mans gewonnen haben und kurz vor dem Titelgewinn in der Langstrecken-Weltmeisterschaft stehen. Beide Programme parallel zum Erfolg zu führen, war ein Kraftakt für die ganze Mannschaft. Aber er hat sich gelohnt.“

Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM), Platz 2
Reifen: Option/Standard/Standard
„Ich brauche jetzt ein paar Minuten alleine, um den Erfolg zu realisieren. Es war ein langes Rennen, durch den Start hatte es etwas Würze. Nachdem ich Marco Wittmann überholt hatte, habe ich kurz vom Sieg geträumt, als ich zu Augusto (Farfus) aufschloss. Aber auf dem Standardreifen tat ich mich schwer. Ich war froh, dass Timo (Scheider) hinter mir war und mir den Rücken freihielt.“

Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM), Platz 3
Reifen: Standard/Option/Standard
„Es war eine harte Saison bis heute. Wir haben es Schritt für Schritt geschafft, zurückzukommen und die Leistungen abzurufen, die wir uns vorgenommen hatten. Das hat heute funktioniert. Und es fühlt sich besonders gut an, weil wir Mike (Rockenfeller) unterstützen konnten, den Titel zu gewinnen. Er hat den Titel wirklich verdient. Glückwunsch an Mike Rockenfeller, Audi und das Audi Sport Team Phoenix.“
Foto: Audi-Motorsport

Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM), Platz 4
Reifen: Standard/Standard/Option
„Das war ein interessantes Rennen. Ich bin von Platz elf auf Platz vier gefahren und hatte auf der Strecke spannende Kämpfe. Das ist schon okay. Aber das wichtigste ist, dass Audi heute Meister geworden ist. Ich freue mich riesig für ‚Rocky’, Audi Sport und das Audi Sport Team Phoenix.“

Adrien Tambay (Audi ultra RS 5 DTM), Platz 6
Reifen: Standard/Option/Standard
„Ich bin zufrieden. Wir haben einige gute Punkte geholt. Vom Platz zehn auf Platz sechs zu fahren, war sehr gut. Ich hatte ein tolles Rennen mit einer gute Pace und schönen Überholmanövern. Mein Audi lief am ganzen Wochenende perfekt, danke dafür an mein Team. Ich hätte Vierter werden können. Leider hat mir das Safety Car einen Strich durch die Rechnung gemacht. ‚Rocky’ ist Meister geworden, unser Ziel ist erreicht. Wir sind heute alle glücklich.“

Mike Rockenfeller krönt starke Saison mit vorzeitigem Titelgewinn

Mike Rockenfeller vorzeitig DTM-Meister 2013
Foto: Audi-Motorsport
Mike Rockenfeller hat seine Biografie beim vorletzten Lauf der DTM-Saison 2013 in Zandvoort (Niederlande) um einen entscheidenden Punkt erweitert: Der 29 Jahre alte Audi-Werksfahrer eroberte vorzeitig den Titel in der populärsten internationalen Tourenwagenserie DTM.
 
Im Folgenden "Rocky" im Porträt:



Reaktionen von BMW auf das neunte DTM-Rennen in Zandvoort.

Augusto Farfus
Foto: Jens Hawrda
Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):

„Augusto Farfus hat einmal mehr ein sensationelles Rennen gezeigt. Das war sein dritter Saisonsieg, der vierte Podestplatz in Folge und zugleich der 50. Sieg eines BMW M3 in der DTM: Diese Zahlen sprechen für sich. Gleichzeitig aber auch Glückwunsch an Mike Rockenfeller und Audi. ‚Rocky‘ hat einmal mehr ein sehr starkes Rennen gezeigt. Er ist ein absolut verdienter Champion. Über den gesamten Saisonverlauf war er unglaublich konstant und steht zu recht ganz vorne. Natürlich hätten wir im Rennen gerne noch den einen oder anderen Punkt mehr errungen. Allerdings hat uns dann der Rennverlauf am Schluss nicht mehr in die Karten gespielt. Auch wenn die Fahrerwertung nun entschieden ist, wollen wir den Fans beim Saisonabschluss in Hockenheim eine tolle Show bieten und in der Hersteller- sowie in der Teamwertung am Schluss ganz vorne stehen.“
 

Augusto Farfus ( BMW Team RBM, Platz 1):
Reifen: Option-Standard-Standard
„Das Rennen war nicht so einfach, wie es vielleicht aussah. Im ersten Stint konnte ich mich zwar erst von Mike Rockenfeller absetzen, aber dann sind meine Reifen eingebrochen. Er hat aufgeholt, und ich war in echten Schwierigkeiten. Auf den Standardreifen lag mein Auto dann besser, und ich konnte mich endgültig absetzen. Ich habe heute meinen Job so gut wie möglich erledigt. Glückwunsch an Mike Rockenfeller zum hoch verdienten Gewinn des Titels. Er hatte eine brillante Saison, vor seiner Leistung ziehe ich meinen Hut. Ich habe keinen Grund, enttäuscht zu sein, denn mein zweites Jahr in der DTM war sehr stark. Ich danke dem Team für eine super Saison.“
 
Marco Wittmann (BMW Team MTEK, Platz 5):
Reifen: Standard- Option-Standard
„Das nennt man wohl gemischte Gefühle. Der Samstag war fantastisch, ich war der schnellste Mann im Feld und bin natürlich sehr glücklich über die Poleposition. Im Rennen hat sich die Strategie, mit Standard-Reifen loszufahren, nicht ausgezahlt. Ich hätte Augusto Farfus im Titelkampf gerne besser geholfen, aber das war unter diesen Umständen nicht möglich. Aber trotzdem können wir auf unserer Performance hier in Zandvoort aufbauen. Glückwunsch an meinen Markenkollegen Augusto Farfus. Und auch an ‚Rocky‘ zum Titel.“
 
Joey Hand (BMW Team RBM, Platz 7):
Reifen: Option- Standard-Standard
„Zunächst einmal Glückwunsch an meinen Teamkollegen Augusto Farfus zum Sieg und an Mike Rockenfeller. Ich denke, mein Rennen lief nach Plan, obwohl wir vorher nicht genau einschätzen konnten, was uns erwarten würde. Wir haben gutes Racing gezeigt und den Fans eine tolle Show geboten. Zu Beginn hatten wir auf den Optionsreifen eine sehr starke Pace. Das ist definitiv der Joey-Hand-Reifen. Leider wurde die Lücke zur Spitze schon früh zu groß.“

Dienstag, 1. Oktober 2013

DTM Zandvoort - Stimmen nach dem Rennen aus dem Mercedes Lager


für Mercedes lief es in Zandvoort nicht wirklich gut
Foto: Mercedes-Motorsport
Am letzten Wochenende fand der neunte Lauf der DTM-Saison 2013 auf dem niederländischen Traditionskurs in Zandvoort statt. Mercedes-Benz Pilot Gary Paffett (EURONICS Mercedes AMG C-Coupé) beendete das vorletzte Saisonrennen auf Position neun.

Mercedes-Junior Pascal Wehrlein (DTM Mercedes AMG C-Coupé) belegte den zwölften Platz. Seine Markenkollegen Christian Vietoris (DTM Mercedes AMG C-Coupé), Robert Wickens (STIHL Mercedes AMG C-Coupé) und Daniel Juncadella (stern Mercedes AMG C-Coupé) fuhren auf den Rängen 15 bis 17 ins Ziel. Roberto Merhi (THOMAS SABO Mercedes AMG C-Coupé) schied kurz nach dem Start aus.


Stimmen zum Rennen:

Gary Paffett (32, England, EURONICS Mercedes AMG C-Coupé):

  • 9. Platz
Gary Paffett (links)
Foto: Mercedes Motorsport
„Gratulation an Mike Rockenfeller zum Gewinn des DTM-Meistertitels. Er ist eine fantastische Saison gefahren und hat den Titel verdient. Wir haben versucht, ihn zu schlagen, aber leider hat es nicht geklappt. Der neunte Platz ist ein enttäuschendes Ergebnis für mich, aber von Startposition zwölf war nicht viel mehr drin. Wir wählten eine recht aggressive Strategie mit zwei frühen Boxenstopps, weil wir wussten, dass das Überholen auf dieser Strecke ziemlich schwierig sein würde, erst recht ohne die Hilfe von DRS. Diese Taktik ging zunächst gut auf und brachte mir einige Positionsgewinne ein, aber gegen Ende meines langen Schlussstints hatte ich leider nicht mehr genügend Grip, um mich weiter zu verbessern. Mit einer besseren Startposition hätte ich an der Spitze mitkämpfen können. Für das Saisonfinale bei unserem Heimrennen in Hockenheim wünsche ich mir nun, wieder vorne dabei zu sein und die Saison mit einem Erfolgserlebnis zu beenden.“


Pascal Wehrlein (18, Deutschland, DTM Mercedes AMG C-Coupé):

  • 12. Platz
Pascal Wehrlein in Zandvoort
Foto: Mercedes-Motorsport
„Am Anfang sah es noch ganz gut aus. Als ich dann hinter Edoardo Mortara festhing und einfach nicht vorbei kam, machte ich einen früheren Boxenstopp und wechselte auf die Basis-Reifen. Mit diesen konnte ich einige schnelle Rundenzeiten fahren, sodass ich nach Edoardos Boxenstopp vor ihm lag. Am Ende hatten wir jedoch so viele Runden auf diesem Satz Reifen, dass dieser ziemlich stark nachließ und ich mich die letzten 15 Runden nur noch gegen die Jungs auf den schnellen Option-Reifen hinter mir wehren musste. Irgendwann hat man aber kaum noch eine Chance.“

 
Christian Vietoris (24, Deutschland, DTM Mercedes AMG C-Coupé):

  • 15. Platz
„Ich hatte einen guten Start und konnte gleich ein paar Plätze gut machen. Danach hat uns aber die Pace gefehlt. Mit den Option-Reifen hätten wir vielleicht etwas länger fahren können. Trotzdem kamen wir schon früh in die Box. Dabei haben wir, denke ich, etwas Zeit verloren. Doch direkt nach dem Rennen ist es sehr schwierig zu sagen, woran es genau gelegen hat. Unter dem Strich hat uns aber über das gesamte Wochenende etwas gefehlt.“

 
Robert Wickens (24, Kanada, STIHL Mercedes AMG C-Coupé):

  • 16. Platz
„Das Rennen war sehr unübersichtlich. Mit all den verschiedenen Strategien, die gefahren wurden, war es schwierig zu wissen, wo man genau lag. Für mich sah es eigentlich ganz gut aus. Leider habe ich bei beiden Boxenstopps etwas Zeit verloren. Dadurch sind mehrere Autos direkt vor mir aus der Box gekommen und ich hing den Rest des Rennens im Verkehr fest. Es ist sehr schade, weil ich denke, dass durchaus Punkte möglich gewesen wären. Jetzt müssen wir sehen, was in Hockenheim passiert.“

Robert Wickens beim Boxenstopptraining in Zandvoort
Foto: Mercedes-Motorsport
 

Nachgefragt bei … Mike Rockenfeller

vorzeitig DTM-Champion 2013, Mike Rockenfeller
Foto: Audi-Motorsport
Wie viele Nachrichten und Anrufe hatten Sie auf Ihrem Handy, nachdem Sie als neuer DTM-Champion von der Siegerehrung zurückkamen?

„Weit über 100 waren es auf jeden Fall und dazu noch so viele Anrufe, die ich nicht annehmen konnte. Ich freue mich auf die ruhigen Momente, in den denen ich alles in Ruhe lesen kann. Das wird aber frühestens morgen sein.“

Haben Sie schon ein bisschen realisieren können, was heute passiert ist?
„Das wird bestimmt ein bisschen dauern, aber das ist auch in Ordnung. Direkt nach dem Rennen war ja erst einmal Party angesagt. Meine Jungs vom Team haben so eine großartige Feierlaune – auch für die freue ich mich riesig über diesen Titel.“

Wie hoch war Ihr Puls am Start?
„Der Puls war niedrig. Ich habe mich sogar ein wenig gewundert, dass ich nicht viel von Anspannung und Nervosität gespürt habe. Das hat sich dann nach ein paar Sekunden geändert, denn ich habe ja gemerkt, dass ich sehr gut losgekommen bin. Als das Team mir gesagt hat, dass mein Start untersucht wird, war ich schon unruhig. Zum Glück hat sich dann schnell alles aufgelöst – da war ich erleichtert und konnte mein Rennen fahren.“

Motorsport ist Teamwork – war dieses Wochenende ein gutes Beispiel dafür?
Schon die ganze Saison ist ein perfektes Beispiel dafür. Ich hatte immer schnelle Boxenstopps und auch in Sachen Strategie hatten wir oft ein glückliches Händchen. Das Team Phoenix stellt jetzt zum zweiten Mal in drei Jahren den Meister – die können wirklich stolz auf sich sein. Heute im entscheidenden Rennen hat mir dann Timo (Scheider) viel geholfen. Er hätte eigentlich den zweiten Platz verdient gehabt. Ich danke allen für ihre Unterstützung in dieser Saison.“

Sie haben 2010 Le Mans und Daytona gewonnen, jetzt den DTM-Titel. Können Sie diese Erfolge einordnen?
„Verschiedene Siege und Titel sind nicht zu vergleichen. Erfolge bei Klassikern sind natürlich etwas ganz Besonderes. Was die Qualität der Gegner und die Technik angeht, gibt es kein höheres Niveau als in der DTM – deshalb macht es mich besonders stolz, den Titel in diesem hart umkämpften Jahr geholt zu haben.“